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THEMA: Eigenbau Spur N Fahrwerk - aktueller Stand

THEMA: Eigenbau Spur N Fahrwerk - aktueller Stand
Startbeitrag
NSemmel - 05.10.25 15:45
Hallo FreuNde,

da ich mehrere Varianten des Marks Kleinkunst mit Getriebeschaden und/oder ausgeschlagenem Gertriebeblock habe und ich generell kleine Fahrwerke für kleine Loks suche, habe ich jetzt ein Fahrwerk selbst konstruiert.

Darauf kommt ein 4x8 mm großer Motor, dadurch ist das ganze dann vom untersten Ritzelrand bis zur Motoroberkante 7,5 mm hoch.

Basis ist ein Messing U Profil 4x3 mm.

Anbei der Plan und der erste Stand nach 2 Tagen basteln.

Passt locker in den KLV

Grüße
Andreas

Edit: Bilder ergänzt!

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Nice! Tolle Idee und Arbeit. Darf man mal fragen, wie du die Bohrungen so genau hinbekommst?
Andere Frage: Schauen die Zahnräder nicht zu weit nach unten raus? beim Marks-Bus sind ja nur 3,2mm Radscheiben verbaut. die Zahnräder auf den Achsen (irgendwas von Arnold) müssen kleiner sind und sind sogar an den Zahnspitzen abgedreht, damit das Ding über Weichen fahren kann.

Gruß
Andi
Servus Andi,

Danke Dir!

Die Bohrungen mache ich mit einer Proxxon MF70 mit manuellem X-Y-Koordinatentisch.
Der ist auf ein halbes Zehntel über Skala einstellbar und ich würde schätzen auf ein Zehntel genau. Das hat gut funktioniert. Natürlich alles am Stück damit der Versatz zueinander stimmt. War auch mein erster Test.

Ja das könnte eng werden mit den kleinen Rädern aber das hab ich erstmal in Kauf genommen. Ich wollte wissen ob ich überhaupt eine Chance habe das hinzubekommen. Bisher sieht es gut aus.

Dann wird es ein Fahrwerk für die Köf 1. Der Achsabstand passt bis auf 2-3 Zehntel und da hab ich auch noch einen Bausatz von Schiffer Design der auf ein Fahrwerk wartet. 😀😎

Edit: Aufgrund der Frage von Andi hier ein Bild mit 5,3 mm Rädern - sieht aus wie ein Monstertruck 🤣🤣🤣.

Grüße
Andreas

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Danke Andreas
fürs Zeigen und erklären. Und halt uns auf dem Laufenden. Sieht jedenfalls schon mal sehr gut aus.
Ich kämpfe auch mit sowas ähnlichem und freie mich über jede Anregung.
Fahren über Weichen und Bahnübergänge wird also noch interessant.....
Viel Erfolg!
wünscht Klaus

Hallo FreuNde, hier noch ein Video mit dem montierten und laufendem Motor.

https://youtu.be/0hJABOczYn8

YouTube Beschreibung:

Spur N - 1:160: Fahrwerk Selbstbau. Das Fahrwerk ist 19,5 mm lang und 7,5 mm hoch. Es ist an der breitesten Stelle 5,9 mm breit.

Angetrieben von einem kernlosen Motor 4x8mm groß. Der Achsabstand ist 14,8 mm.

Edit: bürstenlos durch kernlos ersetzt - Danke Torsten für den Hinweis

Das Getriebe besteht aus Modul 0.2 und Modul 0.3 Zahnrädern. Der Getriebebock ist ein U-Profil 4x3 mm.

Der Motor läuft in dem Video bei 0,1 V an. Die Maximalspannung beträgt 0,4 V. Er wird mit einem Trafo mit Impulsbreitensteuerung betrieben . Die  Impulsspannung beträgt 5,5 V bei 35-75 Hz.

