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THEMA: Dongfeng 7 Rangierlokomotive

THEMA: Dongfeng 7 Rangierlokomotive
Startbeitrag
Mr.Bean - 27.05.25 03:27
Hallo,
Als ein Hersteller, der erst seit vier Jahren im Bereich der N-Spur-Modelleisenbahnen tätig ist, hat man in diesem Monat die neueste N-Spur-Rangierlokomotive DF7 auf den Markt gebracht.
Ich teile diesen Beitrag lediglich, um meine Bewunderung für die schnelle Entwicklung der chinesischen N-Spur auszudrücken – ohne jegliche kommerzielle Absicht.
Diesmal hat die DF7 ein neues Niveau erreicht: Die Drehgestelle weisen teilweise separat angesetzte Teile zur Darstellung von Details auf, die Handläufe bestehen aus geätzten Metallteilen. Trotz der zusätzlichen Details bleibt die Laufeigenschaft unbeeinträchtigt. Zudem sind eine E24-Schnittstelle und ein Platz für einen Lautsprecher vorgesehen. Der Preis in China beträgt lediglich etwa 65 €.


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Hallo,

Toll, Danke fürs Zeigen! Nur die Laufflächen der Räder wirken teilweise etwas merkwürdig. Ist das Schmutz oder etwas zu viel Brünierung?


Grüße, Peter W.
Hi

Wo ist das schöne Modell den erhältlich.

Sowas muss ja gefördert, indem man das Modell kauft

Grüße
sebisr
Ich finde es, inkl. Preis, beeindruckend.
Man muss wirklich fragen, warum bei uns die Dinge 300 und mehr kosten.
Kannst Du die Quelle der Bestellung benennen.
Grüße, Lothar
Darf man den Hersteller hier nicht nennen oder warum fehlt diese elementar wichtige Angabe? 🤓

Für diejenigen, welche es interessiert: Changming
Eine eigene Webseite hat der Hersteller aber anscheinend nicht.
Hatte auf die Schnelle nur einen Shop[1] in Japan gefunden, dort wird die DF7 für umgerechnet 77€ als Preorder gelistet.

Hier[2] gibt es noch das ein oder andere Foto vom Modell.

[1] https://tekkonmodel.co.jp/index.php/product/df7-0016/
[2] https://jnsforum.com/community/topic/20112-asi...t&comment=266538
Moin,

für Changming sind wir der Importeur in Europa, die DF7 wird es demnächst auch bei uns entsprechend (zur Vorbestellung) geben, sobald wir wissen welche laufenden Nummern wir bekommen.

Grüße

Stephan
Hi in die Runde,

schon länger schiele ich nach den jeweiligen Modellen von Changming, auch wenn sie wohl nie zu meinem Beuteschema gehören werden, fasziniert mich schon einige Zeit, was hier zu welchem Preis in Spur N geliefert wird.

... Andererseits besteht da natürlich auch die heimliche Überlegung, die Chinesen könnten den europäischen/eurasischen Markt "entdecken". Das würde sicher ein Problem für so manchen westlichen Hersteller werden. Also weniger den rein deutschen Markt oder gar den der alpenländischen Nachbarn, dazu düfte der Markt zu klein sein. Auch wenn Modellbahn offensichtlich in China noch ein relativ neues Phänomen ist, der Markt dürfte alleine schon durch die Bevölkerungszahl um ein vielfaches größer sein, als in Europa. Und es ist ein wachsender Markt, immer mehr Wohlstand und Mittelschicht verlangt nach Freizeitbeschäftigung .
Aber gesamteuropäisch mit Ablegern diverser Länder könnte interessant werden. Also sowas, wie der "Sergej", uns bestens als V 200 der DR bekannt oder der "Hummel", in Tschechien beispielsweise als T 669.0 bekannt. Letztere hat sich im Vorbild mit rund 8200 Exemplaren in vielen Ländern wiedergefunden. Und verkauft sich ja auch bei uns eher gut, wie MTB belegt...
Eine "Hummel" in dieser Ausführung zu diesem Preis dürfte so manchen etablierten Hersteller etwas ins Schwitzen bringen...

denkt sich grüßend
Roland
Hallo,Roland,

Viele der westlichen Klischees über China wirken aus der Sicht der normalen chinesischen Bevölkerung einfach nur lächerlich und unverständlich.

