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THEMA: Wo Gleissperrsignale
THEMA: Wo Gleissperrsignale
verifier - 11.02.25 09:50
Hallo,
anbei zwei Fotos zu einer Weichenstraße weit vor dem Bahnhof. Zu sehen sind sechs Gleise, welche teilweise gekreuzt werden.
Hinten zwei Gleise der S-Bahn Strecke
Mitte zwei Gleise der Fernbahn Person
Vorne zwei Gleise der Güterzugstrecke
Wo muss/ sollte ich hier Gleissperrsignale setzen?
Schönen Dank und Grüße
Manfred
Die von verifier zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login
anbei zwei Fotos zu einer Weichenstraße weit vor dem Bahnhof. Zu sehen sind sechs Gleise, welche teilweise gekreuzt werden.
Hinten zwei Gleise der S-Bahn Strecke
Mitte zwei Gleise der Fernbahn Person
Vorne zwei Gleise der Güterzugstrecke
Wo muss/ sollte ich hier Gleissperrsignale setzen?
Schönen Dank und Grüße
Manfred
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Gleissperrsignale standen in der Regel vor Signalen. Grund: Rangierfahrten, Lokwechsel, oder Fahrten in Abstellgruppen, welche NICHT in die Strecke führten.
Sie stellten quasi eine Art internes Signal dar. Manchmal fand man sie auch in Rangierbahnhöfen. Meist dort zusammen mit Wartesignalen.
Gruß
Opa22
Sie stellten quasi eine Art internes Signal dar. Manchmal fand man sie auch in Rangierbahnhöfen. Meist dort zusammen mit Wartesignalen.
Gruß
Opa22
#1 Guten Morgen,
was ist unter einem "Art internes Signal" zu verstehen?
Mit freundlichen Grüßen
Tf150150
was ist unter einem "Art internes Signal" zu verstehen?
Mit freundlichen Grüßen
Tf150150
Kahlgrundbahn - 11.02.25 13:43
Moin,
ein Gleissperrsignal ist kein "internes" Signal, sondern sichert eine Rangierfahrstraße innerhalb eines Bahnhofs. Also müsste Manfred vor jedem Gleiswechsel mittels Weiche ein solches Signal aufstellen.
https://www.fahrdienstleiter.net/fdl/signalbuch-schutzsignale-sh
Vorher sollte man noch festlegen, ob er Formsignale oder Lichtsignale verwenden will. Bei Form-Ausfahrsignalen wurde ein Form-Gleissperrsignal zusätzlich aufgestellt. Die Licht-Ausfahrsignale sind oft kombiniert mit Gleissperrsignalen und somit die am meisten verwendete Bauform in Bahnhöfen.
Signale sind eine Wissenschaft für sich
https://www.fahrdienstleiter.net/signalbuch-301...nz2CqL9Di4iPQlGkMVO0
Der Unterschied zwischen Wartesignal (Vorrücksignal) und Gleissperrsignal (Freigabe einer Rangierfahrstraße) ist übrigens nicht ganz einfach.
https://www.fahrdienstleiter.net/post/signalbuc...ale-rangierdienst-ra
Viele Grüße
Michael
Hallo in die Runde,
Auf dem Bild sind Lichtsignale zu sehen und rechts das Spurplanstellwerk Backnang. Also haben wir tendentiell eher viele Sperrsignale und zwar in der niedrigen Lichtsignalausführung. Um bewerten zu können, wo sie sinnvollerweise stehen, muss man aber mehr vom Gleisplan sehen und wissen, wo Züge fahren und wo rangiert werden soll.
Viele Grüße
Dirk
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Vorher sollte man noch festlegen, ob er Formsignale oder Lichtsignale verwenden will. Bei Form-Ausfahrsignalen wurde ein Form-Gleissperrsignal zusätzlich aufgestellt. Die Licht-Ausfahrsignale sind oft kombiniert mit Gleissperrsignalen und somit die am meisten verwendete Bauform in Bahnhöfen.
Signale sind eine Wissenschaft für sich
Auf dem Bild sind Lichtsignale zu sehen und rechts das Spurplanstellwerk Backnang. Also haben wir tendentiell eher viele Sperrsignale und zwar in der niedrigen Lichtsignalausführung. Um bewerten zu können, wo sie sinnvollerweise stehen, muss man aber mehr vom Gleisplan sehen und wissen, wo Züge fahren und wo rangiert werden soll.
Viele Grüße
Dirk
Hallo Manfred,
die Signalaufstellung hängt im wesentlichen davon ab, ob und welche Zug- und Rangierfahrten stattfinden sollen. Wenn zum Beispiel gar keine Rangierfahrten stattfinden, dann braucht man auch keine Sperrsignale aufzustellen. Man muß das einfach mal – im wahrsten Sinne des Wortes – durchspielen: Feststellen, welche Gleise überhaupt für Zugfahrten und Rangierfahrten genutzt werden sollen, wo Fahrten anfangen und enden sollen. Natürlich hilft auch entsprechende (Modellbahn-) Literatur über Signale, um zu verstehen, wie das alles zusammenhängt, auch mit Weichen, Fahrstraßen, Durchrutschwege und so weiter. Ob man das dann später auch alles vorbildgerecht umsetzen kann und will, steht auf einem anderen Blatt.
Klaus
die Signalaufstellung hängt im wesentlichen davon ab, ob und welche Zug- und Rangierfahrten stattfinden sollen. Wenn zum Beispiel gar keine Rangierfahrten stattfinden, dann braucht man auch keine Sperrsignale aufzustellen. Man muß das einfach mal – im wahrsten Sinne des Wortes – durchspielen: Feststellen, welche Gleise überhaupt für Zugfahrten und Rangierfahrten genutzt werden sollen, wo Fahrten anfangen und enden sollen. Natürlich hilft auch entsprechende (Modellbahn-) Literatur über Signale, um zu verstehen, wie das alles zusammenhängt, auch mit Weichen, Fahrstraßen, Durchrutschwege und so weiter. Ob man das dann später auch alles vorbildgerecht umsetzen kann und will, steht auf einem anderen Blatt.
Klaus
Kahlgrundbahn - 11.02.25 14:47
Servus Klaus,
das stimmt so nicht ganz, denn auch ein einfacher Tausch einer Lok oder das Umsetzen eines Zuges erfordert eine signaltechnisch gesicherte Fahrstraße, ergo Gleissperrsignale.
es grüßt Michael
Hallo an alle,
ja, ist alles ein wenig komplex. Zur Anlage: Es sind ja 6 Durchfahrtsgleise, welche sich kreuzen. Allerdings haben wir auf der rechten Seite (unterhalb des Stellwerks) eine Abstellgruppe. Diese wird bei der Ausfahrt mit GS gesichert. Links haben wir zwei Zu- bzw. Abgänge zum Rangierbahnhof. Diese sichere ich auch ab. Dann gibt es nur noch einen Wechsel (obere Kreuzungsweiche) zum Rangierbahnhof. Diesen Wechsel sichere ich dann auch mit einem GS ab. Der Wechsel über alle Durchfahrtsgleise wird dann nicht abgesichert, da generell Durchfahrtsgleise.
