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THEMA: Frage zu: Probleme mit POM

THEMA: Frage zu: Probleme mit POM
Startbeitrag
fschum - 21.07.25 12:06
Hallo zusammen,

In der Diskussion „Decoder reagieren plötzlich nicht mehr“ (https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1462726) wurden einige Probleme mit POM gemeldet. Dabei ist es erstmal egal, welche Decoder zum Einsatz kommen.

Mich würde interessieren, wie sich diese Probleme äußern.

– Funktioniert POM dann überhaupt nicht?
– Tritt eine erhöhte Fehlerrate auf?
– Betrifft es das Lesen, das Schreiben oder beides?
– usw.

Evtl. ergeben sich dabei Indikatoren, in welche Richtung wir suchen/verbessern sollten.
Denn grundsaetzlich sollte POM zuverlaessig funktionieren.

VG,
Frank

Hallo,

gar nichts funktioniert überhaupt nicht. Das sind größtenteils plakative Übertreibungen.

An sich ging es nur darum, dass sich CVs selbstständig ändern und es wurde gemutmaßt, der Decoder würde irgendwelche Betriebsbefehle (Fahrstufen?) fälschlicherweise als POM erkennen und zufällige CV Werte ändern, die bei den Mehrfachtraktions-CVs 19 und 20 auffällig wurden. Niemand weiß, ob sich nicht auch andere Werte verändert haben, die nicht unmittelbar auffallen?

Grundsätzlich funktioniert POM Schreiben sehr zuverlässig, das gibt es im DCC Standard ja schon sehr lange. In der Kombination POM/Railcom kann man den Wert auch zurück lesen, und das Ergebnis überprüfen. Railcom erfordert eine gewisse Signalqualität, wobei es an sich unempfindlich gegen Störungen ist weil es sich um eine Stromschleife handelt. Die elektrische Verbindung zwischen Zentrale/Booster und der Lok muss ausreichend niederohmig sein, Das deckt u.U. Verkabelungsfehler, Übergangswiderstände oder schlechte Stromabnahme auf.

In den letzten Jahren gab es wohl einige Kompatiblitätsprobleme beim Railcom bzw. Bugs bei "Railcom-Neulingen" wie z.B. bei Märklin. Bei der z21 im Verein und bei meinem Piko Programmer geht das sehr gut.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Indikatoren, in welche Richtung wir suchen/verbessern sollten.


Man sollte zuerst Anlagenverkabelung überprüfen und mit einem Ohmmeter durchmessen. Mit mehrfach verlängerten 0,14 mm² Spielzeugdrähten, räudigen Lötstellen und zu wenig Einspeisestellen an der Anlage werden die Störungen erhöht. Verfettete Radschleifer (leider gerne auch ab Werk) verbessern die Kommunikation auch nicht.

Grundsätzlicher Verbesserungsbedarf besteht bei einer deutschen Firma, wo Railcom im N Segment nach wie vor nicht in den Produktbeschreibungen auftaucht und ein amerikanischer Decoderhersteller, der immer noch inkompatible Decoder konstruiert. Das beeinflusst allerdings PoM (Schreiben) nicht, sondern lediglich das Auslesen-on-Main.

Bei Anlagen, wo ständig Störungen auftreten, sollte man zuerst bei sich selbst anfangen zu suchen anstatt die Decoderhersteller nach Verbesserungen anzurufen.

Grüße, Peter W.
Hello!
Kann mich Peter nur anschließen.

POM Befehle sind genauso kompliziert oder einfach wie Fahrbefehle oder Lichtbefehle. Werden durch die Identen Prüfsummen in den DCC Befehlen geschützt. Wenn Fahren und Licht geht dann geht auch POM grundsätzlich.

Abseits von echten Firmware Problemen, die wohl jeder Hersteller irgendwann haben kann, gibt's mit POM keinerlei Probleme.

Zu der RailCom Lese Thematik, die mit POM gemeinsam genutzt wird: hier haben viele Modellbahner völlige Schmerzbefreitheit der genutzten Technik gegenüber. Jegliche Last ohne Gleichrichter davor und noch schlimmer Halbwellenlast erschweren das Lesen. Also: Glühlämpchen direkt am Gleis für Wagenbeleuchtung oder die 12V LED Streifen direkt am Gleis sind oft zu sehen und machen viel Ärger.

