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THEMA: Produktionszahlen einer Modellbahn Baureihe

THEMA: Produktionszahlen einer Modellbahn Baureihe
Startbeitrag
Henky - 05.02.25 18:34
Hallo in die Runde,

was ich so gerne gewusst hätte, wieviel wird zum Beispiel bei Minitrix oder Fleischmann pro Lok Baureihe produziert? Sind es 1000 ? Vielleicht gibt hier je einen Insider, der mehr darüber berichten kann.

Vielleicht kann man einfacher ableiten, wenn man die Zahl der Online und Fachgeschäfte zusammenzählt und multipliziert und so kommt man ungefähre Zahl an Loks Produktion einer Baureihe.

Wieviele Fachgeschäfte sind es denn dann?


Grüße Henning

Hallo Henning,

wenn da jetzt kein absoluter Insider auspackt, dann dürfte das ein Blick in die Glaskugel sein. Nehmen wir als Beispiel Kato/Lemke mit einigen Farbvarianten der RE460/RE465. Diese sind teilweise limitiert auf 400 Stück - wenn ich aber schaue, dass es einige von denen auch noch ein paar Jahre später vorrätig in diversen Shops gibt, dann ist das Gefühl, dass es eigentlich deutlich mehr gewesen sein müssten oder sich die Teile extrem schlecht verkaufen - wie gesagt: beides nur ein Gefühl. Dazu kommt, dass es sicher von Baureihe zu Baureihe massive Unterschiede gibt. Ich glaube z.B. nicht, dass die Anzahl produzierter Glaskästen der Anzahl produzierter BR 103er entspricht oder gar dem der Arnold ATF. Dann kommt dazu die Frage: wieviele Farbvarianten sind möglich? Wenn ich angenommen immer 1000 Stück herstelle, teile ich dann die 1000 durch die Anzahl der Farbvarianten oder bringe ich je Farbvariante 1000 Stück heraus oder nehme ich einen Mittelwert? Was ist mit Loks, die ggfs. in Startpackungen verkauft werden? Dann noch der Preisfaktor: Ich vermute, dass eine 150,- € Lok mehr produziert wird als eine 400,- € Lok - aber auch da kann ich mich völlig täuschen. Wenn es von einem Modell 400 gibt und vom anderen 4000, dann hilft einem der statistische Mittelwert von 2200 auch nicht weiter.

Schöne Grüße

Thomas
Guten Abend,

dieses Thema wurde vor ein paar Jahren schon einmal diskutiert. Schon damals ohne Ergebnis. Ich bin zu faul zum Suchen.

Das sind Geschäftsgeheimnisse. Ein Insider würde vermutlich auch sofort seinen Arbeitsplatz verlieren. Für den Hersteller wäre das ein schwerer Vertrauensbruch. Fristlos, ohne Abmahnung.

Grüße
Zwengelmann
Hallo

da hält sich die Branche sehr bedeckt. Wenn ich sehe, dass Märklin in H0 limitierte Sonderserien mit Auflagen von 2500Stk angibt, sollten die Zahlen zumindest in Ho um einiges höher sein. Zu den Besten Zeiten vom Insiderclub sprach man von über 100.000 Mitgliedern. Wenn da auch nur jeder 10. Insider das Clubmodell bestellte, waren das schon 10.000Stk. Soviel zum exklusiven Modell.
N ist natürlich weniger populär, somit vermutlich die Auflagen um einiges kleiner. Aber eben, nur eine Vermutung. Einige Modelle sind schnell weg und auf dem Gebrauchtmarkt praktisch nicht mehr zu finden, gibt es andere, zmb Bsp die Br185 in all seinen Varianten, die nach Jahren immer noch Zuhauf bei Händlern lagernd sind. Von den überteuerten Arwico Sondermodellen ganz zu schweigen.

Gruss

Stephan
Hallo
von 999 Stück noch auf 1400 erhöht,
https://www.trix.de/de/produkte/details/article/16681
gruß Detlev
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Hallo
von 999 Stück noch auf 1400 erhöht,
https://www.trix.de/de/produkte/details/article/16681
gruß Detlev


Und das war eine kleinere Auflage. Bei Minitrix kann man aber gut rechnen. Europaweit gibt es etwa 800 MHI Händler. Weltweit noch etwas mehr. Wenn jeder Händler im Durchschnitt nur jeweils zwei Exemplare der MHI Modelle bestellt, ist man bereits bei über 1600 Stück. In Wahrheit dürfte der Schnitt aber höher liegen, die Abnahmemengen der Artikel sind ja hier aneinander gekoppelt. Die Auflagen der normalen Modelle sind ja dann nochmal höher - denn es wird, was viele hier nicht auf dem Schirm haben, auch weltweit verkauft!

