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THEMA: LED mit Widerstand dimmen

THEMA: LED mit Widerstand dimmen
Startbeitrag
Töf - 05.09.23 06:48
Hallo,

ich bin in Elektrik-Fragen naiv und habe folgende Frage:
Ich möchte eine käuflich erworbene Zugschlussbeleuchtung (LED Zugschlußbeleuchtung Schlußbeleuchtung Waggons mit SMD 0402 LEDs rot S735; https://www.ebay.de/itm/252377626336 mit Widerstand dimmen. Ich nehme an, dass auf der minus-Seite an den Kupferlackdraht jeweils ein Widerstand eingelötet werden muß. Ist das richtig? Gibt es eine Alternative? Welche Ohm-Werte sind empfehlenswert, damit die LED nur maximal 25% Helligkeit erzeugt?

LG, Dirk

@Dirk

Deine Frage ist nicht so leicht beantwortbar. Zunächst: An welcher Seite der LED der Widerstand gelötet wird, ist vollkommen egal. Und was die Helligkeit betrifft, ist am Besten ausprobieren angesagt. Wenn Du ein Messgerät hast (Multimeter), kannst Du Dir mal ein Potentiometer besorgen und diesen provisorisch zwischenschalten. Dann drehst Du so lange, bis Dir die Helligkeit passt. Danach misst Du den eingestellten Widerstandswert am Poti und suchst Dir den Widerstand, der dem gemessenen Wert möglichst nahe kommt. Beides - Potentiometer und Multimeter - kannst Du immer wieder mal für solche Dinge brauchen. Beim Multimeter muss es aber nicht unbedingt das teuerste Gerät sein, hier tut es in der Regel auch ein Billiggerät für unter 20 Euro.
Hallo,

die Strom/Helligkeitskurven von LEDs sind nicht linear, ohne Datenblatt zur LED ist die Frage in % rechnerisch nicht zu beantworten, bei unbekannter Spannung kann auch die Frage nach dem Widerstand nur sehr vage geschätzt werden.

Die mitgelieferte Schaltung hat offenbar neben dem Gleichrichter noch eine Stromkonstantschaltung (die Beschreibung spricht von "Spannungsregelung"), aber man soll die LED parallel schalten?

Gibt es irgendwelche technische Daten dazu, auf wie viel mA diese Schaltung eingestellt ist?

Grüße, Peter W

Nachtrag: Auf dem dritten Bild sieht man den Aufdruck auf der Platine. KSQ2 von Schönwitz. Die gibt es in 6 Varianten.

"2mA 5mA 10mA 15mA 20mA 30mA Mini Konstantstromquelle LEDs KSQ2"

Und welche Version kriegt man jetzt bei eBay?

Hallo, Dirk ! Ich hab das mit einem Potentiometer gemacht / geht prima...und man sieht sofort, was machbar ist !
Gruß
Gert

#11:
https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1358056
Hallo,

es sollten 5mA an den LEDs anliegen (das sind die kleinsten 1,0 x 0,5 x 0,5mm), so schreibt Schönwitz. Zur Not würde ich Widerstände probieren. Aber in welchem Bereich sollten die liegen? Etwa 1 kOhm bis zu 20 kOhm?

LG, Dirk
Hallo Dirk,

es ist üblich, dass bei LED's der maximale Betriebsstrom angegeben wird. Die 5mA sollten also nicht überschritten werden. Wenn Du Dich nicht mit den einfachsten Grundlagen der Elektrik beschäftigen willst, dann nimm die Widerstände und fange mit den höchsten Werten an. Je kleiner der Wert wird, desto höher der Strom und heller die LED.

Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard
Moin, wenn es sich um die Konstantstromquelle handelt machen zusätzliche Serienwiderstände nur bedingt Sinn. Es müsste der Referenzwiderstand der Stromquelle an die gewünschte Helligkeit angepasst werden.
Viele Grüße Holger
Hallo Dirk!

