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THEMA: Aufhübschen einer BR 38.10-40 (Flm 7165)

THEMA: Aufhübschen einer BR 38.10-40 (Flm 7165)
Startbeitrag
RhönbahNer - 08.10.25 07:27
Guten Morgen,

angeregt durch den entsprechenden Beitrag zur Minitrix-BR17 hat sich mein Augenmerk auf eine andere 2’C-Maschine gerichtet: Nachdem mich die Minitrix-P8 hinsichtlich der Optik als relativ neue Konstruktion wenig überzeugen konnte (auch bei der kürzlich herausgebrachten Variante habe ich keine Überarbeitung erkennen können), habe ich beschlossen, meine Fleischmann-BR 38 mit Langlauftender ein wenig aufzuhübschen. Konkret:

- Antrieb:
Der Tender erhielt einen Glockenankermotor (DM-Toys) sowie einen Decoder PD10MU, gepuffert mit 2x470 µF. Den Kunststoff-Motoradapter habe ich hierzu an den Schmalseiten ausgefräst, um zusätzlichen Bleiballast und die Pufferelkos dort unterzubringen zu können.

- Fahrwerk:
Räder der BR23, Vorläufer der BR78 (beide Fleischmann). Den Vorläufern fehlt leider eine Speiche, aber die optische Verbesserung der durchbrochenen Räder wiegt dies m.E. auf. Weiterhin habe ich die Augen der Treibstange etwas zierlicher gefeilt sowie das Gestänge demontiert und brüniert. Da die Räder der 23er zierlicher sind, paßt zwar der Achsdurchmesser, der Bolzen der Gegenkurbel aber leider nicht. Ich habe dessen Vierkant deshalb mit einem Bastelmesser vorsichtig dünner geschabt bzw. mit einer Schlüsselfeile befeilt. Man muß dabei sehr vorsichtig vorgehen.

- Frontpartie/Gehäuse:
Die groben Frontlaternen wurden abgetrennt und durch solche der BR41 von Minitrix ersetzt, die sich noch in der Bastelkiste fanden. Da der Lichtleiter nun nicht mehr paßt, habe ich 0402-LEDs direkt in die Laternen eingeklebt. Die Rangiertritte wurden durch feinere aus Messingblech ersetzt, die Kolbenstangenschutzrohre bestehen aus Drahtstücken; ferner habe ich die fehlenden Bremsschläuche an der Pufferbohle (Weinert) ergänzt.
Unterhalb des Führerhauses fallen beim Originalmodell die fehlenden Leitungen auf, welche das Alter der Konstruktion verdeutlichen. Hier mußte ein beschädigtes Gehäuse einer Minitrix-BR 17 herhalten, das diesbezüglich als Spender fungierte. Die Leitungen lassen sich mit einer Rasierklinge gut abtrennen und mit Sekundenkleber an der P8 fixieren. Die Klebestelle hält gut ohne weitere Verstärkungsmaßnahmen.

Eine verkürzte Kuppelstange (Kuswa?) sorgt für für einen engeren Lok-Tender-Abstand. Die Leitungen unter dem Führerhaus entstammen ebenfalls dem erwähnten Altgehäuse der Minitrix-BR17, welches auch den vorderen Kupplungshaken spendete. Abschließend erhielt das gesamte Fahrwerk einen Farbüberzug mit ganz (!!!) dünner schwarzer Farbe, die sich hauptsächlich in Vertiefungen sammelt und dem Fahrwerk einen leicht verschmutzten Eindruck verleiht, ihm den Plastikglanz nimmt und das Fahrwerk plastischer wirken läßt.


Nach der beschriebenen Kur braucht sich das wesentlich ältere Fleischmannkonstruktion vor der neueren Minitrix nicht mehr zu verstecken. Was bleibt, ist der zu kurze Abstand zwischen zweiter und dritter Kuppelachse sowie einige kleinere Ungenauigkeiten der verwendeten Zurüstteile, die Gesamtwirkung hat sich jedoch deutlich verbessert, so daß ich mit diesen kleinen Unzulänglichkeiten gut leben kann.
Zum Vergleich mit dem Zustand vor dem Umbau hier ein Link zu einem Modell im Originalzustand:

https://www.ebay.de/itm/267135793937?_skw=fleis...tkp%3ABk9SR8CBt9W3Zg

Viele Grüße

Jürgen


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Moin Namensvetter,

sehr schön gemacht. Und wieder der Beweis, alt muss nicht schlechter sein.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,

sehr schön, wieder ein Beispiel, wie man aus älteren Modellen was schönes machen kann.

Als I Tüpfelchen könntest du noch ein paar freistehende Leitungen/Stell-/Griffstangen anbringen (habe ich bei meiner 638 gemacht).

Wer keine 17 als Ersatzteilspender hat, die Leitungen unter dem Führerhaus kann man andeutungsweise auch mit Draht nachbilden, als Beispiel eine 01.10

Viele Grüße
Georg



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Moin Jürgen,

Chapeau! Da bist Du ja noch einige Schritte weiter gegangen, als ich mit meiner 17.2

Deine Lok sieht echt super aus und zeigt wieder einmal, dass man (einige) solche Modelle gut vom Gestern ins Heute holen kann.

Würde ich nur die Bilder sehen, käme ich nicht darauf, dass das Modell schon über 40 Jahre alt ist.

Beste Grüße
Sven
Hallo Georg, gute Idee...  Dünnen Stahldraht habe ich noch. Und zwei schwarze Pappstreifen, um den Lok-Tenderabstand weiter zu kaschieren, hatte ich auch vor einzubauen - und dann prompt vergessen. Aber das ist bei der ganzen Aktion der geringste Aufwand.

Viele Grüße, Jürgen


@Sven: Meine 17.2 harrt auch noch der von Dir vor aufgezeigten Verbesserungen, allerdings fehlt dazu momentan die Zeit.
Hallo Juergen ,

Habe sehr von Ihre bebilderte Arbeit genossen : Klassearbeit !
Welche Brunierbeize haben Sie fuer das Triebwerk benutzt ?
Waren die Raeder schon ab Werk bruniert oder.........?
Woher stammen die Kolbenschutzstangen ?

