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THEMA: D 39 & FD 80 – Sommer 1935 [DRG – Epoche II]
THEMA: D 39 & FD 80 – Sommer 1935 [DRG – Epoche II]
103 132-7 - 22.06.25 11:11
Moin zusammen,
heute wage ich mich einmal auf für mich ganz dünnes Eis. Normalerweise bin ich in der Epoche IV unterwegs und dort auch wesentlich sattelfester als in der Epoche II.
Der Zufall wollte es, dass ich mich vor einiger Zeit mit dem hiesigen Mitglied „Lio“ über Züge von/nach Berlin Ahb ausgetauscht habe und durch ihn und seine tolle Anlage irgendwie „angefixt“ wurde (Danke Frankπ)
So beschloss ich, mir einige wenige Züge der Epoche II anzuschaffen. Einen gab es allerdings schon seit 48 Jahren: Meine erste 1977 selbst ersparte Lok überhaupt war die Minitrix BR 24 052 (Art.Nr. 2028), die ich dann nach und nach mit passenden Minitrix Abteilwagen (Art.Nr. 1330x) ausgestattet und aus nostalgischen Gründen noch immer in meinem Besitz habe. Sie läuft nach wie vor ausgezeichnet.
Nun lag es nahe, darauf aufzubauen: Irgendwann kam der L 11/12 „NORD-EXPRESS“, gebildet aus acht Arnold Wagen (Art. 0377 und 3844) dazu. Die BR 01 097 aus dem Set 0377 habe ich jüngst gegen die Fleischmann BR 01 161 (Art.Nr. 714503) ausgetauscht. Ok, dieser Zug fuhr über Berlin Stadtbahn und nicht zum Anhalter Bf.
Es folgten die oben genannten FD 79/80 sowie zuletzt der D 39/40. Um diese beiden Züge soll es hier gleich im Doppelpack gehen, da sie dieselbe Relation bedienen.
Diese beiden Zugpaare sind klassische Vertreter ihrer jeweiligen Zuggattung jener Zeit und gebildet aus Gepäckwagen, Abteilwagen, Speisewagen und im D-Zug ein Postwagen (in einigen FDs gab es ein Postabteil im Gepäckwagen). Der FD ist dem etwas zahlungsfähigerem / -willigerem Publikum vorbehalten, führt er doch nur die erste und zweite Wagenklasse. Der Aufpreis wird dann auch mit deutlich schnelleren Fahrzeiten und nur wenigen Zwischenhalten „honoriert“.
Wer in der dritten Klasse reisen wollte, musste deutlich mehr Zeit mitbringen, dafür bedienten D-Züge aber auch mehr Städte und Orte.
Dieses Prinzip zog sich bei der Bahn bis weit in unsere Zeit, nur wurde 1956 aus drei Klassen zwei (die erste Klasse entfiel, die zweite und dritte wurde zu erster und zweiter Klasse „up-gegradet“), der FD hieß erst F, dann TEE und IC (international ab 1987 EC) und schließlich ICE. Der D-Zug blieb, mit einem Intermezzo als IR, bis weit in unsere Zeit erhalten, ist nun aber Geschichte. Aber zurück in die 1930er:
Vergleichen wir zunächst den ZUGLAUF und die FAHRZEITEN der beiden Zugpaare D 39/40 und FD 79/80 im Sommer 1935:
D 39:
München Hbf (09:08) – Augsburg Hbf – Nürnberg Hbf (11:16/11:26) – Fürth (Bay) Hbf – Erlangen – Bamberg – Lichtenfels – Rothenkirchen (Oberfr) – Saalfeld (Saale) (14:25/14:32) – Rudolstadt (Thür) – Jena Saalbf – Naumburg (S) Hbf – Halle (Saale) (16:30/16:37) – Wittenberg (Prov Sachs) – Berlin Anh Bf (18:20)
9 Std 12 Min
FD 79:
München Hbf (12:04) – Nürnberg Hbf (14:04/14:10) – Halle (Saale) (17:55/18:01) – Berlin Anh Bf (19:34)
7 Std 30 Min
FD 80:
Berlin Anh Bf (10:50) – Halle (Saale) (12:21/12:28) – Nürnberg Hbf (16:15/16:21) – München Hbf (18:28)
7 Std 38 Min
D 40:
Berlin Anh Bf (11:57) – Wittenberg (Prov Sachs) – Halle (Saale) (13:44/13:53) – Naumburg (S) Hbf – Jena Saalbf – Rudolstadt (Thür) – Saalfeld (Saale) (15:49/15:55) – Probstzella – Lichtenfels – Bamberg – Erlangen – Fürth (Bay) Hbf – Nürnberg Hbf (19:02/19:13) – Donauwörth – Augsburg Hbf – München Hbf (21:42)
9 Std 45 Min
Erstaunlich, wie viel schneller der FD bei eigentlich gleicher Traktion im Vergleich zum normalen D-Zug war. Damals schon deutlich über 2 Stunden rauszufahren, finde ich doch recht sportlich. Das lag natürlich nicht nur an den nur wenigen Zwischenhalten, sondern auch an den deutlich geringeren Zuglasten. Statt 10 – 13 Wagen hatte ein FD nur 3 – 5 Wagen. Der FD 79/80 gehörte mit seinen meist 6 Wagen schon zu den schwereren FDs.
