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THEMA: Wie lang/kurz kann/darf ein Güterzug sein?
bei meinen Zugbildungen ergibt sich immer wieder das gleiche Problem: die Steigungen von unter 2,5% schaffen die wenigsten Loks, vor allem die Dampfer sind betroffen (enger zusammenliegende Antriebsachsen im Tender, teilweise nur 2 Haftreifen).
Während meine Dieselloks so gut wie alles die Berge rauf ziehen, machen die Dampfer schon bei 4-6 2achsigen Güterwagen die Grätsche auf den Rampen. Ich beziehe mich speziell auf die neueren Loks wie meine letzte Anschaffung, eine BR 043 von FLM. Die hat zwar 4 Haftreifen im Tender, aber sie bleibt einfach "rappelnd" am Berg stehen und im Tender ist kein Platz für zusätzliches Gewicht. Mir ist durchaus klar: je länger ein Zug ist, um so schwerer ist es, ihn vernüftig durch die Radien zu ziehen, daher jetzt zur Eingangsfrage:
Mit wie wenigen Wagen ist ein Güterzug noch glaubhaft, oder muss man sich sagen: ist eben eine Modellbahn und das hat wenig mit der Realität zu tun.
Ich habe über die Jahre immer mal wieder Erz IIId Wagen gekauft und hätte jetzt einen Zug mit 10 Wagen zusammen, ebenso sieht es bei Kesselwagen aus. Das wären tolle Güterzüge, aber ich muss zwangsweise eine V200 oder BR218 davor spannen um auch mal die längste meiner Strecken (Doppel 8) durchfahren zu können.
In der Ebene haben die Dampfloks das Problem natürlich nicht, da geht eigentlich alles. Und ja: Gleise und Haftreifen sind sauber.
Mit den Personenzügen ist es etwas besser, das hat aber sicherlich auch mit den einlenkenden Drehgestellen zu tun. Meine 01 von FLM, die nur 2 Haftreifen hat, kommt locker mit dem 5 teiligen Rheingold von 1928 die Hügel rauf. Aber wie ich schon sagte: in erster Linie geht es um die Länge der Güterzüge.
Was für Erfahrungen habt ihr so gemacht?
Gruß
Freddie
Gruß elber
Für Deine existierende Anlage fällt mir keine andere Lösung ein, als einen der ERZ3D Wagen zu motorisieren (z.B. mit einem Tomix Drehgestell o.ä.) und hinter der Dampflok quasi als Verstärkung laufen zu lassen.
LG Mike
250 Achsen derzeit erlaubt. Liegt auch an Achszählern mit 8 bit, 256.
Sowas können eigtl. nur kurze 6-achser ausnutzen, wie Faals oder Sahimms.
Selber fahre ich einen Zug mit 40 (leeren) Sahimms und 1 Lok, geht natürlich nur Ebene.
Steigungen muss ich bei mir ganz verzichten, auch wegen Städteexpress mit 12 Wagen, käme eine Brawa-Ludmilla bestenfalls 10 Promille damit hoch.
Zugkraft in N durchaus problematisch, wenn man nicht grad FLM-218 spammen kann.
Dampflok zog bei mir nur 18 201 von HN und 50 849 FLM gut, 86 FLM zieht mäßig, 95 HN und 62 FLM miserabel.
polle
willst Du es von der heutigen Zeit, oder von der damaligen Dampflokzei wissen. Ich denke aber doch, daß es auch damals Zugfahrten mit wenigen Wagen stattgefunden haben ( 1 Wagen, 2 oder 3 oder paar mehr, Modellbahngerecht) genauso wie es heute auch der Fall ist.
Mit freundlichen Grüßen
Tf150150
ein Minimum gibt es nicht. Er kann so kurz sein, wie man will. ggf. wird, wenn das betrieblich notwendig ist, auch nur ein einziger Wagen durch die Gegend gefahren, wenn der nicht auf Mitnahme in einem anderen Zug warten kann.
Auf der anderen Seite, die Maximallänge ist im Regelfall 740 Meter, das ist sogar europäischer Standard.
Und in Ausnahmefällen, vor allem im Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark, darf ein Zug auch 835 Meter lang sein.
Die Anzahl der Wagen ist da dann eher zweitrangig, das häng von der Länge und dem Gewicht der Wagen ab.
Neben der Maximallänge kommt es natürlich auch noch darauf an, was der gesamte Zug wiegt. Wird das Maximalgewicht schon früher erreicht, ist er entsprechend natürlich auch kürzer.
