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THEMA: ROCO was muss man hier lesen :-(

THEMA: ROCO was muss man hier lesen :-(
Startbeitrag
enskala - 13.07.05 17:46
In einem anderen (schwedischen) Forum entdeckt:

http://www.salzburg.com/sn/salzburg/artikel/1608122.html

Aber mal abwarten vielleicht gehts gut aus.
(( JENS

Dass es gut ausgeht, wäre wohl zu hoffen. Aber, wie in vielen Fällen, wäre eine (mögliche) Pleite auch hier wieder hausgemacht...

Beitrag editiert am 13. 07. 2005 19:00.
In den Regional Nachrichten konnte man Heute vernehmen,das die Löhnen nicht ausbezahlt werden konnten
Auch die Kronen Zeitung berichtet Heute darüber,das es finanziel ernste Probleme
gibt
Gr. G
Tja, was sollte man bei denen auch kaufen, auf Messen und in Katalogen verschweigen die ihr N Programm.
Schade ist's um die schönen H0 Schmalspursachen, die jetzt neu waren.
Ich hoffe, es wendet sich noch alles zum Guten, insbesondere auch für die Mitarbeiter!!

Für einen H0-Bahner käme das jedenfalls einer mittleren Katastrophe gleich! Aber irgendwie passt es mal wieder: Erst Expansion, neue und teure Fertigungsstätten und dann bricht völlig unerwartet der wichtigste Absatzmarkt ein. Natürlich spielen bei der Kaufzurückhaltung auch die schon recht heftig angezogenen Preisvorstellungen von Roco in der letzten Zeit eine Rolle, sie sind aber letztendlich nicht alleine die Ursache.
Irgendwie begreifen die Deutschen nicht (ich bin selbst einer), dass man mit einer Geiz-ist-Geil-Mentalität und mit dem Horten von Geld auf Konten (i.a.W.: extreme Kaufzurückhaltung) genau das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich davon verspricht: der Wirtschaft geht es noch schlechter, der eigene Arbeitsplatz gerät auch immer mehr unter Druck und eines Tages klappt alles zusammen! Die Politiker und die Medien, die einem dann auch noch ständig das Schreckgespenst von unsicheren Renten vorhalten und die Leute damit total verunsichern, tun ein Übriges, um weiter den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen. Mag etwas polemisch klingen, diese meine Aussage, aber bei der Richtung der Ursachenforschung liege ich garantiert nicht daneben!

Gruß, Claus
aha also ist  doch was drann

Ich habe ein Schreiben vom Raiffeisenverbund Salzburg erhalten

wegen Zahlungen usw.

ich dachte zuerst das ist so blabla

also werden wir abwarten

Gruß
Rolf  Möllinger

www.moellinger.de
Was soll man als N-Bahner bei Roco auch kaufen? Alles was interessant war, hat man schließlich und wo kein Angebot ist, besteht auch keine Nachfrage. Was nützt ein Schnellzugwagen 2.Kl. in x verschiedenen Varianten, wenn dazu ein 1.Kl.-Wagen fehlt? Dafür wird der HO-Markt mit teueren Neuheiten regelrecht überschüttet.

Den Schaden für eine solche "Nieten in Nadelstreifen"-Politik muß dann der kleine Firmenmitarbeiter ausbaden. Aber der erhält ja eine "Abfertigung" (tolles Wort übrigens), wenn er nicht vorher kündigt.

@ Claus,
was heißt "Geiz ist geil-Mentalität" ? Ich kann nur soviel Geld ausgeben, wie ich habe. Und das wird nicht mehr, sondern ständig weniger durch Preiserhöhungen bei Heizöl, Sprit, Modelleisenbahnen (die besonders), Abgaben und Gebühren, Fahrpreise usw. Da muß man halt sehen, daß man die begehrten Neuheiten möglichst günstig bekommt.

Unsere Politiker haben seit Jahrzehnten versagt und die Globalisierung, an der nur die Reichen immer reicher werden, tut ein Übriges.

Gruß Holger
Das Problem ist ja auch, daß man viel zulange dem Sterben der Fachhändler tatenlos zugsehen hat. Der Versandhandel erreicht nunmal ein Großteil der Modellbahner nicht und wenn den Leuten die Sachen nicht angeboten werden, können sie die auch nicht kaufen.


    Gruß Lothar
@7: die meisten Fachhändler haben aber auch seit Jahrzehnten darauf hingearbeitet, nicht Wettbewerbsfähig zu sein. Oder wieso gibt es keine ernsthaften Zusammenschlüsse für günstigere Einkaufskonditionen, der Service ist oft nicht besser als Online...?
@Holger

Natürlich kann man nur so viel ausgeben, wie man hat (bzw. man sollte es). Und dass alles immer teurer wird, merke ich auch - besonders beim Tanken! Aber es ist auch klar, dass in D gespart wird wie schon lange nicht mehr. Geld muss unter die Leute und nicht nur zu den Banken, die sich damit eine goldene Nase verdienen und die Anleger mit lächerlichen 2 oder 3% Rendite abspeisen.