Kommen wir zu den Wagenreihungen:
WAGENREIHUNG FD 80:
Vorbild für meinen Zug ist diese Aufnahme, womit meine Wahl auf den FD 80 und nicht auf den den Gegenzug FD 79 fiel:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/103027.jpg
Text Eisenbahnstiftung: „Blick von der Rudelsburg auf die im Saaletal vor dem D 121 dahinziehende Hallenser 03 121. (12.06.1935)“
Aber dasselbe Foto befindet sich auch im Buch „Vom Fernschnellzug zum Intercity“ und wird dort so betitelt:
„Der FD 80 (Berlin Ahb – München Hbf) überfährt, gezogen von der Hallenser 03 121, an einem Sommertag des Jahres 1935 die Saalebrücke bei Saaleck.“
Letztere Beschreibung erscheint mir wahrscheinlicher, zumal der D 121 im Sommer 1935 die Relation Hof – Dresden – Breslau befuhr und somit das Saaletal gar nicht berührte.
Hinter der BR 03 läuft der Kurswagen nach Rom, ein FS Tipo 1921, dann folgt der Wagenpark aus modernen Wagen der Gruppe 29. Hier besteht beim Gepäckwagen im Modell leider nur die Möglichkeit sich des Kompromisses Minitrix PostPw4ü-28 zu bedienen, dafür ergibt es aber ein homogenes Zugbild.
Im Modell sieht es dann wie folgt aus:
Bei den Fotos des FD 80 habe ich mich etwas dusselig angestellt. Auf Bild 1 rechts und Bild 2 links ist Wagen 3 abgeschnitten. Aber auf den anderen Fotos sehen wir ja genügend AB4ü-28. Der Zug hat 6 Wagen. π
WAGENREIHUNG D 39:
Während ein FD natürlich möglichst aus den mordernsten Wagen der DRG gebildet wurde, hat man die ehemaligen Länderbahnwagen in D-Zügen „aufgebraucht“, auch weil natürlich noch nicht so viele neue Wagen so schnell zur Verfügung standen. Mein D 39 besteht folglich zum großen Teil aus ehemaligen Wagen der K.Bay. Staatseisenbahnen. Die Kurswagengruppe aus Rom wird aus Preußischen Länderbahnwagen gebildet. Kombiniert mit dem Post-Hecht und zwei eingestreuten Gruppe 29 Wagen ein hübsch-bunter Zug. Ob diese Wagentypen so tatsächlich im D 39/40 fuhren, habe ich meiner Phantasie überlassen. Da der Zug aber aus München kommt, finde ich die Bayerischen Länderbahnwagen nicht unrealistisch. Preußen sind für Berlin sowieso „gesetzt“.
Von Frank/Lio habe ich folgende Wagenreihung aus 1937 zur Verfügung gestellt bekommen, die mir als Basis diente:
Ab Nürnberg: Post4ü – Pw4ü – C4ü – C4ü – AB4ü – WR4ü – AB4ü – C4ü – C4ü (alle Wagen mit dem Laufweg München – Berlin)
Ich habe mich für den D 39 und nicht für den Gegenzug D 40 entschieden, da dieser laut dem mir vorliegenden Kursbuch des Sommers 1935 auch (einen?) Kurswagen 1.2.3. Klasse aus Rom führt, der D 40 hat keine entsprechende Gegenleistung.
So sieht es dann im Modell aus:
Bei mir ist es gleich eine Kurswagengruppe von drei Preußen, die aus Rom kommen. Der Kurswagen nach Wismar entfällt in meinem Zug in (meines Wissens) Ermangelung eines BC4ü in unserer Spurweite. Die beiden C4ü und den ABC4ü aus Rom hänge ich einfach an den Schluss, bzw. ab München werden sie an der Zugspitze des dort bereitgestellten Zugstammes beigestellt. Dass die alten Preußen auch noch in den 30ern bis nach Rom liefen, belegt dieses Foto:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/13458.jpg
Text: „Abfahrauftrag am FD 80 nach München in Berlin Anhalter Bf. Der Aufsichtsbeamte steht am Kurswagen nach Rom. (1934)“
Ob es sich aber hier wirklich um den FD 80 handelt?? Der führte ja eigentlich einen FS Tipo 1921…
Übrigens: Da der Gegenzug D 40 keinen Kurswagen nach Rom führte, könnte die Rückleistung im D 24 gelaufen sein, der im Kursbuch 1935 einen Kurswagen 1.2.3. Klasse ausweist. Allerdings verkehrte dieser über Leipzig – Hof – Regensburg. Sein Gegenzug gen Norden hatte keinen Kurswagen aus Rom, ergo haben sich D 39 und D 24 möglicherweise diesen Kurswagenlauf „geteilt“.
Lediglich der D 22/23 (München – Regensburg – Hof – Leipzig – Berlin) führte auch einen Kurswagen aus/nach Rom, allerdings nur für die 3.Klasse. Aber das nur am Rande.
Hier beide Zugbildungen D 39 und FD 80 auf einen Blick und mit entsprechenden Artikelnummern.
VERÄNDERUNGEN AN MEINEN FAHRZEUGEN:
FD 80:
Die 03 062 (Minitrix Art.Nr.12830) habe ich an der Pufferbohle mit dem Zurüstsatz Art.Nr. E309463 sowie mit Kolbenstangenschutzrohren Art.Nr. E223565700 ausgestattet. Die Vorläufer habe ich gegen solche mit durchbrochenen Speichen Art.Nr. E156506 ersetzt. Es wird oft die zu hohe Pufferbohle der Minitrix BR 03 und BR 41 Modelle kritisiert. Zugerüstet ist es für meine Ansprüche aber schön kaschiert. Die (analogen) Fahreigenschaften der Lok sind über jeden Zweifel erhaben.
Die Minitrix Wagen des FD 80 sind alle mit Eichhorn Kupplungen Art.Nr. 13043 ausgestattet; der PostPw4ü-28 noch zusätzlich an einem Ende mit einem eingezogenem Faltenbalg Art.Nr. E353961.
Der FS ABz Tipo 1921 ist so belassen, wie er ist, allerdings schickt mir Herr Finazzer für die Zugseite noch einen etwas längeren, mit den Puffern abschließenden Faltenbalg; auf der Lokseite ist dieser eingezogen.