Und auch auf bestimmten Strecken, z.B. in der Schweiz, wo die Ausweichgleise die o.g. Länge nicht erlauben, kann sie kürzer sein.
Edit: Wie oben geschrieben, die Anzahl der Achsen begrenzt die Zuglänge auch.
Gruss
ChristiaN
naja, grade bei einem Ganzzug sind sehr kurze Zuglängen, was auch 10 Erz IIId schon sind, wirklich eher befremdlich, wobei das auch schon 800 t sind, durchaus noch glaubhaft bei einer Großdampflok.
Hab bei mir auch einen Zug mit nur 8 vollbeladenen Samm, sind aber mit Lok auch 1000 t, selbst mit Ludmilla knapp im Hügelland. Die restlichen sehr langen Züge könnnen auch alles leer sein, wie 2 lange Kesselwagenzüge oder benannte 40 Sahimms, die sind dann auch kaum schwerer.
Ich würde es nicht so eng sehen, und lieber eine Großdiesellok davor hängen, wenns im Modell nicht funktioniert.
Wobei ich im Vorbild bezweifle, dass eine V200 oder 218 so viel mehr zieht als eine 43.
polle
die Länge eines Güterzuges hängt beim Vorbild, so bei uns im Modell auch, nicht nur von der Länge sondern von der Grenzlast ab.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzlast_bei_Schienenfahrzeugen
da gibt es regelrecht Tabellen welche Lok mit welcher Geschwindigkeit wieviel Last welche Steigung (oder in der Ebene) ziehen kann.
Damit sollte klar sein, dass eine T3 nicht das ziehen kann was eine 44 kann. Nicht umsonst wurden für den 4000t Langer Heinrich zwei 44er eingesetzt, gerade gelesen, dass sie 50er abgelöst haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Langer_Heinrich_(Zug)
Meine Güterzüge sind maximal so lang wie die Lok das schafft... eine 62 von Fleischmann ist schon allein wegen dem einachsigen Antrieb und damit einhergehend mit der vorbildgerechten Kraftübertragung über die Kuppelstangen nicht besonders gut für lange und schwere Güterzüge geeignet. Die darf stattdessen ihre Abteilwagen oder eine vierteilige Doppelstockeinheit ziehen.
Gut ziehende Güterzugdampfloks sind bei mir die 41, 44 und die alte 52 von Minitrix sowie die 50 von Fleischmann.
Die ziehen bei mir alle Züge anstandslos, mit den neueren Fleischmann-Loks ala 44 und 52 geht auch was aber kürzer.
Grüße Torsten
https://www.youtube.com/watch?v=O6wdxtIOtOw
Gruß
Olaf
meinst du mich?
bei meiner 44 und 52GR von Fleischmann klemmt weder das Gestänge, noch wird Gewicht aufgrund Decoder oder Lautsprecher aufgegeben. Die Tender der beiden Loks sind von hause aus leichter als die der 41. Die anderen zugstarken Kandidaten sind in der Lok angetrieben und die haben Metallkessel und zumindest die 52 alle Achsen angetrieben.
Ist aber am Ende auch wurscht, es gab auch kürzere Züge, vor Allem die über den Rennsteig. Oder es wurde nachgeschoben, siehe Blankenheimer Rampe, vorn eine 44, hinten eine.
Grüße Torsten
die vorbildgerechte Lösung für lange oder schwere Güterzüge ist Doppel- oder Mehrfach-Traktion.
Die erwähnten Güterzüge nach Dänemark und die Auto-Reisezüge nach Sylt werden grundsätzlich mit Doppeltraktion gefahren. (Und das im "Flachland")
Ansonsten wird auch beim Vorbild die Zuglänge (Anzahl Achsen) von der Zugkraft des Triebfahrzeuges limitiert.
Allerdings hege ich den Verdacht, dass auf deiner Anlage die Steigungen zu "sportlich" und die Radien zu knapp bemessen sind.
Freundlicher Gruß
Hannah
Nebenbei:
Als Anfängerin in Baugröße N teste ich zur Zeit die erforderlichen Radien für das bisher vorhandene Rollmaterial:
Mindestradius für die Talent 2 in verdeckten Bereichen = 500 mm,
Mindestradius für Drehgestell-Kessel/Schiebeplanwagen und 2-achsige Schiebewandwagen auf einsehbaren Anlagenbereichen = 600 mm.
