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THEMA: CH Zentralbahn in Brienz nach Unwetter
THEMA: CH Zentralbahn in Brienz nach Unwetter
Throge - 13.08.24 15:15
Hallo,
nach schweren örtlichen Unwetter in Brienz (Schweiz) ist die Zentralbahn Interlaken-Luzern teilweise nicht mehr befahrbar.
Angesicht der schweren Zerstörung ein reines Glück das niemand schwerer verletzt wurde.
Die Handyvideos zeigen, wie Autos auf der Bahntrasse weggeschwemmt werden....
https://www.bahnonline.ch/67328/unterbruch-meir...en-unwetter-12-8-24/
Gruß
Thomas
nach schweren örtlichen Unwetter in Brienz (Schweiz) ist die Zentralbahn Interlaken-Luzern teilweise nicht mehr befahrbar.
Angesicht der schweren Zerstörung ein reines Glück das niemand schwerer verletzt wurde.
Die Handyvideos zeigen, wie Autos auf der Bahntrasse weggeschwemmt werden....
https://www.bahnonline.ch/67328/unterbruch-meir...en-unwetter-12-8-24/
Gruß
Thomas
Zweisystemlok - 13.08.24 23:09
Dieses Jahr ist schlimmer als vor 2 Jahren, da hatten wir auch ein Unwetter als ich auf dem Rothorn war und wir mußten 20 Minuten auf freier Strecke stehenbleiben auf der Rückfahrt!
Gruß, Micha
Gruß, Micha
Norrskenet - 13.08.24 23:32
Einen guten Abend,
... ja, und wenn ich hier mal etwas zum Thema Umweltschutz und Klimawandel schrieb, dann gab es u.a. voll pupertäre Antworten wie "Mein SUV hat Klimaanlage".
Derartige Menschen tun immer noch so, als sei der Klimawandel nur irgendein abstraktes Kinofilm-Drama.
Nein. Es wird konkret, immer konkreter. Und zwar nicht "nur" - also "egal, solange es nur andere trifft" - auf den Philippinen und in Indonesien etc.
"Ok, lasst uns nochmal schnell auf die Seychellen fliegen, bevor sie absaufen."
Nicht nötig, denn jetzt rutscht auch HIER alles zusammen und säuft ab.
Wie wurde einst über das Verhalten u.a. der Deutschen in den 1930er/40er-Jahren geschimpft.
Und was tun genau diese immer schlau schimpfenden Leute heute selbst???
VERNUNFT ist meist konsensfähig. Doch "schwierig" wird es immer dann, wenn es konkret wird, wenn es an der elenden eigenen Bequemlichkeit rührt.
Gruß, Norrskenet
... ja, und wenn ich hier mal etwas zum Thema Umweltschutz und Klimawandel schrieb, dann gab es u.a. voll pupertäre Antworten wie "Mein SUV hat Klimaanlage".
Derartige Menschen tun immer noch so, als sei der Klimawandel nur irgendein abstraktes Kinofilm-Drama.
Nein. Es wird konkret, immer konkreter. Und zwar nicht "nur" - also "egal, solange es nur andere trifft" - auf den Philippinen und in Indonesien etc.
"Ok, lasst uns nochmal schnell auf die Seychellen fliegen, bevor sie absaufen."
Nicht nötig, denn jetzt rutscht auch HIER alles zusammen und säuft ab.
Wie wurde einst über das Verhalten u.a. der Deutschen in den 1930er/40er-Jahren geschimpft.
Und was tun genau diese immer schlau schimpfenden Leute heute selbst???
VERNUNFT ist meist konsensfähig. Doch "schwierig" wird es immer dann, wenn es konkret wird, wenn es an der elenden eigenen Bequemlichkeit rührt.
Gruß, Norrskenet
Beitrag editiert am 14. 08. 2024 09:04.
@2
Guten Morgen,
na hoffentlich hast du dein Dach mit Solarpaneelen gepflastert, eine Wärmepumpe vor dem Haus und ein Akkuauto in der Garage, dann ist dir der Heiligenschein schon sicher.👏👏👏👌🏼
Gruß
Marco
Guten Morgen,
na hoffentlich hast du dein Dach mit Solarpaneelen gepflastert, eine Wärmepumpe vor dem Haus und ein Akkuauto in der Garage, dann ist dir der Heiligenschein schon sicher.👏👏👏👌🏼
Gruß
Marco
Norrskenet - 14.08.24 09:31
@3:
Es geht hier NICHT um einen Heiligenschein.
NICHT um Selbstbeweihräucherung oder auch nur irgendetwas in dieser Richtung.
Ein solcher (erwartbarer und erwarteter) Kommentar spricht - bekannte - Bände.
