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THEMA: Modellbahn im Altenheim

THEMA: Modellbahn im Altenheim
Startbeitrag
ottopa - 24.09.25 17:41
Heute habe ich Verwandtschaft im Altenheim besucht. Welche Überraschung, Modellbahn im Altenheim๐Ÿ˜ฏ
Ein MoBa Stammtisch, allerdings Sparte H0, hat sich der Alten angenommen und bringt Abwechslung in das alltägliche Einerlei.
Ich finde das ist  N a c h a h m en s w e r t.

Gruß ๐Ÿค—tto

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Das Altenheim hat tatsächlich dauerhaft die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt?

Ah, hab's gelesen. Für eine Woche. Immerhin.

Gruß
Eglod
Hallo,
Tolle Idee. Nachahmenswert. Vielleicht mit Modulen? Die Modulbauer könnten ihre Züge fahren lassen und die Heimbewohner hätten Abwechslung. Idealerweise Ep.II bis III. Da kommen bestimmt Erinnerungen hoch und viele Gespräche.

Gruß aus Berlin

Ralf
Hallo Freunde,

sehr lobenswerte Idee und Realisierung! Schade, dass es nur für eine Woche ist. Eine dauerhafte Modulanlage (die Bewohner könnten sich einzelne Module auch mal zum Anschauen oder Basteln mit aufs Zimmer nehmen) wäre eine bereichernde Ergänzung zum ewigen Rentner-Bingo in jedem Seniorenheim.

Den Einrichtungen Mut zur Unterstützung technisch-spielerischer Hobbies für die Bewohner wünscht
Wolfgang (der sowas später auch mal gerne hätte, bei meinen Eltern gabs das nicht)
Ich organisiere den Stammtisch vom Modellbahngeschäft Kramm in Hilden.
Wir waren auch jahrelang im Altenheim gegenüber dem Modellbahngeschäft. Seit ein neuer Geschäftsführer dort ist, möchte er zum Gesundheitsschutz der Bewohner keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Schade, war auch für die Bewohner eine Abwechslung. Wir fahren HO und N.

Nun haben wir Räumlichkeiten beim DRK in Langenfeld, jeden 1. Dienstag im Monat um 18.00 Uhr.

Seitdem ist unser Stammtisch erheblich gewachsen, da im DRK durch Veranstaltungen etliche Modellbahner dort hingehen und unsere Plakate sehen.
Was ist das denn für eine Farce?
Nur für eine Woche?
Da macht man den Leuten den Mund wässrig und sagt dann "April April, das war's dann"

Sorry, aber das ist doch albern.

Verständnisloser Gruß aus Nordertown
Sehr tolle Idee, finde ich. Für eine Woche ist das natürlich nicht grad ein Knaller, aber immerhin haben die Heimbewohner mal eine Abwechslung zu den fast immer gleichen Abläufen in so einem Heim. Die Überlegung wäre halt, ob sowas dauerhaft möglich wäre. So hätten die älteren Herrschaften eine echt schöne Alternative zum „immer nur aus dem Fenster schauen“.

Gruß, Andy aus Duisburg
Hallo in die Runde,

eine schöne Idee. Bitte fortsetzen! Hoffentlich auch eine Anregung für andere Altenheime.

Gruß Philipp
Hallo zusammen
Ich habe 2007 bei einem Altenheim angefragt, ob ich meine Anlage, auch mit Mithilfe der Heimbewohner, dort dauerhaft aufbauen könnte.
Die Idee wurde zwar grundsätzlich begrüßt, in Hinblick auf die damit einhergehenden, zu erwartenden  Problemen, aber abgelehnt.
Erfahrungen mit anderen Projekten hätten gezeigt, dass vor allem demente Bewohner diese unabsichtlich torpedieren.
Lg Peter
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: Wolfgang Sch.

sehr lobenswerte Idee und Realisierung! Schade, dass es nur für eine Woche ist


Vielleicht als erster Probelauf? Abwarten.
Hallo,

das ist alles nicht hemdsärmlich machbar.

Versicherungsschutz (die meisten Heime haben keine Eingangskontrolle), Haftpflichtfragen...

