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THEMA: Ringleitung Servos

THEMA: Ringleitung Servos
Startbeitrag
Nspurbodi - 22.12.23 09:45
Hallo Leute
Leider werde ich aus den Schaltplänen im Internet nicht schlau. Würde gerne bei meinen Servos für + und - eine Ringleitung legen. Auf manchen Plänen ist das auch so eingezeichnet, auf anderen nicht. Kommt das auf die Servos an? Oder will wer Kabel verkaufen?
Lg Peter

Hallo Peter,

ich geh mal davon aus , das du irgendwelche Dekoder zum schalten der Servoss benutzt ( wäre gut , zu schreiben was für Digital komponenten du benutzt und auch wie groß deine Anlage sowie die Weichenanzahl ect. ist ).

Bei den Servos sind es ja 3 Kabel die in einem 3-poligen Stecker enden. Dieser Stecker kommt an den Decoder.

An den Decoder kommt die Stromversorgung von der Zentrale. Ein Decoder hat immer 2 Anschlüsse mit jewils 2 Polen. Einmal kommt ein Anschluß von der Zentrale - nähmlich der sog. Trackanschluß (Gleianschluß ) - der Liefert das Schaltsignal.

Zusätzlich kannst du dieses aber auch benutzen, und zur Stromversorgung des Decoders benutzen ( Nachteil: du brauchst den Strom von der Zentrale )  Besser ist es ein seperates Netzteil zu benutzen. Da reicht ein Netzteil mit 12 Volt/3 Ampere Für 5/6 Decodern ( Ich habe Digikeijs, pro Decoder kann ich 4 Servos anschließem, das sind dann 20 bis 24 Servos die ich mit einem Netzteil mit Strom versorge ).

Meine Anlage hat 280 Meter Gleislänge und 106 Weichen. Dafür habe ich einfach je 2 Farbige Litzenkabel von 1mm² verlegt sowohl für das Traksignal als -andere Farben nehmen -auch für die Stromversorgung der Servos. Allerdings für jeden meiner 5 Netzteile. Die 2 Adern hab ich immer schön mit dem Akkuschrauber zusammengedrillt und als Strang unter die Anlage verlegt.  Die Decoder selber hab ich möglichst nahe zu den Weichen angebracht und dann mit den entsprechenden Kabel verbunden.

Für das Traksignal kann man auch direkt an das Gleis gehen-das Schaltsignal für Loks und Weichen wird ja durch die Schienen übertragen.

Vo meinen Strangleitungen habe ich mit diesen Klipsen die Stromversorgung der Servodecoder Gemacht. Die kann ich an jeder beliebigen Stelle anklipstn und brauch da nichts zu löten und Abisolieren.
Ich hoffe, ich konnte es halbwegs verständlich erklären !

Viele Grüße,

Christian

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Hallo Peter,

es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stromversorgung getrennt vom Digitalsignal zu realisieren:

1) Der Decoder für die Weiche(n) wird aus dem Gleissignal versorgt, die Servos erhalten eine eigene Stromversorgung mit 5V und mindestens 1A. Hierfür wird die SERVO-Leitung mit ihren drei Leitungen folgendermaßen verbunden:
Masseleitung: vom Ausgang des Decoders (schwarze oder braune Leitung) direkt ans Servo verbinden. Den Servoimpuls (meist orange oder weiß) mit dem entsprechenden Anschluss am Decoder verbinden. Die Betriebsspannung für das Servo von typisch 5V wird nur mit der Plusleitung des Servos verbunden. Es gibt dann keine Verbindung zwischen Plusleitung Decoder und dem Servo!

2) Der Decoder hat einen eigenen Anschluss für die Spannungsversorgung. Dann findest Du die Anschlusskonfiguration in der Anleitung.

