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THEMA: Arnold KPEV Langenschwalbacher

THEMA: Arnold KPEV Langenschwalbacher
Startbeitrag
fszu - 25.07.25 10:47
Hallo zusammen,
ich habe mal wieder eine Frage, bzgl. Zugzusammenstellung. Ich konnte vor einiger Zeit in der Bucht die Langenschwalbacher von Arnold in der KPEV Lackierung erwerben. Jetzt ist das Problem, welche Lok spannt man davor. Als die Dinger in den 1980' herauskamen, hat Arnold gleichzeitig (ob als Zuglok oder nicht?) die BR 36 (preuß. P4.2) herausgebracht. Nun habe ich ein wenig gelesen (Wikipedia sei Dank, seit Trump Wikipedia ablehnt, bekommen die von mir jährlich eine Spende...), die seinerzeitige Zuglok auf der Strecke Wiesbaden Limburg war die preuß. T9.1. Die gibt es aber nicht in N. Es gibt die T9.3 von Flm. Was ich habe ist die T13 von Flm (in dem Einführungsvideo von Flm ja auch als Personenlok dargestellt und mit Wagen herausgebracht). Würde dies gehen? Von meinem Gefühl her, sollte es schon eine zugstarke Tenderlok sein (Strecke geht durch die Eifel, ist aber nicht allzu lang).
Grüße
Felix

Hallo,

als Arnold seinerzeit die Modelle der Wagen im Katalog vorstellte, gab es eine kleine Zusammenfassung der Geschichte der Originale, welche in die späteren Kataloge übernommen wurde. So steht dort wörtlich: "Die ursprünglich als Zugpferd gedachte T3 konnte der schweren Aufgabe nicht gerecht werden, so daß eine besondere Lok gebaut wurde. Später war dann auch die T18, die spätere BR 78 "am Zug"."
(Quelle: Arnold Katalog von 1985/86, S. 60)
Inwieweit diese Angaben stimmen, habe ich nicht überprüft, ich selbst nehme eine T18.

Mit Grüßen aus Münster,
Hanns
Guten Morgen, Hans,
dazu eine Info, die ich aus Ebay heute morgen erhielt, in Z gibt es eine Zugzusammenstellung der KPEV Langenschwalbacher mit der T18. Inwiefern das stimmt, sei dahingestellt. Jedenfalls gibt (in Spur N) oder gab es in Natura bei der großen Bahn die T18 oft, so dass diese Zusammenstellung Sinne machen würde.
Grüße
Felix
Hallo Felix,
ich habe ein Buch über die Langenschwalbacher Bahn zuhause, da kann ich heute Abend gerne mal reinsehen.
https://www.isbn.de/buch/9783924401238/langenschwalbacher-bahn-aartalbahn
Grüße Reinhard
Hallo Felix,

da ich in der Nähe von Bad Schwalbach lebe, ist die Aartalbahn sozusagen meine Stammstrecke und ich war dort verkehrspolitisch aktiv. Aber auch im Museumsbetrieb. Auch den Autor des genannten Buchs kannte ich persönlich.

In den Unterlagen liest man, dass anfangs die preußische T 9, Bauart Langenschwalbach, zum Einsatz kam. Eingestzt werden sollte ursprünglich die T 3. Allerdings ist die Strecke mit 30 ‰ zu steil für diese Lok.

In den 6oer Jahren fuhren dort 93er als letzte Dampfloks.

Im Anhang habe ich ein Originalfahrtbeschreibung aus dem Jahr 1893 beigefügt. Das ist ein Heft, welches ich von meiner Oma habe.

