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THEMA: Reparatur an E-Lok FLM BR 120 gescheitert
THEMA: Reparatur an E-Lok FLM BR 120 gescheitert
Klaus.hh - 28.05.25 21:00
Guten Abend N-Bahner,
nach langer Zeit heute einen Reparaturversuch an einer FLM E-Lok BR 120 Art. Nr.735301 erfolglos abgebrochen.
Die Lok war schon länger AD gestellt, weil sie nicht mehr laufen wollte/konnte. Auf Grund eines Berichtes im N-Bahn
Magazin 01/2025 "Der Dreck muss weg" den alten 3 pol. Motor mit Schwungmasse, ausgebaut und gemäß der Anleitung
alles entfettet und überschüssiges Öl beseitigt. Die Zwischenräume am Kollektor wie beschrieben gereinigt und poliert.
Danach Motor wieder zusammen gebaut und mit einer 9V-Batterie am Platz erfolgreich auf Funktion getestet.
Nach kurzem Testlauf auf der Teststrecke taucht der alte Fehler mit wechselnden Geschwindigkeiten, Bürstenfeuer bis
zum Stillstand wieder auf.
Motor wieder ausgebaut und festgestellt das die beiden Felder am Kollektor sich durch den Kohleabrieb schon wieder
zugesetzt hatten. Das ganze habe ich heute Nachmittag dreimal wiederholt bis ich jetzt verzweifelt aufgegeben habe.
Für einen Tipp wie das Problem lösbar ist, wäre ich sehr dankbar. Alternativ denke ich an einen Umbau mit GAM.
Hat jemand diese Lok schon mit einem GAM umgebaut und wenn ja welche Erfahrungen damit gemacht?
Lg von einem frustrierten N-Bahner
Klaus
nach langer Zeit heute einen Reparaturversuch an einer FLM E-Lok BR 120 Art. Nr.735301 erfolglos abgebrochen.
Die Lok war schon länger AD gestellt, weil sie nicht mehr laufen wollte/konnte. Auf Grund eines Berichtes im N-Bahn
Magazin 01/2025 "Der Dreck muss weg" den alten 3 pol. Motor mit Schwungmasse, ausgebaut und gemäß der Anleitung
alles entfettet und überschüssiges Öl beseitigt. Die Zwischenräume am Kollektor wie beschrieben gereinigt und poliert.
Danach Motor wieder zusammen gebaut und mit einer 9V-Batterie am Platz erfolgreich auf Funktion getestet.
Nach kurzem Testlauf auf der Teststrecke taucht der alte Fehler mit wechselnden Geschwindigkeiten, Bürstenfeuer bis
zum Stillstand wieder auf.
Motor wieder ausgebaut und festgestellt das die beiden Felder am Kollektor sich durch den Kohleabrieb schon wieder
zugesetzt hatten. Das ganze habe ich heute Nachmittag dreimal wiederholt bis ich jetzt verzweifelt aufgegeben habe.
Für einen Tipp wie das Problem lösbar ist, wäre ich sehr dankbar. Alternativ denke ich an einen Umbau mit GAM.
Hat jemand diese Lok schon mit einem GAM umgebaut und wenn ja welche Erfahrungen damit gemacht?
Lg von einem frustrierten N-Bahner
Klaus
Hallo Klaus,
Die Drehgestelle der Lok sind vom Motor relativ weit entfernt. Ich hatte echte Probleme zu erreichen, dass die Schnecken mit den Zahnrädern stabil verknüpfen, sonst rattert die Lok und lässt aus. Ich habe mindestens einen GAM und einen Halter geschrottet bis ich es irgendwie hinbekommen habe. Ich glaube mein letztes Problem war lediglich dass ich einen Kühn Decoder eingebaut habe und selbst dann noch auf mechanische Fehler den Verdacht hatte, als nur noch der Decoder schlecht eingestellt war. So richtig gut wurde es am Ende immer noch nicht, aber die Lok fährt. Ich meine: Fuhr das letzte Mal als ich es versucht habe. :)
Mein Rat: wenn du deinen ersten GAM-Umbau machst, fange lieber mit einer V100 an, das ging auch bei mir relativ gut.
LG,
Gabor
Die Drehgestelle der Lok sind vom Motor relativ weit entfernt. Ich hatte echte Probleme zu erreichen, dass die Schnecken mit den Zahnrädern stabil verknüpfen, sonst rattert die Lok und lässt aus. Ich habe mindestens einen GAM und einen Halter geschrottet bis ich es irgendwie hinbekommen habe. Ich glaube mein letztes Problem war lediglich dass ich einen Kühn Decoder eingebaut habe und selbst dann noch auf mechanische Fehler den Verdacht hatte, als nur noch der Decoder schlecht eingestellt war. So richtig gut wurde es am Ende immer noch nicht, aber die Lok fährt. Ich meine: Fuhr das letzte Mal als ich es versucht habe. :)
Mein Rat: wenn du deinen ersten GAM-Umbau machst, fange lieber mit einer V100 an, das ging auch bei mir relativ gut.