Komme besser mal heraus aus Deiner stehengebliebenen, spätpupertären Falle.
Gruß nicht angebracht.
Es geht hier NICHT um einen Heiligenschein.
NICHT um Selbstbeweihräucherung oder auch nur irgendetwas in dieser Richtung.
Ein solcher (erwartbarer und erwarteter) Kommentar spricht - bekannte - Bände.
Komme besser mal heraus aus Deiner stehengebliebenen, spätpupertären Falle.
Gruß nicht angebracht.
Sorry, aber solch lokale Unwetter wie dieses hat es immer wieder gegeben. Das hat mit Klimaerwärmung nichts zu tun.
Das Gewitter erwischte diesmal halt voll das Einzugsgebiet des Mülibach. Die nur knapp daneben liegenden Bäche Trachtbach (1km), Glissibach (1.8km) oder Chilchacher (800m) - entspringen alle gleichen Berghang und innerhalb eines Gebietes von ca 5km2 waren allesamt problemlos. (der Glissibach war vor einigen Jahren mal derjenige der solche Verwüstungen verursachte).
Die Bäche in der Region (hat noch viele weitere entlang des Brienzersees) sind bekannt für solches Verhalten. Viel hat mit dem Geländetypus zu tun. Extrem steile Berghänge, kleine Talkessel die dann wie ein konzentrierter Regensammler wirken wenn die Gewitterwolken genau einen solchen Kessel treffen (wie diesmal denjenigen beim Mülibach), dazu einiges an losem Gestein das in solchen Fällen dann mitgerissen wird.
Auch auf der anderen Seite des Brienzer Grates ist es nicht besser. Die Emme entspringt diesem Gebiet und sorgt immer mal wieder für Zerstörung (z.B. https://www.kemmeriboden.ch/unwetter-4-juli-2022 ), die Kleine Emme die in Richtung Luzern fliesst und auch in der Region entspringt ist nicht besser. Und die Zulg (entspringt auch der Region) ist bekannt für Flutwellen (exemplarisch: https://www.youtube.com/watch?v=RjOyBRLbEW0 -> youtube mit Flutwelle Zulg füttern und es kommen noch viele solche Videos).
Und wenn man anstelle der Hohgant Region die Gantrisch Region nimmt (andere Seite der Aare), dann ist es die Gürbe mit ihren Wildbächen die immer mal wieder für ähnliche Probleme sorgen.
Ich wohne seit meiner Geburt in Thun, solche lokalen Unwetter gibt es in regelmässiger Abfolge mal hier mal dort und gab es auch zuvor immer wieder.
Das Gewitter erwischte diesmal halt voll das Einzugsgebiet des Mülibach. Die nur knapp daneben liegenden Bäche Trachtbach (1km), Glissibach (1.8km) oder Chilchacher (800m) - entspringen alle gleichen Berghang und innerhalb eines Gebietes von ca 5km2 waren allesamt problemlos. (der Glissibach war vor einigen Jahren mal derjenige der solche Verwüstungen verursachte).
Die Bäche in der Region (hat noch viele weitere entlang des Brienzersees) sind bekannt für solches Verhalten. Viel hat mit dem Geländetypus zu tun. Extrem steile Berghänge, kleine Talkessel die dann wie ein konzentrierter Regensammler wirken wenn die Gewitterwolken genau einen solchen Kessel treffen (wie diesmal denjenigen beim Mülibach), dazu einiges an losem Gestein das in solchen Fällen dann mitgerissen wird.
Auch auf der anderen Seite des Brienzer Grates ist es nicht besser. Die Emme entspringt diesem Gebiet und sorgt immer mal wieder für Zerstörung (z.B. https://www.kemmeriboden.ch/unwetter-4-juli-2022 ), die Kleine Emme die in Richtung Luzern fliesst und auch in der Region entspringt ist nicht besser. Und die Zulg (entspringt auch der Region) ist bekannt für Flutwellen (exemplarisch: https://www.youtube.com/watch?v=RjOyBRLbEW0 -> youtube mit Flutwelle Zulg füttern und es kommen noch viele solche Videos).
Und wenn man anstelle der Hohgant Region die Gantrisch Region nimmt (andere Seite der Aare), dann ist es die Gürbe mit ihren Wildbächen die immer mal wieder für ähnliche Probleme sorgen.
Ich wohne seit meiner Geburt in Thun, solche lokalen Unwetter gibt es in regelmässiger Abfolge mal hier mal dort und gab es auch zuvor immer wieder.
Hallo Norrskenet,
Herzlichen Dank für Deine beiden Beiträge #2 & 4.
