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THEMA: Miba Spezial 154: Vorbildgerechte Bahnhofsgestaltung

THEMA: Miba Spezial 154: Vorbildgerechte Bahnhofsgestaltung
Startbeitrag
Arfman - 25.07.25 20:28
Gruß in die Runde,

Jetzt muss ich auch mal einen raushauen.

Vorgeschichte: plane / baue gerade auch am Bahnhof. Also thematisch Volltreffer. Bin dann heute zum MoBa-Dealer und dachte mir, gib der Miba mal eine Chance.
Nach einem ersten Durchblättern bin ich irgendwie … enttäuscht, falsches Wort, schwer zu Beschreiben.

Warum? Dass solche Publikationen schwer H0-lastig sind, geschenkt. Aber überhaupt nix in anderer Spurweite, also nicht nur nicht in N, auch nix in TT, 0, Z oder 1.

Inhalt:  zunächst bissl was über Bahnhofsformen und Signaltechnik (Aufstellung), das ist noch ok und universal. Dann aber kommen seitenlange Abhandlungen über H0-Signale von Mä und Viessmann in Multiplextechnik, Farbdisplays für Bahnsteige, Spörleformen, Bahnhöfe mit Bahnhofsbausätzen in H0. Noch nicht mal was in H0m.

Klar, manches kann ich auch für andere Massstäbe umsetzen, aber vieles (eigentlich das Meiste) in diesem Heft ist H0-exklusiv. Für eine Publikation, die Modellbahner aller Spurweiten und Massstäbe ansprechen soll, recht dürftig.


Wünsche allen trotzdem ein erholsames Wochenende.

Jo mei... das NBM ist letztlich aus der stiefmütterlichen Bahndlung der Spurweite N durch die anderen Zeitschriften entstanden...

Gruß
Eglod
L.S.

Additum #1  :   Und als Ergaenzung gibt es dieses  tolle Forum und YOUTUBE .
Die Wahl macht Qual......
Sonst koennte mann nach Bedarf das davon ausprinten oder anderseits speichern was man braucht .πŸ˜‰

MfG.,
Rae

Hallo

Ich kaufe die MIBA sowieso nicht. Was soll ich mit einem stark H0 ausgeprägten Magazin.
Die MIBA war immer (weiß ich vom durchblättern bei Freunden) stark wiederholungslastig
und teuer. Auch zu DM Zeiten. Ferner meine ich die Sonderhefte sind oft irgendwie
zusammen gewürfelt und sollen teuer verkauft werden.

Schönes letztes Juli Wochenende (Bald ist wieder Weihnachten πŸ˜€πŸŒ²πŸ˜€)

Frank
Hi in die Runde,

Miba Spezial war schon immer "Licht und Schatten"; ich kann auf die komplette Reihe ab Heft 1 bis zum aktuellen Heft 154 als digitales Archiv zurückgreifen. Da gab es in der Reihe Ausgaben, deren Inhalt durchaus das hielt, was der Titel versprach; und Ausgaben, die sprichwörtlich "keinen Schuss Pulver" taugten. Schwerpunktmässig lag dabei der Fokus schon immer auf Baugröße H0. Aber so mancher Inhalt ließ sich eben problemlos auch auf andere Spuren übertragen. So fällt mir spontan Ausgabe 24 ein, "Privatbahn". Mit eine der besten Ausgaben unter diesem Level;unter anderem viele Maßzeichnungen von Schienenfahrzeugen, beispielsweise der Hersfelder Kreisbahn und anderer, wie WLE, Gleispläne und die geschichtliche Beleuchtung machten das Heft durchaus kaufenswert.

Aber im Gesamtfokus blieb die Reihe schon immer hinter sowohl anderen Sonderausgaben aus eigenem Haus (Reihe Modellbahnpraxis...), als auch der (damals meist noch...) Kokurrenz zurück! Ob EK (EK-Special), EJ (Vorbild & Modell, Exklusiv u.a.) oder Modelleisenbahner (Modellbahnschule, etc.), stets waren da solche Sonderausgaben inhaltlich weitaus zielführender.

Was das aktuelle Heft 154, "Vorbildgerechte Bahnhofsgestaltung" betrifft: es ist meines Erachtens einfach kein vollständiger Titel! Stünde da "aktuelle..." davor, oder "Epoche 6" dahinter, würde es den Inhalt wesentlich trefflicher beschreiben! Prinzipiell ist so ein Anspruch, zumal ja eigentlich über mehrere Epochen, auf gerade mal 100 Seiten, davon gefühlt noch 20% Werbung, überhaupt nicht umsetzbar. Nicht mal im Ansatz, aber man braucht ja einen "Aufhänger" als Titel, sonst würde wahrscheinlich keiner das Heft kaufen *g*.