Viel Spaß und Grüße, Kurt
Hallo Peter,
ob man alle drei Drähte der Servos wirklich zum Decoder führen muss, oder ob es reicht, wenn die Decoder auch an der selben Masse- und Plus-Leitung hängen und nur das Signal direkt vom Decoder kommt, kann ich nicht sagen (so habe ich jedenfalls die Frage verstanden).
Aber: viele Decoder können die Spannungsversorgung der Servos abschalten, wenn sie nicht angesteuert werden und damit das oft auftretende Servozittern verhindern und den Stromverbrauch reduzieren. Das geht aber nur, wenn die Servos regulär mit allen drei Adern am Decoder angeschlossen sind.

ThomasK
Hallo Zusammen
Danke mal für Eure Antworten und sorry, das meine so lange gedauert hat, Weihnachtsstress, Ihr kennt das ja
Die Steuerung ist noch offen, es "sollte" mit Rocrail gesteuert werden, allerdings habe ich  momentan keinen Kontakt zu meinem Kompanion, wo der verblieben ist weis ich nicht. Den bräuchte ich aber für die Modifikation von Rocrail

Arnold Hübsch hat mal eine Platine für ca 60 Servos angekündigt, weis wer, was daraus geworden ist?
Apropos 60, aktuell liegen bei mir ca 220 Weichen und 700 - 900 sollens werden, darum meine Frage.
Das würde jede Menge Verdrahtungsaufwand ersparen.

Und was mich auch interessieren würde, kann ich Servos auch über Taster ansteuern?
Ich vertraue dem PC nicht ganz, daher meine Idee, das örtlich über Taster zu steuern so wie früher und der PC greift nur auf die Taster zu.
So habe ich erstens immer eine Rückfallebene und zweitens, sollten mal Programme eingestellt werden ist mir das auch egal, dann fahre ich eben händisch weiter.

So, und jetzt wünsche ich Euch schon mal fröhliche Weihnachten und besinnliche Feiertage

Lg Peter
Hallo Peter,

das ist mal ne Ansage.....700-800 Weichen !    Fehlt nur noch der Gleisplan.

Es gibt Decoder, die beides können z.b: https://www.esu.eu/produkte/switchpilot/switchpilot-3-servo/

Das Schaltsignal kannst du eigentlich überall an jeder Schiene deiner Anlage abnehmen, ist ja das Traksignal. Das einzige Problem sehe ich aber in der Strommenge die eine entsprechende  Anzahl Decoder versorgen kann. Da muß man dann z.B. auf zusätzliche Booster zurückgreifen.

Das Problem wirst du aber auch bei den Blöcken haben, eine Zentrale wird auch nur eine gewissen Anzahl an Decoder schalten können ( Bei meiner Digikeijs sollen bei Max. 12 Lokonet- Decodern schluß sein, dann wird das Signal zu schwach und man braucht einen sog. Repeter um das Signal wieder zu verstärken.)

Viele Grüße,

Christian
@5 Christian,
Darum sollten Decoder besser separat mit Strom versorgt werden und nicht den Digitalstrom nutzen. Das Digitalsignal wird nur zur Befehlsübermittlung verwendet.

ThomasK
Hallo Peter,

für die Servos brauchst du eh einen Decoder. Manche, wie der schon genannte SwitchPilot bieten auch die Möglichkeit den Schaltvorgang per Taster auszulösen. Um den Decoder kommst du aber nicht herum.

Bei deiner Anlagengröße würde ich Fahren und Schalten unbedingt voneinander Trennen. Nicht zuletzt wegen eventueller Fehlersuche.

Schau dir mal die Bausteine von Möllehem an, die sind DCC-basiert und werden mit Loconet verbunden, bzw. angesprochen. Per Taster sind ebenfalls die Stellvorgänge auslösbar.
http://www.mollehem.se/index.php/en/

Sie sind mit Blick auf Fremo-Betrieb entwickelt worden. Du kannst mehrere Bausteine durch eine Energieversorgung speisen, wobei ich dir nicht sagen kann, wo das Limit liegt. Meine Strategie wäre in jedem Fall in kleinere Gruppen aufzuteilen, mit jeweils eigener Stromversorgung.

