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THEMA: Gelöst: FLM BR01 7170 - unschöne Motorgeräusche

THEMA: Gelöst: FLM BR01 7170 - unschöne Motorgeräusche
Startbeitrag
Freddie - 07.09.25 15:09
Hallo liebe N-Bahner,

ich schon wieder mit einem "kleinen" Problem: ich habe die oben genannte Lok mit einem Decoder von D&H versehen und sie macht typischerweise das, was einige FLM Loks so zeigen.

Lasse ich den Decoder weitestgehend in den Grundeinstellungen, dann läuft sie ruhig aber macht die typischen Sprünge innerhalb der Beschleunigungsphase (insgesamt 2) bis sie ihre Endgeschwindigekeit erreicht. Dieses Thema wurde hier schon mehrfach diskutiert und als Abhilfe galt bisher immer, die CV 50 von 2 auf 1 zu setzen.
Gesagt, getan. Jetzt sind die Sprünge zwar weniger bzw. weg, allerdings "knarzt" der Motor fürchterlich in den langsamen Geschindigkeiten.

Was ich auch umstelle, es wird nicht besser. Ich habe bereits die 48, 49, 50 und sogar die CV 9 verändert. Es ist einfach nicht weg zu bekommen. Erst, wenn die 50 wieder auf 2 steht läuft die Lok sehr ruhig, springt aber wieder. Der Einfachheit halber kommen hier mal die vorgenommenen Einstellungen.

CV 2 = 0
CV 3 = 15
CV 4 = 12
CV 5 = 47
CV 9 = 1
CV 48 = 5
CV 49 = 1
CV 50 = 2

Mit diesen Werten läuft die Lok ruhig, eine Änderung in den CVs 48 49 und 50 bringt dann das unschöne Motorgeräusch.

Ich weiß, man soll Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber ich fahre z.B. eine BR 218 mit diesen Einstellungen, die läuft ruhig und beschleunigt auch ohne diese krassen Sprünge.

Was kann ich noch probieren?

Gruß
Freddie




was ich noch sagen möchte:

auch andere Dampfloks von Fleischmann kommen mit der Einstellung CV 50 = 1 sehr gut klar und machen nicht diese kratzenden Töne.
Könnte es evtl. an den etwas älteren Kohlebürsten liegen? Ausgeschwitzt (Lötkolben) wurden sie allerdings schon. Ich habe aktuel keine neuen Kohlen da, sonst hätte ich das schon probiert.

Gruß
Freddie
Hallo Freddie,

die Fleischmann 3-Poler sind zwar kräftig und mit ölfreiem Kollektor sehr langlebig, aber haben ab und zu Probleme mit den Sinterlagern. Hier kann dann eine winzige Spur Öl helfen. Leider wandert das Öl aber in den Motor, besonders, wenn er längere Zeit steht. Dagegen hilft: häufiger dieses Modell fahren ! Zu erkennen ist der Schmierungsbedarf der Motorlager an einem kreischenden Geräusch, daß nur bei bestimmten Betriebsbedingungen auftritt.

Grüße
Der Maikäfer
Moin Maikäfer,

nachdem der Motor im Ultraschallbad (SR24) war, habe ich die Lager sorgsam geölt und dieses Geräusch ist auch mehr ein Jaulen wenn dort Öl fehlt. Das Geräusch tritt auch später, etwa ab halber Geschwindigket auf.

Hier ist es aber ein richtiges Knarzen und knarren, nur im ersten 1/3 des Anfahrvorgangs. Ich habe neue Kohlen bestellt und werde die mal probieren (obwohl ich mir das nicht vorstellen kann), ich möchte das auf jeden Fall ausschliessen können. Und wie gesagt: nur wenn die CV 50 auf 1 steht, bei Einstellung 2 ist das Geräusch nicht vorhanden.

Gruß
Freddie
So, ich denke mal ich habe den Fehler gefunden:

der Anker im Motor hat sehr viel Spiel. Wenn die 50er CV auf 1 (harte Motorregelung) steht, dann wird der Anker bei langsamer Drehung aus dem Motorraum "gedrückt" um gleich wieder nach hinten zu "schießen". Dadurch entsteht ein schnelles vor und zurück das widerum dazu führt, dass die Schnecke im ersten Zahnrad des Getriebes hin und her zittert. Sobald der Motor eine gewisse Drehzahl erreicht, verbleibt er in seiner Position und das Geräusch ist weg.

