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THEMA: Glockenankermotor: warum nicht Standard ab Werk?

THEMA: Glockenankermotor: warum nicht Standard ab Werk?
Startbeitrag
Nimbi - 26.06.25 12:17
"Prinzipielle" Anfänger-Frage:
Warum statten die Hersteller heute neue Modelle - zumindest Neukonstruktionen - nicht standardmässig mit Glockenankermotor aus?
Oder machen das bestimmte Hersteller? Wenn ja, welche?
Gibt es (nachvollziehbare) technische Gründe, warum das nicht geschieht?
Oder sind die (allfälligen) Mehrkosten wirklich so signifikant - angesichts der heute verlangten Preise für Triebfahrzeuge?
?

Hallo Georg,

wäre das nicht eine Frage, die du eher an die Hersteller richten müsstest und nicht an Hobbykollegen ?  

Als Hobbykollege kann man sicherlich nur mutmaßen bzw. raten. Aber hilft das weiter ?

Übrigens haben bereits einige Großserienmodelle ab Werk GAM.

Viele Grüße
Frank
Vielleicht erachtet man den Zusatznutzen nicht als gravierend genug?
Zudem haben die Dinger dem Vernehmen nach ja wohl Probleme mit analogen Netzteilen, wenn die PWM nutzen. Der Hersteller wird kaum das Risiko eingehen wollen, dass seine Loks reihenweise gehimmelt werden, wenn der Kunde diese vergleichsweise moderne Art der analogen Steuerung einsetzt. „Nur digital oder mit Uralttrafo“ will man vielleicht doch nicht draufkleben.

Gruß
Falco

Hallo

Das hat sicherlich Konstruktionsgründe die so schnell kein Serienhersteller bewerkstelligen kann.
Zudem würden die Loks noch teurer als sie heute schon sind. Und sicher wollen auch nicht alle
Glomo haben. Wer z.B im Analogbetrieb eine Dauerzeugbeleuchtung hat dürfte Probleme bekommen.

Gruß
Frank
"Übrigens haben bereits einige Großserienmodelle ab Werk GAM."
aha! gibt es dazu vielleicht irgendwo eine Übersicht, welche Modelle das sind?

"analog": da wäre es interessant, wie sich die Verkäufe heutzutage aufteilen zwischen digital und analog. Und könnte man die Thematik nicht durch eine entsprechende (Steck-) Decoder-Schnittstelle lösen bzw. entschärfen?
Die Modelle kommen ja ohnehin in mehreren Versionen kommen - von "rein analog" über "digital vorbereitet/DSS Schnittstelle" bis "Sounddecoder fix oder austauschbar verbaut"?  

PS: wenn ich die Möglichkeit hätte, die Hersteller direkt zu fragen *mit Chance auf Antwort*, würde ich das machen.     
Weil asiatisch GAM eine um den Faktor 50 niedrigere Lebensdauer haben als herkömmliche mit wechselbaren Kohlen.

Gruß von Aron
Wenn man die Modelle in der analogen Version kauft und dann auf digital umrüstet, kommt man in der Regel günstiger.
Klappt nicht immer aber bei den meisten geht das auf.

Gruß Tobi
Was sind denn das für Motoren, die Flm bsw in den 642 Desiro einbaut?

https://www.fleischmann.de/static/frontend/Casi...2/DE/80742010930.pdf

Gruß
Olaf
Hallo

ich rüste derzeit eine Menge Loks auf GAM um, meine Frage, woher kommen denn die Annahmen über Lebensdauer?

Die alten 3 Poler / 5 Poler kosten als ET TW dreimal so viel oder mehr als die Motore von DM Toys, laufen mieser, und kommen mittlerweile alle aus China, daher wo ist der Unterschied?

LG

Patrick
Hallo zusammen,


hallo Olaf,
der Motor von Dir verlinkt erscheint mir als Fleischmann-Einwegmotor, den sie vor rund 10 Jahren eingeführt hatten, z. B. auch BR 62. Nix Glockenanker.

@all:
Es kommen ja zusehends (China)-GAM in die Fahrzeuge rein, auch wenn alte Konstruktionen für eine Neuauflage überarbeitet werden.