Jedenfalls ein großes Vorhaben, dass du (ihr?) aufzieht!

Schöne Grüße, Carsten
Moin,

Die Idee ein paar Meter Leitung einzusparen, indem man nur noch das Taktsignal vom Dekoder zuführt und den Rest als Ring aufbaut, ist aus meiner Sicht zum Scheitern verurteilt.

Erst Mal ist anzuraten Dekoder zu verwenden, die nach dem Umlauf der Servos die Betriebsspannung abschalten. Des Weitern sind viele Servos zickig, wenn die Betriebsspannung auch nur minimal unter 5V fällt. Jede Spannungsschwankungen führt typischer Weise auch zu einem Ruckeln, was wieder zu mehr Strom und weniger Spannung führt. Sowas schaukelt sich dann auch gerne Mal auf.

Von mir also ganz klar: mach das nicht, wenn es funktionieren soll.

Übrigens: ein einziger Servo kann durchaus Mal 500mA oder mehr ziehen, wenn er läuft.  Sollte also das Ruckeln losgehen, sind schon einige Ampere auf der 5V Seite gefragt und das sehr stabil. So trivial ist das alles nicht! Man findet hier mindestens ein Dutzend Fäden, die sich mit dem Thema Servo Ruckeln beschäftigen.

Gruß
Klaus

Hallo,

Klaus' Bedenken teile ich. Mit einer Ringleitung schafft man nur gegenseitige Abhängigkeiten und erhöht das Risiko störender Einstrahlungen. Die Decoder sollten eine möglichst "steife" Gleichspannungsversorgung erhalten. Von den Decodern immer dreipolig zu den Servos.

Grüße
Zwengelmann
Moijn,

Zitat

Die Decoder sollten eine möglichst "steife" Gleichspannungsversorgung erhalten



Ich würde eigentlich die GleichspannungsREGELUNG auf dem Dekoder erwarten. Sonst ist man gezwungen relativ nah vor jedem Dekoder einen entsprechenden 5.x Volt Schaltregler zu installieren. 5.x deshalb, weil mit Leitungs- und Schaltverlusten oftmals keine 5V mehr am Servo ankommen und dann so mancher Servo seinen Dienst verweigert.

Ich bin ein Freund von 24V Versorgung und hochwertigen Schaltreglern direkt am/im Dekoder. Das macht die Ströme handhabbar und ist vom Aufwand das kleinste Übel.

Die besten Erfahrungen habe ich bisher bei ca. 5.4Volt und aktive Abschaltung mit Mosfets erreichen können. Das ist zwar etwas aufwendiger, gibt aber ruckelfreien Betrieb und auch das Einschalthüpfen hält sich in Grenzen. Ganz vermeiden kann man das bei manchen Servos allerdings nicht.

Gruß
Klaus

Hallo Freunde
Danke mal für die zahlreichen Antworten, jetzt komme ich nach dem ganzen Weihnachtsfeiertagenstress auch mal dazu, Euch zu Antworten.

Mein Fazit aus Euren Antworten vorweg, ich werde das mit einer Ringleitung bleiben lassen.

Es ist zwar schon so, das ich mir bei ca 700-900 Weichen einiges ersparen würde und nicht
nur wie beschrieben ein paar Meter.

ABER!

Ich denke ich hab da einen Denkfehler.
Gesteuert werden soll mit Arduino oder Raspberry, somit werden die ja nicht zentral irgendwo
an einem Platz sitzen, sondern da, wo sie gebraucht werden.
Und da bei mir ja eh immer gleich an die 50 Weichen auf einem Fleck sind,
wird sich das Verkabeln in Grenzen halten.
Somit erübrigt sich dann aber auch so eine Ringleitung.
Vielen Dank für Eure Bemühungen und guten Rutsch wünsche ich Euch.
Lg Peter


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