Tatsächlich befindet sich die Fabrik von Changming in meiner Heimatstadt – Liuzhou in der Region Guangxi. Die Fabrik unterscheidet sich in keiner Weise von anderen Betrieben im Industriegebiet: Es werden ausschließlich einheimische Arbeitskräfte eingestellt, und die Mitarbeiter können selbstverständlich frei kommen und gehen – es handelt sich um ein ganz normales Arbeitsverhältnis.

Vorurteile entstehen oft aus Unwissenheit. Ich lade Sie herzlich ein, nach China zu kommen – es ist ganz anders, als Sie es sich vorstellen!

Grüße

Bean
Hallo Roland,

Eine Spur N Lok Bedarf qualifizierter Arbeit. Die hier gezeigte vermutlich sehr viel.

Die günstigen Preise in China haben andere Gründe. Natürlich sind die Lohnkosten aber auch die Lebenshaltungskosten günstiger. Aber in Deutschland werden ja schon lange keine Loks mehr zusammen geschraubt.

In China funktioniert unter Führung der Kommunistischen Partei der Kapitalismus noch. Da kann sich kein Hersteller auf seinen alten Lorbeeren ausruhen und dann Mondpreise aufrufen.

Vor allem sind es aber denke ich Skaleneffekte. Das teure ist halt die Entwicklung. Wenn ich eine Lok für 1.4 Milliarden Chinesen entwickele, deren Wohlstand steigt, ist es halt etwas anderes als für 80 Millionen Deutsche, wo die Mittelschicht schwindet.

Ich werde mir auf jeden Fall eine zulegen, auch wenn sie absolut nicht zu meinem Thema passt.

Viele Grüße
Björn
sorry, aber ist ist das wirklich eine *Rangier*-Lokomotive? (wegen Thread-Titel)
Regt Euch ab. Den Chinesen ist höchster Respekt zu zollen, wenn man sieht wieviele Menschen dort aus der Armut geholt wurden und welche Qualität im Verhältnis zum Preis dort inzwischen abgeliefert wird, von der wir als Modelleisenbahner ja auch profitieren.

Deutschland ist nicht der Nabel der Welt, wir nehmen uns viel zu wichtig und bekommen seit eineinhalb Jahrzehnten nicht mal die drängendsten Probleme hierzulande gelöst, während die Infrastruktur in den chinesischen Städten inzwischen oft vom allerfeinsten ist.

Ein respektvoller, neugieriger und evtl. auch bescheidener Umgang mit unseren Handelspartnern ohne belehrenden Unterton ist uns im eigenen Interessse dringend anzuraten.

LG Mike
Moin,

ich verstehe nicht ganz, warum hier speziell wegen des Herstellers "Changming", der eben nicht zufällig unter einem eingängig europäischen Markennamen auftritt, ein Faß aufgemacht wird.

Inzwischen kommen doch rund 90 bis 95% aller Modellbahn-Artikel aus China, auch wenn auf der Verpackung ein deutsch-, englisch- oder französischsprachiger Markenname draufsteht: Doch DANN scheint ja alles ok ...

Übrigens kommt auch nahezu alles, was an Fossilien in europäische Autotanks gefüllt wird, aus autokratischen Staaten, deren Überleben damit gestützt bzw. überhaupt erst ermöglicht wird. Eine libyscher Ölkonzern betreibt sogar zugleich ein Tankstellen-Netz in ganz Deutschland; er beherrscht mithin die gesamte Lieferkette bis hin zum feinen Endkunden ...

Schon irre, wie allein Marken-Namen plötzlich eine solche Diskussion entfachen können:

Klingt also nur der Markenname europäisch, dann ist alles fein in Butter?