Mach vor allem so weiter !

MfG.,
Rae
Hallo Jürgen,
sehr schöne Arbeit, das steht der Lok sehr gut!

Zum Thema Leitungen etc. unter dem Führerhaus: Von KH-Modellbahnbau gab es unter Artikelnummer 1050 einen Zurüstsatz "Schlot, Injektor, Lastbremsventil für die P8 / 38.10, anbei Fotos. Daniel Mechling spur-n-teile.de hat ja kürzlich die Restbestände von KH übernommen und möchte die Teile im Laufe des Herbsts sichten, vielleicht lohnt es sich ja da mal nachzufragen https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_sho...kh-modellbahnbau#aw9

Zum Thema Radsätze Drehgestell: Die feinen Radsätze mit 9 Speichen sind ein sehr guter Kompromiss. Es gibt aber auch eine feine Alternative mit ø 1000mm / 10 Speichen: Tenderradsätze aus ganz alten Arnold BR 41 und 01. Man muss allerdings ein wenig Arbeit investieren: Achse tauschen oder Spitzen abschleifen, Gußgrate versäubern, Spukränze abdrehen und lackieren. Falls jemand Interesse hat kann ich die Arbeitsschritte gerne genauer beschreiben. Ich habe mir solche Radsätze mal über Schlachtmodelle bei ebay besorgt, vor einiger Zeit aber auch mal neu bei Arnold-Ersatzteile.de gekauft, Ersatzteilnummer 0221-009. Anbei Bilder original und bearbeitet.

Viele Grüße Reinhard

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Hallöchen,

Was für ein toller Umbau! Ganz nach meinem Geschmack 😉... viele Details wurden deutlich verbessert und die schönen Radsätze reißen es echt raus.!
Also ein großes Dankeschön fürs zeigen 😃...

Viele Grüße Sylvio
Auch von meiner Seite vollste Bewunderung, einfach toll

Viele Grüße
Frank
Hallo!

Tolle Tipps mit tollem Ergebnis!

Viele Grüße
Michael
Hallo,
Vorab: Toller Umbau! Sieht einfach nur gut aus.
Eine Frage: Passen die Achsen vom Arnoldtender vom Durchmesser her der Fleischmann-Lok?
Machst du das Abdrehen an der Drehbank?
Beste Grüße
Andreas
Hallo,

zuerst einmal vielen Dank für die anerkennenden Worte. Um die gestellten Fragen zu beantworten:

@Rae: Als Brüniermittel habe ich die Brüniercreme von Fohrmann verwendet, allerdings ist diese wohl nicht mehr erhältlich. Alternativ habe ich Versuche mit der Schnellbrünierung von Ballistol gemacht, die auch funktioniert. Wichtig ist, nach dem Brünieren etwa 24 Stunden warten und dann die brünierten Flächen leicht einzuölen. Die Kolbenstangenschutzrohre sind einfache Stahldrahtstücke mit 1 mm Durchmesser, die ich ca. 1 mm in die vorne aufgebohrten Zylinder eingesteckt habe. Vorsicht: Beim Einkleben darauf achten, daß dadurch nicht die Treibstange blockiert wird!

@Reinhard: Vielen Dank für die Hinweise, das werde ich auf jeden Fall im Auge behalten. Die P8 wird sicherlich nicht mein letzter Umbau sein…

@Dalmi: Das Abdrehen war in meinem Fall nicht notwendig, alle Radsätze paßten auch so (auch wenn die Frage wahrscheinlich an Reinhard gerichtet war – aber das würde mich auch interessieren 😉 )

Viele Grüße, Jürgen
@2, Hallo Georg, auch ich habe eine Frage: Wie hast Du bei Deiner im Foto gezeigten 01.10 den Lok-Tenderabstand verkürzt? Ist es eine starre kürzere Deichsel oder eine Kinematik? In ersterem Fall: Welchen Radius kann das Modell damit noch befahren?

Viele Grüße, Jürgen
Hallo Jürgen,

eine stark verkürzte Deichsel um den maximalen Abstand festzulegen, bei der habe ich die "Augen" zu einem leichten Langloch gefeilt um den Abstand in den Kurven etwas vergrößern zu können. Dann noch einen dünnen Gummifaden eingehängt, damit sich das bei Rückwärtsfahrt nicht zu stark auseinanderzieht (man kann auch einen weichen Haftreifen nehmen, oder eine Feder). Den verbleibenden Abstand habe ich mit einem konisch geformten schwarzen Papierstreifen (auf der Tendervorderseite angeklebt) kaschiert.
Ich habe mind Rad. 38cm. Kann man aber durch die Deichsellänge selbst einstellen.

Viele Grüße
Georg

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moinsens,

@ Rhönbahner:

ich weiß nicht, ob du den Umbaubericht kennst:

https://www.1zu160.net/umbau/gfn-br01-lok-tender-abstand.php

Das funzt bei allen durch den Tender angetriebene Loks (auch bei MTX 01, 03, 41).

Ansonsten wären da  noch die verkürzten Kupplungen von Kuswa, wenn du den Umbau scheust.

mfG

Ralf
Hallo Jürgen, Andreas und Interessierte,
die Aufbereitung der Radsätze habe ich mal dokumentiert, anbei als Screenshot
Grüße Reinhard

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Hallo,
sehr schön gemacht.
Dem Tenderfahrwerk würde die sanfte Schwarzbehandlung sicher auch gut stehen.

Grüße Michael
Moin Michael,

nana, wir wollen doch keine Schwarzmalerei betreiben   - die hat das Tenderfahrwerk nämlich ebenfalls hinter sich, auch wenn mir hier das Licht beim Fotografieren einen Streich gespielt hat. Ich habe mich damit bewußt etwas zurückgehalten (nachschwärzen ist einfacher als das Entfernen von Farbe); in normalem Tageslicht sieht das Fahrwerk des Tenders ebenso aus wie selbiges der Lokomotive. Bild Nr. 5 im Ausgangsbeitrag gibt den Realeindruck recht gut wieder, allerdings fehlen dort noch einige Anbauteile.

