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THEMA: DKWs zwischen Rückmelde-Blöcken
Eigentlich eine Standardaufgabe: Digitalbetrieb von DKWs.
Ich erkläre die Situation lieber etwas ausführlicher, da ungenaue oder fehlende Angaben bei Fragestellungen hier in letzter Zeit immer wieder zu ausufernden Threads geführt haben, die am Kern der Sache dann gerne vorbeilaufen.
die Ausgangskonfiguration:
1. (Schatten-)Bahnhof mit 8 Weichenstraßen, die die Bahnhofsgleise queren.
2. Jede Weichenstraße besteht aus 4 - 5 DKWs in Serie sowie 2 einfachen Weichen an den beiden Enden.
3. die DKWs sind von Tomix. Also Motorantriebe wie bei KATO, aber nicht elektrisch getrennt wie bei KATOs Hosenträger.
die Tomix Antriebe leiten den Strom aber nur in Fahrtrichtung weiter.
4. die elektrische Trennung der DKWs erfolgt mit 8 Stück Isolierverbindern je DKW.
5. Da auf diesem Bahnhof analoge und digitale Loks fahren, verbaue ich DINAMO (TM44) Module und keine von Fichtelbahn.
6. Gesteuert wird mit iTrain.
Bild: Man sieht eine Hälfte des Bahnhofs, die andere ist ähnlich. Rechts sind zwei Anschlüsse zur Anlage sowie zwei Kehrschleifen. Eine Kehrschleife wird innen gebildet und eine abzweigend aus den Anschlussgleisen zur Anlage.
Die Kehrschleifen benötigen bei DINAMO keine weitere Berücksichtigung und werden automatisch Kurzschluss-sicher geschalten (wenn das Handbuch recht hat).
Aufgabe:
Die DKWs müssen nun je nach Stellung entweder die selbe Stromversorgung wie die Blöcke links und rechts oder die Blöcke ober- und unterhalb von denselben erhalten.
Lösung 1:
Ich schließe jede DKW an einen separaten Rückmelder an.
Problem:
Die TM44 sind relativ teuer je Block: Sie haben 16 Rückmeldeanschlüsse, mit denen aber nur 4 Blöcke abgebildet werden können mit jeweils bis zu 4 Rückmeldeabschnitten. Dies ist der kombinierten Digital-Analog-Technik geschuldet. Man verliert also 4 Rückmeldeabschnitte je DKW und es sind deutlich über 20 DKWs verbaut allein auf diesem Bahnhof. 4 Rückmelder für eine Weiche, das schmerzt.....
Lösung 2:
Relais verwenden.
Damit kenne ich mich aber nicht aus. Einfache Lötaufgaben etc. wären kein Problem. Ich möchte aber vermeiden, dass ich in iTrain eine ausufernd komplexe, in Eventu fehleranfällige Konfiguration kassiere, nur weil ich Relais einsetze und an TM44 sparen möchte.
Frage:
welche Relais verwendet ihr für solche Zwecke?
Wie erfolgt der Anschluss und die Konfiguration in iTrain?
bitte keine Hinweise auf das iTrain-Forum, das ist mir bekannt.
Ich hoffe auf die Schwarmintelligenz vom 1zu160-Forum.
VG Freetrack
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ich habe Deine ausführliche Erläuterung jetzt mehrfach gelesen, aber so ganz klar ist mir die Aufgabenstellung noch immer nicht. Vor allem der Punkt mit Lösung 1, weshalb soll jede DKW einen eigenen Rückmeldeabschnitt bilden? Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind Deine DKWs ja alle erstmal komplett stromlos, richtig?
VG Martin
sobald die DKWs mit TM44 verbunden sind, werden sie von dem Modul je nach Fahrtrichtung versorgt. Das heißt, das Durchfahrtsgleis der DKW und die entsprechenden Gleise links und rechts davon erhalten das gleiche Digitalsignal bzw. den gleichen Analog-Strom.
Die Vorgabe mit entweder TM44 oder Relais kommt vom Hersteller bzw. dem Dinamo-Handbuch.
Ich hätte mir eigentlich vorgestellt, dass man nur 2 Gleise je DKW wegisolieren muss. Die anderen beiden erhalten das Signal des jeweils verbundenen Bahnhofgleises. Da es sich um eine denkende Weiche (trifft doch hier zu?) handelt, sollte das ja funktionieren (dachte ich mir).
