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THEMA: Minitrix Weiche mit polarisiertem Herzstück -

THEMA: Minitrix Weiche mit polarisiertem Herzstück -
Startbeitrag
frabo - 16.10.25 16:14
Hallo an alle,

ich komme aus Recklinghausen, mag die Spur-N und bin froh, daß es ein Forum zum Thema Spur-N gibt.

Ich habe ein kleines Problem mit den polarisierten Minitrix-Weichen und schon einige davon verkokelt.

Bei uns im Fachhandel bekomme ich leider keine Hilfe, verkauft wird gern, für den Rest soll ich Google bemühen.

Die Recherche dort und auch hier im Forum hat mir nicht geholfen, obwohl es sich wahrscheinlich nur um eine Kleinigkeit

handelt, bei der ich auf dem Schlauch stehe. Vielleicht findet sich hier jemand, der mir weiterhelfen kann.

Ich habe eine Platte mit 3 Schienenkreisen im Oval bestückt. ( Außenkreis, Mittelkreis, innerer Kreis ). Die Loks fahre ich digital, die Weichen werden ebenfalls im Nachgang digitalisiert. Module etc sind schon da.

Aber zuerst muss ich das Stromproblem in den Griff bekommen.

Die Weichen habe ich so gelegt, dass man aus beiden Richtungen kommend jeweils den Fahrkreis wechseln kann.

Eine Lok soll also auch vom äußeren bis zum inneren Kreis fahren können.

Der äußere Kreis und auch der mittlere Kreis machen mir kein Problem. Wenn ich aber vom mittleren Kreis auf den

inneren Kreis fahren möchte, muss ich die zuständige Weiche so stehen lassen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn der

Zug seine Runden im inneren Kreis drehen soll da er spätestens an der falsch gestellten Weiche einen Kurzschluss

verursacht.

Ich habe das Gleisbild schon einmal so aufgebaut, da ging es nach viel Hin und Her. Leider kann ich das nicht mehr

nachvollziehen. Die Weichen haben ja jeweils die 2 Brücken eingebaut, und ich weis, dass man diese entfernen kann.

Leider weis ich nun nicht mehr, welche Brücke ich damals entfernt habe. Ich habe einfach das System dahinter nicht

verstanden. Dass ich die Fahrstrassen korrekt einstellen muß, um einen Kurzschluss zu verhindern, ist mir bekannt,

Kein Zug soll die Weiche "auffahren".

Beim 1. Aufbau hat ein Stromanschluss am äußeren Gleis ausgereicht.

Ich habe nun nochmal ein paar neue Weichen bestellt und will es noch einmal versuchen.

Kann mir jemand mit einer für mich verständlichen Antwort weiterhelfen? Gern können wir miteinander telefonieren

und ich werde mich auch gern für Hilfe revanchieren.

Im Anhang füge ich 3 Bilder für die Übersicht bei.

Liebe Grüße an alle Leser

Frank

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Hallo Frank,

in den beiden äußeren Kreisen hast du jeweils eine Stromeinspeisung, die Einspeisung im inneren Kreis ist für mich auf den Bildern nicht ersichtlich. Baue die noch ein und es müsste dann alles wie gewünscht funktionieren, Achte aber auf die gleiche Polarität der Anschlüsse wie bei den äußeren Kreisen.

Viel Erfolg

Manfred
Hallo.
Die Polarität bei Gleichstrombahnen muss in allen Stromkreisen identisch sein, egal wieviele Weichen ich verbaue. Kann ich das nicht wegen der Gleisfigur einhalten (Kehrschleife / Gleisdreieck), muss beidseitig die Kehrschleifenstrecke oder beim Gleisdreiecke einer der 3 Schenkel an beiden Enden / Anfängen zu den Nachbarhauptstreckengleisen eingebaut werden.
Wird Plus und Minusbzw. DCC Wechselstrom gegen Nullleiter versehentlich vertauscht ist halt ne Kurzschluß gebaut. Das gilt auch für Digital später und schon jetzt. Jeder deiner 3 Kreise sollte mind 1 Stromspeisung haben. Für einen sicheren DCC Betrieb empfehlen alle Hersteller in regelmäßigen Abständen Stromeinspeisungspunkte zu setzen.Bei deiner Anlagengröße eben 3 Einspeisestellen - je Ringbahn Einer.
Viel Spaß mit MoBa.
Grüße.
Frank
Moin Frank,

ich versuche es mal mit meinen Worten in einer dritten Version

Jeder deiner drei Kreise braucht eine Stromversorgung, die muß für alle Kreise gleich gepolt sein, wie oben schon geschrieben.
Die kleine Brücken in den Weichen, machen aus der Weiche durch Entfernen eine Stoppweiche. D.h. nur das Gleis, wo die Weichenzunge hin führt, wird mit Strom versorgt. Wenn Du einzelne der Brücken entfernt hast, werden u.U. bestimmte Gleisabschnitte nicht mit Strom versorgt, oder nur, wenn die Weiche nicht gemäß Fahrtrichtung steht. Wenn man dann rüber fährt gibt es einen Kurzschluß.