Heute Morgen habe ich einen Bericht im ZDF gesehen, was nach der menschengemachten Zerstörung des Staudamms am Dnipro in der Ukraine passiert ist. Anstelle des Stausees ist dort heute, mitten im Kriegsgebiet, ein Naturparadies entstanden, wo die Pflanzen- und Tiervielfalt von der Natur wieder hergestellt wurde. Nur den Menschen geht es dort schlechter, weil das Trinkwasser infolge der Klimaerwärmung weitgehend fehlt und mit Tankwagen an die Bewohner verteilt werden muss.
Die Natur wird die Klimaerwärmung garantiert überstehen, der Mensch in der heutigen Art jedoch nicht.
Die Zukunft wird eine Zukunft ohne Autos sein (auch ohne E-Autos), weil einfach der Platz fehlt. Da der Mensch jedoch zwei Beine und Arme hat, gehört die Zukunft dem Fahrrad und den eigenen Füssen.
Ich bin vor 47 Jahren in die Stadt gezogen, weil ich im Pendeln schon damals keine Zukunft sah, habe seither auch kein eigenes Auto mehr und mache alles mit dem ÖV und meinen Füssen. Das gilt auch für den Rest der Familie. Damit machen wir etwas für unsere Gesundheit und schonen die Umwelt. Ferien machen wir bei uns in der schönen Schweiz oder auf Balkonien und das Fliegen ist für uns kein Thema, nicht nur wegen den Umweltschäden, sondern weil wir die "Menschenviehhaltung" in den Flughäfen hassen. Bilder von Menschen in den Hallen der Flughäfen erinnern mich immer an Viehmärkte, wo die Rinder durch enge Gatter-Gassen gerieben werden.
Das Unwetter in Brienz ist nicht einmalig, weder in der Schweiz noch in Deutschland, sondern sie häufen sich immer mehr, weil die Natur gegen die Unvernunft der Menschheit reagiert. Auch Kriege gehören zur Unvernunft einer machtgierigen "Elite", wo Geld und Macht wichtiger sind als auf die Umwelt zu achten.
Herzliche Grüsse
Gian
NB: Ich weiss, Wohnungen in der Stadt in der Nähe des Arbeitsortes sind teurer, wenn ich aber die Kosten für die Bahn oder Auto abziehe und den Mehrwert einer besseren Lebensqualität betrachte, ist das eine gute Lösung, auch der Umwelt zuliebe.
Das Argument, sich keine Wohnung in der Stadt leisten zu können, stimmt einfach nicht, auch wenn es heute schwieriger ist, eine Wohnung in der Stadt zu finden. Schon vor 47 Jahren war viel Geduld (und auch ein bisschen Glück) angesagt.
Ich kenne den Unterschied zwischen Wetter und Klima bestens, die Häufung der <Unwetter heute hat nichts mit dem Wetter sondern mit den Klimaveränderungen zu tun.
Herzlichen Dank für Deine beiden Beiträge #2 & 4.
Heute Morgen habe ich einen Bericht im ZDF gesehen, was nach der menschengemachten Zerstörung des Staudamms am Dnipro in der Ukraine passiert ist. Anstelle des Stausees ist dort heute, mitten im Kriegsgebiet, ein Naturparadies entstanden, wo die Pflanzen- und Tiervielfalt von der Natur wieder hergestellt wurde. Nur den Menschen geht es dort schlechter, weil das Trinkwasser infolge der Klimaerwärmung weitgehend fehlt und mit Tankwagen an die Bewohner verteilt werden muss.
Die Natur wird die Klimaerwärmung garantiert überstehen, der Mensch in der heutigen Art jedoch nicht.
Die Zukunft wird eine Zukunft ohne Autos sein (auch ohne E-Autos), weil einfach der Platz fehlt. Da der Mensch jedoch zwei Beine und Arme hat, gehört die Zukunft dem Fahrrad und den eigenen Füssen.
Ich bin vor 47 Jahren in die Stadt gezogen, weil ich im Pendeln schon damals keine Zukunft sah, habe seither auch kein eigenes Auto mehr und mache alles mit dem ÖV und meinen Füssen. Das gilt auch für den Rest der Familie. Damit machen wir etwas für unsere Gesundheit und schonen die Umwelt. Ferien machen wir bei uns in der schönen Schweiz oder auf Balkonien und das Fliegen ist für uns kein Thema, nicht nur wegen den Umweltschäden, sondern weil wir die "Menschenviehhaltung" in den Flughäfen hassen. Bilder von Menschen in den Hallen der Flughäfen erinnern mich immer an Viehmärkte, wo die Rinder durch enge Gatter-Gassen gerieben werden.