Beste Grüße, Norrskenet
Zitat - Antwort-Nr.: 11 | Name: Nimbi

sorry, aber ist ist das wirklich eine *Rangier*-Lokomotive? (wegen Thread-Titel)



Ja, die sind wirklich Rangierlokomotiven. Die China Railway setzt mehrere Baureihen von leistungsstarken Rangierlokomotiven ein. Wenn du interessiert bist, kannst du einige davon in Aktion in den Videos des YouTube-Nutzers HoYuen Chan sehen: https://www.youtube.com/@ChanHoYuen1993.

Grüße
Dist

Um den Bogen zu der Rangierlokomotive zurück zu spannen: allerhöchsten Respekt vor der gezeigten Qualität! Wenn die Fahreigenschaften entsprechend sind… wouw!

LG Mike
Mike,

die Fahreigenschaften von Changmings Lok sind in der Regel erstklassig, sobald sie ein wenig eingefahren sind. Besonders gut gefällt mir, wie sie ihre Dieselloks abgestimmt haben – man hat wirklich das Gefühl, ein schweres Stück Maschine zu fahren, mit gemächlicher Beschleunigung. IMO, sie sind nur einen kleinen Tick lauter als die typischen japanischen Modelle.

Grüße
Dist
In H0 gibt's die sogar in den Farben der "Kenya Railways". Exotischer geht's kaum!
https://www.j-scale.com/product-page/changming-...otive-kenya-railways

Soll die auch in N kommen?

LG, Andreas
Andreas,

das könnte vielleicht passieren, falls und wenn Changming die DF7G in Spur N macht. Sie lieben es, ungewöhnliche und unerwartete Lokomotiven zu produzieren. In H0 haben sie auch eine Lokomotive der Vietnamesischen Staatsbahn sowie einige Lokomotiven der Koreanischen Staatsbahn in N – darunter eine DF4, die erst heute angekündigt wurde.

Grüße
Dist

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In Duisburg kommen doch auch regelmässig Loks aus China an? (neue Seidenstrasse)

Was sind das für Maschinen?

LG Mike
Hallo

wenn man eine Wüstenbahn oder einen "afrikanischen" Verkehr nachbauen will, dann ist das ja so halbwegs eine passende Lok, denn warum sollen diese Maschinen nicht als Gebrauchtware auf den afrikanischen Kontinent kommen.

Man muss es sich halt vorstellen können. Ansonsten ist die Lok super gemacht, und da mein Sohn in China ein Gratis Studiengang in Maschinenbau und Industriedesign von der Universität in Madrid bekommen hat, werde ich ihn mal dami beauftragen ein oder zwei dieser Modelle vor Ort zu bekommen

Anbei mal ein interessanter Link zu den Maschinen

https://www.railography.co.uk/info/cn_diesels/p08.htm

LG

Patrick
Hi,

Zitat - Antwort-Nr.: 24 | Name: gruby911

wenn man eine Wüstenbahn oder einen "afrikanischen" Verkehr nachbauen will, dann ist das ja so halbwegs eine passende Lok, denn warum sollen diese Maschinen nicht als Gebrauchtware auf den afrikanischen Kontinent kommen.



Diese Maschinen wurden von den Chinesen niegelnagelneu nach Kenia geliefert, wie auch die ganze Linie Mombasa-Nairobi.
https://youtu.be/DPh7BwRu8u8

LG, Andreas
Zitat - Antwort-Nr.: 23 | Name: NMike

In Duisburg kommen doch auch regelmässig Loks aus China an? (neue Seidenstrasse)

Was sind das für Maschinen?



In der Regel Vectrons *scnr*

Spaß beiseite: Die Seidenstraßen-Züge werden mehrfach umgespurt und umgespannt. Da kommen keine chinesischen Loks in's europäische Schienensysstem - nichtmal über die Transsib.

VG
Fabian
Emm,
Duisburg per Schiff, keinesfalls abwegig. Wozu gibt's Rhein und Ruhr?
Mehr kann jemand erzählen, der dort wohnt.
polle
#Mr. Bean:

Ich bin seit 1990 in China beruflich und privat in China unterwegs und nicht nur in den touristischen Gegenden wie Badaling, Xian, Peking, Lijiang, Kunming usw. sondern in Gegenden Kashgar, Urumqi, Dunhuang, Lhasa, Lanzhou und Golmod. Wie da alleine zwischen 1990 und 1995 gegen die Muslime und Tibeter vorgegangen wurde, war schon erschreckend. Und ich glaube nicht, dass sich unter Xi das gebessert hat, eher Gegenteil.