FD 39:
Bei der 18 527 (Minitrix Art.Nr. 16181) habe ich nur die beiliegenden Kolbenstangenschutzrohre montiert. Diese Lok war für mich ein absoluter Glücksgriff, da sie – entgegen manch anderer digitaler Minitrix BR 18 – über hervorragende analoge Fahreigenschaften verfügt.
Der Roco (Philatelie) „Post-Hecht“ hat auf der Lokseite den beiliegenden einseitig eingezogenen Faltenbalg erhalten. Außerdem habe ich den „NS-Pleitegeier“ mit einem Decal in RAL 6008 „braungrün“ abgedeckt und stattdessen mit Schildern der/des Wagennummer/Heimatbahnhofes und dem Logo der Deutschen Reichspost ausgestattet, sowie Eichhorn Kupplungen Art.Nr. 13044-02 montiert.
Alle anderen Wagen sind mit spurneun SK-Kupplungen ausgestattet. Die Minitrix Wagen aus Set Art.Nr. 15859 haben werksseitig Faltenbalge mit gerader Unterkante beiliegend, die ich auch montiert habe.
Der Fleischmann ABC4ü Pr 09 hat an einem Ende einen eingezogenen Faltenbalg und Zugschlusstafeln Art.Nr. 0012808301 erhalten.
TRAKTION:
Der D 39/40 erfuhr wohl seine Lokwechsel in Halle (Saale) und Nürnberg Hbf. Nach mir bekannten Fotos zu urteilen, war die Bespannung zwischen Berlin und Halle, sowie Halle und Nürnberg wohl oft der Baureihe 01 sowie gelegentlich der BR 17 vorbehalten. Zwischen Halle und Nürnberg wurde der Zug aber auch durch Nürnberger BR 18.4 geführt. Da es in Nürnberg auch 18.5er gab, finde ich meine Idee, die Minitrix 18 527 zu wählen nicht so abwegig (auch, wenn es eine Mainzer Lok war). Zwischen Nürnberg und München unterstelle ich dem D 39/40 eine ähnliche Bespannung wie beim FD 79/80: E 04, E 17 und später vielleicht auch E 18.
Der FD 79/80 erfuhr wohl nur einen einzigen Lokwechsel in Nürnberg Hbf (allein schon wegen des Richtungswechsels). Die Zeit in Halle erscheint mir dafür etwas knapp (weil am selben Zugende), aber möglich, wenn nötig. Zwischen Berlin und Nürnberg sind BR 01 und BR 03 belegt, anfangs sicher auch die BR 17, die schaffte den Langlauf aber wohl eher nicht. Zwischen Nürnberg und München waren es dann E 04 und E 17, wobei man sich sicherlich bemühte, das Spitzenprodukt FD dann zügig mit der neuen E 18 zu bedienen.
Zum FD 79/80 steht hier auch noch Interessantes geschrieben, u.a. wird auch auf den bemerkenswerten 03er Langlauf zwischen Berlin und Nürnberg hingewiesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/FD_79/80_(Berlin%E2%80%93M%C3%BCnchen)
Ferner kann ich das Heft „Bahn Extra 01 2023 FD-Züge der DRG“ sehr empfehlen in dem der FD 79/80 ausführlich berücksichtigt wird.
Es folgen ein paar Impressionen. Ich habe die dazugehörigen Texte etwas gekürzt. Wer mehr sehen / lesen will, dem empfehle ich die Seite Eisenbahnstiftung.de
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/10495.jpg
Text: „17 120 (Bw Grunewald) leistet der Hallenser 03 074 Vorspann vor FD 80 (Berlin Ahb – München) bei Lichterfelde Ost. […] Hinter der 03 läuft ein italienischer Kurswagen nach Rom. (23.06.1935)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/73710.jpg
Text: Die Rothenkirchener 96 018 schiebt den D 39 (München – Berlin Anh Bf), bespannt mit einer 18.4, die Rampe von Rothenkirchen (Ofr) nach Steinbach a Wald im Tal der Haßlach zwischen den Blockstellen Kohlmühle und Bastelsmühle hinauf. Der 11 Wagenzug dürfte trotz Schiebelok gerade einmal mit 30 km/h bergwärts gefahren sein. […] (21.05.1932)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/77753.jpg
Text: „01 124 vom Bw Nürnberg Hbf rollt mit D 39 (München – Nürnberg – Halle/S – Berlin Anh Bf) an der aufgestauten Loquitz nahe der Blockstelle Falkenstein talwärts in Richtung Probstzella. […] (28.05.1936)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/79779.jpg
Text: „[…] auf dem Bahnhof Halle (Saale) anfertigte, zeigt die Nürnberger 18 499, die gerade den D 40 (Berlin Anh Bf – München) bespannt hat. Der aufgetürmte Kohlenberg des Tenders ist der nachfolgenden Fahrt ins 340 km entfernte Nürnberg geschuldet. (26.12.1934)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/4825.jpg
Text: 38 2564 vom Bw Saalfeld (Saale) und eine unbekannte Nürnberger S 3/6 befördern den FD 40 über die Frankenwaldbahn bei Ludwigsstadt. […] (1935)“
Fälschlicherweise als „FD“ bezeichnet
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/20760.jpg
Text: „Zum Bestand des Bw Nürnberg Hbf gehörte seit 4. Juni 1935 die neu angelieferte 01 145. Am 14. Juni 1935 beförderte sie den internationalen Schnellzug D 40 im Loquitztal bei Unterloquitz. (14.06.1935)“
Abschließend noch kurz zum Minitrix-Set Art.Nr. 15859, welches Grundlage für meinen D 39 ist:
Es wurde hier einmal die recht ungewöhnliche Farbgebung mit zusätzlichen gelben Zierstreifen des Speisewagens bemängelt. Dazu habe ich folgende Fotos des WRü4-28 1048 (Im Set befindet sich der Wagen 1045) im Deutschen Museums in München gefunden, der eben diese gelben Zierstreifen hat:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/..._Verkehrszentrum.JPG
https://www.bahnbilder.de/1200/der-1929-gebaute...nenwagen-1228576.jpg
Ob das zeitgenössisch oder künstlerische Freiheit ist, können wohl nur Zeitzeugen sagen…
So, nun seid Ihr „erlöst"… π
Beste Grüße
Sven
PS: Auch hier zwecks „Schnellsuche“ für interessierte die bisher vorgestellten Züge:
IC 105 „METROPOLITANO”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1367464
IC 106 „LÖTSCHBERG”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1366490
IC 121 „BLAUER ENZIAN”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1368209
D 232 „NORD-EXPRESS”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1364710
D 299 „KÄRNTEN-EXPRESS“
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1458174
D 471 „KOMET”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1363784
D 498 „BEOGRAD-EXPRESS“
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1363682
D 772 (vom Schwarzwald an die Elbe)
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1365758
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heute wage ich mich einmal auf für mich ganz dünnes Eis. Normalerweise bin ich in der Epoche IV unterwegs und dort auch wesentlich sattelfester als in der Epoche II.
