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THEMA: Alte Radsätze tauschen?

THEMA: Alte Radsätze tauschen?
Startbeitrag
Birdman - 18.12.24 08:28
Hallo zusammen,

mein unangetriebenes Rollmaterial, sprich Waggons, sind ja größtenteils über 40 Jahre alt. Einige davon entgleisen zwar nicht, rumpeln aber doch ganz schön merkbar über meine Tomixweichen. Wenn ich das aus verschiedenen Beiträgen richtig verstanden habe, dann bauen ältere Radsätze wohl höher als aktuelle, was der Grund für das unruhige Überfahren von Weichen ist.

Kann man die alten Radsätze einfach und problemlos gegen aktuelle austauschen oder muss man da noch was  beachten? Und ich habe gesehen, dass Austauschradsätze in verschiedenen Längen angeboten werden. Muss ich also alle alten Radsätze vorher nachmessen oder kann man da irgendwie universale neue Radsätze ordern?

VG Martin

Moin,

die Radsätze zu tauschen, kann durchaus sinnvoll sein. Ich habe gerade einen Satz Anhänger von Minitrix bei e-Bay ersteigert, die waren so dreckig, daß ich auch erst dachte, ich müsste die alle tauschen. Stattdessen habe ich sie in Ultarschallbad gelegt und gereinigt. Da hatte sich über die Jahre jede Menge Schmitz dran abgelagert. Ansonsten musst Du die Radsätze nachmessen, zumindest die Länge muß passen, sonst halten sie nicht.

Gruß Rimbert
Hallo,
wichtig wäre bzw. ist die genaue Achslänge (s. #1), hier einige Beispiele:
PIKO u.  Fleischmann 15,1mm
MINITRIX 15,4mm
ROCO 14,6mm oder 13,8mm
ARNOLD (sehr alt) 16,6mm
Eine "moderne" Spurkranzhöhe sollte max. 0,8-0,9mm  haben.
https://morop.eu/downloads/nem/de/nem310_d.pdf
https://morop.eu/downloads/nem/de/nem314_d.pdf
Die NEM ist im Vergleich zur NMRA etwas "konservativer" ausgerichtet. Unsere US-Bahner sind etwas fortschrittlicher orientiert. .
VG
Ralf
Du musst auch prüfen, ob die Achsspitzen nicht zu lang, kurz, dick oder dünn sind. Da gibt es in unserer N keinerlei Norm. Hersteller halten das jeder wie er mag. Je mehr unterschiedliche und auch ältere Fabrikate Du hast, um so lustiger kann es werden.

Gruß
Olaf
Danke schon mal! Zur Messung der Längen: Gemessen wird von Spitze zu Spitze?

VG Martin
@4
Ja
VG
Ralf
Zusatz:
Der Kegelwinkel von 55 Grad wird/ wurde nicht immer korrekt von den (Fahrzeug-)Herstellern eingehalten. Das kann u. U. dazu führen, dass die (neuen) Achsspitzen in ihrer Aufnahme entweder zu locker oder zu fest sitzen.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

... dass die (neuen) Achsspitzen in ihrer Aufnahme entweder zu locker oder zu fest sitzen kann.


Danke für den Hinweis. Was macht man dann in so einem Fall?
Hallo Martin,
jetzt wird es leider Aufwendig :
Das Achslager muss angepasst werden. Im günstigsten Fall reicht ein vorsichtiges Weiten mittels eines Bohrers (am Besten in einem Stiftenkloben eingespannt) aus. Bitte den Winkel beachten und immer lotgerecht. Oder, wer mehr Schweißperlen auf der Stirn haben möchte, baut neue Achslager ein, z. B. diese hier:
http://peho-kkk.de/mshop/index.php/spur-n.html
Verlangt echt Übung (!), danach kann man sich aber auch für einen "Bombenentschärfer-Job" bewerben   
VG
Ralf
Martin,
...dafür habt es Achslager von Peho.
Das ist eine Arbeit die aber keinen Spaß macht und nur in,Einzelfällen den Aufwand rechtfertigt (s. o.)
Gruß Sven
Alles klar, Danke! Ich werde wohl mal erst einen ersten Testkauf machen, bevor ich alle umrüste.
Hallo Martin,
die Tomix-Weichen, die ich habe, haben alle ein "Kontaktblech" im Bereich des Herzstücks, auf dem die Radflansche auflaufen und hoppeln, wenn sie in der Nähe von 0,9mm Höhe sind.
Es bringt Dir bezüglich Hoppeln daher nichts, wenn Du Dich bei Ralfs Empfehlung 0,8 bis 0,9mm am oberen Ende orientierst. Es handelt sich schliesslich um japanische Weichen. Ich hab jetzt keine Räder von Tomix, aber die von Kato liegen eher wie die US-Räder: niedrigere Radflansche.
Das Bild zeigt ein paar der deutlichen Unterschiede. Im Bild links Peco und Kato, dann Bachmann (?) und Minitrix; die drei rechts sind Bavaria und 2mm Finescale, die sind jetzt nicht so interessant für Dich, weil nicht mehr erhältlich  oder sogar andere Spurweite (die "2mm")