Grüße von Jemanden, der schon mal die Umgebung von Golmod und die Straflager gesehen hat und Erfahrungen mit dem PSB gesammelt hat.



Hallo,bushman

Wie die Situation zwischen 1990 und 1995 war, kann ich tatsächlich nicht beurteilen, denn 1995 war ich erst fünf Jahre alt. Aber meine Ehefrau kommt aus Tibet und hat dort bis 2018 gelebt. Sie hat mir erzählt, dass das Leben in Tibet – abgesehen von der eingeschränkten Möglichkeit zum Online-Shopping und der Tatsache, dass Auslandsreisen nur in Gruppen über Reiseveranstalter möglich sind – sich ansonsten kaum vom Leben in anderen Teilen Chinas unterscheidet.

Ich habe nicht die Absicht, die festgeprägten Meinungen der anderen über China zu verändern – schließlich leben wir in unterschiedlichen Umgebungen und erhalten unterschiedliche Informationen. Ich bin in dieses Forum gekommen, weil ich eine große Leidenschaft für N-Spur-Modelleisenbahnen habe. Ich möchte gerne Inhalte zu diesem Thema mit euch teilen und habe hier im Forum auch selbst viel Neues gelernt.

Deshalb hoffe ich, dass sich die weiteren Diskussionen auf den ursprünglichen Zweck dieses Forums konzentrieren können, nämlich den Austausch über Modelleisenbahnen – und nicht auf sinnlose politische Debatten. Denn weder könnt ihr mich überzeugen, noch kann ich euch überzeugen.

Grüße

Bean
Hallo zusammen,

was mich tatsächlich an dem chinesischen Modellbahnmarkt interessieren würde, gibt es ein eigenes Gleissystem in N?

Zum Beispiel ein Bettungsgleis mit ordentlichen Weichen, vor allem Doppelkreuzungsweichen?

Dürften ausländische Produkte wie Modellbahnen zum Beispiel aus Deutschland oder Japan eigentlich nach China exportiert werden ohne es dort selbst zu produzieren?

Gruß Tom

  
Hallo Bean,

in der derzeitigen weltpolitischen Lage ist es schwierig, für alle Beteiligten diese Lage einfach so wegzuwischen. Ich blende das mal so aus, weil tatsächlich fast alles was derzeit auf dem Modellbahnsektor produziert wird, entweder auch China, Thailand, Vietnam oder aus anderen Ländern mit niedrigeren Löhnen kommt, das gilt aber auch für Produktionen in Rumänien, oder Ungarn (liebe Audi Fahrer). Aus Thailand kommen Pick-Ups, weil die dort nochmals billiger gebaut werden als in China.

Viele die hier schreiben, tragen Hemden aus Bangladesh etc. Also sollte man diesbezüglich den Ball flach halten, ohne dabei die Realität aus den Augen zu verlieren. Den anstatt im "reichen" Europa oder in den USA die Löhne den tatsáchlichen Kosten anzupassen, werden die Produktionen ausgelagert, dass man dabei Know-How mit auf den Weg gibt sollte vielen klar sein, und eine Software die reale Pläne für 1zu1 auch 1zu160 herunterbricht kann schon fast jeder.

Im Allgemeinen liegt die Schuld nämlich nicht an dem Mangel an Arbeitskräften, sondern ganz einfach daran dass man  über Jahrzehnte dem Bürger erst beigebracht hat, was er zu konsumieren hat, und das dieser dann nicht mehr erreichen kann, dann arbeiten beide, dann gibts keine Kinder mehr, es ist es einfach nicht mehr attraktiv,.

Und nun bastelt die ganze Welt das was wir gerne konsumieren würden, es aber ncht mehr tun können, weil unsere Gehälter real nämlich schon lange nicht mehr steigen. Das Modellbahnhobby ist heute ein Luxus auf allerhöchstem Niveau, und davon gibt es halt immer weniger Kunden.