Der Zufall wollte es, dass ich mich vor einiger Zeit mit dem hiesigen Mitglied „Lio“ über Züge von/nach Berlin Ahb ausgetauscht habe und durch ihn und seine tolle Anlage irgendwie „angefixt“ wurde (Danke Frankπ)
So beschloss ich, mir einige wenige Züge der Epoche II anzuschaffen. Einen gab es allerdings schon seit 48 Jahren: Meine erste 1977 selbst ersparte Lok überhaupt war die Minitrix BR 24 052 (Art.Nr. 2028), die ich dann nach und nach mit passenden Minitrix Abteilwagen (Art.Nr. 1330x) ausgestattet und aus nostalgischen Gründen noch immer in meinem Besitz habe. Sie läuft nach wie vor ausgezeichnet.
Nun lag es nahe, darauf aufzubauen: Irgendwann kam der L 11/12 „NORD-EXPRESS“, gebildet aus acht Arnold Wagen (Art. 0377 und 3844) dazu. Die BR 01 097 aus dem Set 0377 habe ich jüngst gegen die Fleischmann BR 01 161 (Art.Nr. 714503) ausgetauscht. Ok, dieser Zug fuhr über Berlin Stadtbahn und nicht zum Anhalter Bf.
Es folgten die oben genannten FD 79/80 sowie zuletzt der D 39/40. Um diese beiden Züge soll es hier gleich im Doppelpack gehen, da sie dieselbe Relation bedienen.
Diese beiden Zugpaare sind klassische Vertreter ihrer jeweiligen Zuggattung jener Zeit und gebildet aus Gepäckwagen, Abteilwagen, Speisewagen und im D-Zug ein Postwagen (in einigen FDs gab es ein Postabteil im Gepäckwagen). Der FD ist dem etwas zahlungsfähigerem / -willigerem Publikum vorbehalten, führt er doch nur die erste und zweite Wagenklasse. Der Aufpreis wird dann auch mit deutlich schnelleren Fahrzeiten und nur wenigen Zwischenhalten „honoriert“.
Wer in der dritten Klasse reisen wollte, musste deutlich mehr Zeit mitbringen, dafür bedienten D-Züge aber auch mehr Städte und Orte.
Dieses Prinzip zog sich bei der Bahn bis weit in unsere Zeit, nur wurde 1956 aus drei Klassen zwei (die erste Klasse entfiel, die zweite und dritte wurde zu erster und zweiter Klasse „up-gegradet“), der FD hieß erst F, dann TEE und IC (international ab 1987 EC) und schließlich ICE. Der D-Zug blieb, mit einem Intermezzo als IR, bis weit in unsere Zeit erhalten, ist nun aber Geschichte. Aber zurück in die 1930er:
Vergleichen wir zunächst den ZUGLAUF und die FAHRZEITEN der beiden Zugpaare D 39/40 und FD 79/80 im Sommer 1935:
D 39:
München Hbf (09:08) – Augsburg Hbf – Nürnberg Hbf (11:16/11:26) – Fürth (Bay) Hbf – Erlangen – Bamberg – Lichtenfels – Rothenkirchen (Oberfr) – Saalfeld (Saale) (14:25/14:32) – Rudolstadt (Thür) – Jena Saalbf – Naumburg (S) Hbf – Halle (Saale) (16:30/16:37) – Wittenberg (Prov Sachs) – Berlin Anh Bf (18:20)
9 Std 12 Min
FD 79:
München Hbf (12:04) – Nürnberg Hbf (14:04/14:10) – Halle (Saale) (17:55/18:01) – Berlin Anh Bf (19:34)
7 Std 30 Min
FD 80:
Berlin Anh Bf (10:50) – Halle (Saale) (12:21/12:28) – Nürnberg Hbf (16:15/16:21) – München Hbf (18:28)
7 Std 38 Min
D 40:
Berlin Anh Bf (11:57) – Wittenberg (Prov Sachs) – Halle (Saale) (13:44/13:53) – Naumburg (S) Hbf – Jena Saalbf – Rudolstadt (Thür) – Saalfeld (Saale) (15:49/15:55) – Probstzella – Lichtenfels – Bamberg – Erlangen – Fürth (Bay) Hbf – Nürnberg Hbf (19:02/19:13) – Donauwörth – Augsburg Hbf – München Hbf (21:42)
9 Std 45 Min
Erstaunlich, wie viel schneller der FD bei eigentlich gleicher Traktion im Vergleich zum normalen D-Zug war. Damals schon deutlich über 2 Stunden rauszufahren, finde ich doch recht sportlich. Das lag natürlich nicht nur an den nur wenigen Zwischenhalten, sondern auch an den deutlich geringeren Zuglasten. Statt 10 – 13 Wagen hatte ein FD nur 3 – 5 Wagen. Der FD 79/80 gehörte mit seinen meist 6 Wagen schon zu den schwereren FDs.
