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THEMA: Modellbahnbörse

THEMA: Modellbahnbörse
Startbeitrag
Hans-Werner [Gast] - 22.12.02 13:39
Hallo N-Bahner,
heute habe ich eine Modellbahnbörse in der Provinz ( Heimatregion )
Raum Wetzlar-Dillenburg besucht.
Ich fahre des öfteren zu solchen Börsen, denn dort kann man mit Glück auch etwas kaufen (erhandeln).
Dies war meine zweite Börse für die Saison.
Ich habe mit Erschrecken feststellen müssen, das Gleiche gilt auch für meinen ersten Besuch, es wird ja fast nichts mehr in N angeboten. Bei Nachfrage der Verkäufer hört man, wir bekommen zu wenig Material und gleichzeitig sei die Nachfrage an N auch zurückgegangen. Vielleich wereden weniger N-Bahnen aufgelöst, im Gegentsatz zu HO, besonders "M". Es wird hierfür ebay vermutet. Dem  dürfte so sein.
Allerdings ist das Angebot an "M" überproportional vertreten. Bei den reinen Modellbahnartikeln sieht das Verhältnis etwa so aus: 75% "M", 20% Fleischmann und Roco, der Rest N und TT. Der Anteil Modellbahnartikel auf der Börse lag vielleicht bei höchsterns 50%, alles Andere waren Modellautoangebote der verschiedensten Maßstäbe.
Zurück zur Moba. Bei den "M"-Artikeln ist das Angebot überwiegend Altware, ich vermute von Verkäufen der Kinder und Enkel, der ehemaligen Besitzer.
Was an "M"-Neuware vorhanden war, hatte die Preisklasse ab ca. 180 Euro und Aufwärts, angefangen mit Dieselloks über E-Loks bis zur 500 Euro teuren Digital-BR 45.
Die allgemeinen Verkaufspreise waren teilweise extrem hoch, unverständlich für mich. Wer hier nicht kräftig handelt und auch einmal klipp und klar Tacheles redet wird besch---en nach Strich und Faden.
Die wenigen N-Artikel hatten Preisauszeichnungen fast wie bei Neuware. Die Händler daraufhin angesprochen, meinten grinsend, es gibt doch genug Käufer die die Preise hinnehmen. Es müsse gehandelt werden, da die ausgezeichneten Preise Spielraum beinhalten. Gerade das Handeln sei doch das Salz in der Suppe auf Börsen. Übrigens sei es beim Internet ja ähnlich. Solange die Deppen Bieten und dann Bezahlen, müsse man doch die Marktwirtschaft ausleben. Dem konnte ich nur zustimmen, denn der Käufer hat es ja in der Hand Nein zu sagen. Der (T) Euro habe sein übriges dazugetan. Ich glaube nunmehr auch, eine nicht unerhebliche Anzahl Kaufinteressenten haben verlernt den Faktor 2 zu berücksichtigen. Was mir auch noch auffiel, daß sich Väter mit ihren Kindern, ob der Preise, ziemlich alt vorkamen.
Es gilt halt an erster Stelle die Devise, Handeln, Handeln, und Geduld mitbringen, aber auch Mut zum klaren Nein haben.
Ich für meien Teil werde das Material bei Ismaels Forumssponser, beim sonstigen Fachhandel, falls noch vorhanden, ( wegen Probefahren von Modellen ) erstehen und bei ebay ersteigern.
Andere Erfahrungen, Tips usw. würden bestimmt interessieren.
Noch einen schönen Adventssonntag wünscht
Hans-Werner

Hallo, der Bericht ist in der verkehten Kategorie gerutscht. Er gehört unter Sonstiges. Bitte um Entschuldigung, die war wieder einmal typisch gepennt.Gruß
Hans-Werner
zu Börsen gehe ich nicht mehr. Meist kostet das Eintritt - bloß um Märklin zu begucken. Spur N schaue ich mir lieber bei meinem Gebrauchthändler (so etwas habe ich für N in der Nähe) an oder blättere bei Ebay. Für die "Fachhändler" in der Nähe bin ich doch nur ein Spinner der N fährt. Die haben ja noch weniger als der Spielzeugkrauter in meiner Nähe.
Auch die nächste größere Stadt, Hamburg, ist für N nicht ergiebig. Dafür, wie gesagt, Gebrauchtes, Ebay oder wenn ich garnicht warten kann: ein Versandhändler.