Euch allen vielen Dank
Manfred
ja, ist alles ein wenig komplex. Zur Anlage: Es sind ja 6 Durchfahrtsgleise, welche sich kreuzen. Allerdings haben wir auf der rechten Seite (unterhalb des Stellwerks) eine Abstellgruppe. Diese wird bei der Ausfahrt mit GS gesichert. Links haben wir zwei Zu- bzw. Abgänge zum Rangierbahnhof. Diese sichere ich auch ab. Dann gibt es nur noch einen Wechsel (obere Kreuzungsweiche) zum Rangierbahnhof. Diesen Wechsel sichere ich dann auch mit einem GS ab. Der Wechsel über alle Durchfahrtsgleise wird dann nicht abgesichert, da generell Durchfahrtsgleise.
Euch allen vielen Dank
Manfred
@Michael
Habe ich etwas anderes geschrieben? Ist ein Loktausch oder ein Umsetzen eines Zuges keine Rangierfahrt?
Klaus
Habe ich etwas anderes geschrieben? Ist ein Loktausch oder ein Umsetzen eines Zuges keine Rangierfahrt?
Klaus
sachsenring_z - 11.02.25 17:22
@Michael:
Das stimmt so auch nicht.
Man kann auch ohne Rangierfahrstraßen rangieren und somit auch ohne Vorhandensein von Gleissperr- oder Lichtsperrsignalen.
Klaus hat die Lage schon völlig richtig beschrieben.
VG Ronald
Das stimmt so auch nicht.
Man kann auch ohne Rangierfahrstraßen rangieren und somit auch ohne Vorhandensein von Gleissperr- oder Lichtsperrsignalen.
Klaus hat die Lage schon völlig richtig beschrieben.
VG Ronald
spur.n.bahner - 11.02.25 18:44
Hallo zusammen,
es ist ja schon geschrieben worden, bei Licht-Ausfahrsignalen sind die Sperrsignale eigentlich integriert. Ich kann mich nicht erinnern, da schon einmal getrennte Signale gesehen zu haben. Das gibt es bei Formsignalen. Als Zwischensignalen werden bei langen Bahnsteigen eigenständige Schutzsignale aufgestellt.
Gruß
Jürgen
es ist ja schon geschrieben worden, bei Licht-Ausfahrsignalen sind die Sperrsignale eigentlich integriert. Ich kann mich nicht erinnern, da schon einmal getrennte Signale gesehen zu haben. Das gibt es bei Formsignalen. Als Zwischensignalen werden bei langen Bahnsteigen eigenständige Schutzsignale aufgestellt.
Gruß
Jürgen
Moin,
Das stimmt so nicht ganz, denn natürlich geht es schon, ohne gesicherte Rangierfahrstraße zu rangieren. Bei mechanischen, elektromechanischen Stellwerken gibt es in der Regel gar keine Rangierfahrstraßen, es wird frei rangiert. Aber auch auf kleineren Bahnhöfen mit Drucktastenstellwerken und Lichtsignalen (z.B. Sp Dr S2) gibt es sie nicht und da gibt es durchaus Bahnhöfe wo planmäßig rangiert wird. Man erkennt sie übrigens daran, dass sie Weichensignale (Umgangssprachlich Weichenlaternen) haben. Denn wenn es keine Rangierfahrstraßen gibt, ist das Risiko falsch gestellter Weichen größer und der Rangierer muss daher mit prüfen.
Bei anderen Bahnhöfen mit Lichtsignalen, seien es Drucktastenstellwerke oder elektronischen Stellwerken wird tatsächlich in der Regel auf Rangierfahrstraßen rangiert, wobei es durchaus auch vorkommen kann, das Bereiche, in denen Rangieren nun überhaupt nicht vorgesehen ist, auch keine Rangierstraßen technisch implementiert sind. Bei Drucktastenstellwerken ist das eher die Ausnahme, bei elektronischen Stellwerken gibt's das schon mal öfter. Aber auch da kann man zur Not rangieren, zum Beispiel, wenn man einen defekten Wagen aussetzten muss, wo es rangieren nicht vorgesehen ist, oder wenn Bauzüge irgendwo arbeiten müssen.
Das trifft aber eben nur für die Ausfahrsignale zu. Bei Stellwerken mit gesicherten Rangierfahrstraßen wird aber möglichst jede Rangierfahrt mit einem Signal zugelassen. Wenn also eine Lok umsetzt wird die Rangierfahrt zwar am Ausfahrsignal zugelassen, aber wenn sie bis da gefahren ist, wo sie dann die Richtung wechselt, um durch ein freies Gleis zurück zu fahren, muss der Rangierfahrt erneut zugestimmt werden und dort stehen dann so genannten Wende-Ls (Ls=Lichtsterrsignal). Gerade in großen Bahnhöfen sieht man davon dutzende im Gleisvorfeld (dafür aber keine Weichensignale). Und Abstellgleise haben ja gar keine Ausfahrsignale, da stehen dann ebenfalls Sperrsignale.
Hier sieht man zum Beispiel 3 Wende-Ls (immer die zwei roten Lichter): Links an der V160 mit dem Schlusslicht unterhalb des linken Ausfahrsignals in der Ferne: Hier wird die Rangierfahrt zugelassen, wenn eine Lok beim Umsetzten in das Bahnsteiggleis zurücksetzen will. Rechts am Rand das untere, wenn zum Beispiel die V160 mit Spitzenlicht umsetzten will, und darüber das Wende-Ls für die ganz rechte Gleisgruppe:
https://up.picr.de/48775795ku.jpg
Aber was heißt das nun für Manfred? Dafür habe ich ehrlich gesagt immer noch zu wenig Verstanden, wo eigentlich wie rangiert werden soll. Ziemlich sicher würde aber am rechten Gleis oberhalb der Weiche neben dem Stellwerk stehen, damit Loks zwischen den Gütergleisen rechts unten am Rand umsetzten können. In der Fernbahn braucht es hier zum Rangieren keine, aber je nachdem wie es weiter aussieht (ein vollständiger Plan wäre hilfreich, könnte es welche zur Absicherung der Kreuzungen geben.
Bezüglich der Gleissperre die Du erwähnt hast: Ich habe nicht ganz verstanden, wo Du meinst, aber Gleissperren sind NIE in Hauptgleisen, also dort wo Zugfahrten stattfinden. Sie grenzen Nebengleise (dort wo nur rangiert wird) von Hauptgleisen ab, wenn es nicht eh eine Weiche Flankenschutz herstellen kann.
So, viel Text, ich hoffe da blickt irgendjemand durch
Viele Grüße
Dirk
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
das stimmt so nicht ganz, denn auch ein einfacher Tausch einer Lok oder das Umsetzen eines Zuges erfordert eine signaltechnisch gesicherte Fahrstraße, ergo Gleissperrsignale.