Persönlich denke ich wären eher einfache Layouts in großen Spurweiten von Vorteil, denke an Tinplate ala ETS oder Märklin Maxi.
Kommt das doch den Erinnerungen der älteren Herrschaften auch optisch nah.

Peter

Hallo!

Für die Idee ๐Ÿ’ก๐Ÿ‘๐Ÿ‘๐Ÿ‘!

BG Lutz!
Hallo!

So um 2004 rum fand in einem Seniorenwohnheim im Westen von München (Krailing?) eine Modellbahnausstellung statt. Dabei waren weniger die Senioren beteiligt (ok, ein paar haben wohl mitgemacht), es wurden von verschiedenen Vereinigungen Anlagen ausgestellt.
Allerdings war dieses Wochenende für die Bewohner offenbar schon spannend, musste man doch zur Ausstellung durch die Gänge wandern, in denen rechts und links viele Stühle mit Bewohnern standen. Ich hatte den Eindruck, dass sich viele freuten, dass da mal was anderes los war; die Modellbahnen waren weniger interessant als das Besucherdefilee Und manchmal kamen auch Gespräche zustande.

Also eigentlich keine schlechte Idee, wie ich finde. Und für alle wahrscheinlich ein Gewinn:
- die Bewohner hatten eine Abwechslung
- die Modellbahner einen Fahrtag
- das Wohnheimrestaurant hatte zusätzliche Einnahmen (die Kuchen waren sehr gut, daran kann ich mich erinnern )
- und etwas Werbung für das Wohnheim

Viele Grüße
Michael
Hallo,

auch von mir ein Daumen-hoch für die Idee, und es ist bestimmt in jedem Heim eine Abwechselung, wenn mal etwas los ist.

Grüße, Peter W.
Hallo zusammen,

tolle Idee - aber immer schwierig in der Umsetzung bezogen auf Einrichtungen, in denen Menschen leben und betreut werden... Immer mehr Auflagen seitens Behörden ect. machen das Leben in Einrichtungen immer schwerer.
Zudem ist in solchen Einrichtungen Platz auch immer Mangelware. Der Raum, in dem die Anlage dort aufgestellt wurde, sieht mir aus wie ein Aufenthalts- oder Tages- bzw. Wohnraum. Der wird sicherlich auch wieder anderweitig gebraucht.

Ich selber arbeite seit über 26 Jahren in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. Vor über 35Jahren haben sich hier Menschen mit Behinderung getroffen und einen kleinen Eisenbahnclub gegründet. Diese bauten damals tatsächlich auch Module und sind damit auf Ausstellungen gefahren. Im Laufe der ersten Jahre gab es dann einen großen Raum auf dem Dachboden eines Wohnhauses, im Grunde 4. Etage. Hier wurde dann eine große, stationäre Anlage gebaut. Mit allem, was man gefunden hatte, um auch Geld zu sparen. Also z.B. Unterbau aus alten Tischen, Latten ect. Leider so, dass man die Anlage nicht einfach mal abbauen kann. Ich bin dann Anfang der 2000er Jahre dazugest0ßen und bis kurz vor Corona haben wir dort ein olles Angebot für Menschen mit und ohne Behinderung aufrecht erhalten können. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage, Spur HO, digitalisiert. Ein recht großer Aufwand. Es gab auch einige Ehrenamtliche von außen, die das richtig toll unterstützt haben wie z.B. einen Elektriker, der sämtliche Kabel unter der Anlage bzgl. der Digitalisierung neu gezogen hat. Ein anderer hat alles passend in die Steuerungssoftware Softlok einprogrammiert.
Wir haben zudem regelmäßig einen Tag der offenen Tür angeboten. Dieser wurde sehr gut besucht. Hier konnten wir auch Sachspenden, die wir nicht benötigt haben, verkaufen und uns so finanzieren.
Dann kam das "Aus" - nicht Corona war Schuld, sondern es fehlte ein zweiter Fluchtweg. Die Behörden haben deshalb die Betriebserlaubniss für den Dachboden entzogen und so dürfen dort keine Angebote mehr stattfinden. Ein zweiter Fluchtweg liegt bei über 16.000€ - immerhin wurde ein Angebot eingeholt , um zu prüfen, ob da was möglich ist.
Für eine Einrichtung der Eingliederungshilfe ist das aktuell nicht zu stemmen, da die Lage im Gesundheitssektor generell eng ist. Deshalb wurde leider auch nicht investiert und die Anlage fristet seitdem ein Alleinleben auf dem Dachboden.
Und hier kommen wir wieder zur Raumsuche. Grundsätzlich gibt es das Bestreben, das Angebot wieder aufrecht zu erhalöten, es fehlt aber an Räumlichkeiten. Die Einrichtung ist recht groß, aber es sind alle Räume irgendwie belegt. Zudem muss der Raum Rollstuhlgerecht sein. U.a. auch durch immer neue Gesetzte gibt es auch mehr Bedarf an Räumen, da hier und da was, was bisher irgendwo zusammen war, getrennt werden muss.

