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THEMA: Neues von OOK (ADJ-Themen 1)
am Samstag, 10.05.2025, hat Otto O. Kurbjuweit (OOK) beim auch überregional bekannten Modellbahncenter Hünerbein in Aachen im Rahmen einer Autorenlesung sein neues Buch zum Thema „betriebsorientierte Modellbahn“ dem Publikum vorgestellt.
Im Gegensatz zum Vorgängerbuch (siehe weiter unten) erscheint dieses Buch unter dem Titel „ADJ-Themen 1“ mit dem Untertitel „Werkzeuge und Methoden für erfolgreiches Anlagendesign“.
Was also bietet das neue, unter ISBN 978-3-982330-9-0 bei „edition jaffa“ für 15.--€ bestellbare „blaue Buch 2.0“?
OOK hat erneut auf 112 Seiten Themen um die „betriebsorientierte Modelleisenbahn“ aufgeschrieben, die dem interessierten Modellbahner einen Weg aufzeigen (können) auf seiner Modelleisenbahn „Betrieb“ zu mache. Und damit ist nicht der oft strapazierte „Fahrbetrieb mit den vielen Fahr- und Rangiermöglichkeiten“ gemeint!
OOK geht es wie auch in seinem schon 2012 unter ISBN 978-3-89610-287-4 im MIBA-Verlag erschienenen (und heute nur noch, wenn überhaupt, antiquarisch verfügbaren) Grundlagenwerk „Anlagen-Planung für vorbildgerechten Modellbahn-Betrieb“ darum, die Eisenbahn als „Ganzes“ im Modell zu verwirklichen. Also als ein Transportunternehmen mit klar umrissenen Aufgaben.
Sein Credo ist es nach wie vor, Wege auf zu zeigen, wie man eben auf der Modellbahnanlage vorbildgerechte Abläufe durchspielen kann, nach im Vorfeld definierten klaren Regeln und eben festgelegten Vorgaben für den Betriebsablauf.
Nicht immer leichte Kost, aber durch die „fluffige Schreibe“ von OOK durchgängig gut lesbar.
Leser des benfalls bei „edition-jaffa“ erscheinenden „ADJ" (Anlagen-Design-Journal) sind die Ansätze von OOK sicherlich geläufig, aber auch für diese Leserschaft versteht es OOK neue Blickwinkel und/oder Herangehensweisen zu beschreiben.
Für die Besitzer des Buches aus 2012 finden sich willkommene Ergänzungen und für absolute „Neuleser“ ist es mittels einer überschaubaren Investition (wieder) möglich, eine komprimierte Zusammenstellung von grundlegenden Ideen zu vorbildgerechtem Modellbahnbetrieb zu erwerben. Das kann durchaus dazu geeignet sein, die eigenen Gedanken zu den Abläufen auf der eigenen Modellbahnanlage neu zu denken.
Wer allerdings ein reines Anlagen- oder Gleisplanungsbuch erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Von OOK wird eher der Weg beleuchtet, der zu einer Anlage, auf der Eisenbahnbetrieb in seine „Geschmacksrichtung“ umsetzbar ist, führen kann.
Bestellt kann das in DIN-A4 gehaltene und im mittleblauen Softcover gefertigte Buch bei unter
www.jaffas-moba-shop.de/buecher
Was fehlt jetzt noch? Ich denke, dass ein an die heutigen Möglichkeiten angepasster „Neuaufguss“ der EM-Serie „Spielen mit Sinn“ vom im Jahr 2024 leider verstorbenen Ivo Cordes aus den 1980er-Jahren eine wunderbare Ergänzung zu den grundlegenden Gedanken von OOK wäre.
es gab bereits vor ein paar Tagen einen Hinweis auf das Heft von dessen Verleger ( https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_sho...amp;sb1=OOK#x1454122 ). Der Beitrag klang interessant und ich habe es mir daraufhin bestellt. Vielleicht kann ich ja noch was Neues dazulernen.
Das Heft gibt den reichhaltigen Erfahrungsschatz des Autors wieder. Viele auch für mich zentrale Ideen sind darunter. Sicher lesenswert, wenn man eine Vorstellung bekommen will, wie man eine Modellbahn planen kann, die mehr Betrieb zulässt, als die gängigen, wie auch immer ineinander verdrehten Kringel, wie sie die großen Hersteller auf den Messen präsentieren. Eine Anlage, auf der Betrieb mit den Zügen wichtiger ist, als eine bis auf's letzte Detail durch komponierte Gärtnerei neben den Gleisen. Und doch war ich recht schnell enttäuscht.
Das gesamte Heft läuft eigentlich immer wieder auf den selben Typ von Anlage und Bahnbetrieb hinaus: Eine verträumte eingleisige Strecke irgendwo auf dem Land, auf der noch kleinteiliger Güterverkehr mit vielen Ladestellen läuft. Betrieb nach Fahrplan wie in in den frühen Epochen I-IV, am besten mit mehreren Mitstreitern. Die weitaus meisten Beispiele in Oe - eben OOK's Geschmacksrichtung, wie der Blechbahner im Startbeitrag schon schrieb.
Für mich als N-Bahner, dessen Bahn
- eine zweigleisigen Hauptstrecke zeigen sollte, wo langen Züge fahren (sonst hätte ich nicht N)
- im Arbeitszimmer ihren Platz hat und ihn nicht dominieren soll
- in der Epoche V und VI spielt, also kaum den von OOK präferierten kleinteiligen Güterverkehr aufweist
ist das Heft zu einseitig und wenig inspirierend.
Gute Ideen habe ich schon bei früheren Anlagen bei Ivo Cordes, dessen letzte Bücher bei GeraMond zu haben sind, und den Altmeistern früherer Jahre vor allem des Alba-Verlags (Kleine Modellbahnreihe / Alba Modellbahnpraxis) und den Sonderheften des Eisenbahn-Journals gefunden. Nicht alles empfand ich als baubar, aber die Autoren haben stets mehr als ein Motiv im Heft gezeigt. Nebenbahnen, Hauptbahnen, Kleinteiliges aber eben auch moderne Bahn bis hin zum ICE-Zeitalter. So konnte ich eine Idee entwickeln, was mein Ding ist ist.
Etwas mehr von dieser Vielfalt hätte ich dem Buch gewünscht. Schade.
Grüßle
Ralf
ich hatte bisher noch keine Gelegenheit, die neue Publikation von OOK zu lesen, kenne aber natürlich das „Blaue Buch“ von 2012 (?).
Ich denke, dass die Strategie von OOK an unserer Spur völlig vorbei geht. Das Prinzip des point to point Verkehrs ist m. E. eher für größere Spuren geeignet, Ich denke da vor allem an 0 bis 1.
Wir haben ja die Spur N gewählt, um lange Züge auf möglichst doppelgleisigen Strecken fahren zu lassen. Insofern war zumindest das alte „Blaue Buch“ für mich nicht geeignet.
Was mich schon immer sehr gestört hat, war der apodiktische Tonfall des „Blauen Buches“. Die Überlegungen des OOK mögen für ihn selbst das Nonplusultra sein, jedoch kann OOK mit Sicherheit davon ausgehen, dass in der Geschichte der Modellbahn viele Menschen existieren, die die Ideen von OOK schon vor Jahrzehnten durchdachten und auch andere Lösungen gefunden haben.
Wie wäre sonst John Allens „Gore & Daphetid“ entstanden? OOK sollte sich einmal darüber bewusst werden, dass er nur deshalb so weit in die Ferne blicken kann, weil er auf den Schultern seiner Vorgänger sitzt.
In diesem Sinne wünsche ich mir, dass die Überlegungen eines einzelnen Autors unter vielen richtig eingeordnet werden.
Nachdenkliche Grüße
Michael
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Michael
Ich denke, dass die Strategie von OOK an unserer Spur völlig vorbei geht. Das Prinzip des point to point Verkehrs ist m. E. eher für größere Spuren geeignet, Ich denke da vor allem an 0 bis 1.
Das sehe ich etwas anders, die Ideen des "Blauen Buches" lassen sich wohl in Spur N umsetzen. Nicht alle N-Modellbahner wollen NUR lange Züge auf zweigleisigen Strecken. Und in der Epoche III, der am liebsten verwendeten, wurde noch viel rangiert, transportiert und umgeladen.
Das Rangieren klappt auch in N, allerdings, mit kleinen Kompromissen.
Das Ein- und Auskuppeln, das geht nur von Hand ist in N etwas kniffliger. D.h. das Entkuppeln sollte von Entkupplungsgleisen entkoppelt sein. Es sei denn, es kann digital entkuppelt werden. Mit einem Haken geht es jedoch gut.
Es kann zum Rangieren nicht jede Rangierlok verwendet werden. Es sollte schon eine 4 achsige Lok sein, bei mir hat sich die BR81 bestens bewährt.
Zum Be-und Endladen der offenen Wagen muß man sich eben was einfallen lassen.
Zitat - Antwort-Nr.: 2 | Name: Michael
Was mich schon immer sehr gestört hat, war der apodiktische Tonfall des „Blauen Buches“.
Daran kann man sich gewöhnen, mein Namensvetter ist halt von Beruf Lehrer, da hat man das im Blut.
Das blaue Buch habe ich nicht mehr, nach der Umsetzung habe ich das zum Erstehungspreis sofort wieder verkaufen können. Das neue Rangierbuch wird, wenn man das Erste ganz verinnerlicht hat, nicht mehr viel neue Erkenntnisse bringen.
Ich habe versucht, für diejenigen, die das Buch nicht mehr erwerben können, ein Video für Spur N zu erstellen. Ist sogar von OOK bestätigt, dass ich es auf meiner Anlage gut umgesetzt habe habe.
In 22,5 Minuten (ab 1`50``, nach der Eigenwerbung π) ist die ganze Thematik dargestellt. Das Lesen dauert länger.
Wer es noch nicht kennt:
https://www.youtube.com/watch?v=sxZ2RnF8Y-Y&t=262s
Gruß πtto
OOK erhebt nicht den Anspruch, das ultimative Anlagenplanungsbuch für alle geschrieben zu haben. Der Obertitel „Betriebsorientierte Modellbahn“ besagt ja bereits, dass er nur diesen Teilaspekt behandelt. Modellbahner, die gerne ihre Züge im Aquariummodus beim Kreiseln anschauen möchten, sind gar nicht seine Zielgruppe und dürfen von ihm auch nichts erwarten.
