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THEMA: Digitalisieren. Anschluß Glühbirne. Was ist die Masse?

THEMA: Digitalisieren. Anschluß Glühbirne. Was ist die Masse?
Startbeitrag
Töf - 14.09.25 12:47
Hallo!

Beim Digitalisieren analoger Triebfahrzeuge, obwohl schon einigemale nach Anleitung durchgeführt, ist mir (als Elektronik-Laie) nicht klar, wie der Anschluß der digital angesteuerten Verbraucher zur "Masse" zustande kommt.
Ich trenne ja alle Verbraucher vom Schienenstrom und setzte den Dekoder dazwischen. Ich vermeide jeden Kontakt zum Chassis der Lok. Beim Motor ist mir der Anschluß an den Dekoder ja plausibel.
Weshalb aber genügt ein Kabel Lv oder Lh zur in der analogen Lok verbauten Glühbirne, d.h. wie kommt da ein Stromkreis zustande? Und wie ist in diesem Zusammenhang der Kontakt der Glühbirne zur "Masse" zu verstehen?
Gibt es da eine Verbindung zwischen Lampenfassung, Platine, Chassis und Schienenstom?

Wenn ich nachträglich eine LED-Beleuchtung einbaue ziehe ich eine elektrische Leitung vom Dekoder (Lv oder Lh) zur LED und dann wieder zurück zum Anschluß GND, und vermeide peinlich jeden kontakt zum Chassis, ist doch korrekt oder?

Also nochmal meine Frage: wie funktioniert der Anschluß der Glühbirne an den Dekoder und wie kommt der Stromkreis zustande?

Viele Grüße, Dirk

Hallo Dirk,

die Birnen bekommen ihren zweiten Pol über das Chassis. Das ist bei vielen analogen Loks die 'Masse'.

Gruß
Jürgen
Moin Dirk,
um welche Lok und Decoder geht es?
Deine Frage ist auch in so mancher Bedienungsanleitung der Decoder beantwortet.

Auf Seite 41 der Bedienungsanleitung von D&H
https://doehler-haass.de/cms/media/pdf/DH05C_DH10C_DH16A.pdf
ist eine Prizipskizze, welche die Verdrahtung von Lokdecoder darstellt.
Auf Seite 52 ist eine Skizze für Funktionsdecoder.
Gruß, Thomas S.
Decoder Schwarz an linke Schiene...die dient eigentlich (!?, besser prüfen !) standdardmäßig als Masse und ist auch manchmal mit dem Gehäuse aber zumindest mit dem Fahrwerk/Getriebe verbunden. Bei Glühbirnen kein Problem, bei LED besser mit GND am Decoder verbinden. Beides lässt sich dimmen...
Gruß
Gert
Im Elektronik ist GND oder Masse oder Null normalerweise Minus - oder gemeinsame Null .

In unsere N- Loks ist Chassis - Masse - eigentlich Plus digitalerweise.
"Elektronik": Ein rotes (und nicht ein schwarzes) Kabel als Masse ?
Gruß
Gert
Rechte Schiene Kamin voraus / Führerstand 1 voraus / analoge Fahrtrichtung vorwärts = rote Litze / PIN 3
Linke Schiene Kamin voraus / Führerstand 1 voraus / analoge Fahrtrichtung vorwärts = schwarze Litze / PIN 4

Motorklemme 1 = orange Litze / PIN 1 (darf keine direkte Verbindung zu den Schienen haben)
Motorklemme 2 = graue Litze / PIN 2 (darf keine direkte Verbindung zu den Schienen haben)

Licht Glühbirne FS 1 / Rauchkammer Zuleitungsanschluß auf Platine = weiße Litze / PIN 5
Licht Glühbirne FS2 / Schlepptender / Kohlekastenrückwand Zuleitungsanschluß auf Platine = gelbe Litze / PIN 6

Bei Glühbirnen in alten Lok- / Triebwagenmodellen, ob nun 1 oder 2 verbaut sind ist egal, ist der gemeinsame Rückleiter der Metallgußkörper, egal wie herum die Lok später auf dem Gleis bei DCC / DC stehen wird.

Der Motor muss allpolig vom Metallgusskörper komplett elektrisch isoliert sein, es darf keine elektische Brückenverbindung zu den 2 Schienen vorhanden sein, sonst gibt es einen Kurzschluß.

Auf den Decodern ist ein Brückengleichrichter verbaut, das sollte man sich merken, denn der liefert u. a. auch den gleichgerichteten Lichtstrom.

Bei LED statt Glühbirnchen, die wie handelsübliche Sperrdioden im Prinzip ja funktionieren, sollte der zweite Pol dann auch vom Decoder abgegriffen werden. Dazu hat er in der Regel dafür meistens noch ein zusätzliches Lötpad, oder ab Werk bereits ein blaues 7. Kabel angelötet.

Also immer volle Isolation bei LEDs gegen den Lokkörper. Dafür kommt dann u. a. ein blaues Litzekabel zum Einsatz, oder auf der Hauptplatine ist eine weitere Leiterbahn vorhanden, die über 2 antiparallele Dioden einen gemeinsamen Pol aus dem Gleisstrom beider Schienen generiert.

Hallo!

Bei Verwendung von LED's müssen die Anoden derselben nicht an GND, sondern an VS bzw. Decoder+ angeschlossen werden.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo!

Also, ich muss sagen, ich sehe mich jetzt sehr gut informiert!

Besten Dank an alle Beitragende!

