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THEMA: Neusilber Löten
THEMA: Neusilber Löten
Achse36 - 10.02.25 23:10
Hallo in die Runde
Ich bin dabei die Weichenherzstücken für meine Eigenkonstruktionen (der Weichen) zu schleifen. Nun ist es mir bei einem Schienenstück passiert das sich die Neusilberschiene am Spitz verfärbt hat. Es ist wohl zu heiß geworden. Nun meine Frage an die Lötspezialisten, kann ich das ausgeglühte Stück mit der anderen Schiene verlöten oder hält daran kein Lot? Und eine weitere Frage, wenn ich jetzt den Schienenfuß mit 320er Schleifpapier aufraue kann ich die Schienen dann auch später noch auf den Kupferschwellen Löten oder korrodiert das bis dahin wieder? Meine Idee ist jetzt alles vorzubereiten und dann nach und nach nur noch zu löten. Bisher habe ich jede Weiche einzeln beschliffen und gelötet. Ausgangsmaterial ist ROCO Flexgleis. Danke schonmal für eure Hinweise.
Viele Grüße
Jörg
Ich bin dabei die Weichenherzstücken für meine Eigenkonstruktionen (der Weichen) zu schleifen. Nun ist es mir bei einem Schienenstück passiert das sich die Neusilberschiene am Spitz verfärbt hat. Es ist wohl zu heiß geworden. Nun meine Frage an die Lötspezialisten, kann ich das ausgeglühte Stück mit der anderen Schiene verlöten oder hält daran kein Lot? Und eine weitere Frage, wenn ich jetzt den Schienenfuß mit 320er Schleifpapier aufraue kann ich die Schienen dann auch später noch auf den Kupferschwellen Löten oder korrodiert das bis dahin wieder? Meine Idee ist jetzt alles vorzubereiten und dann nach und nach nur noch zu löten. Bisher habe ich jede Weiche einzeln beschliffen und gelötet. Ausgangsmaterial ist ROCO Flexgleis. Danke schonmal für eure Hinweise.
Viele Grüße
Jörg
Hallo Jörg,
Gleise, zumal aus Neusilber lassen sich prima mit Lötöl von Ndetail oder Fohrmann Werkzeuge löten. Einfach mit einem kleinen Pinsel etwas Lötöl auftragen, dann mit nicht zu kleiner Lötspitze und dünnem Bleilot (Elektronik) , nicht zu heiß ( max. 400Grad) zügig löten.
Da ist Aufrauen mit Schleifpapier überflüssig.
Zum Schluss die Lötstelle mit Alkohol gut reinigen.
Bei mir hat das prima funktioniert. Gibt 1a Lötstellen.
https://www.ndetail.de/advanced_search_result.p...B6l&inc_subcat=1
Gruß Karl
Gleise, zumal aus Neusilber lassen sich prima mit Lötöl von Ndetail oder Fohrmann Werkzeuge löten. Einfach mit einem kleinen Pinsel etwas Lötöl auftragen, dann mit nicht zu kleiner Lötspitze und dünnem Bleilot (Elektronik) , nicht zu heiß ( max. 400Grad) zügig löten.
Da ist Aufrauen mit Schleifpapier überflüssig.
Zum Schluss die Lötstelle mit Alkohol gut reinigen.
Bei mir hat das prima funktioniert. Gibt 1a Lötstellen.
https://www.ndetail.de/advanced_search_result.p...B6l&inc_subcat=1
Gruß Karl
Hallo Jörg,
wenn es angelaufen ist, lötet es sich dort schlecht. Wenn Du genau dort etwas anlöten musst, dann muss das wieder blank werden. Wie ist das denn dunkel geworden? Hast Du ein Bild?
Nehme stets Flussmittel (mit Kolphonium) und zwar lieber zu viel, als zu wenig und bei jedem Lötvorgang erneut ein klein wenig Flussmittel und Zinn. Danach saubermachen, sonst bappt alles.
Ich möchte allerdings Karl in einem widersprechen: Schleife die Unterseite der Schiene oder was auch immer Du löten möchtest, immer an. Das Oxid muss vorher weg. Ob jetzt 320er Papier richtig ist? wenn die Oberfläche heil bleiben soll, dann vielleicht feiner, an Flächen z.B. GerriFlex. Die Oberseite der Schiene willst Du ja keinesfalls rau haben...
Klar kannst Du da mehrere Weichen vorbereiten, wenn Du es nicht 2 Wochen liegen läßt. Das Flussmittel frisst sich da schon durch, was da zwischenzeitlich an Oxid entsteht.