LG,
Gabor
Hallo Klaus!
Ich habe zwar nicht genau die gleiche Lok wie Du, sondern eine 120 aus dem Jahre 1987. Aber die habe ich schon vor vielen Jahren mit einem Umbausatz von SB-Modellbau auf Glockenankermotor umgebaut. Ich kann das nur empfehlen.
Herzliche Grüße
Elmar
Ich habe zwar nicht genau die gleiche Lok wie Du, sondern eine 120 aus dem Jahre 1987. Aber die habe ich schon vor vielen Jahren mit einem Umbausatz von SB-Modellbau auf Glockenankermotor umgebaut. Ich kann das nur empfehlen.
Herzliche Grüße
Elmar
Jemand Andres - 28.05.25 21:10
Moin Klaus,
hast du auch die Kohlen ausgeglüht?
Gruß Moritz
hast du auch die Kohlen ausgeglüht?
Gruß Moritz
PS:
Weil ja viele auf GAM umrüsten, kannst du mal versuchen, einen gebrauchten Motor für deine Lok zu besorgen, z.:B. hier in den Kleinanzeigen. Wenn jemand noch davor umgerüstet hat, dass er akuten Bedarf gehabt hätte (und das nicht nur so angibt), dann hast du eine Zeit lang Ruhe in der Lok.
Weil ja viele auf GAM umrüsten, kannst du mal versuchen, einen gebrauchten Motor für deine Lok zu besorgen, z.:B. hier in den Kleinanzeigen. Wenn jemand noch davor umgerüstet hat, dass er akuten Bedarf gehabt hätte (und das nicht nur so angibt), dann hast du eine Zeit lang Ruhe in der Lok.
Moin Klaus,
Du scheinst leider, wie so viele, mit den Kohlen zu haben. Hast diese Ausgeglüht? Leider liegt das an den Kohlen seit den ~2010ern. Die Kohlebürsten auf einem Lötkolben bei maximaler Temperatur erwärmen. Meistens steigt erstmal Rauch auf.
MfG Heiko
Du scheinst leider, wie so viele, mit den Kohlen zu haben. Hast diese Ausgeglüht? Leider liegt das an den Kohlen seit den ~2010ern. Die Kohlebürsten auf einem Lötkolben bei maximaler Temperatur erwärmen. Meistens steigt erstmal Rauch auf.
MfG Heiko
Hallo Klaus,
hier im Forum und auch anderswo ist schon mehrfach dargelegt worden, wie eine vollständige und erfolgreiche Motorrevision gemacht werden kann.
Bürstenfeuer deutet meines Erachtens immer auf ein Problem beim Kontakt zwischen Motorkohlen (=Bürsten) und Kollektor.
Kommen die Kohlen in Kontakt mit Öl, so saugen sie dieses auf und werden "weich",
d.h. der Abrieb nimmt zu, dieser wird zunehmend pastös und setzt sich zwischen die Kollektor-Bleche. Abhilfe schafft das sogenannte Ausglühen.
Dabei die ausgebauten Kohlen auf ein Küchenkrepp legen und mit dem möglichst heißen Lötkolben (~400°C) durch Drücken mit der Lötspitze auf die Kohlen diese so stark erhitzen, dass die Kohlen einen dunkelbraunen bis schwarzen Abdruck auf dem Küchenkrepp hinterlassen. Oft sprudelt dabei das Öl regelrecht aus den Kohlen heraus und verdampft.
Kollektorbleche gründlich mit Waschbenzin reinigen (getränktes Küchenkreppröllchen). Kollektorspalten vorsichtig mit Zahnstocher auskratzen. Danach unbedingt nochmals mit Waschbenzin reinigen.
Viel Erfolg!
VG j_jakob
hier im Forum und auch anderswo ist schon mehrfach dargelegt worden, wie eine vollständige und erfolgreiche Motorrevision gemacht werden kann.
Bürstenfeuer deutet meines Erachtens immer auf ein Problem beim Kontakt zwischen Motorkohlen (=Bürsten) und Kollektor.
Kommen die Kohlen in Kontakt mit Öl, so saugen sie dieses auf und werden "weich",
d.h. der Abrieb nimmt zu, dieser wird zunehmend pastös und setzt sich zwischen die Kollektor-Bleche. Abhilfe schafft das sogenannte Ausglühen.
