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THEMA: Piko n-Wagen Innebel. digital

THEMA: Piko n-Wagen Innebel. digital
Startbeitrag
Lohengrin - 10.02.25 08:09
Hallo liebe Mitforenten,

Ich verzweifle an der Digitalisierung der Innenbeleuchtung für die n-Wagen von Piko. Der Steuerwagen ist ja ein Kinderspiel dank Next18. Aber die normalen Wagen???!!!! Ich finde nirgendwo eine vernünftige Anleitung, wo welche Kabel hin sollen. Piko hält sich ja mit seinen Abkürzungen und Formaten hier nicht an irgendwelche NEM Normen.

Kann mir jemand bitte erklären, welche Decoderkabel an A1, A2, A3, A4 und F+ hin sollen?

Vielen Dank im voraus.

Misha

Hallo Misha

Ich hab mal von meinem Silberling zwei Bilder angehängt Guckst du hier

Grüße

sandra

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Hallo Misha!

Ergänzend möchte ich darauf hinweisen, daß Du nicht für jeden Mittelwagen einen eigenen (teuren) Funktionsdecoder brauchst. Wenn Du per elektrisch leitender Magnetkupplung die Anschlußpunkte für das blaue und das grüne Kabel verbindest, kannst Du mit einem Decoder auch die Beleuchtung mehrerer Wagen steuern. Wenn Du dann zusätzlich noch schwarz und rot durchbindest, hast Du eine zuverlässige annähernd flackerfreie Stromversorgung. Wo die Anschlüsse erfolgen, kannst Du auf Sandras Fotos hervorragend sehen.

Komischerweise habe ich Innenbeleuchtungen, auf denen die Numerierung der AUX-Anschlüsse verkehrt herum aufgedruckt ist: Bei mir ist unten A1 und oben A4, auch in der Einbauanleitung. Die Decoder-Kabel müssen trotzdem so angelötet werden wie auf Sandras Fotos.

Herzliche Grüße
Elmar

Vielen lieben Dank, Sandra! Werde das heute probieren. A2 bleibt unbelegt?

@Andreas,

Das Video kenne ich schon. Leider ist das nur der Einbau der Beleuchtung ohne Funktionsdecoder.

Misha
Hallo,

wenn man dem Löt-Jumper links oben Glauben schenken kann, wird entweder A3 oder A4 für das Innenlicht benutzt. Und sonst nichts. Stimmt das?

Grüße, Peter W
... möchte nur anmerken, dass es in den Anleitungen anders angegeben ist.
Da hat der Piko-Decoder "Stromabnahme rechts rot" für WR auf der Beleuchtungsplatine, "Stromabnahme links schwarz" für WL, A1 orange, A2 lila, A3 grün, A4 braun, blau+ für F+ (A0v weiß und A0h gelb für Spitzen- und Zugschlussbeleuchtung).
Aber bisher konnte ich es noch nicht ausprobieren, weil die Platinen noch nicht eingetroffen sind.

Ich rede von der Innenbeleuchtung 46293.

Gruß Ulrich

edit:
Wenn ich mir die Anleitungen so anschaue, frage ich mich tatsächlich, welche Ausgänge des Decoders denn irgendeine Funktion für die Beleuchtung haben.
Anscheinend funktioniert das Licht /alle LEDs auch im Digitalbetrieb komplett ohne den Funktionsdecoder.
@sandra/SDH: Welche Funktionen kannst Du mit dem Decoder denn schalten?


Hallo nochmal,

Sandras Anschlussschema funktioniert für micch nicht. Welche Funktionen schaltest du denn mit welcher F-Taste?

Ulrich,

Meine Anleitung hat keinerlei Infos zu Litzenfarben. Außerdem hat mein Decoder nur schwarz, rot, grün, lila, weiß und gelb. Auch hat meine Platine keine Aov und Aoh Anschlüse.