Und zum Reizwort "geiz ist geil": Den Verfasser von der Hamburger Werbeagentur sollte man dahin jagen, wo der Pfeffer wächst! Dieses an sich harmlose Sprüchlein wurde nämlich zum Leidwesen der Wirtschaft von vielen Leuten scheinbar für bare Münze genommen (oder eben gerade nicht). Wenn man so "geizig" ist, dass man die Arbeit anderer Leute nicht mehr ausreichend (preislich) würdigen will, ist bald niemand mehr bereit, irgendetwas zu tun. Und ewig das Billigste abgrabbschen zu wollen, auch wenn man weiß, dass der andere damit schon einen Verlust hat, wird aus reinem Egoismus mittelfristig zur Katastrophe für alle Beteiligten führen. Natürlich impliziert das nicht, überall und ständig überteuerte Ware kaufen zu müssen, aber den Leuten fehlt heutzutage die, nennen wir es mal salopp "Preiswürdigung". Schnäppchen sind gut und machen auch Spaß, aber wer nur auf der Jagd nach dem absoluten Schnäppchen ist, verhält sich volkswirtschaftlich bedenklich. Das wollte ich damit sagen, nicht mehr und nicht weniger. Mir ist ebenfalls bewusst, dass viele auch nicht so können, wie sie wollen. Aber es gibt viele, die könnten, wollen aber nicht!

Mir machen Schnäppchen auch Spaß, aber ich entblöde mich nicht, für gute Ware auch gute Preise zu zahlen. Und den Ausführungen von Lothar füge ich auch nichts mehr hinzu, da kommt ein Mosaiksteinchen nach dem anderen hinzu und irgendwann ist es vollendet, das Horrorszenario...

Gruß, Claus
Der letzte Satz ist IMHO wichtig: Gute Preise für GUTE Ware.

Ich habe gehört dass Nichtlieferungen, Fehllieferungen und massive Qualitätsmängel an der Tagesordnung seien, verbunden mit Seltsamkeiten z.B. das Liefern von bereits zu einem früheren Zeitpunkt reklamierter Ware als Garantieaustausch - eine Ersatzlieferung kam nachweislich mit original Preisetikett des Händlers, man hatte die zuvor reklamierte Ware anscheinend ungesehen ins Lager zurück depoinert und später wieder als Neuware ausgeliefert.
Das ist nicht zu tolerieren.

Grüße, Peter W.
@ Claus,

recht hast Du. Aber wenn ich bedenke, daß 1972 ein Piccolo-TEE-Wagen 7,80 DM kostete, und heute kostet der neue Post-/Packwagen von Fleischmann ca. 40,-- € (also das Zehnfache), dann frage ich mich schon, auch wenn es inzwischen einige Verbesserungen gibt, ob das noch preiswürdig ist. Welcher Familienvater kann seinem Sohn da noch eine kleine Anlage kaufen?

Gruß Holger

Hallo!  Beitrag von EFBÖ Rüber Kopiert !

Roco von Insolvenz bedroht
13. Juli 2005
Modellspielwaren GmbH in Hallein in Turbulenzen. Deutscher Markt ist eingebrochen.

HALLEIN (SN). Die Roco Modellspielwaren GmbH mit Hauptsitz in Hallein-Rif steckt in der Krise. Löhne, Gehälter und Urlaubsgeld sind noch ausständig und eine mögliche Insolvenz ist nicht ausgeschlossen. Bei einer Betriebsversammlung wurden am Mittwoch die Beschäftigten vom Betriebsrat über die Lage informiert.

"Wir setzen uns für die Weiterführung des Betriebs und den Erhalt der Arbeitsplätze ein", so Betriebsrats-Vorsitzender der Arbeiter Karl Schernthaner. Den Beschäftigten wird geraten, Ruhe zu bewahren und nicht aus der Firma vorzeitig auszutreten - sonst gingen Ansprüche wie Abfertigung verloren.

Einer der Hauptgründe für die Finanz-Probleme bei Roco: In den vergangenen Monaten ist der deutsche Markt eingebrochen, die Nachfrage im Nachbarland für die hochwertigen Produkte von Roco stark gesunken. Der Modellspielwarenhersteller ist aber in hohem Maße von Deutschland abhängig. 65 Prozent des Umsatzes von Roco werden am deutschen Markt erzielt. Auch die Übersiedlung von Salzburg nach Hallein hat in der Anfangsphase Probleme erzeugt.

Roco zählt in Österreich insgesamt rund 600 Mitarbeiter. In Salzburg-Hallein sind es 372 Mitarbeiter. "Wir setzen uns mit voller Kraft für den Weiterbestand der Firma und den Erhalt der Arbeitsplätze ein", betont Schernthaner.




http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=18311.0;topicseen



Andy aus Tirol
Völlig überrraschender Markteinbruch, und das gerade zu dem Zeitpunkt, wo man in ein neues Werk investiert hatte - nein, so ein Pech! Und daß die Zahlungsunfähigkeit ausgerechnet zur Fälligkeit des Urlaubsgelds eintritt und nicht ein, zwei Monate später, ist sogar doppeltes Pech.

