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THEMA: Grundlegende Frage zur Steuerungs -Software

THEMA: Grundlegende Frage zur Steuerungs -Software
Startbeitrag
MarcX - 28.09.25 12:19
Geplant ist eine Bahn mit Schattenbahnhöfen, großem Hauptbahnhof und zwei drei Nebenstrecken die dann auch in HBF enden was eigentlich nichts besonderes für eine Steuerungs-Software ist.

ABER wenn ich hier nun abzweigend von der Hauptstrecke einen Endbahnhof anbinden?
Hier kommen mir die Fragen:
- ist es eigentlich Standard und egal für welche Software man sich so entscheidet wie zB iTrain oder Train Controller
- kann ich hier sagen ich lasse es zufällig entscheiden welcher Zug in den Endbahnhof einfährt oder es auch manuell zuweisen?

UND generell kann man egal ob im Endbahnhof oder im Durchgangsbahnhof befindlichen Züge dann manuell eigreifen und die Lok wechseln?

Sorry, bin digital noch total grün hinter den Ohren

Danke und Grüße
MarcX

Hallo,

das ist mit jeder Steuerungssoftware als Standard möglich.

Ich empfehle immer wieder, die Demoversionen der Anbieter sich zu laden, zu probieren und dann zu entscheiden. Jede der marktgängigen haben Vor- und Nachteile. Welche für dich die geeignete ist, musst du selbst herausfinden.

Für mich war es iTrain. Die damalige Entscheidung war neben Preis-/Leistung die Unterstützung (fast) aller Zentralen. DAs ist auch heute so. Weiterhin ist es auch entscheiden, wie gut die Hilfeforen sind. Bei iTrain perfekt, auch für Anfänger.

Selbstlernen und Handbuchstudium sind bei allen Softwaresystemen unumgänglich.

Viel Glück.
Hallo Marc,

prinzipiell können die gängigen Steuerungssoftware das alles. Die Frage wäre nur, wie gut sie das können und wie benutzerfreundlich sie das können. Und vorallem, wenn man damit arbeitet / spielt, kommen schnell weitere und komplexere Wünsche.

Daher würde ich genau so wie im Beitrag #1 empfehlen eine Demo-Version zu installieren und damit ein bisschen auszuprobieren.

Dabei beachte bitte, dass jede Software eine eigene Philosophie hat und diese muss man verstanden haben. Dabei ist sie nicht schlechter oder besser, sondern eben anders.
Hallo.
Als freie Software kann man auch RocRail oder JMRI für sowas benutzen. Die unterstützen auch Zufallsgeneratorbetriebselemente, Pendelbahn und richtigem Fahrplanbetrieb mit Start- / Unterwegs- / Zielbahnhof.
Schönen Abend noch.
Frank
Hallo Marc,

ich benutze Traincontroller (TC). Da bin ich eher durch Zufall hingekommen als durch einen Vergleich. Es war für mich  anfangs etwas schwierig das System zu begreifen, allerdings bin ich auch nicht DER große PC Freak.

https://www.freiwald.com/seiten/

Ich kann allerdings NUR über TC berichten. Die anderen Systeme kenne ich nicht. Viel weniger kann ich einen Vergleich anstellen.

Außer der schon empfohlenen Demo Version (schließe mich der Empfehlung an) kannst Du auch kostenlos das Handbuch herunterladen. Da steht drin, WAS Du damit alles anstellen kannst. Das WIE ist dann in den vielen Hilfedateien auf jeder Anwendung zu finden.

Mit hat sehr geholfen die Seiten Schnellstart durchzugehen und dazu die beschriebene Testanlage mit der Demo Version nachzugestalten. Lernen am praktischen Beispiel.

Eine Art Lexikon zu den Begriffen findest Du gut unter TC Wiki

https://tc-wiki.de/index.php/Hauptseite

Dann gibt es ein übersichtliches Forum. Dazu musst Du Dich auf der Seite von TC anmelden und einfach mal etwas mitlesen.

Ohne Anmeldung kannst Du Dir die Referenzen ansehen, mit vielen großen Anlagen und nachlesen was die Systemvoraussetzungen sind pp.

Ich habe es nicht bereut.