Wo ich immer ins Grübeln komme ist die Sache mit der Angabe Lebensdauer. Faulhaber hatte nach meiner Erinnerung eine Lebensdauer von 20.000 Stunden angegeben bei glattem Gleichstrom usw... Die Faulhabers waren aber nicht gerade die standfestesten. Maxon war da dann besser. Und wenn die China-GAMs auch nur 1/10 Lebensdauer haben, dann bleiben da immer noch 2.000 Stunden stehen.
Und wer von Euch hat eine Lok / einen Motor mit 2.000 Betriebsstunden? Im Vergleich zu der abgesetzten Menge wird das sehr marginal sein.

Ich werde zukünftig, soll ein Eisenankermotor bei mir den Löffel werfen, diesen mit einem GAM ersetzen. Gut, manchmal bleibt nix anderes über, da Originalmotor nicht mehr lieferbar.


Viele Grüße
Christian Strecker
--- und wenn er stirbt, tausch man ihn halt aus. Kostet ja nur wenige € (3-5) das Stück aus PRC.
Geduldiges Bastel wünscht Ulrich
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

und wenn er stirbt, tausch man ihn halt aus. Kostet ja nur wenige € (3-5) das Stück aus PRC.



Dann frage ich mich, was an einem Modell das in Vietnam produziert wurde zum Teil 400 Euro wert ist ?????

Grüße
Frank
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Lou

--- und wenn er stirbt, tausch man ihn halt aus.



So ist es! Einfach nicht "einbetonieren" mit Unmengen von 2K-Kleber. in den meisten Fällen und bei guter Entfettung reicht ein Tropfen Pattex. Den kann man dann bei Bedarf einfach aufhebeln mit einem Schraubendreher. Ist ein alter Tipp von Michael Peters!

Grüßle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Die Ausgangslagen und Vorlieben sind natürlich unterschiedlich. Bei mir ist es absoluter Neustart ohne "analogen Altbestand" und ich möchte gerne "optimal für digital" kaufen.

Basteltechnisch kann ich extrem wenig - evtl. schaffe ich es, ein Gehäuse zerstörungsfrei zu öffen und einen Decoder in eine genormte Steckerschnittstelle zu stecken. Sowas mit mehreren Drähten einzulöten oder gar "herumzufräsen" ist jenseits meiner Möglichkeiten. Bewundere es natürlich sehr, wenn ich sehe, was manche Forumskollegen diesbezüglich können und draufhaben!

Klarerweise muß ich mehr Geld auf den Tisch legen, wenn das Teil ab Werk voll digital ausgestattet sein soll. Dafür auch mit Garantie & Gewährleistung und ohne "schwieriges Gefrickel" für mich.

Angesichts der Vorteile von GAM im Digitalbetrieb wäre es mir  am liebsten, wenn die Hersteller gleich ab Werk (auch) eine Version "DCC + GAM" (mit oder ohne Sound, ist mir weniger wichtig) anbieten würden. Also jedenfalls bei Neukonstruktionen. Hätte gehofft, dass das bei Preisen von € 300 - € 500 möglich wäre.  
Hallo zusammen,

eigentlich wurde das schon zig mal diskutiert.

Meine Meinung ist klar und bleibt. Ich fahre digital und benötige keine GAM. Ich bevorzuge Motoren, die ich warten und reparieren kann. So fahren bei mir noch 50 Jahre alte Loks digital hervorragend mit den Originalmotoren.

Gruß
Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name:

Warum statten die Hersteller heute neue Modelle - zumindest Neukonstruktionen - nicht standardmässig mit Glockenankermotor aus?



Vllt. weil Glockenankermotore nicht zwingend besser sind. Beim Vergleich mit den dreipoligen Konstruktionen aus den frühen 70ern (Fleichmann, Arnolg & Minitrix) gibt es einen großen Unterschied, modernere, schräg genutete Fünfpoler (z.B. Atlas, LifeLike/Walters, Intermoutain) laufen nicht schlechter.
GAM wiegen (meistens) weniger, und da die Loks zunehmend leichter werden, ist jedes Gramm mehr wichtig.

Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name:

Dann frage ich mich, was an einem Modell das in Vietnam produziert wurde zum Teil 400 Euro wert ist ?????



