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THEMA: Gleise "rosten" mit Airbrush - Anfänger

THEMA: Gleise "rosten" mit Airbrush - Anfänger
Startbeitrag
Freddie - 08.08.24 23:35
Hallo Community,

ich werde wohl diesen Herbst damit beginnen, meine Gleise (bereits eingeschottert) mit Rost-Patina zu versehen. Angefangen habe ich mit einem Acryl-Stift. Richtig gefallen will mir das aber nicht. Es geht zwar schnell und relativ einfach, aber ich würde gern den Gegenversuch mt einer Airbrush-Pistole (elektrisch und aufladbar) starten. Nun habe ich aber keinerlei Airbrush-Erfahrung, daher die Frage: sollte ich das überhaupt machen, oder wird das Ergebnis noch "schlimmer" als mit dem Stift?

Wie habt ihr das gehandhabt?

Gruß
Freddie

Hi Freddie,

Ich habe vor meine Gleise noch vor dem Einschottern zu airbruschen. Jetzt wird es bei dir schwieriger. Müsstest ja die unregelmäßige Schotterwelt erst abkleben..
Hmmm... da fällt mir im Moment auch nichts besseres ein ausser Pinsel oder Stift.

LG ChristiaN
Hi,

was gemeinhin als "Rost" bezeichnet wird ist beim Vorbild, vor allem auf Gefällestrecken, zum Großteil Bremsstaub, und der verteilt sich auch auf Schwellen und Schotter.
Wenn die Schienenprofile also schon vorbehandelt sind könnte man mit der Airbrush das gesamte Gleisbett nicht deckend einnebeln. Dann jedoch nicht orange-rot-braune "Rostfarbe" nehmen, sondern ein eher dunkles Graubraun. Man erspart sich das Abkleben, und es sieht im Endergebnis vermutlich nicht schlecht und vorbildähnlich aus. Einfach auf einem kurzen Stück mal ausprobieren.

LG Didi
Hi Freddie,

ich verweise da mal gerne auf diesen Thread:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show...Martin%20S.#x1286970

und darin auf die Bilder in meinem Beitrag. Ich habe auch zuerst eingeschottert und dann mit der Airbrush die braune Farbe aufgebracht (ob das jetzt Bremsstaub, Rost, Abrieb von den Schleifstuecken, oder Vogelkacke ist - ist auf der MoBa egal, es ist immer Farbe;)). Zwischen den Schienen mit einem passend breit zugeschnittenen Polypropylen-Streifen (der war grad uebrig) abgedeckt. Beim Spruehen der Aussenseiten wird der PP-Streifen einfach von aussen angelegt. Ein mm Abstand zur Schiene und es passt.

Der Vorteil, wenn man nach dem Schottern rostet: Die Schmutzspuren auf dem Schotter in der Nähe der Schienen werden auch gleich nachgebildet. Besonders gut sieht man das bei "frischem" Schotter, der noch granit-grau ist.

Viele Gruesse,
Martin

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Hallo Freddie,
ich denke, das wir uns einig sind, dass die Gleise vor dem Einbau zu patinieren sind und das wir dabei ausschließlich auf Flexgleise zurückgreifen.

Sind die Gleise bereits verbaut, dann helfen mMn. nur noch die Eddingstifte (usw usf) oder der Pinsel, sonst ist für einen Anfänger die Sauerei zu groß.
Profis (oder Geübte 😊) patinieren die fertige Gleisanlage nach, sodass zB graues Schotter und Schwellenbänder nachträglich etwas Bremsstaub bekommen und auch an Bergen der zarte Ölstreifen in der Mitte erkennbar wird. Das kostet Zeit, eine Absauganlage, Schutzausrüstung und vor allem Profiwerkzeug.

Mit der Revell - Basisausstattung "Eimer 1" und einigen anderen vergleichbaren Airbrushsystemen kann man ohnehin nur außerhalb jeglicher Räumlichkeiten arbeiten und tatsächlich wäre dies jetzt die richtige Gelegenheit den Balkon oder die Garage "vollzusauen". Zudem würde ich noch die erforderlichen Werkzeuge (klappbare Leisten, statt Klebeband) anfertigen um Profile und Kleineisen, aber nicht die Schwellen zu lackieren.

Man würde noch die Schienenköpfe einfetten und dann mit einem feuchten Waschbenzinlappen abziehen, wenn die Lackierung trocken ist und damit auch lösbare Unebenheiten gleich mit beseitigen.

Als Farbe, sowohl mit dem Pinsel, .....für Weichen und konfektioniertes Material, als auch mit dem Luftpinsel eignet sich Revell 84 . Lederbraun, welches man immer mal wieder mit anthrazit bzw schwarz streckt, damit der Farbton eben nicht glechmäßig, sondern eher wechselnd dunkel ist.

Abstellgleise sind mehr schwarz.
Neuere Hauptgleise eher braun, wenn man das als Patina oder Rost sehen möchte.
Für Abstellgleise habe ich an einigen Stellen sogar Arnoldmaterial wegen der schwarzen Schienenköpfe verwendet., Es   geht aber auch Tillig-brüniertes Code 80 - insoweit man entweder noch die Schwellenbänder hat .....oder man nimmt ausgeleierte Flexschwellenbänder anderer Hersteller (außer Flm-Piccolo) zieht es dort ein und fixiert es mit 2K-Kleber,

Gruß Sven

Hallo Sven,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Sind die Gleise bereits verbaut, dann helfen mMn. nur noch die Eddingstifte (usw usf) oder der Pinsel, sonst ist für einen Anfänger die Sauerei zu groß.



verschrecke mal nicht die Anfänger - ich wuerde mich in Sachen Airbrush als blutiger Anfänger bezeichnen (ne Lok wuerde ich nie und nimmer lackieren). Und die Alterung auf meinen Bilder war meine erste Alterung.