Im Anhang findet ihr ein paar Bilder... Die Personen auf den Fotos haben ihr Einverständniss gegeben, dass die Fotos veröffentlch werden dürfen. Die haben wir damals zu Werbezwecken gemacht.

Viele Grüße
der JeNs


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Hallo JeNs
Kam da nichts weg?
Lg Peter
Hallo Peter,

im Laufe der Jahre sind 3 Soundloks entwendet worden - seit ca. 2 Jahren haben wir ein elektronisches Schloss (Chip anstatt Schlüssel) an der Tür - das kann man auslesen. Seitdem ist noch alles da...

Viele Grüße
der JeNs

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Hallo,

ein schönes Beispiel gibt es im "Zorgcentrum Wiekendael" im niederländischen Rosendaal.

Der Bewohner Aad Meijer ist dort für die Modelleisenbahn sehr aktiv.

Er hat es bereits geschafft, dass im Hof eine LGB-Gartenbahn gebaut wurde, durch Bewohner unterstützt von freiwilligen "Baanbuddy’s".

Jetzt plant er den Bau von Spur N Modulen, 14 Bewohner können sich beteiligen, Modulmaß ist 32x52mm - mit dem Maß können sie im Geschirrwagen transportiert werden.

Materialspenden sind schon einige eingegangen, Geldspenden werden hier erbeten: https://www.gofundme.com/f/samen-komen-we-er-wel

Ich hatte für Aad mal einen Auszug des Berichts aus den Spur N Nachrichten erstellt:

https://youtu.be/Fy-hgDKHWJM?si=An0puwPYNhr-6IxK

Eine wirklich tolle Initiative und fantastisch, dass das Pflegeheim das unterstützt.

Viele Grüße,

Simon

.

Hallo,

denke eher cm...

Ja. In den Niederlanden ist das leichter möglich. Hier kommen erst einmal alle Bedenkenträger.
Nein, ich gehöre eigentlich nicht dazu, aber die Erfahrung des Lebens prägen...

Peter
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: Exitus

Was ist das denn für eine Farce?
Nur für eine Woche?
Da macht man den Leuten den Mund wässrig und sagt dann "April April, das war's dann"

Sorry, aber das ist doch albern.



War ja klar, daß hier wieder einer motzen muss.
Wie kann man nur derart dagegen sein, daß die Bewohner mal aus ihrem Alltagstrott raus kommen.
Aber nee, dann lieber gar nix, und sie weiter rumtrotten lassen.

Dann aber bitte zukünftig auch KEINE Modellbahnausstellungen irgendwo mehr machen und besuchen, ja?
Denn da wird alles auch nur für 1,2 Tage aufgebaut, und verschwindet dann wieder.

Ehrlich, absolut dumm so eine Meinung.