Abhilfe: ich habe den Motor zerlegt und eine der kleinen Sinter-Wellenscheiben (aus einem alten Roco oder Arnold Antrieb, bin gerade etwas unsicher) auf der Ankerwelle innen platziert. Nun läuft auch dieser, trotz Spiel, sehr leise auf dem Getriebe des Tenders, selbst bei harter Motorregelung des Decoders.

Vielleicht hilft diese Überlegung auch anderen, die ein ähnliches Problem feststellen.

Gruß
Freddie
Hallo Freddie!

Tolle Nummer!
Leider sind Flm-Loks zunehmend Ü-Eier.

Aber hoch interessant!

BG, Lutz!
Moin Freddie,
hast Du zufällig Fotos von Deiner Sinter-Wellenscheibe-Einbauaktion gemacht?
Gruß, Thomas S.
Hallo Thomas,

nein, es war eine spontane Eingebung und ich hatte das Handy nicht am Basteltisch. Aber die Schritte sind ziemlich leicht zu machen: Motorkohlen ausbauen, Schnecke abziehen und dann das Oberteil des Motors aushebeln und über die Achse/Welle abziehen. Dann Scheibchen auf die Welle vor den Anker und alles wieder zusammenbauen. Natürlich muss der Anker immer noch Spiel haben, aber eben nicht mehr so viel wie vorher.
Vielleicht war es auch eine Eigenheit dieses speziellen Motors. Ich hatte ja bereits von anderen Fleischmännern geschrieben, die mit der harten Motorregelung überhaupt keine Probleme haben.

Ich weiß nur beim besten Willen nicht mehr, welcher Hersteller diese Scheibe im Antrieb (am Ende der Kardanwelle) hatte. Es kommen nur Arnold oder Roco in Frage.

Gruß
Freddie
Hallo,
diese Scheiben haben alte / ältere Arnold Loks.
Das sind Loks mit  Drehgestell - Stahlverlängerungswelle MS Schnecke und MS Wellenlager.
Die Scheibe (nennt sich Anlaufscheibe und soll den Verschleiss/ Abrieb verhindern/minimieren) sitz zwischen MS Schnecke und MS Wellenlager.
Ist nötig (bzw. vermindert den Verschleiss). wenn sich 2 gleiche Materialien gegeneinder reiben können und sollte ein minderwertigeres /weicheres Material sein, wie die zu schützenden Materialien.
Ich hab vor kurzem meinem Tomix Sauger ein neues oberes Motorwellenlager spendiert - da waren Anlaufscheiben zwischen Anker und MS Lager aus Kunststoff drin.

@Freddie - Respekt vor dieser Fehlersuche und Lösung.

Gruss Klaus

Hallo

Das Problem mit dem Spiel der Motorwelle von FLM-Motoren ist nicht neu.
Stefan Glasmachers hatte schon in seiner aktiven Zeit solche Anlaufscheiben im Angebot. Ich habe auch einige Motoren damit optimiert, meist beim Umbau der Schnecken.

Dietrich
Hallo,

Ich hatte vor kurzem eine solche Fleischmann 7170 aus einem Konvolut übernommen, da war so ein knarzendes Geräusch im Analogbetrieb bei reiner Gleichspannung zu hören, seltsamer Weise nur in Fahrtrichtung vorwärts. Bei der Lok ist ebenfalls der Motore mit dem grauen Lagerschild eingebaut, mit dem großem Ankerspiel, ohne Anlaufscheiben. Etwas Öl auf das rückseitige Wellenlager hat das Geräusch (vorerst) beseitigt, weil eben der Motor in dem Tender "rückwärts" eingebaut ist und der Wicklungsträger bei Vorwärtsfahrt am großen, rückseitigen Lager geschrammt hatte.


Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: LW

Leider sind Flm-Loks zunehmend Ü-Eier.


Stimmt so nicht. Auf dem Einleger meines Exemplars steht noch "Gebrüder Fleischmann GmbH & Co. KG, Nürnberg", Es handelt sich um die Ausführung mit schwarz vernickelten Rädern, aber glänzender Steuerung, analog ohne Schnittstelle. Da war die Produktion noch in D. Die Motore mit dem grauen Lagerschild, ohne die dämpfenden Filzscheibe wurde meiner Einschätzung nach mit steigendem Angebot der werksseitigen Digitalloks (FMZ) eigeführt, um Kollektor-Kurzschlüsse durch verölte Filzscheiben zu vermeiden und vielleicht auch, um das Anlaufverhalten im Digitalbetrieb zu verbessern.

Grüße, Peter W.


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