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FKS-Modellbau Gerd Gehrmann

THEMA: Schotter

THEMA: Schotter
Startbeitrag
Bernhard Rieger - 13.08.05 21:19
Hallo zusammen

Zum Thema Schotter, Körnung etc. gibt's jetzt eine Planungshilfe der AGBM:

http://www.AGBM.info

Viele Grüße aus Bayern

Bernhard

Hm, wegen der Größe: auch wieder wird des "optischen Eindrucks" wegen eigentlich zu grobe Körnung empfohlen. Ich verstehe dies hier (wie schon bei den Geschwindigkeiten) nicht so. Also ich jedenfalls kann meine Augen nicht so beschubsen. Ich orientiere mich immer an der Umgebung. D. h. ich setze die Korngröße immer in Relaten zum Gleis und habe dabei das Vorbild im Kopf. Schon fällt`s mir auf, wenn da "Findlinge" zwischen den Schwellen liegen. Bei den heutzutage allgemein üblichen Makroaufnahmen mit den Digicams fällt`s dann endgültig auf. Dabei reichen ja schon die unmaßstäblichen Schienen und Radsätze....
Bei der Geschwindigkeit suche ich mir einen immaginären Punkt neben der Strecke und vergleiche die Zeit, die z. B. ein Wagen benötig, um vorbei zu fahren, mit dem Vorbild. Da ich immer sehr oft an der Verbindungsstrecke mit langsam fahrenden Güterverkehr laufe, hat man da schon so einen gewisses Gefühl...

Auch im kleinen N, habe ich festgestellt, kann man sich fast als in die Sichtweise eines Fußgängers versetzen.

Sonst ist`s für mich wieder zu spielzeughaft.

Gruß
Thorsten  
Dazu möchte ich anmerken, dass von der AGBM extra zu Anschauungszwecken Gleise in den verschiedenen Spurweiten eingeschottert wurden. Und zwar einmal mit maßstäblichem Schotter und dann eben mit etwas gröberem Schotter.

Der Effekt (konnte mich selber davon überzeugen) ist eindeutig:

Der Maßstäbliche Schotter (hier wurde ASOA verwendet) schaut wesentlich "unnatürlicher" - eben zu fein - aus.

Aber sicher, das ist Ansichtssache

Gruß, Bernhard
@Bernd. Ich weiß, wie Sand. Und da wo man Sand haben will, sieht`s bei vielen wie Schotter aus. Ist eben nun mal so klein.

Meine Ansicht: Woodland's Fine Ballast Grey Blend (Feiner Schotter, graue Mischung) Art. # B1393

http://img5.imageshack.us/img5/6786/chrome3qq.jpg

Aufgepappt finde ich ihn ein bisserl grob, aber ideal - zumindest das Beste, was ich je probiert habe.

lg,
Claus
Ja das Thema nach dem passenden Schotter.
Mich hat bis jetzt das Schotter von Woodland  (wie Claus bereits beschrieben)auch am besten überzeugt.
Ich habe mir das als große Dose mal von Conrad Elektronik bestellt. Sicherlich bestimmt zu teuer (Aber noch zu DM Preisen)
Es gibt es dieses irgendwo günstiger.denke ich...aberdas steht im Moment bei uns auch noch nicht an.
Ich muss erst einmal unser Peco Gleismaterial kaufen.
Werde wohl nur später, wenn mein Gleis zum Schottern liegt mir eine spezielle Mischung fertig machen.
denn nur so braun oder grau ect... ist mir etwas zu trist.


Ingo
Hallo,wenn Ihr etwas gröberen Schotter nehmt,kann man diesen mit einem
Mörser(Küchengerät) gut zerkleinern.Somit hat man dann mehr Auswahl.

Gruß Geronimo
Hier eine gute Adresse für Schotter.   mbc.wilderkaiser@gmx.net
Ich hatte dort kurz angefragt und folgende Antwort erhalten.

Sehr geehrter Herr ...

Danke für Ihr Interesse!

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Für eventuelle Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen verbleiben wir
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Ing. Jochen Brunner
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Einwandfreie Ware und sehr kundenfreundliches Verhalten.
H-W


Hallo,
ich bevorzuge Schotter vom Conrad-Versand. Der ist relativ günstig und hat meiner Meinung nach eine gute Optik.

Gruß Dirk
@ 0 und 2
>"Der Maßstäbliche Schotter (hier wurde ASOA verwendet) schaut wesentlich "unnatürlicher" - eben zu fein - aus."<

Um zu dieser "Erkenntnis" zu gelangen, war eine AG von Nöten ???

Kopfschüttelnd
Willi
der sicherlich nicht mit der Micrometerschraube Schotter nachmessen wird...
@9
nun nicht UM zu dieser Erkenntnis zu gelangen, aber die AG KAM eben zu dieser Erkenntnis.
Zu erwarten war das nicht unbedingt, da bekanntlich sehr viele Modellbahner "maßstäblichem Schotter" geradezu nachlaufen !

