1zu160 - Forum



Anzeige:
Menzels Lokschuppen: Ihr N-Spezialist am Rhein

THEMA: Fleischmann Zahnradbahn

THEMA: Fleischmann Zahnradbahn
Startbeitrag
GrafKrolock - 27.08.25 14:35
Vielleicht ist die Frage ja eher polemischer Natur, aber seit langem ist mir nicht klar, warum sämtliche Modelle zum Betrieb der Fleischmann'schen Zahnradbahngleise absolut vorbildfrei sind und zudem stets elektrisch, also mit Stromabnehmer auf dem Dach.
Aus dem 70ern gibt es die urtümlichen E-Loks mit ihrem 20er Jahre Design, heutzutage einen E 69-Verschnitt, der so auch nie auf einer Zahnradstrecke gefahren ist und höchstens entfernt Ähnlichkeiten zur alten Zugspitzbahnlok aufweist.

Warum in aller Welt gibt es nicht mal einen Schienenbus mit Zahnrad oder idealerweise eine Dampflok?

Mir ist klar, dass es in der Realität nur mehr wenige Normalspurzahnradstrecken gibt, aber das war ja mal anders, und gerade in Sachen Dampfbetrieb gäbe es einiges an Vorbildern. Seien es die damaligen badischen Loks auf der Höllentalbahn oder auch die Dicke vom Erzberg in Österreich.
Notfalls wäre mir auch auch T3-Verschnitt recht, aber irgendwas sollte sich da doch herstellen lassen?

Was meint Ihr?

Viele Grüße
Falco

Hallo Falco

die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt, denn gerade in Epoche II gab es ja noch viele Strecken mit Zahnrad auch auf Normalspur, in Epoche III dann schon weniger und gerade in Normalspur waren es kaum noch Strecken, welche genau kann man Dir sicher hier sagen.

Die Zugspitzbahnverschnitte laufen ja im Original alle auf 1000 mm oder kleiner

Ich habe aus diesen Gründen mir weder in Spur HO noch in Spur N jemals eine Zahnradbahn von Fleischmann gekauft, bei G hat LGB ja zumindest eine von RHB damals im ANgebot gehabt

LG

Patrick

Naja, bei mir befindet sich der Berg noch im Aufbau, und natürlich kommt da auch eine Zahnradbahn drauf, schließlich hatte ich die schon in den 70ern als kleiner Junge :D
Aber Oberleitung muss da eigentlich nicht sein.
Ich hab ja schon den Stromabnehmer bei der Ur-Zahnradlok demontiert und durch was 3D-selbstgedrucktes ersetzt, das entfernt an die Kühler einer elektrischen Widerstandsbremse erinnert, damit das Teil wenigstens als Diesellok durchgeht.

Aber man müsste doch eine simple Tenderdampflok mit Zahnrad und untersetztem Getriebe bauen können. Dann passt es wenigstens zu den bayerischen Zweiachsern.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Warum in aller Welt gibt es nicht mal einen Schienenbus mit Zahnrad oder idealerweise eine Dampflok?

Gibt es. Man muss nur Geduld mitbringen und tief genug in die Tasche greifen:
https://www.spurweite-n.de/ncontent/ndb/ndb-sea...mp;Submit=Neu+suchen

Im Modell werden Zahnradbahnen meist als Bergbahn dargestellt. Die sind auch beim Vorbild sehr oft elektrisch. Wasserkraft gab es in den Bergen schon damals genug. Die Darstellung der Zahnradstrecke als Teil einer "regulären" Strecke wie auf der Bahnstrecke Reutlingen–Schelklingen, wo der Einsatz einen Schienenbusses oder Vollbahn-Dampfloks Sinn machen würde, hab ich Modell noch nie gesehen. Überhaupt wird eine Zahnradbahn in 1zu160 nur selten umgesetzt. Fleischmann behandelt seine Zahnradbahn entsprechend als Spielerei. Die vorhandenen Modelle basieren alle auf "regulären" Fahrzeugen. Alles andere wird zu teuer sein und sich bei der geringen Auflage nicht lohnen.

Gruß
Andi
Hallo,

ja das ist ein schwieriges Thema. Die meisten Zahnradbahnen in D wurden schon zu DRG Zeiten auf Adhäsionsbetrieb umgestellt. Passau - Wegscheid, Hohnau Liechtenstein waren am Ende noch übrig. Aber wenn ich mir das Treibwerk einer 97.5 ansehe, kann ich gut nachvollziehen, dass sich da in Großserie niemand drantraut. Und irgendeine Tenderlok mit Zahnradantrieb versehe? Das ist ja noch übler als die E 69 Verschnitte. GFN hatte mal in H0 den "Starken Carl", eine 80 mit Zahnradantrieb. Gruselig.
Österreich könnte noch mit ein paar einfach gebauten reinen Zahnraddampfern aufwarten (Schafberbahn, allerdings Meterspur). Vordenberg-Eisenerz sind schon wieder viel komplizierter.
Ein VT 97.9 wäre da doch viel naheliegender. Warum sich Fleischmann da nicht drangemacht hat, habe ich nie verstanden.
Ansonsten sind die meisten Zahnradbahnen schon lange elektrisch, sehr oft mit Triebwagen, fast immer in Meterspur oder kleiner. E 69-ähnliche Zahnradloks gibt es wohl auf der ganzen Welt nicht. Die Zahnradloks der Zugspitzbahn und der Wendelsteinbahn waren "Würfel".
Irgendwie mangelt es an umsetbaren Vorbildern...
Obwohl: Wenn Lemke mal mit der BZB Tallok ernst macht, fehlt eigentlich entweder die Berglok oder ein Triebwagen.

