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THEMA: Stillstandszeit bei Digitallokomotiven

THEMA: Stillstandszeit bei Digitallokomotiven
Startbeitrag
twingo - 10.08.05 18:38
Hallo Digibahner!

Wie üblich habe ich mal wieder eine Fachfrage an die Digitalfachleute.

Mir ist aufgefallen,dass bei längerer Nichtbenutzung Digitalerlokomotiven, diese dann bei Inbetriebnahme sehr schlecht oder auch garnicht laufen. Gerade bei Lokomotiven wo der CV 3 sehr lang eingestellt, laufen sie kurz an und bleiben dann stehen, erst nach Rücksetzen des CV 3 auf 0 fahren  sie dann ziemlich langsam an, bis sie wohl eingefahren sind. Vorwiegend sind es Modelle der Firmen Fleischmann und Roco. Ich habe das Gefühl, dass sich auf den Kollektoren eine Art Patina gesetzt hat, die sich erst mal sich abschleifen muß, ist allerdings nur eine Vermutung denn optisch ist eigentlich nichts zu sehen.Habt Ihr auch schon mal dieses Problem gehabt, und es irgendwie wieder in den Griff bekommen.

Mit Moba freundlichen Grüßen Twingo

Beitrag editiert am 11. 08. 2005 01:36.

Twingo, ich habe keinen Schimmer von Digitallokomotiven, aber Analogloks tun das auch :)
Speziell alte Trix können Stillstand nicht leiden. Löbliche Ausnahmen sind Kato und neue Fleischmänner. Hast Du das bei allen Loks?

Gruss
Cox
Hallo Twingo,

Ich glaube nicht dass es sich um ein Problem des Kollektors handelt, der würde sonst Funken sprühen wie bei einer Wunderkerze weil der Decoder "Gummi" gibt wenn er genug Strom kriegt - genau das ist scheint mir nicht der Fall zu sein, sondern ich glaube an eine Oxidation im Bereich des Stromaufnahmesystems, d.h. Rad und/oder Schleifer.

Grüße, Peter W.
Hallo Cox

Zu deiner Frage vorwiegend sind es ältere Modelle der oben genannten Firmen im schnitt circa 10 bis 15 Jahre.

Hallo Peter

Zu deiner Annahme, dass es an den Schleifern liegt, kann ich dir sagen, dass diese nach Kontolle i.O. sind.

Gruß Twingo
Hallo Twingo,

wie definierst Du Kontrolle - Sichtkontrolle oder durchgemessen? Ich habe hier eine neuwertige Roco BR 80, vor einiger Zeit digitalisiert mit Tran DCX73, die braucht immer ein, zwei Aufwärmrunden - vorher stottert sie rum. Die Schleifer sind aber quasi fabrikneu.

Grüße, Peter W.
Hallo Peter

Meine Kontrolle der Schleifer wurde nur optisch vorgenommen, allerdings hatte ich die Drehgestelle einzeln dazu auseinander genommen, und gereinigt, hatte aber weiterhin das Problem das die Loks nicht richtig liefen.

Gruß Twingo  
Die meisten Loks ,egal ob analog oder digital,brauchen nach längerem Stillstand ein paar "Aufwärmrunden". Da die Kollektoren der Motoren in der Regel aus Kupfer(legierung) bestehen , neigen sie dazu oberflächlich etwas zu oxidieren. Der gleiche Effekt ist im übrigen auch bei ungeschützen Kupferplatinen zu beobachten.
Diese hauchdünne schwarze Oxidschicht muss erst mal "freigefahren" (abgeschliffen) werden.

Inwiefern noch eine chemische (Redox) Reaktion dabei ins Spiel kommt habe ich noch nicht in Erfahrung gebracht, denkbar wäre sie jedoch :
2 CuO (auf dem Kollektor) + 2 C (Motorkohlen[stoff]) + Energie und Wärme (Verglühen des Abriebs durch den Strom) = Cu (reines Kupfer) + CO² (Kohlendioxid,²gehört eigendlich tiefgestellt) .
Wenn ich mir anschaue, welcher Funkenflug bei manchem lange ungenutzten Motörchen um den Kollektor wirbelt,welche Temperaturen dabei am Motorgehäuse! entstehen können und wie es gelegendlich auch müffelt....
ich bin zwar Chemielaborant aber mit micro-chemischen Vorgängen hatte ich in der Regel weniger zu tun.

Gruss Willi


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