Gruß
Jürgen

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Boah Jürgen,
Danke für den genialen Reisebericht. Den sollte man mal einigen Redakteuren (von den sog. sozialen Medien wollen wir schon mal garnicht reden) vorlegen, was es heißt, mit Stil zu schreiben. Ich jedenfalls habe ihn genossen.
Thema Aartalbahn: da soll oder sollte Museumsbahnbetrieb laufen. Wie weit ist debb diese Strecke bei dem Hochwasser beschädigt worden? Wenn da eine Museumsbahn läuft, werde ich in nächster Zeit da mitfahren. Zum einen dank dem Reisebericht und zum anderen weil ich Limburg schön finde.
Grüße
Felix
Kurze zusätzliche Mitteilung: das Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen war im AHRTAL und nicht im AARTAL. Diese kleinen Unterschiede aber auch!
Grüße
Felix
Moin,

genau (@ #6): Ich hatte mich schon gewundert, warum im Eröffnungsbeitrag die kurvige Aartalbahn Wiesbaden - Bad Langenschwalbach - Diez (an der lauschigen Lahntalbahn) in die westlich des Rheins wohnende Eifel verfalschortet wurde.

Die "Langenschwalbacher" waren echte Hessen und keine Rheinland-Pfälzer.

Beste Grüße, Norrskenet
Hallo Felix,

die Aartalbahn wurde glücklicherweise nicht durch das Unwetter in Mittleidenschaft gezogen.

Derzeit ist die Strecke nicht befahrbar. Der Museumsbetrieb wurde vor vielen Jahren eingestellt, weil ein LKW die Brücke hinter dem Bahnhof Dotzheim beschädigte. Aktuell wird sie wieder befahrbar gemacht.

Zum Jahreswechsel 1985/86 organisierten wir erstmals Museumfahrten zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Hahn-Wehen zusammen mit den Kranichsteinern. Dabei kam die ELNA 184 aus Kranichstein zum Einsatz. Die Nachfrage war so groß, dass wir noch einen Silberling vom damalgen Bw Wiesbaden einstellen mussten. Nachgeschoben wurde mit der V 36.

Übrigens, auf der Strecke verkehrten u.a. auch die Limburger Zigarren.

Gruß
Jürgen

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Hallo allerseits,

grundsätzlich liefen die Langenschwalbacher auf der Aartalbahn und wurden nach der Kurstadt Langenschwalbach (ab 1927 Bad Schwalbach) benannt, in welchen einst Kaiserin Sissi die Kurstadt besuchte. Der erste Streckenteil der Aartalbahn von Diez bis Zollhaus wurde am 1. 6. 1870 als Vollbahn eröffnet und am 15. 11. 1889 folgte der zweite Streckenteil als Bergstrecke von Wiesbaden bis Langenschwalbach. Der Lückenschluss wurde am 1. 5. 1894 von Langenschwalbach bis Zollhaus als Aartalbahn eröffnet und stand unter der Verwaltung der KED Frankfurt der KPEV und wurde 1904 teilweise der neuen K.P.u.G.H. Eisenbahndirektion Mainz bis Wiesbaden-Dotzheim zugeordnet.

Das bedeutet, dass die eingesetzten Langenschwalbacher bis zum 1. 4. 1904 mit dem KPEV-Hoheitszeichen versehen waren und diese am 31. 3. 1904 nach Frankfurt abgezogen wurden, aber trotzdem von Diez bis nach Langenschwalbach und zurück ihren Dienst versahen. Nur die im BW Wiesbaden und BW Mainz beheimateten Langenschwalbacher erhielten das vereinigte Hoheitzeichen der K.P.u.G.H.St.E. (Kgl, Preuß. und Großherzoglich Hessische Staatseisenbahn). Im Jahr 1907 wurde die Zuständigkeit der Mainzer Direktion bis Langenschwalbach erweitert, weiter aber nicht. Einige liefen zusammen mit 3-achsigen Abteilwagen bis nach Darmstadt mit einer pr. T10 als Zuglok (Beispiel Fleischmann 4903 H0).

Siehe https://www.osterthun.com/0Laenderbahnen/Perso...x.persw.KPuGHStE.htm
Siehe https://www.osterthun.com/0Laenderbahnen/Perso...x.persw.KPuGHStE.htm
Siehe https://www.osterthun.com/2d.models60-79/Baureihe~76.0.htm

Die Arnold KPEV Langenschwalbacher sind somit einsetzbar unter der Berücksichtigung der Strecken- und Zeitabschnitte, im Weiteren die Langenschwalbacher mit dem Doppelwappen, die als gebrauchte Arnoldmodelle online noch erhältlich sind oder gelegentlich auch hier im Forum unter Kleinanzeigen.

