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THEMA: Beste Abfolge der Weichen im Bahnhofsvorfeld

THEMA: Beste Abfolge der Weichen im Bahnhofsvorfeld
Startbeitrag
BE44 - 27.09.25 20:41
Liebe Kollegen,

ich plane gerade an einer Anlage. Sie wird einen Bahnhof mit 5 Gleisen haben. Es herrscht Rechtsverkehr.
Grundsätzlich sollen Züge aus jeder Richtung auf jedem Gleis einfahren können.
Was ist nun die beste Abfolge der Weichen im Bahnhofsvorfeld?

- Sollten Züge beim Ausfahren aus dem Bahnhof möglichst schnell auf die rechte Seite geleitet werden?
- Oder möchte man einfahrende Züge möglichst spät auf die linke Seite leiten?

Ich habe nun schon ein paar Mal drüber nachgedacht, keine der beiden Optionen erscheint mir vorzugswürdig (was mich wundert).

Hallo,

um ehrlich zu sein, versucht man Züge gar nicht auf die anderen Seite zu nehmen. Man versucht das Kreuzen der Gegenrichtung so weit wie möglich zu vermeiden. Unvermeidbar ist das natürlich bei Steckenverzweigungen, da versucht man eigentlich meisten die Strecken schon bei der Einfahrt zu verzweigen, so dass alle Strecken möglichst im Bahnhof bereits eigene Gleise haben, aber es gibt genauso gut auch Fälle, wo es anders ist.

Um ehrlich zu sein, ist mir aber auch nicht so ganz klar, welche Situation Du genau meinst

Viele Grüße

Dirk
Hallo,
Ich würde in deiner stelle die Weichen so anordnen das ich im Bahnhof zwei Durchgangsgleise habe an denen die Züge halten die nicht in deinen Bahnhof enden sollen.

So zum Beispiel:
Am Hausbahnsteig ist Gleis 1, an dem Starten und Enden Züge des Nahverkehr.

Für die Inselbahnsteige:

Auf Gleis 3 & 4 sind die Durchgangsgleise an denen die Personenzüge zum Ein und Aussteigen nur kurz halten bzw Güterzüge durchfahren.

Gleis 2 & 5 sind die Bahnsteiggleise an denen auch Züge Enden können oder warten bis die höheren Züge durchgefahren sind.

Ein Bahnhof wo in etwa dieser Betriebsablauf stattfindet ist Pforzheim HBF. Du kannst Dir ja mal auf Google Maps dazu den Gleisverlauf anschauen.

Gruß Alex

Hallo,

die Problematik verstehe ich nicht ganz. Bei einer zweigleisigen Strecke und fünf Gleisen gibt es nicht so viele Kombination.

Als erstes kommt der Gleiswechsel, Hosenträger oder Wanne mit 4 Weichen. Dann folgen nur noch 3 Weichen zum aufteilen. Wenn es kurz sein soll, ist das ein Hosenträger mit 2 DKWs und einer Weichen.

Aber die Frage, ob wirklich jedes Gleis erreicht werden muss... Im real ist das ja auch nicht so.
Häufig gibt es nur einen einfachen Gleiswechsel pro Bahnhofsseite.

VG Frank L.
Moin,

Da gibt es viele Möglichkeiten. Ich finde es grundsätzlich interessant, wenn man Gleise im Bahnhof in beiden Richtungen anfahren kann. Anbei die Zufahrten von meiner Anlage für einen viergleisigen Bahnhof mit einem zusätzlichen Umfahrgleis.

LG Rimbert

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Guten Morgen,

zunächst einmal pardon!
Ich hätte besser erklären können, worum es mir geht.
Die beiden Skizzen können nun aber helfen.

5 Gleise gehen in 3 Gleise über.
Die eingekreiste Lösung scheint mir die bessere gegenüber der anderen Lösung in der 2. Skizze zu sein.
Man verbaut sich so weniger Fahrwege.

Danke an alle, die hier schon unterstützt haben gestern!!

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Ohne Platzangaben und ohne Gleissystem ist das ganze arg Theorielastig.

Male deine Skizze doch mal mit richtigen Bahnsteigbreiten, dann geht vermutlich ziemlich schnell der Platz aus
Moin,

wie sieht denn der Rest der Anlage aus? Ich persönlich würde die Variante 2 bevorzugen. DKW und Kreuzungen solltest Du wo möglich vermeiden, die sind immer sehr entgleisungsanfällig.

Wie in #6 schon geschrieben, verrate noch ein bisschen mehr darüber, was Du vor hast.

LG Rimbert
Hallo Boris,


die doppelte Verbindung aus deiner oberen Skizze würde man nur dann bauen, wenn eine sehr hohe Zugdichte gegeben ist und es zwingend möglich sein muss, dass Züge in die oberen Gleise gleichzeitig ein- und ausfahren können. Also zum Beispiel bei einem Großstadtbahnhof mit dichtem S-Bahn Verkehr.

Ansonsten reicht die untere Variante. Je nach Epoche statt allerdings mit hintereinander liegenden Weichen statt Doppelkreuzungsweichen. Die vermeidet man heute, wie teuer und nicht so schnell zu befahren wie einfache Weichen. Ebenso auch den von Frank in's Spiel gebrachten Hosenträger.

Eine andere Frage solltest Du Dir auch noch stellen: Dein oberer Entwurf ist deutlich teurer, bringt aber nur wenig Vorteile. Ich persönlich würde einfacher bauen und das gesparte Geld lieber für Signale und Fahrzeuge ausgeben.