Ich verwende  solche Leuchtdioden als Einzel-LED's (von einem anderen Hersteller). Dabei baue ich einen Widerstand 3,3 kΩ ein. Meist sind die LED's dann immer noch zu hell, das dimme ich dann im Decoder. Probier es einfach aus, und wenn es nicht auf Anhieb paßt, nimmst Du einfach ein kΩ mehr oder weniger.

Herzliche Grüße
Elmar
Hallo Dirk, wenn du keine Erfahrung mit der ganzen Messerei hast, lass es, ich habe da auch oft meine Probleme. Beschaffe dir ein Konvolut Widerstände, kosten weniger 10€.
Dann einfach mit Spannung vom Gleis die Widerstände durchprobieren. Kann nichts schiefgehen.
Gruß ðŸ™‚tto

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Hallo Dirk,

wie Peter schon schreibt sind das Konstantstromquellen von Schönwitz, Die bedrahtete LEDs ebenso,
Nur im ebay Angebot doch deutlich teurer als bei Schönwitz direkt.

KSQ2 für 1,99,
ab 10 Stück für 1,60/Stck
LED für 1,29

Respekt zum Preis bei ebay.

Und jetzt gilt es die Technik der Konstantstromquelle zu verstehen, Dann versteht man auch die Parallelschaltung der LEDs.

Sind dir die LEDs zu hell, dann muß ein anderes KSQ2 her, eins mit einem kleineren Stromwert.

Alles andere mit dem KSQ2 ist huddel.

Natürlich ist auch die Lösung von Elmar ok, da kann man dann - analog - mit den Widerständen experimentieren um die nach Gefühl passende Helligkeit zu finden, für Dauerlicht Rot natürlich mit Gleichrichter, für richtungsabhängiges rotes Rücklicht mit Schutzdiode.

Gruß Detlef
Direktes Parallelschalten von LEDs ist definitiv nicht im Sinne der Technik. An Konstantstromquellen sollten Leds in Reihe geschaltet werden, so kriegt jede LED den gleichen Strom. Für die Reihenschaltung ist allerdings mehr Spannung erforderlich, macht im Analogbetrieb keinen Sinn. Hier entweder jede LED an eine eigene KSQ hängen: Das braucht Platz und ist teuer, aber die LEDs fangen bei kleiner Fahrstufe an zu leuchten und die Helligkeit ist unabhängig von der Fahrstufe (wird also bei höherer Fahrstufe nicht heller). Mit einer einzelnen KSQ und Reihenschaltung fangen die LEDs erst bei höherer Fahrstufe an zu leuchten, werden dann bei weiterer Spannungserhöhung aber auch nicht mehr heller.
Ein Widerstand zwischen KSQ und LED bringt nichts, außer dass die LEDs später anfangen zu leuchten.

Dann gibt es noch die Möglichkeit die LEDs nur mit Vorwiderstand zu betreiben, ohne KSQ. Dann ist die Helligkeit aber von der Fahrstufe abhängig. Aber man kann dann die Helligkeit mit dem Widerstand verändern.

Im Digitalbetrieb ist es deutlich einfacher, dort hat man dauerhaft genug Spannung zur Verfügung. Hier empfiehlt sich eine einzige Konstantstromquelle mit den LEDs in Reihe.

LG, Björn
Hallo,

eine parallele Schaltung von 2 LEDs an 1 Widerstand oder 1 Stromquelle ist immer "huddel".

Solange die beiden LEDs vom selben Typ und aus derselben Charge sind, wird man keinen sichtbaren Helligkeitsunterschied bemerken. Im Reparaturfall halt ärgerlich wenn eine Ersatz LED eine abweichende Vorwärtsspannung aufweist.

Grüße, Peter W
Hallo und vielen Dank an Alle,

dann versuche ich es mal mit KSQ2 mit 2mA und Parallelschaltung. Mal sehen wie hell die LEDs im Digitalbeztrieb dann leuchten.