Das Unwetter in Brienz ist nicht einmalig, weder in der Schweiz noch in Deutschland, sondern sie häufen sich immer mehr, weil die Natur gegen die Unvernunft der Menschheit reagiert. Auch Kriege gehören zur Unvernunft einer machtgierigen "Elite", wo Geld und Macht wichtiger sind als auf die Umwelt zu achten.
Herzliche Grüsse
Gian
NB: Ich weiss, Wohnungen in der Stadt in der Nähe des Arbeitsortes sind teurer, wenn ich aber die Kosten für die Bahn oder Auto abziehe und den Mehrwert einer besseren Lebensqualität betrachte, ist das eine gute Lösung, auch der Umwelt zuliebe.
Das Argument, sich keine Wohnung in der Stadt leisten zu können, stimmt einfach nicht, auch wenn es heute schwieriger ist, eine Wohnung in der Stadt zu finden. Schon vor 47 Jahren war viel Geduld (und auch ein bisschen Glück) angesagt.
Ich kenne den Unterschied zwischen Wetter und Klima bestens, die Häufung der <Unwetter heute hat nichts mit dem Wetter sondern mit den Klimaveränderungen zu tun.
Hallo,
mir ist bewusst, die Diskussion ist mühselig und Argumente werden kaum verfangen. Trotzdem, ich kann es nicht lassen:
Das hier:
ist eine typische Aussage in solchen Diskussionen. Sie hat, wie viele dieser Aussagen, einen wahren Anfang und ein schwieriges Ende, welches dann allerdings zu falschen Schlussfolgerungen führt.
Der wahre Anfang: "solch lokale Unwetter wie dieses hat es immer wieder gegeben." Stimmt, lokale Unwetter hat es immer wieder gegeben.
Allerdings ist das Ende "Das hat mit Klimaerwärmung nichts zu tun." schwierig. Anders gesagt: Es dürfte eher schwer nachweisbar sein, ob nun genau dieses eine Ereignis definitiv auf den Klimawandel zurückzuführen ist oder eben nicht. Der scheinbar so überzeugende Schluss von >hat es immer schon gegeben< auf >dann ist auch dieses Ereignis genauso eines, dass es immer schon gegeben hat< ist sehr schön einfach aber auch eben kaum haltbar, sondern ist eher ein Glaubenssatz.
Mich persönlich überzeugen solche Glaubenssätze nicht, ich halte mich lieber an die Wissenschaft. Und hier gibt es nicht nur die Klimamodelle, aus denen - nach wissenschaftlichen Maßstäben - sehr deutlich hervorgeht, dass die Erderwärmung zur Zunahme von Extremwetter-Ereignissen führt. Darüber hinaus gibt es wissenschaftlich abgesicherte Methoden, zu untersuchen, wie stark das Auftreten von Ereignissen durch bestimmte Änderungen der Randbedingungen begünstigt wird - Stichwort: Attributionsforschung. Die Anwendung dieser Methoden auf Hochwasser-Ereignisse, wie z.B. das Ahrtal-Hochwasser in Deutschland, stützt die aus den Klimamodellen resultierenden Vorhersagen.
Zusammengefasst stellt sich das ganze für mich so dar: Auf der einen Seite die Wissenschaft, die auf der Basis abgesicherter Methoden zum Erkenntnisgewinn (übrigens Methoden, deren Anwendung uns z.B. auch die Entwicklung von funktionierenden Eisenbahnen ermöglicht haben, um den Bogen mal zu spannen) zu dem Schluss kommt, dass der Klimawandel Extremwetter-Ereignisse stark begünstigt, d.h. dazu führt, dass diese vermehrt auftreten. Auf der anderen Seite Aussagen ohne abgesichertes Fundament in dem Tenor, dass es Extremwetter-Ereignisse immer schon gegeben habe und dass das daher auf keinen Fall mit dem Klimawandel zu tun haben könne.
Solange nun also niemand daher kommt, und unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden _nachweist_, dass das Unwetter in Brienz nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, bin ich weiterhin überzeugt, dass solche Ereignisse sehr wohl etwas mit dem Klimawandel zu tun haben: Sie kommen dadurch einfach öfter vor als früher. Ich weiß gar nicht, wiev iele sogenannter "Jahrhundert"-Wetterereignisse (wie z.B. Regenmengen und Hochwasser) wir in den letzten 10 Jahren in Deutschland schon gehabt haben. "Jahrhundert-Ereignis" bedeutet ja eigentlich, dass so etwas im Schnitt etwa einmal pro Jahrhundert vorkommt.
Und zum Schluss: Ich würde mir sehr wünschen, dass all jene, die glauben, dass sich nichts Grundlegendes im Erdklima geändert hat und wir alle einfach so weitermachen können wie bisher, Recht hätten. Ich persönlich hatte auch nie Lust dazu, meine Lebensweise auch nur im Ansatz zu ändern. Aber es wird wohl nicht anders zu gehen. Entweder wir ändern unser Leben, oder es wird geändert.