Von DRG-Zeiten an bis zum Fahrplanwechsel 1963 versahen die Langenschwalbacher ihren Dienst zusammen mit Donnerbüchsen, gezogen von einer 93.5 (T 14.1). Von daher gesehen hat jeder die Möglichkeit, Epochengemäß Langenschwalbacher korrekt einsetzen zu können.

Literatur zu Langenschwalbacher gibt es auch und empfehle das Büchlein von Norbert Eifler mit dem Titel „Der Langenschwalbacher“, erschienen im EK-Verlag.

Gruß und allzeit Hp1
Horst Wilhelm
Hallo zusammen,

im beigefügten Bild kann man die Langenschwalbacher von Arnold ansehen. Ich muss sagen, die alten Modelle von Arnold haben etwas und müssen sich nicht verstecken. Ich ziehe sie mit einer 94.

Gruß
Jürgen

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Hallo zusammen,

habe auch das Heft von Norbert Eifler, Die Langenschwalbacher, Freiburg 1978 (EK- Verlag). Da sind im Anhang  Fahrzeugskizzen aller 23 Wagen der Bauart Langenschwalbach (von (A) B4i-pr 91 bis C4id pr 23) abgebildet.
Außerdem die Anzahl der gebauten Wagen. Von der  91er Bauart wurden nur 23 Wagen  gebaut.

Mit besten Grüßen
Klaus
Moin Felix,

ich habe noch mal ein wenig gestöbert. Es gibt die Fleischmann 7811 Dampflok BR T 9.3 grün K.P.E.V.. Die kommt dem Vorbild recht nahe. Es fuhren ja T 9 Bauart Langenschwalbach.

Gruß
Jürgen
Guten Morgen (als Küstenferner),
ja, Jürgen, die T9.3 hatte ich in meinem Eröffnungsbeitrag auch erwähnt, persönlich gefällt mir die Konstruktion nicht unbedingt. Sei's drum, ich hänge mal zwei Bilder meiner Langenschwalbacher mit der T13 an. Die Konstruktion der Wagen gefällt mir immer noch gut, die Bedruckung ist halt nicht mehr 'State Of The Art'.
Grüße
Felix
Bilder sollten dabei sein...

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Ich finde die Wagen dennoch sehr schön und interessant.
Hi,
Als weitere Lektüre zu dem Thema empfehle ich das Buch von Klaus Kopp "100 Jahre Langenschwalbacher Bahn" ISBN 3-924401-11-X von 1989.
Grüße
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Als weitere Lektüre zu dem Thema empfehle ich das Buch von Klaus Kopp "100 Jahre Langenschwalbacher Bahn" ISBN 3-924401-11-X von 1989.



Das Buch wurde oben bereits erwähnt. Und wie gesagt, ich kannte ihn persönlich.

Hier gibt es noch ein Video mit den Langeschwalbachern von Arnold mit einer T 9 und einer T 16:

https://www.youtube.com/watch?v=BdHEyqA2WmA&lc=Ugy22hjYCvhckMY4zEp4AaABAg

Gruß
Jürgen
Hallo zusammen,
zunächst, Danke, Jürgen, für dein Video. Die Flm T9.3 geht auch, ist nicht mehr ganz die neueste. Ich bin allerdings etwas auf Abwegen gewesen. Von Arnold gibt es die T12 (die aus der T 9 entwickelt wurde), auch nicht mehr ganz die neueste. Aber, meine erwähnte T13 hat 45km/h Höchstgeschwindigkeit, die T12 dagegen 80km/h. Für eine Personenzuglok ist das eine andere Hausnummer. Dann fand ich in der Bucht auch Langenschwalbacher neueren Datums (die von 1990-1993 wenn ich recht informiert bin), diese knalliger Blau und Rot der KPEV Wagen ist da nicht mehr vorhanden, sie wirken daher etwas gefälliger. Ich hefte mal Bilder an, die ich auf meiner Weihnachtsanlage gemacht habe. Die Beleuchtung ist nicht top, daher ist die Qualität, ich sage mal, überschaubar.
Viele Grüße
Felix

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Hallo Felix,

vielen Dank für die tollen Fotos. Die Fahrzeuge sehen sehr schön aus.

ich denke, auch ein T12 kann man auch nehmen. Die sieht der T9 recht ähnlich. Und die Arnold Loks sind auch sehr gut. Gerade die älteren.

