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THEMA: Gleise und Traktionskraft von Loks

THEMA: Gleise und Traktionskraft von Loks
Startbeitrag
Hartmann* - 22.01.25 14:03
Hallo,

ich hab mal Frage:
Auf welchem Gleiss zieht eine Lok die meisten Wagen ohne durchzurutschen.
(z.B. Minitrix, ROCO, Fleischmann, Arnold, Kato usw.)

Ich hab auf meiner Anlage ein Gleis 312,6 mm Minitrix oder ROCO wo meine Hornby/Arnold Dampflok immer hängen bleibt. Da die Stelle schlecht zu gängig ist wollte ich mal wissen ob es da unterschiede gibt.
Ich hab das gleis schon mehrmals mit einen trockenen Tuch bzw. Reinigungsblock gereinigt.
Es gab gläubig früher auch mal verschiedene Gleis-Qualitäten bei Minitrix.
(Da ich meine Eisenbahn schon seit ca. 1975 betreibe und auch auf Börsen einkaufe)

mfg
Henning


Hallo Henning,

Minitrix hat früher mal Gleise mit Edelstahl statt Neusilberprofilen gehabt. Das kann bei Motoren mit starkem Magnetfeld problematisch sein. Probier mal, ob die Gleise magnetisch sind. wenn ja, hilft nur Auswechseln.

Gruß Engelbert
Hallo Hennig,

da Edelstahl nur wenig magnetisch ist, halte ich das nicht für die Ursache. Auch dürfte der Reibungskoeffizient Metall/Metall ziemlich gleich sein. Kleine Unterschiede könnte es bei Haftreifen auf dem Schienenprofil geben, das gewölbte Arnold-Profil könnte besser sein als z.B. das flache von Fleischmann, da es den Haftreifen stärker deformiert.

Aber das sollte nicht Dein Problem sein, eher Fett oder Farbe auf den Schienen oder zu hohe Steigung.

Viele Grüße
Nimmersatt
Mittag Hennig,

Vlt.  nebst  Gleisreinigung neue Hafties von KA-Modell als Alternativ fuer Gleisumbauarbeiten ?
Koennte eine Menge Fahrspass , Zeit und Geld ausmachen .....

MfG.,
Rae
Das runde Arnold Gleisprofil bietet weniger Auflagefläche und daher weniger Grip. Die Haftreifen werden nicht großartig "deformiert".
Ich hatte meine Tests auf Arnold Gleisen gemacht und dann habe ich mich gewundert warum die Lok auf Peco Gleisen plötzlich mehr zieht.

Viele Grüsse

Michael
Michael, das ist leider falsch.
Physikalisch zählt die Punktlast und nicht die Reibungsfläche, die den Punkt ja verteilt. Vergleiche dies mit einem Ski, der auch dein "Übergewicht" verteilt und so besser rutscht.

Auch wenn du mit Peco andere Erfahrungen gemacht hast, so war das Gleis noch neu und rau, das Arnold aber alt und glatt.

Aus technischen Gründen meines Baufortschritts hatte ich bisher ein Gleis im Einsatz welches vielleicht mehr als 200Fahrten hinter sich hatte und mir fiel auf, dass trotz Reinigung, dann die Loks nicht mehr so Leistungsfähig waren und durchdrehten. Leichter waren sie ja nicht geworden und die Wagen gewartet,....also von diesem Schmutzring befreit.

Unlängst konnte ich das zweite Gleis in Betrieb nehmen und man glaubt es nicht: Die Loks zogen wieder wie zu Beginn des ersten Gleises.

@ Henning
Ich bin kein Arnoldgleisfan, aber im "Witzfaden" ist genau zu diesem Thema  dazu auch diskutiert worden

Es hilft also nur putzen, auch die Räder von Loks und Wagen vom Schmand erstmal zu befreien und dann gibt es tausend Tipps wie man das Reinigen von Gleisen "ultimativ" richtig macht.

Soweit meine Meinung und Erkenntniss
Gruß Sven
Hallo Henning,

ich fahre gemischt auf Fleischmann-, Arnold - und Minitrix Gleisen. Auf den reinen Gleisen habe ich das noch nicht beobachtet. Da Arnoldgleise aus Stahl sind, hat man in Gleisbögen tatsächlich u.U. magentische Einflüsse durch Motoren und Lautsprechern. Solche 'Klemmer' habe ich höchstens, wenn angehängte Wagen irgendwie an Weichen Probleme haben..

Haben Deine Loks auch Lz solche Probleme?