Kommen wir zu den Wagenreihungen:
WAGENREIHUNG FD 80:
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Vorbild für meinen Zug ist diese Aufnahme, womit meine Wahl auf den FD 80 und nicht auf den den Gegenzug FD 79 fiel:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/103027.jpg
Text Eisenbahnstiftung: „Blick von der Rudelsburg auf die im Saaletal vor dem D 121 dahinziehende Hallenser 03 121. (12.06.1935)“
Aber dasselbe Foto befindet sich auch im Buch „Vom Fernschnellzug zum Intercity“ und wird dort so betitelt:
„Der FD 80 (Berlin Ahb – München Hbf) überfährt, gezogen von der Hallenser 03 121, an einem Sommertag des Jahres 1935 die Saalebrücke bei Saaleck.“
Letztere Beschreibung erscheint mir wahrscheinlicher, zumal der D 121 im Sommer 1935 die Relation Hof – Dresden – Breslau befuhr und somit das Saaletal gar nicht berührte.
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Hinter der BR 03 läuft der Kurswagen nach Rom, ein FS Tipo 1921, dann folgt der Wagenpark aus modernen Wagen der Gruppe 29. Hier besteht beim Gepäckwagen im Modell leider nur die Möglichkeit sich des Kompromisses Minitrix PostPw4ü-28 zu bedienen, dafür ergibt es aber ein homogenes Zugbild.
Im Modell sieht es dann wie folgt aus:
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Bei den Fotos des FD 80 habe ich mich etwas dusselig angestellt. Auf Bild 1 rechts und Bild 2 links ist Wagen 3 abgeschnitten. Aber auf den anderen Fotos sehen wir ja genügend AB4ü-28. Der Zug hat 6 Wagen. π
WAGENREIHUNG D 39:
Während ein FD natürlich möglichst aus den mordernsten Wagen der DRG gebildet wurde, hat man die ehemaligen Länderbahnwagen in D-Zügen „aufgebraucht“, auch weil natürlich noch nicht so viele neue Wagen so schnell zur Verfügung standen. Mein D 39 besteht folglich zum großen Teil aus ehemaligen Wagen der K.Bay. Staatseisenbahnen. Die Kurswagengruppe aus Rom wird aus Preußischen Länderbahnwagen gebildet. Kombiniert mit dem Post-Hecht und zwei eingestreuten Gruppe 29 Wagen ein hübsch-bunter Zug. Ob diese Wagentypen so tatsächlich im D 39/40 fuhren, habe ich meiner Phantasie überlassen. Da der Zug aber aus München kommt, finde ich die Bayerischen Länderbahnwagen nicht unrealistisch. Preußen sind für Berlin sowieso „gesetzt“.
Von Frank/Lio habe ich folgende Wagenreihung aus 1937 zur Verfügung gestellt bekommen, die mir als Basis diente:
Ab Nürnberg: Post4ü – Pw4ü – C4ü – C4ü – AB4ü – WR4ü – AB4ü – C4ü – C4ü (alle Wagen mit dem Laufweg München – Berlin)
Ich habe mich für den D 39 und nicht für den Gegenzug D 40 entschieden, da dieser laut dem mir vorliegenden Kursbuch des Sommers 1935 auch (einen?) Kurswagen 1.2.3. Klasse aus Rom führt, der D 40 hat keine entsprechende Gegenleistung.
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So sieht es dann im Modell aus:
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Bei mir ist es gleich eine Kurswagengruppe von drei Preußen, die aus Rom kommen. Der Kurswagen nach Wismar entfällt in meinem Zug in (meines Wissens) Ermangelung eines BC4ü in unserer Spurweite. Die beiden C4ü und den ABC4ü aus Rom hänge ich einfach an den Schluss, bzw. ab München werden sie an der Zugspitze des dort bereitgestellten Zugstammes beigestellt. Dass die alten Preußen auch noch in den 30ern bis nach Rom liefen, belegt dieses Foto:
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/13458.jpg
Text: „Abfahrauftrag am FD 80 nach München in Berlin Anhalter Bf. Der Aufsichtsbeamte steht am Kurswagen nach Rom. (1934)“
Ob es sich aber hier wirklich um den FD 80 handelt?? Der führte ja eigentlich einen FS Tipo 1921…
Übrigens: Da der Gegenzug D 40 keinen Kurswagen nach Rom führte, könnte die Rückleistung im D 24 gelaufen sein, der im Kursbuch 1935 einen Kurswagen 1.2.3. Klasse ausweist. Allerdings verkehrte dieser über Leipzig – Hof – Regensburg. Sein Gegenzug gen Norden hatte keinen Kurswagen aus Rom, ergo haben sich D 39 und D 24 möglicherweise diesen Kurswagenlauf „geteilt“.
Lediglich der D 22/23 (München – Regensburg – Hof – Leipzig – Berlin) führte auch einen Kurswagen aus/nach Rom, allerdings nur für die 3.Klasse. Aber das nur am Rande.
Hier beide Zugbildungen D 39 und FD 80 auf einen Blick und mit entsprechenden Artikelnummern.