Grüsse, Dirk
-> #5: Yep
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: Elmar

Bei Verwendung von LED's müssen die Anoden derselben nicht an GND, sondern an VS bzw. Decoder+ angeschlossen werden.

Warum? Auch LEDs funktionieren problemlos, wenn ein Bein am Gleispotential hängt.

Dietrich
#10: Selber mehrere Loks so angeschlossen...kein Problem erkennbar im Betrieb.
Gruß
Gert
Hello!

Zunächst einmal will ich mein Erschrecken mitteilen, daß es nach 40 Jahren Digitaltechnik noch immer Leute gibt die den Begriff Masse im fahrenden Modell so missbräuchlich nutzen wie es hier zu lesen ist. Einfach die Überlegung wenn man das Modell auf dem Gleis umdreht wo soll dann die Masse sein???? Warum sollte sie die Position wechseln?

Also Masse ist im Decoder INTERN. Einige Hersteller bieten Masse als Lötpad an zB um so Puffer-C Schaltungen zu ermöglichen.

Gegenstand des UP ist der Betrieb von Lämpchen oder LEDs die einseitig gegen Schiene verdrahtet sind. Das bedeutet eben SCHIENENSIGNAL und nicht Masse. Auch wenn das oft missbräuchlich wie auch in diesem Thread als Masse bezeichnet wird. Gründe Böswilligkeit um Einsteigern Schäden am Modell zu verursachen um dann als "Experte" Umbauservices anzubieten. Oder schlicht Unwissenheit, dann sollte man besser nix schreiben!
Das nutzen der Verschaltung gegen Schienensignal kann man nutzen, muß aber bedenken daß das vom Schienensignal nur eine Halbwelle genutzt wird. Also wird's dünkler. Für Analogbetrieb mit Decoder bedeutet das, das so verdrahtete Modell dann nur in einer Richtung Licht hat, bei Digitalbetrieb gibt's die Abhängigkeit nicht weil über den Decoder eben eine der beiden Halbwellenseiten benutzt werden können. Das ist auch ganz offiziell eine legale von den Decoderherstellern unterstützte Schaltvariante.
Nachteil des Verschaltens gegen Masse: das ABC Bremsen wird gestört und man schaltet defacto RailCom auf der Anlage ab wenn das häufig genutzt wird.

Daher meine Bitte: hört auf irgendwas das nicht Systemmasse ist falsch zu bezeichnen. Bei Fahrzeugen gibt's außer am Lötpad des Decoders keine Masse! Einfach die Überlegung wo bleibt die wenn man das Modell auf den Schienen umdreht?
-AH-
Hallo,

da hätte ich auch noch eine Frage dazu.

Glühlämpchen einen Vorwiderstand verpassen oder einfach nur dimmen?

Gruß Tobi
@13 die Lämpchen direkt verschaltet zum Gleis sind ohnehin dünkler. Wenn doch zu hell kann man Dimmen um gegebenenfalls die 16-20V am Gleis an die 12V Lämpchen in älteren Modellen anzupassen. Das wird die Lebensdauer kaum merklich beeinflussen. Also geht auch ohne Vorwiderstand.
Sollte man 1,5V oder 3V Lämpchen haben, das ist in N eher ungebräuchlich, dann auf jeden Fall einen Vorwiderstand einbauen.
-AH-
A ok danke dir.
Vorwiderstand heizt unnötig.

Grüße, Peter W.
Das mit dem Begriff "Masse" stimmt, richtig 🙏👍. Aber ist es nicht von Nutzen zu wissen, welche Phase bzw. welche Stromabnehmer am Modell mit dem Gehäuse, Fahrwerk oder Getriebe verbunden sind ? Das ist nach meiner Erfahrung doch meist die linke Seite in Fahrtrichtung (Führerstand 1 oder Schornstein voraus) ?
Gruß
Gert
Frage an AH,
erstmal danke für deine Erklärung. War mir größtenteils bekannt, aber nicht alles.
Meinst du mit
"Nachteil des Verschaltens gegen Masse: das ABC Bremsen wird gestört und man schaltet defacto RailCom auf der Anlage ab wenn das häufig genutzt wird."
den Anschluß von Lämpchen oder LED an die Masse des Decoders oder die hier falsch genannte "Masse" = Gleisanschluß?
Oder in anderen Worten stören LED am Gleisanschluß Railcom?
VG
Frank
@17
[quote nr= name= ]Aber ist es nicht von Nutzen zu wissen, [...] /quote]
Doch weil das eine falsche Erwartungshaltung erweckt. Das Wesentliche ist eben, daß die Masse elektrisch erst IM Decoder beginnt. Wenn man das versteht und widerholt erklärt bekommt, entstehen Falschbeschaltungen weniger wahrscheinlich; weniger kaputte Elektronik. Masse hat doch die Idee überall das Bezugspotential zu sein, das ist eben auf der Modellbahn nicht der Fall weil man die Lok 180° umdrehen kann. Selbst Märklin mit der |:| Gleislösung hat das nicht gemacht, da ist eine Schiene scheinbar Masse, elektrisch ist es aber genau zwischen den Pukos und der Schiene, das macht dort noch höheren und teureren Ersatzteilbedarf als in der | | Welt. Auch in der |:| gibt es Decoder die Gleichspannung erzeugen da ist alles ident wie in der 160'er Welt.

Die Aufgleisrichtung in der DCC Welt kann man erkennen aber AFAIK kümmert das niemanden, einzig ZIMO nutzt das um zum Beispiel das Richtungsverfahren technisch nutzbar zu machen. Das führt in diesem Thread aber zu weit.
-AH-


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