Meine Anlage auf rund 15 qm, die ich ab 2011 gebaut hatte, war eine betriebsorientierte Spur-N-Anlage nach einem realen Vorbild: Die einspurige Hauptbahn im Harz, die Innerstetalbahn, deren Entstehung im Stummiforum ausführlich dokumentiert ist:
https://www.stummiforum.de/t82259f64-Innersteta...uf-qm-Epoche-II.html
Ich maße mir also an, aus Sicht eines N-Bahners auf die Ideen und Gedanke von OOK zu schauen und habe mit meiner Anlage den lebenden Beweis geliefert, dass in Spur N eine Anlage möglich ist, die 1. ein reales Vorbild konsequent umsetzt, 2. vorbildgerechten, abwechslungsreichen Betrieb ermöglicht, 3. den Prinzipien und Kriterien von OOK entspricht.
Natürlich war diese Anlage point-to-point … weil das beim Vorbild dieser Anlage auch so war, und weil das generell – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – bei der 1zu1-Bahn immer so ist. Ein schönes Beispiel für eingleisig PtP ist auch die Pyrkerbahn in Spur N von Friederich Kupzig in ADJ 13 und ADJ 17.
@Michael: Insofern ist PtP keine Frage des Maßstabs, sondern der Frage: Vorbildorientierung ja oder nein!
@Ralf: In dem Buch gibt es eine einzige Anlage in 0e! Und: Wer eine Sammlung von Gleisplänen unterschiedlichsten Charakters und Spurweiten erwartet, wird von diesem Buch in jedem Fall enttäuscht.
Das Blaue Buch 2.0 heißt im Untertitel »Werkzeuge und Methoden für erfolgreiches Anlagendesign«. Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis gibt ersten Aufschluss (siehe Bildanhang), was damit gemeint ist, die komplette Aufzählung der »Designtrümpfe« auf Seite 23 entfaltet die Fülle an Anregungen, die beim Design einer Anlage eine Rolle spielen können.
• Spiralen
• Spitzkehren
• Schattenfiddleyards (SchaFY)
• Einschnitte
• Trennkulissen
• Zungen/Halbinseln
• Überlange Zungen
• Anst/Awanst
• PAN (Prinzip absoluter Nähe)
• Funktions- statt Abstellgleise
• (Teilweise) Doppelstöckigkeit
• split level Anordnung
• (inverted) mushroom
• vertikale Weiche
• Zuglift
• Zugspeicher
• Podeste
Mit diesen Werkzeugen und Methoden kann man arbeiten – und das ist unabhängig von Maßstab und Epoche.
Wer Modellbahn so plant und betreiben will, dass er in seiner Kommandozentrale sitzt und aus dem Schattenbahnhof kommend, einen Zug nach dem anderen über die zweigleisige Paradestrecke mit kurzem Stopp im Bahnhof fahren und wieder verschwinden lässt, der macht möglicherweise »vorbildgerechten« Betrieb nach Epoche V oder VI, gehört aber sicherlich nicht zur Zielgruppe dieses Buches.
Und noch einmal zu Ralf: Dass eingleisige Strecken „verträumt“ sind, kann so sein, ist aber oft auch total anders: z.B. Dortmund-Münster, Hannover-Soltau-Buchholz i.d. Nordheide (Heidebahn), Rotenburg-Verden und Nienburg-Minden, Außerfernbahn Innsbruck-Garmisch-Partenkirchen-Reutte in Tirol u.a.
Eingleisige Strecken haben betrieblich den Charme, dass man Zugkreuzungen und -Überholungen arrangieren muss und damit Betrieb anspruchsvoller zu realisieren ist. Dass im Buch gar kein Anlagenentwurf mit 2-gleisiger Hauptbahn zu finden ist, ist zugegebener Maßen ein kleiner Lapsus – also Abzug in der B-Note
Bücher, die Wissen und Know-how vermitteln wollen, müssen letztendlich „apodiktisch“ sein, denn wer wollte ein Buch über Reparaturen am VW Golf lesen, wenn da stünde: „Ich glaube, dass es besser ist, es so und so zu machen, aber vielleicht geht es auch anders. So ganz sicher bin ich mir da nicht.“
Kein anderer Verfasser von Anlagenplanungsliteratur bezieht sich mehr auf seine „Lehrer“ und Vorbilder als OOK, nur sind diese Vorbilder halt nicht Pit.Peg und Günter Fromm mit ihren inzwischen leicht angestaubten Plänen, sondern Frank Ellison (The Art of Model Railroading), Tony Koester (Model Railroad Planning) und Allen Mc Clelland (The Virginian & Ohio RR), um nur die wichtigsten zu nennen. Und dass er auf den Schultern seiner Vorgänger steht, hat er beispielsweise in seiner Ansprache bei der Buchvorstellung in Aachen selber benannt. Da braucht er keine Anstupser.
Gruß — Jürgen
Die von jaffa zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
ich hab das Buch nochmal in die Hand genommen: Ein Artikel ist explizit zu einer Oe-Bahn betitelt, Daneben ein großer Artikel über eine H0m-Bahn. Und sehr häufig ein "So habe ich das bei der BAE X gemacht". Der hängen gebliebene und von mir im ersten Beitrag ( #1 ) beschriebene Eindruck bestätigt sich beim nochmaligen Durchblättern.
Wohlgemerkt: So von seinen Erfahrungen zu berichten ist für mich der richtige Ansatz. Das macht das Buch auch lesenswert. Aber es ist eben auch über lange Strecken immer wieder der gleiche Typ Bahn. Das man sowas auch in N und mit Hauptstrecke machen kann, so wie Deine Anlage, kommt leider im Buch nicht vor. Trotz des Fundus des ADJ. Da wäre sicher mehr Breite möglich gewesen, ohne in eine Beliebigkeit nach dem Motto "anything goes" abzurutschen.
Ein Weiteres: So arm an Möglichkeiten, wie Du das implizierst, ist eine zweigleisige Hauptstrecke nun mal nicht. Auch dort gibt es Überholungen und Ausweichen. Da muss ich dann im Bahnhof eben einen Zug an die Seite nehmen, damit der verspätete ICE vorbeirauschen kann oder dafür sorgen, dass der Kurswagen nach Neuffen in Biberach umgesetzt wird (Kurswagen gibt es zwar in Epoche VI im Schwarzwald nicht mehr, aber bis zum Ende der Saison noch in Niebüll in Schleswig-Hollstein zu sehen!). Und als Goddie gibt es noch Begegnungen auf freier Strecke. Langweilig ist das nicht. Aber eben anders.
Ich hätte gerne auch gelesen, welche Ideen OOK zu Betrieb auf solch einer Bahn hat. Etwa das Einweben von Rangierfahrten in einen Taktfahrplan, Kurswagenübergänge, Zugtrennung/Vereinigung, Umleiter oder Teilsperrung eines Gleises wegen Bauarbeiten – das alles ist auch Betrieb!
Ein Letztes: Das eingleisig kein Synonym für verträumt ist, sehe ich auch so: Wer wie ich in Stuttgart lebt, hat eingleisige Hauptstrecken ja fast vor der Haustür: Rems- und Murrbahn, die Gäubahn ab Herrenberg bis kurz vor Singen. Die Verbindung Renningen-Böblingen. Strecken mit viel Verkehr, einige davon sogar mit hochwertigem Fernverkehr und signifikantem Güterverkehr. Und sie alle sind alles andere als verträumten Strecken. Aber im Buch kommen die eben nicht vor.
Grüßle
Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: rka-stgt
Ich hätte gerne auch gelesen, welche Ideen OOK zu Betrieb auf solch einer Bahn hat. Etwa das Einweben von Rangierfahrten in einen Taktfahrplan, Kurswagenübergänge, Zugtrennung/Vereinigung, Umleiter oder Teilsperrung eines Gleises wegen Bauarbeiten – das alles ist auch Betrieb!
Hallo Ralf,
wenn OOK über Betrieb schreibt, dann geht er immer - anders als viele andere Autoren - von eigener Praxis und Erfahrung aus. Theoretisieren, was man machen könnte, wenn man denn würde, ist nicht sein Stil.
Und leider wird er auch in den Foren nicht fündig, wenn er von anderen gebaute und betriebene Anlagen mit zweigleisiger Hauptstrecke sucht, die seinem Qualitätsanspruch an Betrieb gerecht werden. Vorgestellt werden Planungen solcher Anlagen, meist sehr ausschweifend, aber auf die Fertigstellung und den praktizierten Betrieb wartet man vergebens. Dann tauchen die Threaderöffner meist ab. Was bei OOK den Eindruck hervorruft, dass sich das geplante Konzept eben doch nicht in der Praxis bewährt hat - sonst könnte man das ja stolz herzeigen.
Aber vielleicht ist das ja der Anstoß für Betreiber solcher betriebstauglichen N-Anlagen, einmal hier über ihren Betrieb zu berichten. Jenseits des »Blauen Buchs« gibts da ja noch ADJ ...
Gruß --- Jürgen
es wird auch für den „unvoreingenommenen“ Leser deutlich: die beworbene Publikation wird im Wesentlichen nur durch den Verleger „verteidigt“!
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass in unserer Spur etwas anderes möglich ist, nämlich der Verkehr mit langen Zügen - auch dem TEE - in realistischer Weise.
Die Strategie von OOK und Jaffa finde ich überholt. Auch John Allen hat „continuos running“ stets in seiner Planung berücksichtigt.
Mit vielen Grüßen an alle
Michael
" Vorgestellt werden Planungen solcher Anlagen, meist sehr ausschweifend, aber auf die Fertigstellung und den praktizierten Betrieb wartet man vergebens. Dann tauchen die Threaderöffner meist ab."
Da scheint meine Anlage eine rühmliche Ausnahme zu sein.
Betrieb laut Bl.Buch, lange Züge wie in N möglich. PtP für "Betrieb" (von Sbhf zu Sbhf) und wenn gewünscht Ringelpietz mit ellenlangen GaG.
Für jeden etwas, oder alles für.mich!π
Siehe Video #3
Gruß π tto
Ich fahre Point to Point mit Spitzkehre aufgrund der Publikationen von OOK seit ca .10 Jahren auf Katogleisen. Ich benutze sogar die einfachen Wagenlaufkarten und ich bin froh nicht mehr im Kreis zu fahren. Meine alten Anlagen waren spätestens nach drei Jahren langweilig. Ich bin N Bahner seit 40 Jahren. Hätte ich die Ansätze von OOK damals gekannt hätte ich viel Geld gespart.
