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THEMA: Kupferlackdraht abisolieren - WIE?

THEMA: Kupferlackdraht abisolieren - WIE?
Startbeitrag
Exitus - 28.11.24 16:34
Hi Folks,

ich habe ein großes Problem. Ich möchte Kupferlackdraht abisolieren und dann die Litze verzinnen.
Das Zeug ist aber so dünn, dass ich bereits viel abgesäbelt habe und das Kabel immer kürzer wird.
Woran erkennt man, dass der "Lack ab ist" und die Litze frei zur Verzinnung bereit liegt?

Wie macht man das richtig?

Verzweifelter Gruß aus Nordertown


Feuerzeug?
Lötkolben?
Augen auf, beim Kupferlackdrahtkauf.

Bei „farbigem“ CuL sieht man es eigentlich recht schnell und deutlich. Isolierung schmilzt ab >= 350°C
Hallo Exitus,
was meine beiden Vorredner in Kurzform zum Ausdruck bringen möchten: Erhitze die Spitze des Drahtes einige Sekunden mit einem Feuerzeug oder der heißen Lötspitze. Wenn du den Draht danach verzinnst wirst du sehr schnell sehen, ob es ausreichte. Ist die Drahtspitze silbern, dann ist es okay und du kannst den Draht verlöten.

Viele Grüße
Hartmut
Edit: #3 kam mir jetzt zuvor.
Hallo,

normalerweise schmilzt bei Kupferlackdraht der Isolierlack bei Temperaturen über 300°C. Kommt  auf die Qualität des Kupferlackdrahtes an. Ich hatte auch schon Kupferlackdraht, da konnte ich den Isolierlack nur "mechanisch" entfernen. Ansonsten nehme ich immer den Lötkolben mit etwas Lötzinn.

Viel Erfolg Uli
Hallo,
es gibt Unterschiede bei Kupferlackdrähten ab wann die Isolierung schmilzt.

Vom groß C schmilzt die Isolierung bei etwa 450°.

Die Kupferlackdrähte von Schönwitz bei 350°.
Damit lässt sich in einem Arbeitsgang die Isolierung abschmelzen und der Draht verzinnen und der Draht anlöten, ohne jedesmal die Temperatur der Lötstation zu verändern.
VG
Martin
Ansonsten ein Tipp aus meiner Lehrzeit: In gefaltetes feines Schleifleinen einlegen und damit vorsichtig abschleifen (in Längsrichtung ziehen), Anschliessend gleich mit heisser Lötspitze schnell verzinnen. Eigentlich muss der Lack nicht vorher ganz ab, er schmilzt oder verbrennt bei normalen Löttemperaturen.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Hi Folks,

es handelt sich um den Kupferlackdraht, der bei den Weinert Wartesignalen mitgeliefert wurde.
Da ich für diese filigranen Arbeiten kein Händchen habe, überliess ich den Zusammenbau dieser Bausätze meinem Digi-Spezi. (Der wird auch schön geflucht haben...).
Ich habe funktionierende Wartesignale zurückerhalten, leider mit dem Manko, dass die Widerstände und Dioden dazu auf einer kleinen Platine versammelt sind. Diesen kleine Platine kann ich nicht durch die Anlagenplatte stecken, ohne grössere Bohrungen durch zu führen. Und selbst wenn ich das machen würde, wäre im Nachhinein bei der elektrtischen Verkabelung unter der Platte das Risiko des Kabelreissens viel zu groß. Ich wollte daher diese Kupferlackdrähte frühzeitig mit unempfindlicheren Litzen verlängern und durch ein 2,5mm Loch durchfädeln.
Seit dem Ablöten von der Platine bleiben die Lichter jedoch dunkel. Mehrere Versuche, die Enden zu verzinnen und diese Enden mit der "Verlängerungslitze" in einer Aderendhülse zu vereinen, brachten keinen Erfolg.

Gruß aus Nordertown
bringt Dein Lötkolben gut über 350° ?  Nimm bleihaltiges Lotzinn und übe an einem separaten Stück dieses Drahtes.
Deine Probleme hatte ich mit diesen Voraussetzungen noch nie.
In der Lehrzeit hatten wir Lackkratzer. Brauche ich aber beim Modellbau nicht.
Grüssle
Rudi
Meine
Toolkraft Digital Solder Station ST-80D
erreicht mit 450° ihren Maximalwert. Lässt sich stufenlos einstellen.
Werde morgen mal mit einem Zweitgerät weitere Lötversuche vornehmen.
Das Zweitgerät hat auch eine Heißluftdüse. Vielleicht sollte ich damit mal den Kupferlackdraht zur Mitarbeit überreden.