Misha
Hi Misha,

welchen Decoder hast Du denn? Einen von Piko, den Piko V2 Mini?
https://www.piko-shop.de/de/artikel/funktionsdecoder-mini-v2-19975.html

Wenn es der ist, gibt es auf der Webseite die Anleitung dazu: https://www.piko-shop.de/is.php?id=31032

Aus dieser sind auch die Bezeichnungen A0v und Aoh, was bei Deinem Decoder weiß und gelb sein müssten.

Rot und schwarz dürften klar sein (siehe oben) und grün und lila sind normalerweise Funktionsausgänge (Aux). Aber dafür solltest Du in die Anleitung ! Deines ! Decoders schauen.
Damit die Funktionsausgänge des Decoders funktionieren können, benötigt man für diese noch den anderen Pol, der für alle gemeinsam ausgelegt und normalerweise blau gekennzeichnet ist (bei der Piko-Platine F+).

Gruß Ulrich
Ich habe einen D&H FH05B Funktionsdecoder.

Ausgänge:
LR gelb
LV weiß
G2 schwarz
G1 rot
Aux 1 grün
Aux 2 lila

Wäre der gemeinsame Pol, den du meinst GND auf der Rückseite?

PS: Nun decken sich aber selbst in dieser Anleitung zu Pikos eigenem Decoder die Bezeichnungen Aov und Aoh mit keiner der Bezeichnungen auf der Platine der n-Wagen. Wo sollen also gelb und weiß hin (wenn sie überhaupt irgendwo hin sollen)?

Misha
Hallo,

ich habe die n-Wagen mit den miniV2 von Piko digitalisiert. Jeden einzelnen, da ist man dann flexibler und man kann die Beleuchtung individuell schalten. Zum Beispiel kann man sie wie bei Leuchtstoffröhren flackern lassen. Das sieht dann schöner aus wenn sie unterschiedlich flackern und nicht alle gleichzeitig synchron.

Wenn man einmal dabei ist sollte man auch gleich die Pufferung einlöten.

Gruß Tobias
Hallo,

es ist immer sinnvoll sich die Anleitungen von den Bauteilen, hier der Beleuchtungsplatine und des Decoders durchzulesen/anzuschauen.
In der vom FH05B steht auf S. 44, dass VS der gemeinsame Rückleiter ist.
Also muss dieser mt F+ auf der Platine verbunden werden ( GND ist für etwas Anderes, SUSI-Schnittstelle und/oder Pufferspeicher).

Leider wissen wir aber noch nicht, ob und wie man die LEDs auf der Platine schalten kann und welche Anschlüsse auf der Platine dafür mit dem Decoder verbunden sein müssen.
Piko schreibt dazu gar nichts, weder auf der Webseite noch in den Anleitungen zu Platine und deren Funktionsdecoder.
Ich gabe jedenfalls nichts dazu gefunden.

Das könnte uns evtl. sandra/SDH sagen.

Gruß Ulrich
Hallo Misha Hallo Ulrich

Geschaltet wird mit F1. Verbaut habe ich einen Zimo MX671 und habe auch den Leuchtstoffröhren Effekt Programmiert.

@Misha

Hast du die Kabel die vom Drehgestell kommen von Analog auf Digital um gelötet? Ich habe es im Bild mal Rot Markiert.



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Hallo Misha!

Ich verwende wie Du den FH05B und habe von meinem Einbau mal ein Foto gemacht.

Die Anschlüsse in den Farben Weiß, Gelb und Violett werden nicht gebraucht. Zusätzlich muß ein blaues Kabel auf der Rückseite auf das Lötpad VS (= Decoder +) gelötet werden. Dieses wird mit F+ verbunden. Schwarz und Rot werden mit WR und WL verbunden, Grün mit A4. Wie Sandra schon schreibt: Mit F1 wird die Beleuchtung geschaltet.

Die ganz dünnen Litzen auf meinem Foto in Grün und Blau stellen die in #3 bereits erwähnten Verbindungen zum nächsten Wagen her, der dadurch keinen eigenen Decoder benötigt.

Herzliche Grüße
Elmar

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Hallo,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Grün mit A4. Wie Sandra schon schreibt: Mit F1 wird die Beleuchtung geschaltet.


