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THEMA: Analogbetrieb auf Digitalanlage

THEMA: Analogbetrieb auf Digitalanlage
Startbeitrag
ReiniRunner - 25.05.25 18:08
Hallo zusammen,

ich habe nur eine kurze Frage an die Community...ist es möglich, zum Testen von analogen Lokomotiven in eine Digitale Anlage nach Trennen der Zentrale ein analoges Fahrsignal einzuspeisen oder werden dann evtl. die GBM beschädigt, bzw. funktionieren die GBM dann noch insoweit, als diese das Siganl dann zumindest noch einspeisen?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Viele Grüße
Reinhard

Hallo Reinhard!

Gleisbesetztmelder speisen nichts ein. Sie detektieren nur einen Stromfluß. Ob der aus einer Digitalzentrale kommt oder aus einem Analog-Fahrregler, ist ihnen ziemlich egal. Du kannst das also durchaus machen.

Allerdings solltest Du darauf achten, daß sich keine weiteren Fahrzeuge auf der Anlage befinden. Ich habe nämlich meine Anlage auch einmal an einen analogen Trafo angeschlossen. Schon reagierte bei ALLEN Fahrzeugen die Analogerkennung, und alle fuhren los. Ich habe den Versuch dann ziemlich schnell beendet.

Herzliche Grüße
Elmar
Zitat - Antwort-Nr.: 1 | Name: Elmar W.

Gleisbesetztmelder speisen nichts ein.


Hallo Elmar,

bist du da gaaanz sicher?

VG Freetrack
Hallo Reinhardt


ich bin mir recht sicher, dass Elmar zum Teil falsch liegt. Meine alten Uhlenbrock-Melder sind jedenfalls nicht vom Gleisstrom isoliert: 1x verpolt am Gleis angeschlossen und dann hatte ich einen weniger. Die Dinger haben keine Optokoppler drin und führen gemeinsame Masse mit der Stromversorgung.

Wenn der Hersteller für Deine Rückmelder „galvanische Trennung“ oder „Optokoppler“ angibt, dann fliest kein Strom und es gilt das, was Elmar geschrieben hat.

Ich benutze für sowas ein Testgleis aus der Restekiste oder meinen Lokradreiniger (das Teil von DM-Toys mit den stromleitenden Filzstreifen. Klar, da kann ich nicht Strecke mache, Aber für geht/geht nicht reicht es.


Grüßle


Ralf



Und umgekehrt?

Hallo,
Hab die gleiche Frage, nur andersherum. Schadet es meinen Anfahr-und Bremsbausteinen von Conrad wenn ich zu Testzwecken statt mit analogem Trafo, Digitalstrom einspeise?
Meine 9 Blöcke sind alle damit ausgestattet.  Möchte keinen Totalausfall riskieren.

Gruß aus Berlin

Ralf
Hi Ralf,


muss das sein? Auch wenn die Bausteine das aushielten: Du weißt nicht, wie sie den Digitalstrom verändern und damit bekommst Du ein verfälschtes Ergebnis.

Zum Ausprobieren niemals das "Live-System" spricht Deine Anlage nehmen. Statt dessen immer ein Testgleis nutzen, Siehe meinen Post #3, letzter Absatz.


Grüßle


Ralf
Moin

#1 Elmar: ich bin da bei Freetrack und sehe es anders. Ich verwende LoDi-GBM und die versorgen den überwachten Gleisabschnitt mit Strom. Die Übertragung des Signals erfolgt digital, insofern wäre ich mir nicht so sicher, daß man die Frage pauschal mit Ja beantworten kann.

#Reinhard: Warum baust Du Dir nicht einfach ein einfaches Testgleis auf eine Brett und schließt da den analogen Trafo an. Zum Testen reicht das doch.
LG Rimbert
Allegra.
Ich rate von solchen Experimenten ab. Wer was testen will und muss benutzt eine Laboranlage. Dazu besorgt man sich KATO Unitrack Gleismaterial und baut eine kleine "fliegende" Testanlage auf. Ich benutze unseren Küchenarbeitstisch der dafür mangels Werkstatträumlichkeiten bzw. Hobbyraumecke herhalten darf.
Mit der Laboranlage kann man damit bis zum Umfallen alles mögliche testen bis der Arzt kommt ohne seine Hauptanlage samt Rollmaterial aus Versehen zu ruinieren.
Viel Erfolg.
Sorry!

Nicht bis der Arzt kommt, sondern bist die Hausfrau erscheint und dann erst der Arzt .

BG, Lutz!
Hello!
Wenn man so eine Frage stellt, bedeutet das daß das Elektronik Wissen begrenzt ist und man sich nicht überschätzt. Daher Finger weg von solchen Mischungen das Schadenspotential ist groß.

Schon erwähnt Märklin und Uhlenbrock haben ein abwegig sonderbares "Masse Syndrom" das gegen allen Verstand von Elektronik Konzepten arbeitet. Perfektes Beispiel wenn man das mit sinnvollem Massekonzepten Mischt wird's krachen. Analogwelt hat ein Bezug Potential in der Mitte positive bzw negative Spannung dazu sorgt für Vorwärts oder Rückwärtsfahrt. Auch die DCC Welt hat die Masse in der Mitte des Schienensignals, daraus einhergehend mit positiven und negativen Halbwellen. Märklin hatte die Idee das zu verwerfen und statt in der Mitte die Masse fix einer Schiene zuzuordnen. Das sind extrem unterschiedliche Welten. Also wenn man nicht genau weiß was jede Komponente macht muß man das lassen...