Eine preussische T9.3 ist übrigens wieder in Betrieb:

https://www.youtube.com/watch?v=bE0cO1lRnQ4

Meine Fleischmann T9.3 ist zwar aus den 80er Jahren, ist aber quasi neuwertig. Ich habe sie inzwischen digitalisiert. So fährt sie ganz hervorragend. Das Modell ist durchaus brauchbar: Ich hatte sie auch letztens mit sechs Langenschwalbachern mit beim Stammtisch.

https://www.youtube.com/watch?v=Df3d-fDEt9M

Gruß
Jürgen
Wie geht Ihr bei preußischer Epoche I eigentlich damit um, dass es historisch gar keine KPEV gab? Inzwischen hat sich dieses Konstrukt ja irgendwie so in den Köpfen der Modellbahner festgesetzt, als wäre es das preußische Gegenstück zur Königlich Bayerischen Staatsbahn gewesen. Dabei gab es allenfalls die Preußische Staatseisenbahnverwaltung, aber keine betriebsführende KPEV.

Da die Eisenbahndirektionen Preußens weitgehend selbstständig agierten (und eben nicht als einheitliche Staatsbahn), hat das meines Erachtens durchaus Einfluss auf die Frage, welches Rollmaterial zueinander passt.

Viele Grüße
Falco
Mach doch bitte ein neues Thema auf und verlinke es dann in #20. Hier führt es vom Thema Langenschwalbacher weg.

Viele Grüße
Frank
Hallo Falco,

die Langenschwalbacher wurden mit Lokomotiven T9 der Bauart Langenschwalbach gezogen. Sie gehörten zur den Preussischen Staatseisenbahnen. Gebaut wurden sie 1892-1895.

Auch die Langenschwalbacher Wagen wurden in den Listen der DB  als Lokalbahnwagen preußischer Bauart eingestuft, wie man liest.

Bei der Frage nach der passenden hier im Beitrag ist die Lok, die der Ursprungslok am nächsten kommt, die T 9.3 von Fleischmann. Laut Unterlagen wurde die erst 1910 gebaut und stand unter der Verwaltung der K.P.E.V.. Dabei wird in der Litertur ein Zeitraum von 1880 bis 1918 genannt.

Die Langenschwalbacher Wagen passen auf jeden Fall in diese Periode. Aber das Thema KPEV an sich sollte tatsächlich in einem separaten Beitrag diskutiert werden.

Gruß
Jürgen
Hallo zusammen,
dann greife ich mal das KPEV Thema im Zusammenhang mit den Langenschwalbachern wieder auf. Merke: durch dieses Hobby lernt man auch etwas Geschichte. Zunächst sah ich Bilder der Liliput Modelle der Epoche 1 in H0 und wunderte mich ob der Wappen. Bisher kannte ich nur den Preußen-Adler auf Loks der ‚KPEV‘. Dann Wikipedia: die ‚KPEV‘ im Königreich Preußen gliederte sich in viele ED‘s, und für besagte Langenschwalbacher war dies die ED Mainz (die Königlich Preußische und Großherzogliche Hessische Staatseisenbahnen, kurz K.P.u.G.H.St.E.). Daher die beiden Wappen. Ab 1897 war dies der Fall. So, nun zu den Arnold Wagen von 1990-1993: die haben nämlich wie die Liliput Wagen genau diese Periode abgebildet. Ob diese Wagen denn genau so gelaufen sind, entzieht sich meiner Kenntnis, sie wirken auf jeden Fall realistischer als die blauen und roten Wagen.
So weit die Geschichtsstunde für heute.
Viele Grüße aus der ehemaligen ED Saarbrücken
Felix
Hallo Felix,

ja, das ist ein interessantes Thema. Leider ist Klaus Kopp 2023 verstorben, so dass ich ihn nicht mehr fragen kann. Über den Heimatverein in Wiesbaden-Dotzheim müsste man auch noch etwas erfahren können.