Dabei die ausgebauten Kohlen auf ein Küchenkrepp legen und mit dem möglichst heißen Lötkolben (~400°C) durch Drücken mit der Lötspitze auf die Kohlen diese so stark erhitzen, dass die Kohlen einen dunkelbraunen bis schwarzen Abdruck auf dem Küchenkrepp hinterlassen. Oft sprudelt dabei das Öl regelrecht aus den Kohlen heraus und verdampft.
Kollektorbleche gründlich mit Waschbenzin reinigen (getränktes Küchenkreppröllchen). Kollektorspalten vorsichtig mit Zahnstocher auskratzen. Danach unbedingt nochmals mit Waschbenzin reinigen.
Viel Erfolg!
VG j_jakob
spur.n.bahner - 29.05.25 07:28
Moin Klaus,
das ist eigentlich der Klassiker bei den Dreipolern. Ich tausche bei Revisionen auch immer die Kohlen aus. Danach schließe ich den Motor an einen Trafo direkt an und lasse ihn drehen. Da kommt es nicht selten vor, dass er zu Beginn noch etwas feuert. Dann drehe ich ihn kurz auf, bis er sauber läuft. Irgendwie müssen sich die Kohlen kurz einschleifen. Danach sollte er problemlos funktionieren.
Gruß
Jürgen
das ist eigentlich der Klassiker bei den Dreipolern. Ich tausche bei Revisionen auch immer die Kohlen aus. Danach schließe ich den Motor an einen Trafo direkt an und lasse ihn drehen. Da kommt es nicht selten vor, dass er zu Beginn noch etwas feuert. Dann drehe ich ihn kurz auf, bis er sauber läuft. Irgendwie müssen sich die Kohlen kurz einschleifen. Danach sollte er problemlos funktionieren.
Gruß
Jürgen
Hallo,
ich kann mich den Vorpostern nur anschließen:
1. Kohlen mit dem Lötkolben so lange ausglühen, bis es nicht mehr raucht. Sonst kommt der Kollektorbrand sofort wieder. Austauschen der Kohlen hat bei mir nicht immer geholfen.
2. Motor einlaufen lassen. Zuerst mit 9 V, das ist gut, anschließend muss man aber die Leistung steigern und auch in Kauf nehmen dass es noch ein paar Mal funken und qualmen kann. Sobald das aufhört, ist Ruhe.
3. Kanten der Kollektorbleche mit abziehen, ich gehe da mit der Klinge eines kleinen Uhrmacherschraubendrehers drüber und ziehe noch eine Reißnadel durch die Spalten durch.
4. Wenn der Motor gar nicht will, Motortausch - am besten Umbau auf Glockenankermotor.
Grüße, Peter W
ich kann mich den Vorpostern nur anschließen:
1. Kohlen mit dem Lötkolben so lange ausglühen, bis es nicht mehr raucht. Sonst kommt der Kollektorbrand sofort wieder. Austauschen der Kohlen hat bei mir nicht immer geholfen.
2. Motor einlaufen lassen. Zuerst mit 9 V, das ist gut, anschließend muss man aber die Leistung steigern und auch in Kauf nehmen dass es noch ein paar Mal funken und qualmen kann. Sobald das aufhört, ist Ruhe.
3. Kanten der Kollektorbleche mit abziehen, ich gehe da mit der Klinge eines kleinen Uhrmacherschraubendrehers drüber und ziehe noch eine Reißnadel durch die Spalten durch.
4. Wenn der Motor gar nicht will, Motortausch - am besten Umbau auf Glockenankermotor.
Grüße, Peter W
dampfrailfan - 29.05.25 14:40
Hallo,
Ich gehe mit den alten Dingern oft brachial um. Wenn er noch läuft, und das sollte er nach grober Reinigung und polieren des Kollektors, schließe ich ihn am Trafo auf meinem Basteltisch an und lasse ihn mit mäßiger Drehzahl laufen. So etwa die Hälfte.
Krepp auf den Tisch, Motor drauf und schön mit Bremsenreiniger auf den drehenden Kollektor. Mehrmals wiederholen.
Besonders gut macht sich das bei lahmenden Brawa Motoren, da ist nur schlecht ran zu kommen. Dort stelle ich den Motor mit dem Kohlen nach unten und dann über den Anker gesprüht läuft er hin. So hab ich schon einigen lahmen Krücken Beine gemacht.
Fleischmann und minitrix geht prima .
Wenn das Zeug verflogen ist dann ordentlich Gas geben und vor und zurück. Zum Schluß ein wenig Öl an die Lager und fertig.