Baue einen Testkreis und schließe dort ENTWEDER/ODER die Versorgung analog oder Digital an.

Analogfahrzeuge können von jeder besseren Zentrale mit dem "0"Stretching auch auf Digitalgleisen gefahren werden. Billige einfache Zentralen bieten diese Betriebsart nicht hab, was recht schade ist weil das sehr einfach zu realisiern ist auf Zentralenseite.
-AH-
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Arnold-Huebsch

Analogfahrzeuge können von jeder besseren Zentrale mit dem "0"Stretching auch auf Digitalgleisen gefahren werden.... sehr einfach zu realisiern ist auf Zentralenseite



Servus Arnold,

wenn das so einfach ist, warum benötigt dann aktuelle Steuerungssoftware immer noch Dinamo-Komponenten oder andere (Exoten) für einen Mischbetrieb?

Fortschrittliche Zentralen sollten dann über virtuelle IDs von analogen Loks doch genauso analoge Loks über die GBM-Abschnitte schicken können? Der GBM müsste neben dem Digitalsignal halt alternativ PWM zur Verfügung stellen können.

An den Steuerungs-Programmen kann es ja schlecht liegen, weil die meisten das zu Gunsten von Dinamo-Komponenten bereits grundsätzlich implementiert haben.
VG Freetrack
Hätte nicht gedacht dass irgendjemand 2025 für N Motoren die 0-stretching Betriebsart empfiehlt. Meiner Meinung nach kann man damit kleine N Motoren von niedriger Impedans schrotten. Außerdem kann niemand der noch ein einigermaßen intaktes Gehör hat sich das Gekreische anhören. Achja, der DCC Throughput (Pakete per Sekunde)  leidet auch noch darunter.

Grüße,
Harald
Hallo Zusammen,


ich würde auch von der 0-stretching Betriebsart die Finger lassen. Hat meiner Erinnerung nach den Motoren meiner Loks schon vor 20 Jahren nicht gut getan (Wärme, Lärm) und bei Glockenankern hätte ich starke Bedenken, dass es die schrottet. Abgesehen davon: Es gibt dann genau 1 Analog-Lok auf der gesamten Anlage. Was will man damit anfangen?

Ich bleibe dabei: Ein wie auch immer gebauter Testkreis zum Ausprobieren des jeweils anderen Systems und ansonsten kein Herumprobieren an der Anlage in jedweder Variante (der Mischbetrieb gehört für mich dazu).


Grüßle


Ralf
0 stretching ist nix für Dauerbetrieb und vor allem nix für GAMs. Klassische Motore werden nur warm dadurch, nehmen keinen Schaden, weil große Teile der Energie nicht in mechanische Arbeit umgesetzt wird sondern eben in Wärme. Es ist aber überhaupt kein Problem damit kurze Testfahrten zu machen außer eben GAMs oder ähnliche Motore die sehr empfindliche Lager haben.

Wegen der Wärmeproblematik die vor allem bei Stillstand 100% Abwärme bedeuten und nur den Motor schüttelt, nutzt man das nicht für Regelbetrieb. Da hat haba völlig recht das würde nur Schaden am Motor bedeuten.
-AH-
Hallo Arnold,

Das führt mich zu einer Frage: Welchen Typ Motor haben heutige Modelle üblicherweise? Oft sehen sie Glockenankermotoren zumindest ähnlich. Sind die auch gefährdet?


Grüßle


Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: Arnold

Schon erwähnt Märklin und Uhlenbrock haben ein abwegig sonderbares "Masse Syndrom" das gegen allen Verstand von Elektronik Konzepten arbeitet.


Lieber Arnold,

das kann ich so nicht unkommentiert lassen. Das Konzept wurde 1935, also vor 90 Jahren eingeführt. Damals bedeutete "Elektronik" schlicht "Schaltung mit Elektronenröhren". Elektronik und Modellbahn? Damals bestenfalls Science Fiction. Halbleiterdiode? Gab es nicht zu kaufen. Entweder klobige Selengleichrichter oder für kleinste Ströme (Detektorempfänger) Stahlnadel auf Bleiglanzkristall.

So abwegig ist das Konzert auch nicht. Auch unsere Elektrizitätsversorgung arbeitet mit einem Massepotential: Drei Phasen und die Erde als Rückleiter. Es funktioniert, wenn auch die Schaltungstechnik eine andere ist. Sie ist sogar einfacher. Aber nicht kompatibel.

Grüße
Zwengelmann
Vielen Dank für Eure Antworten...da die Diskussion ja ein wenig vom eigentlichen Thema abkommt, wollte ich nochmal was zu meinem Motiv für die Ausgangsfrage sagen. Neben den Testzwecken war meine Idee, ab und zu den Tomix Reinigungswagen per Analogstrom über die Anlage zu schicken, da der auf Digital doch sehr sonderbar reagiert...aber dann scheint das doch keine Lösung zu sein.

Viele Grüße
Reinhard
Hallo Reinhard,
dann setze doch einen Brückengleichrichter und einen kleinen Elko passender Spannung vor deinem Motor im Tomix. Dann ist es ihm egal, ob er analog oder digital Strom bekommt, er dreht sich dann immer in die gleiche Richtung.
Gruß Holger
Wenn man die Suchfunktion bemüht findet man einige Tips für den Tomix (nicht Tonic, doofes  Autocarrot). U.A. dass der Motor mit Halbwelle immer noch schnell läuft und mit Vollwelle abraucht. Also bitte nur 1 Diode.

Grüße
Harald.


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