Die AGBM macht nichts anderes, als Fragen die immer wieder an die Verbände herangetragen werden, aufzugreifen. Es gibt nun mal auch Modellbahner, die KEIN Internet haben und dann nicht einfach - wenn sie ein Problem oder ne Frage haben - hier in ein Forum gehen um dies zu klären !!!!!

Gerade bei Modellbahnern ist der Anteil "älterer Menschen OHNE Internet" sehr hoch !

Viele Grüße
Bernhard



Beitrag editiert am 15. 08. 2005 11:00.
Steht es nicht sogar korrekt im Bericht?

"Da beim Schotter der optische Eindruck eine entscheidende Rolle spielt, wurde hier bewusst nicht maßstäblich verkleinert. Wer maßstäblich bauen will, wählt die Maße der jeweils kleineren Nenngröße." (AG KAM)

Massstäblicher Schotter gehört also auch nicht zu Gleisen nach NEM, denn da ist schliesslich auch (fast) nichts masstäblich...! Insofern verstehe ich die erhöhte Nachfrage auch nicht! Für Gleise nach fiNescale Standards (oder noch genauer) sieht das natürlich anders aus.

Grüsse
Frank
Betrifft ja nicht nur Gleisschotter, sondern auch allgemein Streumaterial. Sieht eben nicht besonders gut aus, wenn die kleinen Preiserleins auf einem Geröllfeld (wer Alpinist ist, weiß bescheid) stehen, anstatt auf einem Schüttbahnsteig. Solange man nichts maßstäbliches zum direkten Vergleich hat, kann man das Auge ja betrügen. Insofert stimmt`s schon ein wenig, wenn man die zu hohen Schienenprofile sieht. Aber trotzdem. Es ist so wie die überhöhten Geschwindigkeiten.
A propo.... Jetzt geh´ ich aber endlich, die Schnecken umrüsten!

Gruß
Thorsten
ich hab schon selber Schotter mit Prüfsieben für die DIN 1045 (Stahlbeton) ausgesiebt und dabei folgende Machenweiten verwendet: 0,25mm und 0,5 mm. Es bleibt also alles zwischen 0,25 und 0,5 mm als Schotter übrig. Diese größen entsprechen auch sehr exakt den Vorbildgrößen bis ca. 80mm Kantenlänge der Schotterkörner (wir haben damals x-Schottersteine vermessen). Nach langen Suchen verwende ich nun den Schotter von Halwa. Der paßt wirklich gut. Der Schotter von ASOA is rein rechnerisch Schrott!!!! Viel zu bröselig und vor allem zu uneinheitliche Körnung. Bitte beachtet bei der ganzen Debatte hier, daß wir auch über Hauptbahnen und vor allem EP IV reden. Nicht jeder fährt EP III und Nebenbahn, wo selbst in den 70ern noch die Gleise aus Nachkreigszeit lagen. Dort ist der Schotter von ASOA ok. Ich war am WE wieder gut 1600 km mitm Zug unterwegs und schau mir da oft das Gleis an: die Schottersteine gehen bei der heutigen Bahn bis 8o mm.

Martin

Martin
Zu Peco-Gleis Code 55 kann ich nur Schotter aus dem Hartsteinwerk Kitzbühel empfehlen (eben über den MBC WIlden Kaiser zu erreichen, #7).

Das ist der gleiche Diabas Gleisschotter wie ihn sowohl ÖBB als auch DB im Original verwenden (das hartsteinwerk Kitzbühel ist Lieferant von ÖBB und DB) und er ist für die Modellbahner mit den "richtigen" Sieblinien ausgesiebt. Wer eine Probe anfordert, erhält immer Schotter für mehrere Spurweiten und kann dann natürlich nach Geschmack auswählen.

LG

Enrico
Maßstäblichkeit in allen Ehren, für mich zählt die WIRKUNG. Maßstäblicher Schotter in N hat Sandkorngröße und wirkt meines Erachtens   - wie Sand.
Mein Heki-Steinschotter ist umgerechnet etwas zu groß, aber die Wirkung finde ich überzeugend. Gut, wenn ich mit dem Elektronenrastermikroskop an meine Gleise gehe ... -;)
Ähnlich empfand ich es bei meinen B&K-Wasserkränen. B&K empfiehlt, als Halteseil für die Auslegeraufhängung u.a. ein menschliches Haar zu nehmen. Ich habe es probiert; mag maßstäblich sein, wirkte aber (s.o.). Schließlich klebte ich ein (natürlich "etwas" dickeres) Kunststoffteil ein. Ist jetzt unmaßstäblich, WIRKT m.E. aber deutlich besser.
Gruß   malleto
Genau, Diabas interessiert mich auch sehr. Mir scheint die Körnung optimal zu sein (wobei ich nun den Unterschied Neben- u. Hauptbahnen wohl unberücksichtigt lasse, wollen`s ja nicht übertreiben). Und wenn ich mir neuen Schotter so anschaue, sieht der auch so aus.