Gruß Engelbert
Hallo zusammen,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Ein VT 97.9 wäre da doch viel naheliegender. Warum sich Fleischmann da nicht drangemacht hat, habe ich nie verstanden.



Ganz einfach, weil Fleischman auch keinen VT 98 verkauft. Sollen die jetzt extra eine VT 97.9 entwickeln? Darüber hinaus hat ein VT 97.9 einen geringeren Achsstand als ein VT 98.

Ich glaube nicht, dass der Markt für normalspurige Zahnradfahrzeuge lohnt. Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Die Preise für solche Fahrzeuge sehen wir ja auf der Seite im Link in #3.

Gruß
Jürgen
Alles schön und gut, aber die elektrische Ur-Zahnradlok war ja auch eine eigenständige Entwicklung, allenfalls recycelt als Schienenreinigungslok - leider sind die Karossen aber dennoch nicht austauschbar.
Mir ist nicht klar, warum man damals ein (durchaus detailliertes) Werk aufs Gleis gestellt hat, statt naheliegenderweise ein zumindest halbwegs reales Modell zum Vorbild zu nehmen.
Klar, heute ist der Zug wahrscheinlich abgefahren. Modellbahn ist eben nicht mehr so hipp wie noch vor 50 Jahren. 800 Kröten und mehr wird dafür keiner ausgeben wollen.
Moin,

Naja, lt. Wikipedia ist der Achsstand des V97.9 gegenüber dem VT98 um 50mm kleiner. Das macht in 1zu160 gut 0.3mm.

Das könnte man vernachlässigen, bzw. wäre hier der Kompromiss deutlich erträglicher als bei den oben erwähnten E-Loks.

Und damit könnte man dann eigentlich mit einer Umbeschriftung einen Minitrix oder Piko VT98 entsprechend modifizieren.

Evtl. sogar ohne Zahnrad, denn das sieht man ja nicht. Wenn denn die Zugkraft ausreicht.

Viele Grüße von Jens
Zahnstangengleis verlegen wegen der Optik. Zwei VT 98 elektrisch verbinden, dann wären insgesamt 4 Haftreifen möglich. Evtl. noch etwas Gewicht, dann könte das evtl. für eine zahnradbahnwürdige Steigung ausreichen. Auch ohne Umbeschriftung zum VT 97.9 viel vorbildgetreuer als Fleischmanns Fantasiemodelle - nur mal so als Idee...
Moin in die Runde,

Lupos (vgl. #8) war genau war auch meine Kompromiss-Idee:

Lediglich das Gleis mit Zahnstange versehen und dann mit einer zugkräftigen weil allachsgetriebenen (100% Reibungsgewicht) Triebwagen-Garnitur den Berg hoch- und runterkraxeln.

Sieht man nicht und erspart zugleich nicht selten berichtete Probleme mit einem Zahnradantrieb (wie z.B. nicht exaktes Harmonieren zwischen Normalrad- und Zahnrad-Traktion).

Im Vergleich zu solch einer einfachen Lösung rechnet sich die Konstruktion einer speziellen Zahnrad-Dampf- oder Diesellok einfach nicht - egal zu welchem Preis: Denn eine sehr teure Lok würde kaum jemand kaufen (Preis-Mengen-Relation).

I.ü. wurde Zahnrad-Dampfbetrieb in 1:1 meist durch Elektroantrieb ersetzt: Zum einen wie schon angemerkt aufgrund in den Bergen vorhandener Wasserkraft, zum anderen, da sich ein Dieselbetrieb am Berg u.a. aufgrund fehlender Rekuperationsmöglichkeiten recht unwirtschaftlich darstellt - vom bestialischen Gestank (zumal in Tourismus-Regionen) einmal ganz abgesehen.

Daher gibt es auch in 1:1 nur sehr selten Dieselzahnradbetrieb.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Jens,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Das macht in 1zu160 gut 0.3mm



Du weißt doch, hier wird manchmal über solche Dinge diskutiert .

Aber im ernst, Fleischmann hat noch nie einen VT 98 gebaut, warum sollen sie dann einen VT 97 anbieten?

Das wäre eher ein Fall für MTX oder Piko. Die haben aber wiederum keine Zahnstangen.

Es gibt übrigens auch steilstreckentaugliche VT 98, die z.B. auf der Hunsrückbahn verkehrt. Das habe ich nachgebildet.

Gruß
Jürgen
Hallo,

naja, "fast wie E69" aussehende Loks gab es zumindest bei der Zugspitzbahn (wenn auch nur ohne Zahnradantrieb für die Talbahn).

