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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Fleischmann BR44 (714471) Treibräder schleifen

THEMA: Fleischmann BR44 (714471) Treibräder schleifen
Startbeitrag
claudio.ludwig - 25.10.25 11:56
Hallo :)
Bei meiner Fleischmann 44er schleifen die Treibräder. Also manchmal schiebt der Tender die Lok einfach vor sich hin und al Gestänge bewegt sich nichts. Manchmal tritt es garnicht auf und dann wieder. Ich verstehe es nicht. Das Problem scheint ja bekannt zu sein, trotzdem wollte ich mal nach euren Lösungen fragen, bevor ich jetzt das ganze Forum durchforste.

Die Lok ist sauber und hat auch an den wichtigsten Stellen ein Tropfen Öl bekommen. Das Gestänge bzw. die Treibräder lassen sich eigentlich leichtgängig drehen. Die Blättchen für die Stromabnahme liegen auch nicht zu fest auf.

Ich habe das Gefühl das die Lok im Kessel mehr Gewicht vertragen könnte, um mehr Reibung auf die Räder zu bringen. Aber da ist ja nicht wirklich viel mehr Platz.

Kennt ihr das Problem und wenn ja was sind eure Lösungen?

Sonst ist die Lok ein Schmuckstück! :)

Viele Grüße
Claudio

Ja, das hab ich auch schon mal. Bisher war meine Lösung, die Räder/Radachsen mit Isopropanol einzupinseln (microbrush), dann mit Druckluft alles gründlich auszublasen und zum Schluss eine winzige Menge WD40 PTFE Sprühöl mit einem Microbrush zwischen Rad und Achslager sowie auf den Gestängeteilen die in die Zylinder gehen aufzutragen.

Das funktioniert auch, allerdings nicht ewig. Was auf jeden Fall gut tut: viel fahren!

LG Mike
Hallo Claudio,

ich kann Mike bestätigen, ich hab die Fahrwerke meiner 44 und auch anderer Fleischmann Dampfloks mit Isopropanol-Spray gereinigt, mangels Druckluftspray aber nur auf Küchenpapier austrocknen lassen. Danach habe ich allerdings auf Öl verzichtet.

Seitdem laufen die Treibräder tadellos mit.

Grüße
Dirk
Hallo Claudio,

was du beschreibst
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Also manchmal schiebt der Tender die Lok einfach vor sich hin und al Gestänge bewegt sich nichts.



ist doch kein schleifen sondern ein blockieren der Treibräder, eigentlich ein altes Problem der Fleischmann Lok mit Antrieb im Tender. Schuld ist oft das Fett / Öl
Abhilfe habe ich bei meinen Tenderangetrieben Modellen wie folgt gemacht.
Reinigen und entfetten speziell der Achswellen und Bohrungen, Lok auf die Seite legen und Tröpfchenweise Isopropanol an die Stelle Bohrung-Welle geben einwirken lassen und die Räder drehen, Wiederholen bis sich alles leicht dreht und kein Schmodder mehr unten raus kommt. Eine Neuschmierung erfolgt minimal mit Teflonöl von Faller. Das verdunstet und hinterläßt gute Trockenschmiereigenschaften. Teflon in der Pfanne und dessen Eigenschaften in der selbigen sollte bekannt sein. Einfaches Öl auch wenn es Säure- und Harzfrei ist, hinterläßt Rückstände an denen sich Schmutzpartikel binden können.

Und was Mike schreibt
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Was auf jeden Fall gut tut: viel fahren!



Gruß Detlef
Hallo Claudio,
.. kann es ausgeschlossen werden, dass die Lok versehentlich schwungvoll aus der Schachtel genommen wurde und die Deichsel, sagen wir mal....überdehnt wurde?
Kann es ausgeschlossen werden, dass die Lok schon mal in eine Weiche mit Schmackes hinein gefahren und dann umgekippt ist?
Kann es ausgeschlossen werden, dass sie ein leitendes Herzstück aufgefahren hat und zeitweilig einen," kurzen" verursacht hat?

Es sollten auch solche ehrlichen Antworten dazugehören um die Diagnose besser gestalten zu können und nein es ist keine Schande, sondern ein wichtiges Hilfsmittel zur Lösung.

Gruß Sven

Hey,
Danke schonmal für eure Antworten! Wie gesagt die Lok ist eigentlich von mir schon gründlich gereinigt worden und hat minimal Öl bekommen.