Gruß Gerald
ich denke, das kommt darauf an …
Meine erste Anlage nach dem Auszug aus dem Elternhaus war ein Regalbrett im Studentenwohnheim. Ein Bahnhof auf einer Nebenbahn mit einem Fiddle-Gleis auf dem Schreibtisch daneben. Hat damals Spaß gemacht und der Verwalter ist sogar mal mit Besuch vorbeigekommen. In Summe war das sehr nah an OOK's Welt – aber auf Dauer hat mir was gefehlt.
Mehr als 30 Jahre danach habe ich mehr Platz, und wenn die aktuelle Anlage fertig ist, dann bietet sie einem 7-teiligen ICE2 einen angemessenen Auslauf auf einer Altbaustrecke ohne den letzten Quadratzentimeter Zimmer ausnutzen zu müssen. Das ist immer noch relativ kurz für einen längst möglichen Zug, aber für den zur Verfügung stehenden Platz angemessen. Mit H0 oder größer hätte ich da keine Chance gehabt.
Ich finde nicht, dass die Strategie von OOK überholt ist. Sie ist eben anders. Anders als meine und sicher auch Deine Vorlieben. Zu meiner Studentenzeit war die bescheidene, aber betrieblich gut geplante Nebenbahn besser als gar nix, und wenn Dampfloks und eifriges Rangieren meins gewesen wäre, dann würde ich vielleicht heute auch die Fläche in meinem Zimmer mit der Murgtalbahn im Schwarzwald anno 64 bebauen. Aber es kam eben anders.
Last not least: Ich bleibe dabei, das Buch ist lesenswert. Konzept, Linearität, Vorbildbezug, Zugspeicher und ein Stückweit auch PAN findest Du auch bei mir. Dem unzufriedenen Kringelbahner aus meiner Anfangszeit hätte das Buch sicher den Horizont geweitet.
Grüßle
Ralf
wenn du dir die sieben bisherigen Beiträge anschaust, dann sehe ich den wohlwollenden Startpost von Blechbahner, den Beitrag von Ralf, der in #5 das Buch explizit als »lesenswert« bezeichnet und konstruktive Kritik übt (siehe mein Zitat von ihm in #6) – und ich lese deine pauschale Ablehnung, für die du keinerlei Argumente lieferst und hier in diesem Thread bisher alleine dastehst.
»Verkehr mit langen Zügen« – wer bestreitet, dass das in N möglich ist? Du äußert dich zu einem Buch, das du nicht gelesen hast – weißt aber genau, dass »unsere Strategie überholt« ist.
Ich behaupte mal, dass die Werkzeuge und Methoden, die OOK im Buch vorschlägt und ausführt (siehe z.B. meine Auflistung in #4) auch dir helfen würden, wenn du eine betriebstaugliche Anlage in N planen würdest.
Gruß --- Jürgen
P.S.: Während ich schrieb, hatten Gerald, Ralf und Otto II bereits gepostet, ohne dass ich das sah.
ich betreibe jetzt seit 11 Jahren eine Anlage nach einem Vorbild von Ivo Cordes, vorgestellt in Alba Modellbahnpraxis Nr. 2. Übrigens ist auch „Mannis N-Bahn“ nach diesem Vorbild gebaut. Es sollte unter ernsthaften Modellbahnern keine Frage sein, dass eine solche Anlage „betriebstauglich“ ist. Eine Hilfe ist also nicht erforderlich.
Ich möchte nicht bestreiten, dass ein Betrieb nach dem - aus meiner Sicht völlig überschätztem - „Blauen Buch“ möglich ist. Ich denke nur, dass hier die großen Spuren deutlich im Vorteil sind, weil hier ohnehin auf Hauptbahnen in der Regel verzichtet werden muss. Zudem sind die Rangiereigenschaften grandios.
Es ist ja völlig richtig, dass ich die aktuelle Version des „Blauen Buches“ bisher nicht gelesen habe. Ich scheue mich aber davor, dieses zu kaufen, weil ich von der ersten Version eher enttäuscht war.
Im Grunde könnt ihr beide ja über die Diskussion nur dankbar sein, weil sie den Verkauf der ADJ-Reihe sicherlich befördern wird.
Nichts für ungut, letztlich soll ja jeder nach seiner Façon glücklich werden.
Ich bin dann einmal raus.
Viele Grüße an alle
Michael
ich finde es gut, dass das Buch kontrovers diskutiert wird.
Vor allem finde ich es richtig und wichtig, dass den Begriffen "betriebsgerecht", "betriebsorientiert", "vorbildgetreuer Betrieb" usw. hier mal auf den Zahn gefühlt wurde.
Ich fahre ebenfalls eingleisig Point-to-Point und kenne das System mit Wagenkarten und Frachtzetteln zur Genüge.
Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich manchmal sogar zu bequem, die Lok umzusetzen und genieße meine Wendezug-Garnituren und Triebwagen aller Couleur.
Und ich genieße es, einen Ganzzug aus vielen, vielen E-Wagen über die Anlage fahren zu lassen.
Meine nächste Anlage wird vermutlich "zweigleisig an der Wand entlang", weil es einfach toll aussieht, wenn 2 Züge sich begegnen.
Es wurde hier schön auf den Punkt gebracht, dass es auch stark von der Baugröße abhängt, was "guter Betrieb" ist.
Meine o.g. Erfahrungen bestätigen die deinen/euren.
So unterschiedlich wie 10 verschiedene Leute ihr Fahrrad nutzen, so unterschiedlich kann man auf einer Moba "guten Betrieb" machen.
Und OOK deckt mit seinen Empfehlungen und Prinzipien nur einen kleinen Teilbereich ab.
Zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen (siehe oben)!
Denn es ist auch ein großer Unterschied, ob man eine Anlage allein oder zu mehreren betreibt.
Und ob man seine komplette Freizeit in das Hobby Modellbahn steckt oder nur gelegentlich (z.B. bei schlechtem Wetter) etwas entschleunigende Entspannung sucht.
Oder ob man eher der kreative Gestalter ist, der mehr Spaß am dekorieren als am Betrieb hat.
Das Buch kann aber natürlich trotzdem eine interessante und unterhaltsame Lektüre sein.
Ich grüße mit "Model Railroading ist fun" (und da hat jeder nunmal andere Vorstellungen)
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Bestellt kann das in DIN-A4 gehaltene und im mittleblauen Softcover gefertigte Buch bei unter
www.jaffas-moba-shop.de/buecher
Was fehlt jetzt noch? Ich denke, dass ein an die heutigen Möglichkeiten angepasster „Neuaufguss“ der EM-Serie „Spielen mit Sinn“ vom im Jahr 2024 leider verstorbenen Ivo Cordes aus den 1980er-Jahren eine wunderbare Ergänzung zu den grundlegenden Gedanken von OOK wäre.
Das halte ich für eine sehr gute Idee!
Was ich mir aber noch unbedingt wünschen würde, ist die nochmalige Darstellung des Artikels aus dem alten "blauen Buch", in dem OOK auf einer 4x8-Platte das Ausgangs-Oval in Schritten zu einer betriebsorientierten Anlage mit Schattenfiddle und optisch getrennten Bahnhöfen entwickelt! Gerade diesen Artikel empfinde ich als ganz entscheidende Hilfe für Neueinsteiger, damit keine Fehlentwicklung zum Spaghettiknäuel stattfindet und man gleich auf die richtige, betriebsorientierte Anlagenplanung geleitet wird, die dann dauerhaft Spaß macht!
Christoph
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: doc-mueller
Was ich mir aber noch unbedingt wünschen würde, ist die nochmalige Darstellung des Artikels aus dem alten "blauen Buch", in dem OOK auf einer 4x8-Platte das Ausgangs-Oval in Schritten zu einer betriebsorientierten Anlage mit Schattenfiddle und optisch getrennten Bahnhöfen entwickelt! Gerade diesen Artikel empfinde ich als ganz entscheidende Hilfe für Neueinsteiger, damit keine Fehlentwicklung zum Spaghettiknäuel stattfindet und man gleich auf die richtige, betriebsorientierte Anlagenplanung geleitet wird, die dann dauerhaft Spaß macht!
Moin Christoph,
du meinst sicherlich die Vollbach-Anlage. Den Vorschlag unterstütze ich.
Anbei ein selbstgeschossenes Foto aus meinem Blauen Buch mit Genehmigung von OOK.
In 1:160 würde die Anlage locker auf "eine Platte" von 140x70 cm passen.
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Viele Grüße,
Johann
Die von Jbs zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
in diesem Strang https://www.mapud-forum.de/t1218f55-Startpacku...r-Spielbahner-5.html
gibt es weitere informationen, wie man die Vollbach-Anlage mittels Stückgleisen umsetzen kann.
VG Hartmut
Gruß — Jürgen
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Wohlgemerkt: So von seinen Erfahrungen zu berichten ist für mich der richtige Ansatz. Das macht das Buch auch lesenswert. ...
Ich hätte gerne auch gelesen, welche Ideen OOK zu Betrieb auf solch einer Bahn hat. Etwa das Einweben von Rangierfahrten in einen Taktfahrplan, Kurswagenübergänge, Zugtrennung/Vereinigung, Umleiter oder Teilsperrung eines Gleises wegen Bauarbeiten – das alles ist auch Betrieb!
Hallo Ralf,
Nachdem sich diese Diskussion etwas beruhigt hat, will ich als Autor (ich oute mich hier als OOK) ein paar Worte dazu sagen. Die beiden ersten oben zitierten Sätze von dir benennen ein Dilemma. Einerseits findest du es gut, dass ich aus eigener Erfahrung und Praxis schreibe, wünscht dir aber, dass ich ein paar „ Ideen“ zu Anlagen mit zweigleisigen Hauptbahnen zum Besten gebe.
Damit würde ich aber das Prinzip, aus eigener Erfahrung zu berichten und zu argumentieren, verlassen. Würde ich höchst ungern tun. Es gibt genug Bücher über Modellbahnbetrieb, denen man es anmerkt, dass der Autor das alles noch nicht selber gemacht hat sondern es sich so denkt.
Ich hatte mal eine H0-Anlage, die eine eingleisige Hauptbahn mit dichtem Verkehr darstellte, und deren Gleisplan wird im Blauen Buch 2.o auch gezeigt (Felsentalbahn). Das Gleiche in zweigleisig wäre ziemlich langweilig geworden. Eine Zugbegnung auf freier Strecke hat etwas, das ist schon klar, aber das kommt nicht an den Reiz und die Spannung einer Zugkreuzung auf einer eingleisigen Strecke heran.
