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THEMA: Peco Weichenantrieb Vergl Servo vs MBT
ich hole ein Thema , das mich wieder mal beschäftigt erneut hervor. ( Ich fahre DCC mit TC auf Peco Code 55 Zentrale Digitalhersteller)
Vor dem Bau meiner aktuellen Anlage habe ich ausführliche Tests mehrerer Weichenantriebe durchgeführt und bin am Ende beim ( direkt angelenkten) Servo gelandet - für mich der größte Vorteil - leise. Schon damals erschienen mir die MBT Antriebe sehr laut. Der Servo hat zwei Nachteile - zum einen ist bei meiner Anordnung der Winkelweg im Servo rel gering d.h ein gewisser Verschleiß der wenigen Zähne stellt sich im Laufe der Zeit ein und man muss die Anordnung servicefreundlich zum Servowechsel gestalten. Zum anderen benötigt er ein Relais zur Herzstückpolarisierung ( ist aber auch kein Drama)
Weil aber immer wieder die Vorzüge der MBT Antriebe hervorgehoben werden, hab ich in einer kleinen Erweiterung meiner Abstellgruppe einige dieser Antriebe nun eingebaut. Vorteile für mich wären - integrierte Herzstückpolarisierung und über den zweiten Schalter rückmeldefähig bzgl Weichenstellung ( hab ich aber noch nicht realisiert)
Nun stell ich im Betrieb fest, dass diese Antriebe ( direkt angelenkt an der Platte) surren wie ein Bienenschwarm und zum anderen dass sie sequenziell extrem langsam Schalten. Bis da eine Weichenstraße gestellt ist, vergehen mehrere Sekunden- ist das so oder mache ich da einen fatalen Fehler, den ich noch nicht gefunden habe ( im TC fahre ich diese Motoren mit den gleichen Einstellungen wie die Servos) - die Frage zielt auf den Neubau einer weiteren Anlage ab
besten Dank für Eure wertvollen Tipps
heinz
ich kann nur zu einer Deiner Fragen etwas beitragen. Extrem langsames Schalten der Weichen halte ich für vorbildgerecht. Bei mir habe ich die Servos auch so eingestellt, daß es mehrere Sekunden dauert bis eine Weichenstraße gestellt ist. Der Zug muss solange warten
LG Rimbert
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
ich kann nur zu einer Deiner Fragen etwas beitragen. Extrem langsames Schalten der Weichen halte ich für vorbildgerecht. Bei mir habe ich die Servos auch so eingestellt, daß es mehrere Sekunden dauert bis eine Weichenstraße gestellt ist. Der Zug muss solange warten
So soll es sein, 👍️
die Weichenschaltzeit ist proportional zur Schaltspannung - die könntest Du erhöhen um die Schaltzeit zu reduzieren. Ich betreibe die Antriebe mit 12 V - entspricht etwa 2 Sekunden (10 V wären etwa 2,5 Sekunden). Mir gefällt es.
Das Surren ist offenbar abhängig von der Charge: ein erster testweise gekaufter MP1 Antrieb ist laut; die restlichen 10 (letztes Jahr auf der Intermodellbau gekauft) sind eher leise und fallen im normalen Betrieb nicht auf. Zum letzten Jahreswechsel hatte ich für einen Hosenträger noch 4 MP4 gekauft - die sind sicherlich unüberhörbar..
Ciao, Lutz
ich kann den Vorredner nur zustimmen, mit gleicher Erfahrung in Positiven sinne!
Habe alle 60 Peco Weichen Schalter durch MP ersetzt,
jetzt ist ruhe im MOBA-Zimmer bei vollem-/ Automatischem Betrieb..
Henri
vielen Dank für die Beiträge - ja auch ich schalte die Servos mit langsamer Geschwindigkeit - wobei man da schnell in die Diskussion der Feder kommt, die hier schon unzählige male geführt wurde ( das möchte ich nicht wieder aufwärmen) Aber die MP Antriebe sind nochmals deutlich langsamer - vor allem passiert es, dass der Zug schon losfährt , da sind noch nicht alle Weichen der Strasse gestellt - wenn man die Weichen nicht mit Positionsrückmeldern ausstattet (und das ist bei 60 Weichen richtig teuer) dann weiss ja TC nicht wann eine Weichenstrasse komplett gestellt ist ?
beste Grüße
heinz
ich verstehe das Thema mit der Geschwindigkeit nicht. Der Dekoder steuert doch die Schaltzeit für den Antrieb, Diese ist doch unabhängig von der Zeit der Steuerbefehle am DCC Bus von der Zentrale her. Diese sendet die Stellbefehle weiterhin im 200ms Takt. Ich kann es auch entsprechend auf meiner Anlage beobachten. Meine MP Antriebe schalten überlappend, nicht einer nach dem anderen. Meine Dekoder sind so eingestellt, dass die Dauerstrom geben und die Endschalter der MP Antriebe die Arbeit machen.