Genervte Grüße
ChristiaN
(Ja, ich habe absichtlich nicht gegrüßt)

Hallo

Es wäre toll wenn man so etwas überall machen könnte. Wenn vielleicht auch nur mit einer kleinen Anlage
wobei H0 sicherlich der geeignerte Maßstab ist. Allein wegen der Handhabung. Die Menschen können
mitgestalten,mit bauen (Häuser usw.). Aber es wird wie so oft wieder am Geld scheitern. Und das bei den Kosten
was ein Heimplatz kosten. Jedenfalls wäre das besser als Singen und Klatschen.Viele ältere Menschen im Heim
werden dort alt gemacht. (Eine gewisse Kritik gehört irgendwie überall dazu)

Schönes Wochenende
Frank
Moin,

tolle Sache, doch gerade an den Kosten (außer den Raumkosten) dürfte es kaum scheitern:

Denn es werden unzählige Moba-Anlagen vererbt, und die Erben wissen damit leider oft nichts mehr anzufangen.

So wird das Material dann zum kleinen Preis verkauft, denn die Mühen der Bucht tun viele sich nicht an - zumal sie das Geld häufig auch kaum benötigen.

Genau DAS sind aber jene Erben, die das Material auch gern für einen guten Zweck verschenken würden:

Da braucht mithin das interessierte Seniorenheim nur ein wenig Werbung zu treiben.

Gerade für in des "feinen Modellbahners"-Kreisen nicht mehr so begehrte, ältere, robuste Modelle, die bisweilen gar in der Tonne landen, das perfekte Recycling und Gnadenbrot.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Zusammen,

Ich möchte hier mal meinen Bautz’ner dazu geben, weil mir ein giftiger Einwurf unter # 5 so nicht gefällt.

Im Normalfall gelten für Altersheime die strengen technischen Regeln für Krankenhäuser und die sozialen Randbedingungen für Pflegestätten, die je nach Konzept mit der Hausordnung in der „Strenge“ nach oben - wie unten variieren können.

Dessen muss sich jeder im Klaren sein, wenn er in die Betreuung geht (oder gehen muss) und seinen selbständigen Hausstand aufgibt. Von einem „Hotel fürs alte Volk“ sind wir also weit entfernt! und für die berechneten Übernachtungskosten mit Pflege und Vollpension hat man auch nicht mehr zu erwarten.

Dass es andere vor allem offene Konzepte wie das „betreute Wohnen“ gibt, ist natürlich völlig freibleibend und letztlich bleibt ja auch für Menschen mit rein körperlichen Behinderungen möglichst lange die Version der eigenen Wohnung, in die ein Reinigungs- und später der  Pflegedienst kommen kann und bestimmte Arbeiten mit erledigt.  

Wenn also in einem Altersheim defacto ein Kulturzentrum vorgehalten wird, muss es Geld verdienen und fungiert entweder als angeschlossener Dienstleister mit Abmeldepflicht der Einwohner, wenn sie es besuchen wollen, oder es ist eben Bestandteil des Heimes als „Sammelstelle“ mit allen, ständig zu modernisierenden Handlungsweisen und Extras der geltenden technischen Regeln.

Insofern ist die tolle Initiative des  „Tischbahnings“ für den Betreiber des Heimes eine riskante Gratwanderung und daher gewiss an Randbedingungen gebunden um es zu rechtfertigen. Die Veranstaltung macht zunächst erstmal Arbeit und bindet Arbeitskräfte, die vielleicht ausnahmsweise durch einen „Bufdi“ überbrückt werden konnten.
Außerdem steht im Pflichtenheft noch etwas von  Haftungsübergang und Ausschluss bei Beschädigung und Verlust, Fluchtwege - und Katastrophenschutzmonitoring und Erfordernissen der Pflichtversicherungen und Berufsgenossenschaften. ....
Ein gerichtsfester Nutzungsvertrag muss also her und mit Sicherheit fehlen da noch viel mehr Zwangsbedingungen an die sich so ein Heimbetreiber halten muss.

Lächerlich? Nunja!
Dank einer flächendeckenden, gut funktionierenden und an permanentem Arbeitsmangel leidenden Juristeninfrastruktur mit schlechter Bezahlung der Mitarbeiter, bei hoher Motivation und Erfolgsdruck in der Vertretung einer „Rechtsauffassung des Klägers“ ……eben nicht!  

Hier hat also ein mutiger Mensch verantwortungsvoll die Modellbahn quasi einer heimatlichen – Musikantentruppe oder einem Lichtbildervortrag gleichgestellt und damit ist er „einer von uns“.
Gut so!