Und ja, Menschenrechte rauf oder runter, in 30 Jahren wird es in China auch nicht anders gehen, dann werden die Produkte in Kenia zusammengebaut, oder wo es halt billiger ist
Hallo,Tom

China hat derzeit noch kein eigenes Gleissystem. Die in China gängigen Gleissysteme sind hauptsächlich von Kato oder Tomix. Modelleisenbahnen, die in Deutschland oder Japan hergestellt werden, können problemlos direkt aus dem Ausland oder über Händler bezogen werden – die Bezugswege sind sehr reibungslos.

Gruß

Bean
Hallo Bean,

nun das ist zumindest interessant zu hören, dass das Gleissystem noch fehlt. Wäre doch mal eine super Idee ein schönes Gleissystem zu produzieren.

Am besten etwas, das Kato ergänzt, da fehlen ja seit Jahrzehnten die Doppelkreuzungs- und Bogenweichen...

Gruß Tom
Mal eine Frage:
Sind die Kunststoffbaugruppen wirklich in der klassischen Spritzgusstechnik hergestellt?

Mit Blick auf die "Stirnlampe" wirkt das eher wie  Resindruck.
Das erklärt auch die Vielzahl an Atzteilen, mit denen man die ungenau druckbaren "Gravuren" umgehen könnte oder eben sogar will.
.
Fakt ist, dass die heutigen gedruckten Oberflächen inzwischen längst nicht mehr diese Rillen und Streifen haben und darüber keine Schlussfolgerungen mehr gezogen werden können ob es Gravur oder Druck ist.
Aber es begründet das Tempo, wenn ein Hersteller extrem schnell ein großes Sortiment aufbauen und zu allem Überfluss auch relativ kurzfristige Nachauflagen umsetzen kann, weil seine Basis eben auch eher niedrige Auflagen umfasst.
Muss hier nicht sein, kann aber sein.
Gibts bei uns aber auch schon: Von Lemiso, .....wenn auch in anderer Dimension und Art.
.....und in diesem Fall?

Gruß Sven


Hi,Sven

Die gesamte Fahrzeugkarosserie wird mit einer Kunststoff-Spritzgusstechnologie hergestellt, bei der Schiebertechnik verwendet wird, was zu einer sehr hohen Präzision führt. Auf der HEC2025-Messe kann man die Spritzguss-Karosserien anderer Fahrzeugmodelle sehen. Serienfahrzeuge scheinen nur selten 3D-Druck zu verwenden, da die Festigkeit des 3D-Drucks ein großes Problem darstellt.

Gruß

Bean


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Hallo zusammen

Da ich recht oft in China bin, wäre ich immer noch an einer Shop-Adresse im Reich der Mitte interessiert. Könnte man die Dinger dort irgendwo kaufen gehen?
Ich war schon mal in Shanghai in einem Moba-Laden. Dort gab es vor allem Modelle nach europäischen und amerikanischen Vorbildern.
Naja, auf Vorbestellung haben Sie mir N organisiert.
Mir wäre aber Walk-In lieber...

Gibt es in China überhaupt Modellbahner? Ich hab bei meinen vielen Reisen noch keinen getroffen. Nein, stimmt nicht. In Leshan traf ich einen älteren Herrn, der selber Dampfloks gebaut hat. Spur 1 oder so...
Falls es in China Interessierte gibt: Kaufen die alle bei Taobao ?

Gruss

Haima
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:


Das Modellbahnhobby ist heute ein Luxus auf allerhöchstem Niveau, und davon gibt es halt immer weniger Kunden.



Hallo,

das ist doch endlos übertrieben! Das Modellbahn relativ teuer ist, war schon immer so. Rechne doch mal die Inflation raus, du wirst staunen. Und heute sind die Modelle detailierter und voller Technik - und deutlich kleinere Auflagen.
Ja, nicht jeder kann sich 100te Loks und eine 30m2 Anlage leisten, aber das braucht es auch nicht, um das Hobby zu betreiben.