LG, Dirk
Zitat - Antwort-Nr.: 9 | Name: BR65

Und jetzt gilt es die Technik der Konstantstromquelle zu verstehen, Dann versteht man auch die Parallelschaltung der LEDs.


Die Technik hinter der KSQ zu verstehen, finde ich gar nicht so wichtig. Es reicht, wenn man versteht, worin sich eine Spannungs- von einer Stromquelle unterscheiden. Ich bin auch Laie in Sachen Elektronik, aber zumindest habe ich mittlerweile eine simple Vorstellung davon, wie sowas funktioniert.

Eine Spannungsquelle sorgt dafür, dass eine bestimmte Spannung aufrecht erhalten wird. Dabei wird die Strommenge verändert abhängig von der Ohm'sche Last. Und wenn die Spannungsquelle den benögtigten Strom nicht zur Verfügung stellen kann, wird die Spannung reduziert (man sagt, die Spannung bricht ein). Dann fließt nur sehr wenig oder gar kein Strom.

Bei einer Stromquelle ist es umgekehrt: diese ist so gebaut, dass eine bestimmte Strommenge aufrecht erhalten wird. Dabei wird die Spannung verändert abhängig von der Ohm'schen Last. Und wenn die Stromquelle die benötigte Spannung nicht aufbauen kann, wird der Strom reduziert (hier bricht dann der Strom ein). Auch dabei fließt dann weniger bis gar kein Strom.

Und die Konsequenzen daraus: Es macht keinen Sinn, eine LED an einer Stromquelle zu betreiben und diese auch noch mit einem Vorwiderstand abzusichern oder zu dimmen. Denn die Stromquelle wird versuchen, die Ohm'sche Last durch Erhöhen der Spannung zu überwinden, sodass weiterhin der definierte Strom fließen kann. Und das bedeutet: Es wird nur sinnlos die überschüssige Spannng am Widerstand in Wärme umgewandelt, an der Leuchtstärke der LED wird das nichts ändern, weil ja immer noch der definierte Strom durch sie hindurch fließt. Es sei denn, der Widerstand ist so hoch, dass die Stromquelle die Spannung nicht so weit anpassen kann, wie es nötig wäre, um den Strom bereit stellen zu können.

All das kann man mit dem billigsten Multimeter messen.
Also ich mache es mit eine Potentiometer / ist Pfennigware auf eBay...20 kOhm oder 50 kOhm...LED einseitig dran, Spannung am anderen Bein des Potis und der LED, dann drehen am Poti, bis gewünschte Helligkeit. Dann am Poti (in der Stellung s.o.) mit einem einfachen Messgerät messen, und schon hat man den optimalen Widerstand.
Gruß
Gert

LEDn haben wohl die Eigenschaft, sich nicht linear dimmen zu lassen / m.E. ist die geringste Leuchtkraft bei geringster anliegender Spannung schon zu deutlich, wenn ich doch eigentlich "weiter" dimmen würde!?
Hallo Herby,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Und jetzt gilt es die Technik der Konstantstromquelle zu verstehen, Dann versteht man auch die Parallelschaltung der LEDs.


Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Die Technik hinter der KSQ zu verstehen, finde ich gar nicht so wichtig. Es reicht, wenn man versteht, worin sich eine Spannungs- von einer Stromquelle unterscheiden.


In dem 2. Teil des Zitats zeigst du doch worauf es ankommt und das Wesentliche der Technik verstanden hast.

Bei Björn - @10 - und Peter - @11 - besteht definitiv Nachholbedarf.

Der einfach halber verweise ich auch die Beschreibung bei Schönwitz, exemplarisch für die KSQ2 mit 20mA, die anderen Varianten sind da identisch.
https://modellbau-schoenwitz.de/de/elektronikba...tromquelle-leds-ksq2
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Peter

eine parallele Schaltung von 2 LEDs an 1 Widerstand oder 1 Stromquelle ist immer "huddel"


Was den Widerstand angeht - ja, kann problematisch sein, muß es aber nicht. Ist eigentlich sparen am falschen Ende.
Bei eine KSQ - nein, da ist es durchaus sinnvoll, da ja keine zusätzlichen Widerstände vorhanden sind, ebenso entfallen mögliche Schutzdioden.