Ob das jährlich wiederholt werden kann, muss offenbleiben.
Aber natürlich können die Heimbewohner entsprechend der Hausordnung ihre Häuschen oder mehr oder weniger kleine Dioramen bauen und das reicht ja auch fürs Tischbahning im nächsten Jahr vollständig aus.

Es ist also eine sehr sinnvolle und mutige Initiative gewesen, so etwas den Bewohnern anzubieten und manche Bewohner werden sich über den sinnlosen Aufwand den Kopf zerbrechen, weil zwei Wochen lang immer täglich eine komplett neue Anlage aufgebaut wurde……
Sowas aber auch, wo hab‘ ich denn……๐Ÿ˜†

Gruß Sven
Sven,

viel zu viel Text für Null Aussage.

Danke für gar nichts.
Schade um den Speicherplatz auf dem Server.

Was hat das denn für einen Bezug auf #5?๐Ÿ˜ต‍๐Ÿ’ซ
...fragt man sich in ganz Nordertown und angrenzenden Gebieten ๐Ÿ˜ด

PS: ich habe mir mal den Spass gemacht und den Beitrag im Worddokument mengenmäßig auszuwerten.
Lt. WORD sind es
.- 436 Wörter
- 2.698 Zeichen (keine Leerzeichen)
- 3.152 Zeichen (mit Leerzeichen)

Hallo Exitus
Es ist Schade dass Menschen nur das Haar in der Suppe suchen und die ganze Suppe dann madig machen. Dazu scheinst du auch zu gehören.
Ich war heute wieder zu einem Besuch im Altenheim und habue die  staunenden, glücklichen und im Moment hellwachen Blicke der Bewohner gesehen.
Schon das ist es Wert den Aufwand   auf sich zunehmen, statt im Stammtischclub die Anlage im Heim aufzubauen und die Züge kreisen zu lassen. Gut nächste Woche ist die Bahn Geschichte und vergessen. doch nächste Woche kommt jemand und zeigt wie man Blumen steckt. u.s.w und sind dann auch wieder weg. Ist dann auch "April,April"?
Ich weiß nicht wann dir das Heim blüht. Wird hoffentlich noch dauern.

Du bist dann doch auch dankbar für einige glückliche Momente, dankbar dafür, dass sich die Heimleitung um die Bewohner bemüht. Nicht nur füttern und. Windeln wechseln.

Mach doch mal einen sozialen Monat bei hilfsbedürftigen Menschen, da wäre der Urlaub sinnvoll verbracht und deine Psyche Richtung Positiv verschoben.
Meint ๐Ÿ˜‚tto
Ihr habt's nicht begriffen.

Die Idee an sich ist gut, nur der begrenzte Zeitraum von "einer Woche" ist das Problem. Kaum haben sich die Bewohner damit angefreundet und für gut befunden, schon ist es wieder weg. DARUM geht es.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Da macht man den Leuten den Mund wässrig und sagt dann "April April, das war's dann"

DAS ist der Punkt, der an der Aktion zu kritisieren ist.
Dann lieber Exitus versetze dich mal in die Heimbewohner.
Die sind zu 90% nicht mehr in der Lage über Zeiträume zu denken.
Sie leben absolut im Augenblick.
Auf die Momente kommt es an
Und die sind austauschbar,  ob MoBa, Tanzen, Singen. Klötzchen spielen ist egal.
Hauptsache es geht was.
Und oft sind die Aktionen auch gut für die Akteure.
๐Ÿ˜‡tto
Dann bin ich mit meinen 70 ja noch ein Frischling in Sachen "Leben für den Moment"

