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THEMA: Drehgestell BR 601 ausbauen

THEMA: Drehgestell BR 601 ausbauen
Startbeitrag
oreg - 29.10.25 10:12
Guten Tag,
im September 2023 habe ich bei DM Toys den Fleischmann BR 601 (741005) gekauft. Der ehemalige TEE entwickelte sich bald zum Lieblingsfahrzeug auf meiner Anlage. Seit letzter Woche – 1 Monat nach Ablauf der 2-jährigen Garantiefrist  - ist die Freude jedoch vorbei.
Das vordere Drehgestell unter dem Motorwagen nimmt keinen Strom mehr auf. Häufig stoppt er auf Weichen ohne polarisiertes Herzstück, gelegentlich auch auf Kurvenfahrten.
Ich würde gern das Drehgestell einmal ausbauen und nachschauen, ob ich an den Kontakten etwas richten kann. Weiß jemand, wie man das macht? In den der Packung beigefügten Unterlagen findet sich kein Hinweis. Gehäuse öffnen oder einfach das Drehgestell abziehen? Gefahr, dass die Rastnasen abbrechen?
Viele Grüße und ratlos
Volker

* Verwechselt mit dem 612 von Fleischmann, daher gelöscht *

Michael
Moin Volker,

wenn ich das richtig sehe, musst du das Gehäuse abnehmen und dann schauen ob die beiden Drähte vom Drehgestell nicht abgerissen sind. Bei Roco gab es Kontaktfedern, die hat es bei Fleischmann jetzt nicht mehr. Das müsstest du in der Bedienungsanleitung auch sehen. Schau mal hier auf der letzten Seite:

https://www.fleischmann.de/static/frontend/Casi...N/2/DE/741005920.pdf

Da wo bei 3. "hier ablöten" steht, das sind die Drähte vom Drehgestell. Und die brechen auch bei anderen Loks gerne mal ab.
Von unten die Drehgestelle abbauen weiß ich nicht, da ist die Kardanwelle dran und die Drähte... mach oben auf und schau rein. sollte kein Hexenwerk sein.

Grüße Torsten

Hallo Volker,
wenn alles zerlegt ist, siehe Bild, mußt du den Deckel von der Schnecke abnehmen (4 Rastnasen) und die beiden Litzen ablöten.
Dann kannst du das drehgestell herausnehmen.
Gruß
Klaus

Die von Klaus S. zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Volker,

Torsten hat die richtige Antwort gegeben!

Um zu prüfen ob die Drähte noch drann sind muss das Drehgestell nicht ausgebaut werden. Bei diesem Modell sind die Achsen zweigeteilt und spitzengelagert.  Somit gibt es keine Kontaktfedern.

Gruß

Schorsch

Hallo Schorsch,

danke...

mit Kontaktfedern meinte ich diese Streifen, die es früher mal in den Roco-TW gab. die lagen, wenn ich mich recht erinnere, neben der Platine und gingen zu den Drehgestellen. Diese übertrugen den Strom dann mit den Nasen wo jetzt die Drähte angelötet sind direkt auf diese Streifen. Das war etwas fummelig zu montieren, Drähte konnten da aber nicht abfallen. Allerdings haben Drähte nun wieder den Vorteil, dass es keinen Kontaktübergang gibt. Alles hat ein für und wieder.

Eigentlich braucht man wohl erst mal nur das silberne Dachteil abnehmen, dann an die Drähten ziehen, wenn sie fest sind: OK, wenn nicht dann musst man wohl oder übel das Gehäuse abnehmen und dazu erst mal die Drähte oben ablöten.
Wer nicht löten kann ist an der Stelle raus, "Setzen!, 5!", hätte der Lehrer früher zum Konstrukteur dieses wartungsunfreundlichen Fahrzeuges gesagt. Ohne Löten kommt man auch nicht an den Motor ran. Der scheint nach Ersatzteilblatt wenigstens noch wie bei Roco zu sein, sieht auf den Bildern wenigstens so aus. Sorry, ich hab keinen Fleischmann 601, mir muss der Max Liebermann reichen.