Alles Andere ist weder betriebssicher noch optisch akzeptabel.
Gruß
Eglod
Gruß
Eglod
genau, 4,62m... und damit wäre dann die Wahl des Radius von 500mm nicht mehr so ganz a Schmarrn...
bei meinen modellbahntypischen Güterzügen von 1,2m Länge muss man über solche Radien nicht diskutieren, bei mir geht es mit min 350mm im Untergrund ab, da gab es bisher nur Probleme wenn am hinteren Zugende eine Entgleisung auftritt und sich da was verhakt... sehr selten... und dann die Lok den Zug Richtung Kreisbogenmittelpunkt zieht. Bei 4,6m langen Zügen könnte ich mir vorstellen, dass das im R2 auch ohne Entgleisung passiert, bei einem Talent 2 eher auch nicht.
Grüße Torsten
Zitat
Mit Verlaub, aber des is a Schmarrn
Guten Tag Eglod,
finde ich anhand dieses Bildes nicht:
ist nur für eingeloggte User sichtbar: Login
Beim Güterzug sind die Abstände bei den zweiachsigen Schiebewandwagen und der Überhang des Drehgestell-Schiebeplanen-Wagens bedenklich. Im Bogen erhöht sich der Rollwiderstand des kleinen Verbandes um gefühlte 50% und einzelne Wagen lassen sich nur widerwillig nach oben entnehmen.
Beim Triebzug Talent sieht es mit dem Überhang nicht besser aus.
Freundlicher Gruß
Hannah
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Gruß
Eglod
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann gibt es Achszähler, mit denen geprüft wird, ob noch alle Wagen am Zug sind, und die können nur so und soviele Achsen zählen.
Ich habe auch mal gelesen, dass die Erzbrummer nach Salzgitter länger sind, weil die Strecke komplett flach ist und die Strecke mit entsprechenden Achszählern für längere Züge ausgestattet ist.
Die Erbrummer nach Dillingen müssen ja durch die Eifel. Im Modell fahre ich auf einer weitestgehend flachen Strecke mit Radien von mindestens 300mm. 2 151 von Minitrix ziehen den Zug, wobei eine das mit Mühe auch schafft. Die eine ist allerdings eine Uralte. Eine noch ältere 218 von Arnold schafft das auch ...
Gruß
Frank
(#15) ich glaube nicht dass die meisten Mobahner Güterzüge von 1,2m fahren, eher weniger.
cheers,
Norman.
"Die erwähnten Güterzüge nach Dänemark und die Auto-Reisezüge nach Sylt werden grundsätzlich mit Doppeltraktion gefahren. (Und das im "Flachland")" Seit wann werden die Güterzüge zw. Maschen unPadborg in Doppeltraktion gefahren, oder welches EVU meinst Du?
Gruß Tf150150
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: pollemar/ex brawafan
250 Achsen derzeit erlaubt. Liegt auch an Achszählern mit 8 bit, 256.
Hallo,
die 250 Achsen ist der Standard bei DB und m.W. auch bei der SBB und den ÖBB. Bei der DB sind bzw. waren auf Beförderungsanordnung bzw. Fahrplananordnung auch 252 Achsen möglich (2x 151 + 40 sechsachsig Erzwagen).
Grüße
Markus
meine Beobachtungen gründen auf der Wartezeit am ersten Bahnübergang nach der Haltestelle Tornesch in Richtung Hamburg. Bei "laaangen" Güterzügen beträgt sie 10 Minuten und vor die sind immer zwei Lokomotiven gespannt.
Hannah
wenn die "braune Wand" (Erzzug aus Holland ins Saarland durch Rheintal/Mosel) am Bahnübergang kommt kannst den Motor abstellen... dagegen sind selbst die langen Containerzüge Spielzeuge.
Peter
Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name:
Die Erzbrummer nach Dillingen müssen ja durch die Eifel
Hallo,
die Züge nehmen das flache Moseltal. Aber auch hier gibt es ein Steigungsabschnitt für den die Erzzüge eine "grüne Welle" benötigen. Das bedeutet dass sie den Steigungsabschnitt nur dann mit Schwung befahren dürfen wenn alle Signale auf Fahrt frei stehen.
Als die Mosel- bzw. Saarstrecke vor kurzem wegen Bauarbeiten gesperrt war sind die Erzzüge ins Saarland über Mainz und Neustadt/Weinstraße umgeleitet worden. Die Züge waren während der Umleitung ab Mainz planmäßig mit Doppeltraktion + Schublok unterwegs da der Pfälzer Wald auch nicht gerade eine Flachlandstecke ist.