VG Nico
Hallo,Haima

Modelleisenbahn ist in China definitiv ein Nischenhobby. In den letzten Jahren hat jedoch insbesondere der rasante Aufschwung des N-Spur-Markts dazu geführt, dass auch ein jüngeres Publikum auf dieses spezielle Hobby aufmerksam wurde. Allein in den letzten zwei Jahren sind mehrere Modelleisenbahn-Clubs entstanden, die in Städten wie Peking, Chengdu, Shanghai und Shenzhen ansässig sind – dort kann man auch vor Ort Modelle des chinesischen Herstellers Changming kaufen.

Shanghai, als wirtschaftlich stärkste Stadt Chinas, hat die größte Dichte an Modelleisenbahngeschäften. Außerdem gibt es dort einen Ort, der einer kleinen Version des Miniatur Wunderlandes in Hamburg ähnelt – er heißt „Dameng Weicheng“ (大梦微城).

Wenn du genauere Informationen zu bestimmten Läden suchst, kann ich dir gern einige nützliche Tipps geben.

Bean
Also, dass mit der Politik hier im Forum ist driss.
Die Lok sieht einfach toll, gelungen und schön aus.
So eine Lok müsste man mal live sehen können, also, nicht in Ch,.....sondern hier.
Allen einen schönen Feiertag.
Gruß, Lothar
Hallo Mr. Bean

Danke für die Inputs. Ich bin demnächst wieder etwa drei Wochen in China. Leider wohl aber wenig Zeit, MOBA-Geschäfte zu suchen. Am ehesten vielleicht noch in Beijinig, evtl. Chengdu...

Hättest du da eine Idee?

Gruss vom Seepferd
Zu den Kosten des Hobbys: Das kann jeder selbst entscheiden! Wenn man - wie z.B. in England häufig - viel „scratch buildt“ Eigeninitiative mitbringt, kann man aus ein bisschen Abfallholz und Pappe eine wunderbare Modellbahn zimmern. Man kann seine Gleise selber bauen oder günstig auf dem Gebrauchtmarkt erstehen. Alleine was es alles auf ebay oder Kleinanzeigen gibt… diese Möglichkeiten hatten wir früher gar nicht.

Mir (aufgewachsen im äussersten Westen der Republik) fällt oft auf, dass ostdeutsche Modellbahner viel mehr und geschickter aus einfachen Mitteln zusammenbauen, einfach weil sie es gewohnt waren und es nicht alles zu kaufen gab… während im Westen mehr oder weniger immer dieselben Bausätze und Fertigteile der Industrie zu einer Anlage zusammenkomponiert werden. Da nehme ich mich ausdrücklich mal nicht aus 😉

Je nachdem, wieviel man selber machen möchte und sich zutraut, kann das also entweder ein sehr preiswertes oder ein sehr teures Hobby sein. Genau wie z.B. Oldtimer restaurieren. Wie sagte schon der alte Fritz? Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden!

LG Mike

P.S. ich finde es gut und interessant, von Modellbahnern aus anderen Ländern zu hören. Dass diese oft in anderen politischen Systemen leben, liegt in der Natur der Sache und können wir 1) nicht ändern und 2) hat das doch nichts mit dem Individuum zu tun, der ja „trotzdem“ ein großartiger Modellbahner sein kann! Was machen wir denn, wenn sich ein russischer, südamerikanischer, südafrikanischer, saudiarabischer oder MAGA-US-amerikanischer Modellbahner hier anmeldet und Produkte seines Landes zeigt? Jedesmal ein Fass auf??? Ist es nicht besser zu kommunizieren und voneinander zu lernen?
Hallo Bean,

...danke für die Info.
Du hast vollkommen recht, dass Resindrucke derzeit noch problematisch in der Festigkeit sind,
Also, solides Material. Okay.!