Das ist doch die altbewährte Tour: Investitionen, Insolvenz, Zwangsausgleich mit, na sagen wir 30, 40 Prozent Ausgleichsquote, Nachfolgegesellschaft mit völlig anderem Namen (statt "Roco Modellspielwaren GmbH" z.B. "Roco Modellbahnen GmbH") unter dem selben Management und mit der selben Belegschaft.
Klar, von einigen langjährigen Mitarbeitern wird man sich verabschieden müssen, da haben sich einfach zu hohe Abfertigungsansprüche angesammelt, die, wenn sie nicht von der neuen Gesellschaft übernommen werden, vom Insolvenz-Ausfallgeldfonds ohnehin zu 100 Prozent abgegolten werden, wie auch die ausstehenden Löhne, Gehälter und Urlaubsgeld. Praktisch, dieser Insolvenzfonds!
Die Arbeitnehmer brauchen also gar nicht zu jammern. Sicher, die älteren werden wohl kaum einen neuen Job bekommen, aber das sind halt die Kollateralschäden.
Durch die Finger schauen eben die Lieferanten, die sich mit der Ausgleichsquote begnügen werden müssen, aber wann hat man schon nochmals die Chance, ein neues Werk um nur 30-40 Prozent der Kosten errichtet zu bekommen?
@13.: Interessanter Ansatz

Ich denke nicht, dass es am zu hohen Preisniveau lag. Brawas Preussen in 1:87 gehen für 80 Euro das Stück weg wie warme Semmeln. Dafür bieten sie aber auch Qualität. Es gibt immer noch genügend Modellbahner, die bereit sind für vernünftige Qualität auch höhere Preise zu bezahlen.
Liefert man aber in diesem Preisniveau Murks ab, bleiben die Hersteller drauf sitzen. Egal ob Roco, Brawa (Thema S2/6 in H0) oder irgendwer anders.

Diese krasse Premiumschiene passt auch irgendwie nicht zu Rocos Image. Bis Mitte/Ende der 90er hatte Roco den Ruf, gute Modelle zu fairen Preisen abzuliefern. 1998 war dann die 18.201 sozusagen der Versuchsballon, die erste DC-Großserienlok, die weit über 500 DM gekostet hat. Was erst wie eine Ausnahme im R*-Programm wirkte, war 3-4 Jahre später Normalität, ohne dass alle Loks auf einmal neukonstruierte Supermodelle waren. Dazu kam - gerade nach dem Umzug - eine saumäßige Verarbeitung, die bei vielen Stammkäufern Vertrauen zerstört hat. Wer jede zweite Lok mindestens einmal reklamieren durfte wird nach gewisser Zeit bestimmt keine Loks für 300 Euro aufwärts ungesehen vorbestellen.

Und wenn ich gerade als Außenstehender so dermaßen klugscheiße:

Rocos Modellpolitik war in letzter Zeit auch etwas unverständlich. Da investiert man in eine neue V100.20, die wirklich super ist, und bringt die zuerst in der DB-Cargo-Lackierung raus. Nun ist sie als blau/beige Ep. IV-Variante angekündigt... und die Ep.III-Fahrer, immer noch der größte Brocken der epochenreinen Fahrer, sitzt ungeduldig wartend da. Da stellt man ein Neuheitenprogramm in einem Umfang vor, was mancher Vollsortimenter nicht mal als reguläres Programm hat, und dann schafft man es nicht, die "Standartvariante" von diesem Brot- und Buttermodell zügig nachzuschieben...

Naja, mal sehen was die nächste Zeit bringt...

Beitrag editiert am 13. 07. 2005 20:58.
@Stephan

Das "am Markt vorbei zu produzieren" und dann durch hohe Preise noch retten zu wollen, was zu retten ist, kommt mir verdammt bekannt vor - Parallelen gibt es jedenfalls: Märklin/Trix mit den bekannten Problemen und Lima pleite.

Roco sollte sich weniger an den Mitbewerbern orientieren (vor allem preislich!), sondern daran, was sie selbst einst zum Erfolg geführt hatte, nämlich, wie Du schon schriebst, gute Modelle zu fairen Preisen. Und ein ganz klein wenig dürfte es auch daran liegen, dass die "Neuheitenprospekte" der Hersteller mittlerweile fette Wälzer geworden und kaum dünner als der Hauptkatalog sind. Und selbst mit dieser "Reizüberflutung" schaffen sie es dann noch, klassisch am Markt vorbei zu produzieren. Die Beispiele sind legion, da werden Loks ohne passende Wagen produziert und Wagen, für die es keine Loks gibt. Oder es werden Züge produziert, zu denen es keine Ergänzungen gibt usw. usw.

Manchmal denke ich wehmütig an die Zeiten zurück, wo man sich auf eine oder zwei neue Loks pro Jahr freuen konnte, heute muss man bald einen Kredit aufnehmen, um alle interessanten Modelle seiner Zielepoche kaufen zu können (ich selbst bin Ep. 3-Bahner). Und dann diese pausenlosen Sondermodelle und Einmalserien, das rechnet sich doch kaufmännisch irgendwann nicht mehr! Leidet bei dem ganzen dann auch noch die Qualität oder werden am laufenden Band "unforced errors" produziert (ich rede hier nicht über das falsche Dach der V80, die wird trotzdem gekauft), tut dies ein Übriges dazu. Anstatt ständig die Kohle für mehr oder weniger misslungene "Neukonstruktionen mit überzeugender Technik" zu verballern, sollte mal lieber etwas in die Qualitätskontrolle gesteckt werden, davon würden alle profitieren = die zufriedenen Kunden, die wiederkommen und die Hersteller!

