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THEMA: Fleischmann Weichenantriebe am Heimes Weichendecoder WD8

THEMA: Fleischmann Weichenantriebe am Heimes Weichendecoder WD8
Startbeitrag
Matzi - 08.06.25 18:31
Hallo, eine Frage in die Gemeinde:
Ich haben einen Heimes WD 8 Weichendecoder (wie WD16 nur kleiner) verbaut und benutze Fleischmann Profigleis-Weichen mit Bettung und steuere über eine DCC EX (Arduino).
Ich habe irgendwie den Eindruck, dass der Decoder die Schaltspannung vom Trafo (Wechselstrom) am Ausgang runter nimmt. Schalte ich die Weichen direkt am Trafo "reißen" die Fleischmann-Weichenantriebe die Zunge regelrecht herum. Schalte ich via Decoder bewegt sich die Zunge so peu à peu hin und her. Oftmals muss ich am Handy mehrfach auf die Schaltfläche tippen, um eine korrekte Weichenlage zu bekommen.
Ich habe schon mit verschiedenen Impulslängen experimentiert (bis 3600 ms), aber es ändert sich nichts.
Wobei ich das Gefühl habe, dass die brauen Universal- Anriebe etwas schlechter schalten als die schwarzen richtungsabhängigen Antriebe.
Hoffe, dass ich nicht noch für jede Weiche ein extra Schaltrelais einbauen muss, um vollen "Saft" am Antrieb zu haben.
Hat jemand mal die Ausgangsspannung bei Heimes gemessen oder Ideen?

Wieviel Volt hat dein Trafo? Die WD sind für 18V~ geeignet. Die sollten auch genutzt werden.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wobei ich das Gefühl habe, dass die brauen Universal- Anriebe etwas schlechter schalten als die schwarzen richtungsabhängigen Antriebe.


Das Gefühl kann hinkommen.
In neueren Antrieben sitzt ein Polyswitch als Überlastsicherung. Dieser hat einen Eigenwiderstand und neigt leider auch zu Defekten.
Ich löte die Dinger grundsätzlich aus und überbrücke Verbindungen.
Wenn der Antrieb schon mal offen ist, überbrücke ich auch die Endabschaltung, da man die mit einem Decoder auf Impuls nicht braucht, sie aber eine unnötige Fehlerquelle darstellen.

Jürgen H.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Wieviel Volt hat dein Trafo? Die WD sind für 18V~ geeignet. Die sollten auch genutzt werden.


Ich habe die normalen Modellbahntrafos mit 16V~ Zubehör im Einsatz.
Werde mal schauen, ob ich noch ein 18V-Netzteil irgendwo liegen habe.
Hallo,

meiner Meinung nach sind 100 uF nach dem Gleichrichter zu wenig und das altbackene Transistor-Array (ULN2803) ist halt nicht so sehr niederohmig, da geht einiges an Spannung verloren. Außerdem haben die Doppelspulenantriebe mit Wechselstrom irgendwie mehr „Wumms“ als mit Gleichspannung.

Komisch, das Design schaut aus wie bei Digital-Bahn nur mit Atmel statt PIC Prozessor. So einen ähnlichen Decoder hab ich auch einmal nachgebaut für Kato Antriebe. Au weh, bei 14 V DCC Spannung hatten die auch keinen Drive.

Grüße, Peter W
Hallo,

ich nutzte zwar LDT-Weichenantriebe und Fleischemann-Gleise ohne Bettung. Ich habe den Eindruck, das ist gehupft wie gesprungen, denn LDT nutzt ebenfalls die ULN2803 Leistungstreiber. Vermutlich kannst Du daher folgenden Thread 1:1 übertragen:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1387748

Am LDT-Dekoder fallen etwa 2 V ab. Meine Weichen schalten mit 16V= am Dekoder (14V= an der Weiche) zuverlässig. Mein Netzteil hat über 4A, also genügend "Wumms".

Ciao, Lutz
Ich hatte jetzt die Idee ein 18 Volt Wechselstrom-Steckernetzteil zu nutzen, um die Fleischmann-Weichenantriebe sicher und zuverlässig zu schalten. Der Heimes Decoder verträgt 18V.
Ich habe jetzt sicherheitshalber am Ausgang gemessen.
Das Teil bringt statt 18 Volt 22 Volt Sekundärspannung raus. (siehe Foto)
Das dürfte meiner Meinung nach über der Toleranzgrenze des Heimes Decoders liegen.
Ich möchte den Weichendecoder nicht gleich "grillen".

Oder kann ich davon ausgehen, dass sich die Spannung unter Last auf die angegebenen 18V senkt?
Würde mich über Eure Meinungen freuen (besonders von Leuten, die Physik noch besser verinnerlicht haben...).