Grüße
Markus
Hallo
DAS verstehe ICH nicht ganz:
Worin besteht der Unterschied zwischen einem Güterzug, gebildet aus Fad Wagen mit 750 m Länge und einem Containerzug aus Sg Wagen mit 750 m ?
Gruß
Wutz
@ 19 Projektiert ist bei mir L max. = 2475 mm (damit sage ich nichts darüber wer wann wo was wieviele wielange!)
Das gilt auch für Reisezüge (soll aber die Ausnahme bleiben)
Ja. Mit "durch die Eifel" meinte ich das eher kurze Stück hinter Bullay bis kurz vor Trier, wo die Strecke das Moseltal verlässt. Die Steigungen halten sich in Grenzen, aber wie schon beschrieben dürfen die Züge nicht zum Stehen kommen, weil die beiden Loks sie (dort!) ohne Schublok nicht anfahren können. Ob das nun an den Loks oder womöglich auch an der zu großen Belastung der Kupplungen (Kupplungsstangen) liegt, kann ich nicht sagen.
Es hat ja auch seine Zeit gedauert, bis die DB sich getraut hat, diese Züge der BR 189 anzuvertrauen.
Ich gucke mir zwar lieber eine 151 an und fahre den Zug daher mit zweien, aber seitdem 189er eingesetzt werden kommt er gleich mehrmals täglich bein uns hinterm Haus vorbei ...
Man kann eben nicht alles haben
Gruß
Frank
Daher sind die genannten 39 Wagen nicht abwegig, dann gehts wieder störungsfrei mit 3. Lok. (Wusste derzeit nicht was vorgespannt wird, hatte sowas wie 189 im Verdacht, scheint ja so zu sein, dann gehen auch mit 40 WAgen 3 Loks).
Zu den Radien im Modell:
Das im Bild sind keine 400 mm, dazu nicht sauber verlegt.
Was im Modell am meisten für Stabilität sorgt sind normgerechte Kurzkupplungskulissen und Kupelstangen bzw. stangenähnliche Kupplungen. Kupplungsspiel kann man bei sehr langen Zügen nicht gebrauchen.
Meine 40 Sahimms oder 30 Kesselwagen können so theoretisch auch R1 im Gegenbogen, da sollte dann allerdings kein
Zugkraftmonster vorn dran hängen oder was nachschieben oder man gewalttätig bremsen und anfahren.
Mit einem lapprigen gemischten Zug mit auch mal Profikupplungen sieht es anders aus, da kann ich auch mit Radien um 350 mm nicht jede Kombination fahren, dann vorn schwer und hinten leicht (rollend), da gehen dann auch 390 cm Länge.
polle
grundsätzlich gilt in der Regel heutztage, daß der Zug 250 Achsen haben darf, mit Beförderungsanordnung und Fahrplananordung sind 252 Achsen zugelassen.
Gesamtzuglänge max. 740m. Gesamtzuglänge zw. Hamburg und Padborg 835m. 835m war früher schon in Dänemark so üblich.
Gruß Tf150150
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name:
Ist aber am Ende auch wurscht, es gab auch kürzere Züge
Ich meinte Freddie. Aber wäre mir gar nicht so Wurscht, wenn eine 043 viel zu schwach mit ihrer Zugkraft sein sollte. Ich hätte mir immerhin eine bärenstarke Güter-043 gekauft und keine 024 für den leichten Vorortverkehr. Wir kennen nun die eingangs genannte Steigungs- und Gleislagesituation nun nicht ganz genau, aber eine bullige Güterzuglok sollte auch stark ziehen können. Die Dieselloks scheinen es zu schaffen, berichtet der Kollege.
Gruß
Olaf
Ich habe mich auch mit dem Thema lange Züge auseinander gesetzt. Dazu habe ich mir eine Testanlage aufgebaut, um zu ergründen, was denn so geht. Die Steigung hat 2.2% und neben den Geraden einen Radius von R4 (362.6 mm).
Im angehängten Bild siehst du eine Doppeltraktion aus Minitrix BR44 und Minitrix BR65 die 25 schwere Güterwagen hochziehen. Das geht noch knapp. Im normalen Betrieb hänge ich den letzten Wagen ab und ersetzte ihn durch eine kleine BR64 (ohne Haftreifen) die also Schublok funktioniert. Dann geht es problemlos. Das Dreiergespann würde auch 25 Wagen schaffen, aber dann ist der Zug zu lang für meine Anlage.