Viele grüße Christian




Hallo,

grundsätzlich schließe ich mich meinen Vorschreibern an: Software anschauen, testen und selbst bewerten. Auch ggf. in Bezug auf Betriebssystem, vorhandene Zentrale, Internetzugang (Traincontroller braucht m.W. eine direkte Internetverbindung), Kosten, Updatephilosophie etc.. Dabei auch ggf. mal im Hinterkopf behalten, was man zukünftig noch wahrscheinlich machen will.

Jedes Programm hat allerdings seine eigene Lernkurve, weswegen eine Vorauswahl sinnvoll ist.

Ich selbst habe Rocrail und bin sehr zufrieden. Die Anlage muss (zumindest die genutzten Teile) einmal konfiguriert werden (welche Blöäcke gibt es, Weichen, Sperren etc.), dann geht ziemlich viel "von alleine". Ich nutze es bisher praktisch nur im Zufallsmodus. Ich kann auch direkt sagen "Zug y azf Gleis 4". Prinzipiell könnte man auch konkrete Fahrpläne hinterlegen. Ich habe nur die Blockabfolgen hinterlegt, bei manchen Strecken eine Einschränkung hinterlegt nach Fern- und Nahverkehr. Ich starte mehrere Loks und die suchen sich dann effektiv im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten ihre Strecke. Auch die Abfolge wird zufällig und die Blockbelegung wird dabei beachtet. Das macht mit relativ wenig Hinterlegungen schon einen schönen Fahrbetrieb.

Ich gehe mal von aus, dass bei den anderen Programmen das auch möglich ist.

Grüße Micha
Moin MarcX,

ich hoffe, Du bist bei Anlagenplanung und -bau nicht genauso grün hinter den Ohren wie digitaler Steuerung. Du hast Dir ja ein sehr großes Bauprojekt vorgenommen

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Hier kommen mir die Fragen:
- ist es eigentlich Standard und egal für welche Software man sich so entscheidet wie zB iTrain oder Train Controller
- kann ich hier sagen ich lasse es zufällig entscheiden welcher Zug in den Endbahnhof einfährt oder es auch manuell zuweisen?

UND generell kann man egal ob im Endbahnhof oder im Durchgangsbahnhof befindlichen Züge dann manuell eigreifen und die Lok wechseln?



Deine Fragen kann ich für iTrain grundsätzlich mit ja beantworten und zwar aus eigener Erfahrung. Das läßt keine Wünsche offen, hinsichtlich einer nach individuellen Vorstellungen gesteuerten Anlage. Mangels eigener Erfahrung kann ich nicht für andere Softwareanbieter sprechen.

LG Rimbert

Hallo zusammen,

gibt es bei einer dieser Steuerungs-Software eigentlich die Möglichkeit, das Ganze per Tablet/iPad zu steuern? Damit meine ich originäre Steuerungsmöglichkeiten und nicht die Spiegelung des PC-Bildschirms durch dritte Programme.

VG Martin
Quelle: Rocrail https://share.google/Z9OrxxV7LGqKsbJJu

Gibt es, aber nutze ich nicht, da mir die Ansicht auf dem Handy zu fummelig ist.

Gruß aus Nordertown
Hallo Exitus,

Danke für den Link. Lese ich mich mal ein.

VG Martin
Jo Martin,

viel Erfolg beim Einlesen.
Rocrail selbst bietet eine umfangreiche Wiki. Da wirst Du mega viel Lesestoff finden.
Es ist eine komplexe und mächtige Software. Ich kratze immer noch an der Oberfläche der Möglichkeiten.😎
Ein Forum gibt's natürlich auch.

Gruß aus Nordertown
Hallo Marc

Grundsätzlich gilt: AUSPROBIEREN! Dafür gibt es die Demoversionen.

Ich selber fahre mit TrainController (derzeit 10 Gold). Das ist ein sehr mächtiges Programm, das auch einige Einarbeitung erfordert. Auch ich bin seit einigen Jahren damit vertraut, aber trotzdem weit davon entfernt, alles zu kennen.

Für unseren Modellbahn-Verein (H0) habe ich noch andere Programme getestet:
- Rocrail ist ein günstiges (quasi kostenloses) Programm, das viel kann. Allerdings erfordert es sehr tiefes Einsteigen in die Tiefen des Programms. Ich habe es auf unserer einfachen Testanlage zum Laufen bekommen, aber die Bedienung war nicht selbsterklärend genug, dass viele Vereinsmitglieder es hätten benutzen können.
- iTrain ist ein relativ junges Programm, das sich auch sehr gut weiterentwickelt. Die Nutzung ist etwas intuitiver als bei den anderen Programmen, aber auch hier muss man sich damit beschäftigen. Wir haben iTrain dann für unsere Clubanlage ausgewählt und installiert. Es gibt dazu auch ein gutes Forum, wo der Entwickler sehr effektiv hilft.