Meine Antriebe haben 3mm Stellweg, für N völlig ausreichend. Fahrstrassen von 5-6 Weichen sind innerhalb von 1-2 Sekunden gestellt.
Gruss
Stephan
ja das sehe ich zwar auch so , ist aber nicht so - der Decoder schaltet eindeutig sequenziell, auch wenn die Steuerbefehle von TC im 200ms Takt kommen. Ich muss dazu sagen , die Servos steuere ich mit ESU switch Pilot , für die MBT Antriebe habe ich einen Decoder von Decoderwerk ( vielleicht kann der immer nur eine gewisse Leistung verarbeiten)
beste Grüße
heinz
auf der Website von Decoderwerk steht:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Jeder Ausgang kann mit 2A belastet werden und liefert 9-24V Gleichspannung. Der Decoder kann insgesamt mit maximal 2A belastet werden.
Das könnte durchaus ein Hinweis darauf sein, daß er nicht mehrere Weichen gleichzeitig schaltet. Da er vermutlich nicht den tatsächlichen Strom der MTB-Antriebe mißt, wird er vermutlich vom Wörst Case ausgehen.
Klaus
Wen Du im TC mit Zugfahrten fährst, kannst, in den Regeln. die Vorschau je Zugfahrt einstellen.
Da werden je nach Einstellung Blöcke im Voraus reserviert. auch Weichenstrassen.
ich habe z.B. in jeder Zugfahrt die Vorschau auf drei Blöcke eingestellt.
Da bleibt der Zug vor der Weichenstrassen stehen bis alle Weichen Gestellt sind, erst dann fährt er wieder weiter.
Das dauert etwa 1-3 Sek. je nach grösse der Weichenstrassen.
Auf meiner Anlage sind auch 60 Weiche verbaut, und 4 DKW mit MP antrieb. alle funktionieren auf die ZF abgestimmt.
Gruss Henri
P.S. angesteuert werden die MP von Lenz LS-150 Weichen Decoder, da kann man die Zeit einstellen
Das Verhalten von Zentralen und Decodern ist sehr unterschiedlich dadurch hat man oft gänzlich anderes Verhalten. Hinzu kommt noch ein PC Programm das gegebenenfalls einen großen Weichenversatz steuern kann.
Einige Zentralen halten zeitlichen Abstand zwischen 2 Weichenbefehlen, weil es (noch immer) viele Decoder gibt die Befehle verschlucken wenn das zu knapp hintereinander kommt. Daher senden die wirklich guten Zentralen die Zubehördecoder Befehle mehrfach aus um Lesefehler der Decoder zu kaschieren.
Weichendecoder führen die Befehle unmittelbar aus, sollte zumindest so sein. Einige Decoder können aber Bewegungen nur einzeln durchführen und hören während der Bewegung nicht mehr auf's Gleis. Das ist meist der zu sorglos primitiven HW geschuldet die sonst das Timing für die kontinuierliche Bewegung nicht hinbekommen. Ohne der Konzentration auf dei Servobewegung wurde ein Jitter im Signal sein und der Servo eine wackelige Bewegung machen. Dadurch entstehen so Effekte, daß Befehle vergessen oder mehrere Weichenbefehle sequenziell nacheinander abgearbeitet werden. "You get what you pay for"
Die mtb Antriebe sind wie schon erwähnt keine Servos sondern kleine Motore. Der Bewegungsablauf geht autonom da braucht kein Decoder was zu machen. Einzig bei den einfacheren Typen MP1/4/5 muß während der Bewegung Strom geliefert werden. 3 Sekunden Impuls wäre gut, das können viele Decoder aber nicht so muß man oft auf Dauerstrom ausweichen.
Die Bewegung von Zungen beim Vorbild ist seit eta 100 Jahren wesentlich rascher als das was Modellbahner erwarten. Motorweichen beim Vorbild haben meist eine Feder die ein festes Anlegen der Zungen sorgt. So funktioniert dann der Verschluß betriebssicher. Damit schaut das fast so aus wie bei klick/klack Antrieben auf der Moba. Die Seilzüge aus den Stellwerken gibt es natürlich auch heutzutage noch aber die werden immer weniger. Damit ist dieses langsame Umstellen Großteils Vergangenheit. Einfach mal auf einen Bahnhof gehen der viele Zugfahrten hat (damit man nicht so lange warten muß) und die Bewegung der Weichen beobachten. Meist läuft das so ab, man hört den Motor, dieZungen "wackeln leicht" es mach klack und nach weiteren kurzen Geräusche ist wider alles still.