Gruß
Klaus  


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Hi,

angeregt von Klaus' Beitrag habe ich mal an je einem nicht ganz frischen Güterwagen von Tomix und Kato gemessen. Bei beiden ist die Spurkranzhöhe ungefähr 0,75 mm.
Bei US-Wagen haben die Spurkränze ca. 0,5 mm Höhe.

Jetzt zum Tomix-Gleis, am Beispiel einer 90° Kreuzung. Dort fährt die Kato-Tram recht ruhig rüber, die alte, zweiachsige Arnoldbahn hingegen hoppelt dort. Das ist nicht das Fallen in die Schienenlücke, sondern eindeutig ein Auflaufen mit den hohen Spurkränzen. Bei den Weichen war es, mich erinnern zu können, auch nicht besser.
Hingegen hatte ich noch keine Probleme mit den US-Achsen auf Kato-, Tomix-, Peco- und Minitrix-Weichen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Gleis nicht einer Off-road-Strecke ähneln und die Spurweite einigermaßen stimmt.

Gruß
Gerald
Hallo Martin,

müssen muß man gar nicht, aber sinnvoll ist es zuweilen schon.

Leider kann ich mit den Daten / Achslänger die Ralf in @2 angibt so nicht bestätigen

Angaben der Achslängen in mm
Arnold 14,6 und 16,5
Fleischmann 15,2
Roco 14 und 13,85
Minitrix 15,4 und 14 bzw 13,85

Kaufkranz liegt bei 5,6 und 6,2mm
Spurkranz in der Regel bei 2 x 0,9

Aus meiner Sicht macht es immer Sinn zu tauschen, wenn noch Plastikradscheiben verbaut sind.
Bei ein paar Roco habe ich selbst die Metallräder getauscht, weil die Stromabnahme unterirdisch war.

Es hilft nur messen, messen und nochmal messen.

Habe gerade erst welche von Thomschke (neuste Produktion) verwendet.

Gruß Detlef
Hi Derlef,

Was verstehst Du genau unter „Achslänge“?

Grüße
Sebastian
Hallo Sebastian #13,

über die Achsenden gemessen ist die Achslänge.Je nachdem diese spitz oder abgerundet sind.

Werner V.

Die von Werner V. zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

Hallo zusammen,

ich hatten mal Probleme mit den Plastikrädern der Arnold Kesselwagen. Die entgleisten immer wieder auf weichen. Die Achsen hatte ich auf Metallachsen von Thomsche umgerüstet. Die Wagen laufen jetzt viel besser.

Sofern es aber keine Probleme mit Plastikrädern gibt, lasse ich die drin.

Gruß
Jürgen
Also für 40 Jahre altes Rollmaterial kann das schon sinn machen. Man bedenke aber auch, dass auch die Achsaufnahmen an den Wagen bzw. Drehgestellen ausgeleiert sein können. Dann müsste sinnvollerweise beides ersetzt werden müssen. Und dann zeigt sich schnell dass das in die Kosten geht sofern das Material überhaupt noch beschafft werden kann. MoBa verschleisst mit der Zeit. Da kann ein Ersatz des Rollmaterials durch Neuware oder weniger verschlissene Occasion die einfachere Lösung sein. Wer glaubt dass MoBa eine Wertanlage sei wird spätestens beim Verkauf merken, dass die Nachfrage stetig nachlässt was zu fallenden Preisen führt
Es gibt sowohl unterschiedliche Achslängen als auch unterschiedliche Raddurchmesser. kein Hersteller verwendet immer dieselben Radsätze. Da führt kein Weg daran vorbei für jeden Wagen die Radsätze auszumessen.
Ich ersetze Radsätze nur wenn:
a) ich andere Radsätze will bsp. von Plastik auf Metall oder umgekehrt Stichwort Tuning.
b) der Radsatz nicht mehr normkonform ist und er sich nicht richten lässt bsp. bezüglich Spurweite
c) der Radsatz technisch fehlerhaft ist bsp eiert oder Schlag hat der nicht durch Dreck auf den Laufflächen verursacht ist.


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