Kohlen vorger ausglühen schadet auf keinen Fall
Grüße Torsten
Ich gehe mit den alten Dingern oft brachial um. Wenn er noch läuft, und das sollte er nach grober Reinigung und polieren des Kollektors, schließe ich ihn am Trafo auf meinem Basteltisch an und lasse ihn mit mäßiger Drehzahl laufen. So etwa die Hälfte.
Krepp auf den Tisch, Motor drauf und schön mit Bremsenreiniger auf den drehenden Kollektor. Mehrmals wiederholen.
Besonders gut macht sich das bei lahmenden Brawa Motoren, da ist nur schlecht ran zu kommen. Dort stelle ich den Motor mit dem Kohlen nach unten und dann über den Anker gesprüht läuft er hin. So hab ich schon einigen lahmen Krücken Beine gemacht.
Fleischmann und minitrix geht prima .
Wenn das Zeug verflogen ist dann ordentlich Gas geben und vor und zurück. Zum Schluß ein wenig Öl an die Lager und fertig.
Kohlen vorger ausglühen schadet auf keinen Fall
Grüße Torsten
Bei den alten Motoren baue ich die Kohlen aus und gebe alle Teile ausser Platine und Gehäuse ins Ultraschallbad, inklusive Motor.
Gut trocknen, Druckluft und Zeit, neu ölen, Kohlen erneuern.
Bisher hat das bei jedem meiner alten Modelle geklappt.
Grüße HD
Gut trocknen, Druckluft und Zeit, neu ölen, Kohlen erneuern.
Bisher hat das bei jedem meiner alten Modelle geklappt.
Grüße HD
dampfrailfan - 29.05.25 15:18
Hallo HD,
Und was für eine Flüssigkeit verwendest du da? Mit warmem Wasser und Spüli funktioniert das zumindest bei mir eher suboptimal.
Und das ganze Fahrwerk da rein?
Zumindest bei zwei gebraucht besorgten Tenderfahrwerken, namentlich Fleischmann Wannentender und älterer 50er Kastentender, bin ich nie glücklich gewesen. Erst als ich da mal bei laufendem Motor mit Bremsenreiniger drauf gesprüht habe, seitdem laufen die überhaupt. Und ich weiß nicht was ich da schon alles probiert habe, sogar mit feinen Bürsten in die Lager und was weiß ich nicht mehr was alles an Fettlösern probiert wurde.
Grüße Torsten
Und was für eine Flüssigkeit verwendest du da? Mit warmem Wasser und Spüli funktioniert das zumindest bei mir eher suboptimal.
Und das ganze Fahrwerk da rein?
Zumindest bei zwei gebraucht besorgten Tenderfahrwerken, namentlich Fleischmann Wannentender und älterer 50er Kastentender, bin ich nie glücklich gewesen. Erst als ich da mal bei laufendem Motor mit Bremsenreiniger drauf gesprüht habe, seitdem laufen die überhaupt. Und ich weiß nicht was ich da schon alles probiert habe, sogar mit feinen Bürsten in die Lager und was weiß ich nicht mehr was alles an Fettlösern probiert wurde.
Grüße Torsten
Hi !
Ich tippe mal auf eine fehlende Kollektorverbindung, soll heißen, dass ein Anschlussdraht nicht am Kollektor mehr angelötet ist.
Einfache Prüfung Motor ausbauen, und mit einen Multimeter alle drei Kollektorflächen durchmessen, dabei sollten alle drei Messungen den gleichen Widerstandswert haben.
Wenn ein Wert fehlt ist eine Verbindung offen, bei unterschiedlichen Widerstandswerten ist ein Wicklungsschluss vorhanden.
Gruß Thomas
Ich tippe mal auf eine fehlende Kollektorverbindung, soll heißen, dass ein Anschlussdraht nicht am Kollektor mehr angelötet ist.
Einfache Prüfung Motor ausbauen, und mit einen Multimeter alle drei Kollektorflächen durchmessen, dabei sollten alle drei Messungen den gleichen Widerstandswert haben.
Wenn ein Wert fehlt ist eine Verbindung offen, bei unterschiedlichen Widerstandswerten ist ein Wicklungsschluss vorhanden.
Gruß Thomas
dampfrailfan - 29.05.25 17:33
@Thomas,
Wenn das so ist, dann gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 2 dass er nicht anläuft. Also eher unwahrscheinlich.
Gruß
Wenn das so ist, dann gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 2 dass er nicht anläuft. Also eher unwahrscheinlich.
Gruß
Technofreak - 29.05.25 17:58
Hallo
#11 Ich baue die Kohlen komplett aus, auch die Halterungen wo die Kohlen drinstecken.