Gut zu wissen ๐Ÿค— tja, ich denke da eben etwas nachhaltiger...
Ergänzung zu den Heimbewohnern.
Nur zum Beispiel mein Verwandter dort.
Er ist noch nicht senil/dement.
Aber einfach alt, verbraucht, antriebslos, an Neuem nur für den Moment interessiert.
Es kamen schon Erinnerungen auf, an seine.alte.Uhrwerkseisenbahn, an den Bahnhof den sein Vater gebastelt hat.
Aber Morgen ist was anderes wieder aktuell.
Möge.mir dieser Zustand noch.lange vorenthalten bleiben, Auch wenn meine Frau manchmal sagt, wohin mit dem ganzen Eisenbahnplunder wenn du im Heim bist.
Dann sag ich, stell mir ins Zimmer einen Kreis mit R2, eine V200 dazu.
Dann sitzt ich davor und bin glücklich. Ich weiß dann wohl nicht mehr warum. Aber ich bins!
Und den Rest sollen die Kinder in der Bucht verhöckern, die können das.
๐Ÿคฃtto
@ Exitus: Mund wässrig machen und dann nix zu futtern kriegen… in der Situation ist doch im Prinzip jeder, der eine Modellbahnausstellung besucht und danach weder das Geld noch den Platz hat, sich selbst eine Anlage zu bauen. Und das sind viele! Träumen tun sie trotzdem…

LG Mike
Mikw,

ich gönne Jedem seine Träume. Insbesondere, wenn er es sich leisten kann, diese durch den Besuch einer Ausstellung beflügeln oder befriedigen zu können.
Ich habe da eine etwas andere Sichtweise zu der "Ein-Wochen-Aktion". Bei dieser Aktion werden nicht nur Träume bedient, sondern auch ggf. Hoffnungen angestoßen/entfacht, sich selbst aktiv und kreativ engagieren zu können und damit seinen Lebensabend attraktiver zu gestalten. Weg von der Langeweile, ohne große und ggf. mühevolle Wege ausserhalb des derzeitigen Umfeldes beschreiten zu müssen. Das gilt vor Allem für mobil eingeschränkte Bewohner.
Anfüttern und dann den Bissen wieder wegzunehmen ist nicht gerade sehr motivierend, sich auf eine noch mögliche Veränderung des gleichbleibenden Alltags einzulassen.

Gruß aus Nordertown

. . . und so siehst Du deine Lösung darin, solche Projekte gleich gar nicht stattfinden zu lassen ? Das kann nicht die Lösung sein.

Seit Jahrzenten betreue und pflege ich Menschen in Altersheimen und Behinderteneinrichtungen und kenne deren Interessen und Bedarfe (aber auch Verhaltensweisen !) sehr gut, jedoch auch die Sicherheitsbestimmungen und die Vorschriften der Träger. Wie schon vorher hier beschrieben

Ich freue mich über solche Projekte, die als eine schöne Bereicherung in den stark tagesstruktur bestimmten Welten angesehen werden können. Warum also nicht mal eine Modelleisenbahn. Zum angucken, zum Spielen und vielleicht auch zum Bauen und zum mitmachen. Einen Spielbetrieb ähnlich Fremo könnte ich mir im Seniorenheim gut vorstellen, in einer den spezifischen Einschränkungen der Einzelnen behinderten Menschen ebenso.

Voraussetzung ist allerdings eine fachliche Betreung der Anlage selbst, damit könnten auch Sicherheitsvorschriften und dergleichen erfüllt werden. Auch sehe ich hier Personal/Zeitbedarf für Personen mit 1:1 Betreungsbedarf.

Ich sehe hier gute Möglichkeiten für Modellbahnclubs, Stammtische und dergleichen wie Ottopa es eingangs beschrieben hat.

Warum also nicht ?

fragt sich

nicht nur Randy



Hallo,
es gibt auch die Möglichkeit auf Spur Z umzusteigen, diesen Vorsatz hat einer, der seine Anlage auf die reduzierten Platzverhältnisse anpassen will.
Vor Jahren nahm ich an einer Führung im Augustinum in München-West teil und fragte, ob ich meine klappbare Anlage in meiner Unterkunft aufstellen könnte, wurde freudig bejaht.
Ich hatte das Gefühl, dass hier die Bewohner für jede Abwechslung dankbar sind.

Gruß

Klaus
Das schlimmste was den Alten passieren kann, ist die stupide Untätigkeit.
Wenn man sie sich beschäftigen lässt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, sind sie nicht mehr so kränklich oder lethargisch.
Schau dir ältere Arbeitnehmer an, die nach ihrem Renteneintritt weiterarbeiten.
Die fühlen sich nicht nur besser, sie sind auch fitter im Kopf und auch in den Bewegungen.