Gruß
Jürgen
Hallo Sven #5,

das mit der Punktlast hast du gut erklärt. Die Verformung weicher Radoberflächen spielt schon eine Rolle, schieb mal ein Auto mit vier platten Reifen. Bei Geländewagen kann man den Reifendruck für mehr Grip gezielt reduzieren.

Viele Grüße
Nimmersatt

Moin,
Loks fahren auf Arnold Gleise langsamer weil die Schienen bruniert sind und somit elektrisch weniger leitfähig sind als die nickel-silber Gleise (oder was auch immer das ist was die Konkurrenz produziert) von Mx, Fl, Ro etc.
So meine Erfahrung.

cheers
Norman.
Hallo Nimmersatt,
stimmt, bei weichem Untergrund stehen sich die...  sagen wir mal..  negativen Reibungsflächen gegenüber. Der "Latsch" sucht quasi nach einem Widerstand um seine Punktlast zu platzieren und das Fahrzeug zu bewegen,....sagen wir..... mal so, wie bei einer Co'Co' ... eben.

Wäre dem nicht so, bräuchte man keine Skilifte und müsste den Berg hinunter laufen☝️😁

Gruß Sven

.

.
Moin Norman,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Loks fahren auf Arnold Gleise langsamer weil die Schienen bruniert sind und somit elektrisch weniger leitfähig sind als die nickel-silber Gleise (oder was auch immer das ist was die Konkurrenz produziert) von Mx, Fl, Ro etc.



An den EInspeisepunkten ist der Unterschied nicht groß. Man muss häufiger einspeisen weil sie durch das Materiel einen höheren Widerstand aufweisen. Ich beobachte aber keine Geschwindigkeitsunterschiede an den Übergängen zu Neusilber Gleisen. Und digital wird das ohnehin ausgeglichen.  

Nur Henning schrieb, dass diverse Loks auf einem Gleis wie diesem diesem hängen bleibe: https://www.trix.de/de/produkte/details/article/14902 .

Daher wäre es schön, wenn er konkret die Loks benennen würde, und ob das auch auftritt, wenn diese alleine darüberfahren. Dann könnte z.B. ein kleiner Knick, ein herausstehender Nagel o.ä. der Grund sein. Oder es könnten die Übergänge zum nächsten Gleisstück sein.

Eine elektrische Ursache auf einem geraden Gleisstück würde ich eher ausschließen, sondern eine mechanische vermuten. Wenn elektrisch, dann doch eher ein schlecht leitender Schienenübergang.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,
stimmt, leider hatten wir uns auf das Thema "Durchrutschen" konzentriert, aber den beschriebenen Gleisübergang nicht beachtet.

@alle
Unter diesen Umständen muss man natürlich sehen, wie die Gleise von Arnold und Minitrix verbunden wurden. Das konfektionierte Minitrixgleis hat diese Steck-Übergangsverbinder unter den Gleisverbindern, die bei einem Übergang auf andere Systeme zu entfernen sind. Überdies muss man im Übergang zu Arnold natürlich wegen des Gleisversatzes diese ÜBERGANGSverbinder mit dem Nippel in der Mitte verwenden.

Insofern treffen hier die exotischsten Exoten des Modellgleisbaus der sechziger Jahre zusammen.

Ich fürchte, dass der Erbauer überhaupt keine Verbinder oder diese nicht richtig verbaut hat.
Wegen der unterschiedlichen  Schwellenhöhen (Systemhöhe) entstehen Stufen
Es kann durch einen schlecht untergeschobenen Verbinder, der dadurch  nichts verbindet zu Problemen kommen, weil er zB. versehentlich flachgedrückt wurde und die Gleise weiter anhebt, usw usf.

Auch mir ist das schon passiert, dass der Verbinder nur untergeschoben war und eine Stufe entstanden ist.

Leider muss ich aber auch sagen, dass man Systemübergänge nicht im dunklen Verließ einbaut, Das ist Mist.®.
Man muss da rankommen!

Die Variationen solcher Übergänge sind eben auch und überhaupt von geeigneten Verbindern abhängig.
Übergänge auf Peco darf man halt nur mit Pecogleisverbindern verbinden (gerade getestetet und gemacht) Arnoldübergänge benötigen Arnoldgleisverbinder für Übergänge und bei Piccolo/Rocoübergängen sind die Piccoloverbinder erforderlich. Wer kann und möchte, verlötet das zur Sicherheit.

Diese Systemübergänge verlangen viel Geduld und korrektes Arbeiten. Hat man das versäumt oder gar nicht gewusst, dann melden sich die Systemnutzer in geeigneter Form ....und das sind die Loks und Wagen die dann "Durchdrehen" oder gar umkippen.

Gruß Sven


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