Die Zahnradlok "11" https://idw-online.de/de/image?id=65043&size=screen
hat nicht wirklich Ähnlichkeit mit der alten GFN-Lok, aber mit 5 geschlossenen Augen...

Im Rheinland in Königswinter fährt ja die dienstälteste Zahnradbahn den Drachenfels hoch
https://www.drachenfelsbahn.de/

Wäre was für Bastler.

Insgesamt zum Thema Steilstrecken: Wenn man sieht, früher war die Strecke  
https://de.wikipedia.org/wiki/Steilrampe_Erkrath%E2%80%93Hochdahl
ein Drama.
Fährt man heute mit einem der vielen Zügen Richtung Wuppertal "hoch" merkt man nicht einmal etwas davon...

Peter




Nur mal zur Info, weil ich es gerade ausprobiert habe: Der Piko-VT98 kann nicht über das FLM-Zahnstangengleis fahren. Der Unterboden geht auf der Zahnstange auf. Das wird bei vielen anderen Fahrzeugen auch ein Problem sein. Abhilfe: eine Fake-Zahnstange (3D-Druck oder so) verbauen. Sie hat ja sowieso keine mechanische Funktion und kann dann auch maßstäblicher ausgeführt werden. So ähnlich macht es auch AB-Modell bei seiner Zahnradbahn. Dort werden übrigens zur Traktionserhöhung unter den Gleisen Blechstreifen verlegt und im Triebfahrzeug Magnete verbaut ( https://www.n-schmalspur.de ). Hat aber dann alles mit dem ursprünglichen Thema "Fleischmann Zahnradbahn" garnichts mehr zu tun.

Gruß
Andi
Hallo,

auf unserer Vereinsmodulanlage gibt es eine Zahnradbahnstrecke. Die Verlegung der FL Zahnradgleise in der Wendel war ein Horror, und obendrein völlig unnötig, da kommt jede beliebige Lok im Adhäsionsbetrieb hoch. Inzwischen haben die Kollegen soweit ich weiß die Zahnräder aus den Loks ausgebaut, damit die Maschinchen nicht so hoppeln. Läuft ja so auch.

Grüße, Peter W.
Hallo zusammen,

Thema Zahnradbahnen:

Bekomme demnächst was schickes aus Japan. Zwei Dampfloks der JGR Baureihe 3900 aus Kleinserie für je ca. 150€, Baujahr 1892/1908 bei der Maschinenfabrik Esslingen für die Usui-Pass-Bahn; C-Kuppler. Die Loks waren auch nur bis 1922 im Einsatz. Das genutze System für den zahnradantrieb war Bauart Abt.

https://en.wikipedia.org/wiki/JGR_Class_3900

Das Fahrwerk der Fleischmann-Lok bietet sich für mich als Basis für Bausätze der JGR .Baureihe EC40 an, eine Elektrolok ebenfalls aus Deutschland von der ME am Usui-Pass. Fuhr ab 1911 im "Zweisystembetrieb" mit Stromabnehmer und Stromschiene. Die bis 1928 als Baureihe 10000 Bezeichneten E-Loks haben eben jene 3900er (sowie ein paar Englische Zahnraddampfloks, samt jap. Nachbauten) dann bis 1922 verdrängt und waren selbst auch nur bis 1936 im Einsatz.

https://locomotive.fandom.com/wiki/JNR_Class_EC40

Die Strecke am Usui-Pass wurde erst 1963 auf Adhäsionsantrieb umgestellt.

Grüße
Steffen
Moin,

ich meine, mich an einen Artikel im N-Bahn Magazin zu erinnern, in dem die 2-achsige Fleischmann-Dampflok (alte Nummer 7000) mit Hilfe des Zahnradbahn-Zahnrads (als Ersatzteil bestellbar) in eine Zahnradbahn umgefrickelt wurde.
Falls jemand das Gesamtinhaltsverzeichnis hat...
Oder war ein Beitrag hier?

Gruß
Kai
Moin, hatte ich diese Kombination nicht mal bei Stefan Glasmacher Im Program gesehen?

Gruss, Rudolf
Hallo Kai,

die von dir angesprochene Lok gab/gibt es bei Ebay zum Kaufen. Verkäufer war/ist ein Mitglied mit dem Namen "nobody".

Grüße
Markus
Schade, der User Nobody scheint nicht mehr zu existieren.

Fleischmann 7000 wäre interessant. Diese Lok habe ich hier noch rumfahren.
Dies hier konnte ich noch finden: https://www.youtube.com/watch?v=WeZ1rwEBR0w
@Falco
Die Dampflok aus dem Video ist inzwischen auch fertig und an Fahrtagen bei den Eisenbahnfreunden Schwarzenbek zu sehen :)

Wechselt sich da mit 2 E-Zügen auf der Zahnradbahn ab.

Gruß
Hannes


Nur registrierte und eingeloggte User können Antworten schreiben.
Einloggen ->

Noch nicht registriert? Hier können Sie Ihren kostenlosen Account anlegen: Neuer N-Liste Account





Zum Seitenanfang

© by 1zu160.net;