Schon mal darüber nachgedacht, dass der ganze Kram erst konstruiert, danach Formen gebaut, die Rohlinge lackiert,  beschriftet und zu einer Lok zusammengebaut werden müssen?
Die Konstrukteure werden, wenn sie in unserer Gegend leben, nicht für 2,50 €/h arbeiten. Die Stückzahlen sind gering. Die Händler betreiben ihr Geschäft meistens, um Geld zu verdienen.
Sparmaßnahmen, wie durch den Kunden anzubringende Kleinteile, sind verpönt.
Und dann gibt es noch die USt (19% in D-Land). Dazu noch die Entsorgungsgebühren (ja, inzwischen auch Pflicht, ist ja ein Elektogerät)

Wer das alles für ungerechtfertigt hält, sollte sich den CIL-Standmodellen zuwenden und dort ein motorisiertes Chassis reinbasteln.  Fährt dann auch (hoffentlich), ist viel billiger und (außen) robuster.
Bewegliche Steuerung bei der Dampflok? -> filigraner Schnickschnack
Beleuchtung, sogar noch in Fahrtrichtung wechselnd oder Rangierlicht? -> Habt Ihr keine Lampen in euren Räumen? Wisst Ihr nicht, was Ihr gerade mit der Lok macht und wo sie hin fährt?

Gruß
Gerald
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name:

der Motor von Dir verlinkt erscheint mir als Fleischmann-Einwegmotor, den sie vor rund 10 Jahren eingeführt hatten


Ich weiß nicht für welche Güteklasse "Einwegmotor" steht. Aber meine drei Desiros fahren seit rund 10-15 (?) Jahren ausgesprochen gut damit. Ich hatte nie Probleme und kein ruckeln oder stocken wahrgenommen. Auch erschienen mir die Antriebsgeräusche nie kratzig oder schleifend. Eine Baureihe von ganz wenigen Fahrzeugen wie auch die Flm V60 oder Vectron, die ich bislang nicht neu motorisieren brauchte.

Gruß
Olaf

#14, Tun die bei mir auch analog. Selbst die DDR-Piko-Nohab von 1970 fährt absolut butterweich auch im Kriechgang (im Unterschied allerdings zu deren V180), die West-Ware erst recht.
Mir dünkt, hier spielt eventuell ein gewisses Maß Esoterik eine Rolle. GAM muss besser sein, weil besser. Oder so.

Gruß
Falco
#15, Du übertreibst. Die Dampfloks aus den 80ern und 90ern waren auch schon (teils sehr) filigran, vor allem die Steuerung. Ich habe hier auch aktuelle Produkte neben denen von damals stehen, und ja, der VT11.5 war in den 80ern mit 200 DM auch schon teuer, aber dann auch Made in Austria. Wenn Fleischmann ein nahezu identisches Modell, das zu großen Teilen auf den alten Formen basieren dürfte, heute zum vierfachen Kurs und mehr anbietet, lässt sich das nicht mit "ist ja heute viel besser" und "es wird alles teurer" rechtfertigen. Es ist nämlich nur marginal besser.
Man sehe sich die Gebrauchtpreise an: Da kannst Du froh sein, wenn Du nach einem halben Jahr noch 50% vom Neupreis bekommst.
Insofern sind fabrikneue Modellbahnen ähnlich überteuert wie Neuwagen, bei denen ein ähnlicher Preisverfall stattfindet.
Hallo!


Bei GAM im Analogbetrieb gibt es ggf. Probleme mit automatischer Blockstellensteuerungen: Die Loks fahren bei roten Signal einfach durch, weil sie wegen des geringen Stomverbrauch nicht richtig erkannt werden. Als ich noch analog unterwegs war, war das ein ernsthaftes Problem.  Mit den klassischen Motoren gab es dieses Problem nicht.

Die Hersteller sind mit den klassischen Motoren einfach auf der sicheren Seite.


Viele Grüße
BWB

Hi #18,

mechanisch waren die Loks damals nicht schlechter, die Detailierung Mitte der 80er Jahre auch, bei neuen Modellen, schon recht gut. Nur waren die Spritzgussteile noch nicht so fein.
Die Preise waren, unter Berücksichtigung der Inflation, vor 40 Jahren auch nicht geringer. Wenn man eine mittlere Preissteigerung von 3,5 - 4 % annimmt, sind sie sogar gleich geblieben. Um 1985 hat eine gewöhnliche E-Lok, z.B. 110 oder 111, schon über 100 DM gekostet.

Bei Gebrauchtteilen ist es wie bei allem, was nicht neu ist. Eine Frage von Angebot und Nachfrage. Schau dir die Preise, die für den gebrauchten Kato VT18 aufgerufen und scheinbar auch bezahlt wurden, an, oder die Berliner S-Bahn von Arnold/Minitrain. Wenn man für die oben genannten Loks heute 40 € bekommt, kann man zufrieden sein. Denn heute gibt es mit eBay & Co einen ganz anderen Gebrauchtmarkt, damals waren es nur Kleinanzeigen in Zeitschriften, der kommerzielle Handel und der Flohmarkt (oder MoBa-Börse).