Das Problem ist aber größer. Ich bin in mehreren Foren unterwegs, auch solchen, wo viel Anlagenplanung läuft. Da werden in relativ hoher Zahl die Traumanlagen entworfen, wo eine zweigleisige Paradestrecke mehrfach durch die Anlage führt, dazu eine Nebenbahn und ein grooßes BW mit Ringlokschuppen.
Mal abgesehen davon, dass die Autoren solcher Pläne in der Regel nichts darüber sagen(können) was auf dem Riesending an Betrieb laufen soll ind wie sie das händeln wollen, gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass einer das mal zuende gebaut hat und dann ein paar Jahre lang mit Genuss betreibt. Das, und nur das könnte mich dazu bringen, auch mal in diese Richtung zu denken.
Eine Anmerkung sei aber noch erlaubt. Das Blaue Buch ist kein Buch darüber, wie Modellbahnbetrieb geht (wenn ich mal Zeit habte, schreibe ich das), sondern darüber, wie man Anlagen plant, die die besten Voraussetzungen für Betrieb schaffen. Und es ist auch kein Katalog zum Aussuchen der richtigen Anlage, sondern eine Werkzeugkiste mit Anleitungen, wie man solch eine Anlage plant. Und ich wette, das mind. 80% der vermittelten Prinzipien und Designtricks sich ebensogut auf zweigleisige Anlagen anwenden lassen.
Wenn es aber um Anlagen geht, auf denen die Züge ohne Ausgangspunkt und Ziel nur herumrauschen, dann bin ich raus. Das interessiert mich nicht.
Gruß
Otto
Glückwunsch zum Coming-Out. Das finde ich gut. Und ich finde die Heransgehensweise auch verständlich und nachvollziehbar. Auch die Kritik an vielen Entwürfen von Großanlagen kann ich nachvollziehen. Aber in einem Punkt widerspreche ich.
"Das Gleiche in zweigleisig wäre ziemlich langweilig geworden. Eine Zugbegnung auf freier Strecke hat etwas, das ist schon klar, aber das kommt nicht an den Reiz und die Spannung einer Zugkreuzung auf einer eingleisigen Strecke heran."
Aber genau das macht einen großen Teil des Reitzes der Spur N aus. Lange Züge in feier Fahrt, denen man einfach zuschauen kann. Wenn der IC dem langen Heinrich in voller Fahrt begegnet ist das für mich nicht langweilig sondern hat gerade den Reiz der Vorbildnähe, die ich gerade mit Spur N nachstellen kann. Und man kann das auch mit entsprechender Gestaltung des Untergrundes betrieblich vorbildnah fahren. Und inzwischen auch automatisiert, teilautomatisiert oder manuell gesteuert.
Ich verstehe die Ablehnung dieses großen Vorteils unserer Spur nicht. Und persönlich kann ich Point-to.Point nix abgewinnen. Zumindest nicht als alleinigem Zweck. Damit limitiere ich mir viel von dem weg was Spur N als Vorteil hat. Und rangieren ist in N nicht die Kernkompetenz der Modelle. Ich hatte hier mal einen Gleisplan eingestellt, der hatte den Schwerpunkt auf dem Fahrbetrieb zweigleisige Hauptstrecke mit Überholungsstelle und Industrieanschluss. Dann kann ich beides. Einfach Zügen hinterherschauen oder kurze Rangierfahrten. N kann halt beides, sogar vorbildgetreu miteinander komniniert. So kann ich entweder meine Modellbahn wie ein Aquarium betreiben und einfach mich an den vorbeifahrenden tollen Modellen erfreuen, oder einen Zug zerlegen und rangieren. Das eine apodiktisch abzulehnen macht für mich keinen Sinn. So reizvoll ist die Zugkreuzung auf einer eingleisigen Strecke auch nicht.
In Spur Null macht das alles Sinn, da ich dort kaum Platz für die zweigleisige Hauptstrecke habe. Auch für die LGB im Garten, da wird das Bier Point-to Point bewegt.
Das ist keine Ablehnung Deiner Darstellung und Gedanken, sondern einfach ein anderer Blickwinkel, der jedem seinen lässt.
Cheers
Jens
es ehrt Dich, dass Du nur über Dinge schreiben willst, wo Du "mitschwätzen kannst" – sprich eigene Erfahrung hast. Meine eigene Sozialisation ging genau anders herum: Von der Fantasie zur Erfahrung.
Interessanterweise war es gleich zwei "Fantasie"-Bücher, die mich damals in Kontakt mit der Idee, vorbildnah zu planen und zu bauen. Zwei Autoren, die nicht nur gesponnen haben, sondern das auch im Buch noch zugaben. Der eine, Herbert Eisenreich, schrieb das Buch schon vor meiner Geburt, zu einer Zeit, als Kringelbahnen das Nonplusultra waren, der andere, Burkhard Kiegeland, als ich so etwa 15 war. Beide Bücher regten meine Fantasie an (das war gut so!). Erst danach bekam ich dann die Praktiker in die Hand: Meine frühen Anlagen basierten auf Entwürfen aus der kleinen Modellbahnreihe, vor allem Hans-Joachim Spieth und Gernot Balke. Von daher hätte ich es völlig normal empfunden, wenn Du etwas weiter auf die Seite geschielt hättest. Das kann auch gut gehen.
Das mit dem beim Bauen hängen bleiben ist sicherlich ein Problem. So richtig "fertig" waren meine letzten beiden Anlagen bis zum Abbau nicht. Also ganz Dein Eindruck. Vielleicht hat das auch was damit zu tun, dass bei mir der Weg stärker das Ziel ist, Bauen interessanter als Betreiben. Aber mal schauen: Aktuell ist ein Modul recht weit gediehen, das zweite in den Anfängen des Landschaftsbaus und für die übrigen zwei Module steht das Holz noch im Wald.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Und ich wette, das mind. 80% der vermittelten Prinzipien und Designtricks sich ebensogut auf zweigleisige Anlagen anwenden lassen.
Die Wette gewinnst Du locker! Ich hatte ja schon geschrieben (finde die Stelle aber nicht): Das meiste davon war für mich bekannt und einiges davon findet sich auch auf der im Bau befindlichen Anlage: Einen SchaFY habe ich (aber hybrid, sprich auch mit Durchfahrgleisen und Kehrschleife), PAN ist zu einem guten Teil gegeben. Spiralen hätte ich genutzt, aber ich hab nur ein halbes Zimmer, also muss ich mit einem L auskommen. Linearität, die Züge fahren von A nach C über B (bei mir ist der SchaFY allerdings beidseitig angeschlossen, nach einer Idee von Ivo Cordes). Die beiden Bahnhöfe orientieren sich an Vorbildern aus der heutigen Zeit, sind aber in der Realität weit voneinander entfernt, der eine, Biberach in Baden, bei Offenburg, der andere, Neuffen, am Fuß der Alb. Und auf meiner Schwarzwaldbahn wird eher Verkehr wie im Rheintal sein.
Was fehlt ist der Güterverkehr. Aber da hast Du mich so gut wie überzeugt, dass ich da noch nachlegen sollte und wenigstens auf der Nebenbahn noch ein Güterkunden auf freier Strecke etablieren sollte. Auf der Strecke von Metzingen nach Urach gibt's ein interessantes Vorbild. Oder der faszinierend ungewöhnliche Betrieb bei Evonik in Steinau (Strecke Hanau-Fulda) wo es über mehrere Sägefahrten aus dem Tal zum Entladeort geht.
https://maps.apple.com/frame?center=50.315024,9...an=0.002975,0.006954
https://www.flickr.com/photos/189997347@N03/53921420754/in/photostream/
Bleibt noch die Frage nach der Zweigleisigkeit.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Eine Zugbegnung auf freier Strecke hat etwas, das ist schon klar, aber das kommt nicht an den Reiz und die Spannung einer Zugkreuzung auf einer eingleisigen Strecke heran.
Meine letze Anlage hatte die Gäubahn irgendwo zwischen Horb und Rottweil als Vorbild. Ein kleiner Bahnhof für Zugbegnungen und zwei Fiddel-Yards. Glücklich geworden bin ich damit nicht. Es war halt immer das gleiche Spiel: Entweder fährt ein Zug durch oder er muss auf den Gegenzug warten. Letztlich eine reine Zuschau-Anlage. Verplant und auf halber Strecke wieder abgebaut.
Doppelgleisig wäre dann statt des Bahnhofs nur noch ein Haltepunkt zu bauen gewesen. Ja, das wäre dann noch langweiliger geworden. Darum jetzt der Schwenk auf einen Bahnhof an zweigleisiger Strecke mit Überholung und Abzweig einer Nebenbahn. Und damit etwas mehr Geschäft für den Fahrdienstleiter.
In einem Jahr will ich zumindest alle Module vom Rohbau fertig haben. Mal schauen, wie es mir dann damit geht, wenn ich das erste Mal Betrieb machen kann.
Grüßle
Ralf
Gruß
Otto
(OOK)
da ihr beide argumentatorisch in die gleiche Kerbe haut, erlaube ich mir mal, mit diesem Post euch beiden zu antworten, das spart Zeit.
Von der Frage, ist OOKs neues Blaues Buch gut oder nicht hat sich die Diskussion verlagert auf die Frage: Was ist besser: Langen Zügen auf einer zweigleisigen Strecke zuzuschauen, wie sie wieder und wieder einander begegnen oder von point zu point zu fahren, und auf einer eingleisigen Strecke Zugkreuzungen durchzuführen.
Auf den ersten Blick zwei Ansichten und/oder zwei Geschmäcker, auf den zweiten Blick eine Mentalitätsfrage. Wir haben unterschiedliche Persönlichkeiten und das führt natürlich auch zu unterschiedlicher Art und Weise, das Modellbahnhobby zu betreiben.
Das was ihr hier beschreibt, ist keine spezielle Sache der Spur N, das lese ich in den H0 dominierten Foren ebenso und selbst in der Spur 0 ist das Thema zweigleisige Ringstrecke mit herumrauschenden Zügen immer noch sehr beliebt, man braucht da nur etwas mehr Platz als bei N, weshalb man solche „Anlagen“ mehrheitlich in Clubs und auf Ausstellungen sieht.
Nochmal zurück zu den Mentalitäten und Persönlichkeitstypen. Ganz grob in zwei Lager geteilt: die Zuschauer, die möglichst nichts tun wollen als schauen, schauen und genießen - und die Täter, die aktiv handeln wollen. Sie wollen nicht railfans sein, sondern Eisenbahner: Lokführer, Stellwerker, Fahrdienstleiter und Zugleiter. Ihr gehört ganz offensichtlich zur ersten Gruppe und habt herausgefunden, dass eure Interessen in N besser umsetzbar sind als in H0. Bei mir ist die Baugröße egal, solange eine Lok noch in der Lage ist, zu rangieren.