Also - Freddie - nicht abschrecken lassen! Auch als Anfänger funktioniert Altern nach dem Einschottern wunderbar.

Nach dem Airbrushen das Reinigen der Schienenköpfe nicht vergessen - funktioniert bestens nach einer Flasche Wein - nämlich mit dem Korken derselben, den man ein bisschen mit Isoprop (oder Brennspiritus) befeuchtet. Mit dem dann vorsichtig ueber die Schienenköpfe reiben. Mit etwas Uebung reinigt man beide Schienen eines Gleises gleichzeitig, der Korken hat dafuer die optimale Breite.

/Martin
Hallo Freddie,

hab einen anderen Vorschlag - die Idee mit den Acryl-Stift ging ja ganz gut, nur die Farbe gefällt nicht so weit ich verstehe.
Wir haben Peco Code 55 nachträglich mit Microbrush und Modellbahnfarbe behandelt. Beispiel hier bei Ebay:
https://www.ebay.de/itm/364833117939
Nicht die Modellbau-Packungen kaufen, die sind zu teuer. Billiger sind die die Teile aus der Kosmetik der Ladies  

Farbe ist dann nach Wahl und Zustand der Schienen - wir hatten Hauptbahn-Thema und daher nicht Rost sondern Leder-beigebraun genommen.
Anwendung ist einfach - die Microbrush nur auf die Farbe aufsetzen, damit sie sich vollsaugt, aber nicht dicken Tropfen bekommt. Dann mit der versteckten Plastikspitze in den Haaren an die Schienenkante über den Schwellen gehen und wie mit einem Stift entlang ziehen, bis die Farbe zu Ende geht. Das die Kleineisen-Nachbildung dabei eventuell etwas Farbe abbekommt ist ja eher gewollt. Die Oberfläche der Schiene wurde dann nach antrocknen mit einer Holzleiste abgezogen - fertig.

Mit dem Pinsel ist das Altern recht mühselig, denn es gibt nur die weichen Pinselhaare ... eventuell geht es mit einem Borstenpinsel der harte Pinselborsten hat, aber die Microbrush wird inzwischen auch von den Kollegen bei den N-Bahn Freunden München gerne verwendet für Reinigungs- und Malerarbeiten.

Schöne Grüße
Peter


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Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

ich denke, das wir uns einig sind, dass die Gleise vor dem Einbau zu patinieren sind und das wir dabei ausschließlich auf Flexgleise zurückgreifen.



Da sind wir uns tatsächlich uneinig, Sven. Mein Gleisbett ist ja bereits fertig eingeschottert, Flexgleise hatte ich nicht und habe auf die vorhandenen Gleise und Weichen von Minitrix zurückgegriffen. Das ist durchaus legitim, denke ich.

Von der Frage nach Airbrush, Pinsel oder Stift mal abgesehen: wie erreicht man beispielsweise die Weichen an ihren kritischen Stellen? Da fällt der Posca-Stift wohl raus, aber würde man das mit den Mini-Brushes erreichen oder bleibt immer ein kleiner, silberner Bereich sichtbar?

Ich bin nach wie vor unschlüssig.

Gruß
Freddie
Hi Freddie,

Airbrush sprühnt nur einen feinen Nebel, das geht auch bei Weichen ganz gut und jedes Eckchen wird erreicht.

Bei mir fliesst der Strom durch Litzen ins Herz und Zungen, falls du aber vom Kontakt abhängig bist, dann einfach an der Stelle wieder abkratzen. Oder am besten gleich mit Maskierlack zB Maskol schützen.

LG Christian
Hallo Freddie,

Zitat - Antwort-Nr.: 7 | Name:

aber würde man das mit den Mini-Brushes erreichen



Ja, denn es gibt unterschiedliche Formen der kleinen Fasernköpfe. Im Prinzip ist nur der Kern der Köpfe ein dünner Plastikstiel, der spitz zu läuft. Damit kommt man auch in den Bereich zwischen Radlenker und Schiene oder Herzstück. Blank bleibt nur der Bereich wo die Weichenzunge anliegt und die Oberfläche der Schienen.

Noch ein Tipp wegen Kontaktsicherheit der beweglichen Weichenzunge nach dem anmalen. Wenn das Messgerät zeigt, dass weder die Lagerung am Drehpunkt noch die Weichenzunge an der Schiene Strom an die bewegliche Weichenzunge leitet, dann träufle ich etwas (nicht den guten) Alkohol in den Bereich und bewege ich die Weichenzunge bzw, putze ich mit Microbrush bis dort Kontakt wieder hergestellt ist. Fehlersuchgerät ist auch eine kurze 2achsige Lok wie Köf, V20, V45 usw.

Nach der Verwendung ziehe ich übrigens die Fasern der Microbrush mit den Fingernägeln ab und verwende die Stiele um Sekundenkleber oder Fett an die gewünschte Position zu bringen.

Schöne Grüße
Peter

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