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THEMA: Arnold E16 02 Artikel-Nr. 2450 neigt sich beim Anfahren

THEMA: Arnold E16 02 Artikel-Nr. 2450 neigt sich beim Anfahren
Startbeitrag
j_jakob - 26.09.25 17:50
Liebe Experten,

ich brauche Rat.

Meine neuste Errungenschaft ist eine Arnold E16 02, Artikel-Nr. 2450 in wirklich gutem Zustand.

Beobachtet habe ich nun Folgendes:

Fährt man mit der Lok ganz langsam an - analog, Trafo ganz langsam hochregeln  - so neigt sich die Lok, kurz bevor sie sich in Bewegung setzt, zur Seite, nicht viel, aber deutlich sichtbar. In Gegenrichtung zur anderen Seite.

Meine Erklärung: das ist das reaktive Drehmoment zum Motor-Drehmoment, eigentlich bei jeder Lok vorhanden, aber nicht mit dieser sichtbaren und störenden Auswirkung.

Hat jemand einen Tipp, wie man das abstellen kann oder zumindest deutlich verringern kann?

Meine Idee: die seitliche Kippfähigkeit der Drehgestelle verringern. Aber wie?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Viele Grüße

j_jakob

Hallo Jakob,
mir ist die E16 von Arnold zwar nur von Bilder bekannt, aber dieses Phänomen haben auch andere Loks.
Beim Anfahren werden die Antriebsachsen nach unten gedrückt,  gegen die Kunststoff Bodenplatte. Im Bereich der Achsen einfach mal dünne Kunststoffstreifen einsetzen.
Bei mir hat das funktioniert.
Kannst Du mal Bilder vom Fahrwerk und der Bodenplatte hochladen?
Die Bodenplatte muss natürlich die Getriebeseite zeigen.
Gruß Stefan
Hallo Stefan,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

Deine Maßnahme scheint sich auf eine Lok ohne Drehgestelle,  z.B. Dampflok, zu beziehen.

Bei der E16 bleiben die Räder samt Achsen, also das ganze Drehgestell, im festen Kontakt mit der Schiene. Die Neigung, das Abkippen, spielt sich meiner Meinung nach in der Verbindung zwischen den Drehgestellen und dem Chassis ab.

Werde die Lok noch einmal zerlegen und Bilder einstellen.

VG j_jakob
Nach meiner mindestens 3 Jahre alten Erinnerung, sind die Scheibenfedern zwischen Rahmen und Drehgestellen der einzige Angriffspunkt. Vielleicht habe die ihre kreisförmige Biegung teilweise verloren und drücken den Rahmen nicht kräftig genug nach oben?

Gruß von Aron
Hallo Aron,

vielen Dank für deine Einschätzung.

Diese Spur werde ich einmal weiter verfolgen. Berichte dann.

VG j_jakob
Um mich selbst zu überzeugen, habe ich mir meine alte E16 beim Anfahren angeschaut. Weder ohne Last noch mit Last sehe ich irgendeine Kippbewegung. Auch nicht bei ganz langsamem Anfahren oder Umsteuern. Fährt aber DCC.

Gruß von Aron
Hallo j_jakob,

ich besitze 13 Stück der E 16 von Arnold, einige sind doppelt vorhanden. Zwar laufen meine Exemplare einwandfrei und neigen sich auch vor schweren Testzügen nicht zur Seite, es gab aber bei zwei Modellen ein kleines Problem mit dem Getriebe: Eine Getriebeachse, die eigentlich fest im Kunststoff des Antriebsblocks sitzen sollte, ist seitlich abgewandert. Ich habe sie in die richtige Position geschoben und mit Alleskleber von außen gesichert. Seither habe ich Ruhe. Beide Loks hatte ich neuwertig ersteigert, bei der einen hatte der Verkäufer den Fehler bemerkt und in der Beschreibung angegeben. Die Modelle wiesen keinerlei Gebrauchsspuren auf (absolut saubere Räder und Getriebe, am Motor fand sich kein Abrieb der Kohlen).
Der zweite Fehler ist, daß die Getriebe seitens Arnold nicht geschmiert wurden. Einem Teil der Modelle lag ein gedruckter Zettel bei mit dem Hinweis, daß man die Modelle vor Inbetriebnahme schmieren soll. Für die Zahnflanken verwende ich Fett, für alle Lagerstellen synthetisches Motoröl fürs Auto.
Ein ungeschmiertes Getriebe könnte natürlich zum Ankippen der Lok führen, die herausgerutschte Getriebeachse erst recht.