Alle drei genannten Programme bieten auch die Möglichkeit, über Handy/Tablet zu steuern. Das sollte aber auch jeder für sich individuell testen.

Dietrich
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

gibt es bei einer dieser Steuerungs-Software eigentlich die Möglichkeit, das Ganze per Tablet/iPad zu steuern?



Hallo, für iTrain: ja bei Nutzung von Android Tablet/Handy. Die App nett sich iTrain remote

Viele Grüße
Moin MarcX,

Den Train-Controller habe ich intensiv genutzt, der kann das, was du haben möchtest.

Ebenfalls kann man das ganze mit Handy/Tablett fernsteuern (kostenpflichtige Zusatzlizenz).

Dennoch werde ich wechseln (zu itrain), aus folgenden Gründen:

- Traincontroller unterstützt nur Windows (kein Mac, kein Linux/Raspberry Pi)
- TrainController unterstützt kein BIDIB (Fichtelbahner, TAMS, usw)
-TrainController unterstützt keinerlei Selbstbau-Digital-Komponenten

Das alles mit einer Form der Kommunikation und Lizenzpolitik durch H. Freiwald, die ich persönlich nicht mehr akzeptiere.

Solltest du nicht ausschließlich auf Windows setzen und für technischen Fortschritt bezüglich Rückmeldung offen sein, ist TrainController nicht die richtige Wahl.

Viele Grüße von Jens
Ja hallo zusammen,

und jetzt komme ich und möchte hier so manchem Beitrag doch widersprechen.

Es kommt ja immer wieder mal dieser tolle Vorschlag: Lade Dir doch mal die verschiedenen Saftwaren herunter und probiere sie - so mal ganz eben -  aus.

Als ob das so "mal eben" möglich wäre !
Jedes Programm hat so seine ganz eigene Herangehensweise. Wenn man das eine Programm verstanden hat, hat man das andere noch lange nicht verstanden. Und bis man da dann alles ausprobiert hat und herausgefunden hat wie es geht und ob man es selber hinbekommt, . . . dazu fallen mir jetzt nur noch des Forums unwürdige Worte ein.

Ich selber habe mich über 15 Jahre mit dem Programm Train Controller befasst und musste mich dann mal mit den Basics von Windigipet befassen, da dieses Programm von unserer Firma vertrieben wurde.
Ich habe es dann noch hinbekommen das Programm zu starten, eine Weiche einzurichten und zu schalten und eine Lok anzulegen und zu bewegen. Aber ein Automatikbetrieb - da war für mich Ende Gelände.

Und daher sind alle, die hier gleich mehrere Programme voll umfänglich zum laufen bekommen haben, in meinen Augen Genies.
( Wenn sie es denn wirklich geschafft haben . . . . )

Daher kann ich allen, die es halt nur auf den geistigen Stand meiner Wenigkeit gebracht haben, raten, sich über Vereine, Stammtische oder dieses ( oder halt andere ) Foren Hilfe zu suchen, um die ersten Schritte nicht alleine gehen zu müssen.
Auf diese Art und Weise kann man sich dann vielleicht auch mehrere verschiedene Programme mal anschauen und sich erklären lassen und auch mal selber am Computer spielen, ob man damit überhaupt klar kommt.
Und je nachdem, wie gut man ein Programm erklärt bekommt und wie man selbst damit so zurechtkommt, kann es ja vielleicht sogar passieren, daß man sich hinterher für ein Programm entscheidet, welches man vorher noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Mfg Oliver
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Es kommt ja immer wieder mal dieser tolle Vorschlag: Lade Dir doch mal die verschiedenen Saftwaren herunter und probiere sie - so mal ganz eben -  aus.

Als ob das so "mal eben" möglich wäre !


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ich habe es dann noch hinbekommen das Programm zu starten, eine Weiche einzurichten und zu schalten und eine Lok anzulegen und zu bewegen.