Gruß Detlef
Nachholbedarf? Geht's noch? Hol mal lieber selber nach...
Sorry, das mag hart rüberkommen, und ich will hier auch nicht den großen Larry raushängen lassen, aber ich habe das studiert und weiß wovon ich spreche. Ich gebe zu, vielleicht ein paar Möglichkeiten zu viel aufgezeigt zu haben bzw. versucht habe zu erklären, was den Beitrag durchaus unübersichtlich macht.
Trotzdem: Eine direkte Parallelschaltung von LEDs ist ausnahmslos Murks. Es kann durchaus funktionieren, es ist aber in keiner Weise sinnvoll und wird über kurz oder lang mindestens zu Abweichungen in der Helligkeit, in Extremfällen auch zum Ableben einer der LEDs führen. Besonders wenn die LEDs zu stark voneinander abweichen, wie Peter korrekterweise bemerkt hat. Der Strom durch die KSQ ist immer der gleiche, dafür ist sie ja da. Es ist jedoch nicht gesagt, dass z.B, bei 5mA Gesamtstrom nicht eine LED 4mA abkriegt und die andere nur 1mA. Die Abweichung kann auch geringer sein, allerdings wird eine LED dann wärmer als die andere, die Kennlinie verschiebt sich entsprechend und diese kriegt dann noch mehr Strom, was den Effekt verschlimmert. In der Reihenschaltung kriegen beide LEDs den exakten Strom. Übrigens hat S.bahn@13 alles verstanden und perfekt erklärt.

Das "Schaltbild" (Foto) bei Schönwitz ist definitiv falsch!
@Töf: Wenn du eh digital fährst, hast du genug Spannung um eine KSQ mit LEDs in Reihenschaltung zu betreiben. Definitiv die beste Variante!

LG, Björn
Wenn man 2 LED an einer Konstantstromquelle parallel betreiben will kann man in jeden Strang einen kleinen Widerstand hängen (je 100 ohm vielleicht) das gleicht dann die LED Kennlinie aus und die Stromverteilung ist halbe halbe.

Grüße,
Harald
Hallo,

@Björn und @Harald: Danke, so ist es richtig.

Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Wenn die Schlusslichter zu hell sind, dann in jeden Strang einen Widerstand von 1 kOhm einfügen (also zwei Stück).

Damit ist der Strom verringert und die Symmetrierung erledigt. Allerdings funktioniert die konstante Helligkeit durch die KSQ nicht mehr so gut wie vorher über den ganzen Spannungsbereich, vermutlich merkt man es aber durch die insgesamt verringerte Leuchtkraft nicht wirklich. Kommt halt drauf an in welchem Arbeitsbereich die LED sich dann befinden. Kann man echt nur probieren.

Grüße, Peter W
Nachtrag zu #14 @Gert:

Das geht dann nur über PWM. Gerade bei Rot ist das schwierig, da unsere Augen auf rote Farbe sehr empfindlich sind und rote LED auch am effizientesten arbeiten, ist man hier im stark gekrümmten Bereich der Diodenkurve. Speziell die Typen "Super Rot" emittieren bereits bei sehr kleinen Strömen. Das sieht man wenn sie beim Messen mit dem Multimeter im Bereich "Diodentest" schon ein wenig aufleuchten. Dieser Umstand wird auch bei Optokopplern ausgenutzt.

Grüße, Peter W
Hallo

Zitat - Antwort-Nr.: 18 | Name: Björn

Wenn du eh digital fährst, hast du genug Spannung um eine KSQ mit LEDs in Reihenschaltung zu betreiben. Definitiv die beste Variante!

Wenn man digital fährt, tut es ein Widerstand statt der KSQ genauso gut.

Dietrich


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