Das stimmt so nicht ganz, denn natürlich geht es schon, ohne gesicherte Rangierfahrstraße zu rangieren. Bei mechanischen, elektromechanischen Stellwerken gibt es in der Regel gar keine Rangierfahrstraßen, es wird frei rangiert. Aber auch auf kleineren Bahnhöfen mit Drucktastenstellwerken und Lichtsignalen (z.B. Sp Dr S2) gibt es sie nicht und da gibt es durchaus Bahnhöfe wo planmäßig rangiert wird. Man erkennt sie übrigens daran, dass sie Weichensignale (Umgangssprachlich Weichenlaternen) haben. Denn wenn es keine Rangierfahrstraßen gibt, ist das Risiko falsch gestellter Weichen größer und der Rangierer muss daher mit prüfen.
Bei anderen Bahnhöfen mit Lichtsignalen, seien es Drucktastenstellwerke oder elektronischen Stellwerken wird tatsächlich in der Regel auf Rangierfahrstraßen rangiert, wobei es durchaus auch vorkommen kann, das Bereiche, in denen Rangieren nun überhaupt nicht vorgesehen ist, auch keine Rangierstraßen technisch implementiert sind. Bei Drucktastenstellwerken ist das eher die Ausnahme, bei elektronischen Stellwerken gibt's das schon mal öfter. Aber auch da kann man zur Not rangieren, zum Beispiel, wenn man einen defekten Wagen aussetzten muss, wo es rangieren nicht vorgesehen ist, oder wenn Bauzüge irgendwo arbeiten müssen.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
es ist ja schon geschrieben worden, bei Licht-Ausfahrsignalen sind die Sperrsignale eigentlich integriert. Ich kann mich nicht erinnern, da schon einmal getrennte Signale gesehen zu haben.
Das trifft aber eben nur für die Ausfahrsignale zu. Bei Stellwerken mit gesicherten Rangierfahrstraßen wird aber möglichst jede Rangierfahrt mit einem Signal zugelassen. Wenn also eine Lok umsetzt wird die Rangierfahrt zwar am Ausfahrsignal zugelassen, aber wenn sie bis da gefahren ist, wo sie dann die Richtung wechselt, um durch ein freies Gleis zurück zu fahren, muss der Rangierfahrt erneut zugestimmt werden und dort stehen dann so genannten Wende-Ls (Ls=Lichtsterrsignal). Gerade in großen Bahnhöfen sieht man davon dutzende im Gleisvorfeld (dafür aber keine Weichensignale). Und Abstellgleise haben ja gar keine Ausfahrsignale, da stehen dann ebenfalls Sperrsignale.
Hier sieht man zum Beispiel 3 Wende-Ls (immer die zwei roten Lichter): Links an der V160 mit dem Schlusslicht unterhalb des linken Ausfahrsignals in der Ferne: Hier wird die Rangierfahrt zugelassen, wenn eine Lok beim Umsetzten in das Bahnsteiggleis zurücksetzen will. Rechts am Rand das untere, wenn zum Beispiel die V160 mit Spitzenlicht umsetzten will, und darüber das Wende-Ls für die ganz rechte Gleisgruppe:
https://up.picr.de/48775795ku.jpg
Aber was heißt das nun für Manfred? Dafür habe ich ehrlich gesagt immer noch zu wenig Verstanden, wo eigentlich wie rangiert werden soll. Ziemlich sicher würde aber am rechten Gleis oberhalb der Weiche neben dem Stellwerk stehen, damit Loks zwischen den Gütergleisen rechts unten am Rand umsetzten können. In der Fernbahn braucht es hier zum Rangieren keine, aber je nachdem wie es weiter aussieht (ein vollständiger Plan wäre hilfreich, könnte es welche zur Absicherung der Kreuzungen geben.
Bezüglich der Gleissperre die Du erwähnt hast: Ich habe nicht ganz verstanden, wo Du meinst, aber Gleissperren sind NIE in Hauptgleisen, also dort wo Zugfahrten stattfinden. Sie grenzen Nebengleise (dort wo nur rangiert wird) von Hauptgleisen ab, wenn es nicht eh eine Weiche Flankenschutz herstellen kann.
So, viel Text, ich hoffe da blickt irgendjemand durch
Viele Grüße
Dirk
Hallo
zu #1 und #7
Vorweg: Der Text wird etwas lang und möglicherweise etwas kompliziert zum Lesen. Bitte trotzdem tapfer durchhalten beim Lesen. Danke.
In #7 hast du ja einiges zu deinem Startbeitrag erklärt. Trotzdem habe ich einiges nicht so richtig verstanden.
Wenn ich mir die zwei Bilder betrachte, was ist bei dir Hinten, Mitte und Vorne?
Ich sehe das beim Betrachten des Bildes so: rechts zwei Gleise, mittig zwei Gleise und links zwei Gleise - ich meine jetzt nur die Durchfahrtsgleise. Dann gibt es für mich ein oben und ein unten im Bild.
Zu deiner Frage in #1 selbst: Ab jetzt könnte es etwas kompliziert werden. Deswegen nummeriere ich erstmal die Durchgangsgleise von rechts nach links. Von rechts beginnend: Gleis 1,2,3,4,5 und 6. Rechts unten ist die Abstellgrupe - richtig?
Betrachten wir mal das Gleis 1 im Bild von unten nach oben.
Da zweigt aus Gleis 1 ein Gleis ab, dass (im Bild rechts unten) über zwei weitere Weichen (die im Bild sichtbar sind) in die Abstellgleise führt. Hier solltest du für dich prüfen, wieviel Aufwand du betreiben willst. Entweder du sicherst jedes einzelne Abstellgleis für die Fahrt in Richtung Gleis 1 ab, oder du machst es über ein Gruppensignal, dass dann für alle Abstellgleise gilt. Das Gleissperrsignal könnte dann rechts an der zweiten Weiche stehen. Ich meine die zweite (obere) Weiche in der Abstellgruppe, wenn man von unten nach oben zählt. Hast du vorgesehen im Gleis 1 ein Signal aufzustellen (Fahrt von unten nach oben im Bild), um die Rangierfahrstraße in die Abstellgruppe abzusichern? Kann auch ein Hauptsignal sein mit oder ohne Rangiersignal am oder vor dem Signal, je nachdem ob du in diesem Gleis rangieren willst. Beim Vorbild sind solche Möglichkeiten durchaus vorhanden.
An den beiden Weichen im Gleis 1 in Höhe des Stellwerkes (das rechts steht) würde ich keine Rangiersignale aufstellen. Oben (im Bild) vor der Weiche im Gleis 1, die unter dem Viadukt verschwindet, könnte dann wieder ein Rangiersignal stehen.