Den Hinweis ordentliche Kabelquerschnitte zu benutzen kann man nicht oft genug widerholen. Vor allem die kleinen Maßstäbe Z,N,H0 haben fast durchgehend zu geringe Querschnitte bei der Gleissignal Versorgung und zu seltenes Einspeisen. Die Schienen sind meist Neusilber das hat viiiiel höheren Widerstand als Kupfer. Daher alle 1-2Meter einspeisen!
-AH-
Peter und Arnold,

danke für Eure klaren Stellungnahmen!

Heinzpeter
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ein amerikanischer Decoderhersteller, der immer noch inkompatible Decoder konstruiert



Diese wuerden mich interessieren. Welche sind denn das?

---------

Im Ueberigen habe ich einen CV read Test seit heute Nachmittag laufen, mit einem dieser Decoder, wo es nach Verlautbarungen im anderen Thread, Probleme geben soll.

Derzeitiger Stand:

Successful CV reads = 106752
Failed CV reads = 0

VG,
Frank
Moin Frank,

in Bezug auf die Zimo MS Decoder tritt es in der Form aus, dass beim Schreiben CV teilweise nicht gesetzt werden. Das betrifft alle Decoder.
Beim Lesen lassen sich dann gar keine CVs auslesen, das betrifft allerdings nur einzelne Decoder

Gruß Moritz
Hallo Frank,

definitiv bekannt ist dass einige (alle?) Digitrax Decoder nicht optimal funktionieren, wenn eine Railcom Austastlücke generiert wird. Problematisch wird es dann wenn z.B. deutsche Modelle von japanischen Herstellern mit dem Konstruktionsprinzip für amerikanische Modelle konstruiert werden und dann vom Importeur amerikanische Decoder dazu angeboten werden.

Besorge Dir einmal so eine Digitrax DCC Tauschplatine und lass Deine Tests drüber laufen. Die Ergebnisse würden mich sehr interessieren.

Grüße, Peter W.
Anmerkung zu #2, den Glühlämpchen einseitig gegen das Gleis.

Nach meiner Erfahrung mit ZIMO und D&H Decodern sind diese sehr tolerant gegenüber einseitig belasteten Halbwellen des DCC Signal. Sowohl was POM Schreiben als auch RailCom Lesen anbelangt.

Das folgere ich aus folgender Konfiguration: Ich benutze ABC-Bremsung in beiden Richtungen und weil ein D&H Decoder bei 4 Bremsdioden nicht halten wollte, verwende ich statt Dessen eine 5,1V/5W Z-Diode. Obwohl im Bremsfall eine Halbwelle also um 5,1V beschnitten wird, funktionieren POM Lesen/Schreiben ohne Probleme.

Die angeblich problematische einseitige Belastung mit Lämpchen halte ich deshalb für logisch aber nur Vermutung.

Ich benutze an der z21 das 18V Netzteil und habe 16,4 V RMS an der Schiene. Vermutlich haben manche Leute Probleme, weil sie versuchen mit weniger Spannung zu fahren, was nach meiner Einschätzung in jeder Hinsicht kontraproduktiv ist.

Gruß von Aron

Digitarx Decoder (und Umetikettierte für NOCH oder nun KATOs dänischer EU Generalimporteur) aller möglichen Sorte für N Fahrzeuge egal ob Japan, USA oder EU Markt werden NIEMALS RailCom kompatibel werden, weil sie ein eigenes Transponding System haben. Steht auch in den FAQ dieses Herstellers drinn. Im übrigen ein alter Hut.

Digitrax Decoder stottern bei zugeschalteter DCC RailCom Austastlücke in der Zentrale. Der Decoder interpretiert das "Loch" im DCC Datenbus als Stromausfälle.

Man muss bei diesen Decodern RailCom in der Zentrale leidre abschalten.

Ersatz gibt es von TCS aus USA, deren Lokplatinen haben RailCom an Bord.



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