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VERÄNDERUNGEN AN MEINEN FAHRZEUGEN:
FD 80:
Die 03 062 (Minitrix Art.Nr.12830) habe ich an der Pufferbohle mit dem Zurüstsatz Art.Nr. E309463 sowie mit Kolbenstangenschutzrohren Art.Nr. E223565700 ausgestattet. Die Vorläufer habe ich gegen solche mit durchbrochenen Speichen Art.Nr. E156506 ersetzt. Es wird oft die zu hohe Pufferbohle der Minitrix BR 03 und BR 41 Modelle kritisiert. Zugerüstet ist es für meine Ansprüche aber schön kaschiert. Die (analogen) Fahreigenschaften der Lok sind über jeden Zweifel erhaben.
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Die Minitrix Wagen des FD 80 sind alle mit Eichhorn Kupplungen Art.Nr. 13043 ausgestattet; der PostPw4ü-28 noch zusätzlich an einem Ende mit einem eingezogenem Faltenbalg Art.Nr. E353961.
Der FS ABz Tipo 1921 ist so belassen, wie er ist, allerdings schickt mir Herr Finazzer für die Zugseite noch einen etwas längeren, mit den Puffern abschließenden Faltenbalg; auf der Lokseite ist dieser eingezogen.
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FD 39:
Bei der 18 527 (Minitrix Art.Nr. 16181) habe ich nur die beiliegenden Kolbenstangenschutzrohre montiert. Diese Lok war für mich ein absoluter Glücksgriff, da sie – entgegen manch anderer digitaler Minitrix BR 18 – über hervorragende analoge Fahreigenschaften verfügt.
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Der Roco (Philatelie) „Post-Hecht“ hat auf der Lokseite den beiliegenden einseitig eingezogenen Faltenbalg erhalten. Außerdem habe ich den „NS-Pleitegeier“ mit einem Decal in RAL 6008 „braungrün“ abgedeckt und stattdessen mit Schildern der/des Wagennummer/Heimatbahnhofes und dem Logo der Deutschen Reichspost ausgestattet, sowie Eichhorn Kupplungen Art.Nr. 13044-02 montiert.
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Alle anderen Wagen sind mit spurneun SK-Kupplungen ausgestattet. Die Minitrix Wagen aus Set Art.Nr. 15859 haben werksseitig Faltenbalge mit gerader Unterkante beiliegend, die ich auch montiert habe.
Der Fleischmann ABC4ü Pr 09 hat an einem Ende einen eingezogenen Faltenbalg und Zugschlusstafeln Art.Nr. 0012808301 erhalten.
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TRAKTION:
Der D 39/40 erfuhr wohl seine Lokwechsel in Halle (Saale) und Nürnberg Hbf. Nach mir bekannten Fotos zu urteilen, war die Bespannung zwischen Berlin und Halle, sowie Halle und Nürnberg wohl oft der Baureihe 01 sowie gelegentlich der BR 17 vorbehalten. Zwischen Halle und Nürnberg wurde der Zug aber auch durch Nürnberger BR 18.4 geführt. Da es in Nürnberg auch 18.5er gab, finde ich meine Idee, die Minitrix 18 527 zu wählen nicht so abwegig (auch, wenn es eine Mainzer Lok war). Zwischen Nürnberg und München unterstelle ich dem D 39/40 eine ähnliche Bespannung wie beim FD 79/80: E 04, E 17 und später vielleicht auch E 18.
Der FD 79/80 erfuhr wohl nur einen einzigen Lokwechsel in Nürnberg Hbf (allein schon wegen des Richtungswechsels). Die Zeit in Halle erscheint mir dafür etwas knapp (weil am selben Zugende), aber möglich, wenn nötig. Zwischen Berlin und Nürnberg sind BR 01 und BR 03 belegt, anfangs sicher auch die BR 17, die schaffte den Langlauf aber wohl eher nicht. Zwischen Nürnberg und München waren es dann E 04 und E 17, wobei man sich sicherlich bemühte, das Spitzenprodukt FD dann zügig mit der neuen E 18 zu bedienen.
Zum FD 79/80 steht hier auch noch Interessantes geschrieben, u.a. wird auch auf den bemerkenswerten 03er Langlauf zwischen Berlin und Nürnberg hingewiesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/FD_79/80_(Berlin%E2%80%93M%C3%BCnchen)
Ferner kann ich das Heft „Bahn Extra 01 2023 FD-Züge der DRG“ sehr empfehlen in dem der FD 79/80 ausführlich berücksichtigt wird.