In Gleis 2 steht in Höhe des Stellwerkes (wenn ich richtig sehe) ein Signal. Mehr braucht es im Gleis 2 nicht, um im Bild von unten nach oben zu fahren. Sollte dies ein Hauptsignal sein, kann man es mit einem Gleissperrsignal am Mast oder davorstehend kombinieren. Bei der DDR-Reichsbahn gab es auch die Variante mit der Rautentafel am Mast der Hauptsignale , die hatte bei der Bundesbahn aber eine andere Bedeutung. Wenn du vorbildhaft nach Bundesbahn fährst, wäre die Variante nicht ok. Findet man im Signalbuch heute unter der Bezeichnung Zs 103.
Die beiden mittleren Gleise sind ebenfalls mit Signalen (auf gleicher Höhe wie Gleis 2) ausgestattet. Damit ist die Kreuzung der Gleise (bei Fahrt im Bild von unten nach oben) abgesichert. Wobei bei Gleis 4: eventuell das Signal versetzen, damit der Zug oder das Fahrzeug grenzzeichenfrei zum Gleis 5 zum Halten kommt, Nicht das es zu einer Flankenfahrt kommt. Wenn es reicht, dann ist es ja in Ordnung - kann ich auf dem Bild nicht so recht einschätzen - sieht mir ein bisschen knapp aus.
Im Gleis 5 würde ich die Kreuzweiche (unten links im Bild) mit einem Signal absichern. Ob du oben im Gleis 5 vor der Weichenverbindung zu Gleis 6 (Kreuzweiche) ein Rangiersignal aufstellst - naja, das ist so eine Frage, für eine Lok würde es ja reichen - aber unbedingt sein müsste es nicht; auch weil sonst der Aufwand und die Anzahl der Signale überhand nimmt. Man kann sich ja auch das Vorhandensein eines Signales im Geiste vorstellen.
Nun noch das Gleis 6: Unten links ist ja gerade noch das Vorhandensein einer Weiche auszumachen im Bild. Da soll ja wohl ein Gleis nach links abzweigen. Vor dieser Weiche würde ich ein Signal setzen. Oben im Bild die Weiche vor der Kreuzweiche im Gleis 6, da ist es eher eine Überlegung wert (im Vergleich zu Gleis 5 in gleicher Höhe), ein Signal zu setzen. Ansonsten gilt das Gleiche wie in Gleis 5 in selbiger Höhe (alles im Bezug beim Betrachten des Bildes).
Drehen wir jetzt mal die Blickrichtung, also Fahrtrichtung, um und fahren von oben nach unten im Bild.
Beginnen wir wieder mit Gleis 1: Vor die Weiche oben rechts (unterm Viadukt) könnte ein Signal stehen. Mehr würde ich an dieses Gleis nicht hinstellen, auch wegen den Platzverhältnissen.
Gleis 2 vor die Kreuzweiche (oben rechts) ebenfalls ein Signal, ansonsten braucht es keins weiter.
Die mittleren Gleise 3 und 4 würde ich das Kreuzen der Gleise mit jeweils einem Hauptsignal absichern. Wobei man auch die Signale schon weiter vorne aufstellen kann (also außerhalb des sichtbaren Bereiches im Bild), je nachdem wie die Platzverhältnisse sind - bzw. was oberhalb des Bildes (nicht sichtbar) verbaut ist.
Für Gleis 5 gilt das Gleiche - wie für die Gleise 3 und 4 - in Bezug der einfachen Weiche (oben links). Man kann sich die Frage stellen, ob man ein Hauptsignal oder ein Rangiersignal (Gleissperrsignal oder Wärterzeichen (Ra 11) hinstellt. Wobei sich hier die Frage stellt ob es ein Hauptsignal oder Rangiersignal sein soll. Einzelnes Rangiersignal nur dann , wenn das Hauptsignal schon weit vorher zu finden ist. Ob man vor der Kreuzweiche (unten links) im Gleis 5 ein Signal hinstellt, ist die nächste Frage. Kann man durchaus machen. - plädiere dann für ein Rangiersignal.
Im Gleis 6 würde ich durchaus vor der Kreuzweiche ein Signal hinstellen. Ebenso würde ich die zwei von links kommenden Gleise - einmal an die Kreuzweiche führend/abgehend und das andere an die nachfolgende Weiche führend/abgehend - mit jeweils einem Signal gegen das Gleis 1 absichern. Dann noch ein Rangiersignal vor der einfachen Weiche (unten links im Bild) auf Höhe der Kreuzweiche im Gleis 5 hinstellen. Aber es dürfte mit dem Platz nicht reichen, wenn ich mir das Bild betrachte.
Betrachte das Ganze nur als einen Vorschlag. Ich weiß, es sind eine Menge Signale. Muß man aber auch nicht alle aufstellen, denn es kommt auch darauf an, wie du den Fahrbetrieb gestalten willst. Mein Vorschlag/meine Betrachtung zielt darauf ab, dass alle Durchgangsgleise in beide Fahrtrichtungen befahren werden. Solltest du nur das jeweils rechte Gleis in Fahrtrichtung befahren, braucht man einige Signale am sogenannten linken Gleis (ist fachlich nicht die korrekte Bezeichnung beim Vorbild) nicht aufstellen. Denn du schreibst ja von jeweils zwei S-Bahn-, Fernbahn- und Güterzuggleisen. Ansonsten mit ein bisschen Phantasie kann sich die Signale im Geiste vorstellen, dass diese vorhanden sind. Spart auch eine Menge Arbeit und Bastelei.
Gruß von Abzw K (und nochmals Danke, wenn du und alle anderen, es bis hierher geschafft hast/haben)
Nachtrag: Mit Rangiersignale im Text meine ich die Gleisperrsignale oder die Wärterzeichen.
zu #1 und #7
Vorweg: Der Text wird etwas lang und möglicherweise etwas kompliziert zum Lesen. Bitte trotzdem tapfer durchhalten beim Lesen. Danke.
In #7 hast du ja einiges zu deinem Startbeitrag erklärt. Trotzdem habe ich einiges nicht so richtig verstanden.
Wenn ich mir die zwei Bilder betrachte, was ist bei dir Hinten, Mitte und Vorne?
Ich sehe das beim Betrachten des Bildes so: rechts zwei Gleise, mittig zwei Gleise und links zwei Gleise - ich meine jetzt nur die Durchfahrtsgleise. Dann gibt es für mich ein oben und ein unten im Bild.
Zu deiner Frage in #1 selbst: Ab jetzt könnte es etwas kompliziert werden. Deswegen nummeriere ich erstmal die Durchgangsgleise von rechts nach links. Von rechts beginnend: Gleis 1,2,3,4,5 und 6. Rechts unten ist die Abstellgrupe - richtig?
Betrachten wir mal das Gleis 1 im Bild von unten nach oben.