Grüße Torsten

Doofe Frage (löst nicht das Problem direkt aber ein Hinweis): Der Motorwagen hat vier Haftreifen, nimmt deswegen nur sehr schlecht Strom ab und ist deswegen mit einer elektrisch leitenden Kupplung mit dem ersten Mittelwagen verbunden. Der steuert dann acht zusätzliche Räder zur Stromabnahme bei. Das funktioniert zumindest bei mir sehr gut. Deswegen sollte es eigentlich egal sein, ob das erste Drehgestell vom Motrwagen Strom abnimmt oder nicht. ich würde mal die Kupplung zwischen Motorwagen und erstem Mittelwagen prüfen ob da auch Strom durchgeht. Ist auf jeden Fall leichter zu erreichen. Vielleicht ist das erste Drehgestell vom Motorwagen schon länger kaputt - wie gesagt ist dieses Drehgestell eigentlich egal und ganz zerlegen ist nicht so schön.

Gruß
Andi

Hallo Torsten!

Ich kann mich nicht erinnern, jemals in einem Roco-TEE die von Dir erwähnten Blechstreifen gesehen zu haben. Ich glaube, Du verwechselst das mit Kato und Hobbytrain. Bei Roco führt - auch bei den Lokomotiven - ein Kabel von den Drehgestellen zur Platine.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Elmar,

So kann man sich täuschen,  du hast Recht, ich hatte Kato im Kopf.
Den Roco 601 hab ich vor 5 Jahren umgebaut, auch mit Kabeln und einem GAM. Perfekt.

@Andi, auch mein Roco hat vier Haftreifen. Trotzdem sind da noch zwei Achsen ohne und die reichen eigentlich. Kupplung mit dem ersten Wagen, davon wusste ich nicht, hin oder her, besser wird es nicht wenn die Drähte am Drehgestell lose sind.

Grüße Torsten
Hallo Torsten!
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: dampfrailfan

Trotzdem sind da noch zwei Achsen ohne und die reichen eigentlich.

Nein! Die reichen nie und nimmer. Ich habe schon kurz nach dem Kauf des Zuges eine elektrische Verbindung zum ersten folgenden Wagen hergestellt. Damals gab es noch keine Magnetkupplungen. Erst vor wenigen Wochen habe ich den TEE eines Freundes komplett mit elektrisch leitenden Magnetkupplungen von 3Dprint4Moba ausgestattet. Da merkt man einen Unterschied. Zwei stromabnehmende Räder pro Seite sind schlicht und einfach zu wenig. Es ist nicht nur sinnvoll, es ist geradezu unerläßlich, mindestens einen zusätzlichen Wagen in die Stromabnahme einzubeziehen.

Herzliche Grüße
Elmar
Dann will ich mal versuchen zu helfen.

Zuerst muss das Dach ausgeklippst werden. Dann sieht man eine Schraube, die die Platine und das Gehäuse auf dem Chassis hält, die Kabel von den Drehgestellen müssen von der Platine abgelötet werden. Nun muss man den Hydraulikschlauch über der Scharfenberg Atrappe entfernen, der wird relativ leicht nach vorn abgezogen. Jetzt drückt man die Scharfenberg Kupplung etwas nach unten und schiebt das obere Gehäuse nach vorn bis man es nach oben abheben kann. Das Drehgestell kann man jetzt nach vorn abziehen und inspizieren.

Ist bei mir schon etwas länger her, aber ich meine in dieser Reihenfolge muss man vorgehen. Und immer sehr behutsam arbeiten. Zur Sicherheit die etwas sparsame Bedienungsanleitung zu Rate ziehen.

Die Kabel würde ich bei der Gelegenheit durch eine Decoderlitze ersetzen (weil flexibler).

Gruß und viel Erfolg
Freddie
Moin,

wenn ich das hier so lese - schade, dass nicht Kato diesen Zug im Programm hat:

● Völlig kabellos.

● Völlig technisch logisch simpel.

● Völlig wartungsfreundlich.

Es ist einfach unglaublich, was europäische Moba-Marken ihrer Kundschaft immer wieder zumuten: Das berühmte "Du musst den Nippel durch die Lasche zieh'n" ist dagegen gar nichts.

Ist es denn so schwer, einige der genial durchdacht einfachen japanischen Lösungen anzuwenden (welche i.ü. auch Fehlmontagen b.t.w. ausschließen)? Muss es stattdessen denn immer möglichst komplex kompliziert sein?

Ich verstehe es einfach nicht. Und so torpediert man potenzielle Mehrnachfrage.