Oder, wer mal hierher kommt, kann im Restaurant 'Langenschwalber Schlemmer und Kulturstation' essen gehen. Das befindet sich im ehem. Bahnhof in Bad Schwalbach. Da hängen auch noch Relikte, die an die Bahn erinnern.

Gruß
Jürgen
Es gab ja von Arnold speziell für die Wiederauflage der Langenschwalbacher auch eine T18 mit den K.P.u.G.H.St.E.-Wappen (Nr. 2268). Keine Ahnung, wie vorbildgerecht die Lok für die Wagen ist, mir gefällt die Arnold-T18 grundsätzlich nicht im Vergleich zu der von Fleischmann.

Auch wenn die dezenteren Farben der Wiederauflage realistischer wirken – irgendwie passen die neueren Wagen auch nicht. Der Gepäckwagen, der im Postbereich braun und im Gepäckteil grün lackiert ist – gehört da die Beschriftung geändert oder sind die Farben vertauscht?
Und bei den anderen Wagen wüsste ich auch gern, welche da wirklich nachgebildet wurden – wie kann es sein, dass der ehemals blaue 1.-Kl.-Wagen mit den fünf Doppelfenstern dann plötzlich ein 3./4.-Kl.-Wagen in braun/grau ist?
Und der grün/braune 2./3.-Kl.-Wagen mit seinen größeren Fensterabständen im 2.-Klasse-Bereich (der einzige, der Sinn macht), warum wurde der bei der Wiederauflage zum reinen 3.-Kl.-Wagen? Das passt doch alles nicht zusammen …
Hallo Peter,
ich habe mir mal die Arnoldwagen der Serie 1990-1993 (3051,3052,3053) mit den Liliput Wagen in H0 verglichen. Ergebnis: wie du vermutet hast, müssten die Farben beim Gepäckwagen 3053 getauscht werden (grün - braun). Die anderen beiden Wagen entsprechen in der Farbgebung den Liliput Wagen (braun = 3.Klasse, grau = 4.Klasse, grün = 2. Klasse). Im Gegensatz zu Liliput fehlt der Wagen, der nur 4. Klasse enthält ( ganz grau). Die 1.Klasse gab es damals auf dieser Strecke offenbar nicht (oder weder Arnold N noch Liliput H0 haben/hatten sie im Angebot).
Grüße
Felix
Hallo Felix,

Arnold hat zumindest den B4i pr 91 mit der 1. Klasse beschriftet. Artikel 3055.

https://www.modellbau-wiki.de/wiki/Preu%C3%9Fis...g,_Langenschwalbach)

Da sowohl die Kurstädte Wiesbaden und Langenschwalbach eher gehobene Kurorte waren, ist es schwer vorzustellen, dass es keine 1. Klasse gab.

Klaus' Buch vom Heimatverein Dotzheim ist leider vergriffen. Er hat das bestimmt genau beschrieben.

Gruß
Jürgen
Guten Morgen
Jürgen, ich gehe konform. Die Diskrepanz zwischen den DRG Wagen und den ‚KPEV‘ Wagen ist frappierend. Bei den DRG gibt es nur 1. und 2. Klasse, bei der Serie 1990-93 nur 3. und 4.Klasse (sieht man mal von dem braun/grünen ab, der mit 2. und 3. Klasse beschriftet ist. So, jetzt kommt der Hobbyist: realistischer sehen auf jeden Fall die 90/93 Serie aus (statt der blauen und roten Wagen), und die Klasseneinteilung kann man eh nur unter der Lupe sehen, will sagen, auf der Anlage sieht es schon stimmig aus, auch wenn die 1. Klasse fehlt.
Grüße
Felix
Zusatz: bei den Liliput Wagen (Liliput 811) fehlt auch die 1. Klasse.
Nochmals V G
Felix
Hallo zusammen,

meine grauen Zellen haben mich doch nicht im Stich gelassen. Ich habe das Buch über die Langenschalbacher Bahn bereits im Bestand.