Ich war vor einigen Jahren mal in Japan, da war ich in einem Geschäft in Osaka, die hatten über 10 Exemplare vom 28er Rheingold und der BR18 einfach so da liegen - ein Geschäft in einer Stadt weltweit!
A.T. (nicht E.T. oder AT-AT)
Hallo,

hier wurde z.B. über das Thema Stückzahlen bereits diskutiert:

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...ml;ckzahlen#x1333235

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...ml;ckzahlen#x1289278

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...20produktion#x712612

Die Minitrix T3 oder die Fleischmann Lok 7 dürften durch die vielen Startsets über mehrere Jahrzehnte verteilt auf fünfstellige Produktionszahlen gekommen sein.
Mit der Märklin 89 hat man noch deutlich höhere Stückzahlen erreicht. Hier werden 5,3 Millionen Exemplare genannt:

https://www.stummiforum.de/t32489f2-St-ckzahlen-von-neuen-m-rklin-Loks.html

Überprüfen lassen sich solche Angaben natürlich nicht. Hobbytrain hat vor einiger Zeit im Neuheitenkatalog die Stückzahlen von angekündigten Loks genannt (jeweils für analoge und für digitale Loks). Die Angaben lagen teilweise im Bereich von 150 - 300 Exemplaren. Andere Hersteller machen in der Regel gar keine Angaben. Und die bei den Modellbahnherstellern beschäftigen Forumsmitglieder geben solche Infos natürlich auch nicht preis.

Grüße
Markus
Moin,
Kato 73714 VT 175 Thälmann bspw. 300 Stück.
Brawa 132 sollen teilweise darunter sein, insbesondere mit Sound.
polle
Hallo in die Runde.

Danke für eure Hinweise und Mutmaßungen.

Damit kann ich schon anfangen.

Wenn der Hersteller bei einer Baureihe zum Beispiel 218 für weltweiten Vertrieb rund 1500 Loks herstellt, und jede Lok aber ausgiebig testet, bevor es in die Schachtel kommt.

Sagen wir mal, eine echte vernünftige Testung einer Lok rund 20 Minuten. 1500 Loks mal 20
Minuten durch 60 Minuten durch 24 Stunden ergeben rund 21 Tagen.

Wenn also ein Hersteller jede einzelne Lok vernünftig prüfen würde, und das bei 1500 Stück, müsste in 3 Schichten in 21 Arbeitstagen erledigt sein, dazu muss auch noch die Produktionszeit dazurechnen, welcher dieser bestimmt nochmal rund 30 Minuten hinzukommt.

Man kann aber auch nochmals verkürzen, in dem alle 5 Minuten eine Lok zur Teststrecke geschickt wird, dann würde nur noch 5 Arbeitstagen reichen.

Die Produktionsstrasse muss so konzipiert werden, wenn die Lok fertig hergestellt ist und auf den Prüfweg in 20 Minuten zickzack  und hoch und runter und 100 Weichenstrasse in allen Geschwindigtkeiten durchfahren hat , zusätzlich in einer abgeschirmten Raum, wo diese mit Richtmikrofon ausgestattet ist und die Lautstärke prüft dass es auch wirklich leise fährt, sowohl Vor- und Rückwärstfahrt und wenn alles bestanden hat, dann wird die letzte Weiche zum Einpackerin gestellt und die Lok dann zur Einpackerin fährt.
Dann dürfte Lok wirklich in einem einwandfreien Zustand beim Kunden ankommen.

Wenn auf der Schachtel drauf stehen würde, Lok wurde geprüft nach DIN 11111 , dann darf ich davon ausgehen, dass es auch funktioniert und sich um ein Qualitativen Produkt handelt. So einen Label müsste man einführen. Zum Schutze der Kunden dessen Gesundheit (Nerven) geschont wird.