Dann ein kleines Glas, den Motor und die Kohlenhalten reinlegen und das Glas mit SR24 auffüllen, so das der Motor bedeckt ist.
Das Glas dann schließen und ins Ultraschallbad stellen und 6 Minuten laufen lassen.
Danach alles trocknen und die Bürstenhalter von innen mit einem Papier Tuch reinigen.
Kohlen ausglühen und alles zusammenbauen.
Grüsse
Klaus
#11 Ich baue die Kohlen komplett aus, auch die Halterungen wo die Kohlen drinstecken.
Dann ein kleines Glas, den Motor und die Kohlenhalten reinlegen und das Glas mit SR24 auffüllen, so das der Motor bedeckt ist.
Das Glas dann schließen und ins Ultraschallbad stellen und 6 Minuten laufen lassen.
Danach alles trocknen und die Bürstenhalter von innen mit einem Papier Tuch reinigen.
Kohlen ausglühen und alles zusammenbauen.
Grüsse
Klaus
Guten Tag N-Bahner,
zunächst danke für die vielen Tipps zur Fehlerbeseitigung. Sehr geholfen hat mir die Beschreibung von j.jacob #6.
Das die Kohlen sich mit Öl vollsaugen und dadurch weich und porös werden können, war mir nicht bekannt.
Neue Kohlen für diesen Motor in meiner Ersatzteilkiste gefunden und diese erst mal ausgeglüht.
Danach wieder die schon beschriebene Vorgehensweise der Kollektor Reinigung ausgeführt und alles wieder schön
zusammen gebaut. Lok auf den Testkreis gestellt und in beide Richtungen mit kleiner Spannung fahren lassen.
Lok läuft wieder sehr schön geschmeidig ohne Bürstenfeuer. Trotzdem werde ich zeitnah einen GAM Umbau ausführen,
damit das Problem ein für allemal erledigt ist. Der Umbau Micromotor GAM scheint die preisgünstige Variante zu sein ?
Gibt es hierzu Tipps und Tricks die man wissen sollte.
Lg. Klaus
zunächst danke für die vielen Tipps zur Fehlerbeseitigung. Sehr geholfen hat mir die Beschreibung von j.jacob #6.
Das die Kohlen sich mit Öl vollsaugen und dadurch weich und porös werden können, war mir nicht bekannt.
Neue Kohlen für diesen Motor in meiner Ersatzteilkiste gefunden und diese erst mal ausgeglüht.
Danach wieder die schon beschriebene Vorgehensweise der Kollektor Reinigung ausgeführt und alles wieder schön
zusammen gebaut. Lok auf den Testkreis gestellt und in beide Richtungen mit kleiner Spannung fahren lassen.
Lok läuft wieder sehr schön geschmeidig ohne Bürstenfeuer. Trotzdem werde ich zeitnah einen GAM Umbau ausführen,
damit das Problem ein für allemal erledigt ist. Der Umbau Micromotor GAM scheint die preisgünstige Variante zu sein ?
Gibt es hierzu Tipps und Tricks die man wissen sollte.
Lg. Klaus
Hallo Klaus!
Der Umbausatz von SB-Modellbau ist zwar teurer, aber bei ihm sitzt der GAM in einem Messingblock, der das Gewicht der Lok um über 10 Gramm erhöht. Das erhöht die Zugkraft deutlich.
Ich habe kürzlich einen ähnlichen Umbausatz in eine Dampflok von Fleischmann eingebaut. Die Lok ist nicht wiederzuerkennen - im positiven Sinne..png)
Herzliche Grüße
Elmar
Der Umbausatz von SB-Modellbau ist zwar teurer, aber bei ihm sitzt der GAM in einem Messingblock, der das Gewicht der Lok um über 10 Gramm erhöht. Das erhöht die Zugkraft deutlich.
Ich habe kürzlich einen ähnlichen Umbausatz in eine Dampflok von Fleischmann eingebaut. Die Lok ist nicht wiederzuerkennen - im positiven Sinne.
Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Klaus,
wenn das dein 1. Umbau auf eine GAM ist, ist der Umbau bei der Lok nicht so trivial das er als Erstlingswerk geeignet ist.
Ich bin da mit Elmar konform und würde das den von SB wählen, auch wenn ich aus eigener negativer Erfahrung weiß das die PP Umbausets auch schon mal Schwierigkeiten machen kann. Selber gehabt (Fleischmann E10) das der Messingblock ein wenig zu klein war und dadurch der Motor zu tief saß - auf beiden Seiten kein Spiel zwischen Schnecke und Zahnrad. Es ging nur um wenige 1/10 mm. Ein wenig dünne Pappe unterlegt und Problem gelöst.