Weihnachtsgruß aus der Nordheide
Wolfgang
Hallo Hans-Werner,

Modellbahnbörsen besuche ich aus den von Dir genannten Gründen eigentlich gar nicht mehr, obwohl hier in Bonn (früher im Saal des CDU-Hauses und jetzt in der Stadthalle Bad Godesberg) eigentlich noch ziemlich viel N-Material gehandelt wurde. Selbst bei einer Minimesse in Rheinbach (in der Voreifel) gab es noch N-Material zu erstehen.

Was da allerdings angeboten wird, ist in erster Linie alter Krempel der zudem oft viel zu teuer ist. Was eigentlich einmal als Tauschbörsen begonnen hatte, entwickelte sich immer mehr zur Verkaufsveranstaltungen.

Heute gibt es offenbar neben wenigen regulären Händlern eine neue Spezies. Die schalten Anzeigen in allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften, worin sie Modellbahnen und Anlagen aller Art zu "guten" oder "fairen" Preisen suchen, und kaufen bei Angeboten alles in einem Rutsch. Der Anbieter (oft Erben) freut sich über den vermeintlich guten Preis, den er erzielt. Dabei hat der Händler oft nicht einmal 20 % des (früheren) Neupreises gelöhnt. Und diese Sachen werden dann auf den Börsen wieder verhökert, natürlich mit dem Mehrfachen des Einstandspreises.

Nun kann sich der N-Mangel in Deiner Region recht unterschiedlich erklären:
1. die Händler bekommen selbst zu wenig N
2. das geringe Angebot ist schnell abverkauft.
Hier in der Gegend ist ein solcher Händler, der allerdings noch ein Ladengeschäft betreibt (Kaufmann in Heimerzheim) und der hat N in fast jeder Menge. Sind allerdings aktuelle Artikel dabei, werden die gern als "Neuware" verkauft, obwohl ich da so meine Bedenken habe. Denn so manches, besonders aus Nachlässen, ist oft ungebraucht und von Neuware dann kaum zu unterscheiden.

Schöne Weihnachtsgrüße aus der Voreifel
Holger
@holreini:
es ist hier (bin aus Lüneburg, is ja nicht so weit) wirklich zum Kotzen. Ein Händler spuckt einen fast an, wenn man kein M*-H0 hat und der andere führt eh nur Trix und Roco, schafft es aber nicht irgendwas an Laden zu kriegen (ausser Trix-Neuheiten).
Hallo  K a i ,

das beobachte ich auch immer wieder. Es scheint da ein regelrechtes Süd-Nord-Gefälle zu gebe. Ich bin, hier nahe Bonn, Mitglied beim N-Club International, der seinen Sitz in Stuttgart hat. Da gibt es zwei Stammtische in Stuttgart und in Köln, wobei der Kölner offenbar geringer frequentiert wird. Die Rheinländer bauen anscheinend lieber Karnevalswagen.  

Wenn im Raume Stuttgart eine Modulschau stattfindet, rennen sich die Interessenten die Hacken ab, Mitte dieses Jahres hatten wir ein Modultreffen in Troisdorf (zwischen Bonn und Köln), weil in Köln oder Bonn kaum bezahlbare Räumlichkeiten zu bekommen sind. Hier war aber trotz guter Vorbereitungen das Echo viel verhaltener. Im Süden sind offenbar die begeisterungsfähigeren Bastler zu Hause.