Zur Lok findet man Angaben, dass zunächst mit T3 gefahren wurde. Die Eröffnungsfahrt fand mit drei Lokomotiven statt. Aufgrund der Steigung wurden dann die besagten T9 Bauart Langenschwalbach angeschafft.

Zu den Wagen finden sich diese Angaben:

Zunächst wurden nsgesamt 17 beschafft:

4 Wagen der 1. und 2. Klasse
8 Wagen der 2. und 3. Klasse
4 Wagen der 3. Klasse
1 Gepäckwagen

Es gab also tatsächlich anfangs keine reinen 1. Klasse Wagen. Lediglich für Ausstellungszwecke auf der Weltausstellung 1893 sollte ein 1. Klasse Wagen gezeigt werden.

Es wurde danach weitere Wagen gebaut, die dann auch auf anderen Strecken eingestzt wurden. Da wurden auch reine 1.Klasse Wagen gebaut und eingesetzt. Die waren olivgrün mit gelben Streifen.

Interessant ist, dass auch Klaus Kopp von der KPEV schreibt.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,
Danke, für deine Literaturrecherche! Ich habe das mal mit den Liliput verglichen (ich nehme an, dass Arnold da abgepennt hat...), ein Wagen 1./2. Klasse fehlt da. Der Wagen 2./3. Klasse ist vorhanden, Dann gibt es noch einen reinen Wagen 3. Klasse und einen solchen der 4. Klasse. Die aber gab es offenbar auf dieser Strecke nicht! Von der Fensteraufteilung des 4. Klasse Wagens würde am eher auf die 1. Klasse schließen (was Arnold dann ja auch mit dem blauen Wagen gemacht hat). Also, im ganzen nicht ganz vorbildgetreu, aber schön und vor allem stimmig auf der Moba anzusehen. Ok?
Grüße
Felix
Die Drehgestellwagen auf der Schwalbacher Strecke wurden aus Komfortgründen angeschafft. Ich glaube kaum, dass man diese teuren Waggons mit 4. Klasse ausgeliefert hat. Da hätte man irgendeinen Zweiachser an den Zug gehängt.
Das waren wohl die Modellbahnplaner mal wieder kreativ…

Gruß
Falco
Hallo Falco,

die Wagen wurden auch wegen der Streckeführung so gebaut. Wer die Aartalbahn kennt, weiß dass es sich um eine Strecke mit 30‰ und engen Gleisbögen handelt. Da fahren Zweiachser schlechter..

Als Später die 50er fuhren, baute man Führungsschienen ein. Die hatte man aber auch geopfert, um maschinell stopfen zu können. Das führte zu mehr Verschleiß. Gleiches galt für die Zigarren, weil die keine Spurkranzschmierung hatten. Daran erkennt man die Problematik.

Gruß
Jürgen
Selbstverständlich fahren die Zweiachser da schlechter, was sich sicherlich vor allem im Fahrkomfort niederschlägt. Aber hätte man deswegen teure, weil neue Drehgestellwagen für Fahrgäste angeschafft, die für ihre Fahrkarte nur Pfennigbeträge abdrücken? Der Fahrpreis der 4. Klasse war ja nur halb so hoch wie in der 3. Klasse.
Daher halte ich es für nicht unrealistisch, dass es die 4. Klasse bei dieser Wagenserie tatsächlich gar nicht gegeben hat. Ist aber natürlich nur eine Vermutung.
Wenn es so doch von Klaus Kopp beschrieben wurde.

Die Arbeiterzüge wurden, so steht es im Buch, nur aus 3. Klasse Wagen gebildet. Alle anderen für die Kurgäste waren gemischt.