Als ich damals vor der Wahl stand, gab es Demos auf einer CD. Die habe ich geladen und bin angefangen.
Ein Kreis, eine Weiche, eine Lok anlegen und fahren.
Es gab damals nur ein Programm, mit welchem es mir in angemessen kurzer Zeit gelungen ist.
Damit war die Wahl klar.
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, eine ganze Anlage in alle Programme zu hämmern.
Muss man nicht. Es reicht, wenn der Einstieg zeigt, dass man sich wohl fühlt.
Ich habe meine Wahl nie bereut und bin seit 25 Jahren dabei geblieben.
Da es aber inzwischen modern geworden ist, alles bis ins Kleinste zu sezieren und so lange abzuwägen, bis die Lebenszeit verbraucht ist, kann sich meine Ansicht auch als überholt herausstellen.

Jürgen H.
Hi

Ich muss Oliver recht geben, man kann kaum jedes Programm erstmal testen, der Aufwand ist sehr groß bis man tief genug reinschauen kann um es einigermaßen beurteilen zu können. Ich denke nicht das es mit einem Kreis getan ist.

Ich denke es hilft eher sich vorzustellen wie man gerne Betrieb machen würde, diese Punkte aufschreibt, und erfahrene Kollegen zu den in Frage kommende Programme dazu gezielt fragt, oder noch besser es sich zeigen lässt, falls möglich. Welche Programme in Frage kommen hängen vielleicht erst vom BG ab, danach würde ich schauen wo es die meisten Modellbahner hinschlägt, und dann höchstens 2-3 davon wie oben beschrieben nach eigenem Bedarf zu beurteilen.

LG ChristiaN
Moin,

die Frage nach der für mich persönlich passenden Software, habe ich auch nicht über testen verschiedener Lösungen beantwortet.
Meine Empfehlung für die Auswahl:
1. Nach Erfahrungen im Bekanntenkreis, z.B. am Modellbahnstammtisch, fragen. Dort bekommt man deutlich qualifiziertere Antworten als hier im Forum, kann konkret nachfragen und sich die Software mal im Betrieb bei einem hilfsbereiten Modellbahner anschauen.
Wenn kein Stammtisch in der Nähe ist:
2. Anforderungen an die Software definieren, die über die reine Funktionalität hinausgehen. Heutzutage erfüllen alle Programme > 98% der Erwartungen, die der normale Modellbahner hat. Deshalb: Kompatibilität mit PC-Betriebssystemen & Steuerungshardware die ich einsetzen will muß gegeben sein (siehe dazu die Anmerkungen von Jens in #13).
3. Bin ich ein Freund von opensource oder einem festen Entwickler/Anbieter. Oder: wieviel will/kann ich für die Software ausgeben. Das ist vollkommen subjektiv. Die Frage kann jeder nur für sich beantworten.
4. Wie gut ist der Support, welche Qualität hat das Forum?
5. Wie alt ist der Anbieter/Software-Entwickler? Idealerweise sollte er jünger oder gleich alt sein.. Dann sind die Chancen größer, das ich bis an mein „Hobbyende“ eine funktionsfähige, aktuelle Software habe, als wenn er 15 Jahre älter ist als ich.
Die Beantwortung dieser Fragen für verschiedene Lösungen hat bei mir zu iTrain geführt.

LG Rimbert

Hi

Ich denke es ist auch wichtig das es genug Leute gibt die diese SW benutzen, somit gibt es mehr Möglichkeiten geholfen zu werden. Auch langfristig. Wenns Bekannte, Freunde oder am Stammtisch welche gibt umso besser.

LG ChristiaN
Hallo MarcX,

da hast Du ein großes Projekt vor dir !!
Und mein Beitrag ist länger geworden, als geplant.

Ich benutze TrainController und habe etwas Einblick in iTrain und Rocrail. Zu diesen dreien kann ich etwas schreiben. Es gibt aber noch weitere Programme.

Darf ich zunächst etwas sagen, das du nicht gefragt und auch selber nicht angesprochen hast ?
Dein Projekt empfinde ich als Lebensaufgabe, an dem du durchaus ein oder mehrere Jahrzehnte dran arbeitest. Und das vermutlich zigtausende Euro benötigen wird.
Bist Du nur bezüglich digital grün hinter den Ohren (so hat jeder angefangen, ich auch), oder auch bezüglich Modelleisenbahn insgesamt ?
Falls auch bezüglich Modellbahn gesamt, dann würde ich dir dringend raten klein anzufangen. Falls du modellbahnmäßig schon reichlich Erfahrung hast, dann weißt du auf was du dich einlässt.