Gruß
Gerald
Hätten wir eine durchschnittliche Teuerung von 3,5 bis 4%, pro Jahr seit den 80ern, wären einige längst auf die Barrikaden gegangen 😃.

Vom Fahrverhalten her habe ich nicht in ALLEN Fällen den Eindruck, dass sich das seither verbessert hat 😊. Insbesondere was die Fähigkeit angeht, längere Züge zu ziehen.

Gruß
Falco
Hi Falco,

kannst du dich noch an die Lebensmittelpreise um 2000 erinnern? Vieles hat heute den (annähernd) selben Betrag in Euro, wie er damals in DM war. Such dir mal eine Barrikade.

Schau mal in die neueren Loks hinein und vergleiche das chassis mit denen aus den 80ern - 90ern. Dann sollte dir die Ursache für den Zugkraftverlust klar sein. Aber Abhilfe ist möglich. Schmeiß diesen neumodischen Kram heraus und fülle die Hohlräume mit Zink, Kupfer oder einem beliebigen Schwermetall.

Gruß
Gerald
Moin Falco,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Hätten wir eine durchschnittliche Teuerung von 3,5 bis 4%, pro Jahr seit den 80ern, wären einige längst auf die Barrikaden gegangen



eher nicht... der Deutsche geht nicht auf die Barrikaden, er meckert nur, obwohl es den Meisten gut geht... wem es nicht gut geht, der hat andere Sorgen als kleine Lokomotiven zu kaufen. Von daher...
OK, die Lohnentwicklung hängt oft der Inflation hinterher aber es gibt eine Lohnentwicklung, auch wenn es die Gewerkschaften aufgrund Mitgliederschwund schwer haben. Und da schließt sich der Kreis, wem es gut geht der organisiert sich nicht. Hab ich im Betrieb hier auch, die Leute rennen zum BR und fragen nach Lohnerhöhung aber einen Beitrag wollen sie nicht leisten. warum? So groß ist der Druck nicht um selber aktiv zu werden (mit einem Beitrag) > Fazit > es gibt sicher einiges was nicht geradeaus läuft aber um auf die Barrikaden zu gehen reicht es nicht.

Warum nicht Faulhaber und Co? Nun, die 44 und die 58 von Minitrix hatten Faulhaber und später Maxon. Wartungsfrei? Weit gefehlt, Irgendwann fangen sie an zu kreischen und das liegt nicht an der unsäglichen Schwungmasse, die mit ihrer Fehlkonstruktion den Effekt des GAM kaputt macht... Wobei, da kann man dran arbeiten, wenn die Schwungmasse richtig funktioniert und nicht in ihren Lagern und der Kupplung klemmt, dann gibt's eigentlich nichts zu meckern über den Antrieb, im Gegenteil. Ich mag meine 58, die läuft einfach nur perfekt, da musste ich noch nie ran.

Warum diese Motoren also nicht ab Werk? Die Hersteller hören schon gut zu und schauen sich ihre Umsätze an. Heute wird doch von vielen die Ansicht vertreten, dass man mit einer guten Motorregelung jedes Manko wegregeln kann. Im immer kleiner werdenden analogen Segment natürlich schwieriger aber wenn viele schon der Ansicht sind, dass eine Schwungmasse nichts bringt und statt mechanischen Qualitäten auf Pufferkondensatoren wert legen... warum sollen die teure Motoren einbaue n wenn der Markt das gar nicht nachfragt? So ein Faulhaber hat vor 20 Jahren als ich noch in der Medizintechnik in der Entwicklung war in größeren Stückzahlen (> 1000) mehr als 20€ gekostet, da kannst von den "wartungsfreien" vermutlich 10 Stück kaufen, wenn nicht mehr. Und wie gesagt, wartungsfrei ist der Faulhaber auch nicht, ist das Lager ausgetrocknet dann kreischt er und wenn dann falsches Öl dran geschmiert wird dann macht es den nicht besser. Kriecht das dann durch das Lager und kommt an den Kollektor und pappt da an dann gibt's schlechten Kontakt, den man definitiv nicht mehr beheben kann.


Grüße Torsten



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