Was kann man zur Zugkraft der Loks sagen? Was wiegen sie und wie verhalten sie sich im Analogbetrieb.?
Die Japaner fahren ja zumeist auch noch eher "frei ab Regler"  und ,..  da läuft ja gerade eine Debatte ob das heute noch sein muss, dass diese,Fahrzeuge analog nicht mehr fein regelbar zu sein brauchen

Gruß Sven

PS: Ach bitte die Herrschaften, ... wenn ihr mit der Sichtweise eines Einheimischen fremdelt, dann denkt mal an das Wort Toleranz gemäss Brockhaus etc. und daran, dass die Welt keine deutsche Kolonie ist und auch nicht beabsichtigt zu werden.

Daher gerne im OT weiter politisieren und Hörensagen festigen!.

Zitat - Antwort-Nr.: 47 | Name: SSEB

Was kann man zur Zugkraft der Loks sagen? Was wiegen sie und wie verhalten sie sich im Analogbetrieb.?



Hallo Sven,

die Lokomotiven von Changming funktionieren einwandfrei im Analog- und Digitalbetrieb. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, reagieren die Dieselloks so, als würde man eine schwere Maschine fahren – das fühlt sich richtig gut an. Die Elektroloks sind etwas spritziger unterwegs. Meiner Meinung nach ist die Reaktion bei niedriger Spannung sehr gut.

Das Gewicht der Loks liegt – je nach Typ – zwischen ca. 100 und 115 Gramm.

Wenn du neugierig auf chinesische Modelle bzw. die von Changming bist, kann ich dir nur empfehlen, dir mal eine Lok zuzulegen. Die Herausforderung ist eher, es bei einer zu belassen. Sie machen süchtig – und die vielen unterschiedlichen Lackierungen machen es nicht leichter. Ich spreche da aus Erfahrung: Ich habe inzwischen 33 Lokomotiven von Changming in meiner Sammlung.

Grüße
Dist
Hi,Haima

In Peking gibt es einen Club namens „Beijing Warhammer Club“(北京战锤俱乐部). Dort werden N-Spur-Modelleisenbahnen verkauft, und es gibt auch einfache N-Spur-Dioramen, auf denen die Spieler ihre eigenen Modelle fahren lassen können. Ein Video dazu finden Sie unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=Pzz7eIEBN80

Wenn Sie in Chengdu sind, können Sie sich den „Chengtie 1435 Cultural & Creative Store“(成铁1435文创店) ansehen. Es ist ein gemeinsames Projekt von China Railway und Changming, das kulturelle und kreative Produkte anbietet. Dort werden ebenfalls Modelle verkauft und Dioramen ausgestellt.Ein Video dazu finden Sie unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=KKnFngrvO9M

Grüße

Bean


Bevor ich es vergesse:
Dieser französische Modellbahner hat ein paar Videos von seinen Changming-Loks auf YouTube gepostet:

https://www.youtube.com/@Cr160-models/videos

Und hier eines von einer DF4B:
https://www.youtube.com/watch?v=g6HWkzJ8Om0
Hallo Mr. Bean

Danke für die tollen Links. Da hat sich ja echt was getan.

Ohne Kommentar würde man fast denken, das sind Shops in Japan. Die sehen ja dort etwa gleich aus . Auch die dazu gehörenden Anlagen sind fast gleich.

Mal schauen, ob ich es in einen der Shops schaffe. Die Zeitfenster sind immer sehr kurz...

Grüsse

Haima
Hallo Mr. Bean,

das waren wirklich tolle Infos, vielen Dank. Ich bin erstaunt über alles, v.a. auch den zeitlichen Ablauf der eigenen Modelleisenbahnentwicklung in China. Bei uns hier in Deutschland gehen die Entwicklungen leider in eine andere Richtung und wer das nicht war haben will blind. Aber die Qualität auch von Wagenmodellen aus China erstaunt mich sehr. Schön Dich im Forum begrüßen zu können, da kann man jetzt immer mal etwas aus nächster Nähe erfahren.

Beste Grüße, Thomas
Hallo,

ich habe ein paar Changming Loks im Einsatz.

DF4B, DF4 D und auch SS6 haben eine extreme Zugkraft.

Gegenwärtig teste ich sie mit einem Zug aus 43 Coalporter Waggons (Kato, Fox Valley, Atlas) und einen Zug aus 32 Changming Waggons (davon 16 Autotransportwagen).