Beste Grüße, Norrskenet.
Moin Norrskenet,

nun ja, der 601 ist eine Entwicklung aus den 80ern... wenn ich das hier so lese und mir die von Fleischmann bereit gestellten Unterlagen ansehe, dann ist an der Konstruktion nicht viel geändert worden. Bei der auch von Roco übernommenen 143/DR243 hat man das getan. Dort wurde dann wohl ein neues Innenleben konstruiert und dabei der für meinen Geschmack perfekte Roco-Motor durch einen anderen ersetzt. Ob das sein musste? Wartungsfreundlicher könnte das jetzt sein, die Roco 143 war etwas umständlich wenn ich an das Gefummele mit den Kardanwellen denke. An der 143 war es nicht unbedingt nötig für Wartungszwecke die Drehgestellkabel abzulöten, die Fummelei erleichtert hat es dennoch, jedenfalls wenn man sie dann wieder anlöten kann... und genau das kann nicht jeder. Wobei ich denke, dass jeder Modellbahner auch mit einem Lötkolben umgehen können sollte.

Grüße Torsten
@12: Moin Torsten,

mit dem Lötkolben umgehen können schon die meisten, wenngleich eben nicht alle.

Doch setzt man ihn gern für SINNVOLLE Zwecke ein und nicht für in der Sache an sich völlig überflüssige Banal-Reparaturen.

Wenn ich bedenke, wieviele - an sich völlig unnötige - Drehgestellkabel ich inzwischen wieder anlöten musste mitsamt dem jeweiligen Gefummele drumherum, dann möchte man fast die Lust verlieren.

Bei der N-Spur sind Drehgestellkabel in dieser Form sowie mit den dafür gewählten Kabeln und ihrer häufig viel zu strammen Verlegung der völlig falsche Ansatz: Dort bewegt sich einfach zu viel zu oft: Mithin "Sollbruchstellen" im wahrsten Sinne des Wortes.

Eine Rückkehr zu den Blattfeder-Kontakten - bei Digi-Tfz ergänzt durch kleine elektronische Pufferung - bzw. ein Übergang zur genialen Kato-Lösung würde den Modellbahnern sehr viel völlig unnötiges Tun und den damit verbundenen (Hobby-!)Frust ersparen.

Beste Grüße, Norrskenet
Liebe Modellbahnfreunde,
danke für die Erklärungen und Hinweise. Ich habe eine ganze Menge hinzugelernt.
Zwei Aspekte erscheinen mir besonders wichtig.  Erstens: Der 601 ist extrem wartungs- und reparaturunfreundlich. Zweitens: Wer nicht löten kann hat schlechte Chancen.
Angesichts meiner sehr beschränkten feinmechanischen Fähigkeiten werde ich wohl den 601 als Vitrinenmodell herabstufen müssen.
Viele Grüße
Volker
Der 601 ist kaum anspruchsvoller als andere N-Fahrzeuge.

Grüßle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Hallo Volker!

Du hast Drittens vergessen: Du suchst einen Modellbahner, der Dir das macht. Vielleicht gibt es in Deiner Nähe einen N-Spur-Stammtisch, bei dem Du Dich ohnehin schon längst hättest anmelden sollen. Oder Du findest jemanden hier im Forum.

So "extrem wartungs- und reparaturunfreundlich" ist der VT 601 gar nicht. Ich habe schon schwierigere Fahrzeuge in der Hand gehabt.

Herzliche Grüße
Elmar
Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: Elmar W

Ich kann mich nicht erinnern, jemals in einem Roco-TEE die von Dir erwähnten Blechstreifen gesehen zu haben.

Hallo Elmar,
original hatte er Kontaktbleche, wie Kato. Der Antrieb war dort auch anders implementiert. Der Motor saß auf dem Antriebsstrang.
https://nsesoftware.nl/mtdb/manuals/roco-n/pdf/roco_02167a_onderdelen.pdf

Viele Grüße,
Uwe
Hallo Uwe,

Danke... täuscht mich die Erinnerung dann doch nicht. Bei meinem kann ich nicht mehr gucken, der hat jetzt Drähte. Und ob meiner die Streifen hatte oder die anderen beiden denen ich den Motor mal wegen Ritzelproblem nach unten gebaut habe, das weiß ich nimmer.

Grüße Torsten


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