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THEMA: Motorausbau Minitrix BR 58 (12619)

THEMA: Motorausbau Minitrix BR 58 (12619)
Startbeitrag
imrepeti - 03.09.25 14:28
Hallo zusammen,

ich habe eine Minitrix BR 58 (12619) erworben, leider läuft der Motor nicht. Ich habe den Kessel ausgebaut und den Motor auch direkt mit Strom getestet. Der GAM summt zwar, dreht sich aber nicht. Ein Ersatzteil ist laut Minitrix-Webseite verfügbar.

Der Ausbau des Motors aus dem Kessel erscheint mir jedoch nicht ganz einfach. Daher meine Frage: Hat jemand von euch den GAM schon einmal ausgebaut und könnte mir dazu Tipps geben?

Explosionszeichnung: https://static.maerklin.de/damcontent/b0/00/b0...8bde8e1434535986.pdf

Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!
Viele Grüße
Peter

Hallo Peter,

mit der Minitrix 044 hatte ich ein ähnliches Problem:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1211017&start=3

Die 58 ist konstruktiv ähnlich aufgebaut. Also Kessel runter und Motor mit Schwungmasse ausbauen.

Grüße
Markus
Danke Markus, ich werde dann den Ausbau und die Reinigung der SM versuchen.

Gruß
Peter
Hallo Peter,

hatte ich vor kurzem auch bei einer gebraucht gekauften 58. Als erstes SM raus und die Lok lief. Es hat zwar eine Weile gedauert, bis ich die SM und das Lager so drin hatte, dass sie nach Zusammenbau lief, letztlich hatte ich es aber geschafft.
Ich habe nur den Schlot abgezogen, Rauchkammertür entfernt und das vordere SM Lager und die SM nach vorne herausgezogen.

Viele Grüße
Georg
Danke dir auch Georg für den Hinweis!

Gruß
Peter
Hallo Peter,

da, wo die Litzenangelötet sind, ist ein Sicherungsteil, das in die Kesselwand eingeklipst ist. Beidseits die Nasen nach innen drücken und das Teil nach hinten herausziehen. Litzen ablöten und dann dem Motor testen - es kann auch sein, daß das vordere Wellenlager durch Überölung verharzt ist.

Grüße Michael Peters
Zudem ist die Kupplung zwischen Motor und SWM sagen wir mal suboptimal. Stefan Glasmachers hatte dazu eine kurze Analyse und einen Lösungsvorschlag geschrieben. Wenn du willst, kann ich Dir die Unterlage per PN/Mail senden.

Gruss Sven
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure wertvollen Ratschläge, ich habe die Reparatur geschafft. Jetzt schnurrt sie super sanft auf den Schienen.

Grüße
Peter

Hallo Peter!
Woran lag es und wie bist du vorgegangen? Ich habe auch so eine Patientin hier.
Viele Grüße
Jörg
Hallo Jörg,

die Kupplung zwischen Motor und SM ist in einem Kunststoffteil gelagert (mit orangener Farbe auf dem Bild), und das Schmierfett in dieser Lagerung war verharzt.

Ich habe alles bis auf den Motor von vorne durch den Kessel ausgebaut, mit einer Pinzette war es relativ einfach. Du sollst auch den Schlot abnehmen.  Die Lagerung und Kupplung gereinigt, mit wenig Lokfett geschmiert und wieder alles zusammengebaut. Ich habe den Motor nach jedem Zusammenbauschritt getestet, ob alles in Ordnung ist.

Gruß
Peter


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Danke Peter und schöne Grüße von der Ostsee
Jörg
Nach meiner Erfahrung an zwei Loks der BR 58 sollst du nicht nur, sondern MUSST den Schlot abnehmen - dessen Zapfen ragt nämlich in den Kessel hinein und arretiert damit das vordere Lager der Schwungmasse.
Moin,

vielen Dank für die wertvollen Ausführungen.

Wichtigste Erkenntnis: NICHT den Kessel abnehmen oder ähnliche Qualen (Kabel!) durchleiden, sondern schlicht komplett und ausschließlich durch die Öffnung der Rauchkammertür agieren (nach Abzug des Schornsteins).

So werde auch ich mich demnächst mal liebevoll meiner 44er, 52er und 58er widmen:

Und zwar nicht nur mit Werkzeug, sondern besser auch beruhigendem Trollinger-Lemberger ....

Beste Grüße, Norrskenet
@12
Sooo problematisch fand und finde ich das Abnehmen des Kessels nicht:
Die Lok hat an der Unterseite drei Schrauben, von denen man die äuseren beiden löst und entfernt, ABER die mittlere Schraube NICHT anfasst. Dann merkt man schon, wie sich Kessel und Führerhaus abheben lassen. Dann zieht man das Führerhaus rückwärts ab. Im Kessel, beginnend im der Feuerbüchse, liegt der Motor. Dessen beide Zuleitungen sind ca. 2 cm lang. Das erlaubt es, den Kessel neben dem Fahrwerk abzulegen und leicht so zu verdrehen, dass man einerseits an die Anschlüsse des Motors kommt (z.B. mit Messspitzen) und andererseits in den unten offenen Kessel schauen kann, um das Drehen des Motors (erkennbar an dessen Schnecke) zu beobachten. Die Rauchkammertür würde ich in diesem Zustand aber nicht mehr entfernen wollen, es scheint mir besser, das zu erledigen, solange der Kessel noch mit d.em Fahrwerk verbunden ist.
Wenn nun der Kessel neben dem Fahrwerk liegt, dann ist das oben aus dem Fahrwerk ragende Ritzel erkennbar und zugänglich (in dieses Ritzel greift im montierten Zustand die Motorschnecke).

Ich hatte es jetzt schon an zwei Loks der BR 58, dass das Getriebe/Fahrwerk für den GAM zu schwergängig ('verharzt'/verklebt) war. Das hätte ich ohne Demontage des Kessels weder erkennen noch - im Wortsinn - lösen können.

Die Montage in umgekehrter Reihenfolge war bisher kein Problem.

Daher: Nur Mut, Ruhe und gute Nerven!


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