Mittlerweile mach ich die Umbauten fast nur noch ohne irgendwelche Motorhalter, Vorteil: ich kann einen 10xx GAM nehmen, Nachteil: Einkleben nötig. Man sollte auch etwas Erfahrung mit der Geschichte haben, dann bleibe ich auch immer unter den Preisen von Micromotor, obwohl der von mir verwendete Motor selber teurer ist.
Gruß Detlef
wenn das dein 1. Umbau auf eine GAM ist, ist der Umbau bei der Lok nicht so trivial das er als Erstlingswerk geeignet ist.
Ich bin da mit Elmar konform und würde das den von SB wählen, auch wenn ich aus eigener negativer Erfahrung weiß das die PP Umbausets auch schon mal Schwierigkeiten machen kann. Selber gehabt (Fleischmann E10) das der Messingblock ein wenig zu klein war und dadurch der Motor zu tief saß - auf beiden Seiten kein Spiel zwischen Schnecke und Zahnrad. Es ging nur um wenige 1/10 mm. Ein wenig dünne Pappe unterlegt und Problem gelöst.
Mittlerweile mach ich die Umbauten fast nur noch ohne irgendwelche Motorhalter, Vorteil: ich kann einen 10xx GAM nehmen, Nachteil: Einkleben nötig. Man sollte auch etwas Erfahrung mit der Geschichte haben, dann bleibe ich auch immer unter den Preisen von Micromotor, obwohl der von mir verwendete Motor selber teurer ist.
Gruß Detlef
dampfrailfan - 29.05.25 19:00
Hallo Klaus,
Micromotor ist preisgünstig aber ohne Erfahrungen beim Umbau schwieriger Kandidaten ist es sehr schwer ein gutes Ergebnis hin zu bekommen. Bei mir liegt noch eine Fleischmann 101, da hab ich keinen Bock mehr drauf.
Problem sind die langen Adapterrohre auf der dünnen Motorwelle, die gern, sehr gern, die Schnecke aus dem Zahnrad hüpfen lassen. Übel ratternd.
Ich hab es hin bekommen aber hat einige Mühe gekostet. Und Zeit.
Der Rat von Elmar ist nicht der schlechteste.
Grüße Torsten
Micromotor ist preisgünstig aber ohne Erfahrungen beim Umbau schwieriger Kandidaten ist es sehr schwer ein gutes Ergebnis hin zu bekommen. Bei mir liegt noch eine Fleischmann 101, da hab ich keinen Bock mehr drauf.
Problem sind die langen Adapterrohre auf der dünnen Motorwelle, die gern, sehr gern, die Schnecke aus dem Zahnrad hüpfen lassen. Übel ratternd.
Ich hab es hin bekommen aber hat einige Mühe gekostet. Und Zeit.
Der Rat von Elmar ist nicht der schlechteste.
Grüße Torsten
@ Torsten
Ich nehme Wasser und Ultraschallreiniger den ich auch für Brillen nehme, zum Beispiel Panda Clean, gibt's bei Amazon.
Grüsse HD
Ich nehme Wasser und Ultraschallreiniger den ich auch für Brillen nehme, zum Beispiel Panda Clean, gibt's bei Amazon.
Grüsse HD
spur.n.bahner - 30.05.25 07:13
Moin zusamen,
ich melde mich noch einmal. Ja, den Umbau auf GAM kann man machen. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass alle meine Dreipolrer immer noch laufen. Und wenn sie die beschriebenen Problem hier hattem, konnten alle wieder zum Laufen gebracht werden. Unter anderem habe ich auch zwei 120er von FLM in Betrieb.
Ich habe insgesamt bestimmt 60 - 70 Loks von FLM mit Dreipoler, wenn nicht sogar mehr. Aus der Erfahrung heraus muss es auch möglich sein, diesen Motor hier wieder zum Laufen zu bekommen. Wie es geht, beschrieb ich oben.
Tauschkohlen gehören bei mir zur Grundausstattung meiner Ersatzteileversorgung.
Gruß
Jürgen
ich melde mich noch einmal. Ja, den Umbau auf GAM kann man machen. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass alle meine Dreipolrer immer noch laufen. Und wenn sie die beschriebenen Problem hier hattem, konnten alle wieder zum Laufen gebracht werden. Unter anderem habe ich auch zwei 120er von FLM in Betrieb.
Ich habe insgesamt bestimmt 60 - 70 Loks von FLM mit Dreipoler, wenn nicht sogar mehr. Aus der Erfahrung heraus muss es auch möglich sein, diesen Motor hier wieder zum Laufen zu bekommen. Wie es geht, beschrieb ich oben.
Tauschkohlen gehören bei mir zur Grundausstattung meiner Ersatzteileversorgung.