Somit ist die Taste F1 auf FA4 (AUX4) gemappt. Also wie vermutet, ist nur das Lötpad A4 entsprechend der Position des Jumpers SJ1 belegt.

Man könnte auch für die Weiterleitung zum nächsten Wagen via Kupplung einen eigenen Ausgang benutzen.
Dann flackert das Licht beim Einschalten in den einzelnen Wagen unterschiedlich.

Grüße, Peter W.
Hallo Peter!

Die Taste F1 ist nicht gemappt. Der Ausgang AUX1 ist mit dem Lötpad A4 der Platine verbunden. Welche Funktion die Lötpads A1 bis A3 haben, ist mir nicht bekannt.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo zusammen,

so macht das Forum hier Spaß, wenn Theorie und praktische Erfahrungen zusammen kommen 😀

Decoderausgänge können mit A2 bis A4 verbunden werden, so dass man andere entsprechend auf der Platine beschriftete Lötpads verwenden kann, um daran andere Verbraucher wie z.B. digital schaltbare elektr. Kupplungen oder wie Peter schrieb Weiterleitungen in andere Wagen anzuschließen.

Gruß Ulrich
Biss`l umständig, ich würde es anders handhaben.
Da es sich um einen N-Wagen handelt, ist die Innenbeleuchtung mittig.
Da ihr die Wagen digital einzeln schalten wollt, wäre für mich
die erste Wahl digitale Lichtleisten von Viessmann bzw. ESU.
Wenn eine Acht-Punkt-Stromaufnahme gewünscht wird,
kann man diese Radschleifer bei Piko einzeln bestellen.
Preislich würde es wenig ausmachen.

" So würde ich es machen, wenn es digital sein sollte "

VG Rainer

PS: Habe die Piko-Leisten auch in den N-Wagen, aber nicht digital.
Hallo Rainer,

Deine Sichtweise kann ich weitgehend bestätigen. Auch ich habe bisher einige digitale ESU-Lichtplatinen in verschiedene Wagen von Fleischmann verbaut, in UCI-Wagen, 4-achsige und 3-achsige Umbauwagen und einen Steuerwagen.
Insbesondere beim Steuerwagen lohnen sich diese wegen der 2 nutzbaren Aux-Ausgänge für Stirn- und Zugschlussbeleuchtung.
Bei den Piko-Wagen haben aber aus meiner Sicht die Pikoplatinen 2 Vorteile: die separaten LEDs für die beiden Toilettenräume und die höhere Anzahl an LEDs.
Letzteres ist auch einer der größten Schwächen der ESU-Platinen.

Gruß Ulrich
@Elmar #13,

Vielen Dank! Genau das habe ich gebraucht. Das funktioniert jetzt bei mir. Allerdings schaltet F2 die Innenbeleuchtung. Wie hast du das mit der Verkabelung zu den anderen Wagen gelöst? Hast du Löcher in den Wagenübergängen bohren müssen, oder gibt es da eine elegantere Lösung, die zwei Kabel in die nächsten Wagen überzuleiten?

Misha
Hallo Misha!

Ich habe die Mikrolitze durch Bohrungen in den Ecken des  Wagenbodens geführt, direkt hinter den Puffern. Unter dem Wagenboden bilden sie eine Schlaufe und münden dann in die Magnetkupplung. Die Schlaufe ist nötig, damit die Kupplung seitlich auslenken kann.

Herzliche Grüße
Elmar

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Moin Elmar,

Kompliment Elmar, wie und womit machst Du so superscharfe Makroaufnahmen: Man kann sogar angezogene Metallspäne an den Magneten erkennen.

Viele Grüße
Martin
Zitat - Antwort-Nr.: 19 | Name: Lohengrin

... Allerdings schaltet F2 die Innenbeleuchtung. ...