Ich möchte auch noch einmal an die Bedeutung der beiden Kurstädte in dieser Zeit hinweisen. Wiesbaden nannte sich damals Weltkurstadt.

Also, auch wenn Du es als unrealistisch ansiehst, es war so, wie beschrieben. Als gebürtiger Wiesbaden bin ich an dem Thema dichter dran. Auch, weil ich Klaus Kopp eben persönlich kannte und seine Ausarbeitungen bezüglich der  Langenschwalbacher Bahn.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,

wenn es so ist, wie Du schreibst, nämlich dass die Arbeiter 3. Klasse fuhren, widersprechen wir uns doch gar nicht.

Gruß
Falco
Hallo Falco,

ja, das lag auf jeden Fall am Stellenwert, den die beiden Kurstädte hatten. Heute ist die Kur in Bad Schwalbach quasi tot.

Dennoch gibt es noch interessante Relikte aus der Zeit. In Bad Schwalbach existiert noch die Moorbahn, mit der Moor zum Moorbadehaus befördert wurde:
https://www.kurbahn-badschwalbach.de/

Auch in Wiesbaden gibt es noch ein Relikt aus der alten Zeit der Kuren, die Nerobergahn. Die einzige Bahn in Deutschland, die mit Wasserbalast betrieben wird. Sie wurde damals gebaut, um Kurgäste auf den Neroberg zum Kurhotel zu befördern. Ich wohnte lange Zeit drei Häuser entfernt von der Talstation und konnte die Bahn von meinem Zimmer aus sehen. Hier gibt es ein schönes Video darüber:

https://www.youtube.com/watch?v=AANy9BU8fdc

In der Zeit hat man keine Mühen und Kosten gescheut. Das betraf auch die Langenschwalbacher Bahn.

Gruß
Jürgen
Also Jürgen, Klasse, du kramst da Sachen aus, Klasse!
Die Nerobergbahn als Seilbahn mit Wasser'kraft' betrieben, genial! Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, mal wieder nach Wiesbaden zu fahren!
'Ne andere Kiste: man könnte ja Arnold/Hornby (die ja mitunter ältere Modelle neu auflegen) den Vorschlag machen, die Langenschwalbacher nunmehr in der richtigen Farbgebung und mit der Klasseneinteilung 1. Klasse, 2./3. Klasse und 3. Klasse neu aufzulegen. Dazu dann als Lok die T9.1 (als Basis könnte die hauseigene BR 74 dienen), Ist das eine Idee?
Grüße
Felix (der letztmals zu einem Konzert der Eagles 2012 in Wiesbaden war)
Nochmals hallo,
manchmal hat man einige Minuten Zeit und sitzt am Computer... So erfährt man dann zum Bsp, dass am 13.9. in Dotzheim ein Bahnhofsfest ist (https://www.aartalbahn.de/node/44). Und man erfährt, dass die Aartalbahn (oder ein Teil hiervon) denkmalgeschützt ist (https://www.aartalbahn.de/sites/default/files/2025-06/Denkmalpflegerisches%20Konzept%20Aartalbahn.pdf). Im Letzteren Dokument findet man dann auch eine Zeichnung eines Langenschwalbacher Wagens (mit 10 Fenster pro Wagenseite). Der würde dem blauen Arnold Wagen entsprechen, der Liliput Wagen aus 811 in blau-grau hat deren 6 pro Wagenseite, ich vermute mal, dass dies der erste Klasse Wagen sein soll, der auf der Weltausstellung gezeigt wurde (bei Liliput ist er als Klasse IV Wagen bezeichnet). Wie gesagt, am gräbt sich ganz tief in die Geschichte ein, und das ist jetzt auch ein Lob auf das Internet, das man jetzt dies kann.
Grüße
Felix
Hallo Felix,

wir waren in den 80er sehr aktiv und wollten die Stillegung verhindern. Der Landeskonservator Prof. Kiesow hatte die Aartalbahn damals unter Denkmalschutz gestellt.

Gruß
Jürgen


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