Gruß
Jürgen
Guten Morgen Jürgen,
nach dem das mit dem Kohletausch bei der FLM Lok geklappt hat, überlege ich ein paar alte Trix Loks ebenfalls
in Angriff zu nehmen. Ist das Verfahren der Reinigung vom Kollektor gleich und welche Trix Tauschkohlen gibt es ?
Falls du dazu Typ/Art.Nr. und Bezugsquellen hast, wäre ich für eine Rückmeldung sehr dankbar.
Lg. Klaus
nach dem das mit dem Kohletausch bei der FLM Lok geklappt hat, überlege ich ein paar alte Trix Loks ebenfalls
in Angriff zu nehmen. Ist das Verfahren der Reinigung vom Kollektor gleich und welche Trix Tauschkohlen gibt es ?
Falls du dazu Typ/Art.Nr. und Bezugsquellen hast, wäre ich für eine Rückmeldung sehr dankbar.
Lg. Klaus
Hallo Klaus,
im Prinzip ist die Motorrevision bei allen Fabrikaten ähnlich.
Bei älteren Minitrixloks gibt es Kohlen, die auf einem s-förmigen Halter gelötet sind. Beim Ausglühen sollte man erstens mit nicht so hoher Temperatur arbeiten und zweitens so auf die Kohlen drücken, dass diese auf den Halter gedrückt werden, damit sie sich nicht verschieben oder gar abgelötet werden.
Noch eine Anmerkung zum Auswechseln der Kohlen: m.E. nur notwendig, wenn die Kohlen fast vollständig abgerieben sind, also nicht mehr viel Kohlensubstanz vorhanden ist. Bei Minitrix z.B. wenn die Dicke der Kohlen etwa nur noch ein Drittel bis Viertel der Breite der ursprünglich (nahezu) würfelförmigen Kohlen ist.
Ist auch hier schon geschrieben worden und sehr wichtig: das Entgraten der Kollektorbleche an den Spalten wie beschrieben. Denn jeder noch so kleine Grat wirkt wie ein Kohle-Hobel.
Viel Erfolg und viel Spaß mit unserem Hobby,
j_jakob
im Prinzip ist die Motorrevision bei allen Fabrikaten ähnlich.
Bei älteren Minitrixloks gibt es Kohlen, die auf einem s-förmigen Halter gelötet sind. Beim Ausglühen sollte man erstens mit nicht so hoher Temperatur arbeiten und zweitens so auf die Kohlen drücken, dass diese auf den Halter gedrückt werden, damit sie sich nicht verschieben oder gar abgelötet werden.
Noch eine Anmerkung zum Auswechseln der Kohlen: m.E. nur notwendig, wenn die Kohlen fast vollständig abgerieben sind, also nicht mehr viel Kohlensubstanz vorhanden ist. Bei Minitrix z.B. wenn die Dicke der Kohlen etwa nur noch ein Drittel bis Viertel der Breite der ursprünglich (nahezu) würfelförmigen Kohlen ist.
Ist auch hier schon geschrieben worden und sehr wichtig: das Entgraten der Kollektorbleche an den Spalten wie beschrieben. Denn jeder noch so kleine Grat wirkt wie ein Kohle-Hobel.
Viel Erfolg und viel Spaß mit unserem Hobby,
j_jakob
Moin Klaus,
Ich bin zwar nicht Jürgen, aber die Kohlen von Trix gibt es bei Minitrix. Über die Website Service -> Anleitungen & Ersatzteile. Dort gibt es für sehr viele Modelle die Ersatzteilblätter und damit auch die Ersatzteilnummer. Und dann kann man nach dieser Nummer bei Märklin suchen und finden. Ja, ok, nicht alle sind lieferbar, aber Märklin liefert innerhalb weniger Tage und ist ab 30€ Versandkostenfrei. Kein Vergleich zu den Lieferzeiten bei Fleischmann Ersatzteilen.
MfG Heiko
Ich bin zwar nicht Jürgen, aber die Kohlen von Trix gibt es bei Minitrix. Über die Website Service -> Anleitungen & Ersatzteile. Dort gibt es für sehr viele Modelle die Ersatzteilblätter und damit auch die Ersatzteilnummer. Und dann kann man nach dieser Nummer bei Märklin suchen und finden. Ja, ok, nicht alle sind lieferbar, aber Märklin liefert innerhalb weniger Tage und ist ab 30€ Versandkostenfrei. Kein Vergleich zu den Lieferzeiten bei Fleischmann Ersatzteilen.