Mir ist bei Dampflocks vor allem die Zugkraft wichtig. Antrieb in Tender ist somit keine Option. Ich habe auch noch zwei alte Arnold DR 96 Mallet digitalisieren lassen (recht auswändig), die ziehen die 25 Wagen problemlos.
Herzliche Grüsse
Felix
hier nochmals das Bild.
Gruss Felix
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@ Olaf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
wenn eine 043 viel zu schwach mit ihrer Zugkraft sein sollte. Ich hätte mir immerhin eine bärenstarke Güter-043 gekauft und keine 024 für den leichten Vorortverkehr
Wie meinst du das. Ich habe mir ja den "Jumbo" von FLM, eine Lok für schwere Güterzüge gekauft und genau das ist die Problemlok. Meine BR 65 (ebenfalls FLM und etwa aus den Jahr 2006) hat mit längeren Güterzügen nicht die Probleme. Sei es nun dem Antrieb oder dem Eigengewicht geschuldet.
Nirgends habe ich eine 024 erwähnt, die ich auch gar nicht im Bestand habe.
Aber meine Frage nach den Längen der Züge ist wirklich sehr gut beantwortet.
Danke euch allen
Gruß
Freddie
Leider geht da Probieren über Studieren.
Wie gut die Zugkraft einer Lok ist, kann man leider nur auf der eigenen Anlage herausfinden.
Nach meiner langjährigen Erfahrung sind die älteren Minitrix Loks mit Tenderantrieb und 4 Haftreifen immer noch die zugkräftigsten Schlepptenderloks. Die 01er und 03.er ziehen bei mir Züge mit 8 Reisezugwagen, alle beleuchtet mit Achsschleifern über meine 2%igen Wendeln. Die 042 und 043 von Minitrix ziehen locker 18 bis 20 Güterwagen, Länge des Zuges ca. 1,40 Meter über eben genannte Wendeln.
Will man längere Züge fahren,muss man halt die richtigen Loks davor Kuppeln.
Hier mal ein Beispiel einer Fleischmann BR011 mit 4 Haftreifen ...
https://youtu.be/9eGTz5AD6jg?feature=shared
Viele Grüße Dieter
PS. Sicher würden die Loks noch mehr ziehen, aber die max. Zuglänge ist durch die Länge meiner Schattenbahnhofsgleise und die Gleislänge meines Lokliftes bestimmt.
Voraussetzungen sind gut verlegte Gleise. Keine Gegenkurve ohne Zwischengerade und keine scharfen Übergänge der Steigung zur Ebene. Und saubere Gleise und gute Haftreifen.
Die Nahgüterzüge sind bunt gemischt, je nach gezogenen Wagenkarten, ca. 8 bis 10 Wagen, und werden mit Ausnahme der kleinen 3 Achser-Loks, von allen problemlos gezogen.
Gruß ðŸ˜„tto
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name:
Ist aber am Ende auch wurscht, es gab auch kürzere Züge, vor Allem die über den Rennsteig. Oder es wurde nachgeschoben, siehe Blankenheimer Rampe, vorn eine 44, hinten eine.
Da habe ich geantwortet, daß es mir gar nicht Wurscht wäre, wenn eine kräftige Güter-Dampflok zu schwach ist und man dann eben einen nur kurzen Zug anhängen könne. Ich setze voraus, wenn ich mir was großes Schweres kaufe, daß die Lok dann auch Kraft auf ´s Gleis setzt und die Luft nicht zu schnell ausgeht.
Leider gibt es keinen Standardtest, was Loks über eine Umlenkrolle an angehängten Gramm anziehen können. Das gäbe die Möglichkeit im Vergleich zu anderen Loks durchaus was in Beziehung setzen.
Gruß
Olaf
in alten Arnold-Katalogen aus den 1970er-Jahren wurde die Zugkraft der eigenen Modelle hervorragend tabellarisch-bildlich veranschaulicht (Sieger mit großem Vorsprung war natürlich die bayerische 96er als 2*4/4er).
Doch so etwas völlig Banales braucht man heute natürlich nicht mehr, werden doch inzwischen rund 108,6% der Tfz-Modelle ausschließlich für die Vitrine hergestellt (wo die superbilligen Plastik-Zahnräder immerhin genauso gut reißen) ...