Viele Grüße,
Udo.
mir ist bewusst, die Diskussion ist mühselig und Argumente werden kaum verfangen. Trotzdem, ich kann es nicht lassen:
Das hier:
Zitat - Antwort-Nr.: 5 | Name: irreriwan
Sorry, aber solch lokale Unwetter wie dieses hat es immer wieder gegeben. Das hat mit Klimaerwärmung nichts zu tun.
ist eine typische Aussage in solchen Diskussionen. Sie hat, wie viele dieser Aussagen, einen wahren Anfang und ein schwieriges Ende, welches dann allerdings zu falschen Schlussfolgerungen führt.
Der wahre Anfang: "solch lokale Unwetter wie dieses hat es immer wieder gegeben." Stimmt, lokale Unwetter hat es immer wieder gegeben.
Allerdings ist das Ende "Das hat mit Klimaerwärmung nichts zu tun." schwierig. Anders gesagt: Es dürfte eher schwer nachweisbar sein, ob nun genau dieses eine Ereignis definitiv auf den Klimawandel zurückzuführen ist oder eben nicht. Der scheinbar so überzeugende Schluss von >hat es immer schon gegeben< auf >dann ist auch dieses Ereignis genauso eines, dass es immer schon gegeben hat< ist sehr schön einfach aber auch eben kaum haltbar, sondern ist eher ein Glaubenssatz.
Mich persönlich überzeugen solche Glaubenssätze nicht, ich halte mich lieber an die Wissenschaft. Und hier gibt es nicht nur die Klimamodelle, aus denen - nach wissenschaftlichen Maßstäben - sehr deutlich hervorgeht, dass die Erderwärmung zur Zunahme von Extremwetter-Ereignissen führt. Darüber hinaus gibt es wissenschaftlich abgesicherte Methoden, zu untersuchen, wie stark das Auftreten von Ereignissen durch bestimmte Änderungen der Randbedingungen begünstigt wird - Stichwort: Attributionsforschung. Die Anwendung dieser Methoden auf Hochwasser-Ereignisse, wie z.B. das Ahrtal-Hochwasser in Deutschland, stützt die aus den Klimamodellen resultierenden Vorhersagen.
Zusammengefasst stellt sich das ganze für mich so dar: Auf der einen Seite die Wissenschaft, die auf der Basis abgesicherter Methoden zum Erkenntnisgewinn (übrigens Methoden, deren Anwendung uns z.B. auch die Entwicklung von funktionierenden Eisenbahnen ermöglicht haben, um den Bogen mal zu spannen) zu dem Schluss kommt, dass der Klimawandel Extremwetter-Ereignisse stark begünstigt, d.h. dazu führt, dass diese vermehrt auftreten. Auf der anderen Seite Aussagen ohne abgesichertes Fundament in dem Tenor, dass es Extremwetter-Ereignisse immer schon gegeben habe und dass das daher auf keinen Fall mit dem Klimawandel zu tun haben könne.
Solange nun also niemand daher kommt, und unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden _nachweist_, dass das Unwetter in Brienz nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, bin ich weiterhin überzeugt, dass solche Ereignisse sehr wohl etwas mit dem Klimawandel zu tun haben: Sie kommen dadurch einfach öfter vor als früher. Ich weiß gar nicht, wiev iele sogenannter "Jahrhundert"-Wetterereignisse (wie z.B. Regenmengen und Hochwasser) wir in den letzten 10 Jahren in Deutschland schon gehabt haben. "Jahrhundert-Ereignis" bedeutet ja eigentlich, dass so etwas im Schnitt etwa einmal pro Jahrhundert vorkommt.
Und zum Schluss: Ich würde mir sehr wünschen, dass all jene, die glauben, dass sich nichts Grundlegendes im Erdklima geändert hat und wir alle einfach so weitermachen können wie bisher, Recht hätten. Ich persönlich hatte auch nie Lust dazu, meine Lebensweise auch nur im Ansatz zu ändern. Aber es wird wohl nicht anders zu gehen. Entweder wir ändern unser Leben, oder es wird geändert.
Viele Grüße,
Udo.
Hallo,
#2 #4 : wieder mal der Herr Oberlehrer - genau so wie in der ARD Mittwochs um 19.45Uhr !!
Schönen Tag
#2 #4 : wieder mal der Herr Oberlehrer - genau so wie in der ARD Mittwochs um 19.45Uhr !!