Viele Grüße, Jürgen
Jürgen, dein Umbau gefällt mir sehr.

Bin erst heute dazu gekommen, meine P8 (Umbau aus den 80er Jahren) mal zu fotografieren und möchte ein paar „Aufhübschungsideen“ beisteuern.

Technisch: mittleres Kuppelstangenauge zu einem vertikalen Langloch geweitet; hob diese Kuppelachse an, außerdem Verbesserung der Stromabnahme. Der Tender wurde mit Imotec Schienenschleifern unter den Drehgestellblenden versehen, praktisch unsichtbar und exzellente Stromabnahme. SB-GAM Umbausatz mit Änderung der Übersetzung von 1:12 auf 1:16.

Optisch Fahrwerk: Durchbrochene Vorlaufräder mit abgedrehten Spurkränzen (an die Quelle erinnere ich mich nicht mehr). Kuppelräder innen um 0,9 mm ausgedreht und Spurkränze verkleinert. Kuppelstangen auf 0,8 mm, Schwingenstange auf 0,7 mm Breite gefeilt, Treibstange ebenfalls schmaler gemacht. Kolbenstangenschutzrohre selbst gedreht. Bremsbacken hinter die letzte Kuppelachse geklebt (aus FLM Ersatzteil der P8-Bremsbackenattrappen). Schienenräumer vorne. Neue Kuppelstange zum Tender mit 15 mm Augenmittelabstand. Befährt auch noch 300 mm Radien, Forderung war 400 mm.

Optisch Gehäuse: Neue Laternen (unbeleuchtet) vorne und hinten. Tenderbrückentüren aus Papier. Betätigungsstangen für Pfeife und Sanddom. Am Führerhausdach tenderseitig das sichelförmige Abschlussblech ergänzt. Schlot ca 1,5 mm nach vorne geschoben, da von Fleischmann falsch positioniert. Unter dem Führerhaus beidseitig die Leitungen aus Draht nach Fotos aus dem damals aktuellen P8-Buch von Wenzel gebastelt.
Vielleicht ist hier ja noch die ein oder andere Anregung dabei. Viel Spaß beim Basten.

Aber Ehre wem Ehre gebührt: ein Dank an Ulf Mahrt und Gunter Dwelk, die mich mit ihrer noch weitergehenden Selbstbaubeschreibung in einer Miba-Ausgabe von 1985 oder 86  zu meinem Umbau inspiriert hatten.
Grüße
Wolfgang

Bevor ich es vergesse: die Türen zwischen Tender und Führerhaus lassen sich auch sehr gut aus 0,5 mm Gummi machen, das man bei Lux Gmbh in Köln Zollstock erhält. Wie früher bei Märklin in den 60er Jahren. Der Gummi ist sehr elastisch.

Edit: Letzten Satz hinzugefügt


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Hallo,

die "aufgehübschten" Modelle von Jürgen (#0) und Wolfgang (#18) gefallen mir gut. Insbesondere der von Wolfgang versetzte Schlot wertet den Gesamteindruck des Modells auf. Kannst Du kurz beschreiben, wie Du da vorgegangen bist?

Viele Grüße,

Udo.
Hai Wolfgang ,

Schoene Arbeit !
Welchen minimum Radius ( in cm. bitte ) durchfaehrt diese Schoenheit noch ohne Probleme ?

MfG.,
Rae
Hallo Udo und Rae,

Danke für die Anerkennung.
#Rae: Ausgelegt habe ich sie auf 430 mm / 43 cm, d.h. der Abstand zwischen Lok und Tender ist so groß/eng, dass sich beide bei diesem Radius gerade berühren. Auf meinem Testarrangement habe ich ein Stück mit ca 300 mm / 30 cm Radius, da gehts auch durch. Ich denke das Spiel zwischen Spurkranz und Schienen sorgt für das Durchkommen.

#Udo: Deine Frage ist kniffelig. Der Umbau liegt etwa 35 Jahre zurück. Ich habe in meinen Unterlagen gewühlt: da habe ich nichts vermerkt. In meiner Bastelkiste liegt auch kein geschlachtetes P8 Gehäuse. Und am Lokkessel sehe ich auch keine Spuren mehr, alles gut verspachtelt. Heute würde ich es so machen: um den Schornsteinfuß herum kleine Löcher bohren + sägen, Schornstein herausnehmen und um seinen Fuß herum schleifen, so dass der kleine Übergangsring zum Kessel erhalten bleibt und ein Stiel unter dem Schornstein entsteht. So ähnlich wie bei dem FLM 98.8/GtL 4/4 Schornstein, den man ja abziehen und einstecken kann. Das enstandene Loch zuspachteln und ein neues Loch an der neuen Position bohren, in das sich der Schornstein dann einstecken und einkleben lässt. Noch eine Anmerkung: die Kollegen Mahrt und Dwelk wiesen daraufhin, dass der FLM Schornstein etwas zu lang und zu schmal ist. Eventuell also eine andere Lok ausschlachten, habe hier aber keinen Vorschlag, welcher Ersatzschornstein passen könnte.

Viele Grüße
Wolfgang

Hallo zusammen,

die in #18 genannte Umbauanleitung von Ulf Mahrt und Gunter Dwelk stammt aus MIBA 1987 Heft 05.
Bei Interesse bitte PN.

Gruß Stefan
Moin Jürgen,
meine 38er, die ich vor vielen Jahren (in den 80ern) erworben habe, leiden alle unter schlechter Stromaufnahme.
Kannst Du das bestätigen oder hast Du die Stromaufnahme verbessert.
Viele Grüße
Klaus
Moin zusammen,

zum Thema Schornstein versetzen: Als ich damals aus Teilen einer 65 und 23 meine BR66 gebaut hatte, habe ich von den Spenderkesseln die benödtigten Aufbauten (Schornstein, Dome) unter Zuhilfenahme einer klassischen Rasierklinge entfernt. Diese läßt sich leicht so biegen, daß sie dem Kesselradius entspricht. Da der Kunststoff der Gehäuse recht weich war, konnte ich mit leicht sägenden Bewegungen die Anbauteile recht sauber vom Kessel abtrennen. Es war aber eine recht knifflige Angelegenheit, die man besser zuvor an einem Schrottgehäuse einmal testen sollte. Anschließend habe ich auf ein Stück Rundmaterial mit passendem Durchmesser ein Stück 1000er Schleifpapier geklebt und den Radius des Anbauteils auf diese Weise genau dem des Empfängerkessels angepaßt.