Hi Misha,

falls Du eine andere Zuordnung der Funktionen bzw. Ausgänge des Decoders zu den Funktionstasten möchtest, kannst Du den Decoder umprogrammieren.
Auch hierfür ist der Blick in die Anleitung sinnvoll. Dort findet man die relevanten CVs, CV35 für F1 und für F2 CV36.
Damit Aux1 geschaltet wird, muss der Wert für die CV auf 4 eingestellt sein oder werden.
Falls tatsächlich Ausgang Aux1 des Decoders mit der Platine verbunden ist, müsste CV36 derzeit den Wert 4 haben und CV35 müsste einen anderen Wert als 4 haben. Das ist aber nicht die Grundeinstellung des Decoders! (Es könnte aber auch sein, dass nicht Aux1 sondern Aux2 des Decoders mit der Platine verbunden ist.)

Gruß Ulrich
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name: Martin

Kompliment Elmar, wie und womit machst Du so superscharfe Makroaufnahmen: Man kann sogar angezogene Metallspäne an den Magneten erkennen.

Und man kann erkennen, dass offenbar der untere Schleifer nicht am Rad anliegt.

Das ist ein generelles Problem dieser Schleifer. Sie snd zu wenig elastisch federnd. Auch nach vosichtigstem Einbau sind sie so verbogen, dass die Wagenbeleuchtung flackert.

Dietrich
#21 Hallo Martin!

Eines meiner Hobbies ist die Fotografie. Ich habe eine gute Spiegelreflexkamera und dazu unter anderem ein Makro-Objektiv, außerdem natürlich ein Stativ und neuerdings einen Funk-Fernauslöser. Damit kann man schon ganz gute Fotos machen, auf denen man manchmal auch Dinge sieht, die man lieber nicht sehen möchte.

#23 Hallo Dietrich!

Das mit den Schleifern ist ja der übliche Balanceakt, sie gerade so zu biegen, daß die Stromabnahme zuverlässig ist und gleichzeitig der Rollwiderstand gering. Wegen der durch den Zug durchgebundenen Stromversorgung hält sich das Flackern zum Glück in Grenzen.

Bei meinem Wendezug hat sich allerdings ein anderes Problem herausgestellt: Ausgerechnet beim Steuerwagen, bei dem ja die Stromabnahme schon herstellerseitig fertig montiert ist, entsteht ein Kurzschluß, wenn der Wagen durch enge Radien fährt. Das ist für mich etwas rätselhaft. Ich habe die Drehgestelle noch nicht auseinandergenommen. Hat jemand eine Idee, woran das liegen kann?

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 24 | Name: Elmar

Kurzschluß, wenn der Wagen durch enge Radien fährt. Das ist für mich etwas rätselhaft. Ich habe die Drehgestelle noch nicht auseinandergenommen. Hat jemand eine Idee, woran das liegen kann?

Eine Möglichkeit: Der Radschleifer berührt die "feindliche" Achse.

Dietrich
@Ulrich #22

Vielen Dank. Ich werde mich mal heute Abend damit auseinandersetzen. Idealerwise sollte F5 die Innenbeleuchtung schalten, damit das über dieselbe Taste funktioniert wie beim Steuerwagen und somit dieselbe Adresse genutzt werden kann.

Misha
Hallo Misha!

Du kannst natürlich auch die Tasten beim Steuerwagen ummappen. Das habe ich gemacht.

Herzliche Grüße
Elmar
Hi Misha,

am besten liest Du die beiden von mir genannten CVs 35 und 36 aus, um festzustellen, welche davon derzeit den Wert 4 hat. Wenn CV36 den Wert 4 hat, weißt Du, dass tatsächlich Aux1 mit der Platine verbunden ist. Dann kannst Du CV39 auf Wert 4 für Aux1 programmieren und CV36 auf Wert 4 lassen (dann schaltet weiterhin auch F2 Aux1 und das Licht) oder auf 0 programmieren, dann schaltet F2 keinen Ausgang mehr.

Gruß Ulrich
Hallo Dietrich!
Zitat - Antwort-Nr.: 25 | Name: Dietrich M.

Eine Möglichkeit: Der Radschleifer berührt die "feindliche" Achse.

Ich weiß nicht, ob Du die Wagen und die Piko-Innenbeleuchtung kennst. Auf jeden Fall können die Radschleifer die "feindliche" Achse schon deshalb nicht berühren, weil sie dafür viel zu kurz sind. Das hat Piko eigentlich ganz gut gelöst.