Für so eine Moba muss natürlich erst einmal der Platz da sein und darf auch den Normalen Ablauf nicht stören, aber das ist ja eigentlich Selbstverständlich.

Ich finde es gut, wenn man den Alten die Möglichkeiten gibt.
Vor allem aber, das man ihnen das Gefühl gibt, das sie doch noch gebraucht werden.

So wie es derzeit bei den meisten Seniorenwohnanlagen ist, schiebt man sie eher aufs Abstellgleis und lässt sie dort versauern.
Leider ist das so.

Wir machen uns hier viele Gedanken um die Alten, weil wir ja meistens auch selbst schon alt sind.

Viel mehr Sorgen mache ich mir um die Jungen. Die (vergleichsweise wenigen) müssen das Land übernehmen von einer riesigen Generation hedonistischer Egoisten, die zugunsten ihres konsumptiven Lifestyles wenig Kinder gezeugt haben, die Infrastruktur des Landes haben verkommen lassen, jetzt kollektiv in Rente gehen und einen riesigen Schuldenberg hinterlassen, was in wenigen Jahren die Gestaltungsspielräume extrem verengen wird.  Darüberhinaus haben sie die naturwissenschaftlich-technische Bildung der nachfolgenden Generationen - von denen sie jetzt verlangen dass sie den „Generationenvertrag“ einhalten werden - völlig vernachlässigt. Optimismus ist schwierig in diesen Zeiten ๐Ÿคท๐Ÿฝ‍โ™‚๏ธ

LG Mike
Hallo zusammen,

Danke fürs Teilen dieser Bilder und Gedanken. Auch Dir, 862jens, vielen Dank für den Einblick auf diese Wahnsinnsanlage. Es ist auch eine, bei der die Tiefenwirkung mit dem Hintergrund auf den Bildern toll rüber kommt.

Auch ich habe bis Corona in einem Altenheim wöchentlich eine Stunde vorgelesen und besuche jetzt dort regelmäßig Menschen und unterstütze bei Einkäufen etc.

Exitus, so sehr ich Deine Perspektive nachvollziehen kann, so sehr fand ich die ganzen Beiträg, auch die von Sven SSEB echt gut und wichtig.

Es ist ein Unterschied, ob man ein Dauerprojekt von Menschen mit Behinderungserfahrung betrachtet oder eine Umsetzung in einem Altenheim. Erstere sind ja bei rein körperlichen oder Wahrnehmungseinschränkungen nicht gleichzeitig kognitiv eingeschränkt (oder wie man einst sagte, geistig retardiert).

Ich sehe es auch so: Wer in ein Altenheim geht, ist nicht mehr in der Lage, in größeren Projekten als Tischbahning zu denken oder sich etwas anzuschauen oder mit Anleitung klar erkennbare Erfolge herbei zu führen.  
Der Anteil an Menschen mit beginnender Demenz ist hoch. Ja, man kann das damit ein Stück weit aufhalten. Das geht aber mit Tanz oder Sport, Rätselnachmittagen etc. auch. Je schneller die Zeit rast, desto mehr muss man entscheiden, was für einen persönlich im Alltag wichtig bleibt. Es wird einzelne geben, für die das wichtig bleibt, für andere nicht.

Als ich vorgelesen habe, war nach einer Stunde Schluss. Nicht, weil sie nicht mehr dürfen, sondern weil dann einfach das Aufnahmevermögen vorbei ist.
Es gibt Ausnahmen: Ich treffe regelmäßig dort eine 71-jährige Frau im Rollstuhl, die seit 14 Jahren nach einem Schlaganfall dort lebt. Geistig weiterhin fit, aber halbseitig gelähmt. Für sie ist es nicht leicht unter Dementen. Aber wenn sie könnte, würde sie lieber noch eine Reise anhängen oder Party ihrer Erinnerung beifügen, als zu basteln.