Und genau das habe ich in der letzten Nacht geträumt. Wäre doch bloß nicht nur ein Traum ….


meint der Henning
1000 überarbetete Brawa 132  in den letzten 3 Jahren in den unterschiedlichsten Varianten deckt sich mit meinen Informationen zu Produktiosausstössen anderer Hersteller. Aber grundsätzlich dürfte sie die 10000 geschafft haben.
Bei Hornby schätze ich die Zahlen auf um die 5000 pro Reihe incl Varianten, wobei die 42er als Entwicklungsmuster vielleicht die Hälfte davon schaffte und eine Weiterauflage in der Machart klar anzuzweifeln ist.

Wenn wir immer fleißig Modelle wünschen, sollte man überlegen ob auch in 20 Jahren nochmal ein Tausender aus der Spritzmaschine geballert und verkauft werden  kann....

....denn eine 110/ 139ff oder 143/ 243 ff geht immer. Aber eine Maxima eher nicht!

....und zum Thema testen bei der Produktion  empfehle ich die Pikovideos zur 62 usw.

Gruß Sven.
Hi Sven,

ich kenne die Piko Videos, die Teststrecke ist eher eine Lachnummer. Eher für analoge Loks konzipiert und auch keine 3 Minuten Fahrt.

Grüße Henning

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Sagen wir mal, eine echte vernünftige Testung einer Lok rund 20 Minuten. 1500 Loks mal 20
Minuten durch 60 Minuten durch 24 Stunden ergeben rund 21 Tagen.



Hat zwar mit dem Thema nix zu tun - aber wenn du so testen musst, hast du deinen Produktionsprozess nicht im Griff;)

Stichproben sollten da reichen, und alles was trotzdem defekt raus geht, regelt die Garantie.

Die 60 Arbeitstage will keiner von uns zahlen;)

Wäre aber sicher gut automatisierbar.

/Martin
Moin,
hm, 20 sec vorm einpacken mal kurz drüber schauen und davon 5 sec aufm Gleis hin her, das wird das Testen sein, was wir bezahlen. Bei Wagen nicht mal das, siehe Billigserie Fals von FLM, 40 % falschherum montiert gewesen, klar auffälliger Mangel.
polle
Hallo
Angabe von Roco bei der Modellbaumesse Wien 1996.
10000 101er in N.
Lg Peter
Hallo zusammen,

10.000?!? Vor dreizig Jahren waren es zumindest den Stückzahlen nach noch goldene Zeiten. Und ist, neben bspw. dem Alter der Voreigentümer, ein Aspekt warum die Modelle der 80er und 90er auf dem Gebrauchtmarkt einfacher zu finden sind, als zB die von vor zehn Jahren.

1996? Viele der Insolvenzen der Branche kamen danach…
Heute haben wir definitiv andere Zeiten. Ich denke gerade an alte Fleischmann-Kataloge, wo es das gleiche Modell teilweise jahrzehntelang gab.

Die verbliebenen Hersteller haben sich angepasst und bescheren uns eine Vielzahl von Varianten in kleinen Auflagen. Möglich wird das auch, weil das Vorbild bunter geworden ist.

So hat jede Zeit ihren Reiz.

Viele Grüße
Steffen

Hallo Henning,

Qualitätssicherung geht anders. Die Qualitätskontrolle wird angewiesen, stichprobenartig zu prüfen. Das muss reichen. Ein wichtiges Element der Qualitätssicherung ist auch die Rückmeldung über Garantiefälle und Retouren. Wenn die Probleme wie hier oft zu lesen vom Kunden gelöst werden, kommt bei der QS nichts an. Deren Fazit: Keine Probleme, also auch keine Aktion.

Das setzt natürlich ein funktionierende QMS voraus. In meiner Branche ist das ein heißes Thema, die Behörden schauen drauf und inspizieren regelmäßig und auch unangekündigt, Vermarktungsverbote bzw. Importverbote drohen. Da hat die QS einen extremen Stellenwert. In der Modellbahnbranche ist die Lage entspannter. Ein Hersteller gut daran tun, ein QMS zu betreiben, weil das die Kosten senkt. Wenn er es nicht macht, fällt es nicht groß auf.

Dringende Empfehlung: Nicht rumjammern, nicht selbst reparieren, sondern fehlerhafte Ware zurückgeben. Die Fehler werden von der QS erfasst, statistisch ausgewertet und daraus entstehen Empfehlungen für Entwicklung und Produktion. Denn der Hersteller rechnet: Eine minimale Änderung bei der Produktion kann bei den Rückläufern zu erheblichen Einsparungen führen.