Gruß aus Nordertown
Hallo,
hast du einmal versucht mit einem Skalpell den Lackdraht vorsichtig anzukratzen?
Wenn dann anschließend der Lötkolben zum Verzinnen eingesetzt wird, klappt es nach
meiner Erfahrung sehr gut.
VG
Günter
Hallo
Ein Tropfen Lötzinn an der Lötkolbenspitze, den Cu-Lackdraht hineinhalten, bis er blank ist.
Dann kann er verlötet werden.
Je nach Hersteller variiert die erforderliche Lötkolbentemperatur.
Mit 400 Grad ist man auf der sicheren Seite.
Gutes Gelingen wünscht Dieter
Hallo,

nicht den Lack abflämmen, dann verzundert die Kupferoberfläche und das Löten wird wieder problematisch.
Die Lackentfernung mit einem heißen tropfen Lot ist die beste Methode.

Grüße Michael Peters
Vielen Dank für die vielen Tipps.
Neben dem Wechsel der Lötstation hat das "Baden" im Zinn den Erfolg gebracht. Allerdings ist dabei eine Leitung auf der Strecke geblieben. Die muss im Zuge der vielen Bewegungen irgendwo einen Kabelbruch, sofern man bei dem dünnen Äderchen überhaupt von "Kabel" sprechen kann, davon getragen haben.
Dieses Wartezeichen werde ich nochmal an meinen Spezi zur Reparatur weiterreichen müssen.

Die anderen drei Wartezeichen sind verdrahtet und können etwas pflegeleichter in der Platte versenkt werden.

Fazit: Nie wieder!!! Ich will mich nicht unbedingt als Grobmotoriker bezeichnen, aber das heutige Gefummel war sehr grenzwertig., was wohl auch zu dem nicht 100%igen Erfolg geführt hat.
Na ja,

wenn man eine Litze als Kupferlackdraht behandelt, dann kann das nur schief gehen. Kupferlackdraht mit 0,05 bis 0,1 mm Durchmesser kann man normalerweise noch ganz gut verarbeiten. Ein Kupferlackdraht ist massiv und hat nicht viele feine Äderchen! Eine solche Litze (Decoderlitze?) sollte man schon abisolieren, bevor man sie verzinnt.

Das geht eigentlich ganz gut, indem man das Objekt der Abisolierung zischen Daumenkuppe und Ziegefinger-Nagel einklemmt und die Isolation abzieht. Dann noch verzwirbeln und dann verzinnen. Mit der Lötkolbenmethode zum Abisolieren fliesst der Kunststoff der Isolation zwischen die Litzendrähte und nix ist gewonnen.

Grüssle aus dem Schwabenländle


Bernhard

PS: Vielleicht doch auf Spur G umsteigen   B.
Hallo,
für Litze habe ich einmal einen sehr guten Tipp von 3dprint4moba bekommen:

Knipex 1240200 0,03-10 mm2

die ist wirklich sehr gut, hat aber auch ihren Preis.
Was nutzt der Geiz, wenn es immer wieder zu Mißerfolgen führt?

VG
Günter
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Kupferlackdraht mit 0,05 bis 0,1 mm Durchmesser kann man normalerweise noch ganz gut verarbeiten.


Du kennst die von Kastenbahner noch nicht. Der Lack scheint einen extrem hohen Schmelzpunkt zu haben. Da habe ich mir sogar schwer getan, und ich benutze CuL seit knapp 40 Jahren.

Grüße, Peter W

Hoppla, das Wort "Äderchen" hat wohl für eine gewisse Verwirrung geführt.

Ich wollte damit lediglich die filigrane Ausprägung des Kupferlackdrahtes verdeutlichen. Natürlich kann ich Kupferlackdraht und Litze auseinander halten.
I.Ü. , wer alles gelesen hat, müsste den Hinweis auf "Weinert" gesehen haben und wird wohl nicht denken, dass Weinert in seinen Bausätzen Litze statt Kupferlackdraht verwendet.

Gruß aus Nordertown
Hi

Einfach nicht abisolieren sondern kleben..


LG ChristiaN
Witzig wie immer, aber wertlos...🫣...auch wie immer...


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