Bei den angeführten Beispielen hat man zudem noch sorgsam vermieden, bildliche Rückblicke zu zeigen. Sonst wäre vielleicht aufgefallen, welcher Kahlschlag aus früheren Epochen zu diesen oft bemitleidenswerten Restfragmenten eines "Bahnhofes" geführt hat!

Gerade die u.a. angeführten Beispiele, Brügge (Westfalen) und Lüdenscheid, zeigen den traurigen Verlauf, wenn man diese Bahnhöfe aus früheren Zeiten kennt!

Ein Bahnhof, von dem nur noch ein Stumpfgleis "übrig geblieben" ist, keinerlei Rangier- oder Wendemöglichkeit... - ich weiß nicht, ob das wirklich das Bestreben eines Modellbahn"betriebes" sein dürfte. Zum Vergleich:
https://www.kursbucharchiv.de/bahnknotenbruegge/Glp_Lued_1936.pdf  Gleisplan Lüdenscheid 1936
https://www.kursbucharchiv.de/bahnknotenbruegge/Gleisplan_Luedenscheid_1979.pdf  Gleisplan 1979

Oder gerne auch Brügge in "besten Zeiten": https://www.kursbucharchiv.de/bahnknotenbruegge/Gleisplan_Bruegge_1955.pdf

Da erscheint mir das, was "übrig blieb", als wenig erstrebenswert, um es im Modell umzusetzen...

Da helfen auch ein paar Alibiseiten über die Erstellung eines Bahnsteiges mittels Spörle Formen wenig. Zumal man auch die Antwort im Vorbild schuldig bleibt, wo man solche Anachronismen, wie Schüttbahnsteige oder Laderampen auch heute noch finden könnte.
Die fünf Seiten über die Zugzielanzeiger sind eigentlich schlecht kaschierte Werbung für den Anbieter, nichts anderes! Abgesehen davon, daß solche Anzeiger in kleineren Stationen ganz anders aussehen, ein- oder zweizeilige Displays mit Laufschrift. Im gleichen Heft aus Seite 85 sieht man es sogar! Aber erwähnt wird dies mit keinem Wort, der unbedarfte Leser ohne Vorkenntnisse muß zu der Einsicht kommen, diese Großdisplays würden heute an jedem Bahnhof stehen . Auch daß solche Anzeiger in früheren Zeiten ganz anders aussahen... - keine Zeile davon...

Unabhängig von der Spurgrößen-Problematik, diese Ausgabe ist ihr Geld nicht wert, das öberflächliche Gekratze am Thema, die kaum verhüllten Werbeanzeigen als Artikel "getarnt", für eine "Spezial"-Ausgabe ein neuer Tiefpunkt!

So meine Meinung...

grüßt
Roland
Hallo,

Ja, Roland hat schon nicht ganz unrecht. Der Titel wäre mit “H0-Bahnhöfe Ep VI unter besonderer Berücksichtigung des Märklinsystems umgesetzt mit Zeug, das es quasi nur für H0 gibt und selbst da z.T. nur eine Nische bedient” eindeutig treffender gewesen.

Nun sind aber Bahnhöfe (meiner bescheidenen Meinung nach) irgendwie ein Thema für die meisten Anlagen in allen Baugrössen. Da bin ich natürlich (jetzt weiß ich es ja, fälschlich) davon ausgegangen, dass sich das in so einem Themenheft abbildet. Da hätte man… ich will mich nicht wiederholen.

Es gab schon nahrhaftere Spezialhefte, mein Liebling ist das Heft über die Bahnpost. Klar, viel H0, aber eben auch etliches umsetzbar in anderen Baugrößen.


Gruß Mark

Hallo Mark,
gib mal kund, welche Epoche, welches Motiv (Endbahnhof, Nebenbahn, Hauptbahn) dir vorschwebt.
Dann kann dir sicher der ein oder andere zur passenden Literatur einen Tipp geben.
Gruß πŸ™‚tto

zum Beispiel:

Die von ottopa zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo Ottopa,

Danke, so Ep 3-4, Endbahnhof einer eingleisigen Hauptstrecke.

Viele Grüße! Mark
Hallo,

für die Bahnhofplanung und -Gestaltung waren und sind für mich schön und nützlich die Bücher von Michael U. Kratzsch-Leichsenring Bahnhöfe für die Modellbahn und Güterverkehr auf der Modellbahn, trans-press.

als überzeugter langjähriger N-Bahner habe ich aus folgenden Heften von MIBA-Spezial trotz HO-Lastigkeit schöne Ideen und Anregungen bekommen:  

116 Kleine Stationen, 128 12 Bastelprojekte, 134 Autos und Straßen und ganz besonders 135 Rolf Weinerts Anlage-So bauen die Profis (allein die Kleingärten...).