Zu Svens Antwort: Die Sachen kann ich eigentlich ausschließen.

Viele Grüße
Claudio
Hallo.

Dies ist ja ein bekanntes Problem mit Loks, die den Antrieb im Tender haben. Die Entwickler haben hier nicht viel Spielraum.
Lok zu schwer, dann bekommt diese keine Wagons die Steigung hoch, was auch schon ein Problem jetzt schon darstellt.
Ist die Lok zu leicht, passiert genau das beschriebene Problem.
Ich hatte schon Fleischmann vorgeschlagen, eine Treibachse mit Haftreifen zu versehen, somit wäre das blockieren vermutlich beseitigt. Der Nachteil dazu, eine Achse fällt weg, zwecks Stromaufnahme.
Leider habe ich keine Antwort dazu bekommen.

Gruß Klaro
Hallo,

das ist doch wirklich nichts neues, das tritt bei allen Schlepptenderloks mit Antrieb im Tender immer wieder einmal auf. Man kann sich da nur mit der Federvorspannung der Schleifer spielen, mitunter stundenlang, und die Achsen sowie Steuerung ein bisschen ölen.

Haftreifen auf nicht angetriebenen Rädern machen die nie, das gibt es bei keinem Hersteller.

Grüße, Peter W
Wenn das Problem die Achslager wären, dann würde sowas ja auch bei Wagen/Wagons auftreten… tut es aber nie! Selbst bei beleuchteten Wagen mit höherem Rollwiderstand - bedingt durch die Schleifer - laufen die Räder eigentlich immer mit.

Der Grund ist das Gestänge, das mitlaufen muss und Widerstand produziert. Deshalb liegt hier der Schlüssel zum leichten Lauf durch Reinigung und gaaaanz leichte Ölung. Speziell da wo die Kolbenstangen in den Zylinder gehen. Und es darf nix verspannt sein.

LG Mike
Es soll Leute geben, die Schienen ölen.
Da würde es mich nicht wundern.
Auch hochglanzpoliert Gleise braucht man nicht.
An die Steuerung kommt grundsätzlich gar kein Öl.
Verschliessene Radschleifer erzeugen höhere Reibung.
Achslager müssen sauber sein und sparsam geölt.

Jürgen H.
Ja wie jeder mag, aber dann bitte nicht reklamieren.

Ich hatte im Verein tatsächlich schon mehrere Dampfer, wo gaaaaz wenig hoch viskoses Öl an der Steuerung geholfen hatte. Wir haben da im Testkoffer ein kleines Fläschen mit einer Dosiernadel in der Verschlusskappe. Die Marke weiß ich leider nicht auswendig.

Wer Öl nicht mag, kann auch „Trockenschmiermittel“ nehmen (PTFE in verdunstender Lösung).

Grüße, Peter W
Es ist die Empfehlung der Hersteller, die Steuerung nicht zu ölen.
Ich habe oft gesehen, wie geölte Steuerungen den Schmutz aufsaugen und richtige Knäuel entwickeln.
Manchmal sitzen diese verdeckt an den Radbolzen und verhindern Seitenspiel.
Reklamieren brauche ich bestimmt nichts

Jürgen H.
@8: Hallo NMike,

Waggons haben das Problem praktisch nie, da sie grundsätzlich alle über leichtlaufende, da spitzengelagerte Radsätze verfügen, während die "Treib"achsen von Dampfloks zwangsläufig und nachteilig schwerläufiger zwischen den Rädern reibgelagert sind.

Dass die Triebwerks-Gestänge erschwerend hinzukommen, ist der davon unabhängige zweite Faktor.

Daher fahre ich ausschließlich Schlepptender-Dampfloks mit Antrieb (vorbildgerecht) unter dem Kessel* sowie Tenderloks.

Fleischmann fabriziert(e) zahlreiche, auch größere Tenderloks mit perfektem Treibräder-Antrieb (beispielsweise BR 62, 64, 65, 86, 94) - warum man diese Antriebstechnik nicht auf Schlepptender-Dampfloks übertragen hat, darf man schon mal fragen.