@Klaus: Die Stromaufnahme der P8 ist im Ausgangszustand tatsächlich nicht berühmt, auch der Tender trägt kaum dazu bei. Um hier Abhilfe zu schaffen, habe ich wie beschrieben den Motor getauscht. Der neue Glockenankermotor (erhältlich bei DM-Toys) hat eine signifikant geringere Stromaufnahme als der Originalmotor, so daß die Lok nun in Verbindung mit den beiden 470µF-Tantalelkos zur Pufferung ohne zu stocken über die bisherigen Problemstellen der Gleisanlage hinwegrollt. Ich hatte seitdem auch bei Langsamfahrt keinen einzigen Aussetzer mehr.

Viele Grüße

Jürgen


P.S.:  Wolfgang, da hast Du etwas gesagt...   Der Schornstein ist mir gar nicht aufgefallen, jetzt aber, da Du ihn erwähnt hast, habe ich nachgesehen. Und jetzt rumort es in mir...

moinsens,

Einen Ersatzschlot inkl. der fehlenden Leitungen unter dem Führerhaus gab es seinerzeit aus Messing-Guss von
M&F und danach von KH-Modellbahnbau.

mfG

Ralf


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Wie #6 schon schrieb, mal bei Spur-N-Teile anfragen,  vielleicht kommt das ja mal neu. Könnte das Set auch 2 mal gebrauchen.
Gruß Björn
moinsens,

ich hatte Erhardt (3dprint4moba) mal einen Musterbaum geschickt, aber bisher hat er wohl noch keine Zeit
gehabt zum konstruieren, evtl mal bei Interesse ihn mal anschreiben.

mfG

Ralf

Moin,

zu den Leitungen unter dem Führerhaus hatte ich hier mal was geschrieben:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1467629&start=13#aw36

und so sieht eine 78.10 aus,

https://www.dampflokomotivarchiv.de/index.php?n...&action=portrait

das kommt eher hin.
Falls die Dinger aber irgendwer dann doch ganz dringend braucht dann könnte ich zwei Mal diese Leitungen erübrigen. Muss sie nur von den Gehäusen ab bekommen und würde sie danach auch noch pulverstrahlen. Den Schlot hab ich verbaut aber der steht ja nicht zur Diskussion.  
Anbei noch ein paar Bilder von der 78.10, das Modell hab ich vor über 20 Jahren mal für einen bekannte montiert, ohne tatsächlich genauer hin zu sehen ob das alles so stimmt. Einfach streng nach Anleitung.

Die 38 mit dem Langlauftender (im anderen Thread) ist übrigens aus einer Schrottlok und dem für meine 22 nicht benötigten Tender einer 39 entstanden. An dieser Lok ist auch noch Potential zu Verbesserungen aber das ist alles eine Zeitfrage.

@Wolfganz, große Klasse, deine 38 sieht echt super aus und die Leitungen kommen dem Vorbild sehr nahe. Einwandfrei. Danke fürs zeigen.

Grüße Torsten

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Moin Wolfgang und Stefan,

ja, es war in Heft 5/1987. Lange her....

Hier mal ein paar Bilder von meiner Lok von damals.

Kurze Umbauhinweise, nicht ganz vollständig:

- Löcher in Pufferbohle verschlossen

- Originalkupplung, Brems- und Heizschläuche, Kupplergriffe vorn

- Kupplungshaken statt "Modellkupplung"

- Lampen durch feinere, unbeleuchtete ersetzt

- Vorlaufräder durch Arnold-Tenderräder ersetzt

- Heute würde ich Kuppelräder der Fleischmann-39 montieren

- Alle Spurkränze auf ca. 0,5 mm Höhe abgedreht

- Treib- und Kuppelstangen schmaler gefeilt

- Voreilhebel durch selbstgesägtes Teil ersetzt

- Kolbenstangenschutzrohre aus Draht

- Lok-Tender-Kupplung um ca. 2 mm gekürzt und einfach wieder zusammengelötet

- Tendertüren aus schwarzem Papier

- Später habe ich noch einen Faulhaber-Umbausatz mit kleiner Schwungmasse von einer längst nicht mehr existenten Firma montiert

Gunther hat dann noch weitere Varianten (z. B. Domanordnung) erstellt.


Grüße

Ulf

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Hallo,

danke für die unterschiedlichen Informationen zum Schornstein.

Und Danke an Ulf für die Bilder seiner 38 - ist wirklich schön geworden.

Ich hatte vor langer Zeit angefangen, meine 38 mit einer neuen, feineren Steuerung auszurüsten, hab das dann aber liegen gelassen, weil ich mit dem Abstand zwischen den ersten beiden Kuppelachsen nicht recht glücklich war. Außerdem hat Minitrix kurze Zeit später die 38 angekündigt, da ist der angefangene Umbau ganz in den Hintergrund gerückt.

Das Minitrix-Modell ist leider auch nicht so ausgefallen, wie erhofft. Da stimmen zwar die Achsstände, aber es kommt eben mit anderen Kompromissen daher.  Damit steht das alte Fleischmann-Modell nun gar nicht so schlecht da. Vor einigen Monaten ist mir dann eine der von Hammerschmid überarbeiteten 38er zugelaufen. Am falschen Achsstand kann ich nichts machen, daher stört mich an dem Modell nun vor allem noch neben den dicken Windleitblechen eben der falsch sitzende Schornstein. Neue Windleitbleche habe ich bereits, um einen neuen Schornstein werden ich mich dann noch mal kümmern müssen.