Es folgen ein paar Impressionen. Ich habe die dazugehörigen Texte etwas gekürzt. Wer mehr sehen / lesen will, dem empfehle ich die Seite Eisenbahnstiftung.de
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/10495.jpg
Text: „17 120 (Bw Grunewald) leistet der Hallenser 03 074 Vorspann vor FD 80 (Berlin Ahb – München) bei Lichterfelde Ost. […] Hinter der 03 läuft ein italienischer Kurswagen nach Rom. (23.06.1935)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/73710.jpg
Text: Die Rothenkirchener 96 018 schiebt den D 39 (München – Berlin Anh Bf), bespannt mit einer 18.4, die Rampe von Rothenkirchen (Ofr) nach Steinbach a Wald im Tal der Haßlach zwischen den Blockstellen Kohlmühle und Bastelsmühle hinauf. Der 11 Wagenzug dürfte trotz Schiebelok gerade einmal mit 30 km/h bergwärts gefahren sein. […] (21.05.1932)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/77753.jpg
Text: „01 124 vom Bw Nürnberg Hbf rollt mit D 39 (München – Nürnberg – Halle/S – Berlin Anh Bf) an der aufgestauten Loquitz nahe der Blockstelle Falkenstein talwärts in Richtung Probstzella. […] (28.05.1936)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/79779.jpg
Text: „[…] auf dem Bahnhof Halle (Saale) anfertigte, zeigt die Nürnberger 18 499, die gerade den D 40 (Berlin Anh Bf – München) bespannt hat. Der aufgetürmte Kohlenberg des Tenders ist der nachfolgenden Fahrt ins 340 km entfernte Nürnberg geschuldet. (26.12.1934)“
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/4825.jpg
Text: 38 2564 vom Bw Saalfeld (Saale) und eine unbekannte Nürnberger S 3/6 befördern den FD 40 über die Frankenwaldbahn bei Ludwigsstadt. […] (1935)“
Fälschlicherweise als „FD“ bezeichnet
https://eisenbahnstiftung.de/images/bildergalerie/20760.jpg
Text: „Zum Bestand des Bw Nürnberg Hbf gehörte seit 4. Juni 1935 die neu angelieferte 01 145. Am 14. Juni 1935 beförderte sie den internationalen Schnellzug D 40 im Loquitztal bei Unterloquitz. (14.06.1935)“
Abschließend noch kurz zum Minitrix-Set Art.Nr. 15859, welches Grundlage für meinen D 39 ist:
Es wurde hier einmal die recht ungewöhnliche Farbgebung mit zusätzlichen gelben Zierstreifen des Speisewagens bemängelt. Dazu habe ich folgende Fotos des WRü4-28 1048 (Im Set befindet sich der Wagen 1045) im Deutschen Museums in München gefunden, der eben diese gelben Zierstreifen hat:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/..._Verkehrszentrum.JPG
https://www.bahnbilder.de/1200/der-1929-gebaute...nenwagen-1228576.jpg
Ob das zeitgenössisch oder künstlerische Freiheit ist, können wohl nur Zeitzeugen sagen…
So, nun seid Ihr „erlöst"… π
Beste Grüße
Sven
PS: Auch hier zwecks „Schnellsuche“ für interessierte die bisher vorgestellten Züge:
IC 105 „METROPOLITANO”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1367464
IC 106 „LÖTSCHBERG”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1366490
IC 121 „BLAUER ENZIAN”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1368209
D 232 „NORD-EXPRESS”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1364710
D 299 „KÄRNTEN-EXPRESS“
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1458174
D 471 „KOMET”
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1363784
D 498 „BEOGRAD-EXPRESS“
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1363682
D 772 (vom Schwarzwald an die Elbe)
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1365758
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Beitrag editiert am 22. 06. 2025 15:26.
Hallo Sven,
also ich fühle mich am Ende Deines Beitrags nicht - wie von Dir erwartet - "erlöst", sondern gut informiert. Im Ernst: Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht über "Deine" D- und FD-Züge.
Einen schönen Sonntag wünscht
Fred
also ich fühle mich am Ende Deines Beitrags nicht - wie von Dir erwartet - "erlöst", sondern gut informiert. Im Ernst: Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht über "Deine" D- und FD-Züge.
Einen schönen Sonntag wünscht
Fred
Moin Fred,
vielen Dank. Das freut mich. π
Ich dachte, das sei die richtige Wortwahl, weil ich (wenn ich erst einmal im "flow" bin), gerne vom 100stel ins 1000stel gehe. Wie viel Text es dann geworden ist, sehe ich dann bei Veröffentlichung. π
Ich habe das Wort erlöst mal in " " gesetzt.
Beste Grüße & ebenfalls einen schönen Sonntag.
Sven
vielen Dank. Das freut mich. π
Ich dachte, das sei die richtige Wortwahl, weil ich (wenn ich erst einmal im "flow" bin), gerne vom 100stel ins 1000stel gehe. Wie viel Text es dann geworden ist, sehe ich dann bei Veröffentlichung. π
Ich habe das Wort erlöst mal in " " gesetzt.
Beste Grüße & ebenfalls einen schönen Sonntag.
Sven
Hallo Sven,
ein sehr schöner Beitrag, den ich gerne gelesen habe.
Ein paar Anmerkungen/Hinweise habe ich trotzdem (oder gerade deswegen?):
- Du schreibst mehrfach von "Gruppe 28". Bei der DRG und frühen DB hatten Schnellzugwagen ungeradzahlige, Eilzugwagen geradzahlige Verwendungsgruppen. Die Schnellzugwagen der Bauarten 1928 bis 1934 gehörten zur Verwendungsgruppe 29 (siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Verwendungsgruppe )
- Einen reinen Gepäckwagen Gruppe 29 gibt es von Liliput, allerdings leider für Epoche II bislang nur als "Karwendel" Wagen. Wer mit Airbrush und Decals umgehen kann, findet hier eine Alternative. Auch ein Gruppe 23 Pw4ü (Roco) oder selbst ein Preuße wären sicher kein Stilbruch. Länderbahn Packwagen sind ja selbst im Rheingold gefahren.
- Einen BC4ü der Verwendungsgruppe 29 müsste man sich in der Tat selbst schnitzen. Alternativ gab es bei Flieschmann Bc4ü Pr 09 (878001 / 02) in Epoche IIIa, die man mit ein paar Decals in die Epoche II zurückversetzen könnte.
Gruß Engelbert
ein sehr schöner Beitrag, den ich gerne gelesen habe.
Ein paar Anmerkungen/Hinweise habe ich trotzdem (oder gerade deswegen?):
- Du schreibst mehrfach von "Gruppe 28". Bei der DRG und frühen DB hatten Schnellzugwagen ungeradzahlige, Eilzugwagen geradzahlige Verwendungsgruppen. Die Schnellzugwagen der Bauarten 1928 bis 1934 gehörten zur Verwendungsgruppe 29 (siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Verwendungsgruppe )
- Einen reinen Gepäckwagen Gruppe 29 gibt es von Liliput, allerdings leider für Epoche II bislang nur als "Karwendel" Wagen. Wer mit Airbrush und Decals umgehen kann, findet hier eine Alternative. Auch ein Gruppe 23 Pw4ü (Roco) oder selbst ein Preuße wären sicher kein Stilbruch. Länderbahn Packwagen sind ja selbst im Rheingold gefahren.