Da zweigt aus Gleis 1 ein Gleis ab, dass (im Bild rechts unten) über zwei weitere Weichen (die im Bild sichtbar sind) in die Abstellgleise führt. Hier solltest du für dich prüfen, wieviel Aufwand du betreiben willst. Entweder du sicherst jedes einzelne Abstellgleis für die Fahrt in Richtung Gleis 1 ab, oder du machst es über ein Gruppensignal, dass dann für alle Abstellgleise gilt. Das Gleissperrsignal könnte dann rechts an der zweiten Weiche stehen. Ich meine die zweite (obere) Weiche in der Abstellgruppe, wenn man von unten nach oben zählt. Hast du vorgesehen im Gleis 1 ein Signal aufzustellen (Fahrt von unten nach oben im Bild), um die Rangierfahrstraße in die Abstellgruppe abzusichern? Kann auch ein Hauptsignal sein mit oder ohne Rangiersignal am oder vor dem Signal, je nachdem ob du in diesem Gleis rangieren willst. Beim Vorbild sind solche Möglichkeiten durchaus vorhanden.
An den beiden Weichen im Gleis 1 in Höhe des Stellwerkes (das rechts steht) würde ich keine Rangiersignale aufstellen. Oben (im Bild) vor der Weiche im Gleis 1, die unter dem Viadukt verschwindet, könnte dann wieder ein Rangiersignal stehen.
In Gleis 2 steht in Höhe des Stellwerkes (wenn ich richtig sehe) ein Signal. Mehr braucht es im Gleis 2 nicht, um im Bild von unten nach oben zu fahren. Sollte dies ein Hauptsignal sein, kann man es mit einem Gleissperrsignal am Mast oder davorstehend kombinieren. Bei der DDR-Reichsbahn gab es auch die Variante mit der Rautentafel am Mast der Hauptsignale , die hatte bei der Bundesbahn aber eine andere Bedeutung. Wenn du vorbildhaft nach Bundesbahn fährst, wäre die Variante nicht ok. Findet man im Signalbuch heute unter der Bezeichnung Zs 103.
Die beiden mittleren Gleise sind ebenfalls mit Signalen (auf gleicher Höhe wie Gleis 2) ausgestattet. Damit ist die Kreuzung der Gleise (bei Fahrt im Bild von unten nach oben) abgesichert. Wobei bei Gleis 4: eventuell das Signal versetzen, damit der Zug oder das Fahrzeug grenzzeichenfrei zum Gleis 5 zum Halten kommt, Nicht das es zu einer Flankenfahrt kommt. Wenn es reicht, dann ist es ja in Ordnung - kann ich auf dem Bild nicht so recht einschätzen - sieht mir ein bisschen knapp aus.
Im Gleis 5 würde ich die Kreuzweiche (unten links im Bild) mit einem Signal absichern. Ob du oben im Gleis 5 vor der Weichenverbindung zu Gleis 6 (Kreuzweiche) ein Rangiersignal aufstellst - naja, das ist so eine Frage, für eine Lok würde es ja reichen - aber unbedingt sein müsste es nicht; auch weil sonst der Aufwand und die Anzahl der Signale überhand nimmt. Man kann sich ja auch das Vorhandensein eines Signales im Geiste vorstellen.
Nun noch das Gleis 6: Unten links ist ja gerade noch das Vorhandensein einer Weiche auszumachen im Bild. Da soll ja wohl ein Gleis nach links abzweigen. Vor dieser Weiche würde ich ein Signal setzen. Oben im Bild die Weiche vor der Kreuzweiche im Gleis 6, da ist es eher eine Überlegung wert (im Vergleich zu Gleis 5 in gleicher Höhe), ein Signal zu setzen. Ansonsten gilt das Gleiche wie in Gleis 5 in selbiger Höhe (alles im Bezug beim Betrachten des Bildes).
Drehen wir jetzt mal die Blickrichtung, also Fahrtrichtung, um und fahren von oben nach unten im Bild.
Beginnen wir wieder mit Gleis 1: Vor die Weiche oben rechts (unterm Viadukt) könnte ein Signal stehen. Mehr würde ich an dieses Gleis nicht hinstellen, auch wegen den Platzverhältnissen.
Gleis 2 vor die Kreuzweiche (oben rechts) ebenfalls ein Signal, ansonsten braucht es keins weiter.
Die mittleren Gleise 3 und 4 würde ich das Kreuzen der Gleise mit jeweils einem Hauptsignal absichern. Wobei man auch die Signale schon weiter vorne aufstellen kann (also außerhalb des sichtbaren Bereiches im Bild), je nachdem wie die Platzverhältnisse sind - bzw. was oberhalb des Bildes (nicht sichtbar) verbaut ist.
Für Gleis 5 gilt das Gleiche - wie für die Gleise 3 und 4 - in Bezug der einfachen Weiche (oben links). Man kann sich die Frage stellen, ob man ein Hauptsignal oder ein Rangiersignal (Gleissperrsignal oder Wärterzeichen (Ra 11) hinstellt. Wobei sich hier die Frage stellt ob es ein Hauptsignal oder Rangiersignal sein soll. Einzelnes Rangiersignal nur dann , wenn das Hauptsignal schon weit vorher zu finden ist. Ob man vor der Kreuzweiche (unten links) im Gleis 5 ein Signal hinstellt, ist die nächste Frage. Kann man durchaus machen. - plädiere dann für ein Rangiersignal.
Im Gleis 6 würde ich durchaus vor der Kreuzweiche ein Signal hinstellen. Ebenso würde ich die zwei von links kommenden Gleise - einmal an die Kreuzweiche führend/abgehend und das andere an die nachfolgende Weiche führend/abgehend - mit jeweils einem Signal gegen das Gleis 1 absichern. Dann noch ein Rangiersignal vor der einfachen Weiche (unten links im Bild) auf Höhe der Kreuzweiche im Gleis 5 hinstellen. Aber es dürfte mit dem Platz nicht reichen, wenn ich mir das Bild betrachte.
Betrachte das Ganze nur als einen Vorschlag. Ich weiß, es sind eine Menge Signale. Muß man aber auch nicht alle aufstellen, denn es kommt auch darauf an, wie du den Fahrbetrieb gestalten willst. Mein Vorschlag/meine Betrachtung zielt darauf ab, dass alle Durchgangsgleise in beide Fahrtrichtungen befahren werden. Solltest du nur das jeweils rechte Gleis in Fahrtrichtung befahren, braucht man einige Signale am sogenannten linken Gleis (ist fachlich nicht die korrekte Bezeichnung beim Vorbild) nicht aufstellen. Denn du schreibst ja von jeweils zwei S-Bahn-, Fernbahn- und Güterzuggleisen. Ansonsten mit ein bisschen Phantasie kann sich die Signale im Geiste vorstellen, dass diese vorhanden sind. Spart auch eine Menge Arbeit und Bastelei.