Viele Grüße,

Udo.
Hallo Wolfgang,

mal ehrlich, muss das wirklich sein, dass du das mit dem Auspuff hier erwähnst?
mir ist das bisher nicht aufgefallen aber das Wissen hängt jetzt im Kopf und da muss dann wohl was passieren. Oh. man.

Bei der Gelegenheit wird dann wohl doch noch das eine oder andere hier gelesenen umgesetzt werden... jaja, die Zeit. Erst mal die 84 und die 94 fertig machen.

Grüße Torsten
Entschuldigung Torsten! 🥲 Tut mir echt leid.  😂
Grüße Wolfgang
Hallo Zusammen,

also jetzt doch weiter an der P8. Ich will die Pufferbohle schließen und bin beim Bilderschauen auf eine komische sache gestoßen. Zuerst dachte ich: ok, die 1182, museumslok, wer weiß was die da gemacht haben. Aber auch andere DR-Loks, von denen ich Bilder aus den 60ern angeschaut habe, zeigen dieses seltsame Detail. Schaut dazu das erste Foto, einen Screenshot einer Aufnahme der 1182. Hier sehe ich hinter den Lampen auf Höhe der Windleitbleche beginnend ein schräges blech zum Umlauf. Das finde ich an allen 38ern der DR mit den großen Windleitblechen. Schön ist das nicht unbedingt. Stellt sich die frage: wenn große Bleche dann die Schräge auch nachbilden? Und verdammt noch mal, wozu sollte das gut sein? Und warum haben es die Loks mit kleinen Windleitblechen nicht?

hier sieht man es auch, ist ja eine ehemalige DR-Lok

https://www.dampflokomotivarchiv.de/index.php?n..._68&action=image

aus den 60ern:

https://www.dampflokomotivarchiv.de/index.php?n...image&position=1

und hier 1970, Witte Windleitbleche, keine Schräge, normalerweise sieht die Front so aus,

https://www.dampflokomotivarchiv.de/index.php?n...image&position=1

oder ist diese Schräge erst weg gefallen als die Loks Witte bekommen haben? Dann wären die DRG-Modelle auch falsch.

Ich meine, wenn man die Lok einmal anfasst und womöglich den Auspuff versetzt, diese Schrägen mit anbauen? Vorbildgerecht aber hässlich, wobei das auch wieder Geschmacksache ist.

Grüße Torsten



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Hallo Torsten,

das ist eine interessante Beobachtung, die aber vermutlich ganz einfach,....zumindest aber glaubwürdig zu erklären ist:
Würde diese Kehle innen erhalten bleiben, würde das Windleitblech beizeiten durchrosten, weil sich dort Wasser/Kondensat/Schnee/Lösche/Dreck ansiedelt und sein Werk vollenden möchte.
Damit wird also eine klassische "Mistecke", wo womöglich auch noch Fetteimer und anderer Unrat abgestellt werden kann unterbunden.

Die Wittelösung braucht das logischerweise nicht mehr, da dort, genau wie zu Garbes Zeiten, als es gar keine Windleitbleche gab, einfach keine "Staunässe" entsteht.

Gruß Sven
Hallo Sven,

das macht Sinn... also mal messen und die Teile für mein nächstes Ätzblech zeichnen.
Die Pufferbohle müsste ja eigentlich auch mal neu gestaltet werden, diese blöden Löcher.
Bei der Gelegenheit gleich noch die Bremsschläuche und eine Kupplung mit drauf, die griffe unter den Puffern fehlen ja auch und die Rangiertritte sind auch eher suboptimal. Die Leitungen unter dem Führerhaus braucht es sowieso.
Was man mit den Laternen macht, haben wir ja oben schon gesehen, wobei die von der 44 nach abschneiden der Bügel auch ganz hübsch sind. Vor allem kann man die auf die Lichtleiter stecken wenn man die vorher etwas befeilt hat (ringsrum auf 0,7mm, hab ich bei der 94 gelernt)

Grüße Torsten
Hallo Torsten,


das mit der Schräge ist mir auch noch nicht aufgefallen. Alte Fotos (EK-Buch) kann ich erst heute abend daheim nachschauen.

Ein Foto habe ich im Netz gefunden von einer Windschneiden-P8, ohne Windleitbleche und die hat diesen Schwung wie auch die Witte-Loks drin.

Sind diese Schrägen Teil der Reichsbahn-Windleitbleche? Evtl. zur Stabilisierung? Einfach so ein Gedanke...
Seitlich folgen die Reichsbahn-Bleche ja diesem Schwung im Umlauf, da ist nix schräg in der Seitenansicht.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo Christian,

in Bild 1 kann man gut sehen, dass das Windleitblech sowohl der Kehlung folgt und dort angenietet ist, als auch an der "Schräge" zusätzlich noch befestigt ist.
Nun könnte man fragen, was sich in dem toten Raum befindet und die logische Antwort ist:

Die Brotbüchse!
Rechts vom Meister und links vom Gesellen 😃

Hallo Torsten,
denke daran, dass die Bleche innen offen sind, etwa die Breite eines Hemmschuhs haben....und sich vielleicht sogar auf diese Historie beziehen als bei der DRG die Loks verblecht wurden,

Ich habe mich, angeregt von deinen Aktivitäten auch an meiner 38 als Erwärmung zur neuen Saison versucht und mich dann doch nur auf ein Minimum beschränkt.
Letztlich war mit eine weitere Bearbeitung zu blöd,.... in Anbetracht des sinnlos weit und frei erfundenen ausragenden Steuerungsträgers und der fürchterlichen Esse, die auch noch - wie schon festgestellt - einen halben Schlot zu weit hinten sitzt.

Gruß Sven
Hallo Sven,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

denke daran, dass die Bleche innen offen sind



innen offen? Du meinst dass man von der Seite, so wie du schreibst, sie als Brotbüchse nutzen könnte? Hmmm, da hab ich so meine Zweifel. Ich denke, dass da von der Schräge in die Kehlung ein Blech nach unten gezogen ist jedenfalls sagt mir das dieses Foto, einmal ein Ausschnitt und dann das komplette. was waren das noch Zeiten als es noch ein richtiges Nostalgieprogramm gab.