Grüße
Andreas

Hallo Andreas,

bürstenloser Motor? Und wie macht er das mit der Kommutierung? So kleine hab ich nocht nicht gesehen und halte auch für unwahrscheinlich, dass der wirklich bürstenlos ist. Wenn ja dann müsste er ja noch die Elektronik zur Kommutierung drin haben, bei der Größe? Eher nicht. Und dann würde er es auch nicht mögen mit Impulsbreitenmodulierter Spannung betrieben zu werden. Was ist das denn für ein Motörchen und woher?

Aber mal zurück zum Getriebe, das in der Tat ein kleines Meisterwerk ist.
Hast du mit der Proxxon bohren können ohne, dass der Bohrer weg läuft? Oder mit Zentrierbohrer gekörnt? Ich hab das noch nicht hin bekommen. Bei mir läuft der Bohrer immer zu einer Seite weg... und wenn ich anreißen und körnen muss dann kann ich gleich "von Hand" bohren. Gibts da einen guten Tipp? Mit Zentrierbohrer hatte ich auch noch nicht so recht Erfolg, mein kleinster ist 0,5mm.

Meinen ersten Lokrahmen hab ich nach der Methode, die ich in einem Artikel von Stefan Troizsch gelesen habe, gebaut. Zwei Bleche übereinander gelötet, dann den Rahmen zurecht gefeilt, Löcher gebohrt und dann die beiden Bleche getrennt und mit den noch am Rahmen befindlichen Hilfsstreben winklich ausgerichtet. Dann an den Enden Abstandstücke eingelötet. Das ist aufgrund der Ausdehnung beim Löten nicht ganz easy, ging aber.

Grüße Torsten
Hallo Torsten,
Sorry du hast Recht: Kernloser Motor. Er ist aus dem Land der aufgehenden Sonne und hat ganze 49 Cent gekostet. 😎. Eigentlich für Mini Drohnen. Er hat max. 3,7 V und dort dann 20Tsd. Umin ohne Last.  Die Motoren gibt es in allen möglichen Varianten bzgl. Durchmesser/Länge/Spannung/… bei den gängigen Versendern.
Ich überlaste absichtlich, da er ja kein Kostenfaktor ist.Ein Zahnrad hat bei kkpmo fast das 10-fache gekostet. 😉.

„Einfach“ gebohrt da läuft nix weg - das mache ich auch bei allen Köfs oder sonstigen Umbauten so.

Meine kleinsten Bohrer sind 0,1 mm in Abstufungen zuerst halbe Zehntel und ab 1 mm ganze Zehntel bis ca. 2,5 mm ode 3 mm.
Ab 0,25 mm kann ich damit in Metall bohren mit ganz viel Gefühl auch 0,2 mm. Kleiner steigt der Bohrerverschleiss exponentiell zu den Löchern 😉. Kunststoff geht bis 0,1mm.

Körnern bekommst Du ja nie so genau hin, das das Getriebe läuft - oder zumindest hätte ich da keine Chance.
Welche Bohrer nutzt du?

Damit die Bohrungen senkrecht  übereinander stehen und die Wellen/Achsen parallel zueinander sind - die Idee mit dem U-Profil. Ich bohre durch beide Seiten in einem „Hub“. Ähnlich wie die Taktik mit den gelöteten Blechen.

Und vielen Dank für Dein Lob!!! Freut mich!!

Grüße
Andreas



Hallo Andreas,

Ehre wem Ehre gebührt.

Überlasten von GAM... das geht tatsächlich. Hatte mir von über 25 Jahren schon der Vertreter von Faulhaber gesteckt. Der meinte, die abgegebene Spannung sei nur ein Richtwert. Bei diesem soll sich die angegebene Drehzahl einstellen. Mehr Spannung geht problemlos wenn die Last und damit der Strom nicht zu hoch wird.
Ich praktiziere das in meiner 65.10 von Brawa. Die hat einen 6V Motor, keine Haftreifen und läuft seit vielen Jahren ohne Probleme mit 8V. Mit dem auf minitrix 41er Räder umgebauten, gefederten Fahrwerk zieht sie auch ganz gut, sie schleudert halt wenn es doch zu viel wird. Wird es aber meist nicht.