Zwei Lösungsansätze: entweder die kleinen Brücken nachkaufen und wieder einsetzen oder weiter Stromeinspeisungen vorsehen. Hast Du ein Voltmeter? Falls nein, solltest Du Dir eine zulegen, damit kannst feststellen, an welchen Stellen dient Schienen Strom anliegt und wo nicht. Kostet nicht viel: z.B. https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/mul...nts_palm_size-224313

LG Rimbert
Hallo Manfred, Frank und Rimbert,

lieben Dank für die Hilfestellung, dass das so schnell geht, hätte ich nicht gedacht.

Ich freue mich darüber und habe eure Empfehlung umgesetzt.

Alle 3 Kreise haben nun eine eigene Spannungsversorgung und siehe da, es klappt!

Den inneren Kreis habe ich mit einem Abzweig versehen, um dort kleine Züge abstellen zu können.

Im Abzweig habe ich einen weiteren Abzweig eingefügt und diesen mit separatem Strom versorgt.

Beim Probelauf hat es im 2. Anlauf funktioniert.

Ich werde die Weichen, wo nur noch eine Brücke vohanden ist, gegen neue mit 2 Brücken tauschen.

Gegenüber vom Abzweig werde ich auch nochmal 2 Weichen einsetzen um einen kleinen Lokschuppen

oder später eine Drehscheibe anfahren zu können. Sollte es da wieder haken, würde ich nochmal um Hilfe bitten..


Im Anhang zwei Bilder  vom aktuellen Gleisbild.

Nochmals danke und liebe Grüße

Frank



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Hallo Frank,
du brauchst die Weichen nicht austauschen. Die Drahtbrücken gibt es so zu kaufen.
Minitrix E15064300 Drahtbrücke - gibt es im 10er Pack z.B. bei Ebay oder, wenn du Glück hast, auch bei deinem Händler.
Die lassen sich mit einer kleinen Zange gut einsetzen.
Und es ist immer gut, mal welche als Ersatz zu haben…die gehen auch gerne mal flöten…
Viele Grüße
der JeNs
Hallo Jens, danke für den guten Tip!

Da ja einige Weichen etwas  verschmurgelt sind, ist dabei auch die Haltenase für die Drahtbrücken geschmolzen.

Dennoch werde ich mir den empfohlenen Ersatz anschaffen, eine passende Zange dafür habe ich.


Viele Grüße
Frank
Hallo

Im Digitalbetrieb fließen höhere Ströme, arbeite lieber mit Isolierverbinder und Neueinspeisungen.

Peter
Hallo Peter,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Im Digitalbetrieb fließen höhere Ströme, arbeite lieber mit Isolierverbinder und Neueinspeisungen.



interessaneter Aspekt. Ich dachte immer, dass die elektrische Leistung das Produkt aus Spannung und Stromstärke ist, also W=I*A. Wir fahren natürlich mit dickeren Netzteilen, was bei einem Kurzschluss zu höheren Strömen führt als bei einem analogen Trafo. Auch, wenn wir mit mehr Fahrzeugen gleichzeitig unterwegs sind.

Da wir hier mit höheren Spannungen fahren als im analogen Umfeld müssten die Ströme doch kleiner sein, wenn ich z.B. mit einer Lok fahre. Darum fährt unsere 'richtige' Bahn ja auch mit 15kV.

Gruß
Jürgen

Hallo,

im Analogbetrieb sind selten über 2-3 Loks in einem Stromkreis unterwegs...

Erfahrungsgemäß hält der Herzstückschalter bei MTX-Weichen bei Stromstärken > 1 Ampere max. 1 Jahr - die kleinen Kontakte verzundern und wenn man versucht das zu reparieren halten die dann vielleicht noch ein paar Monate.

Das ist der Hauptgrund.

Natürlich sinkt bei höherer Spannung die Stromstärke,

In Bad Bentheim kann man das gut sehen, da dort die DB-Strecke "umschaltbar" ist auf das niederländische Netz mit 1500 Volt... plötzlich sind 2 dickere Strippen nötig damit genug Leistung übertragen werden kann.
Nicht umsonst haben die Niederländer bei der Betuwe auf 25 kV - 50 Hz gewechselt.

Peter
Hallo Peter,

das würde gelten, wenn man den kompletten Fahrstrom durch eine Weiche leitet. Da man aber an verschiedenenen Stellen einspeist, belastet das die Weiche nicht. Meine Weichen mit polarisierten Herzstücken befinden sich schon einige Jahre auf der Anlage. Eine ist einmal verschmort. Die Ursache konnte ich jedoch nicht genau ermitteln. Ich hatte mit einem Triebwagen das Programmiergleis mit einem analogen Gleis aus Versehen verbunden.

Gruß
Jürgen


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