Wäre es dort unter dem Blech hohl dann wäre dort statt der Fortsetzung des Schattens der Laterne ein dunkles Loch. Also, wenn ich das nachbaue dann zu. Nun hab ich im Februar geplant mit dem Rodelblitz zu fahren, da wird sich in Arnstadt die Gelegenheit ergeben, die Lok zu begutachten.
Vin der 1182 gibt es auch das eine oder andere Bild mit Witteblechen. Auf diesen Fotos sehe ich die Bleche auch nicht. Sind die am Ende sogar an den großen Windleitblechen fest angebaut? Gucke ich mir an. Bei der Gelegenheit mal einen Zollstock dran halten, dann muss man nicht Rätselraten wie breit die Schrägen tatsächlich sind.

Grüße Torsten



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Hallo,

die 1182 hat auch noch einen anderen Steuerungsträger und den großen Luftkessel auf dem Umlauf.

Viele Grüße

Stefan
Hallo Torsten,

also ich würde jetzt auch nicht unbedingt darauf beharren, ob die Bleche nun seitlich offen sind (es sah so aus, ....hätte also sein können....) und daher ist das ein guter Ansatz das  Original lieber noch mal zu besichtigen.

Allerdings hat die Lok in den 80igern bei der DR eben auch hier und da eine technische Verjüngungskur bekommen, wie den dicken Luftbehälter. oder neue Kesselbleche zB. ohne NIetverbindung zwischen Langkessel und Rauchkammer.
Der Steuerungsträger hingegen ist zwar nicht typisch, ......aber mit dieser Lok bewusst so ausgewählt worden und damit Original!

Gruß Sven
Hallo Sven,

die 1182 ist schon eine ziemlich spezielle 38, die müsste man tatsächlich mal nachbauen, vielleicht findet sich mal eine günstige alte Rumpel zum pimpen. Wobei da der Aufwand natürlich noch größer ist als zunächst gedacht. Der Steuerungsträger und der dicke Luftbehälter rechts wären für mich da noch das kleinere "Übel", links müsste der Vorwärmer weiter hinter und damit verbunden die Speisepumpe auch. Das sieht mir verdammt schwierig aus, daher wird das ganze weit weg geschoben.

Meine 38 1580, von der es tatsächlich auch ein Foto irgendwo gab, das ich mir gespeichert habe lasse ich erst mal wie sie ist. Bisher hab ich keine Thüringer Lok gefunden, die so aussah. Also mit dem Lüfteraufsatz auf dem Führerhaus und mit nur zwei Domen und vor allem Nieten an der Rauchkammer, die die 1580 auf meinem Foto nicht mehr hatte.

Die aus Resten gebauten 3545 mit Tender von der 39 war auch "nur" in Sachsen unterwegs und passt eigentlich nicht in "meine" Rbd aber die Brocken waren einmal da. Der Tender stammt ja tatsächlich von der 39, die ihr Fahrwerk vorbildgerecht einer 22 gespendet hat.

Und dann wäre da noch meine 3562 mit Giesl und Witte, die war eine echte Gothaer Lok und hat sogar in Saalfeld noch die Epoche IV erlebt.

Diese beiden sind tatsächlich aus uralten DB-Gehäusen entstanden und haben so keine Nieten an der Rauchkammer.

Die ersten beiden werden dann diese Schrägen bekommen und bei der Gelegenheit neue Laternen und eine geschlossene Pufferbohle mit den entsprechenden Anbauteilen. Mit dem Essenproblem bin ich mir noch nicht ganz klar... Drehteil? Eine von KH hab ich noch, da könnte man mal was probieren an der 3545. Die 1580  

Vom ersten Fleischmann DR-Modell 38 2078 hab ich leider bisher kein Vorbildfoto gefunden, Auch da bleibt zu vermuten, dass die Rauchkammer falsch ist (Nieten, gebogene Griffstange oben). Hat von der vielleicht jemand ein Foto oder ein Foto einer Erfurter, Nordhäuser oder Gothaer Lok, die so aussah?

Grüße Torsten
Hallo Torsten,

Für einen Modellbahnhersteller, der sich vielleicht doch noch einmal dieser Lok ERNSTHAFT widmen will, wäre auch das Thema "Steuerungsträger" nicht uninteressant und damit noch eine zusätzliche Ergänzung zu den ohnehin schon vielen Varianten der P8.
Oder man bastelt es sich eben selbst.

https://www.dampflokomotivarchiv.de/images/basic/lhw_2240_51.jpg
https://www.dampflokomotivarchiv.de/images/basic/bmag_4485_63.jpg
https://www.dampflokomotivarchiv.de/images/basic/hen_15695_60.jpg

Gruß Sven



Hallo,

ich habe für die Fleischmann Lok mal eine neue Steuerung gezeichnet und ätzen lassen.
Getestet habe ich die Teile noch nicht.

Viele Grüße

Stefan

Die von Der Bastler zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Stefan,
feine Kunst, Deine Steuerung!
Ich wäre dabei beim Testen der Teile. Auch wenn ich es schade um die Arbeit finde, wenn man den Achsstand so beibehält. Aber es gibt ja Leute, die das nicht wissen (wollen) und ausserdem soll man ja einen Schritt nach dem anderen machen..
(Du machst die Schwingenstange und Voreilhebel gedoppelt? Ist da 0,2er Blech oder dünner?
Die Kurzkupplungskulisse und anderen Teile gehören auch zu was anderem, oder?)
Grüße   Klaus
Hallo Stefan,
Einfach hervorragend - was man so erkennen kann. Beim Testen wäre ich auch dabei - muss ja nicht umsonst sein.
Vielleicht PN? Auch zum anderem Thema, wozu ich dich angeschrieben habe.
Beste Grüße
Andreas
Hallo Klaus,

mir geht's drum das Modell zu verbessern. Den Kompromiss mit dem Radstand bin ich bewusst ein gegangen. Nicht jeder traut sich an den Bau eines neuen Fahrwerkes, obwohl ich das auch sehr spannend finde.
Die Teile sind aus 0,2er Blech gefertigt und der Voreilhebel und die Schwingenstange werden aufgedoppelt. Bei Letzterer ist das wegen der Stabilität und beim Hebel wegen der Notwendigkeit aus der Konstruktion heraus.