Bei meinem Steuerwagen habe ich den "Übeltäter" inzwischen gefunden. Es sind die Lötstellen, mit denen die Kabel an die Stromabnehmer gelötet sind. Auf diese folgte so viel blankes Kabel, daß sich die beiden "feindlichen" Adern berühren konnten. Begünstigt wird das durch einen relativ schmalen Spalt im Wagenboden, durch den die Kabel ins Wageninnere geführt werden. Bei einer stärkeren Drehung des Drehgestells wird das Kabel in die Mitte gedrückt, bei der nächsten Gegenkurve passiert das mit dem Kabel der anderen Seite ... Den Rest kann man sich ausmalen.

Herzliche Grüße
Elmar

Piko hat gestern auf YouTube einen Stream zum Einbau der Innenbeleuchtung bei besagten n-Wagen gemacht, sehr informativ.

https://www.youtube.com/live/RXCRKDigaRU?si=WACra05Wt7TzsRTr

Gruß
Samuel
Hallo Samuel!

Das stimmt. Ich habe den auch gesehen. Aber auf das Problem innerhalb des Drehgestells wird da nicht weiter eingegangen. Wahrscheinlich ist mein Steuerwagen in der Hinsicht ein "Ausrutscher".

Herzliche Grüße
Elmar
@Elmar,

Das Problem hatte ich auch. Man muss die Lötstellen etwas auseinanderdrücken und darf die Schraube am Drehgestell nicht zu fest ziehen, da sich sonst die Lötstellen berühren.

Misha

Hallo!

Ich habe das Kurzschlußproblem in meinem Steuerwagen gelöst und möchte Euch gern darüber berichten. Vorab möchte ich betonen, daß ich nicht davon ausgehe, daß dieses Problem generell bei allen Steuerwagen auftritt, sondern daß es bei MEINEM Wagen aufgetreten ist, aus welchen Gründen auch immer.

Letztlich wurde der Kurzschluß so stark, daß an den Anschlußkabeln des Drehgestells die Isolierung geschmolzen ist. Auch am Drehgestell und am Wagenboden traten Schmelzerscheinungen auf, die dazu führten, daß ich das Drehgestell komplett ersetzen mußte. Die geschmolzenen Stellen am Wagenboden sind zwar zu sehen (Bild 5), führen aber glücklicherweise nicht zu einer Funktionseinschränkung.

Wie konnte es dazu kommen? Um das zu beantworten, muß man den Aufbau des Drehgestells verstehen. Zuvor möchte ich Euch aber nicht vorenthalten, daß mir die Ersatzteile in einer absolut überdimensionierten Packung zugeschickt wurden (Bild 1). Immerhin hält Piko Ersatzteile vor. Vorbildlich!

Das Drehgestell ist zweiteilig. Es besteht aus einem Rahmen und einem Stromabnahme-Baustein, der im Drehgestell verschraubt wird. Bild 2 zeigt zwei solche Bausteine. Seitlich erkennt man die Radschleifer, oben sind an beiden Enden doppelt abgewinkelte Kontaktbleche zu sehen. Für das führende Drehgestell muß ein Kontaktpaar gerade gebogen werden. Das ist vorn links zu sehen. Hinten rechts ist ein Kontakt leicht verbogen. Und das zeigt etwas Verdächtiges: Eigentlich berühren sich die beiden Pole nicht. Aber die Kontaktbleche sind lang genug, daß sie sich im Falle einer ungünstigen Verformung berühren könnten. Und wir wissen ja von Murphy, daß alles, was schief gehen kann, irgendwann auch schief geht.

In Bild 3 ist der Drehgestellrahmen mit dem eingebauten Stromabnahme-Baustein zu sehen. Der Rahmen enthält zwei „Kabelkanäle“ (rote Pfeile), in denen die Kontaktbleche (grüne Pfeile) sitzen. Das sieht sicher aus. Die Kontaktbleche sind allerdings elastisch und nachgiebig genug, daß sie an den Kanten der „Kabelkanäle“ vorbei gedrückt werden könnten. Doch wie soll es dazu kommen?