Aber eins ist auch klar, ihr seid der mainstream, ich repräsentiere die Minderheit, oder anders ausgedrückt, ihr seid die Orthodoxen, ich bin der abtrünnige Protestant. Oder noch anders: ihr seid die Römer, ich bin Asterix und Obelix in dem kleinen Dorf im Nordwesten (so auch im Buch an einer Stelle beschrieben).
Bis ca. 1980 brauchte man darüber - zumindest hier in D - nicht zu diskutieren, eine andere Auffassung von Modellbahn war nicht bekannt.* Dann kam a) Ivo Cordes mit seiner Serie Spielen mit Sinn im em und b) OOK gründete den FREMO, (was zu langen Modularrangements mit Fahrplanbetrieb führte, auch in N. Die N-Sparte m FREMO ist sehr lebendig!) Damit war die deutsche Modellbahnwelt nicht mehr in Ordnung, sondern in Aufruhr.
Ich mach jetzt erstmal Schluss, sonst wird es zu lang und keiner will es lesen. Auf das Thema Zugkreuzungen komme ich noch zurück.
*Burkhard Kiegeland hat aber in seinem Buch schon sehr früh die Nachstellung von Vorbildbetrieb dargestellt, wenn auch auf eine noch recht rudimentäre Weise - und dafür eindringlich geworben. Und - sorrys Ralf - aus der Praxis. Er zeigt in meiner Ausgabe auf S. 77 den Gleisplan „...meiner eigenen Anlage, die gerade im Rohbau fertig geworden ist.“und ein paar Fotos davon.
PS: @ Ralf: Steinau an der Straße wär mal ein tolles Thema für das ADJ. Hättest du Lust, dich daran zu beteiligen?
Gruß
Otto
(OOK)
da muss ich widersprechen.
Du polarisierst. Und das hilft der Sache nicht weiter.
Es gibt kein schwarz oder weiß, kein entweder oder. Außer man entscheidet sich als Individuum bewusst dafür.
Seit ich denken kann (moba-technisch, versteht sich), wird das Thema "Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn" propagiert.
Edit: Also das Sowohl-als-auch.
Und kurz darauf kam das Thema der An-der-Wand-entlang-Anlagen auf. Mit dem Walkaround-Regler.
Auch diese beiden Dauerbrenner-Themen sind keine Gegensätze.
Und jeder, der sich bewusst für eine bestimmte Baugröße entschieden hat, hat sich auch überlegt, welchen Platz er zur Verfügung hat und was man damit anstellen kann.
Wer auch in Richtung Hauptbahn geliebäugelt hat, war mit Baugröße N besser bedient. Diese "Sachzwänge" kann man doch nicht leugnen.
Und das schreibe ich als jemand, der Point2Point-Betrieb macht, also eher "auf deiner Seite" steht.
Aber es gibt eben keine zwei diametral gegenüber stehenden Seiten.
Außer für dich vielleicht.
Aber das ist für alle anderen eher kontraproduktiv.
Du schreibst für eine (nicht gerade kleine) "Nische". Und das ist auch gut so.
Nicht mehr und nicht weniger.
Aber aus deinen Texten hört man immer unterschwellig eine Art Alleinvertretungsanspruch heraus.
Manche (viele?) schreckt das vielleicht eher ab, als dass du sie damit für deine Ideen gewinnen könntest.
Das wäre doch sehr schade, oder?
Viele Moba-Grüße
also ehrlich gesagt, da komme ich nicht mit. Ich habe zwei einander gegenüberstehende Modellbahnphilosophien beschrieben und angeleuchtet, ohne jegliche Wertung. Du aber liest "unterschwellig" eine. Dagegen kann sich niemand wehren. Solange du nicht Ross und Reiter nennst, lohnt es sich nicht, da was zu zu sagen.
Gruß
Otto
*Du möchtest meinen zweiten Vornamen wissen, nennst aber nichtmal deinen ersten.
nun, mir scheint OOK in seiner Art und seinem Forum etwas, vorsichtig ausgedrückt, dogmatisch zu sein. Man braucht sich nur mal den Thread über "HULD" (Hingucker und liebevolle Details) durchlesen (leider sind die meisten Photos nicht mehr sichtbar). https://www.mapud-forum.de/t585f72-So-genannte-Hingucker-wer-braucht-die-1.html Auch bekannt als "nicht eisenbahniges Schnickschnack" Kurzum: wehe dem, dessen Modellbahn nicht reinraumsteril ist. Ein offenes Fenster? Sowas von austauschbar, hat ja gar keinen Bahnbezug.
Auch die Gehirnakrobatik, bloß nicht "Paradestrecke" zu sagen. Wenn man eine einplant ist es trotzdem keine.
Ich kann damit nicht viel anfangen und es soll jeder so modellbahnen, wie er möchte. Aber dann nicht hochnäsig auf die Modellbahner schauen, die nicht so "perfekt" sind wie man sich selbst immer eigenen Forum darstellt. Und was ich ja amüsant finde ist in die Blickrichtung FREMO diese Elitisierung, dass man ja im Gegensatz zu anderen nicht "spielt" sondern "Betrieb macht" und das eben "vorbildgerecht", nicht so wie andere (tm). Und dann guck ich in die Vorschriften zur Zugmeldung:
Zitat
Beim Zugmeldebuch verzichten wir auf das genaue Aufschreiben der Uhrzeiten. Die Zeit von einer Uhr abzulesen und einzutragen ist bei uns nutzlos und nur Zeit raubend. Stattdessen wird nur ein Kreuz oder Haken gesetzt als Marke, dass ein bestimmter Betriebsvorgang vollzogen ist. Gegenüber dem Zugmeldebuch im Vorbild entfällt ferner die Spalte "Gemeldete Abfahrt", weil wir nicht abmelden.
OK Leute, entweder ihr macht es richtig oder ihr akzeptiert, dass auch ihr nur Eisenbahn spielt.
Viele Grüße
Rico
P.S.: Ich bastel jetzt mal weiter Spassbahnermodule. Da fahren wir im Kreis (!), ohne Fahrplan (!!) und weder geographisch noch epochenrein (!!!). Und trotzdem haben wir Spaß und erfreuen uns an den vielen, liebevollen Hinguckern und Details.
Zitat - Antwort-Nr.: 22 | Name:
Nochmal zurück zu den Mentalitäten und Persönlichkeitstypen. Ganz grob in zwei Lager geteilt: die Zuschauer, die möglichst nichts tun wollen als schauen, schauen und genießen - und die Täter, die aktiv handeln wollen. Sie wollen nicht railfans sein, sondern Eisenbahner: Lokführer, Stellwerker, Fahrdienstleiter und Zugleiter.
Also ich zumindest finde mich in keinem der Lager wieder.
Denn ich möchte sowohl schauen und genießen, aber auch aktiv handeln.
Als Lokführer, Stellwerker, Fdl/Zugleiter und Rangierer (letzterer fehlt in deiner Aufzählung)
Zitat - Antwort-Nr.: 22 | Name:
Aber eins ist auch klar, ihr seid der mainstream, ich repräsentiere die Minderheit, oder anders ausgedrückt, ihr seid die Orthodoxen, ich bin der abtrünnige Protestant. Oder noch anders: ihr seid die Römer, ich bin Asterix und Obelix in dem kleinen Dorf im Nordwesten (so auch im Buch an einer Stelle beschrieben).
Wer bitte ist/sind "ihr"? Ross und Reiter?
Genau das meinte ich mit "polarisieren" bzw. "entweder oder".
Denn darin ist die Botschaft enthalten: die Römer sind die Looser. Und somit alle, die du hier im Forum ansprichst.
Und Asterix und Obelix (also du und deine Freunde) sind die Helden. Die machen es clever und sind deshalb die Guten.
Der Alleinvertretungsanspruch zwar nicht für das römische Imperium (bzw. die Märklinisten), aber immerhin für die rebellische Intelligenz, die letztlich die Römer besiegt hat.
Es geht hier aber nicht um einen Kampf der Systeme / Ideologien / Prinzipien, sondern um die Existenzberechtigung eines friedlichen Nebeneinanders. Um bei deinem Bild zu bleiben.
Mit ritterlichen Grüßen!
Hallo Otto, ich wollte ganz bewusst nicht in diesen Themenbereich, aber Deine Antwort ist exemplarisch für Dein Buch. Vorweg, ich teile Deine Bewertung weder im Hinblick auf Persönlichkeitsfagen noch was Mainstream oder nicht ist. Und das ist an sich auch kein Problem in der Sache.
Aber ich erlaube mir die Frage, ob Du Deinen Ton und Argumentation reflektierst. Für mich klingt das alles sehr nach OStR alter Schule in Wortwahl, Notenvergabe und Erklärattitüde. Das macht es mir persönlich schwer sich auf die Arguemte einzulassen, wenn man sich als dummer Schüler angesprochen fühlen muss. Und evtl. liegt genau daran die Reaktion auf das Buch.
Um es kurz sagen, das ist mir alles zu viel Dogma. Und Modellbahn ist für mich keine Religion, sondern Freizeitbeschäftigung. Daher erhbe ich meine Wahl der Ausübung meines Hobbys auch nich zu einem solchen, sondern lasse auch andere leben, gerne auch die FREMO oder den Achterbahnkreisfahrer.
Aber jetzt der argumentative Einwand, den Du nicht beantwortet hast. Warum nicht zweispurige Hauptstrecke UND die eingleisige Point-to-Point Variante. Oder um es mit Dir zu sagen, warum nicht beide Persönlichkeiten? Auch das geht vorbildgetreu. Ich hänge mal einen Plan an, um das zu verdeutlichen. Hauptstrecke, Überholgleis/Ausziehgleis, Haltepunkt und Hafenverladestelle. Nich gezeigt der Untergrund bestehen aus Hundeknochen auf beiden Seiten der Haupstrecke mit jeweiligen SB und auf der rechten Seite auch Kopf-SB. Ich kann da alles, automatisch stundenlang lange Züge fahren lassen, die kommen jeweils aus der richtigen Richtung - ja die Reihung passt nich- wieder. Ich kann über das mittlere Gleis Züge, zerlegen, zusammenstellen und in den Hafen fahren. Sogar während des automatischen Betriebes der zweigleisigen Hauptbahn.