@Andreas wen das so funktioniert, wie ich mir das gedacht habe, werde ich ein Welche machfertigen lassen.

Viele Grüße

Stefan
Hallo Stefan,

sieht sehr durchdacht und detailliert aus (durchbrochene Schwingen, Gegenkurbeln etc.)!
Die Kreuzköpfe bleiben wie im Fleischmann-Original? Und wie stellst du die "Gelenke" der Steuerung, z. B. bei Lenkerstange, Voreilhebel her?

LG Didi
Hallo,

ich habe eine originale Zeichnung als Vorlage verwendet. Man sieht es zwar nicht, aber selbst die Außenseiten der Kuppelstangen sind nicht parallel sondern haben einen kleinen Bauch nach außen.

Ja die Kunstoff-Kreuzköpfe bleiben erhalten.

Die Gelenke sollen aus Draht entstehen und verlötet werden. Das ist das Kniffligste an der ganzen Sache.

Viele Grüße

Stefan
Hallo Zusammen,

..."Mit Bindedraht und Gleisnagel" würde man in einer Zeitung den kleinen Umbau beschreiben.

Schon in den 80igern hatte ich mir die P8 vorgenommen, weil sie auf mich so garnicht stimmig wirkte. Dazu bekam sie neue,  damals übliche Lokschilder auf Fotopapier und weil mir der Zugang zu Beheimatungslisten fehlte, entstand eine Phantasienummer zu einem aus heutiger Sicht schon 1956 abgestellten DB- Nordlicht.

Getrieben von diesem Faden suchte ich mir unlängst auf die Schnelle etwas passenden Draht. Obwohl ich 0,25er Sommerfeld noch herumliegen habe, fand ich 0.25er  Bindedraht und bastelte ein paar Rohrleitungen. Die Heizerseite ist dabei etwas kürzer geworden, da die Lok an einer Mauer hängen geblieben war.
Das wird noch geändert, da jetzt die Mauer weg ist.
Die Kolbenschutzrohre entstanden aus  Gleisnägeln womit die analoge "Digitalisierung" gleich mit erledigt war🤭

Die Esse muss etwa 4,2mm von der Kante eingerückt sein,
Tatsächlich liegt sie aber bei diesem Modell fast 2mm noch weiter zurück, obwohl die Rauchkammer an sich stimmig ist.
Welchen gewaltigen Unterschied das ausmacht habe ich mal im Vergleich mit der Piko 55 (hier 56) dargestellt. Da stimmen die Maße für den korrekten Sitz der Esse ziemlich exakt. Die Rauchkammer ist bei der 55 im Vorbild allerdings kürzer, was bei der Betrachtung zu beachten ist!.
Ein altes Gehäuse mit Esse wird sich finden und so eine  Piko-Esse wird also demnächst den putzigen Piccolo- Schlot ersetzen.

Ich zeige mit den Fotos also erstmal einen Zwischenschritt, wo einiges nochmal neu gemacht wird

Die Windleitbleche müssen noch "angestellt", stimmige Lokschilder neu bestellt und die Rauchkammertür verbessert werden.

Gruß Sven



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Hallo,

In den letzten Tagen habe ich mich auch mit meiner 38 beschäftigt. Ohne es zu übertreiben wollte ich sie einfach etwas dem heutigen Stand entsprechend aufhübschen. Über den falschen Radabstand muss man eben hinweg sehen, aber sonst muss sich das in die Jahre gekommene Modell nicht hinter der aktuellen von Mtx verstecken.

Gruß Gabriel

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Hallo Gabriel,

...auch hier wieder der Beweis, dass einige Anbauteile und stimmigere Ergänzungen eine ganz ordentliche, wenn auch nicht perfekte Lok entstehen lassen.
Sehr gut gemacht. 😏👍

Mich interessieren dabei die Nietenreihen an der Rauchkammer und am Übergang am Langkessel.  Meine Uralt 38er hat die nicht.
Wurde das mal ab Werk ergänzt oder ist das großer Zauber!?

😵‍💫Sven
Hallo Swen,

meines Wissens wurde das bei späteren Modellen mit brünierten Rädern nachgebildet. Ich habe da keine Nieten angebracht. Über die Nachbildung des Indusi Kasten am rechten Führerstand denke ich bereits nach, was allerdings auch eine neue Beschriftung nach sich zieht....

Gruß Gabriel
Hallo Gabriel,
...danke für die kleine Modellkunde nebenbei. Sehr Interessant!

Flm hatte also später in einer Detailbearbeitung noch die Chance auch für andere Änderungen ...
....und vermasselt

Gruß Sven
Guten Abend Gabriel,
...Deine verbesserte P8 / BR38...so habe ich die Loks in Erinnerung...von den vielen Zusatzteilen und fantastidchen Verbesserungen 'mal abgesehen - Deine Alterung der Lok (oder "neu-deutsch": weathering...) hat eine "richtige" P8 geschaffen...gegen Ende ihrer Laufbahn nicht mehr besonders gepflegt - aber immer noch unverwuestlich👍✌️
Hervorragend!
Gruesse
FreddieW
Hallo Gabriel

Präzise Arbeit, präsentiert auf einem tollen Laufsteg. Top

Rudi
Hallo Gabriel,

sehr schön geworden. Sind die Vorläufer von Mago?

Viele Grüße
Georg
Hallo Georg,

danke, die Vorlaufräder sind von der Flm 23, die haben zwar eine Speiche zu wenig, sind aber schön filigran und brüniert. Die fehlende Speiche bemerkt man eher erst auf den 2. Blick, mich stört das nicht wirklich.

Gruß Gabriel
Hallo Torsten,

Du hattest verzweifelt nach einer DR P8 gesucht,  die noch eine geschwungene Stange über dem Handrad hat.