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Das Ding bringt nur 300mA. Zu wenig.
Ein Weichenantrieb kann kurzfristig 3x so viel ziehen.
Besorge dir einen "richtigen" Trafo mit  mehr als etwa 35VA und 18V Wechselspannung.
Und nehme ausreichend dicke Verdrahtung falls die Entfernung größer ist.

Jürgen H.

Hallo,

google mal nach "Heimes Weichendecoder WD8" und lese die Erfahrungen anderer Modellbahner.

Gruß Uli
Hallo,

die 22 V sind die Leerlaufspannung - Stichwort: Vollweggleichrichtung an Ladekondensator.

Grüße, Peter W
Hallo Modellbahn-Gemeinde,

so, ich habe jetzt eine adäqate Lösung für meine schlecht schaltenden Fleischmann-Weichen und den Heimes-WD8 Weichendecoder gefunden.

Ich habe mir in der Bucht ein regelbares Netzteil gekauft. Es macht maximal 3A an 24 Volt. Die Regelung ist erstaunlicherweise sehr genau mit +- 0,1 Volt (Display am Gerät und meinem Messgerät.
Damit kann ich leben!

Der Heimes-Decoder "frisst" tatsächlich etwa 2 Volt.
Habe jetzt 17,6 Volt am Netzteil eingestellt, da der Heimes nur maximal 18V verträgt.
Jetzt schalten meine Weichen schön knackig! Gerne teile ich den Link für das Netzteil, wenn es gewünscht wird (bekomme keine Provision). :) :)
Hallo Matthias,
dann teile bitte den Link für das Netzteil mit uns.
Gruß, Thomas S.
Ob das hier reinpasst, weiß ich nicht, aber ein ähnliches Bild zeigt sich mit den MU 8fach-Decodern MU-J00003, wenn man stromfressende Antriebe dran hat. In meinem Fall ein paar uralte Roco-Unterflurantriebe. Die sind bei regulärer Verschaltung kaum zum Bewegen zu bringen.
Der MU-Decoder bekommt ja die Wechselspannung an zwei PINs eingeschleift, während die anderen beiden das DCC-Signal bekommen. Je Weiche gibt es dann drei Kontakte, womit deren Antrieb den Saft durch den Decoder bekommt. Offensichtlich reicht die Leistung dann nicht aus.
Was geholfen hat war, nur einen Wechselspannungs-Pol über den Decoder zu führen und den Rückleiter vom Weichenantrieb auf geradem Wege direkt zum Trafo zu führen, wie es bei vielen anderen Decodern auch gemacht wird. Damit schaltet es sich deutlich besser.

Viele Grüße
Falco
@11 Das deutet sehr intensiv nach zu dünnen Kabeln aus. Insbesondere bei den Weichen Versorgungen wird oft dünner verkabelt als die Schienen, obwohl die Weichenantriebe >1A brauchen, viele Züge kommen mit 250mA aus.
-AH-
Hallo,

hier der Link zum Netzteil: https://www.ebay.de/itm/396270615876

Gruß Matzi
#12: In diesem Fall nicht. Es kommt massiver Klingeldraht (keine Litze) zum Einsatz.
Und: Die selben Kabel gehen ja prima, wenn kein Decoder dazwischensitzt.
Beide Adern über den Decoder: mau.
Eine Ader (wie beschrieben): Besser.
Gar kein Decoder: Hervorragend.
Hier ist der Decoder die Bremse.

Gruß
Falco
Zu #13 Netzteil

Vor wenigen Wochen habe ich dieses direkt bei AliExpress gekauft und dann reklamiert. Das eigendlich funktionierende Gerät war sensibel bei der Einstellung, erwärmte sich im Leerlauf auf 43°C und bei Kurzschluß flossen 8 A. Das Geld bekam ich zurück und konnte auch das Netzteil behalten. Ich habe es ausgeschlachtet und fand eine selbstheilende Thermosicherung als Schutz. Das verbaute Voltmeter kommt in mein nächstes Projekt. Ich kann in diesem Fall nur warnen. Das CE Zeichen bedeutet nichts!

Ich habe dann dieses genommen https://de.aliexpress.com/item/1005008374805625.html

Es hat CE und 800 mA Kurzschlussstrom, bleibt kalt, ist durch Stufenschalter einstellbar, wobei immer 0,5V mehr raus kommen als eingestellt. Problematisch ist, der Zentralpin ist der Minuspool. Ich habe den Stecker aber abgeschnitten.

Gruß von Aron

Hallo,
bei Netzteilen/Spannungsversorgung sollte man NEM609 "Richtlinien zur elektrischen Sicherheit bei
Modellbahnausstellungen" beachten, Speziell Punkt 4.