"Fahren" - wer tut denn SO etwas heute noch?
Beste Grüße, Norrskenet
Mal einige Fragen zur Triebwerkbeleuchtung. Hatten alle Dampfloks die? Und war sie auch während der Fahrt angeschaltet (wie in einem der obigen Videos gezeigt)? Vom Führerstand konnte man das Triebwerk doch gar nicht richtig sehen, oder?
Gruß,
Andy
...da bin ich mir sicher: während der Fahrt blieb die Triebwerkbeleuchtung aus. Bedenke, eine Glühlampe hat nicht das ewige Leben und wenn man sie dann mal braucht ist sie defekt
Soweit ich weiß gibt es heute aber zB bei der SDG eine Anweisung die Beleuchtung an riskanten unbeschrankten Bahnübergängen einzuschalten, weil läuten und pfeifen von einer speziellen Autofahrergruppe als belästigende und zu ignorierende Maßnahme gesehen....oder eben auch nicht, wird.
Seither scheint es besser geworden zu sein, weil das natürlich "schön" aussieht
Klingt komisch, ist aber so!
Gruß Sven
zur Zugkraft einer großen und eben nicht schweren Dampflok im Modell, so wie es die 44 von Fleischmann nun mal ist, muss hier nicht mehr viel gesagt werden. Ist halt so, dass vielen, und das sahen wir gerade wieder im Thread über die neue Arnold 95, mehr Wert auf Decoder und Lautsprecher legen als auf Gewicht. Und so sind dann halt die analogen Modelle von der Gewichtsersparnis betroffen.
Dennoch mal ein Ausflug in Richtung Physik und Geometrie.
Wie im wahren Leben haben wir es bei der Modellbahn nicht mit 100% gerade liegendem Gleis und mit 100% toleranzfreien Loks zu tun. Nehmen wir mal einen Stuhl mit 4 Beinen, der steht immer nur auf drei beinen, ok, wenn man sich drauf setzt regelt das das Gewicht und gleich die Toleranz aus. nehmen wir jetzt eine fünffach gekuppelte Dampflok, die anders als das Vorbild keine Ausgleichsvorrichtungen hat, dann steht sie genau auf drei Rädern auf.
Man könnte also theoretisch vorstellen, dass die Lok nur zwei Achsen hat. Kommen wir jetzt zurück zum Fünfkuppler dann merken wir schnell, dass es von Vorteil wäre wenn die zwei Achsen die das Gewicht tragen nun auch die Haftreifen haben sollten. Nehmen wir jetzt mal eine alte 52 von Minitrix her und bauen die mittleren Achsen aus und lassen nur die letzte und die vordere drin dann wird sich die Zugkraft kaum verringern. Am Ende wird sie sich wohl sogar noch erhöhen weil kein Schleifer die mittleren Achsen nach unten drücken und so die Treibräder entlasten. Wir haben dann eine Lok mit zwei Achsen, genauso wie ein Drehgestell einer Diesel- oder Ellok.
Und warum hat jetzt eine Diesel- oder Ellok dennoch mehr Zugkraft? Weil die zwei Drehgestelle hat, die jedes für sich wieder mit drei Beinen auf dem Gleis stehen und auch noch in Längsrichtung beweglich unter dem Lokrahmen gelagert sind. Also ist so eine Drehgestelllok per se schon mal eine Doppeltraktion. Ich muss also zwei Dampfloks beibringen um eine Diesellok zu ersetzen. Am Ende ist dann so eine dicke Drehgestelllok auch noch mehr als doppelt so schwer wie ein fast leerer Tender einer neuen 44...
Dennoch kann man auch mit einer Dampflok seinen Spaß haben, auch mit langen Zügen.