Ich hatte vor Jahren mit eben so einer Proxxon mit Spannzangen und normalen HSS Bohrern probiert. Da war ich wohl nicht oder noch nicht geschickt genug. Die Fräse steht noch in meiner alten Abteilung aber wenn ich jetzt was genaues brauche macht das ein Kollege an einer großen Deckel-Maho. Kommt selten vor, meist kann ich mir anders behelfen.
Du hast den Kreuztisch von Proxxon dazu? Allein der hat schon ganz schön geklappert, wir waren halt keine Feinmechaniker. Zum Kunstoff fräsen hats gereicht. Für Messing oder gar zum ausfräsen von Lokrahmen war das nix. Jedenfalls für Nichtkönner nicht.

Grüße Torsten
Hallo der Kreutztisch läßt sich doch gut einstellen.
Das Oberteil mit der kleinen Schraube an der Seite festsetzen.
Für dünne und genauen Bohrungen möglichst neue Bohrer benutzen.
Bohren durch ganz langsam durch die obere Kurbel den Bohrer absenken.

Gruß von Karl - Michael
Hallo Torsten, Danke Dir - aber nicht zu viel Ehre - lass mich das erst einmal fertig machen.

Ich nutze diese Bohrer. Hier von 0,3-1,2 mm in einem Set - gibt es quasi „überall“ im Internet. Sind lt. Beschreibung oft für Leiterplatten - aber ich habe festgestellt die Merken gar nicht wo sie rein bohren. 🤣🤣🤣. Die sind aus irgendeinem superharten Material. Leicht schief oder verkantet = pling und du hast zwei halbe Bohrer.

Ja und mit dem Koordinatentisch damit die Achs/Lochmittenabstände passen.

Grüße
Andreas

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Hallo FreuNde,

der Motor ist verdrahtet und die Räder sind montiert.
Das Messingprofil dient als ein Pol.

Er hat schon zu kämpfen der „Kleine“ aber er läuft.

Das Blei ist nur zum Test um etwas Gewicht auf die Achsen zu bekommen.

Grüße

Andreas

Film:
Spur N - 1:160: Rollenprüfstand- Fahrwerk Selbstbau

https://youtu.be/d2XAc1dtlcY


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Hallo FreuNde,
Habe mit Fahrwerk Variante zwei begonnen. Mal sehen… Hier der Zwischenstand.
Das U Profil ist 4x4 mm. Also einen mm höher als das Erste.
Das blaue ist eine Schwungmasse aus zusammengelöteten Messingrohren. Aktuell ist das momentan dünnste Rohr natürlich noch viel zu lang - aber es dient als Griff.
Gruß
Andreas


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Lieber Andreas,
da bekomme ich große Augen wie du so ein Minifahrwerk zauberst. Sowas ist ganz große Kunst für mich, könnte mir niemals vorstellen so etwas zu realisieren. Dabei könnte ich solch ein Können und Wissen doch sehr gut gebrauchen, da ich mit meinem Nm Selbstbaugleis und 6,25 mm Spurweite und mein Interesse für kleine Lok nur sehr wenig Serienfahrzeuge in meiner Nische finde. Bitte schreib und bebilder hier deine Erfahrungen mit deinen Fahrwerken weiter. Ich kann nur staunen, vielleicht trau ich mich trotzdem mal an so ein Projekt heran.

Liebe Grüße seNdet
JürgeN / Kreativ3.De
Hallo FreuNde, wegen der Zeitumstellung schon um 4 aufgestanden .
Grüße
Andreas


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Hallo Andreas,
Auch von mir ein Daumen hoch! Ich habe mal so etwas ähnliches für die 78.1 gebaut, allerdings habe ich die Zahnräder zwischen zwei Polystyrolplatten gesetzt.
Beste Grüße,
Hansjörg


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