Grüßle


Ralf
Lieben Dank Ralf,
interessante Punkte!!
Gewollte wäre übrigens tatsächlich parallele Ein- und Ausfahrt.

Lieber Rimbert,
Danke für Deinen Hinweis. DKW würde ich tatsächlich vermeiden wollen.
Gleicher Beitrag in einem HalbNull Forum!!
Hi,
Da ja stets Platzmangel herrscht, habe ich in code 55 vo Peco folgendes aufgebaut.
Aus der Doppelstrecke zuerst einen Hosenträger und danach 3 x 3-Wegeweichen. Damit erreiche ich 6 Bahnhofsgleise und  noch ein Abstellgleis. Dieses Weichenfeld habe ich auf einer kleinen Platte aufgebaut um vor allen Dingen die Verdrahtung aller Servos und Fahrspannungen zu testen.
Mit diversen Loks habe ich dieses Testfeld störungsfrei befahren können. Es ist noch nicht in eine ganze Anlage eingebaut und deshlab auch noch nicht mit kompletten Züben  befahren worden. Ich hoffe dass das irgenwann einmal  dann auch gut geht.
Gruß Herbert

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Zitat - Antwort-Nr.: 0 | Name: BE44

Grundsätzlich sollen Züge aus jeder Richtung auf jedem Gleis einfahren können.



Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: Herbert Schmidt

Aus der Doppelstrecke zuerst einen Hosenträger und danach 3 x 3-Wegeweichen. Damit erreiche ich 6 Bahnhofsgleise und  noch ein Abstellgleis.



Hallo,

bei dieser Betrachtung sollte man sich erst mal überlegen in welche Epoche man seine Anlage bauen möchte, In der Epoche II hat man viele DKW, Dreiwegweichen und Hosenträger verbaut um möglich in alle Gleise ein-/ausfahren zu können. In der Epoche III erfolgte dann der weitgehende Rückbau der meisten DKW und Hosenträger. Unter Hartmut Mehdorn erfolgte dann bei DB Netz in den neunziger Jahren ein regelrechter Kahlschlag - nur in Ausnahmefällen wurde später der Rückbau wieder rückgängig gemacht. Seitdem gehören Verspätungen zum guten Ruf der Deutschen Bahn AG. Wer also eine Anlage nach aktuellem Vorbild bauen möchte spart viel Geld für nicht (mehr) vorhandene Weichen.
Dass alle Züge aus jeder Richtung auf jedem Gleis ein-/ausfahren fahren können ist in vielen Fällen heute also oft nicht mehr möglich und in manchen Fällen auch gar nicht mehr notwendig. Das war und ist aber bei jedem Bahnhof anders und nicht einheitlich. Ohne den Gleisplan vom Bahnhof zu kennen macht es wenig Sinn hier über die möglichen Optionen für die Ein-/Ausfahrten zu sinnieren.

Grüße
Markus
Hallo BE44,

dem Beitrag von Markus kann ich mich anschließen. Die Art der Infrastrukturelemente ist sehr länderspezifisch und von der Epoche abhängig.

Hosenträger kenne ich von der Regiobahn im Bahnhof Mettmann, weil er sehr platzsparend war, dafür dass das ein Endbahnhof war.
Auch in den Niederlanden wird das Konstrukt auf Höhe der Mitte des Bahnsteigs genutzt, damit unabhängig voneinander an einem langen Bahnsteig zwei Züge ein- und ausfahren können.
In Deutschland gab es den Prozess des "Traberisierens", benannt nach einem Herrn Traber, der aufzeigte, wie DKW, EKW und Kreuzungen durch reine Einfachweichen ersetzt werden konnten. Diese Spurplanvereinfachungen sind vermutlich mit einer der Gründe der vielfältigen Weichengeometrien, sparte aber zu der Zeit viel Geld beim Wartungsaufwand.
Frankreich hat sich oft noch solche Gleisführungen bewahrt, die Du skizziert hast. Alles ab der Epoche III in Deutschland sieht so nicht mehr aus.
Grundsätzlich versuchte man bis zur Epoche V alle Gleise zu erreichen.
Es ist aber tatsächlich eine Frage, was für ein Bahnhofstyp das sein soll. Berühren sich zwei Strecken oder werden dort zwei verknüpft (das kann auch außerhalb Deines Blickfeldes passiert sein) oder liegt der entlang der Strecke? Und enden und beginnen dort Züge?
Grob gesagt: ab der Epoche III hauptsächlich mit EW und Kreuzungen, aber nur im Extremfall eine Kreuzungsweiche.

Der Entwurf von Rimbert sieht ganz geschickt aus. Hier stellt sich nur die Frage, ob rechts dann noch ein Gleiswechsel folgt. Momentan kann man im Ausschnitt von den nördlichen nicht auf die südlichen wechseln.

Das mal so als weitere Inspiration.

Gruß
Firefox
Prima Ausführungen Ihr beiden, ganz lieben Dank!!
Alles gut,
aber leider fehlt mir, und vielen andern hier auc, der Platz um vorbildgerechte Anlagen aufzbauen. Leider.
Gruß Herbert
Hallo Herbert,

nur um das klar zu stellen: Deine Geometrie sieht stimmig aus.
Der Hosenträger ist eine platzsparende Lösung für Dich. In Realität würde man stattdessen vermutlich zwei Gleiswechsel, also die doppelte Länge des Hosenträgers platzieren.

Viele Grüße
Firefox


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