Erinnerungen können getriggert werden und können Wohlbefinden mit sich bringen und das Basteln kann aktivierend sein. Aber auch ich merkte, dass selbst beim Vorlesen nicht jedes Thema geht und alles seine Zeit hat.
Bei Demenz spielt Erinnerung eine zentrale Rolle und wenn sich jemand beim Anblick einer Lokomotive an die Prügel erinnert, die er damals kassierte, weil sie ihm runter fiel, dann kann der emotionale Ausbruch für den Rest irritierend sein. Aber das ist dann die Realität des Moments.
Und es wird immer auch Menschen geben, die eine MoBa blöd finden werden und die Frage aufwerfen, warum ein Raum dafür reserviert werden soll.

Ich finde jede der gezeigten Initiativen toll und könnte mir selber sowas an einem Nachmittag vorstellen.

Aber ich sehe es wie andere Erfahrene hier: Es ist kein Mund wässerig machen und Wegnehmen in Bezug auf ein Altenheim. Es ist ein Event, auf das man hinarbeiten kann; das abläuft und dann wieder gut ist, bis nächstes Jahr. Oder es ist eines von vielen Reizen, die kommen und wieder gehen.
Man sieht, dass das Layout in dem großen Raum auf Betriebsspaß ausgelegt ist und auf Bewegung.
Ich mag dennoch nicht ausschließen, dass es für diejenigen, die sich damit gerne beschäftigen und das tragen, als einschränkend wahrgenommen wird, als ein Stück weiteres Aufgebenmüssen ihrer Selbstbestimmtheit.

Aber jeder andere, der noch in Projekten denken kann und dazu in der Lage ist, wird im betreuten Wohnen oder Tagespflege oder Pflegedienste in den eigenen vier Wänden in Anspruch nehmen.
In einer Wohneinrichtung von Menschen mit Behinderung wäre das tatsächlich übergriffig. Wie man sieht, können die sich selber organisieren, haben aber rechtliche Auflagen für öffentlich zugängliche Räume zu wahren.

Denken wir doch nur hier im Forum, wie oft wir Fälle hatten, wo jemand schrieb, dass er motorisch oder von den Augen manches einfach nicht mehr kann und deshalb für eine Dienstleistung bezahlte, wo andere sich an den Kopf fassten, weil sie es sehr gerne selber machen.
Jeder von uns ist durch seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen beschränkt. Daraus auf andere zu schließen ist ein verständlicher Impuls, aber nicht wirklich die Perspektive der anderen.

Wie gesagt, Danke Euch fürs Teilen der Gedanken und Erfahrungen. Schönes Wochenende!

Gruß
Firefox

Ich finde die Aktion großartig. Stimme Firefox #35 vollinhaltlich zu. In Altenheimen sind m.E. temporäre Tischbahning-"Events" sehr viel sinnvoller und auch (relativ) einfacher zu organisieren als eine fixe MoBa-Anlage.

Allerdings - bitte nicht steinigen! - würde ich im Altenheim H0 gegenüber N den Vorzug geben. Wegen motorischer und visueller Einschränkungen der Bewohner. Einfacher Gleisplan mit überschaubarem Platzbedarf genügt.

Edit: gezeichnet Georg - nicht namenlos  

#36 Namenlos

Ich würde sogar weitergehen und Spur 0 bevorzugen. Leider, leider habe ich meine alte Spur 0 Flm Baujahr 1954 beim Umzug vom Haus in die EGT weg gegeben.
Solche "Parkettbahnen" sind ja bestens transportabel.
Gruß ๐Ÿ˜„tto
๐Ÿ˜„tto,

das ist aber ein krasser Gegensatz zur in #32 vorgeschlagenen Spur Z๐Ÿ˜‚

Ich sehe auch eher H0 als Minimalgröße an.
Augenlicht und Feinmotorik lassen bekanntlich im Alter nach. Wenn man dann nicht damit umgehen kann, kommt eher Missstimmung auf, kontraproduktiv.

Gruß aus Nordertown
Hallo zusammen,

es gibt auch altersbedingte Gründe, warum z. B. in Frankreich Spur 0 durchaus eine große Fangemeinde hat.

Gruß
Firefox


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