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THEMA: BR10: aus 2 mach 1

THEMA: BR10: aus 2 mach 1
Startbeitrag
gerald_a - 09.05.25 11:36
Liebe Leute,
ich habe da wieder 2 Probleme - genauer: ich habe 2 Rivarossi BR10, die beide Beschädigungen haben:
Lok A: Fahrwerk in Ordnung, fährt einwandfrei. Es sind aber vorne die Puffer abgebrochen und das Gehäuse ist nachhaltig verstaubt. Ich habe schon einige Isopropanol getränkte Wattestäbchen verbraucht, da geht immer noch was runter, und in die feineren Vertiefungen komme ich gar nicht dazu.
Lok B: Fahrwerk ? Sie fährt nicht, warum weiss ich nicht, ist auch egal, da bei Lok A in Ordnung. Puffer vorne vorhanden (aber auch schon "angebrochen"), Gehäuse sehr sauber, aber: die Windleitbleche sind abgebrochen, es wurden schon Klebe- und Schraub(!)-Versuche von einem Vorbesitzer durchgeführt - Klebereste und Löcher vorhanden.

Wie löse ich das? Ursprünglich dachte ich, Pufferbohle bei der einen Lok raus und bei der anderen rein - aber denkste: das ist EIN Teil mit den gesamten Gehäuse. Man müsste sie also bei beiden ausschneiden. Wie? Womit? Was ist, wenn was bricht?
Schöner wäre das Gehäuse von Lok B, ich müsste die Pufferbohle nicht ausschneiden, aber da ist das Problem mit den Windleitblechen, selbst wenn ich es irgendwie schaffe, die zerstörungsfrei von der anderen runter zu bekommen - die Klebespuren und Löcher würde man trotzdem sehen. Eine andere Trenn-Stelle sehe ich nicht, an der ich das Gehäuse "teilen" könnte.
Meine aktuelle Überlegung wäre: Lok A durch irgendein Wunderreinigungsmittel doch noch staubfrei zu bekommen und die Pufferbohlen auszuschneiden - wie kann man die "schön" wieder einbauen?
Fragen über Fragen, für Tipps & Tricks wäre ich Euch sehr dankbar, da mir die Lok an sich sehr gut gefällt!
Viele Grüße,
Gerald


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Moin,

hast du zum Saubermachen schonmal Richtung Ultraschallbad gedacht?
Gerade für die Ecken, wo man so nicht gut rankommt.

VG Moritz
Hallo Gerald.

Zum Reinigen der Lok folgender Vorschlag.
Kennst du jemanden der Glasperlen (früheres Sandstrahlen) in deiner Nähe kann?
Wenn ja, bitte dabeisein, denn die Stärke des Druckes des Strahlens kann eingestellt werden.
Strahlmuster zum ausprobieren mitnehmen.
Teile ankleben und kaschieren.
Ich würde einen 2K Kleber nehmen und die Klebestellen und Rest der Lok mit Airbrush bearbeiten.

2. Möglichkeit, besorge dir eine gute gebrauchte für kleines Geld.
Dazu etwas Geduld mitbringen.
Unsere steht auf der Entschlackungsanlage herum, weil sie nicht mehr läuft.

Gruß Klaro

Hallo,

für diesen Zweck könnte eine Reinigungsknetmasse (such mal mit diesem Begriff) geeignet sein, DM-Toys hat sowas auch von Busch im Angebot:
https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/Busch_1690.html
Vorsichtig in die Ecken gedrückt, sollte das den Dreck nach und nach aufnehmen.
Bei den Puffern würde ich die Reste komplett wegschneiden und durch Messingteile ersetzen.
Die zweite Lok bliebe dann als Ersatzteilspender...

Viele Grüße
Michael
Isoprop beseitigt Fettschmutz, ist gegen Organisches aber machtlos. Ich bade Lokgehäuse für 1h in lauwarmem Spüliwasser. Danach unter dem Wasserhahn abspülen.

Gruß von Aron
Danke schon mal für die Tipps! Ultraschallbad hätten wir in der Arbeit im Labor, kann ich vielleicht versuchen. Cyberclean gefällt mir auch gut. Gibts bei dm-toys grade nicht, vielleicht find ich es woanders.
Gerald
@ Michael #3: wo gibt´s  die Messingteile?
Hallo Gerald,

da habe ich jetzt nicht danach gesucht; diverse KSH könnten was passendes haben, mir fallen Wutz, Kuswa, Weinert ein, wo man nachsuchen könnte. Aus Kunststoff habe ich mal welche bei Shapeways gesehen (lange her). Evtl. gibt´s auch passendes als Ersatzteile bei den Herstellern.

Zur Not selber drehen aus MS-Rohr und MS-Nagel.
Wobei: Du hast ja noch die beiden intakten Puffer, da sollte es reichen die Hüllen aus MS-Rohr zu drehen (dürfte einfacher sein, falls man nur eine Bohrmaschine hat).