Grüße
Der Maikäfer
Hallo Jakob,

und auch noch eine Möglichkeit ist die Schmierung bzw. das Fett/Öl/Sonstwas was im Getriebe ist. Du hast wohl die Lok gebraucht gekauft. Wenn die lange gestanden ist, dann kann das Schmierzeugs im Getriebe zäh werden und das Getriebe schwergängig machen. Irgendwo muß die Kraft dann hin, und wenns zur Seite ist.

Also wenn Du die Lok schon auseinanderwirfst, auch gleich Getriebe saubermachen und neu und sparsam schmieren.

Das aus meinem Erfahrungsschatz.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo,

vielen Dank für die Tipps, die ich demnächst einmal abarbeiten werde.

Werde dann berichten.

VG j_jakob
Hallo,

habe die E16 02 nochmal genauer inspiziert.
Das Drehgestell Richtung 1 war nicht richtig leichtgängig. An der Spiral-Zahnrad-Halterung deutlich vermehrter Messingabrieb. Das Zahnrad konnte sich nicht ganz leicht drehen. Habe die Zahnradachse samt Zahnrad ausgebaut und alles gereinigt. Danach saß das Zahnrad immer noch etwas stramm im Führungsschacht, so dass ich das Zahnrad ganz vorsichtig von beiden Seiten etwas beschliffen habe, bis es gerade so viel Spiel hatte, dass es beim Auf-den-Kopf-Stellen des Drehgestells herausfiel (so ist das auch bei Drehgestell 2).
Die Bleche zwischen Drehgestell und Chassis habe ich etwas nachgebogen, so dass die Drehgestelle stärker gegen das Chassis drücken und somit die Kraft, um die Lok seitlich zu kippen, größer ist.
Alles gut gefettet und wieder montiert.
Ergebnis: die seitliche Nickbewegung beim Anfahren - vor allem nach Richtungswechsel - ist geringer geworden, aber für meinen Geschmack immer noch etwas zu deutlich. Da die E16 02 nun mal keine Rangierlok ist, kann ich damit leben.
Eine andere Frage an die Besitzer dieses Modells:
Ich messe bei einer Fahrspannung von 10 V einen Stromfluss durch die Lok auf dem Gleis ohne weitere Last von ziemlich genau 200 mA. Dabei wird der Motor etwas warm, aber nicht so sehr, wie bei mancher Roco-Lok. Kann jemand diese Werte in etwa bestätigen?
Wenn der Strom bei anderen Exemplaren wesentlich geringer wäre, wäre es  ein Hinweis, dass eventuell bei meinem Exemplar doch etwas mit dem Antriebsstrang nicht in Ordnung wäre.
Den Motor selbst habe ich natürlich sorgfältig gereinigt und der zieht deutlich unter 100 mA im Leerlauf, auch bei voller Spannung. Deshalb gehe ich davon aus, dass der Motor selbst nicht das Problem ist.

Ich freue mich auf Rückmeldungen.

Viele Grüße

j_jakob
Hallo Jakob,

das ist ein Wert im Normalbereich bei solchen Arnold-Loks.


Viele Grüße
Christian Strecker
Hallo,

noch ein Nachtrag mit Bitte um Kommentierung:
Beim mehrmaligem Auseinandernehmen und wieder Zusammenbauen ist mir aufgefallen, dass mit der Darstellung bzw. Bezeichnung im Waschzettel von Arnold 2450 bei den Drehgestellen etwas nicht stimmt. In Fahrtrichtung 1 befinden sich die Buchli-Antriebe auf der linken Seite in Fahrtrichtung gesehen. Das kann aber mit den mir vorliegenden Drehgestellen nur bewerkstelligt werden, wenn ich das Drehgestell mit der Bodenprägung A, das eigentliche Drehgestell 1, hinten, also an der Seite mit der Gehäuseseite 2, montiere.
Damit muss das Drehgestell B = 2 auf die Seite 1.
Im Waschzettel ist eindeutig das Drehgestell A als Drehgestell 1 bezeichnet und auf der Seite 1 positioniert dargestellt und somit falsch.
Schon seltsam.
Einen schönen Abend noch
j_jakob
Antriebe sind links und Gestell B vorn, A hinten. Komisch aber richtig.

Gruß von Aron

Hallo Aron,

danke für die bestätigende Rückmeldung.

VG j_jakob


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