Gruß, Claus
@13: Wenn's denn so einfach wäre, würde Lima vermutlich noch heute in Italien produzieren. Einem Vergleich müssen die Gläubiger zustimmen, und für die Banken wäre eine Filetierung wesentlich lukrativer. Werkzeuge und Know-How gehen nach China, die Mitarbeiter zum Arbeitsamt (oder wie immer das in Österreich heißen mag) und die Immobilie wird verschachert. Da die Region Salzburg zu Europas Boomregionen zählt, wird sich auch schnell ein Käufer finden. Und wenn die Banken sich bedient haben, bleiben ja auch vielleicht noch ein paar "Peanuts" für die Zulieferer übrig...

Gruß, Volker

P.S. Und es wird doch wohl keiner annehmen, dass Herr Maegdefrau bald zum Sozialfall wird
Nochmal zu den Parallelen:

Der eine Hersteller meinte unbedingt einen BigBoy mit 16 Digital-Funktionen und einen Metall-VT 11.5 für 800 Euro (plus 290 Euro für 3 Ergänzungswagen) herstellen zu müßen, der andere sah sich genötigt riesige Erzbahnloks, Silberlinge mit Sounddecoder und Prinz-Regentenwagen für 100 Euro auf den Markt zu werfen.
Nur dass der Markt auf ganz normale Allerweltsmodelle in vernünftiger Ausführung (und zu normalen Preisen) wartet, haben beide in ihrem Größenwahn übersehen.

Ich hoffe, dass dies für Roco ein heilsamer Schock war und man für die Firma so eine Lösung findet, dass sie ohne Zerschlagung weiterexistieren kann.
Oh nein! Lt. Drehscheibe-Online plant auch Fleischmann massiven Personalabbau. Kommt das denn tatsächlich so plötzlich?
Tja, dann auch mal mein Kommentar dazu. Tatsache ist doch, dass wir alle hier im Netz in den Foren als fanatische Spinner für die Firmen gelten. Klar, es gibt immer wieder Mobahner, die für 10 Euro die super detaillierte Lok mit 4 Jahre Gewährleistung fordern. Wenn man aber aufmerksam die Foren liest wird man feststellen, dass viele die Neuheitenpolitik der Hersteller nicht mehr nachvollziehen können. Und es mangelt (gerade auch bei und für Roco) nicht an ernsthaften Beiträgen, wo Potenziale liegen könnten. Von Leuten, denen das Wohl einer Firma sehr am Herzen liegt und die durchaus über die eigenen Wünsche hinaus blicken. Wer von den Firmen geht aber auf die Kundschaft ein? Die Göppinger teilen mit, dass Sie grundsätzlich nichts zu Kritik und Anregungen sagen. Arnold schlummert mit Ankündigungen dahin. Horst Fleischmann trifft (mit höherer Trefferquote) seine einsamen Entscheidungen und Roco hat uns Jahre lang im ungewissen gelassen, ob, wie und mit was es in N weiter geht. Weil N nämlich gar nicht geht – war doch nach jedem Messegespräch zu lesen. Wenn Ihr mich fragt: Die sind alle in einem schrumpfenden N-Markt völlig von der Rolle und haben keine Ahnung von ihrer Kundenstruktur. Die Sache ist teurer geworden und ich akzeptiere auch normale, höhere Preise. Aber die Probleme sind meiner Meinung nach nicht nur über den Preis zu erklären. Ich blicke auf mein Material und frage mich: Wann hast Du das letzte mal Roco gekauft? Die Antwort: Ja, ich habe in den letzten drei Jahren nichts dazu beigetragen diese Insolvenz abzuwenden. Und bisher hat offenbar niemand bei Roco interessiert, warum dies so ist. Pardon, kann mir jemand sagen, warum nun umgekehrt ich der Sache nun größeres Interesse beimessen soll? Gruß Bernd
@Bernd

Um Deine letzte Frage aufzugreifen: Aus der Sicht des N-Bahners mögen Deine Ausführungen betreffend diese Spurweite zutreffen, aber für einen hauptsächlich (noch) in H0 machenden Modellbahner wie mich wäre das Verschwinden von Roco eine mittlere Katastrophe! Und bevor ich ein Skifahrer werde, höre ich wirklich mit dem ganzen Hobby auf. Die N-Politik von Roco der letzten Jahre findet absolut nicht meine Zustimmung, aber irgendwie kommt immer noch Hochmut vor dem Fall...

Gruß, Claus
Ein Sprichwort besagt:
"Schuster bleib bei deinem Leisten"
dies wurde in jeder Hinsicht nicht nur von Roco sträflich missachtet. Fleischmann ist noch dem Sprichwort am treuesten geblieben. Kein aufgeblasener neumoderner Schnickschnack, längjährige treue überschaubare Modellpolitik und ein Familienbetrieb.
Es zahlt sich nie aus, dass zuviele neue und vorallem kurzlebige Produkte, jedes Jahr dem Kunden immer zu höheren Preisen angedreht werden.  Wie schon erwähnt wurde, haben die Firmen nie begriffen oder begreifen  -WOLLEN- ein Thema vollumfänglich - ganzheitlich anzubieten.
Die Identifikation und Qualität der Firmen giengen von Jahr zu Jahr, immer mehr den Bach runter.
Der Fachhandel ist sehr stark mitschuldig am heutigen Zustand. Jeder Fachhändler der gegenüber mir jammert, kann ich direkt ins Gesicht sagen: *selberschuld". Gute Fachhändler jammern nie und sind sehr dünn gesät!