Die Berichte über die streuende Zugkraft einer Minitrix 44 verwundern vielleicht den einen oder anderen. Sieht man sich die Lok von innen an dann fällt auf, dass die dritte und die vierte Kuppelachse die Haftreifen tragen. Wenn man jetzt schon mal gemerkt hat, dass sich eine Lok vorn anhebt wenn man hinten festhält oder ein schwerer Zug dran hängt dann wird schnell klar, dass die Haftreifen besser ganz hinten sind. Dann haben wir auf der hinteren Achse auch noch einen Stromabnehmer, der von oben auf den Spurkranz drückt. Je nachdem mit welcher Vorspannung der eingebaut ist wird die Lok hinten entlastet. Auch wenn kein oder wenig Strom über die Haftreifenachsen aufgenommen wird, hier gehört wenigstens genauso viel Druck von oben drauf um das Manko wieder auszugleichen. Fazit: Von Fahrdynamik versteht man offenbar noch nicht gar so viel bei den einzelnen Herstellern. Dennoch kann man die Minitrix 44 an dem Punkt fassen. Den Druck von allen Stromabnehmern auf ein Minimum reduzieren, das reduziert auch eventuelle Taumelbewegungen. Einmal dabei kann man die Stromabnehmer der 1. und letzten Achse nach außen hin etwas nach unten biegen, so findet die Lok leichter wieder in die Gerade (Stichwort Konstruktion der Lok-Tender-Kupplung)
Grüße Torsten
falls sich mal der eine oder andere mit der Zugkraftproblematik näher befassen will.....
http://www.clag.org.uk/41-0rev.html
Man erkennt, warum die Modelle so einfach gestrickt sind.
Grüße
Eberhard
... sind es doch - so "Daumen mal Pi":
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Genau genommen:
-Gleis Außen: 400 mm
-Gleis Mitte: 392 mm
-Gleis Innen: 384 mm.
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Bogendurchmesser: d =784 mm,
Bogenhalbmesser: r = 392 mm.
Das Flexgleis, an beiden Enden fixiert, verhält sich wie ein Kurvenlineal , liegt völlig plan auf und ist im Bogen stabil.
Dieser Versuchsaufbau genügt völlig um im Vorwege einer Trassenplanung Pufferabstände, Wagenkastenüberhänge und Veränderung des Rollwiderstandes eines Wagenverbandes im Bogen zu ermitteln.
Freundlicher Gruß
Hannah
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anhand deines Bildes würde ich sagen, da ist vermutlich ein breites Spektrum an verschiedenen Radien vertreten.
Das Wort "genau" würde ich aber in dem Zusammenhang nicht benutzen.
Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Auf jeden Fall hast du uns schöne Übergangsbögen gezeigt und die sind schon mal eine gute Voraussetzung um lange Züge betriebssicher fahren zu können. Jede ruckartige Bewegung ist kontraproduktiv.
Noch mal zurückzukommen auf deine Bilder ob: Du spielst sicher auf den engen Abstand der Wagenkästen im Bogen an. An der Stelle solltest du einfach mal schauen wie der Abstand in der gerade und wie in noch engeren Bögen aussieht. Sinn der sogenannten Kurzkupplung ist ja diesen Abstand möglichst konstant zu halten. Die Kulisse schwenkt je nach Bogenradius mehr oder weniger aus. Ohne Kulisse braucht man naturgemäß einen gewissen Abstand damit sich im Bogen die Wagenkästen nicht so weit annähern, dass sich sich berühren oder gar verhakeln. Ein schlauer Erfinder kam da wohl in den 80ern (vielleicht auch früher) auf die Idee, die Kupplung nicht mehr am Drehgestell zu befestigen sondern sie in eben der Kulisse am Wagenende zu führen um den Abstand bogenabhängig zu verstellen.
Grüße Torsten
genauso läuft und haftet es; vielen Dank:
Eine Modell-Dampflok verhält sich tendenziell eher wie ein starres Brett, dass sich querfeldein auf alpin unebenem Gelände bewegt.
Während eine Drehgestell-Lok eher einer hochflexibel (re)agierenden Echse ähnelt, welche geschickt stets engsten Kontakt mit dem Untergrund hält.
Selbst wenn man Dampfloks zusätzlich magnetisch an die Schienen ziehen würde, wäre das Ergebnis aufgrund ihrer mechanischen, relativen Laufwerks-Starrheit unbefriedigend.
Beste Grüße, Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: 42 | Name: dampfrailfan
Sinn der sogenannten Kurzkupplung ist ja diesen Abstand möglichst konstant zu halten
Moin Torsten,
was mit dem Effekt einhergeht, dass der Abstand der Außenpuffer im Verhältnis zum Abstand der Innenpuffer bei zu geringen Radien bizarr groß ist.
Mit diesen "Spitzfindigkeiten" werde ich mich aber bei meinem N-Projekt nicht aufhalten, weil sie mit bloßem Auge und bei normalem Betrachtungsabstand nicht erkennbar sind.