Also das in #13 gezeigte Netzteil würde ich nicht nehmen. Es fehlt das doppelte Quadrat.

Die Nem609 findet Ihr hier: https://www.morop.org/downloads/nem/de/nem609_d.pdf

Gruß Rainer
Folks!
Die NEM Norm ist schön, beschäftigt Papiertieger sonst führt das zu nix. Ausgangspunkt für Verständnis auf jeden Fall aber nicht mehr, alleine die Art wie das geschrieben ist stellt das sicher. Aber das ist bei all solchen Dokumenten so auch im behördlichen Umfeld. Da sitzen zu viele Theoretiker ...

Das CE Zeiten bei AliExpress Angeboten bedeutet "China Export" wenn man das weiß kann man die Erwartungshaltung anpassen. Hat nichts mit dem europäischen Qualitätskennzeichnungssymboil zu tun!

Zur Frage Verdrahtung ich lese in Antwort 14 "Klingeldraht", danke für die Ursachenbestätigung. Das ist sicher zu dünn, habe ich in meiner vorigen Antwort schon geschrieben. Die Elektrik ist in der Digitalwelt eben anders als in der annähernd reinen Analog-Welt. Der Klassiker: durch die Schaltung in der Anlage nutzt man plötzlich nur eine Halbwelle, schon steht nur noch weniger als die halbe Energie zur Verfügung. Was in Analog grad' noch funktioniert hat, klemmt dann weil weniger als 50% der Energiemenge zur Weiche gelangt.

Ich kenne die Verkabelung nicht, will das nicht diskutieren ein paar Fehlerursachen:
o es wird nur eine Halbwelle genutzt weil man via Decoder einen Draht zur Weiche verlegt und einen Sammeldraht zurück zum Trafo. Im Decoder ist üblicherweise ein Vollweggleichrichter, daher auch den (+) für die Versorgung der Weiche aus dem Decoder nutzen. Das ist bei korrektem Farbschema der blaue Draht. Auf diese Verkabelungsart kann der Decoder auch Kurzschlüsse erkennen und rechtzeitig abschalten
o die Drahtquerschnitte sind zu dünn, Spulenweichen und viele Motorweichen brauchen kurzzeitig mehr als 1A beim Anlaufen. Ein kurzer Decoderimpuls liefert dann zu wenig Energie zur Weiche, ev. kann das ein längerer Impuls ausgleichen
o mehrere Weichen werden kurz hintereinander geschaltet oder gleichzeitig, dadurch werden Kabelquerschnitte zu knapp, Trafos gehen in die Sättigung oder Schaltnetzteile können nicht rasch genug nachregeln
o Versorgung der Weichen über den Decoder aus dem Gleissignal. Hier gibt's gleich mehrere Dinge die Ärger machen können: Spannung zu hoch oder zu nieder für den Antrieb, Strom ist zu viel für die Zentrale wenn mehrere Züge zusätzlich fahren
o Schaltimpulszeit im Decoder falsch eingestellt, Spulenweichen sollten mit 100-300mS sicher schalten können, Motorweichen brauchen oft bis zu 5 Sekunden um die langsame Bewegung auszuführen.
o Falls man Servos verwendet, die Leitungen möglichst bei maximal 30cm Länge halten ab 50cm ist Ärger zu erwarten durch Einstrahlung auf der Datenleitung. Einfache Servos fangen an zu zittern oder machen "irre" Bewegungen. Das lieben manche Modellbahner daher setzen sie Servos so gern ein - verstehe ich nicht was das soll

Es gibt sicher noch mehr Ärger Quellen, mehr ist mir jetzt auf die Schnelle nicht eingefallen. Für den UP sind Verkabelungskonzept und Drahtquerschnitt wohl das Wesentliche.
-AH-
Hallo,

ich fahre über den Arduino eh nur analoge Lokomotiven (das kann manche teure Zentrale nicht).
Gründe für den Arduino und den Weichendecoder waren, dass ich zu faul war, wieder ein Spinnenetz von Kabeln zu einem Steuerpult zu ziehen.
Jetzt schalte ich bequem via Wfi vom Arduino über ein altes Handy meine Weichen.
Engine Driver (auf dem Handy) wir auch immer besser...

Gruß Matzi
Hallo A-H,

Danke für die Ausführungen. Mein Massivdraht hat einen Kupferdrahtdurchmesser von 0,7 mm, wie ich gerade gemessen habe. Und der ist tatsächlich zu dünn? Was wäre denn angebracht?

Klar ist es ein Vergleich zwischen Äpfeln (Arnold) und Birnen (Roco Unterflur-Alt), aber erstere haben an ihren Antrieben doch deutlich dünnere Drähtchen.

Viele Grüße
Falco


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