Wichtiger finde ich eigentlich die Einfärbung.
Ich gehe auch viel an Gleisen spazieren und stelle da verschiedenste Zustände fest, die mehr oder weniger schwer nachzubilden sind:

Neu geschottert, neue Schwellen
Schotter kann original belassen, Schwellen vorher dunkel- bis schwarzbraun einfärben, Pofile vorsichtig rosten (natürlich auch das Kleineisen aber nicht die Schwellen)

Frisch nachgeschottert, alte Gleise. Wenig befahren
Schwellen vorher mittel - bis hellbraun (ausgeblichen), Schotter dunkles rostigbraun.  

Viel befahrenes Gleis, Bemszone
Hier vermischt sich Rost mit Bremsstaub. Das ergibt ein helleres, rötliches Rostbraun, das sich schon fast gleichmässig auf dem gesamten Oberbau auflegt. Das ist wird wohl am häufigsten nachgebildet - es ist ja auch am einfachsten, weil man höchstens noch die Profile etwas rostiger nachfärbt.

Viel befahren, keine Bremszone
Je nach Alter des Schotters ist von dunkelgrau bis braun gefärbt. Nicht so rostfarben eben. Die Schwellen unterscheiden sich farblich deutlich.

Bis auf de Bremsstrecken und dem neuen Gleis ist alles andere m. E. schwer nachzubilden, weil nachträgliches Einfärben durch die unterschiedlichen Farbtöne möglicherweise nur durch Trockenmaltechnik (wie im Plastikmodellbau) zu erreich wäre. Man kann ja nicht jede Schwelle einzeln im Schotterbett anpinsel und altern. Frischer Schotter ist ja auch kein Problem. Beim Duralit z. B. kann man ihn ja so belassen. Für alten Schotter müsste man es einfärben. Das wird im losen Zustand aber wohl kaum gelingen. Man kann ihn mit Sicherheit am Gleis später prima einfärben und mittels trockenmalen akzentuieren - aber die Schwellen müssten man dann auch noch farblich absetzen...

So, das sind mal so meine Gedanken in der Theorie. Ob das jetzt übertrieben sein mag oder überhaupt praktsich anzuwenden ist, weiß ich nicht. Das fällt mir nur daz ein, wenn ich mir die Gleise so angucke beim Gassigehen mit unserem Hund. Jedenfalls bei uns hier im Norden ist`s so.

Was meint Ihr dazu?

Gruß,
Thorsten Schulz
#16

Unterschiedlich sind auch noch Strecken für Elektro- bzw. Dieselbetrieb bzw. in früheren Epochen Dampfbetrieb.

Bei Dieselbetrieb findet man oft in der Mitte des Schotterbetts Dieselspuren (ölige Fettspur), bei Dampfbetrieb Ölspuren an den Gleisaußenseiten nahe der Schienen und Kohle- und Aschespuren in der Gleismitte (oft wie schwarze Farbe).

In Bahnhöfen und BW sieht man oft die Kohle längs über zumindest eins wenn nicht zwei Gleise verteilt, so dass oft gar kein Schotter mehr zu sehen ist.

Also ein reiches Feld für diejenigen, die dem Gleis (und dem Schotter) einen besonderen "Touch" verleihen wollen.

LG

Enrico
Ich habe sämtliche Schottertypen getestet und festgestellt, daß der einzige nicht quellende Schotter das N-Porphyr von Heki ist:

3173 braun
3328 hellgrau
3329 mittelgrau

Alle sind untereinander mischbar und wenn Ihr, speziell bei den Grautönen, das Leimgemisch mit einem Schuß Dispersionsfarbe veredelt, gibt das die tollsten Töne. Auch hinterher mit Trockenfarbe kann man viel gestalten. Das HEKI-Zeugs ist auch preiswert.

Alles andere ist nur teuer und genießt Kultstatus. Sie sind das Geld nicht wert. Ich sehe manchmal Bilder von Gleisanlagen mit dem teuersten Schotter, der aber wie Hühnerkacke aussieht. Braun und hellbeige....brrrrrrrrrrrrrr

Probierts mal aus. Soviel ich weiß, nutzen den auch Klaus Lübbe und Roschi (?)

Gruss
Cox
@Cox
Ich meine, auch Alfred benutzt ihn. Interessante Farbtöne. Werde ich mal auf meine Liste setzen.

Gruß,
Thorsten
Man muss ja nicht unbedingt ein Leim-Wasser-Spüli-Gemisch verwenden. Mit Tiefengrund bekommt man sogar eine elastische Verklebung des Schotters...

Enrico

PS: Wie Diabas auf Grund seiner chemischen und physikalischen Eigenschaften quellen sollte, muss wohl erst erfunden werden...


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