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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Zimo MS500 will nicht mit STACO4

THEMA: Zimo MS500 will nicht mit STACO4
Startbeitrag
DerEine - 31.10.25 22:25
Hallo zusammen,

ich habe hier gerade ein sehr eigenartiges Phänomen auf dem Tisch, dass sich beim Umbau einer R4/4 ergibt: Der verbaute Decoder (Zimo MS500) will nicht mit dem verbauten STACO4 zusammenarbeiten. Sobald man das Modell vom Gleis nimmt ist sofort tot. Normalerweise puffert der STACO ein paar Sekunden Sound, Licht und Motor (ich habe schon ein paar Modelle erfolgreich umgebaut und weiß wie das dann aussieht). Am Modell funktioniert alles (Licht, Motor, Sound), aber eben keine Pufferung.

Folgendes habe ich schon probiert:
- Alles an Leitungen untereinander und zur Masse durchgepiepst, was irgendwas damit zu tun hat. --> nichts Auffälliges. Im Übrigen ist keine Hauptplatine mehr drin und alles direkt verkabelt. Also auch keine störenden Drosseln, Kondensatoren oder so.
- Den STACO wieder ausgebaut und zusammen mit den Kondensatoren mit einem anderen Decoder getestet (sehr fummelig, weil ganz unten fest verbaut) --> STACO funktioniert einwandfrei.
- Die Spannung am Decoder an den Lötpads zwischen V+ und GND gemessen --> ca. 16V --> sollte passen. An den Pads vom Decoder liegt zumindest Spannung an.
- Die Masseleitung zwischen Decoder und STACO erneuert --> keine Änderung (Info: an der Leitung V+ zwischen STACO und Decoder hängen noch die Spitzenbeleuchtungen. Die kann man leider nicht ohne riesen Fummelei ersetzten. Aber durchpiepsen war ja erfolgreich)
- Decoderupdate auf die aktuelle Version gemacht.
- Das Soundprojekt eines anderen Modells aufgespielt, von dem ich weiß, dass da der STACO funktioniert (vielleicht ist es ja eine CV-Einstellung) --> funktioniert trotzdem nicht.

Ich habe jetzt nur noch einen Verdacht: Die originale Spitzenbeleuchtung vorne habe ich drin gelassen und die Verkabelung (V+ und LV) an die herausgeführten originalen Litzen gemacht. Die Beleuchtung funktioniert auch. Mit Chassis hat das keinen Kontakt. Es ist übrigens egal, ob LV aktiv ist oder nicht. Der STACO funktioniert so oder so nicht. Kann es sein, dass hier irgendwas drin ist, was den STACO stört?

Ansonsten: hat der Decoder einen Becker?

Gruß
Andi

Hallo Andi,

das ist schon ein sehr seltsames Problem.

Du könntest noch beim MS500 einen Selbsttest mit der CV30 ausprobieren (siehe Seite 89):
https://www.zimo.at/web2010/documents/MS-MN-Decoder.pdf

LG
Markus
Morgen!

Also: ich habe gestern Abend/Nacht noch die V+ Leitung von Decoder und STACO abgelötet und eine provisorische direkte Leitung eingelötet. Die Beleuchtungen vorne und hinten waren damit von V+ getrennt und außen vor. --> keine Veränderung --> die originale Beleuchung vorne ist nicht das Problem.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Du könntest noch beim MS500 einen Selbsttest mit der CV30 ausprobieren (siehe Seite 89):


Danke für die schnelle Reaktion!
Habe ich gerade mit ZCS und der Z21 auf dem Programmiergleis bei 18V Gleisspannung (ist bei mir sowieso Standard) gemacht. Jetzt wird es weird: 255 liefert auch nach mehrmaligen Versuch stets den Wert "3" (Temperatur außerhalb des erwarteten Bereichs); mit 255 wird kein Licht oder Sound getestet. 254 liefert stets "0" (kein Fehler). Mit 254 werden Sound und Ausgänge getestet.

Nebenbemerkung: Der "Sinuston" vom Test ist sehr erschreckend! So ähnlich hört sich das nämlich an, wenn die Sound-Endstufe abraucht weil LS-Kabel mit dem Gleis verbunden sind. Als ich das das erste mal gehört habe, habe ich reflexhaft die Lok vom Gleis genommen!

Was mir jetzt noch einfällt, ist provisorisch einen anderen STACO4 ranhängen. Einen habe ich noch da liegen. Das sollte aber keine Änderung bringen. Der verbaute STACO hat ja im ausgebauten Zustand mit einem anderen Decoder  funktioniert.