Schönen Tag
uNdercover - 14.08.24 11:34
Hallo,
aufgemerkt, denn der Herr "Pup" hat in #2 und 4 wiederholt gesprochen ☝️.
Nach diesem belehrenden Aufsatz in gewohnt wissenschaftlicher Attitüde wollen wir uns alle wieder artig setzen.
Wir lernen, dem Herrn "Pup" nicht zu widersprechen, da sonst sogar der Gruß des stets auf Etikette wertlegenden Musterknaben ausbleibt.
Am Ende der Lehrstunde wird Pubertät aber dann doch immer noch mit "b" geschrieben 🤣
uNdercover
aufgemerkt, denn der Herr "Pup" hat in #2 und 4 wiederholt gesprochen ☝️.
Nach diesem belehrenden Aufsatz in gewohnt wissenschaftlicher Attitüde wollen wir uns alle wieder artig setzen.
Wir lernen, dem Herrn "Pup" nicht zu widersprechen, da sonst sogar der Gruß des stets auf Etikette wertlegenden Musterknaben ausbleibt.
Am Ende der Lehrstunde wird Pubertät aber dann doch immer noch mit "b" geschrieben 🤣
uNdercover
transalpin - 14.08.24 13:14
Hallo Norrskenet, Gian und Udo!
Danke für eure treffenden Beiträge, weitgehende Zustimmung meinerseits.
Ein Prozent Temperaturanstieg bedeutet sieben Prozent mehr Feuchtigkeitsaufnahme der Luftmassen, deshalb häufigere und stärkere Extremniederschläge, deshalb wöchentliche Katastrophen-Meldungen, nicht nur in der Schweiz...
(Die Relativierung und Leugnung des menschgemachten Klimawandels scheint ein Bildungsproblem zu sein)
Bei nicht wenigen Modellbahnern korreliert das Interesse für die (Modell)Eisenbahn mit einem ökologischen Bewusstsein.
In diesem Sinne
Reinhard
Danke für eure treffenden Beiträge, weitgehende Zustimmung meinerseits.
Ein Prozent Temperaturanstieg bedeutet sieben Prozent mehr Feuchtigkeitsaufnahme der Luftmassen, deshalb häufigere und stärkere Extremniederschläge, deshalb wöchentliche Katastrophen-Meldungen, nicht nur in der Schweiz...
(Die Relativierung und Leugnung des menschgemachten Klimawandels scheint ein Bildungsproblem zu sein)
Bei nicht wenigen Modellbahnern korreliert das Interesse für die (Modell)Eisenbahn mit einem ökologischen Bewusstsein.
In diesem Sinne
Reinhard
Hallo zusammen,
Persönlich werdende, pauschalisierte Angriffe und Kommentare finde ich der Diskussionskultur abträglich.
Vor mehr als 20 Jahren habe ich ausbildungsbedingt die Risikostudien von Münchner Rück und SwissRe zum Thema Starkregen-Extremereignissen in die Finger bekommen. Genau das, was jetzt passiert, ist seinerzeit bereits prognostiziert worden.
Dazu gehörte auch die konkretere Aussage, dass nicht mehr Regen fallen wird, sondern sich dies auf wenige Ereignisse verteilen wird.
Es ging den Rückversicherern darum, abzuschätzen, wie das grundsätzliche Risiko durch die klimatischen Veränderungen einzuschätzen ist und sich auf die Ausgaben auswirkt. Dabei wurde auch erkannt, dass das Siedeln in Risikogebieten, wie z. B. Küsten, in ehemaligen Flussläufen oder engen Tälern zu einem Problem werden kann, was die Schadensgröße betrifft.
Es war also bekannt, wurde aber politisch so nicht kommuniziert.
Es gab immer schon Schwankungen auf diesem Planeten, teils auch kosmisch bedingt. Die Alpen waren irgendwann komplett eisfrei. wir reden hier aber über Zeiträume, die sich über Millionen bis (zehn-)tausende von Jahren audehnten und nicht auf wenige Jahre, außer es waren Ereignisse, wie Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge.
Jedes Gramm Kohle, Erdöl oder Methangas sind erst einmal chemisch gebundene Kohlenstoffverbindungen; entstanden über Jahrmillionen aus Pflanzen und Bioorganismen, die CO2 geatmet und in Biomasse verwandelt haben.
Können wir uns darauf einigen, dass die Verbrennung dieser so lange entstandenen Stoffe in ca. 200 Jahren zwangsläufig die CO2-Konzentration in einem Maß erhöht, das weit über das hinaus geht, was in Zeitfenstern des 1000-100 000 fachem überhaupt nur jährlich an CO2 in Biomasse gebunden werden konnte?