Beste Grüße, Norrskenet

* Hinweis: Die bekannten Probleme mit verharzenden Schwungmassen-Lagern bei solchen Minitrix-Schlepptender-Dampfloks stellen ein völlig anderes, von der Antriebskonstruktion unabhängiges Problem dar und sind von daher hier nicht relevant.
Hallo Zusammen,
anbei befinden sich einige Bilder die zeigen, dass die Flm 44er das momentan beste und überlegteste Großserien  N- Produkt ist, was schon von der Flm  01 nicht mehr erreicht wurde!

Mit einem Antrieb im Kessel sind viele Durchblicke nicht machbar, schon weil der Rahmen für die Zahnräder nicht die vorbildlichen Maße halten könnte. Die Lösungen mit geschwächter C- Achse oder die Spurführung sind konsequent auf dem erwartbaren Stand der Technik.

Zu den oben gestellten Fragen nun die Auflösung vergl. Bild 1
Noch immer gibt es Modellbahner die ihre Loks wie Fische aus der Schachtel ziehen.
Die gekröpfte Metalldeichsel kann sich dabei minimal verbiegen und die Achlastverteilung am "Kesselwagen" minimal verschieben.  Neben den schlechteren Laufeigenschaften kommt auch noch eine schlechtere Stromabnahme dazu.

Also immer mit der Folie herausnehmen und mit Folie aufsetzen. Unbedingt darauf achten, dass diese zwischen Lok und Tender sitzt!
Die Handkippmethode ist zwar cool aber die Fettsäuren fressen dann mal die Beschriftung, wenn man keine Handschuhe trägt. Fleckig wird die Lok auch noch und man schmiert ungewollt das Gestänge mit Körperfett!

Jürgen hat es aber richtig beschrieben:
An das Gestänge gehört nie- niemals, Öl oder sonstwas. Das bekommt man auch mit den tollsten Lösungen dann nicht mehr heraus und man muss inständig hoffen, dass die Viskosität gering genug ist, um wenigstens bei Raumtemperatur und bei geringen Geschwindigkeiten das Gestänge nicht zu blockieren. Die Sauberkeit an Gegenkurbel und Kreuzkopf ist zu prüfen und auch der Blick nach Beschädigungen, die sich durch verdrücken oder verbiegen des Steckzapfens darstellen ist erforderlich, weil eben kein Antrieb da "durchziehen" kann.

Weil normalerweise kaum die 50 Betriebsstunden erreicht werden, hat auch die Schmierung der Achslager zu unterbleiben. Freibleibend ist dabei eine zurückhaltende Reinigung und schon die verbleibenden Rückstände sind Schmierung genug.

Der Vorläufer wird in einer Kinematik geführt. Dieser begrenzt einerseits die Bogenläufigkeit, aber sichert die Spurtreue auch ohne Federdraht.
"Schlaumeier" knipsen den Zapfen ab, aber auch durch Deformation kann es sein, dass die Kinematik nicht richtig funktioniert und die Lok dann blockiert.

Insofern ist auch die 44er recht sensibel, aber bei Raumtemperatur und normalem Klima sollte sie eigentlich sicher funktionieren!

Sollte Flm die dreidomige 44er bringen, dann würde auch eine weitere 44er in meinen Bestand gelangen,.... so begeistert bin ich von dieser Konstruktion!

Gruß Sven


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Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 12 | Name: kein Name

Dass die Triebwerks-Gestänge erschwerend hinzukommen, ist der davon unabhängige zweite Faktor.
Daher fahre ich ausschließlich Schlepptender-Dampfloks mit Antrieb (vorbildgerecht) unter dem Kessel

Dass die Triebwerks-Gestänge erschwerend hinzukommen, ist auch dann der Fall, wenn die Lokräder angetrieben sind! Allerdings merkt man hier nicht so einfach, falls sich der Widerstand steigert.
Bei Tenderantrieb merke ich es am Stehenbleiben der Lokräder.
Was ist vorteilhafter?

Dietrich
Ich habe keine Probleme mit Tenderantrieben, bevorzuge sie auch wegen leichtere Wartung.

Die Bedeutung der Folie als Hebehilfe kennen wohl die wenigsten,  wenn ich sehe wie die meist im Deckel liegt.

Jürgen H.
Bonjour mes amis,

ich verspreche, ich werde nie nie wieder eine Lok ölen!!! Aber es hatte in diesem Fall tatsächlich geholfen... allerdings kein Öl, nur ein ganz wenig PTFE.