Dazu lohnt sich ein Blick auf Bild 4. Hier sieht man das Drehgestell mit angelöteten Kabeln. Ein gewisser seitlicher Druck auf die Kabel oberhalb des Drehgestells könnte tatsächlich zu einer Verformung der Kontaktbleche führen. Und wenn dann vielleicht beim Löten ein kleiner Teil der Isolierung geschmolzen ist und einen Millimeter mehr Ader freilegt, dann könnte der Kurzschluß schnell da sein.

Das fünfte Bild zeigt, daß es zu diesem seitlichen Druck tatsächlich kommen kann. Links ist der Wagenboden im Original-Zustand zu sehen (einmal abgesehen von den geschmolzenen Stellen). Im Wagenboden befindet sich ein Schlitz, durch den die Kabel des Drehgestells nach oben geführt werden. Dieser Schlitz ist 4mm breit. Die Kabel haben einen Abstand von 3mm. Das bedeutet: Schon bei einer minimalen Drehung von nur ½ Millimeter stoßen die Kabel an die Kante des  Schlitzes. Das passiert in engen Radien mal links und mal rechts, und irgendwann kommt es zur Berührung der Kontakte. Und das paßt genau zu meiner in #24 beschriebenen Beobachtung, daß die Kurzschlüsse beim Durchfahren enger Radien auftraten.

Ich habe mal einen leeren Drehgestell-Rahmen eingesetzt, ihn gedreht und bei der größten möglichen Auslenkung mit einer Stecknadel durch den Kabelkanal gestochen. Die Einstichstelle ist in dem roten Kreis zu sehen. Damit wird klar: Die Kabel haben seitlich zu wenig Platz. Ich habe daher den Schlitz im Wagenboden verbreitert, wie im Bild rechts zu sehen. Die Kurzschlüsse in engen Gleisradien sind damit endgültig Vergangenheit.

Obwohl vermutlich unnötig, habe ich noch eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme ergriffen. Nach dem Anlöten der Litzen an die Kontaktbleche habe ich diese mitsamt der Lötstellen mit farblosem Nagellack bestrichen. Dieser trocknet schnell und isoliert elektrisch.

Im letzten Bild sieht man rechts, daß ich die ziemlich sinnfreie Kupplungsaufnahme unter der Steuerwagen-Front abgeschnitten habe. Sie behindert nur unnötig die seitlichen Bewegungen des Drehgestells.

Herzliche Grüße
Elmar

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Hi Elmar,

sehr aufschlussreich, was Du beschreibst und auf den Bildern zeigst.
Bei den Silberlingen, die ich vor ein paar Tagen mit der vorgesehenen Innenbeleuchtung von Piko ausgerüstet habe, sind die Radschleifer und Bleche im Drehgestell zwar andere, die nach oben stehenden Blechlaschen, an denen die Litzen zum Anschluss an der Beleuchtungsplatine angelötet sind, sind aber ähnlich s. Bild.
Aufgrund der hier geschilderten Kurzschlüsse habe ich mir die Blechlaschen vor dem Einbau genau angesehen.
Wenn sie verbogen sind, können sie sich berühren.
Nach dem Einbau der Radschleifer im Drehgestell habe ich nachgemessen, ob auch kein Kurzschluss besteht.

Ob es zu Kurzschlüssen in Kurven kommt, werde ich genau beobachten.
Allerdings verlaufen die Litzen im Drehgestell in Nuten nach oben, so dass zumindest theoretisch eine höhere Sicherheit besteht, dass Bewegungen der Litzen nicht zu Kurzschlüssen führen.