Das alles kann ich heute dank Digitalisierung und möglicher Automation machen. Ich kann mal Fahrdienstleiter sein und die Züge aus dem SB nach Gutdünken fahren lassen, oder das den PC machen lassen, Ich kann Lokführer sein und Rangierer. Geht alles. Nur habe ich keine eingleisige Strecke, könnte aber jederzeit ein daraus machen, wenn ich eine Baustelle einrichte.
Was also ist daran schlecht sich die Vorteile der Spur N eigen zu machen und beides zu können? Warum diese Fixierung auf ein Setting? Nur darum geht es mir, nochmal jeder kann seinem Hobby nachgehen wie er will, aber wenn ich doch überzeugen will, dann muss ich das doch argumentativ und nicht religiös.
Cheers
Jens
Die von Obersielrichter zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Das alles kann ich heute dank Digitalisierung und möglicher Automation machen. Ich kann mal Fahrdienstleiter sein und die Züge aus dem SB nach Gutdünken fahren lassen, oder das den PC machen lassen, Ich kann Lokführer sein und Rangierer. Geht alles. Nur habe ich keine eingleisige Strecke, könnte aber jederzeit ein daraus machen, wenn ich eine Baustelle einrichte.
Hallo Jens, das ist ja wunderbar, nur habe ich so etwas noch nicht zu sehen bekommen, außer als Absichtserklärung. Wenn du das bei dir an deiner Anlage so machst, würde ich sehr gerne mal eingeladen werden, um mir das anzuschauen und darüber eine Reportage zu machen. Bei der Gelegenheit könnten wir auch ein persönliches Gespräch führen, da kann man direkt nachfassen, wenn man ein Missverständnis fühlt.
Gruß
Otto
So machen wir das. Im Herbst dürfte es präsentabel sein. Sommer ist halt nicht meine Zeit um im Keller zu löten, schrauben und programmieren.
Cheers
Jens
Zitat - Antwort-Nr.: 22 | Name: Otto
Er zeigt in meiner Ausgabe auf S. 77 den Gleisplan „...meiner eigenen Anlage, die gerade im Rohbau fertig geworden ist.“
Ja, Otto, so ist es. Ich habe das Buch gestern nochmal aus dem Regal geholt und dabei das gleiche festgestellt.
Zitat - Antwort-Nr.: 22 | Name: Otto
Aber eins ist auch klar, ihr seid der mainstream, ich repräsentiere die Minderheit, oder anders ausgedrückt, ihr seid die Orthodoxen, ich bin der abtrünnige Protestant. Oder noch anders: ihr seid die Römer, ich bin Asterix und Obelix in dem kleinen Dorf im Nordwesten (so auch im Buch an einer Stelle beschrieben).
Die Diskussion in den letzten Beiträgen über den Schreibstil von Otto möchte ich jetzt mal anderweitig kommentieren: Es täte dem Forum gut, wenn nicht jeder gleich auf die Palme gehen würde, weil der eine oder andere Beitrag sich nicht an seine (persönlichen) Regeln hält, wie eine Meinung zu äußern ist. So einiges, was ich da gelesen habe, klingt mehr nach persönlichem Trigger, denn nach konstruktiver Kritik. Mit Rumerziehen ist aber noch selten jemand von der eigenen Meinung überzeugt worden.
Die Fähigkeit, anderen zuzuhören, andere Meinungen gelten zu lassen, nicht gleich reflexartig zum Gegenschlag auszuholen geht in unserer Gesellschaft mehr und mehr verloren. Ich halte das für tragischen einen Verlust, beraubt uns das doch dem größten Schatz: Der Fähigkeit neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Das schließt nicht aus, eine Meinung (begründet) abzulehnen. Aber es sollte in einem Forum über Modellbahnen möglich sein, den anderen seinen Weg gehen zu lassen – auch wenn er nicht der eigene ist.
Schönes Wochenende
Ralf
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
So machen wir das. Im Herbst dürfte es präsentabel sein. Sommer ist halt nicht meine Zeit um im Keller zu löten, schrauben und programmieren.
Hallo Jens,
das ist eine gute Nachricht, die mich freut. Danke. Und ich bin wirklich sehr gespannt. Wenn der Zeitpunkt absehbar ist , können wir ja per email Details aushandeln.
Gruß
Otto
Man trifft sich immer zweimal im Leben. Schön, auch hier im 1zu160 von dir zu lesen. Das Mapud habe ich etwas links liegenlassen, erstens behagt mir das neue Design gar nicht und thematisch liegt es nicht mehr auf meiner Linie.
Für Fragen zur Technik, zur Wartung und Pflege und zur Digitalisierung bekomme ich jedoch hier für die kleine Spur erschöpfend Hilfe.
Auch meine Auslassungen zur Modellbahn als Betriebsbahn nach Vorbild finden hier wenig Resonanz.
Hier wird mehr mit Bits und Bytes gewürfelt, Sound und Lichter an allen Ecken und automatisches Fahrplanfahren praktiziert.
Wie weiter oben #3 erwähnt wird man hier im Forum gerne mal zum Oberlehrer abgestempelt, Ist mir auch schon geschehen, ist Gewöhnungssache.
Nun, ich persönlich habe ja versucht, die Anregungen des Blauen Buches umzusetzen und trotzdem meine Vorliebe für lange Züge und hohe Viadukte nicht vernachlässigt.
Wie weit mir das gelungen ist??
Mir gefällts, das ist die Haptsache
Gruß πtto (ow) hier ottopa
Ich bin und bleibe ein Apologet des Modellbahnbetriebs, aber ich bin immer dafür offen, meinen Radius an Möglichkeiten und Interessen zu erweitern.
Ein Beispiel ist die Märklin-Anlage Oberland, von einer Firma im Kundenauftrag gebaut. Auf die stieß ich ausgerechnet bei meinem ersten Herumsurfen durch die verschiedenen Themen in diesem Forum, wo einer ein Youtube-Video zu der Anlage verlinkte und postete, die würde er gerne verkleinert in N bauen. Und diese Anlage hat eine zweigleisige Paradestrecke, aus der eine eingleisige Stichbahn abzweigt. Zuerst kräuselte ich die Nase, aber nach und nach gelang es dem Video, mich für die Anlage zu interessieren und am Ende fand ich sie richtig gut. Und habe inzwischen eine weitgehend positive Rezension des Videos für das ADJ geschrieben.
Ciao
Otto
Ich finde, es wurde sehr sachlich dargelegt, 1) dass auch andere Anlagen-Konzepte ihre Daseinsberechtigung haben, ganz besonders auch in unserer Baugröße,
2) dass OOK folglich sehr einseitig schreibt,
3) dass er sehr dogmatisch und belehrend schreibt und andere Auffassungen gerne herunterputzt
4) und dass dieses "Ihr seid die Römer und ich bin Asterix, Euer Oberguru, Herr und Meister"-Gehabe nicht nur für die Moba-Community kontraproduktiv ist, sondern letztlich auch für ihn bzw. den Absatz seiner Heftle.
Wenn ihr keine Rückmeldung aus Kundensicht wollt (was eigentlich für jeden Geschäftsmann sehr wertvoll ist, nicht nur aus QM-Aspekten), dann schreibt doch bitte gleich dazu, dass Euer Beitrag eine Werbeanzeige ist und dass Ihr Kritik weder wollt noch vertragt.
Dann kann man sich die geistige Auseinandersetzung mit diesen selbstbeweihräuchernden verbalen Ergüssen nämlich von vornherein sparen.
Im Gegensatz zu OOK (Autor), @jaffa (Verleger), xy (Co-Autoren) usw. bekommen wir ja kein Geld dafür.
wie ich bereits in #12 schrieb, ist meine Anlage genau nach diesem Prinzip der Märklin-Anlage Oberland gebaut - oder zumindest zeitlich gesehen eher umgekehrt. Tatsächlich handelt es sich hier auch letztlich um den zitierten Entwurf von Ivo Cordes (siehe #12).
Da Dir die Anlage gefällt, sind wir offensichtlich doch nicht ganz so weit auseinander.
Viele Grüße
Michael
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
#35 DACH Wenn ihr keine Rückmeldung aus Kundensicht wollt (was eigentlich für jeden Geschäftsmann sehr wertvoll ist, nicht nur aus QM-Aspekten), dann schreibt doch bitte gleich dazu, dass Euer Beitrag eine Werbeanzeige ist und dass Ihr Kritik weder wollt noch vertragt.
Moment mal! Das ist keine "Werbenzeige", sondern ich habe hier eine durchaus objektive Rezension platziert, wie übrigens in anderen Foren auch.
Allerdings hat es hier zu einer lebhaften Diskussion geführt, deren Richtung allerdings mittlerweile leider weit weg von den Inhalten hin zur Kritik am Schreibstil des Autoren geführt hat..
Schade, denn die Auseinandersetzung mit den Inhalten wäre sicherlich für den Einen oder Anderen hilfreicher bei der Konzeptionsfindung als das sich Abarbeiten an dem "gefühlt oberlehrerhaften" Tonfall des Autoren.
VG Hartmut
Hast du zur Kenntnis genommen, dass in dem Dialog von OOK mit Ralf, Jens und Michael etwas in Bewegung geraten ist, was ausgesprochen konstruktiv ist?
Zitat - Antwort-Nr.: 35 | Name: DACH
Im Gegensatz zu OOK (Autor), @jaffa (Verleger), xy (Co-Autoren) usw. bekommen wir ja kein Geld dafür.
OOK und die Autoren bekommen kein Geld, sie arbeiten für »Gottes Lohn«. Ich bin der einzige, der sich die Taschen voll mit Geld stopft.
Im Ernst: Wir betreiben diesen Verlag, weil es uns um die Sache geht, und haben inzwischen einen Stand erreicht, der uns die Vorfinanzierung größerer Projekte erlaubt – wie z.B. das Blaue Buch 2.0
Wir haben unsere hauptberuflichen Karrieren hinter uns und gönnen uns das. Der Vertrieb über den Bahnhofsbuchhandel z.B. bringt Null Einnahmen und ist bestenfalls kostendeckend. Wir machen ihn trotzdem, weil wir für unsere Ideen und Anliegen so mehr Reichweite haben.
Gruß --- Jürgen
Ich danke Dir Jürgen für deine wahren Worte.
Gruß Gerald
Okay, wenn hier sinnentstellend gelöscht wird (und man sich andererseits beleidigen lassen muss, ohne dass eingegriffen wird),
dann kann ich mir die Mühe ja künftig sparen, hier Beiträge zu schreiben.
der als sparsam bekannte Schwabe kann sich so etwas nicht vorstellen.