Gruß Holger
Schönen Abend allseits,
Nachtrag zu Modellbahnbörsen.
Das von Holger geschilderte ist voll zutreffend. Die angebotenen wenigen N-Artikel sind größtenteils Möhrchen aus den siebziger und achtziger Jahren. Bei der heutigen Börse war ich etwa 20 Minuten nach Öffnung und konnte, wie schon beschrieben, nichts brauchbares finden. Händler waren allerdings untereinander noch ordentlich  am handeln und verhandeln. Sie versuchen für Vorbestellungen ihrer Stammkunden aus anderen Börsen, Artikel zu beschaffen. Denn die Stammkunden müssen gehalten werden, also wird vor Öffnung oder zu Beginn der Börse untereinander gehandelt, zu Lasten der diese Börse besuchenden Interessenten.  Dies Geschäft läuft natürlich meist vor Öffnung.
Auch die "M"-Massenwaren bestanden zu bestimmt 60-70% aus Altprodukten aus der Zeit vor 1980 bis Schätzungsweise 1960.
Was an Gleisen, Weichen etc. jeglicher Spurweite angeboten wurde, sah größtteils aus " wie Hund ". So einen Mist hätte ich mich nicht getraut anzubieten. Mit "M"-Blechgleisen hätte man die Besucher erschlagen können, und trotzdem werden diese Rostlauben noch für gutes Geld an "M"-Verrückte verkauft. Im Bereich Z wurde verhältnismäßig viel angeboten und auch anscheinend verkauft sowie viel nachgefragt. Ich glaube in unserer Region gibt es einige Z-Modellbahner. Nach dem heute Erlebten und den Erfahrungen aus dem Forum kann man festhalten, daß sich wahrscheinlich Modellbahnbörsen für N-Bahner nicht lohnen. Die Modellbahnbörsen  sollten lieber gleich als "M"-Börsen und "Automodellbörsen" angepriesen werden.
Dann wüßten viele Besucher im Vorfeld was sie erwartet und könnten den unnützen Eintritt sparen. Interessanter wäre daher eine gut aufgezogene und entsprechend angekündigte, mehrer Regionen übergreifende reine Modellbahnbörse für die Spurweiten N, Z und TT, eventuell noch Gleichstrom HO, mit "M" Ausschluß. Dies war so eine Überlegung, vielleicht erst im Unreinen. Halt ne Überlegung.
Grüße aus der Mitte Hessens
Hans-Werner
Moin,
woran erkennt man Händler oder Modelleisenbahner auf Börsen?
Händler und "Witwenabzocker" bieten 400 Loks und 20 Wagen an, ein Modelleisenbahner, der vielleicht einen Epochenwechsel vorgenommen oder seine Bestände bereinigt hat, bietet 400 Wagen und 20 Loks an. Da stimmen auch noch die Preise. Letzterer hat wohl auch nicht die Muße, sich jedes Wochenende von der Familie zu verabschieden und auf Börsen rumzusitzen. Oft kann ich auch beobachten, dass über Jahre(!!!!!)dieselben Modelle in denselben Schachteln am selben Tisch angeboten werden und einfach 1:1 in EURO umgezeichnet wurden. Langweilige Angelegenheit. Auch ein Grund, meine Börsenbesuche etwas einzuschränken.
Nach meiner Erfahrung ist das N-Angebot im Raum Braunsschweig von der Höhe der Metermiete abhängig: Sie die Tischpreise günstig, gibt´s mehr N, im umgekehrten Fall mehr HO bes. M.
Oder??
Frohe weihnachten
Hallo Jürgen,
Deine Erfahrungen von Börsen dürfte die Richtung der Anbieter und auch das Preisgebahren treffen. Die gleichen Händler auf verschiedenen Börsen mit den gleichen Halbnull-Artikeln, besonders "M". Ich frage mich nur, wie die das schaffen mit den Standgebühren und anscheinen immer den gleichen Lokmodellen, wann verkaufen die, bzw. finden einen Doofen? Oder gibt es wirklich diesen Bekloppten, der so auf "M" geiert. Ich verstehe es nicht.
Gruß
Hans-Werner
gut und schön mit dem Epochenbereiniger, der als Modellbahner versucht selbst anzubieten. Aber auch das wird von den Händlern unterlaufen, schon wegen der günstigeren Preise des Modellbahners. Die gehen dann nämlich hin, und kaufen ratz die fatz dem Modellbahner alles auf und sind dann wieder unter sich - mit ihren hohen Preisen.

Schöne Weihnachtsgrüße
Holger
Hallo, Frohe Weihnacht allesamt,
so wie Holger beschrieben, spielt es sich im richtigen Leben der Borsenfürsten ab. Genau dieses Verhalten habe ich auch beobachtet. Die Profis, also die späteren Preistreiber, sprechen sich ab, wer was und zu welchen Preisen kauft. Später verteilen diese tollen Typen die geramschte Ware, wie vorher abgesprochen untereinander. Friede, Freude, Eierkuchen. Der Normalo, der die Börse besucht und hofft vielleicht etwas zu finden,und noch so verwegen ist, ein Schnäppchen zu machen, schaut ind die Röhre, dem Teuro in die Augen. Auf diese Art und Weise machen die Profis so nach und nach die Börsen kaputt. Hoffentlich geht es schnell, denn dann kann vielleicht wieder so etwas wie zu Begin der Börsenentstehung aufkommen. Vielleicht? Hoffentlich!
Gruß und erholsame Feiertage wünscht
Hans-Werner


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