Der Chef von Fichtelbahn hat mir aber mal das gleiche für die BidiB Komponenten erklärt. Entweder jede DKW oder zumindest mehrere DKWs (dann aber mit Einschränkungen beim Verkehrsfluss) eines solchen Bahnhofs mit DKW-Straßen benötigen einen eigenen Rückmelder. Darum hat mich die Passage im Dinamo-Handbuch nicht verwundert.
Wie siehst du das?
VG Freetrack
von dem Dinamo- oder TM44-System habe ich keinerlei Ahnung, tut mir leid. Eventuell bin ich deshalb völlig auf dem Holzweg. Meine direkt an Belegtmelder-Abschnitte anschließende Tomix-DKWs habe ich nur auf der Belegtmelderseite isoliert und die durchgehende Schienenseite weiterlaufen lassen. Für die andere Seite habe ich das kurze stromlose Stück der DKW dann an die Haupt-Stromversorgung angeschlossen.
VG Martin
Meinem Verständnis nach liegt die grundlegende Problematik in der Notwendigkeit des parallelen analogen und digitalen Geleissignals auch im DKW-Bereich, richtig? Ich habe die Bedienungsanleitung des TM-44 eben mal überflogen (wußte gar nicht, dass es so etwas gibt, toll!). Ich würde dazu tendieren, in die TM-44 zu investieren. Die Lösung über Relais wäre mir zu aufwendig und in der Kombination Dinamo, iTrain und Relais zu unübersichtlich und fehleranfällig.
Je nach Anzahl könnte es aber auch deutlich preiswerter sein, die analogen Loks zu digitalisieren (1 TM 44=3-4 Decoder?)… 😊
Viele Grüße
Peter-gbw
Zitat - Antwort-Nr.: 3 | Name: Birdman
Meine direkt an Belegtmelder-Abschnitte anschließende Tomix-DKWs habe ich nur auf der Belegtmelderseite isoliert und die durchgehende Schienenseite weiterlaufen lassen. Für die andere Seite habe ich das kurze stromlose Stück der DKW dann an die Haupt-Stromversorgung angeschlossen.
Hallo Felix,
ich habe auch BidiB-Komponenten. Daher würde mich interessieren, wie du das meinst, weil ich es nicht ganz verstanden habe:
"nur auf der Belegtmelderseite isoliert" - aber du hast ja im Prinzip 4 Belegtmelderseiten je DKW.....
VG Freetrack
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Peter-gbw
Ich habe die Bedienungsanleitung des TM-44 eben mal überflogen (wußte gar nicht, dass es so etwas gibt, toll!)
Hallo Peter,
ja gibt es, uns zwar seit vielen Jahren schon und es läuft stabil. Dinamo macht aber praktisch keine Werbung und auch der Webauftritt wirkt SEO-seitig mehr als intim. Bin auch erst vor 2 Jahren darauf gestoßen auf der Suche nach einer intelligenten Ansteuerung von analogen Loks.
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Peter-gbw
Je nach Anzahl könnte es aber auch deutlich preiswerter sein, die analogen Loks zu digitalisieren.
Da brauche ich gar nicht nachzurechnen. Weder von den Kosten noch vom Einbau-Aufwand noch vom - glaubt man den verschiedenen Erfahrungsberichten - allfälligen "Weiterbetreuungsaufwand" (um nicht zu sagen Entsorgungsaufwand) bei Decodereinbauten rechnet sich das für mich auch nur annähernd.
Ich habe grundsätzlich BidiB-Komponenten angeschafft und Dinamo nur für eine geplante analoge Testanlage. Dann wollte ich allmählich die analogen Loks digitalisieren. Decoder wären ohnehin schon massig da.
Aber schnell habe ich realisiert: da stehen Decoder-Einbauzeit und Lebenserwartung in diametral entgegengesetztem Widerspruch zu einander.
Deshalb werde ich einen hoffentlich hübsch werdenden Anlagenteil mit Dinamo ausstatten, damit die wohl überwiegend analog bleibenden Modelle auch eine Chance auf eine gelegentliche Ausfahrt haben.
Zitat - Antwort-Nr.: 4 | Name: Peter-gbw
(1 TM 44=3-4 Decoder?)…
Ich kaufe Dinamo und D&Hs direkt vom Hersteller, das Verhältnis schätze ich bei mir auf 4-5 Decoder auf ein TM44-Modul, da der Herstellerrabatt bei D&H deutlich höher ausfällt. Bei dieser Rechnung sind sogar die eher hochpreisigen TM44 fast geschenkt.