VG Ulrich

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... btw habe ich die Beleuchtungsplatinen auch mit dem Funktionsdecoder von Zimo MX671 versehen. An diesen habe ich einen 100uF (mikrofarad) Elektrolytkondensator gegen kurzzeitige Stromabnahmeunterbrechungen angelötet.
Leider puffert dieser den ganzen Decoder und muss Digitalspannungsfestigkeit haben (bei mir bis 25V). Das ist bei den Lichtplatinen von ESU besser gelöst, die es ermöglichen, sie über einen im Vergleich zu einem 100uF-Elko kaum größeren Goldcap mit 5V Spannungsfestigkeit und 0,22F Kapazität zu puffern (ESU 50710), mit dem ein Weiterleuchten der LEDs von ca. 20 sec möglich ist.
Toll bei den Zimo MX671-Decodern ist dafür, dass sie eine vollwertige zweite Adresse ermöglichen (CV64), so dass jeder Decoder sowohl über eine eigene als auch mehrere Decoder zusammen über eine zweite Adresse angesprochen werden können - viel besser als die bei allen Decodern standardmäßige Consistadresse.

Gruß Ulrich

Hallo, ich hätte da noch eine Frage. Ich will die Fahrgastbeleuchtung des Zuges über den Decoder des Steuerwagen steuern.

Ich habe stromführende Magnetkupplung für die Wagen besorgt. Wo muss ich dann an der Platine die Kupplung fest löten? In der Anleitung steht, dass das Kabel für den analogen bzw. digitalen Betrieb an unterschiedlichen Stellen angelötet werden muss. Hat das mit der Spannung oder der Ansteuerung zutun?

Danke & Gruß
Samuel
Hallo Samuel!

Ich habe meinen Steuerwagen mit einem FH18 ausgestattet, und einen Mittelwagen mit einem FH05, mit dem ich auch die Beleuchtung aller anderen Mittelwagen steuere. Ich war mir unsicher, welche Anschlüsse des Steuerwagens ich mit welchen der Mittelwagen verbinden sollte. Deshalb habe ich das getrennt.

Zwischen Steuerwagen und dem folgenden Mittelwagen habe ich eine zweipolige stromleitende Magnetkupplung eingebaut. Die verbindet die Digital-Anschlüsse.

Die Mittelwagen haben untereinander vierpolige Kupplungen. Zwei Adern verbinden den Gleisstrom (Digital-Lötpads). Die beiden anderen Decoder+ und Aux 1.

Herzliche Grüße
Elmar

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Nochmal ein Hallo in die Runde. Ich habe mich jetzt an die Steuerung der Innenbeleuchtung des gesamten Zuges über den Decoder des Steuerwagens gemacht. Ich habe zuerst mit einem Multimeter fleißig alles durchgemessen und mit dem Schaltplan von Piko verglichen. An der Lötstelle A3 liegt bei eingeschalteter Innenbeleuchtung etwa 14 bis 15 Volt (Gleisspannung) an. Bei ausgeschalteter Innenbeleuchtung 0,2 Volt. Ich führte das anfangs auf eine Messungenauigkeit zurück, dass stellte sich später als Fehlannahme heraus.

Ich habe meine stromführende Magnetkupplung Peho H330 (zweipolig) an A3 und WL/A angelötet. An den Mittelwagen habe ich die Kupplung an WR/A und WL/A angebracht. Meine Mittelwagen haben also keine Schleifer, die Innenbeleuchtung lässt sich also nur über die Magnetkupplung schalten. Kuppel ich jetzt Mittelwagen und Steuerwagen lässt sich über F3 die Innenbeleuchtung des gesamten Zug einschalten. Deaktiviere ich die Innenbeleuchtung liegen an A3 wieso auch immer weiterhin etwa 2 Volt an. Das bedeutet, dass die Beleuchtung ganz schwach weiter leuchtet. Bei einem normal beleuchtetem Zimmer aber fast nicht wahrnehmbar.

Im Steuerwagen ist ein D&H FA18 verbaut, bei diesem lässt sich scheinbar nicht AUX3 dimmen, in der Bedienungsanleitung habe ich auf jeden Fall nichts dazu gefunden. Die Nachteile meiner Installation sind also, dass sich die Innenraumbeleuchtung nicht dimmen lässt und das bei ausgeschalteter Beleuchtung weiterhin eine geringe Spannung anliegt.

