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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Radschleifer aus Wolfram Carbid/Tungsten

THEMA: Radschleifer aus Wolfram Carbid/Tungsten
Startbeitrag
AB - 18.07.25 17:01
Hallo,

ich habe die Frage aus was die Radschleifer die den elektrischen Strom der Loks übertragen gemacht sind.

Wenn die etwas schlechtere Leitfähigkeit von Wolfram Carbid / Tungsten ausreicht müssten die Radschleifer wegen einer brauchbaren Qualität aus Tungsten sein.

Also ich würde das so bauen wenn es geht.

Wisst ihr was für ein Material verwendet wird?

Hallo AB,

Phosporbronze
Kupfer (hart)
Messing,
...

Ciao
U
Hallo,

... und Neusilber (Kupfer/Nickel). Wolframcarbid geht gar nicht, zu hart und spröde, Wolfram (engl. Tungsten) ähnlich.

Viele Grüße
Nimmersatt
Guten Abend,

sowohl Wolframcarbid als auch Wolfram lassen sich mit unseren Mitteln nicht bearbeiten. Auch nicht löten oder schweißen. Von einer Nutzung in der Elektronik oder Feinmechanik habe ich noch nie gehört. Als Radschleifer wären die Räder wahrscheinlich sehr schnell abgeschliffen, ohne überhaupt Spuren an den Schleifern zu hinterlassen...

Gut für Panzer-Wuchtgeschosse als saubere Alternative zu Uran. Russen und Amis verschießen Uran, Deutsche und Franzosen Wolframcarbid. Seit dem Verbot von Blei auch als Alternative für "Anglerblei" im Handel, weil ähnliche Dichte. Außerdem im Einsatz, wenn extreme thermische Anforderungen bestehen.

Granulat in Kunstharz gebettet kann als Gewicht für Lokomotiven dienen. Warnung: Wolframgranulat vom Chinaversand ist häufig stark mit giftigen Schwermetallen belastet.

Wolframcarbid ist ein keramisches Material. Ebenfalls sauschwer und mit unseren Mitteln nicht zu bearbeiten. Relativ guter Isolator, nix für Kontakte.

Tungsten ist die engliche Bezeichnung für Wolfram. War anfangs als Glühfaden in Glühlampen im Einsatz, wegen der extremen Temperaturbeständigkeit. Insgesamt hatte aber Osmium dafür bessere Eigenschaften. ("Osram")

Grüße
Zwengelmann
Hallo Michael,

Wolframcarbid ist keine Keramik, sondern eher legierungsartig, zeigt metallischen Glanz und ist auch elektrisch Leitfähig, etwa 10% von Kupfer.

Viele Grüße
Nimmersatt
Hallo Andreas,
gern genommen wird auch
oxidationsfreier Stahl (Edelstahl)
mit der Materialbezeichnung 14310.
Das Material hat federnde Eigenschaft und ist lötbar.
Materialstärke von 0,1 bis 0,15 mm reichen in Spur N.

Gruß Holger
Andreas,
was möchtest Du denn machen?
Willst Du die Stromaufnahme Deiner Lok, des Vorläufers, des Tenders, der Wagen verbessern, oder deren defekte Stromaufnahme reparieren?
Oder willst Du Dir gar eine Lok "von Hand Schnitzen" ? (das geht auch und könnte man aus Deinem Eröffner auch lesen)
Das wär schon gut zu wissen, wenn man Dir helfen soll.
Die Idee mit Wolfram und Co. ist jedenfalls gar nichts, da helfen alle weiteren Daten im Detail nichts.
Und die Tatsache, dass Du damit zuerst kommst, ist kein gutes Zeichen für weitere Kenntnisse .
Halt Dich primär an Uli @#1, so knapp das auch gehalten ist.
Wenn Du jetzt verrätst, was Du vorhast, kann man auch versuchen zu helfen.
Grüße   Klaus
Hallo Holger-LE,

ich wusste nicht das V2A Edelstahl Loetbar ist, Schweissbar ja aber Loetbar nicht.
Siehe hierzu folgendes:

Edelstahl 1.4310 (AISI 302, X10CrNi18-8) besitzt eine sehr gute Schweißbarkeit und ist für alle gängigen Schweißverfahren wie etwa WIG-Schweißen, Lichtbogenschweißen oder Laserstrahlschweißen geeignet. Ein Schweißzusatzwerkstoff und eine Wärmebehandlung nach dem Schweißen sind nicht erforderlich. Wir raten Ihnen zur Beurteilung der Schweißbarkeit unseren CEV-Rechner zu nutzen.
Quelle: AGST Draht & Biegetechnik.

Also fuer Kontatschleifer wuerde ich eher Kupfer Verzinngt oder Neusilber nehmen.

Gruss
Klaus
Neusilber ist m.M.n. noch am Besten. Danach folgt Phosphorbronze. Kupfer oxidiert schnell, Messing über die Zeit auch.
Hallo Klaus,
als V2A kenne ich Edelstahl 14301, 14304...
Die meisten Schrotthändler kaufen es als solches an, wenn es nicht magnetisch ist. Es hat keine federnde Eigenschaft.
14310 ist Federstahl, ist magnetisch aber rostet nicht. Durch Anlassen kann die Federkraft erhöht werden. Es wird als Draht und "Blech" auch in der Kupplungstechnik verwendet.
Zum Löten verwende ich als Flussmittel Lötöl von Sommerfeld oder Lötfett.
Jedoch verzinne ich damit nur das Blech. Zum Draht anlöten reicht dann Kolophonium. Lötfett ist gegenüber Kupfer zu aggressiv. Schweißen geht sicher auch. Aber für das doch recht dünne Material dann eher Punktschweißen.
Falls jemand probieren möchte, kann ich Material zu Portokosten zur Verfügung stellen.

Reines Kupfer hat kaum Federwirkung.
Für Stromabnehmer würde ich es nicht verwenden.
Messing auch nur in der "harten" Ausführung. Federbronze ist da besser.
Neusilber ist eine Legierung mit geringer Federwirkung. Ist aber für geringe Abstände gut geeignet und zudem mit sehr geringe Oxidationsneigung.

Beachten sollte man. Je größer der Federweg um so größer sollte auch die Federkraft sein. Bewegt man das Material von Abstand max. auf min. sollte es selbstständig auf max. zurück gehen. Andernfalls ist es zu "weich".

Schönes WE
Holger




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