Gruß von Abzw K (und nochmals Danke, wenn du und alle anderen, es bis hierher geschafft hast/haben)
Nachtrag: Mit Rangiersignale im Text meine ich die Gleisperrsignale oder die Wärterzeichen.
teppichbahner - 12.02.25 09:39
Moin,
Wir können auch noch längere Texte schreiben, wenn wir nicht so langsam Mal eine grobe Gleisplanskizze bekommen, die auch zeigt, was vor unter hinter dem Fotoausschnitt stattfindet. Darin bitte die Gleise und die Weichen nummerieren.
Und ohne Angabe der gewünschten Stellwerkstechnik ist das alles eh nur Mutmaßung.
Für jede Stellwerksbauform gibt es typische Projektierungen, die wir dann auch nennen könnten.
Aber mit den bisher zur Verfügung stehenden Informationen wird das nur viel Text und ziemlich viel unsachlichem Quark.
Gruß
Klaus
Wir können auch noch längere Texte schreiben, wenn wir nicht so langsam Mal eine grobe Gleisplanskizze bekommen, die auch zeigt, was vor unter hinter dem Fotoausschnitt stattfindet. Darin bitte die Gleise und die Weichen nummerieren.
Und ohne Angabe der gewünschten Stellwerkstechnik ist das alles eh nur Mutmaßung.
Für jede Stellwerksbauform gibt es typische Projektierungen, die wir dann auch nennen könnten.
Aber mit den bisher zur Verfügung stehenden Informationen wird das nur viel Text und ziemlich viel unsachlichem Quark.
Gruß
Klaus
Beitrag editiert am 12. 02. 2025 14:48.
Ich habe für mich aus all dem Geschriebenen und etwas Literatur die folgenden Grundregeln für Gleissperrsignale mitgenommen:
- Gleissperrsignale finden grundsätzlich nur in Rangierbereichen außerhalb von Hauptgleisen/Hauptstrecken Anwendung. Ausnahme siehe weiter unten.
- Hauptstrecken können eingleisig oder zweigleisig sein, wobei im zweiten Fall hierzulande Rechtsverkehr herrscht. Die zur Fernverkehrsstrecke gehörigen Gleise sind immer Hauptgleise und werden mit Hauptsignalen inkl. Vorsignalen bestückt.
- Am einfachsten erklärt man eine Hauptstrecke damit, dass sie Zugverkehr weit über den Bahnhof vor Ort hinaus bewältigt. Alles andere sind Nebengleise, die nicht zu verwechseln sind mit Nebenstrecken, die wiederum Hauptgleise darstellen.
- kreuzt ein Nebengleis eine Hauptstrecke, was an sich hohe Risiken birgt, müssen diese Fahrwege mit Gleissperrsignalen gesichert werden. Solche Konfigurationen sind sehr komplex zu steuern. Die Hauptstrecken müssen für derartige Querfahrten gesperrt werden, womit der Durchgangsverkehr lahmgelegt wird. Man muss wissen, ob man das im Modell wirklich so haben will.
- An der Einmündung von Rangierbereichen in eine Hauptstrecke steht im Prinzip immer ein aufgeständertes Gleissperrsignal oder ein kombiniertes Hauptsignal mit integriertem Gleissperrsignal. Letzteres ist sinnvoll, wenn der Zug gleich auf die Fernverkehrsstrecke geht und den Bahnhof verlässt. Ersteres ist geeignet, wenn der Bahnhof ein eigenes Bereitstellungsgleis hat, von dem aus es erst auf die Fernstrecke geht.
- Zwergsignale werden immer dann eingesetzt, wenn es das Lichtraumprofil der Wagen erfordert und sie in der hohen Form missverständlich weit weg vom zugehörigen Gleis aufgestellt werden müssten. Dieses Problem ist auf der Moba mit ihren deutlich engeren Radien fast immer gegeben. Außerdem räumt man die niedrigeren Signale nicht so leicht ungewollt ab.
- Gleissperrsignale stehen auf Nebengleisen grundsätzlich in beiden Richtungen vor der in dieses Nebengleis mündenden Weiche. Innerhalb von Weichenstraßen, also aufeinanderfolgenden Weichen, zwischen denen kein Zug Platz findet, werden die Gleissperrsignale nicht wiederholt aufgestellt. Es wird nicht jede einzelne Weiche gesichert, sondern jeweils ganze Zugbewegungen. Auch wenn der Zug aus nur einer Lok besteht. Weichenstraßen sind grundsätzlich nicht zum Verharren von Fahrzeugen gedacht, sondern werden im Zuge einer Fahrt unverzüglich wieder verlassen.
Ich glaube, mit diesen Regeln lässt sich auf der Modellbahnanlage mehr anfangen als mit sämtlichen Sonderfällen aus dem wahren Leben. Man macht sich am besten schon während der Streckenplanung Gedanken, welche Querfahrten wirklich erforderlich sind, oft werden viel zu viele Weichen verbaut ohne dass sich eine sinnvolle Weichenstraße ergibt, die den Verkehrsanforderungen genügt. Statt dessen entstehen tote Bereiche, in denen zwar theoretisch wunderbare Gleiswechsel vollzogen werden können. Faktisch lähmen diese Manöver aber jeglichen Durchgangsverkehr mit dem Ergebnis, dass eigentlich kaum Züge fahren. Statt dessen muss der Rangierer sich ständig das Hirn zermartern, welche Fahrt nun eigentlich möglich ist und was alles dafür gewährleistet sein muss. Das signaltechnisch zu beherrschen, ist beinahe unmöglich. Es beginnt damit, dass man von seinem Standplatz aus gar nicht alle Signale sehen kann, wie sie sich dem Lokführer präsentieren.
- Gleissperrsignale finden grundsätzlich nur in Rangierbereichen außerhalb von Hauptgleisen/Hauptstrecken Anwendung. Ausnahme siehe weiter unten.
- Hauptstrecken können eingleisig oder zweigleisig sein, wobei im zweiten Fall hierzulande Rechtsverkehr herrscht. Die zur Fernverkehrsstrecke gehörigen Gleise sind immer Hauptgleise und werden mit Hauptsignalen inkl. Vorsignalen bestückt.
- Am einfachsten erklärt man eine Hauptstrecke damit, dass sie Zugverkehr weit über den Bahnhof vor Ort hinaus bewältigt. Alles andere sind Nebengleise, die nicht zu verwechseln sind mit Nebenstrecken, die wiederum Hauptgleise darstellen.
- kreuzt ein Nebengleis eine Hauptstrecke, was an sich hohe Risiken birgt, müssen diese Fahrwege mit Gleissperrsignalen gesichert werden. Solche Konfigurationen sind sehr komplex zu steuern. Die Hauptstrecken müssen für derartige Querfahrten gesperrt werden, womit der Durchgangsverkehr lahmgelegt wird. Man muss wissen, ob man das im Modell wirklich so haben will.