Gruß Gerald
was für ein krudes Gedankengebäude. Großes Kopfschütteln.
Es sind Beiträge wie Deine, die die Leserschaft hier vergraulen. Populistisch bis zum Abwinken, weit weg vom Thema und völlig frei von Faktenwissen hingerotzt.
Es ist mal wieder wie leider so oft, hier wie in anderen Sozialen Netzwerken: Guter Start und differenzierte Beiträge und dann kommt ein meinungsstarker Forist, kapert den Thread mit einem Randthema und tötet jegliche Diskussion zum Thema.
Grüßle
Ralf
Aber jetzt: das erste Heftle ("blaues Buch") hatte ich mal gekauft. Es lag jahrelang im Schrank und ich hab's dann beim Ausmisten im Altpapier entsorgt.
Und ins zweite Heftle ("blaues Buch 2.0") hab ich am Bf-Kiosk reingeschaut: großartig neues konnte ich darin nicht entdecken.
Und großartig neues wurde auch in diesem Faden nicht aufgezeigt.
Mag sich jeder im Bf-Kiosk sein eigenes Bild machen, am besten bevor er es kauft.
Als guter Rat von mir ...
Edit: Und meine persönliche Meinung:
da schließe ich mich vollkommen der schon geschriebenen Meinung an, dass die Baugröße N durch den kleinen Maßstab soviel mehr bietet. Und dass auf diese erweiterten Möglichkeiten mit keiner Silbe eingegangen wird.
Und ergänzend: für einen Einsteiger völlig ungeeignet. Der wird gar nicht wissen, wovon da "wortreich theoretisiert" wird und dem wird schon nach den ersten Seiten der Kopf rauchen.
Und jedem, der sich schon _etwas_ intensiver mit der Materie auseinandergesetzt hat, wünsche ich, dass er schon halbwegs klare Vorstellungen hat, von dem, was er bauen will.
[Und auch hier wurde vom Admin einges gelöscht]
Zitat - Antwort-Nr.: 43 | Name: DACH
Edit: Und meine persönliche Meinung:
da schließe ich mich vollkommen der schon geschriebenen Meinung an, dass die Baugröße N durch den kleinen Maßstab soviel mehr bietet. Und dass auf diese erweiterten Möglichkeiten mit keiner Silbe eingegangen wird.
Nur komisch, dass die Leute beim FREMO (ja, genau der "elitäre Haufen", der vorbildnahen Modellbahnbetrieb aufzieht) durchaus die Themen Betrieb und Maßstab 1zu160 ganz gut unter einen Hut bekommen!
Im besprochenen Buch geht es eben nicht um Baugrößen, sondern ganz allgemein um das Thema "vorbildgerechter Betrieb".
Das geht in allen Maßstäben von 1:22,5 bis hinunter zu 1:220!!
Da musst Du, namenloser Mitforist DACH, gar nicht rumheulen, dass die Vorteile der Spur N nicht explizit hervorgehoben werden. Das ist nämlich auch gar nicht der Ansatz der Veröffentlichungen im ADJ, von OOK und waren auch nicht die von Ivo Cordes.
Diese, und auch die unvergessenen Rolf Knipper und Michael Meinhold, haben zwar alle in ihrer bevorzugten Baugrößen, geplant (und teilweise ja auch gebaut), aber ihre "Aufsätze" waren immer allgemeingültig, niemals dogmatisch auf"ihren Maßstab" ausgerichtet.
VG Hartmut
vielleicht sollten manche mal ihre Spur N Brille absetzen und über den eigenen Tellerrand hinaus blicken
Grüße
Markus
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
vielleicht sollten manche mal ihre Spur N Brille absetzen und über den eigenen Tellerrand hinaus blicken
Auweia, da forderst Du aber was. π€£
In ADJ 13 stellte Friederich Kupzog seine N-Anlage Pyrkerbahn mit einem Karwendelbahnthema vor, und im aktuellen Heft 17 (das z.Zt. gedruckt wird), kommt der zweite Teil, in dem er berichtet, wie es nach einem Umzug weiter ging. Mit eindrücklichen Fotos (bis hin zur Doppelseite) der Anlage.
Um an die Diskussion anzuschließen, die hier stattgefunden hat: Ich würde auch eine zweigleisige N-Anlage mit langen Zügen im ADJ vorstellen, unter zwei Bedingungen: Erstens muss es sie geben. Betriebsfähig. Und zweitens muss sie betrieblich mehr bieten als das Kreisen von Zügen. Zweckdienliche Hinweise auf solche Anlagen nehme ich gerne entgegen.
Im angefügten Bild zeige ich das Cover des erwähnten Heftes 13 von ADJ mit einem Bild der Pyrkerbahn und dazu einen Ausriss aus dem Inhaltsverzeichnis von Heft 17. Das komplette Inhaltverzeichnis findet man in meinem Blog: https://www.jaffas-moba-shop.de/anlagen-design-journal/]Blog, wenn man bis zum Eintrag vom 12.2. zurückscrollt.
Gruß
Otto (OOK)
Die von Zugleiter zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
In ADJ 13 stellte Friederich Kupzog seine N-Anlage Pyrkerbahn mit einem Karwendelbahnthema vor,
Dazu passend der Link ins Nachbarforum: https://www.stummiforum.de/t123583f64-Pyrkerba...odellbahnpresse.html
als Leser des „Blauen Buches“ und stiller Mitleser im MAPUD-Forum freue ich mich natürlich besonders, hier auch einmal direkt Kontakt aufnehmen zu können.
Was eine solche N-Anlage angeht (mit zweigleisiger Hauptstrecke und entsprechendem Betrieb), glaube ich, dass das eher selten (oder vielleicht auch gar nicht?) existiert, denn auch in N stößt man bei so einem Thema – wenn es einigermaßen schlüssig und authentisch aussehen soll – schnell an seine räumlichen Grenzen, wenn man nicht gerade einen großen Kellerraum zur Verfügung hat. Allein, was man da als Zugspeicher für den Hauptbahnverkehr vorhalten müsste… Als Club-Anlage ist das sicher eher vorstellbar (im „Blauen Buch“ wird ja auch der Bahnhof Bacharach als Beispiel genannt). Und kleinere Bahnhöfe an solchen Strecken werden wohl eher nicht nachgebaut, aber ich lasse mich gerne belehren. Dabei gibt es interessante Vorschläge in der Moba-Trickkiste zu solchen Bahnhöfen an der Schwarzwaldstrecke (Triberg, Hornberg usw.), aber das ist vielleicht zu unspektakulär (viel Durchgangsverkehr, daneben ein wenig Rangierbetrieb mit Güterwagen, die für die Anschließer abgezogen bzw. von diesen wieder zugeführt werden; interessant wäre auch Sommerau am höchsten Punkt der Strecke mit Drehscheibe für die Schublokomotiven…). Und da fehlt natürlich auch noch die abzweigende Nebenbahn…
Ich verstehe auch nicht ganz den Einwand von weiter oben, was an einem vorbeirauschenden, originalgetreuen und maßstäblich langen ICE betrieblich gesehen ein Mehr sein soll im Vergleich zu einer V100 mit Nahgüterzug und Einzelwagenverkehr auf einer Nebenbahn oder zum Betrieb in einem End- bzw. einem Spitzkehrenbahnhof, aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Ich glaube, bei den Raumverhältnissen der meisten Modellbahner würden Hauptbahnthemen doch vor allem auf eingleisige Hauptbahnen beschränkt bleiben (aber ist das nicht eher eine Ausnahme, die die Regel bestätigt?). Aber auch der Endbahnhof Bad Wildbad, um ein besonders schönes Beispiel zu bringen, ist mit Kürzungen in N immer noch fast 4m lang (schöner, vorbildorientierter Anlagenvorschlag in einem Miba-Sonderheft über Endbahnhöfe). Und auch wenn der Hafenbahnhof von Friedrichshafen in N leichter umzusetzen wäre als in H0 (der Anlagenvorschlag von Ivo Cordes aus einem MIBA-Spezial ist toll und würde mich für später mal reizen, wenn ich mehr Platz habe), braucht er einiges an Platz, bietet als Endbahnhof mit Fernverkehr, Bahnpost, Zoll und Güterbahnhof, Fähre mit Trajektverkehr in die Schweiz und einer Drehscheibe (ohne Bw) betrieblich aber unheimlich viel.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde auch in N eher in die Kerbe des „Blauen Buches“ und wohl auch des neuen Heftes schlagen (ich muss es allerdings erst noch kaufen und lesen…). Die stark verbesserten Fahreigenschaften der Modelle machen in N auch manches möglich, woran früher nicht zu denken war.
Beste Grüße aus Frankreich,
Oliver
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
was an einem vorbeirauschenden, originalgetreuen und maßstäblich langen ICE betrieblich gesehen ein Mehr sein soll im Vergleich zu einer V100 mit Nahgüterzug und Einzelwagenverkehr auf einer Nebenbahn oder zum Betrieb in einem End- bzw. einem Spitzkehrenbahnhof,
Was das "mehr" ist? Ungefähr 2 Meter Zug. Jaja, hauptsächlich optisch, weniger betrieblich. Aber genau das war ja der Punkt: vorbildgerecht lange Züge lassen sich in N mit signifikant weniger Kompromissen nachbilden als in H0.
Aber wie Du schon schreibst: Das ist Geschmackssache.
Viele Grüße
Rico
Es gibt sie.
Zweckdienliche Hinweise unter #12. Weiterhin hast Du ja selbst auch eine vorgestellt, nämlich die von Dir beschriebene Märklin-Anlage "Oberland" #34.
Wie ich bereits darauf hingewiesen habe, beruhen diese Anlagen letzlich alle auf einem Entwurf von Ivo Cordes. Sie haben eine zweigleisige Hauptstrecke mit aus der Strecke anzweigender Nebenbahn.
Die zweigleisige Hauptstrecke ist ein Hundeknochen mit einer sichtbaren Strecke zwischen zwei Schattenbahnhöfen (teilweise auch Fiddleyards). Die Nebenbahn stellt einen point to loop Verkehr mit dem Schattenbahnhof dar. "Betrieb" wird im sichtbaren Bahnhof der Nebenbahn mit Güterschuppen, Ladestraße und Anschließern gemacht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedienung der Abzweigstelle mit dem Ein- und Ausfädeln der Nebenbahnzüge in die Hauptstrecke.