Hoffen wir, dass Roco weiterlebt. Letztendlich wird es uns leider egal sein, wie die Liquidation und Neufinanzierung von statten geht, wenn wir nur unsere Wägelchen von Roco, egal in welchem Land produziert bekommen.
Stimmts, oder habe ich recht?

Gruss Ricola

Beitrag editiert am 15. 07. 2005 13:23.
@Ricola

Deine Ausführungen kann man sogar noch viel ausgedehnter anwenden! Diese Produktpolitik der totalen Kurzlebigkeit beobachtet man in sehr vielen Branchen - das Ergebnis dürfte dann irgendwann das gleiche sein. Fortschritt hin, Fortschritt her, aber wenn ich etwas kaufe (z.B. ein Handy oder ähnliches) und es ist schon Monate, oft sogar Wochen nach dem Kauf überholt und veraltet, mit nichts Neuem mehr kompatibel usw., dann vergeht einem als Verbraucher wirklich die Lust, diesen Konsumwahn (sofern er denn bei der propagierten Kaufzurückhaltung überhaupt stattfindet) mitzumachen. Das Wort "Halbwertzeit" scheint den Verantwortlichen nicht mehr geläufig zu sein. Dazu kommt noch, dass jedes neue Produkt das vorherige kräftig entwertet, d.h. wenn man mal etwas gebraucht verkaufen möchte, ist es manchmal klüger, es gleich in die nächste Mülltonne zu werfen. Quo vadis, Welt?

Gruß, Claus
zum Thema Preissteigerung hab ich folgendes in einem eisenbahn magazin von 1974 gefunden:

http://eisbue.dyn.ee/bahn/preise.jpg

was müssen doch die Arbeiter mit Hungerlöhnen nach Hause gegangen sein, wenn man eine BR38 von Fleischmann für 64,- DM (rund 32 Euro) im Fachhandel kaufen konnte.
Da kann ich nur hoffen, daß der Kelch vorübergeht!
Vielleicht besinnt man sich ja in Hallein ob der o.g. Schlagzeilen.
nicht nur @Stefan T.

Der Artikel ist übrigens sehr interessant, wenn man mal zwischen den Zeilen liest! Hier wurde schön deutlich dargestellt, was heute bemängelt wird: der Nachwuchs wird vernachlässigt! Auch wenn ein Großteil der Mobahner erst im Alter meistens genug Geld übrig hat für sein Hobby - wie wird er denn zum Mobahner? Mit den neuen sündhaft teuren Startpackungen bestimmt nicht! Piko hat es uns schon vorgemacht und "Discount-Ware" unters Volk gebracht. Der Rest beschwert sich nur das so etwas "unmoralisch" sei und die (selbstdiktierten) Preise zerstöre! Piko hat ausserdem mit den Aktionen noch etwas ganz anderes angepackt, was sträflich vernachlässigt wurde: die Werbung! Bei allen Modellbahn-Hersteller hält sich irgendwie immer noch das Gerücht, daß Mundpropaganda reicht - nur ist die meistens subjektiv und nicht immer auch positiv! Echte Werbung fehlt in dieser Branche! Jedes billige Fernost-Spielzeug macht mehr Werbung. Modellbahnen werden von einem Großteil der Bevölkerung nicht als exklusive Sammlerobjekte gesehen - sondern als Spielzeug, und daß wird übersehen.

So genug "Naß"-Dampf abgelassen erstmal.

Gruß,
Tobi
es gibt mindestens zwei Gesichtspunkte: Modellpolitik und Nachwuchs. Waren das noch Zeiten, als Roco beispielsweise die Schürzenwagenserie brachte. Nicht nur vollständig, sondern praktisch jeder Wagen mit einem eigenen Untergestell, auch wenn es nur um 1mm differierte. Dann kam jemand, der vorrechnete, dass das so nicht rentiert. Und Investitionen in KKK wurden beiseite geschoben, mit wenigen Ausnahmen (etwa Touropa-Wagen), auch sonst wurde nicht mehr investiert. Ganz allmählich hat Roco sich in den letzten 10 Jahren buchstäblich abgekuppelt. Natürlich lag der N-Marktanteil immer unter demjenigen von H0, aber es war immerhin ein Standbein. Fleischmann dagegen investierte gerade in KKK, bis praktisch der gesamte Wagenpark umgestellt war, man stellte kontinuierlich neue Modelle vor und her, man investierte ins DCC um den Fehlentscheid des hauseigenen FMZ zu korrigieren, und heute hat N etwa 40% der Produktion, ist also ein wichtiges Standbein. Ist man einmal weg, dann ist ein Neustart sehr sehr schwierig, siehe Arnold.
Nachwuchs: Der ist wohl anspruchsvoller als früher, aber er ist da. Er ist vielleicht nicht mehr zufrieden mit einem Gleisoval und zwei Weichen. Über den Spieleffekt und relativ günstige Preise (ich weiss: relativ ist relativ!) wäre da schon einiges zu machen, gerade hat Roco den Versuchsballon einer Spielzeugbahn gestartet, der auch die digitale Zukunft (Spielwert!!) offen steht. In diese Richtung sollte auch investiert werden.
Einen schönen Tag
Heinzpeter
Hallo !