Beide Züge zieht je eine dieser Loks absolut souverän auf relativ ebener Strecke.

Meine SS3B Doppellok kann auch als nur 1/2 SS3B diese Züge ziehen. Die Zugkraft ist höher als bei Kato oder Atlas. Nur Rapido liegt ähnlich.

Nur die SS7D fällt massiv ab - liegt wohl an dem nicht angetriebenen Mitteldrehgestell.

Die Optik meiner Chang Ming Loks liegt absolut an der Spitze - der Preis jedoch nicht.

Nur mein Changming CR400 AF hat mir sehr viele Nerven und Geduld gekostet, bis ich ihn vernünftig kuppeln konnte.

Viele Grüße

Robert
Hallo zusammen

Also, hier kurz mein "Reisebericht":

In Beijing hatte ich tatsächlich kurz Zeit für einen Besuch. Der Laden ist echt schwer zu finden. Im Untergeschoss eines kleinen schon etwas in die Jahre gekommenen Einkaufszentrums. Wenn man dem mal so sagen kann.

Es waren sieben oder acht Leute dort. Kunden, Clubmitglieder, Ladenbesizter, Verkäufer.... Ich konnte das nicht genau verifizieren. Wohl von allem ein bisschen... Für "Moba-Verhältnisse" jedenfalls eher junge Leute. Dazu noch ein oder zwei Kinder. Die waren mit dem Fahren der Modellanlage beschläftigt.
Wir wurden herzlich begrüsst. Wie in China üblich mit Tee. Später gab's dann auch noch Bier. Zwei der Anwesenden konnten sogar etwas Englisch. Ausländer scheinen dort nicht sehr oft vorbei zu schauen. Dies schliesse ich jedenfalls mal aus den Reaktionen auf unseren Besuch.
Ich kann zwar nicht ganz so super Chinesisch, aber wir haben dann doch von Englisch auf Chinesisch geweschelt. War einfacher. Was denn neben der Verkaufstäigkeit noch angeboten wird, konnte ich aber nicht weiter abklären. Dazu fehlte einfach die Zeit.

Der Laden ist wohl gleichzeitig so etwas wie ein Clublokal. Beim nächsten Besuch und mit etwas mehr Zeit, würde ich mich dann vielleicht mal zu einer Anlagenbesichtigung bei einem zu Hause einladen lassen. Mal schauen.

Ich habe mich dann jedenfalls dazu überreden lassen so eine Rangierlok zu kaufen. Mit sechs dazu passenden Güterwagen hat das ganze ziemlich genau 1'000 RMB gekostet. = ca. 120 Franken.

In Chengdu war ich dann auch, konnte aber beim dortigen Laden nicht mehr vorbei. Dazu reichte die Zeit nicht. Der wäre aber wohl noch etwas grösser. Wenn man der Homepages glauben will.
In Chengdu gibt es im Bahnhof (nach der Sicherheitskontrolle) auch einen kleinen Laden. Der verkauft aber eher Spielzeug als Moba-Artikel. Zwei Changming-Loks wären aber auch im Angebot gewesen.
Früher gab es im Hongqiao-Bahnhof in Shanghai einen ähnlichen Laden. Dort bin ich jetzt aber ein paar Jahre nicht mehr gewesen. Weiss nicht, ob es den noch gibt.

Geöffnet und gefahren habe ich die Loks noch nicht. Zuerst muss jetzt der Jetlag überwunden werden und auch die Arbeit hier wartet ja wieder...

Grüsse aus Luzern

Haima
Hallo Haima

Ich war zufällig auch Ende Juni geschäftlich in Peking und habe ebenfalls diesen Club besucht. Er ist tatsächlich schwer zu finden, da er sich in einem etwas verlassen wirkenden Einkaufszentrum befindet. Die Mitarbeiter waren wirklich sehr freundlich und haben auch Bier angeboten – aber ich trinke keinen Alkohol~
Ich hatte ein interessantes Gespräch mit dem Inhaber – es war eine spannende Erfahrung~

Grüße

Bean


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