- Einen BC4ü der Verwendungsgruppe 29 müsste man sich in der Tat selbst schnitzen. Alternativ gab es bei Flieschmann Bc4ü Pr 09 (878001 / 02) in Epoche IIIa, die man mit ein paar Decals in die Epoche II zurückversetzen könnte.
Gruß Engelbert
Moin Engelbert,
vielen Dank. Das meinte ich zu Beginn mit der Aussage, dass ich mich auf "dünnes Eis" begebe: Da habe ich doch "Verwendungsgruppe" mit "Bauart" vermischt. Man lernt nicht aus.
Ich habe das oben nun in "Gruppe 29" korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.
Einen korrekten Pw für den FD 80 mit Farbe und Decals exakt so hinzubekommen, dass er zu den anderen Minitrix passt, traue ich mir nicht zu. Dazu kommt, dass man mit Sicherheit auch am Modell Hand anlegen müsste, um z.B. die Höhe anzugleichen. So hilft der Minitrix Art.Nr. 3152 weiter aus.
Bei einer möglichen Lösung für einen BC4ü mit den Fleischmann Bc4ü Pr 09 (878001/02) der Epoche IIIa stimme ich Dir nicht ganz zu, da diese Modelle zu DRG Zeiten ABC4ü (Siehe letzter Wagen beim D 39) waren, da ist es wohl einfach mit Decals nicht getan, sondern es müsste wohl auch die Geometrie der Fenster geändert werden. Ich glaube, "echte" Epoche II BC4ü sind uns in Spur N nicht gegeben.
Beste Grüße
Sven
vielen Dank. Das meinte ich zu Beginn mit der Aussage, dass ich mich auf "dünnes Eis" begebe: Da habe ich doch "Verwendungsgruppe" mit "Bauart" vermischt. Man lernt nicht aus.
Ich habe das oben nun in "Gruppe 29" korrigiert. Vielen Dank für den Hinweis.
Einen korrekten Pw für den FD 80 mit Farbe und Decals exakt so hinzubekommen, dass er zu den anderen Minitrix passt, traue ich mir nicht zu. Dazu kommt, dass man mit Sicherheit auch am Modell Hand anlegen müsste, um z.B. die Höhe anzugleichen. So hilft der Minitrix Art.Nr. 3152 weiter aus.
Bei einer möglichen Lösung für einen BC4ü mit den Fleischmann Bc4ü Pr 09 (878001/02) der Epoche IIIa stimme ich Dir nicht ganz zu, da diese Modelle zu DRG Zeiten ABC4ü (Siehe letzter Wagen beim D 39) waren, da ist es wohl einfach mit Decals nicht getan, sondern es müsste wohl auch die Geometrie der Fenster geändert werden. Ich glaube, "echte" Epoche II BC4ü sind uns in Spur N nicht gegeben.
Beste Grüße
Sven
Hallo Sven,
auch ich habe Deinen Beitrag gerne gelesen, Danke dafür!
Noch eine klitzekleine Anmerkung:
Ein ganz reiner Gepäckwagen ist das Liliput-Modell leider nicht, sondern hat ein Küchenabteil, weil er ja zu den anderen blauen Wagen passen sollte. Es handelt sich also um einen Pw4ük-29.
Allerdings ist es ziemlich wahrscheinlich, dass nicht alle 9 Pw4ük-29 Blau waren, sondern ein paar davon Grün. Von daher kann man schon zu Farbe und Decals greifen, um einen stimmigen grünen Wagen für die DRG aus dem Liliput Modell zu machen. Und dann natürlich auch in normale D/FD hängen, wenn man die Kompromissbereitschaft mitbringt.
Von Lilliput ist erstmal keine gründe Epoche-II-Variante zu erwarten, wurde mir auf Nachfrage mitgeteilt. Daher habe ich schon mal zur Farbe gegriffen und lackiert, Mein Modell wartet nun auf Decals, das wird noch etwas dauern.
Viele Grüße,
Udo.
auch ich habe Deinen Beitrag gerne gelesen, Danke dafür!
Noch eine klitzekleine Anmerkung:
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: Engelbert
Einen reinen Gepäckwagen Gruppe 29 gibt es von Liliput, allerdings leider für Epoche II bislang nur als "Karwendel"
Ein ganz reiner Gepäckwagen ist das Liliput-Modell leider nicht, sondern hat ein Küchenabteil, weil er ja zu den anderen blauen Wagen passen sollte. Es handelt sich also um einen Pw4ük-29.
Allerdings ist es ziemlich wahrscheinlich, dass nicht alle 9 Pw4ük-29 Blau waren, sondern ein paar davon Grün. Von daher kann man schon zu Farbe und Decals greifen, um einen stimmigen grünen Wagen für die DRG aus dem Liliput Modell zu machen. Und dann natürlich auch in normale D/FD hängen, wenn man die Kompromissbereitschaft mitbringt.
Von Lilliput ist erstmal keine gründe Epoche-II-Variante zu erwarten, wurde mir auf Nachfrage mitgeteilt. Daher habe ich schon mal zur Farbe gegriffen und lackiert, Mein Modell wartet nun auf Decals, das wird noch etwas dauern.
Viele Grüße,
Udo.
Moin Udo,
das Ergebnis führst Du uns dann hier aber bitte einmal vor ?
Und gerne auch gekuppelt mit „handelsüblichen“ anderen Wagen.
Beste Grüße
Sven
das Ergebnis führst Du uns dann hier aber bitte einmal vor ?
Und gerne auch gekuppelt mit „handelsüblichen“ anderen Wagen.
Beste Grüße
Sven
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