-AH-
genau das ist der Vorteil des Dauerstroms. Der Dekoder gibt dann sofort den Strom gemäss Polung aus und arbeitet alle Befehle nach dem Takt des Digitalsignals ab, ohne zu warten, dass der Schaltvorgang jeder einzelnen Weiche vollzogen wurde. Den Schaltvorgang als solches steuern die Endschalter des MP Antriebs, Das garantiert eine viel schnellere Abfolge der Fahrstrassen-Stellung
Gruss
Stephan
Vielen Dank nochmals für die ausführlichen Erläuterungen - ich bin am Überlegen, ob ich mir noch einen anderen Decoder für die notorischen Antriebe gönnen und es erneut versuche, oder ob ich einfach bei den Servos bleibe, denn die Rückmeldefähigkeit der mot Antriebe in praktisch digital verarbeitete Rückmeldungen umgesetzt ist wirklich teuer
LG
Heinz
das musst du selbst entscheiden. Bei meiner H0 Anlage habe das nicht realisiert und lebe ganz gut auch ohne. Wenn mal eine Weiche nicht schaltet geht die Welt damit nicht unter. Wenn die Anlage mit Absturzsicherung ausgestattet ist, passiert meistens nichts besonderes. Mit der Wahl robuster Antriebe passiert sowieso nichts.
Bei meiner jetzigen im Bau befindlichen Spur N Anlage könnte ich die Stellüberwachung auch realisieren. Aber wofür die ganze Mühe und die Kosten für Rückmeldedekoder? Für den einen Fall, der vielleicht alle 10 Jahre geschieht? Es ist eine Modellbahn, da gibt es keine Toten, wenn mal was nicht schaltet,
Ich sehe das als technische Spielerei für Kontrollfreaks, genau die gleichen, die jeden cm ihrer Gleise überwachen und mit Rückmeldern überwachen.
Mit der heutigen Steuersoftware kann man das auch softwaremässig lösen. Windigipet kann alle Kontakte überwachen und wenn eine Belegtmeldung im Verhältnis zu den eingestellten Fahrstrassen unerwartet passiert oder ein Zug dank Railcom Rückmeldung unerwartet irgendwo auftaucht, wird ein Notstopp eingeleitet.
Gruss
Stephan
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Die Bewegung von Zungen beim Vorbild ist seit eta 100 Jahren wesentlich rascher als das was Modellbahner erwarten. Motorweichen beim Vorbild haben meist eine Feder die ein festes Anlegen der Zungen sorgt. So funktioniert dann der Verschluß betriebssicher. Damit schaut das fast so aus wie bei klick/klack Antrieben auf der Moba. Die Seilzüge aus den Stellwerken gibt es natürlich auch heutzutage noch aber die werden immer weniger. Damit ist dieses langsame Umstellen Großteils Vergangenheit.
Da muss ich widersprechen: Zumindest in Deutschland (und Österreich ist signaltechnisch nicht groß anders unterwegs, aber es mag Unterschiede geben), dauert der Umlauf einer elektrisch gestellten Weiche (zumindest mit dem typischen S700-Antrieb) rund 3 Sekunden. Das ist damit langsamer als in einem mechanischen Stellwerk, denn kein Fdl/We braucht 3 Sekunden um dem Hebel umzugehen. Trotzdem sind Relais- und elektronische Stellwerke in Summe schneller weil sie mehrere Weichen gleichzeitig ansteuern können.
Für Ablaufberge gibt es spezielle Schnelläuferweichen die in etwa einer Sekunde umlaufen, damit sicher zwischen den einzeln rollenden Wagen geschaltet werden kann.
Viele Grüße
Dirk
ich habe MP4 in meiner Anlage verbaut. Die sind inzwischen gedimmt und damit langsamer und leiser.
Meine Weichendecoder lassen eine Reduktion der Ausgsngsspannung zu. Das hat sie deutlich leiser werden lassen.
Grüßle
Ralf
Fabian
ich habe Digikeijs DR4018 verbaut. Das „Nachfolgeprodukt“ Y D 8116 von - YAM….ORC (Punkte gehören nicht zum Namen) kann das meines Wissens auch.
Grüßle
Ralf
Beste Grüße
Heinz
https://skyline-apa.com.au/Servohalter.htm
Grüße von Down Under,
Peter
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