Gruß Klaus
wenn es angelaufen ist, lötet es sich dort schlecht. Wenn Du genau dort etwas anlöten musst, dann muss das wieder blank werden. Wie ist das denn dunkel geworden? Hast Du ein Bild?
Nehme stets Flussmittel (mit Kolphonium) und zwar lieber zu viel, als zu wenig und bei jedem Lötvorgang erneut ein klein wenig Flussmittel und Zinn. Danach saubermachen, sonst bappt alles.
Ich möchte allerdings Karl in einem widersprechen: Schleife die Unterseite der Schiene oder was auch immer Du löten möchtest, immer an. Das Oxid muss vorher weg. Ob jetzt 320er Papier richtig ist? wenn die Oberfläche heil bleiben soll, dann vielleicht feiner, an Flächen z.B. GerriFlex. Die Oberseite der Schiene willst Du ja keinesfalls rau haben...
Klar kannst Du da mehrere Weichen vorbereiten, wenn Du es nicht 2 Wochen liegen läßt. Das Flussmittel frisst sich da schon durch, was da zwischenzeitlich an Oxid entsteht.
Gruß Klaus
dampfrailfan - 11.02.25 09:36
Hallo Jörg und Karl,
Lötöl nur verwenden wenn man die fertigen Sachen ordentlich reinigen kann. Lötöl ist meist salzhaltig, Zinkchlorid, und wenn das nicht richtig weg ist dann reagiert das unter Luftfeuchtigkeit weiter und versaut das fertige Werkstück.
Wenn man Schienen auf kupferkaschiertes Material lötet, und darauf läuft es beim Gleisbau hinaus, dann kann das so weit gehen, dass sich die Kupferauflage vom Basismaterial löst.
Ich verwende als Flussmittel nur Kolphonium, meist reicht das was im Elektroniklot drin ist, wenn nicht gibts es sogenanntes Geigenharz in Blockform.
Dieses kann man wenn es sein muss auch auf der Anlage mit Spiritus oder Isopropanol wieder entfernen.
Schienen auf Schwellen löten würde ich erst wenn ich den gesamten Schienenfuß vorher verzinnt habe.
Grüße Torsten
Lötöl nur verwenden wenn man die fertigen Sachen ordentlich reinigen kann. Lötöl ist meist salzhaltig, Zinkchlorid, und wenn das nicht richtig weg ist dann reagiert das unter Luftfeuchtigkeit weiter und versaut das fertige Werkstück.
Wenn man Schienen auf kupferkaschiertes Material lötet, und darauf läuft es beim Gleisbau hinaus, dann kann das so weit gehen, dass sich die Kupferauflage vom Basismaterial löst.
Ich verwende als Flussmittel nur Kolphonium, meist reicht das was im Elektroniklot drin ist, wenn nicht gibts es sogenanntes Geigenharz in Blockform.
Dieses kann man wenn es sein muss auch auf der Anlage mit Spiritus oder Isopropanol wieder entfernen.
Schienen auf Schwellen löten würde ich erst wenn ich den gesamten Schienenfuß vorher verzinnt habe.
Grüße Torsten
111erFredi - 11.02.25 12:16
Servus Jörg,
statt des Schleifpapiers, nehme ich einen Glashaarstift. Geht sowohl für das meist angelaufene Kupfer der Schwellen, als auch für Neusilberschienen hervorragend. Lötöl oder -fett ist dann nicht mehr nötig. Wie Torsten schrieb, genügt das im Lötzinn vorhandene Flussmittel vollauf. Ob Dein heiß gewordenes Herzstück noch lötbar ist, würde ich einfach durch Versuch ermitteln.
Beste Grüße
Alfred
statt des Schleifpapiers, nehme ich einen Glashaarstift. Geht sowohl für das meist angelaufene Kupfer der Schwellen, als auch für Neusilberschienen hervorragend. Lötöl oder -fett ist dann nicht mehr nötig. Wie Torsten schrieb, genügt das im Lötzinn vorhandene Flussmittel vollauf. Ob Dein heiß gewordenes Herzstück noch lötbar ist, würde ich einfach durch Versuch ermitteln.
Beste Grüße
Alfred
Hallo zusammen,
Lötöl reduziert im Gegensatz zu Kolophonium.
Und das ist gerade der Witz dabei. Deshalb ist rumschmirgeln überflüssig.
Ich habe alle meine Pecogleis und Weichen so gelötet.