Viele Grüße
Michael
Olivers Beitrag reizt mich jetzt, mal ein wenig zu zeigen, was man aus dem Thema "2-gleisige Hauptbahn in der Jetztzeit" machen kann, ohne gleich einen ganzen Keller zu bebauen oder einen Verein zu gründen.
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Meine "Schwarzwaldbahn" ist noch mitten im Bau. In meinem Arbeitszimmer habe ich Platz für ein L mit 3,50 x 2,40 m. Die Anlage darf den Raum nicht dominieren, denn der Raum ist auch mein Homeoffice. Fliegende Aufbauten haben sich nicht bewährt, ich will zum Beispiel meinen Schreibtisch nicht ständig aufräumen müssen, damit dort ein Schattenbahnhof temporär stehen kann. Sie ist auf 4 Module aufgeteilt, damit die Anlage einen Umzug übersteht. Beim ersten Modul schließt sich gerade die Geländehaut, Modul 2 ist im Rohbau fertig, die beiden anderen Module noch nicht angefangen.
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Motiv ist die zweigleisige Hauptbahn am Rande des Schwarzwalds zwischen Offenburg und Konstanz, von der im Bahnhof Biberach eine Nebenbahn in das Harmersbachtal nach Oberharmersbach abzweigt. Bei mir ist allerdings nicht Oberharmersbach das Ziel, sondern Neuffen an Fuß der schwäbischen Alb. Beide Bahnhöfe sind an Vorbilder angelehnt, mehr dazu gleich.
Auf der Hauptstrecke herrscht reger Verkehr sowohl bei Personen, als auch bei Güterzügen. Deutlich mehr als beim Vorbild, nicht nur alle Stunde den immergleichen RE, dazwischen RB und vereinzelte Güterzüge. Im Gegensatz zum Vorbild gibt es mehr Abwechslung beim Zugmaterial, das ist eher durch die Ersatzkonzepte inspiriert, wie sie mittlerweile überall zu sehen sind. Daneben Kurswagen, Sonderzüge nach Neuffen und Zubringerverkehr zur Werkstatt, die auch Fahrzeuge befreundeter Bahnen wartet.
Der Bahnhof Biberach orientiert sich weitgehend an Biberach in Baden, einer der kleinen Bahnhöfe an der Schwarzwaldbahn. Mein Biberach hat noch sein Überholgleis, beim Vorbild ist das schon längst zurückgebaut, wie auch die Ortsgüteranlage. Von Biberach führt beim Vorbild eine Nebenbahn nach Oberharmersbach, für diesen Teil ist der Gleisplan identisch mit dem Vorbild.
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Neuffen ist eine freiere Interpretation des Vorbilds. Der Bahnhof beherbergt die Hauptwerkstatt der WEG, das habe ich als Motiv übernommen, aber kleiner, weil sie beim Vorbild sehr dominant ist. Die Strecke nach Neuffen ist von Bedeutung und Verkehrsaufkommen vergleichbar der nach Oberharmersbach, das passt also mit Biberach zusammen.. Im Gegensatz zum Vorbild wurde mein Neuffen erst durch eine Streckenstillegung zum Endbahnhof (übrigens eine Idee von Rolf Knipper). Vielleicht habe ich ja eines Tages Lust, mit ein paar weiteren Modulen noch eine Verlängerung zu bauen.
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Mein Schattenbahnhof hat 8 Durchgangsgleise für alles, was nicht wenden kann, 5 Gleise für lange Wendezüge (darunter ein IR und 2 ICEs) und zum Fiddlen, sowie 6 unterschiedlich kurze Gleise für kürzere Züge vom IC2 bis zum Einzeltriebwagen – und das ist eher knapp kalkuliert. Biberach ist von beiden Seiten an den Schattenbahnhof angeschlossen. Ich wollte weder zwei kleine Rumpfbahnhöfe haben, noch einen Schattenbahnhof, der nach Fertigstellung nur noch schwer zugänglich ist, noch dreistöckig bauen. Und ich wollte eine Anlage, wo ich auch mal zwischendurch für eine halbe Stunde Betrieb machen kann, ohne aufwändigen Auf- und Abbau temporärer Lösungen. Damit war klar, dass der Schattenbahnhof unter der Anlage seinen Platz haben muss.
Einen Fahrplan habe ich noch nicht. Die Nebenstrecke bekommt vielleicht noch einen Anschluss auf halber Strecke. Da denke ich gerade drüber nach, das brächte im Güterverkehr noch den einen oder anderen Zubringer. Und gebaut ist dieser Abschnitt noch nicht, ich kann also umplanen.
Und warum nun ICE und nicht die V100? Ich bin in Pforzheim aufgewachsen, Ausgangspunkt der Strecke zum oben zitierten Wildbad. V100 und Schienenbus kenne ich aus meiner Kinderzeit, den Frühzug nach Karlsruhe mit höllisch lauten, abgefahrenen 4-Achser Umbauwagen habe ich als Student mehrmals die Woche alles andere als genossen. Meine eigentliche "Bahnsozialisation" fand in D-Zügen, IC, IR und später den ICEs statt.
Ich bin in der modernen Bahn einfach zuhause: Ich habe bewusst kein Auto, mit der heutigen Bahn zu fahren ist Alltag – auch wenn es manchmal viele Liebe zur Bahn braucht
Grüßle
Ralf
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danke für die Informationen und die sehr interessanten Bilder!
Das gefällt mir alles sehr gut! Mit wie viel Personen wird die Anlage später einmal betrieben, oder läuft dann vieles automatisch?
Ob V100 oder ICE ist wirklich Geschmackssache, wie ich oben schon schrieb. Ich fahre auch viel mit der modernen Bahn, kann ihr aber so gar nichts abgewinnen. Die Zeit vor der Bahnreform fand ich noch ganz spannend, aber das war es dann auch. Ich bin als Kind bei Verwandtenbesuchen in der DDR in Sachsen mit Plandampf im Reisezugverkehr in Berührung gekommen, das sind unglaublich schöne und starke Erinnerungen. Daher kommt auch mein Interesse an der Epoche III bei der DB...
Beste Grüße,
Oliver
wobei das mit der Zuglänge ja nicht am ICE hängt. Es gibt in jeder Epoche lange (und überlange) Züge, für die sinngemäß das gleiche gilt. In Epoche V eben beispielhaft der ICE, in Epoche III/IV der lange Heinrich - das ist ein Bild, wenn da zwei 44er mit 50 Erzwagen durche eine langgezogene, ganz leicht überhöhte Kurve fahren. Betrieblich natürlich absolut uninteressant, wenn man verkennt, dass auch vorbei- und durchfahrende Züge Betrieb sind*. Aber an der Stelle geht es ja eben vorrangig darum, diesen Zug beim Vorbeifahren anzuschauen.
Viele Grüße
Rico
*Mein Klavierlehrer hat immer gesagt: "Pausen sind auch Musik!"
schön, dass Dir meine Anlage gefällt. Die Frage beantworte ich gerne.
Die Anlage wird mit iTrain gesteuert, reiner Automatikbetrieb ist damit möglich aber auf Dauer langweilig. Am Wahrscheinlichsten ist Mischbetrieb, d.h. die Taktzüge fahren automatisch, alles andere halbautomatisch: Fahrwege mit iTrain, Geschwindigkeitssteuerung von Hand.
Meine Anlage mit anderen zu betreiben ist bis jetzt keine Option. Ich muss im Beruf viel mit anderen, oft sehr unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten. Das Hobby ist Rückzugsort, ich genieße es, ohne wenn und aber einfach machen zu können, wie ich es mir vorstelle. Vielleicht ändert sich das, wenn ich in Rente gehe und die trubeligen Arbeitswochen nicht mehr sind. Mal schauen.
Von all dem bin ich noch ein gutes Stück von entfernt. Erstmal fertig bauen und wenn der Probebetrieb beginnt, dann werde ich sicher vieles ausprobieren. Vielleicht auch Betrieb mit Freunden.
Tja und mit dem (Plan)Dampfvirus bin ich nicht infiziert worden. Mein Schwager war Mitglied bei der Historischen Eisenbahn in Frankfurt und hat mich das eine oder andere Mal zu mitgenommen, so zur damaligen Erstfahrt der 01 1066. War alles ganz interessant, aber der Funke ist nie übergesprungen. Die erste Fahrt mit dem IR über die frisch eröffnete Neubaustrecke nach Stuttgart und eine Mitfahrt auf der Ellok bei der Einfahrt in den Stuttgarter Hauptbahnhof waren weitaus reizvoller.
Also alles Geschmacksache? Ganz klar ja und ich finde das ganz gut so.
Grüßle
Ralf
Hallo zusammen,
so,jetzt habt Ihr so lange "gestritten", dass mir klar war, ich brauch Version 2.0.
Zur Info:
Ich habe meine erste "Anlage" so mit 10 Jahren in N gebaut, als das noch Kinderspielzeug war.
Natürlich Bahnhof mit zweigleisiger Strecke, Berg im Eck und zwei Abstellgleisen. Da ging es rund auf der Platte mit 1,2 x 1,0 m.
Bis zur Pubertät wurden weitere Anlagen in gleicher Form oder etwas größer gebaut. Dann war erst mal Pause, doch immer war schon mein Problem: "Was mach ich mit den schönen Güterwagen?"π€
Beim Neuanfang plante ich wieder "in Kreisen" Obwohl hier im Forum schon einige davon abgeraten haben.
Erst mit Kontakten zu anderen N-Bahnern (Danke LAMOFS) kam ich langsam zum grübeln. Auf einem Fremotreffen (die beissen nicht) sah ich dann was bei den Güterwagen für Potenzial möglich ist.
Die Grundlagen des Systems hab ich dann im ersten "Blauen Buch" erklärt bekommen.
Die jetzt geplante Anlage wird rein point-to-point und ich hoffe, dass ich langsam mehr Zeit für den Aufbau kriege...ππ
Gruß Thomas
Zitat - Antwort-Nr.: 57 | Name: HIWI
Die jetzt geplante Anlage wird rein point-to-point und ich hoffe, dass ich langsam mehr Zeit für den Aufbau kriege...ππ
Machs wie ich, bau in Modulen oder Segmenten. Ist auf Dauer auch Rückenschonender. π
Da kann man dann auch gleich nach Fremo bauen auch wenn man es nicht zwingend braucht.
https://www.fremo-net.eu/modulsysteme/baugroesse-n/n-re
Mobagruß Kai
Im "Rohbau"!
Eine Anlage daheim soll es halt auch sein.
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