Die fossilen Lagerstätten sind ja existent. Auch die Zusammensetzung der Atmosphäre über lange Zeiträume lässt sich aus dem Gletschereis chemisch ablesen.
Gruß
Firefox
Persönlich werdende, pauschalisierte Angriffe und Kommentare finde ich der Diskussionskultur abträglich.
Vor mehr als 20 Jahren habe ich ausbildungsbedingt die Risikostudien von Münchner Rück und SwissRe zum Thema Starkregen-Extremereignissen in die Finger bekommen. Genau das, was jetzt passiert, ist seinerzeit bereits prognostiziert worden.
Dazu gehörte auch die konkretere Aussage, dass nicht mehr Regen fallen wird, sondern sich dies auf wenige Ereignisse verteilen wird.
Es ging den Rückversicherern darum, abzuschätzen, wie das grundsätzliche Risiko durch die klimatischen Veränderungen einzuschätzen ist und sich auf die Ausgaben auswirkt. Dabei wurde auch erkannt, dass das Siedeln in Risikogebieten, wie z. B. Küsten, in ehemaligen Flussläufen oder engen Tälern zu einem Problem werden kann, was die Schadensgröße betrifft.
Es war also bekannt, wurde aber politisch so nicht kommuniziert.
Es gab immer schon Schwankungen auf diesem Planeten, teils auch kosmisch bedingt. Die Alpen waren irgendwann komplett eisfrei. wir reden hier aber über Zeiträume, die sich über Millionen bis (zehn-)tausende von Jahren audehnten und nicht auf wenige Jahre, außer es waren Ereignisse, wie Vulkanausbrüche oder Meteoriteneinschläge.
Jedes Gramm Kohle, Erdöl oder Methangas sind erst einmal chemisch gebundene Kohlenstoffverbindungen; entstanden über Jahrmillionen aus Pflanzen und Bioorganismen, die CO2 geatmet und in Biomasse verwandelt haben.
Können wir uns darauf einigen, dass die Verbrennung dieser so lange entstandenen Stoffe in ca. 200 Jahren zwangsläufig die CO2-Konzentration in einem Maß erhöht, das weit über das hinaus geht, was in Zeitfenstern des 1000-100 000 fachem überhaupt nur jährlich an CO2 in Biomasse gebunden werden konnte?
Die fossilen Lagerstätten sind ja existent. Auch die Zusammensetzung der Atmosphäre über lange Zeiträume lässt sich aus dem Gletschereis chemisch ablesen.
Gruß
Firefox
Beitrag editiert am 14. 08. 2024 14:24.
Norrskenet - 14.08.24 14:24
Hallo in die Runde,
Dank für Eure sachlichen, das heiße (!) Thema erfreulich sachlich diskursierenden Beiträge.
Spott hingegen für die (wenigen) unsachlichen und sofort ins Persönliche gehenden, lediglichen Schulhof-Sprüche. Kennen wir.
Und 1:0 für meine Partnerin: Sie hatte mir gestern Abend den Tipp gegeben, ein Wort bewusst falsch zu schreiben; als Lehrerin war sofort klar, welches. Womit der erwartete Titel des "Oberlehrers" nachweislich an andere geht.
Tja, nicht nur beim Schachspiel, sondern auch beim Klimawandel heißt es besser:
VORAUSdenken. Und HANDELN. Oder besser auch mal etwas sein lassen. Und endlich raus dem "Es-war-immer-so-bequem-Ohrensessel".
Ja, wenn SUVs bereits und ausgerechnet über Bahntrassen schwimmend das Weite suchen ...
Gruß Norrskenet
Dank für Eure sachlichen, das heiße (!) Thema erfreulich sachlich diskursierenden Beiträge.
Spott hingegen für die (wenigen) unsachlichen und sofort ins Persönliche gehenden, lediglichen Schulhof-Sprüche. Kennen wir.
Und 1:0 für meine Partnerin: Sie hatte mir gestern Abend den Tipp gegeben, ein Wort bewusst falsch zu schreiben; als Lehrerin war sofort klar, welches. Womit der erwartete Titel des "Oberlehrers" nachweislich an andere geht.
Tja, nicht nur beim Schachspiel, sondern auch beim Klimawandel heißt es besser:
VORAUSdenken. Und HANDELN. Oder besser auch mal etwas sein lassen. Und endlich raus dem "Es-war-immer-so-bequem-Ohrensessel".
Ja, wenn SUVs bereits und ausgerechnet über Bahntrassen schwimmend das Weite suchen ...
Gruß Norrskenet
Tom-Berlin - 14.08.24 15:07
Da ist er wieder, der Oberlehrer. In Ausreden nie verlegen 🤣.
Wie gewohnt, sehr amüsant.
Wie gewohnt, sehr amüsant.