Man sieht die Lötstellen fast nicht, da oxidiert auch überhaupt nix.
Klar, man muss reinigen, aber mit ein wenig Einfallsreichtum geht das immer.
Das heißt reinigen und nicht baden.
Mit dem Glasfaserstift etwas vorreinigen und das grobe Oxid entfernt, halte ich u.U. noch für sinnvoll. Schmirgeln aber nicht.
Gruß Karl
Lötöl reduziert im Gegensatz zu Kolophonium.
Und das ist gerade der Witz dabei. Deshalb ist rumschmirgeln überflüssig.
Ich habe alle meine Pecogleis und Weichen so gelötet.
Man sieht die Lötstellen fast nicht, da oxidiert auch überhaupt nix.
Klar, man muss reinigen, aber mit ein wenig Einfallsreichtum geht das immer.
Das heißt reinigen und nicht baden.
Mit dem Glasfaserstift etwas vorreinigen und das grobe Oxid entfernt, halte ich u.U. noch für sinnvoll. Schmirgeln aber nicht.
Gruß Karl
LaNgsambahNer - 11.02.25 15:33
Ich klau hier mal von @Freetrack das Lötvideo aus dem andern Lötthread:
https://www.youtube.com/watch?v=JuxVedULIUQ&list=WL&index=71&t=767s
Da wird gezeigt womit es sinnvoll ist zu arbeiten.
Kai
https://www.youtube.com/watch?v=JuxVedULIUQ&list=WL&index=71&t=767s
Da wird gezeigt womit es sinnvoll ist zu arbeiten.
Kai
Hallo euch allen
danke für die Hinweise und Tip’s. Karl, Lötöl nutze ich seit meiner Jugendanlage nichtmehr. Die Drähte sind nach kurzer Zeit weggerostet. Gut ich hab da wohl auch zu wenig gesäubert und möglicherweise war das Zeug einfach zu scharf. Klaus „wie ist das denn dunkel georden?“ Ich hab die Schienenspitze einfach zu lange an der Proxxon Schleifscheibe gehalten! Normalerweise nehme ich das Werkstück immer wieder von der Schleifscheibe weg. Naja was ist schon Normal?
Ich hab die Schiene nochmal leicht an die Schleifscheibe gehalten und tatsache das Spitz wird innen wieder Blank. Ich hatte ja bedenken das sich die Metallstruktur soweit verändert hat das es nicht mehr Lötbar ist. Mit dem Schleifpapier komme ich ganz gut klar. Es liegt auf eine glatten Unterlage und nur der Schienenfuß wird von unten mit leichtem Druck 3-4 mal drüber geschoben, bis er stumpf ist. Mehr nicht! Nach deinem Hinweiss aus meiner Anfrage bezüglich der Bogenweichen vor kurzem mixe ich etwas Kolophonium von STANNOL mit Spiritus das es schön flüssig ist und ziehe es auf eine Spritze auf. So lässt es sich gut dosieren und zieht sich zwichen Schwelle und Schienenfuß. Alfred, schleifen siehe oben. Glasharstifte nutze ich hauptsächlich wenn nachträglich an schon eingefärbten Schienen oder so fummligen Sachen noch was gelötet werden sol. Kai, danke für den Link! Der sagt, denke ich alles.
Jetzt schleife ich noch 16 Weichenzungen und dann hab ich soweit alles vorbereitet. Anschließend geht’s ans Löten.
Grüße Jörg
danke für die Hinweise und Tip’s. Karl, Lötöl nutze ich seit meiner Jugendanlage nichtmehr. Die Drähte sind nach kurzer Zeit weggerostet. Gut ich hab da wohl auch zu wenig gesäubert und möglicherweise war das Zeug einfach zu scharf. Klaus „wie ist das denn dunkel georden?“ Ich hab die Schienenspitze einfach zu lange an der Proxxon Schleifscheibe gehalten! Normalerweise nehme ich das Werkstück immer wieder von der Schleifscheibe weg. Naja was ist schon Normal?
Jetzt schleife ich noch 16 Weichenzungen und dann hab ich soweit alles vorbereitet. Anschließend geht’s ans Löten.
Grüße Jörg
LaNgsambahNer - 11.02.25 22:28
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:
Ich hab die Schiene nochmal leicht an die Schleifscheibe gehalten und tatsache das Spitz wird innen wieder Blank. Ich hatte ja bedenken das sich die Metallstruktur soweit verändert hat das es nicht mehr Lötbar ist.
🤣🤣🤣🤣 Ymmd.
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