Tja leider war das absehbar - Zuviel Fremdkapital und leider unfaehige Manager am Werk.

Bewiesen ist dies durch die Modellpolitik und weiters auch durch "Auslieferungspolitik".

Es ist auch verwunderlich dass auf Tauschboersen auf einmal neue lackierte ROCOwagen ohne OVP auftauchen - vornehmlich von slowakischen Vekaufern. Wo diese Modelle wohl herkommen........vergesst nicht dass ROCO bereits in einem Billiglohnland produziert. China braucht man hier nicht........

Alles eine Frage des Managments...........

Gruesse !

P.D.



leute, kauft ersatzteile was das zeug hält. arnold lässt grüssen

gruss kegs
.....
und ewig grüsst....
Die Firmenpolitik der Roco Neuzeit......  hört und seht Euch einfach um.
Und büssen muss der kleine Mann wie immer
CU
WE
Hallo,
ich habe mir mal den Roco neuheitenkatalog angesehen.
Hier mal wo ich das Problem sehe (auch wenns H0 ist)

Art. Nr. 66345    K Bay Sts. B. 2 Achsiger Rungenwagen mit Strohladung: 57.- €
63754 LKAB Dm3 589.- € (für welchen Markt????)
63667 Siemens ES 64 F4 229.- €
usw.., usw..

Das ist einfach nicht mehr angemessen....

Auf der anderen Seite werden N-Loks wie die V320, V90, E44.5 die eigentlich ganz ordentlich sind für 50-70 € verkloppt...

Ich werde jetzt schauen dass ich noch ne V90 und eine Umbau 3Achser kriege, aber trotzdem hoffen dass Roco die Kurve noch irgendwie kriegt...

-chris-
An einer H0 ES 64 ist aber auch hammerhart was dran: Da wird was geboten fürs geld
CU
WE
Hi ,
hier ist ein Text von der ROCO Webseite!!  ( http://www.roco.cc/content.php?id=1180&m_id=1180 )
zu@32


Mission/Vision

Unsere Leidenschaft macht Modelleisenbahn zum individuellen Erlebnis.

Unser Ziel ist die Innovations- und Marktführerschaft. Wir werden als profitabelstes Unternehmen der Branche nachhaltige Werte und somit Arbeitsplätze schaffen.

Wir erreichen unser Ziel mit einzigartigen Produkten, die durch höchste Präzision, Qualität und wegweisende Technologie begeistern.

Konstruiert und hergestellt von hochmotivierten und qualifizierten
Mitarbeitern auf modernsten Produktionsanlagen. Vermarktet durch ein sympathisches Team mit höchster Kundenorientierung.



Was die Preisentwicklung betrifft: Kann es sein, daß da die Ölkrise 1973 mitreinspielt? Der Sprung ist ja gerade von 73 auf 74 enorm. Seitdem muß es aber viele Ölkrisen gegeben haben. Als ich Ende der 70er meine erste Levis am Hintern hatte, kostete die 70 DM. Heute kostet sie etwas mehr als das Gleiche in EUR, grob das Doppelte. Ein Dampfer in N kostet heute aber gut und gerne das Vierfache. Gruß RW
Hallo, ich frage mich, warum man bei den Gehälter mit der Produktion noch ins Ausland gehen muss. Entweder stimmt die Marktehebung/Kalkulaion nicht oder da gibt es irgendwo ein Loch wo das Geld hin geht (wie bei Agfa in Köln). Vielleicht sollte man die Manager outsourcen.
eckhard
@33
Das hört sich alles so  an wie damals beim Gröfaz   :)

@35
Wenn man als Modellbahnhändler alle Artikel, die bei Roco bestellt waren, als portofreie Einzellieferungen pro Artikel erhält, kann man nichts verdienen.