Auf meinen NULL-Dioramen sind die Radien allerdings so bemessen, dass "Puffer-an-Puffer"-Betrieb ohne KKK möglich ist:
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Umgebungsvariablen: Federpuffer, LüP <= 320 mm und r = 1.600 mm.
In unserer Baugröße also ein Mindestradius von 450 mm für dreiachsige Loks und zweiachsige Wagen.
Freundlicher Gruß
Hannah
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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Dieser Versuchsaufbau genügt völlig um im Vorwege einer Trassenplanung Pufferabstände, Wagenkastenüberhänge und Veränderung des Rollwiderstandes eines Wagenverbandes im Bogen zu ermitteln.
Betriebssicher nach meiner Auffassung heißt eigentlich "fährt durch den Bogen ohne Entgleisungen und/oder ohne Stehenbleiben durch Verklemmungen o.ä."
N.i.O. Lichtraumprofile führen natürlich auch zu mangelnder Betriebssicherheit. Insofern verstehe ich jetzt besser, wie das gemeint sein könnte. Da könnte diese Tabelle hilfreich sein:
https://www.hpw-modellbahn.de/modellbautechnik//gleisbau/steigung10.jpg
https://www.morop.eu/images/NEM_register/NEM_D/nem103_de_2024.pdf
Deren (korrektes) Ergebnis lautet quasi: Erst ab einem Radius von 1000mm gibt es keine Lichtraumprofil relevanten Überhänge mehr... ...Katos ICE 4 oder der BigBoy mit ihren "eigentümlichen" Maßen wären da noch anspruchvoller als die 170mm Waggons aus der Tabelle.
Gruß
Eglod
Zitat - Antwort-Nr.: 45 | Name: Eglod
Betriebssicher nach meiner Auffassung heißt eigentlich "fährt durch den Bogen ohne Entgleisungen und/oder ohne Stehenbleiben durch Verklemmungen o.ä."
Hallo Eglod,
betriebssicher bedeutet auch, dass Züge auf der Strecke nicht stehenbleiben; aus welchem Grund auch immer.
Wenn eine tendergetriebene N-Lokomotive mit 10 oder mehr Wagen am Haken einen 300-er-Bogen gemeistert hat ist sie, des erhöhten Rollwiderstandes im Bogen wegen, nahe an der Grenze ihrer Zugkraft angelangt und wird eine nachfolgende Rampe nicht mehr erklimmen können, was ja Grund für die Ausgangsfrage dieses Themas war.
Auf meiner ehemaligen HO-Anlage mit Bogen r = 385 mm und angrenzender 2%-Steigung war bei der tendergetriebenen BR 56 von Fleischmann bei 10 Wagen Schluss; die alte BR 89 schaffte immerhin 14 Wagen.
In diesem Sinne: "Augen auf" bei der Trassenplanung.
Freundlicher Gruß
Hannah
ich bin ein Fan langer Güterzüge (20 Wagen und mehr).
Früher hatte ich eine relativ kleine Anlage mit großer Steigung und engen Radien. Bei längeren Zügen "kürzten" die Waggons die Kurven nach innen ab und waren somit alle neben der Spur.
Bei der gegenwärtigen Anlage fahre ich in den Kurven die Kato-Doppelgleise mit Neigung und versuche auf Steigungen zu verzichten.
Dank leichtem Pfusch hat das Layout jedoch eine kurze und nur leichte Senke mit geringer Steigung. Dennoch verursacht diese bei vielen Loks auch entsprechende Probleme. Bei gerader Strecke noch problemlos unterwegs, werden sie dort deutlich langsamer bzw. bleiben sie stehen.
Auch längere Züge (+10 Wagen) mit Waggons mit hohem Rollwiderstand bringen auch schnell ihre Lokomotiven an ihre Grenzen.
Im Zweifelsfall fahre ich Doppeltraktion oder nehme schwerere, stärkere Loks um problemlos die Strecke meistern zu können.
Ich habe immer wieder mit Steigungen und größeren Zuglängen experimentiert und im Prinzip nur bei Triebzügen funktionierte dies einigermaßen.
Auf jeden Fall würde ich die Steigung so flach und die Kurven so groß wie möglich bauen.
Gerade in N gefällt mit die Möglichkeit lange Züge auf überschaubarer Fläche zu fahren sehr. (Ein Freund fährt auschließlich Märklin HO mit deutlichen Steigungen und im Vergleich zu meiner Anlage engeren Kurven - dies geht jedoch alles zu lasten der Zuglänge).
Viele Grüße
Robert
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