Selbst wenn die Modellbahn vom Bauen her fertig wäre, bräuchtest du für die Umsetzung der Steuerung viele Monate bis Jahre – je nach dem wie viel Zeit du für die Modellbahn investieren kannst.

Die Programme Rocrail, iTrain, Traincontroller sowie viele weitere Programme sind sehr mächtig und umfangreich. Die ersten Erfolgserlebnisse mögen sich in kurzer Zeit einstellen. Die weitere Einarbeitung und Umsetzung der eigenen Wünsche dauern aber Monate bis Jahre !!! Deshalb finde ich es wichtig, Hilfe an seiner Seite zu haben: Modellbahnkollegen im Umkreis und / oder die Foren. Häufig kommt es vor, dass man an Kleinigkeiten hängen bleibt – die zwar nur wenig Erklärung benötigen, aber ohne diese Erklärung man nicht weiterkommt.

Selbsterklärend ist keines der Programme. So finde ich es notwendig, zuerst die Schritt-für-Schritt Anleitungen durchzuarbeiten. Ohne diese Anleitungen ist die Gefahr sehr groß, dass man keine Erfolge erlebt und sehr schnell frustriert aufgibt. Auch falls du mehrere Programme mal testen möchtest, ist es bei jedem (!) Programm notwendig wieder von vorne mit den Schritt-für-Schritt Anleitungen zu starten. Denn die verschiedenen Programme sind in ihrem Aufbau sehr unterschiedlich.

Aus diesen Gründen würde ich die Programmwahl auch davon abhängig machen, was Modellbahnkollegen, mit denen ich in Kontakt stehe, benutzen und ob sie mich dabei unterstützen können. Zumindest ist bei mir so die Entscheidung stark geprägt worden.

Die Programme sind so verschieden, dass der elektrische Aufbau der Anlage je nach Programm anders aussieht. Das betrifft vor allem die Anzahl und Anordnung der Gleistrennungen. Falls du erst am Planen deiner Anlage bist, sollte nach meiner Meinung die Entscheidung für eines der Programme vor dem Aufbau der Anlage fallen. Und ich fände es auch gut, zuvor eine kleine Testanlage zu bauen und die verschiedenen Programmelemente und Hardware ausprobieren. Damit du Erfahrungen sammeln kannst, was beim Aufbau zu beachten ist.

Hier kommen nun einige Unterschiede der drei Programme Traincontroller, iTrain und Rocrail. Andere Programme gibt es natürlich auch, aber diese kennen ich nicht.

Betriebssystem:
Traincontroller läuft nur auf Windows,
Rocrail auf Windows, Linux, Apple Mac und Pios,
iTrain auf Windows, Linux und macOS.

Zentralen:
Traincontroller: https://www.freiwald.com/seiten/hardware.htm
iTrain:   https://berros.eu/de/itrain/systems.php
RocRail:   Viele, welche habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Kosten Software
Traincontroller ist das teuerste dieser drei Programme. Ich würde dir für deine Anwendung die „Gold“-Version empfehlen. Derzeit 659€.
iTrain ist ebenfalls kostenpflichtig. Für dich wäre vermutlich „Professional“ empfehlenswert für derzeit 349€.
Rocrail ist zunächst kostenlos. Es gibt einen „Unterstützungs-Schlüssel“ für derzeit 12€/Jahr. Was damit zusätzlich möglich ist, entzieht sich meinen Kenntnissen. Weiterhin / alternativ wird um Spenden gebeten.

Kosten Anlagen-Hardware
Traincontroller und iTrain kommen recht gut mit 1 Rückmelder pro Block aus. In machen Situationen sind auch mehrere Rückmelder pro Block sinnvoll.
Rocrail geht standardmäßig von mehreren Rückmeldern pro Block aus. Es soll auch möglich sein, mit nur 1 Rückmelder pro Block – weiß aber nicht wie. Tendenziell ist der Hardware-Aufwand auf der Anlage bei Rocrail größer (und damit teurer) als bei den anderen beiden Programmen. Bedenkenswert gerade bei einer größeren Anlage, wie du sie planst.