Viele Grüße
Michael
OK, danke. So eine ausgerüstete Werkstatt habe ich leider nicht, ich werde noch schauen, an welcher Stelle ich "säge".
Gerald
Ich empfehle auch ein Bad im lauwarmen Spüliwasser. Einweichen und zusätzlich vorsichtig mit einem kleinen Borstenpinsel (zB aus dem Schulbedarf) das Gehäuse "schrubben". Damit hatte ich immer gute Ergebnisse gehabt.
Die Pufferbohle würde ich nicht mit der Säge bearbeiten. Das Risiko eines Bruchs und wahrscheinlich kein ordentliches Ergebnis.
Ich würde die Pufferreste sauber bündig abschneiden und mir Ersatz besorgen.
Mit Geduld findet man was.
Es gab mal schöne Puffer von Brawa und wenn ich nicht irre gibt es aktuell was von Kuswa, Eichhorn und Thomschke.

Viele Grüße
Danke Dirk, das wäre auch eine Option!
So, es sollen hier ja auch Ergebnisse präsentiert werden!
Ich habe also:
1. Lokgehäuse gewaschen (Danke für den simplen Tipp, Dirk!)
2. Gehäuse vom Tender mit dem von Lok B getauscht
3. defekte Tender-Achse getauscht
4. Reste der Puffer bei Lok A entfernt, Puffer vom Tender Lok B abgeschnitten, und bei Lok A aufgeklebt.
5. Radreifen der Lok A weiss bemalt
6. bei Lok A die Bänder um den Dampfkessel silbrig bemalt

Ergebnis: naja, Voll-Amateur eindeutig erkennbar, aus der Ferne betrachtet ganz schön, man gebe mir einfach keine Farben in die Hand...!

Besser wird´s - in meinen Händen - leider nicht.
Viele Grüße,
Gerald



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Hi Gerald,
Sieht doch gut aus. Hätte ich auch nicht besser hinbekommen!

vlG Willi
Hallo Willi,
dank! Ja, mit einem bisschen Abstand sieht sie ganz gut aus.
VG Gerald
Hallo Gerald,

das ist ja Jammern auf hohem Niveau. Ich wünschte, ich hätte derartige Bastlerfähigkeiten.
Du kannst mit dem Ergebnis voll und ganz zufrieden sein. Hochachtung.

Gruß aus Nordertown
Hallo "Exitus",
danke (ich werd noch rot!), aber die weiße und silberne Farben sind mir schon an einigen Stellen weggeronnen, dorthin, wo sie nicht hingehören. Der rechte Puffer ist beim Verkleben dann noch etwas verrutscht, ganz abgesehen davon, dass ich mir die Puffer richtig hingelegt habe (rechts der runde), mir dann aber beide durcheinander gekullert sind, und ich sie prompt vertauscht habe...
Übrigens hätte ich jetzt ein paar Ersatzteile für diese Lok - falls jemand welche brauchen könnte...
VG Gerald
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Übrigens hätte ich jetzt ein paar Ersatzteile für diese Lok


Danke, mit der Atlas-Lok kann ich selber handeln. Habe diverse analoge Loks davon in der Vitrine stehen.
Sowie zwei Digitale. Eine mit Sound, die andere in Sonderlackierung Blau-Grau (natürlich nicht von mir).

Gruß aus Nordertown

PS: Aktuell ist noch eine Weitere 10 001 im Zulauf, die mit zwei Rauchgeneratoren für den Doppelschlot ausgerüstet ist (ähnlich der Arnold 10 002). Sound hat sie bereits, nur die Rauchgeneratoren sind noch nicht angeschlossen. Das wird mein Fachhändler übernehmen müssen.
Für die farbliche Behandlung solch feiner Elemente, kann man sich mit Eddingstiften weiß und silber behelfen.

Diese drückt man immer wieder Punktweise neu in einen Getränkeverschluss (Milchkappe, Kronkorken) und zieht dann mit einem kleinen NEUEN Feinpinsel die Konturen nach.

Diese Farben sind dann entweder feucht oder trocken. Sie sind nur nass am Filzstift und da können die Farben verlaufen, wenn man sie darüber aufträgt.
Wenn sie schlagartig antrocknen, drückt man erneut Farbe in den Deckel, ansonsten kann es zu Ausfransungen beim Farbauftrag kommen, die dann stören, sowieso nicht abgebunden haben und später regelrecht abbröckeln.
Ich meine, solche Stellen an den Radsätzen gesehen zu haben (Kein Vorwurf, nur Hinweis)

Die Reinigung bzw das Auswischen  des Pinsels erfolgt regelmäßig - klassisch mit Waschbenzin - auf/in einem Küchentuch, bis keine Farbe mehr freigesetzt wird. Dann erneut Farbe aufnehmen oder für den nächsten Einsatz ablegen und das Plasteröhrchen überstülpen.

Gruß Sven

Danke, Sven! Werde ich bei einem allfälligen nächsten Mal probieren!


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