Wegen der z.T. schönen Abbildungen blättere ich immer wieder gern in den Heften. Die Texte sind allerdings für meinen Geschmack manchmal etwas oberflächlich und geschwätzig.

Im oben beschriebenen Sinn schön finde ich auch MIBA Kompakt 1/2027 Landschaftsgestaltung.

Besonders mag ich aber die Anlagenvorstellungen im NBM.

Für kleine Basteleien und Verschönerungen für mich immer wieder anregend, auch wenn in N nicht alles umsetzbar ist: Reinmuth/Wirag Modellbahn-Basteleien, trans-press. Allen, die wie ich die Gestaltung lieben, kann ich dieses Buch empfehlen.

Nur so als Tip: Bei uns in Hildesheim gibt es auch Bücher zu Modellbahn/Modellbau in der Stadtbücherei.

Schöne Grüße aus Hildesheim

Ulrich Analogfahrer

  



Hallo Zusammen,

DIE vorbildgerechte Bahnhofsgestaltung gibt es ja gar nicht!

Je nach Region, Epoche und Gebrauch gibt es unterschiedliche Bahnsteighöhen und Materialien des Bahnsteiguntergrundes, „Bahnsteigkanten“ von Holz bis Beton Kennzeichnungen, Lampen, Informationstafeln, Fahrtrichtungsanzeiger bis hin zu den korrekten Farben um nur mal wenige Details zu nennen.

Pauschal für das „klägliche Resteuropa“ gelten allgemeine Festlegungen zu diesem Thema schon mal gar nicht und in Kurorten mit einem Gleis hielt der Express und in Bahnhöfen mit Halle hielt er nicht! Klingt komisch, war aber so!

Also versteht man, dass Modellbahnanbieter zumindest zwar ein Sortiment, aber keine Lösungen anbieten können.  Daraus allgemeine Lösungen abzuleiten kann ja so ein Heftchen gar nicht stemmen und wie schon geschrieben erst recht nicht über ein paar dutzend Seiten! (Stichwort: Wieder nichts für DR).

Es ist so wie ein Lehrgang über erfolgreiches Zeitmanagement. Man kann Empfehlungen aussprechen, aber die Recherche bleibt beim Anwender. Die Zeitung hat es versucht, aber lief Gefahr mit komplizierten Details den Einsteiger zu überfordern und die „gewöhnlich gut informierten Kreise“ auszuschließen.

„Vorbildgerechte Bahnhofsgestaltung“ geht voll in die Epochen-Hose unter der zeitgemäßen Berücksichtigung von kriegsbedingten Schäden, Übergangslösungen, Umbauten, hochwertigen Teilsanierungen und denkmalgerechter Einzelfallerhaltung oder dem sichtbaren Zerfall einer ganzen Gesellschaft. Das gilt für den Nebenanlagen - und Gebäudebau, bis hin zur Zwangs - Neu - und Umgestaltung von Gleisanlagen, die nach dem Kriege das zweite Gleis kosteten oder heute kaum mehr Bahnhofsvorfelder mit redundanten Gleisschlingen berücksichtigen. Auch spezielle Konstrukte schließen sich heute aus, weil es nur noch eine Weichenwerkstatt gibt, oder die einstmalige „Zentrale Oberbauerneuerung“ gerade wegen der vielen Sonderlösungen geschaffen wurde, um sie zu beseitigen.

Oder denkt jemand an Schwellenabstände je nach Abstellbereich und Lastgrenzen, an gebrauchtes Gleismaterial mit angeschliffenen Schienenköpfen…..?

Wer ein Diorama baut, muss anders herangehen als ein Betriebsbahner und doch bleibt es bei der Recherche um die jeweils erforderliche Glaubwürdigkeit im Detail oder im Großen und Ganzen zu erhalten!

Ruinen an Bahnanlagen will doch grundsätzlich niemand auf seiner Privatbahn und die wenigsten mögen schmutzige Fassaden und Lagerplätze, weil …..das die eigene Frau sofort aufräumen oder wegsaugen würde!

Fazit:
Die regelmäßigen Ausgaben der Blätter sind da eher im Vorteil, weil sie sich mit dem Detail beschäftigen können, wenn sie die passenden Themen, Autoren oder Co - Autoren hätten und den Mitmachgedanken immer im Kopf behalten würden.
Der vorbildgerechte Bahnhof?
Vielleicht mal ein Dioramenthema für den Chiemsee, denn N-Bahner wissen, neiiiin KÖNNEN sowieso alles besser!

Gruß Sven


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