- An der Einmündung von Rangierbereichen in eine Hauptstrecke steht im Prinzip immer ein aufgeständertes Gleissperrsignal oder ein kombiniertes Hauptsignal mit integriertem Gleissperrsignal. Letzteres ist sinnvoll, wenn der Zug gleich auf die Fernverkehrsstrecke geht und den Bahnhof verlässt. Ersteres ist geeignet, wenn der Bahnhof ein eigenes Bereitstellungsgleis hat, von dem aus es erst auf die Fernstrecke geht.
- Zwergsignale werden immer dann eingesetzt, wenn es das Lichtraumprofil der Wagen erfordert und sie in der hohen Form missverständlich weit weg vom zugehörigen Gleis aufgestellt werden müssten. Dieses Problem ist auf der Moba mit ihren deutlich engeren Radien fast immer gegeben. Außerdem räumt man die niedrigeren Signale nicht so leicht ungewollt ab.
- Gleissperrsignale stehen auf Nebengleisen grundsätzlich in beiden Richtungen vor der in dieses Nebengleis mündenden Weiche. Innerhalb von Weichenstraßen, also aufeinanderfolgenden Weichen, zwischen denen kein Zug Platz findet, werden die Gleissperrsignale nicht wiederholt aufgestellt. Es wird nicht jede einzelne Weiche gesichert, sondern jeweils ganze Zugbewegungen. Auch wenn der Zug aus nur einer Lok besteht. Weichenstraßen sind grundsätzlich nicht zum Verharren von Fahrzeugen gedacht, sondern werden im Zuge einer Fahrt unverzüglich wieder verlassen.
Ich glaube, mit diesen Regeln lässt sich auf der Modellbahnanlage mehr anfangen als mit sämtlichen Sonderfällen aus dem wahren Leben. Man macht sich am besten schon während der Streckenplanung Gedanken, welche Querfahrten wirklich erforderlich sind, oft werden viel zu viele Weichen verbaut ohne dass sich eine sinnvolle Weichenstraße ergibt, die den Verkehrsanforderungen genügt. Statt dessen entstehen tote Bereiche, in denen zwar theoretisch wunderbare Gleiswechsel vollzogen werden können. Faktisch lähmen diese Manöver aber jeglichen Durchgangsverkehr mit dem Ergebnis, dass eigentlich kaum Züge fahren. Statt dessen muss der Rangierer sich ständig das Hirn zermartern, welche Fahrt nun eigentlich möglich ist und was alles dafür gewährleistet sein muss. Das signaltechnisch zu beherrschen, ist beinahe unmöglich. Es beginnt damit, dass man von seinem Standplatz aus gar nicht alle Signale sehen kann, wie sie sich dem Lokführer präsentieren.
Puh, nichts für ungut, aber das ist auf so vielen Ebenen unpassend, dass es schwer ist das irgendwie hinzubiegen.
Richtig ist allerdings die Aussage, dass man sich schon bei der Planung Gedanken über das Betriebsprogramm und die Signalisierung machen muss.
Ich versuche mal etwas Ordnung rein zu bringen: Hauptgleise und Hauptstrecken hat nichts miteinander zu tun. Daher bitte nicht wie im ersten Anstrich gleichsetzten.
Also: Hauptgleise sind alle die Gleise in der Züge verkehren (können). Das sind die Fahrten die auf die freie Strecke übergehen, bzw von der freien Strecke kommen. Also vereinfacht, von einem Bahnhof zu einem anderen Fahren.
Diese Hauptgleise sind über Hauptsignale abgesichert (die in der Regel mit Vorsignalen angekündigt werden).
Man unterscheidet zwischen den durchgehenden Hauptgleisen (das ist die Verlängerung der Streckengleise im Bahnhof) und die sonstigen Hauptgleise. Stell Dir also vor, Du hast einfach eine Strecke. Nun baust Du da ein Kreuzungsgleis und erstellst damit einen Bahnhof. Dann ist das Gleis, das vorher schon als Streckengleis da war das durchgehende Hauptgleis, das andere ist einfach "nur" ein Hauptgleis. Bahnhöfe an zweigleisigen Strecken ohne abzweigende Strecken haben also in der Regel zwei durchgehende Hauptgleise
Hier finden also die Zugfahrten statt, es darf aber auch rangiert werden. Rangierfahrten sind alle Fahrten innerhalb des Bahnhofs. Man vermeidet dabei, in den durchgehenden Hauptgleisen zu rangieren, weil es natürlich die durchfahrenen Züge stört, es ist aber nicht verboten.
Dann gibt es die Nebengleise, das sind die Gleise, in denen nur rangiert wird. Also irgendwelche Abstellgleise und Ladegleise (was nicht heiß, dass es nicht auch Abstellgleise gibt, die auch Hauptgleise sind).
Sperrsignale findet man dort, wo regelmäßig rangiert wird, also sowohl in Nebengleisen als auch in Hauptgleisen.
Soweit auf die Schnelle.
Die Unterscheidung Neben- und Hauptbahn spielt dafür keine Rolle, dass ist eher eine generelle Kategorisierung. 2gleisge Strecken sind bis auf wenige Ausnahmen immer Hauptbahnen, Eingleisge Strecken gibt es als Neben- oder Hauptbahnen, das spielt aber weniger eine Rolle für den Modellbahner.
Viele Grüße
Dirk
Richtig ist allerdings die Aussage, dass man sich schon bei der Planung Gedanken über das Betriebsprogramm und die Signalisierung machen muss.
Ich versuche mal etwas Ordnung rein zu bringen: Hauptgleise und Hauptstrecken hat nichts miteinander zu tun. Daher bitte nicht wie im ersten Anstrich gleichsetzten.
Also: Hauptgleise sind alle die Gleise in der Züge verkehren (können). Das sind die Fahrten die auf die freie Strecke übergehen, bzw von der freien Strecke kommen. Also vereinfacht, von einem Bahnhof zu einem anderen Fahren.
Diese Hauptgleise sind über Hauptsignale abgesichert (die in der Regel mit Vorsignalen angekündigt werden).
Man unterscheidet zwischen den durchgehenden Hauptgleisen (das ist die Verlängerung der Streckengleise im Bahnhof) und die sonstigen Hauptgleise. Stell Dir also vor, Du hast einfach eine Strecke. Nun baust Du da ein Kreuzungsgleis und erstellst damit einen Bahnhof. Dann ist das Gleis, das vorher schon als Streckengleis da war das durchgehende Hauptgleis, das andere ist einfach "nur" ein Hauptgleis. Bahnhöfe an zweigleisigen Strecken ohne abzweigende Strecken haben also in der Regel zwei durchgehende Hauptgleise
Hier finden also die Zugfahrten statt, es darf aber auch rangiert werden. Rangierfahrten sind alle Fahrten innerhalb des Bahnhofs. Man vermeidet dabei, in den durchgehenden Hauptgleisen zu rangieren, weil es natürlich die durchfahrenen Züge stört, es ist aber nicht verboten.