Spaß beiseite, mit dem Umzug ins neue Werk wurde wohl neue EDV für Buchhaltung, Bestellwesen und Warenwirtschaft (SAP?) eingeführt...muss ich noch meher sagen ?
Tja, der präzise Termin kommt schon etwas überraschend, aber das Drama insgesamt nicht. Es sind zwei Faktoren, die zu den Problemen der Miodellbahnhersteller führen, Roco steht da nicht allein, die Zahlen von Märklin gegen Ende 2004/Anfang 2005 sprechen eine ähnliche Sprache.
Problem eins sind in diesem sehr komplexen Markt die branchenfremde Manager, die von ihrem Produkt Materie und ihren Kunden viel zu wenig Informationen und daher auch zuwenig Verständnis haben. Die Folgen sind verfehlte Produktpolitik, falsche Absatzstrategie und das totale Vernachlässigen des Nachwuchses.
Der (kinderlose?) Manager Marke Generalist, heute Staubsauger, morgen Modellbahner, ist bei diesem komplexen Markt mit seinen im Vergleich zu anderen Produkten extrem weitgefächerten Kundenspektrum von Kind bis
ausgewiesener Experte überfordert. Er vefügt mit seinen überall anwendbaren Mechanismen nicht über das geeignete Wissenspektrum, um in dieser komplizierten Branche zu reüssieren, er ist einfach der falsche Mann.
Faktor zwei ist allgemeiner, aber auch viel gefährlicher, weil unübersehbares Brandsignal unsere Wirtschaft.
Roco wie auch Märklin leiden darunter, daß sie Produkte für einen Binnenmarkt herstellen, dessen Kaufkraft für ihre Produkte sinkt. Das war bisher immer die mittlere Einkommensgruppe. Die wird derzeit aber total überlastet und blutet aus bis zum Verschwinden, weil sie die Ansprüche der untersten Einkommensgruppen finanzieren muss, wwovor sich die Oberschicht drückt, und weil zweitens die Arbeitsplätze des mittleren Führungsmanagements abgebaut werden (Ressortleiter im öffentlich rechtlichen Fernsehen zum Beispiel).
So wandlet sich also auch das Bild der deutschen Gesellschaft zum englischen System. Mit den mittleren Einkommensgruppen verschwindet der Absatzmartk für deren bisherige Belieferer. Das wird ganze Branchen verschwinden lassen, wie die Modellbahnindustrie deutschen Typs, abert   auch andere Branchen mit dieser Zielgruppe leiden, siehe Volkswagen oder Opel. Den Sprung in die Oberklasse haben beide nicht geschafft (wieder die Parallele zu Märklin und Roco), und die Unterschicht kauft in Korea....
Also, Leute, bevor ihr sagt, der spinnt, lest die Zeitungen zwischen den Zeilen....
Kopf hoch, es wird alles noch viel schlimmer kommen!
Ehrlich gesagt hat mich das lange gewundert, dass es der Marke so gut geht, bei dem Programm was die anbieten: Die haben manche Baureihe in zig Varianten rausgebracht (was natürlich nicht verkehrt ist), jedes Jahr zahllose Formneuheiten, da habe ich mich immer gefragt, wie die das finanziert haben.
Und dann noch vor zwei Jahren der Beginn alá Märklin mit den exklusiven Club-Modellen zu exklusiven Club-Preisen (den Anfang machte bekanntlich die Touri-103 220), da wollten die findigen Managern es den Göppingern gleich tun.

Naja, so ist das, wie Markus L. schon schrieb, wenn branchenfremde Manager sich in ein Metie einkaufen, wovon sie überhaupt keine Ahnung haben, dann kann das nur bergab gehen (siehe auch Deutsche Bahn).

Gruß
Marco
@36: Roco hat SW von Baan und Inconso, für erste haben sie letztes Jahr einen Anwendungsbetreuer gesucht. Von SAP weiß ich nichts. Gruß RW
wäre wirklich sehr sehr schade um Roco!
Ich hoffe, das die das wieder hinbekommen.
Strengt Euch mal ein bischen an, Ihr Roco-Chefs!
Wenn Ihr zumacht, dann kauf ich nix mehr von Euch!
Noch eine aktuelle Meldung:

http://www.salzburg.com/sn/archiv_artikel.php?xm=1608619&res=0

Gruß, Claus
Die Nachwuchssache hat noch eine Komponente denke ich:
Viele der heutigen Kids "spielen" eher mit Nint* und Konsolen etc. Glotzen mist im zimmereigenen TV via eigenen DVD Player. Da ist schon eine Menge Kohle für draufgegangen (Die armen Familien wenn ich nur an die Handyrechnungen denke ....) von der zeit für das Hobby ganz zu schweigen.
Ich denke nicht nur der Nachwuchs bleibt aus im Sinne von Kunde kommt nicht, sondern er bricht regelrecht weg.
Wenn ich an meine vereinszeiten denke, war ich lange Zeit der fast Jüngste. Was kommt nach?........
CU
WE
War doch früher auch nicht anders. In meiner Klasse (in den Siebzigern) hatten noch 2 andere eine Moba zuhause.

Gruß, Volker
@Volker

Modellbahner waren in der Klasse nie in der Überzahl. Und wenn's dann mal welche gab, hatten sie Märklin!

Noch nicht einmal bei den Comics gab es Gemeinsamkeiten: Während ich eifriger Leser von Micky Maus-Heftchen mit den phantastischen Geschichten von Carl Barks war, betrachteten das andere als Kinderkram und lasen lieber Falk, Sigurd, Tarzan, Perry Rhodan usw.

Aber wenigstens mussten wir noch ohne Taschenrechner rechnen können und durften "Schiffahrt" noch mit 2 "f" schreiben :-P

Gruß, Claus
...ich meine nicht wie wenige es wann gab ich meine das "Delta" zu huete; dass es eben weniger sind und da braucht mir keiner was sagen!
Zumal die MoBah auch besser und teuerer geworden ist; nix mit Taschengeld (Das geht eh für Handy und neuerdings schon in jungen Jahren Zigaretten drauf)
CU
WE
@44: und wer ne Schifffffffahrtskarte hat, darf hinschifffffffen, wo er will!
Nur mit Sauerstoffflasche die schon immer so geheissen hat....
WE
@47 eigentlich nicht oder? Wohl auch erst wirklch seit der Rechtschreibreform...
@ 48; Nee schon immer mit drei f, weil nach dem dritten f mit l ein Konsunant kommt.