Ich fürchte, dass es die nicht geben wird. Mir liegt das Buch Bw Falkenberg vor und da zeigt sich, dass zB 38 2469 und 3137 bereits 1933/34  diese gerade Stange hatten, während 38 2585 im Jahre 1941 mit geschwungener Stange aber voll genietet  lief.
Ja es ist sogar so, dass die 3137 Mitte der 50iger dann nicht mehr genietet und auch kein Handrad, dafür aber weiterhin diese Stange hatte.

Durch diesen Faden angeregt, schaut man ganz anders auf die Fotos, wird wohl DIE vorbildgerechte "Pauschal 38er" kaum finden und muss sich auf die konkrete Nummer im Kontext zum Zeitpunkt festlegen, ....was jedoch nicht einfach ist.

Gruß Sven
Moin Sven,

so zeigt sich mal wieder, dass es gar nicht so einfach ist aus einer vorhandenen Form ein vorbildrichtiges Modell zu machen. Leider ist das Gehäuse der 38 aus einem Guss, sieht man mal von der angesteckten Rauchkammertür nebst Windleitblechen ab. Auch die, also dir großen, haben ihre Befestigung am Kessel vorbildwidrig mittig. Das hat Kuswa besser gemacht.

Übrigens habe ich ein Foto der 38 3251 in meinem Heimatbahnhof gefunden. Das Foto ist vor dem Krieg entstanden, die Lok sieht, bis auf den fehlenden Speisedom und Gaslaternen genau so aus wie das Fleischmann-Modell. Und, diese Bleche hinter den Windleitblechen sind auch vorhanden. Das scheint also tatsächlich Standard gewesen zu sein. Naja, bin eh gerade dabei meine Platine mit den Leitungen und Rangiertritten zu überarbeiten, da kann man das gleich mit zeichnen. Dauert halt immer etwas bis so ein Ätzblech voll ist.

hier der Artikel, wo ich das Foto gefunden habe, muss man ziemlich weit runter scrollen... und da steht auch der Grund aus welchem ich einen AT brauche.

https://mhlhausen-geschichteundmehr.blogspot.co...n-in-muhlhausen.html

Das Foto mit dem Muffeltopf auf dem Viadukt hing bei meinen Großeltern in Flur, Opa war bis 1974 der Bahnmeister in Mühlhausen. Die 86er über diesem Bild hat bei uns nichts zu suchen, wer weiß wo das Bild aufgenommen wurde. Und dann finden sich da noch ein paar Ungereimtheiten. Die Züge wurden keineswegs mit Ferkeltaxen gefahren, der Spätzug schon, aber sonst gab es in meiner Kindheit die Petroleum-P8, die auch den Eilzug zog. In den 80ern hatten wir sogar den Städte-Schnellverkehr, der zwar erst ab Erfurt ein D-Zug war aber morgens in Leinefelde startete und 6:01 in Mühlhausen abfuhr, bis Stralsund.

Grüße Torsten

....noch ergänzend zum Blech unterhalb der DRG-Windleitbleche:
In besagtem Buch findet man auf S105 die 38 4021, natürlich mit Stange, ...mitten im Winter 1967, wo man sehr gut sehen kann, wie sich diese Schräge auf die Aerodynamik  auswirkt. Da sammelt sich der Schnee vorübergehend in der Ecke an, rutscht nach und wird  oben dann "weggefegt".

Anhand diesen Fotos würde ich unterstreichen, dass die originale Kehle mit den großen Windleitblechen in Kombination,... wohl dann zum "Komposthaufen" geworden wäre und sich die "Alten" eben damals dazu noch einen Kopf gemacht haben!

Angehängt dem E350 sind übrigens 2 Wagen der französischen Nordbahn (Drehgestellwagen mit 4 Türen ähnlich Abteilwagen) eine GR- Donnerbüchse mit Klappfenster, die dann auch einen Gummiübergang hatten, zwei E- Wagen der Vorkriegsbauart und ein vermutlich zweiachsiger Gepäckwagen mit Dachkanzel.

Reinrassige Züge damals bei der DR?
Ein verbreiteter Irrtum einzelner Sammler!

Gruß Sven
Moin Sven,

leider hab ich das Buch nicht. Es werden zwar immer mehr aber Falkenberg ist außerhalb meiner Region, Beschränkung ist nötig. Prinzipiell ist auch die 23.10 außerhalb meiner Region, trotzdem will ich eine.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Reinrassige Züge damals bei der DR? Ein verbreiteter Irrtum einzelner Sammler!



Naja, ein paar hat es schon gegeben, da wären z.B. die Züge um berlin rum mit der 62er. Reinrassige Züge mit preuß. Abteilwagen oder Züge mit kurzen Rekowagen. Aber prinzipiell hast du recht, die DR war zwar grün aber trotzdem bunt Und genau das macht ja auch den Reiz aus. Mittlerweile gibt es ja so viel was man gerade in den 60ern kombinieren kann. Allerdings vermisse ich in der Zeit noch Lowa E5. Die hell-dunkelgrünen mit xxx Bln beschriftet passen dann doch nicht mehr in die 60er.

Im Moment bin ich am Überlegen was man für die 38 ätzen kann.
Kuppelstangen hab ich schon mal gemacht,
Die Leitungen unter dem Führerhaus hatte ich ja auch schon irgendwo gezeigt, die muss ich aber noch mal überarbeiten.
Dann könnte man zum Umbau von 38ern mit dem Lüfteraufsatz ein glattes Dach brauchen,
natürlich die erwähnten Schrägen.
Und dann die Pufferbohle. Zuspachteln oder ein neues Teil? dann wieder Puffer besorgen. hmm.
Die Rangiertritte hab ich schon gemacht, die an den Kunststoff kleben, ungünstig.
mehr.
Für ganz alte Loks wäre eine neue Kurbel brauchbar, die Steuerung komplett neu bauen ist bestimmt auch keine schlechte Sache.
Windleitbleche muss man nicht neu erfinden,
Mal gucken... ist ja sowieso eher fürs Gemüt, beim fahren sehe ich all das mit meinen Augen auch nicht

Grüße Torsten


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