Beste Grüße
Freetrack
wenn ich es richtig verstanden habe, geht es darum, die Polarität der DKW möglichst automatisch entsprechend der einstellten Fahrtrichtung einzustellen.
Würden dabei nicht die dual oder hex frog juicer helfen? https://www.tamvalleydepot.com/products/dccfrogjuicers.html
Die polen Kurzschluss basiert um.
OT: wie können analog und digitale Loks gleichzeitig auf einem Gleis fahren? Ich dachte bislang, daß schließt sich aus.
Gruß
Rimbert
ich fürchte, solche Lösungen sind im relativ strengen Zusammenspiel zwischen Dinamo und iTrain nicht sehr hilfreich, aber danke.
Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name: RJK
OT: wie können analog und digitale Loks gleichzeitig auf einem Gleis fahren? Ich dachte bislang, das schließt sich aus.
Das schließt sich meines Wissens auch weiterhin aus, aber bei Dinamo nur dann, wenn es sich um den selben Blockabschnitt handelt.
Aber analoge Loks und digitale Loks können mit Dinamo auf der selben Anlage gleichzeitig fahren und auch unmittelbar hintereinander auf dem selben Gleis fahren, solange die Loks nicht auf dem selben Blockabschnitt stehen.
Das Fahrverhalten der analogen Loks ist dabei ähnlich gut wie bei ihren digitalisierten Kollegen.
Beide Loktypen werden von iTrain eingemessen und auch jede analoge Lok erhält ihre eigene ID.
Ähnliches wollte ALAN mal kopieren, aber das wurde ein Mega-Flop. Sündteuer - und sobald drei oder gar mehr Loks gleichzeitig fahren sollten kam das große Heulen und Zähneknirschen bei den meisten Käufern. Dinamo ist meines Wissens sehr weit skalierbar und wird auch von großen Anlagen eingesetzt.
Dinamo benötigt zwingend eine PC-Steuerung. Ich weiß nur von iTrain-Usern. z. B:
https://www.rhbclub.nl/dinamo.html
Die fahren seit August 2024 bereits mit der Betaversion von iTrain 6.
VG Freetrack
Danke für die zusätzlichen Erklärungen, interessante Lösung. Ich habe mich vor 5 Jahren entschieden nur noch digitale Loks einzusetzen
Viel Erfolg beim Finden der passenden Lösung! (Suchen ist ein ergebnisoffener und häufig vergeblicher Prozess, deshalb empfehle ich Finden statt Suchen)
LG Rimbert
Wenn ich mir den Plan des Schattenbahnhofs anschaue, dann sollen die DKW flexible Wechsel zwischen den einzelnen Gleisen ermöglichen.
Ist es wirklich nötig, dass sich auf einer "Kette" von DKW mehr als ein Zug gleichzeitig bewegt?
Wenn nicht, könnte man alle DKW einer "Kette" jeweils in einen Rückmeldeabschnitt legen. Dann kann ein Zug über die DKWs in ein beliebiges anders Gleis wechseln, wenn die DKWs wieder frei sind, kann der nächste fahren.
Wenn aber volle Flexibilität mit gleichzeitigen Fahrten oder sogar auf einzelnen DKW abgestellten Zügen erreicht werden soll, dann geht es nur mit einem Rückmelder pro DKW oder sehr viel Bastelaufwand.
Gruß
Jörg D
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Jörg D
Ist es wirklich nötig, dass sich auf einer "Kette" von DKW mehr als ein Zug gleichzeitig bewegt?
Morgen Jörg,
ja leider, da der Schattenbahnhof auch weiteren Zwecken dienen soll.
VG Freetrack
Zitat - Antwort-Nr.: 10 | Name: Jörg D
nur mit einem Rückmelder pro DKW oder sehr viel Bastelaufwand.
Da wären wir bei meinem ursprünglichem Anliegen:
Mit Bastelaufwand ist wohl die Relais-Geschichte gemeint? Das ist am Ende also doch relativ kompliziert?
Ich kenn das eigentlich mehr von größeren Analog-Bahnen. Da ist teilweise eine Verdrahtungskomplexität zu sehen, auf die ich gut und gerne verzichten kann.
VG Freetrack
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