LG Mike
Hallo Dietrich,
.... ich wüsste keine Tenderlok, die zugkräftiger als eine "Schiebetenderlok" wäre, zumal sie nicht mal den "Tenderwagen" ziehen muss.
Damit ist klar welcher Antrieb günstiger ist und es ist auch ein Wunder wenn die Roco 44 oder Arnold 01/ DR02 relativ gut bei der Zugkraft mithalten können,...aber eben auch nur wenn die Haftreifen gut sind.

Beispielsweise Norrskenet hat ja vergleichsweise immer wieder manifestiert, dass er Kompromisslos ohne Haftreifen fährt und da wären Tenderantriebe überfordert und Hersteller auch, wenn sie wieder Kuppelachsen ohne Nut anbieten müssten.
Als Ballast oder Druckguss würde sich dann nur noch Gold anbieten, was bei den ohnhin gegebenen Preisen nur Cent als Mehrwert bedeuten würde 😁👌

Auf den Versuch käme es ja mal an.
Insofern hat mich noch kein Lokantrieb mit Antrieb in der Lok wirklich überzeugen können.

Übrigens würde eine bei defekt im Gestänge "durchziehende" Lok dann auch  "eiern".

Gruß Sven
Hallo zusammen,
Vorab einmal, ich halte die BR 44 von Fleischmann für eine sehr schöne Konstruktion.  Sie hat halt den Nachteil, daß sie im Kessel m.E. zu leicht ist, was die Probleme mit blockierenden Rädern / Gestänge begünstigt. So gesehen nehme ich gerne ,die zwar schon in die Jahre gekommene Mtx BR 44 zum ziehen von ERZ Wagen usw. Ich habe das Problem mit streikenden Rädern komischerweise nur bei Fleischmann Lok's.  Die BR 41 von Mtx,  z.B hat trotz ihres Tenderantiebs ,damit keinerlei Probleme . Ob das jetzt nur ein Hausgemachtes Problem von Fleischmann ist, weiß ich nicht.  Ich Entfette die Gestänge und Räder ,wie einige von euch auch mit Isopopanol  und puste sie anschließend mit der Airbrushpistole trocken. Anschließend bewege ich die Räder durch. Meistens mit einem schön langsam drehenden Akkuschrauber, der eine Filzrolle so langsam bewegt, das ich die Lokräder damit antreiben kann. Ist halt eine Menge Arbeit,  deshalb habe ich auch nur eine 44er von Flm, aber 4 von Mtx..
Gruß Stephan
@17: Hallo Sven,

"Kuppelachsen ohne Nut" - die will ich mal sehen! 😉 - Du meinst sicher Kuppel-Radsätze mit nutlosen Rädern.

Die bekommt man für z.B. Fleischmann-Tenderloks völlig problemlos, da idR bestimmte benachbarte Treibradsätze Räder mit identischen Gegengewichten besitzen.

Bei Minitrix ist das bekanntlich ein anderes Thema: Mangels verfügbarer Ersatzteile (eher kann man ja sein Handy reparieren ...) laufen halt manchmal zwei Räder mit Nut schlicht ohne Haftreifen: Aufgrund der recht höhenstarren Anordnung der Radsätze weder störend sowie bei der Zugkraft kaum merkbar.

Doch zum Glück gibt es ja "Spur-N-Ersatzteile" sowie informelle Wege, sodass dies die absolute Ausnahme von der Regel darstellt.

@14: Hallo Dietrich,

ein guter 1:160-Lokführer (ich mache mich da gern mal klein) merkt auch bei "angetriebenen Treibradsätzen", wenn etwas nicht stimmt.

Soviel Feingefühl sollte ein N-Bahner schon besitzen ....

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Stephan,
....blockierende Radsätze bei Flm wird es in N solange geben, bis die Radsterne mal lackiert sind!

Ich behaupte mit Schulwissen, dass mit der Reibung der Achse in der Kunststoffführung dann der Staub extra angezogen wird und  auf den unlackierten Radsternen und/ oder der Bodenplatte verbleibt bis sich die Teilchen wieder entladen haben.

Gut zu wissen, dass dann noch von den Gleisen betriebsbedingtes oder extra vom Besitzer drangemachtes Öl dazukommt und damit ein prima "Klemm-Gel" angemischt wird.

Bei Mtx sind die Radsätze mMn. lackiert!
Gruß Sven



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