Gruß
Andi

Nachtrag. ich habe mich heute Abend nochmal mit dem Thema beschäftigt und jetzt wird es NOCH seltsamer:

Zunächst habe ich V+ und GND vom Decoder in der Lok abgelötet und hier provisorisch meinen STACO4 Nr.2 angelötet. Nicht schön mit Luftverdrahtung neben der Lok, ABER: DAS FUNKTIONIERT. Also der Decoder ist es nicht.
Da habe ich mir gedacht: ist der verbaute STACO (Nr.1) doch kaputt und habe den neuen STACO (Nr.2) verbaut. Ergebnis: DAS FUNKTIONIERT NICHT. In der Befürchtung, dass ich jetzt beide kaputt gemacht habe, habe ich nochmal den ersten, jetzt ausgebauten STACO mit einem anderen Decoder getestet. Ergebnis: STACO Nr1 GEHT DOCH.

Das Ganze muss also mit der Einbausituation zusammenhängen. Ich hab nochmal alles kontrolliert: es geht nirgens eine Lötstelle oder was von der Platine am Chassis an. An den Litzen zu den Kondensatoren habe ich nach dem Ausbau von STACO Nr.1 nix geändert. Das kann es also auch nicht sein. Ich habe jetzt zwei Verdachtsmomente, was den Einbau vom fliegenden Aufbau unterscheidet:
1. die Leitungen STACO --> Decoder in der Lok sind aus irgendeinem Grund zu schwach oder durch was anderes gestört (in der Lok ist hauptsächlich hauchfeiner Kupferlackdraht verbaut).
2. sehr abgefahrene Idee: Der STACO ist mit seiner bestückten Seite direkt zum Motor hin verbaut. Dazwischen ist nur ein Streifen Klebeband zur Isolation. Das (recht starke) Magnetfeld des Motors stört eines der Bauteile (z.B. die große Spule) auf der Platine und der STACO versagt dadurch den Dienst.

Kann sowas sein? Ggf. mache ich dazu nochmal Experimente. Aber nicht mehr heute. Morgen dann.

Gruß
Andi
Nachtrag-Nachtrag:
Ich habe heute Morgen etwas experimentiert und ich bin mir jetzt sicher, dass tatsächlich die Magnetfelder im Modell das Problem sind. Ich konnte das am Decodertester nachstellen.
Der Motor oder LS aus dem Vorrat, direkt an der Platine haben zwar nicht genügt, um den STACO vollkommen aus dem Tritt zu bringen. Aber ein einzelner, kleiner Permanentmagnet schon. Dabei ist egal, ob Nord- oder Südpol zur Platine zeigt. Gestört ist dabei das Aufladen der Kondensatoren. Wenn man den Magent an die STACO-Platine hält, wenn die Kondensatoren schon geladen sind, dann bemerkt man das Problem nicht, weil die Pufferenergie trotzdem abgegeben wird.

Im Modell ist über dem STACO der Motor und darunter die Schallkapsel vom LS, darunter der LS selbst. LS und Motormagnete arbeiten wohl zusammen um den STACO zu stören. ich werde mal versuchen, die STACO-Platine umzudrehen, sodass die Bestückung vom Motor wegzeigt. Das wird ein ziemliches gefummel, weil das nicht eingeplant war. Ich bin leider auch nicht sehr zuversichtlich, dass das Magnetfeld dann signifikant schwächer ist, aber eine andere Option außer kompletter Neuanfang des Projekts habe ich jetzt grad nicht.

Merke für die Zukunft: STACO-Platine nicht in der Nähe von starken Magneten nutzen. Motor und LS entsprechend verbauen.

Gruß
Andi
Hallo Andi


Vielleicht hilft "Blechfolie" in 0,2mm oder 0,3mm Stärke, um das Magnetfeld so ab "zu lenken" das es nicht die SMD Elektronikbauteile stört.


schönen Tag noch
Jens
Hallo,

das ist ein Fall für Zimo,

Grüße, Peter W
Nach einiger Fummelei kann ich berichten: Der STACO funktioniert jetzt in der Lok. Dafür habe ich die STACO-Platine umgedreht. Ich habe aber nicht Ober- und Unterseite getauscht, sondern Vorne und Hinten. Das hintere Ende der Platine mit der (vermutlich so empfindlichen) Drossel/Spule ist jetzt hinter dem LS und im hinteren Bereich vom Motor, wo der Kommutator ist. Das Magnetfeld ist hier wohl schwach genug. Am anderen Platinenende mit Lötpads habe ich die neuen, längeren Litzen in der Luft anlöten müssen und das Ganze dann zwischen Motor und LS geschoben. Ursprünglich war der Plan, dass die Lötpads hinter dem LS frei liegen, so dass man bei montierter Platine die Litzen bequem verlegen kann und das auch im Wartungsfall zugänglich bleibt. Das ist jetzt hinfällig. Aber wichtig ist, dass es geht.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Vielleicht hilft "Blechfolie" in 0,2mm oder 0,3mm Stärke, um das Magnetfeld so ab "zu lenken" das es nicht die SMD Elektronikbauteile stört.

gute Idee. Dafür wäre aber leider kein Platz gewesen. Bestenfalls 0,1mm Folie hätte reingepasst. Es war selbst mit dem Klebeband zur Isolation schon knapp.

Gruß
Andi


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