Bei Deinem Beispiel: 20 Minuten einfahren ist eine Drittelstunde. So eine Arbeitsstunde kosten mit Lohnnebenkosten, Abgaben etc. gut und gerne 70-80€, bei einem angelernten Arbeitnehmer. Dann kämen so ca. 25€ nebst Gewinnaufschlag und Umsatzsteuer zusätzlich auf den Preis. Den Aufschlag von geschätzt 40€ würde niemand gerne bezahlen wollen.

Grüße
Zwengelmann
Zitat - Antwort-Nr.: 8 | Name: Henky

Sagen wir mal, eine echte vernünftige Testung einer Lok rund 20 Minuten. 1500 Loks mal 20
Minuten durch 60 Minuten durch 24 Stunden ergeben rund 21 Tagen.



Hallo

was willst du da in 20 Minuten testen? Analoge Loks kurz aufs Gleis, dreht einmal Rechnergesteuert über den Testkreis. Das ist maximal in 20 Sekunden erledigt. Digitalloks eventuell die wichtigen Funktionen durchklicken nochmal 10-20 Sekunden, für Licht und Sound

Und welche MoBa Firma arbeitet im 3 Schicht Betrieb, dass er 1500 Loks nach deiner Rechnung in 21 Tagen durchjagt?

Umfangreichere Tests werden nach dem Zufallsprinzip gemacht. Je nach Erfahrungswerde vielleicht eine Lok am Anfang jeder Schicht / Bei Neuaufrüstung der Maschinen.

Gruss

Stephan
Interessant! Eine Lok einfahren 1zu1 in Arbeitszeit aufzurechnen. Das könnte also weder mit mehreren Loks parallel noch automatisiert passieren sondern fordert für jede einzelne Lok eine qualifizierten Mitarbeiter, der die ganze Zeit ununterbrochen auf die Lok starrt.

So einen Chef suche ich noch😀

Und auf Arbeitszeit fällt jetzt auch Umsatzsteuer an? Muss wohl seit 2025 neu sein.

Was in dem ganzen Faden an Mutmaßungen als Fakten vorgetragen wird, ist schon echt gruselig.

Warum muss das so sein?

Ein einfaches "keine Ahnung, wir wissen es nicht und die Firmen erzählen es nicht" würde völlig reichen.

Gruß
Klaus

Hallo,

es gehört zwar nicht zum Hauptthema, aber wenn es nun schon mal angesprochen wurde, kann ich etwas zum Thema "Teststrecke" beitragen. so wie ich es anlässlich einer Werksbesichtigung bei einem der großen deutschen Hersteller vor einigen Jahren selbst gesehen habe.

Bis zum fertigen Modell sind viele Arbeitsprozesse und Stationen erforderlich. An jeder Station, erfolgen immer die gleichen Arbeitsprozesse, die gleichen Handgriffe genau aufeinander abgestimmt und getimt.  An einer der letzten Stationen wird das Modell per Hand auf eine Teststrecke gesetzt, die so konzipiert ist, dass das Modell genau so lange die Teststrecke abfährt, wie der Areitsprozess an dieser Station dauert. Während das Modell die Teststrecke abfährt, wird nicht das Modell beobachtet, sondern gearbeitet und wenn der Prozess beendet ist, steht das so getestete Modell bereits wieder am Ausgangspunkt der Teststrecke bereit zur Weitergabe. Dieser Prozess dauert geschätzt 1 Minute. Das Modell wird von der Teststrecke genommen und durch das nächste Modell ersetzt. Natürlich erfolgt keine Kontrolle, ob ein Modell taumelt oder ähnliches. Es handelt sich eher um eine grobe Funktionskontrolle nach dem Motto "wenn  das Modell die Teststrecke erfolgreich absolviert hat bzw. wieder angekommen ist, dann wird alles in Ordnung sein".

Ob heute noch so getestet wird, entzieht sich meiner Kenntnis, ich würde es aber - zumindest bei analogen Modellen - für möglich bis wahrscheinlich halten.

Viele Grüße
Frank
Hallo,
vor über 10 Jahren waren es oft 300-500 Stück. als Auflage in Spur N.
Größere 4-stellige Auflagen waren damals schon eher die absolute Ausnahme
Bei HO kann man größere Auflagen vermuten (mal 4-5??) da ja auch der Markt größer ist, aber inzwischen dürften die Auflagen eher kleiner oder maximal gleichgroß sein wie damals.

Gruß
Thomas


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