MfG Heiko
Nachtrag:
der Umbau auf GAM ist m.E. nur sinnvoll, wenn der alte Motor defekt ist, oder man einen GAM mit Schwungmasse einbaut oder man Platz braucht für einen Decoder. Zu den Ansteuerungsproblemen von GAMs mit älteren analogen Fahrreglern gibt es hier im Forum jede Menge Lesrstoff!
j_jakob
der Umbau auf GAM ist m.E. nur sinnvoll, wenn der alte Motor defekt ist, oder man einen GAM mit Schwungmasse einbaut oder man Platz braucht für einen Decoder. Zu den Ansteuerungsproblemen von GAMs mit älteren analogen Fahrreglern gibt es hier im Forum jede Menge Lesrstoff!
j_jakob
Hallo Jakob!
Das ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Ein Glockenankermotor bietet in der Regel mehrere Vorteile:
Hervorragende Fahreigenschaften
Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit bei "Rennsemmeln" auf eine vorbildnahe Höchstgeschwindigkeit und dadurch deutlich bessere Regelbarkeit im niedrigen Geschwindigkeitsbereich
Wartungsfreiheit: Man brauch nie wieder Motorkohlen ausglühen, weil einfach keine da sind
Und im Fall des von mir in #16 empfohlenen Umbausatzes kommen noch 10 Gramm Lokgewicht dazu, dadurch erhöhte Zugkraft
Es gibt also viele gute Gründe, auf GAM umzurüsten. Deshalb habe ich es bei meinen Fahrzeugen auch schon häufig gemacht.
Herzliche Grüße
Elmar
Das ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Ein Glockenankermotor bietet in der Regel mehrere Vorteile:
Hervorragende Fahreigenschaften
Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit bei "Rennsemmeln" auf eine vorbildnahe Höchstgeschwindigkeit und dadurch deutlich bessere Regelbarkeit im niedrigen Geschwindigkeitsbereich
Wartungsfreiheit: Man brauch nie wieder Motorkohlen ausglühen, weil einfach keine da sind
Und im Fall des von mir in #16 empfohlenen Umbausatzes kommen noch 10 Gramm Lokgewicht dazu, dadurch erhöhte Zugkraft
Es gibt also viele gute Gründe, auf GAM umzurüsten. Deshalb habe ich es bei meinen Fahrzeugen auch schon häufig gemacht.
Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Jakob,
stimmt, aber auch genug Lösungen zum Problem, und für wenige Cent läßt sich das Problem leicht lösen.
Aus aktuellem Anlass, gestern auf dem Stammtisch einen kleinen Lastcheck gemacht. Arnold Köf 2 schafft auf GAM umgebaut 11 Minitrix 4-Achser Kesselwagen, egal ob Speed reduziert oder nicht. Die mit Original Motore schaffte sogar 2 mehr, was aber an ihrem höheren Gewicht durch den Schneepflug zu erklären ist.
Die neue Lilliput Köf 3 machte bei 18 schlapp.
Gruß Detlef
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Zu den Ansteuerungsproblemen von GAMs mit älteren analogen Fahrreglern gibt es hier im Forum jede Menge Lesrstoff!
stimmt, aber auch genug Lösungen zum Problem, und für wenige Cent läßt sich das Problem leicht lösen.
Aus aktuellem Anlass, gestern auf dem Stammtisch einen kleinen Lastcheck gemacht. Arnold Köf 2 schafft auf GAM umgebaut 11 Minitrix 4-Achser Kesselwagen, egal ob Speed reduziert oder nicht. Die mit Original Motore schaffte sogar 2 mehr, was aber an ihrem höheren Gewicht durch den Schneepflug zu erklären ist.
Die neue Lilliput Köf 3 machte bei 18 schlapp.
Gruß Detlef
spur.n.bahner - 01.06.25 11:17
Moin Klaus,
sorry, dass ich mich erst heute melde. Wie andere schon schrieben, auch bei Minitrix Motoren kann man so vorgehen.
Ich baue GAM auch nur ein, wenn ein Motor wirklich hinüber ist und es keinen Ersatz mehr gibt. Oder aus Platzgründen im Rahmen der Digitalisierung. Das war so bei der Arnold Köf oder bei der V65 von Arnold. Da feilte ich ein Stück vom Block ab um dort einen Decoder zu platzieren.
Gruß
Jürgen
sorry, dass ich mich erst heute melde. Wie andere schon schrieben, auch bei Minitrix Motoren kann man so vorgehen.
Ich baue GAM auch nur ein, wenn ein Motor wirklich hinüber ist und es keinen Ersatz mehr gibt. Oder aus Platzgründen im Rahmen der Digitalisierung. Das war so bei der Arnold Köf oder bei der V65 von Arnold. Da feilte ich ein Stück vom Block ab um dort einen Decoder zu platzieren.
Gruß
Jürgen
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