Dann gibt es die Nebengleise, das sind die Gleise, in denen nur rangiert wird. Also irgendwelche Abstellgleise und Ladegleise (was nicht heiß, dass es nicht auch Abstellgleise gibt, die auch Hauptgleise sind).
Sperrsignale findet man dort, wo regelmäßig rangiert wird, also sowohl in Nebengleisen als auch in Hauptgleisen.
Soweit auf die Schnelle.
Die Unterscheidung Neben- und Hauptbahn spielt dafür keine Rolle, dass ist eher eine generelle Kategorisierung. 2gleisge Strecken sind bis auf wenige Ausnahmen immer Hauptbahnen, Eingleisge Strecken gibt es als Neben- oder Hauptbahnen, das spielt aber weniger eine Rolle für den Modellbahner.
Viele Grüße
Dirk
Hi,
in welcher Epoche soll das Szenario stattfinden, was sind die durchgehenden Hauptgleise, geht's links in ein Dampflok-BW mit obligatorischer Drehscheibe der Epoche VII oder VIII, oder sind möglicherweise nur die DB AG ( Hauptsitz in "Knapp")*** oder die allseits "begeisternde DR & Co." angesagt, oder wie soll man die Fotos einordnen?
Mal ganz unter uns, es werden sehr viele Fragen aufgeworfen, die Fotos erklären sehr wenig... immerhin hast Du bei den Fotos den Holzleim wegen der Schleichwerbung umgedreht.png)
Möglichweise ist für Dich alles klar, aber manch anderer Außenstehender tappt völlig im Dunkeln. Da ist es auch nicht im Sinne der Problemlösung sehr förderlich, unter Stellwerkern über den jeweiligen Sinn und Unsinn zu diskutieren.
Viele Grüße
Andreas
*** der Fluss, der durch "Knapp" fließt, heißt übrigens "Pleite".png)
Achja, die ganzen tollen Highspeed-Hochglanz-Projekte, die demnächst den Jungs in "Knapp an der Pleite" auf die Füße fallen werden
Trotzdem gibt's Boni. Ist halt irgendwo ein Selbstbedienungsladen. Man greift halt legitim dank politisch gewollter Unwissenheit in die Kassa, und verkauft den Deutschland-Takt als Retter an die Einfältigen.... Ablasshandel a la Tetzel, oder so ... .png)
Nee, man fährt auch noch heutzutage durch die gepriesenen Reichsbahn-Lande, und man wundert sich, dass man sich selbst trotzdem im 21. Jahrhundert befindet. Hl-Signale sind auch nach über 35 Jahren so ein Irrsinn.....
Die Signale sind zwar "schön", aber Du siehst auf die 1,5 km-Entfernung nicht das Signalbild im Detail. Was solls? Bremst man halt rechtzeitig den Zug runter, um für "alle Fälle" gewappnet zu sein. PzB, untere Zugart. Dementsprechend sind die niedrigen Durchfahrtsgeschwindigkeiten, Senftenberg und Großkorbetha lassen bei einem 3.000-Tonnen-Zug grüßen. Als "allzudoofer Wessi" und als "alter Esel bei der Eisenbahn" schüttelt man immer wieder nur den Kopf ,,,,
Joh, da war plötzlich ein Blitzlicht, als ich vor einem Blocksignal an einem Schrankenposten mitten im Wald gestellt wurde. Joh "bitte recht freundlich", sagte mir der Kollege auf dem Reichsbahn-Schrankenposten über Zugfunk freundlich, "schließlich hält nicht allzu oft ein Zug vor seinem (Deckungs-) Signal" und machte mehrere Handy-Fotos... 218er-Doppeltraktion.... das Wieder-Anfahren nach dem Halt bedeutete mindestens 100 Liter Diesel ....das war 2022.... der sitzt in seinem Stellwerk, mindestens 5 Kilometer vom nächsten Haus entfernt mitten im Wald, bedient eine mechanische Schranke und 2 mechanische Signale, ansonsten sind Befehle über Zugfunk angesagt....
Auf welchem Planeten leben eigentlich die Jungs "an der Knapp".png)
in welcher Epoche soll das Szenario stattfinden, was sind die durchgehenden Hauptgleise, geht's links in ein Dampflok-BW mit obligatorischer Drehscheibe der Epoche VII oder VIII, oder sind möglicherweise nur die DB AG ( Hauptsitz in "Knapp")*** oder die allseits "begeisternde DR & Co." angesagt, oder wie soll man die Fotos einordnen?
Mal ganz unter uns, es werden sehr viele Fragen aufgeworfen, die Fotos erklären sehr wenig... immerhin hast Du bei den Fotos den Holzleim wegen der Schleichwerbung umgedreht
Möglichweise ist für Dich alles klar, aber manch anderer Außenstehender tappt völlig im Dunkeln. Da ist es auch nicht im Sinne der Problemlösung sehr förderlich, unter Stellwerkern über den jeweiligen Sinn und Unsinn zu diskutieren.
Viele Grüße
Andreas
*** der Fluss, der durch "Knapp" fließt, heißt übrigens "Pleite"
Achja, die ganzen tollen Highspeed-Hochglanz-Projekte, die demnächst den Jungs in "Knapp an der Pleite" auf die Füße fallen werden
Nee, man fährt auch noch heutzutage durch die gepriesenen Reichsbahn-Lande, und man wundert sich, dass man sich selbst trotzdem im 21. Jahrhundert befindet. Hl-Signale sind auch nach über 35 Jahren so ein Irrsinn.....
Die Signale sind zwar "schön", aber Du siehst auf die 1,5 km-Entfernung nicht das Signalbild im Detail. Was solls? Bremst man halt rechtzeitig den Zug runter, um für "alle Fälle" gewappnet zu sein. PzB, untere Zugart. Dementsprechend sind die niedrigen Durchfahrtsgeschwindigkeiten, Senftenberg und Großkorbetha lassen bei einem 3.000-Tonnen-Zug grüßen. Als "allzudoofer Wessi" und als "alter Esel bei der Eisenbahn" schüttelt man immer wieder nur den Kopf ,,,,
Joh, da war plötzlich ein Blitzlicht, als ich vor einem Blocksignal an einem Schrankenposten mitten im Wald gestellt wurde. Joh "bitte recht freundlich", sagte mir der Kollege auf dem Reichsbahn-Schrankenposten über Zugfunk freundlich, "schließlich hält nicht allzu oft ein Zug vor seinem (Deckungs-) Signal" und machte mehrere Handy-Fotos... 218er-Doppeltraktion.... das Wieder-Anfahren nach dem Halt bedeutete mindestens 100 Liter Diesel ....das war 2022.... der sitzt in seinem Stellwerk, mindestens 5 Kilometer vom nächsten Haus entfernt mitten im Wald, bedient eine mechanische Schranke und 2 mechanische Signale, ansonsten sind Befehle über Zugfunk angesagt....
Auf welchem Planeten leben eigentlich die Jungs "an der Knapp"
Beitrag editiert am 12. 06. 2025 04:15.
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