Lizenz und Demo-Programm
Traincontroller: Das Demo-Programm ist kostenlos, kann alles, die Einschränkungen: Nach 15 Minuten wird die Verbindung zur Anlage getrennt (nach Schließen und Neustart des Programmes sind wieder 15 Minuten Anlagenbetrieb möglich, ohne Verbindung zur Anlage ist Dauerbetrieb möglich [z.B. zum Programmieren]) und zumindest früher waren 30 Betriebstage möglich (nicht 1 Monat, sondern es zählten nur die Tage an denen das Programm tatsächlich benutzt wurde, konnte sich also auf mehrere Monate erstrecken). Das gekaufte Programm darf auf mehreren Rechnern installiert werden und gleichzeitig auf mehreren Rechnern geöffnet werden. Aber es darf nur 1 Rechner gleichzeitig auf die Anlage zugreifen. Bei jedem Start des Voll-Programmes ist eine Verbindung zum Internet notwendig.
iTrain: Hier gibt es auch eine Demo-Version, ebenfalls kostenlos. Die Demo-Version kann alles, ist aber auf 2 Monate beschränkt. Eine 2-monatige Verlängerung wird auf Wunsch oft gewährt. Wie die Handhabung der Lizenz aussieht, weiß ich nicht. Zum Starten ist aber keine Internet-Verbindung notwendig.
RocRail: In der Grundausstattung kostenlos, deshalb braucht es keine Demo-Version und Lizenz-Schlüssel. Was die kostenpflichtigen „Zugaben“ enthalten, weiß ich nicht.

Update
Traincontroller: Vielleicht 1x bis 2x pro Jahr gibt es ein Update (kostenlos) mit Fehlerkorrektur und geringen Ergänzungen. Im Abstand von mehreren Jahren gibt es kostenpflichtige Upgrates mit Erweiterungen im Funktionsumfang. Wer mit seiner Version gut zurecht kommt, braucht weder Update noch Upgrate. Es gibt viele Anwender, die ältere Versionen laufen haben.
Bei iTrain kann ich dazu nichts sagen.
Rocrail: Es gibt oft Updates, zum Teil sogar täglich. Zum Teil mit Fehlerkorrektur, zum Teil mit erweiterten Funktionen. Nach meinen Kenntnissen werden die Anwender, die das Forum nutzen möchten, meist gebeten die Updates auch regelmäßig zu installieren.

Optischer Aufbau
Traincontroller: Sehr flexibel, gut an eigene Wünsche anpassbar, es können mehrere / viele Fenster gleichzeitig offen sein, Verteilung auf mehrere Bildschirme möglich, in der Gold-Version können die Einstellungen der verschiedenen Fenster variiert werden. Manche Anwender empfinden es als zu chaotisch.
iTrain: Stark strukturiert, je nach Version 1, 2 oder mehrere Bildschirme möglich, nur ein Gleisbildfenster (außer Professional mit bis zu 3 Gleisbildfenstern). Manche Anwender empfinden es als zu wenig den eigenen Bedürfnissen anpassbar.
Bei Rocrail kenne ich mich hier nicht aus.

Simulationsbetrieb
Manche Programme bieten einen „Simaltionsbetrieb“. Damit können die Funktionen und Automatikabläufe ausprobiert werden, auch ohne Anbindung zur Anlage und ohne tatsächlich fahrende Züge. Ich schätze diese Möglichkeit sehr, weil ich dann beim ersten Ausprobieren von neuen programmierten Abläufen nicht jedes Mal die Züge an die richtige Stelle fahren muss, wenn ich falsch programmiert habe. Sondern brauche sie lediglich auf dem Bildschirm an die richtige Position rücken. Und mit Modellbahnkollegen können wir gegenseitig unsere Steuerungen ausprobieren, auch ohne die Anlage des Kollegen vor sich zu haben.

Traincontroller: Simulation läuft nahezu gleich ab wie der Anlagenbetrieb. Automatische Abläufe brauchen keine manuelle Unterstützung während der Simulation.
iTrain: Bietet ebenfalls Simulationsmöglichkeit. Aber eingeschränkt. So sind die Belegtabschnitte manuell zu betätigen. Automatische Abläufe brauchen das ständige Eingreifen und Begleiten der simulierten Zugfahrten.
Bei Rocrail bin ich diesbezüglich nicht informiert.

Viel Vergnügen und viele Grüße, Joni

Zitat - Antwort-Nr.: 19 | Name: Joni

iTrain auf Windows, Linux und macOS.



und Pi OS auch:

https://www.berros.eu/de/itrain/installation.php

Gruß Jens



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