Die Vorteile überwiegen allerdings für mich. Keine Schleifer im Mittelwagen, keinen zusätzlichen Decoder und ich kann bei Zügen mit Wagen ohne Innenraumbeleuchtung, die Beleuchtung einfach abschalten. Wenn ich die schwache Innenraumbeleuchtung verhindern will, kommt nach den Steuerwagen ein Wagen ohne stromführende Kupplung.

Die Umbaukosten betragen pro Mittelwagen etwa 15 Euro (Beleuchtungsplatine + Magnetkupplung). Da ich auf die Schleifer verzichten kann, ist ein Mittelwagen in ca. 5 Minuten umgerüstet.

Schöne Grüße
Samuel
Hallo Samuel,

Du fährst doch digital!
Ohne dass ich nun die tatsächliche Verkabelung des Steuerwagens kenne, behaupte ich mal, dass bei Dir WR/D und WL/D verdrahtet sein müssten. WR/A und WL/A sind für Analogbetrieb.
Schau doch nochmal in die Anleitung und in den Wagen!
Außerdem werden die Funktionsausgänge, bei Dir also A3, üblicherweise gegen den gemeinsamen Pluspol der Decoder geschaltet.
Auf meinen Platinen von Piko in den normalen Personenwagen (also keine Steuerwagen) ist dieser mit F+ gekennzeichnet.
Ich denke also, dass Du die Magnetkupplungen an A3 und F+ anschließen müsstest.
Soviel meine theoretischen Überlegungen ...

Gruß Ulrich
Hallo Ulrich, ich würde gerne versuchen die Kupplungen mit F+ und A3 zu verbinden. Im Schaltplan ist F+ zwar beschrieben, aber nicht wo sich dieser befindet. Auf der Platine des Steuerwagens kann ich keine Aufschrift F+ finden.

Ich habe beim Mittelwagen die Kupplung mit WR/A bzw. WL/A verbunden, weil der Beleuchtung dieses Wagens ja nicht über einen eigenen Decoder gesteuert wird. WR/D und WL/D würde den Decoder mit Strom versorgen, der dann die Beleuchtung schaltet. Ich habe das nicht probiert, aber so habe ich diese Anschlüsse interpretiert.

Ich habe mal ein Foto (leider etwas unscharf) von beiden Platinen gemacht. Oben Mittelwagen, unten Steuerwagen, vllt. hat ja jemand eine Idee wo F+ sein sollte.

Grüße
Samuel

Die von Knallfrosch zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hey Samuel

Ich kenne dein Problem und muss dir sagen das sich im steuerwagen kein Zusätzliches F+ befindet wann man verwenden kann. Das hatte mir damals der Piko experte der die YT videos macht auch gesagt. Die beiden F+ ausgänge sind für die Front und Innenbeleuchtung. Bei den Mittelwagen sollte das für Zugschluss Beleuchtung sein.

Ich habe auch extra die paltine im Steuerwagen überprüft und nachgemessen und muss selsbt sagen das es kein F+ zusätzlich zur Verfügung steht.

Gruß Ralf
Hallo,

ich krame den alten Beitrag aus, denn meine n-Wagen liegen gerade vor mir.

Wie habt Ihr die Pufferung gelöst? Die Kondensatoren, die in der Anleitung bestückt erscheinen, sind ja nicht belegt worden.

Grüße
Sebastian

Die von sebastianwagnermuc zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo,

die Lötpads der Kondensatoren sind durchgebrückt.
Entweder du lötest die passenden da drauf oder du nimmst einen passenden Elektrolytkondensator ( min 20V , Polung beachten ) und versteckst den im Wagen hinter den Türen.

Die zweite Variante ist auf jeden Fall günstiger und geht schneller.

Gruß Tobi
Hallo,

die Lötpads der Kondensatoren sind durchgebrückt.
Entweder du lötest die passenden da drauf oder du nimmst einen passenden Elektrolytkondensator ( min 20V , Polung beachten ) und versteckst den im Wagen hinter den Türen.

Die zweite Variante ist auf jeden Fall günstiger und geht schneller.

Gruß Tobi


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