Hallo,
wie wegen eines sachlichen Unwetterberichtes hier wieder rumpalavert wird macht zum Einen dieses Forum für mich immer unattraktiver und zum Anderen hemmt das ganz gewiß so manchen Teilnehmer ein neues Thema zu eröffnen.
Trotzdem beste Grüße
Frank
wie wegen eines sachlichen Unwetterberichtes hier wieder rumpalavert wird macht zum Einen dieses Forum für mich immer unattraktiver und zum Anderen hemmt das ganz gewiß so manchen Teilnehmer ein neues Thema zu eröffnen.
Trotzdem beste Grüße
Frank
transalpin - 14.08.24 15:55
Hallo zusammen,
nur Fakten zählen!
Der tägliche Unwetter-Katastrophenbericht:
https://www.wetteronline.de/wetterticker/unwett...c1-8576-f037535e901d
Und auch die Bahn ist betroffen. Die Bahn-Verantwortlichen sind genauso gefordert, sich an das rasant ändernde Gefahrenpotential durch den Klimawandel anzupassen.
Für das Abwenden/Abschwächen der dramatischen Klimaveränderung scheint es aufgrund der Ignoranz der vielen Zeitgenossen (und somit auch der Politiker) reichlich spät zu sein.
Und ja: es ist erst der Anfang der spürbaren Klimaerhitzung...
Gruß
Reinhard
nur Fakten zählen!
Der tägliche Unwetter-Katastrophenbericht:
https://www.wetteronline.de/wetterticker/unwett...c1-8576-f037535e901d
Und auch die Bahn ist betroffen. Die Bahn-Verantwortlichen sind genauso gefordert, sich an das rasant ändernde Gefahrenpotential durch den Klimawandel anzupassen.
Für das Abwenden/Abschwächen der dramatischen Klimaveränderung scheint es aufgrund der Ignoranz der vielen Zeitgenossen (und somit auch der Politiker) reichlich spät zu sein.
Und ja: es ist erst der Anfang der spürbaren Klimaerhitzung...
Gruß
Reinhard
uNdercover - 14.08.24 16:03
Frank hat völlig Recht.
Hier geht es um Modellbahn.
Unbestritten ändert sich das Klima, da bin ich ganz bei den heutigen, sachlichen Erkenntnissen.
Aber das gehört hier genausowenig hin, wie der omnipräsente, belehrende Ton des Herrn Norrepup. Zu jedem Mist steuert dieser User seinen Senf dazu, gibt den Pseudo-Wissenschaftler und Moralapostel. Jegliche Meinungen anderer User perlen an diesem teflonbeschichteten Herrn ab. Dieses lächerliche Gehabe eines Einzelnen ändert nämlich auch das Klima - nämlich hier Forum.
Meint
uNdercover
Hier geht es um Modellbahn.
Unbestritten ändert sich das Klima, da bin ich ganz bei den heutigen, sachlichen Erkenntnissen.
Aber das gehört hier genausowenig hin, wie der omnipräsente, belehrende Ton des Herrn Norrepup. Zu jedem Mist steuert dieser User seinen Senf dazu, gibt den Pseudo-Wissenschaftler und Moralapostel. Jegliche Meinungen anderer User perlen an diesem teflonbeschichteten Herrn ab. Dieses lächerliche Gehabe eines Einzelnen ändert nämlich auch das Klima - nämlich hier Forum.
Meint
uNdercover
transalpin - 14.08.24 16:56
Hallo uNdercover,
grundsätzlich hast du recht, dass es in einem Modellbahn-Forum um andere Inhalte gehen sollte.
Wenn aber ein Thread zu diesem Thema gestartet wird und in Diskussionsbeiträgen widersinnige Aussagen ("hat es immer schon gegeben"...) getätigt werden, rechtfertigt das durchaus die eine oder andere pointierte Stellungnahme, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft...
(Während ich dies schreibe, entlädt sich über meinem Wohnort gerade eine Superzelle mit extremen Niederschlagsmengen, hoffentlich bleibt mein Modellbahn-Keller trocken).
Gruß
Reinhard
grundsätzlich hast du recht, dass es in einem Modellbahn-Forum um andere Inhalte gehen sollte.
Wenn aber ein Thread zu diesem Thema gestartet wird und in Diskussionsbeiträgen widersinnige Aussagen ("hat es immer schon gegeben"...) getätigt werden, rechtfertigt das durchaus die eine oder andere pointierte Stellungnahme, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft...
(Während ich dies schreibe, entlädt sich über meinem Wohnort gerade eine Superzelle mit extremen Niederschlagsmengen, hoffentlich bleibt mein Modellbahn-Keller trocken).
Gruß
Reinhard
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