Ich weiß gehört nicht dazu, angesichts der Nachrichten baut Humor ein wenig auf.
Ich finds angenehm, wie ruhig und sachlich hier diskutiert wird! Das ist derzeit nicht in allen Foren der Fall, scheinbar kommen nun wieder die Trolle aus ihren Löchern...

Die Meldung bezüglich Fleischmann soll übrigens eine Ente sein, es soll keinerlei Stellenabbau oder ähnliches geben.


Peter Maegdefrau hat heute in einer Betriebsversammlung um 17:30 mitgeteilt, dass der Konkurs für die Werke Salzburg und Gloggnitz offiziell beantragt wurde. Der Antrag wird morgen an das zuständige Gericht weitergeleitet.
Das Werk in der Slowakei ist (vordergründig) nicht betroffen.

Gast
Maegdefrau strebt einen Zwangsausgleich an, das österreichische Insolvenzrecht scheint da keine Zustimmung der Gläubiger vorzusehen, irgendwie klingt Nr. 13 dadurch plausibler...

Gruß, Volker
Für den Zwangsausgleichsantrag ist ein anhängiges Konkursverfahren Voraussetzung bzw. kann dieser gleichzeitig mit dem Konkursantrag gestellt werden.
Für die Annahme des ZwA ist die einfache Mehrheit der bei der Tagsatzung anwesenden Gläubiger erforderlich, wobei diese 75% der ausstehenden Forderungen repräsentieren müssen.

Gast
Also geht's doch nicht ohne Zustimmung der Banken...

Gruß, Volker
Schön, Volker, daß du meine gestrige Theorie mittlerweile doch plausibel findest.

Ich weiß nicht genau, warum das bei Lima nicht so geht, da ich das italienische Liquiditationsverfahren zu wenig kenne. Aber da ich schon zweimal in Österreich so einen Zwangsausgleich erleben durfte, weiß ich, wie das abläuft, auch wenn ich kein Rechtsanwalt bin.

Jedenfalls zielt das österreichische Insolvenzrecht eher darauf ab, den Betrieb weiterzuführen, indem er durch die Entschuldung wieder auf eine gesunde wirtschaftliche Basis gestellt wird. Und da die Gläubiger bei einem Zwangsausgleich mit (mindestens) 40 Prozent Ausgleichsquote rechnen können, bei einem Konkurs hingegen nur mit (mindestens) 20 Prozent, stimmen sie im Allgemeinen dem Ausgleich auch zu.

Es ist nämlich nicht so, wie du in No. 16 mutmaßt, daß die Banken sich die Filetstückchen raussuchen können, sondern der Masseverwalter muß alle Gläubiger mit der gleichen Quote befriedigen. Und wenn ein Ausgleich nicht möglich ist, dann muß er versuchen, den Krempel in überschaubarer Zeit zu Geld zu machen. Jahrelanges "in liquidazione" spielts in Österreich jedenfalls nicht, und ob man in kurzer Zeit für so spezialisierte Aktiva wie Druckgußformen von Modelleisenbahnen die Käufer findet, die dafür so viel zahlen, daß der Erlös aus dem Verkauf höher ist als die garantierte 40-Prozent-Quote des Zwangsausgleichs, ist zu bezweifeln. Schon deshalb werden die Banken einer Fortführung des Betriebs eher zustimmen.
@46

Danke, xwilli

für deinen ungemein wertvollen Beitrag.

Beste Grüße

Jürgen
@55

"Jahrelanges "in liquidazione" spielts in Österreich jedenfalls nicht" - Bei uns in der Schweiz schon auch, wir (meine Frau und ich) warten nun schon seit 3 Jahren auf die Löhne (Feriengeld, Abfindung etc), die eigentlich gesichert sind, meiner Frau aus der Insolvenz eines Namhaften Milchverarbeiters hier bei uns. Nach Aussagen des Liquidators (so heisst der bei uns) kann dass auch noch ein oder mehrere Jahre dauern, da igendein Gläubiger das Ganze anfechten kann sobald die wissen was wer zu bekommen hat.

Das nur so am Rande zu Insolvenzen

Gruss

Urs

der am eigenen Leib erfahren hat was sowas bedeutet

Presseinformation

Salzburger Modelleisenbahnhersteller ROCO insolvent
Hoffnung auf Weiterführung des Unternehmens


Hallein, 14.7.2005. Heute um 16:30 Uhr musste ROCO Eigentümer Peter Maegdefrau in Rahmen einer Betriebsversammlung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Rif mitteilen, dass er auf Grund der wirtschaftlichen  Situation des Unternehmens gezwungen ist, morgen Freitag, den 15.7.2005 den Konkursantrag über einen Teil der Gesellschaften der ROCO Holding einzubringen.

Betroffen sind ROCO Modellspielwaren GmbH mit den Standorten Hallein-Rif, Gloggnitz und Banska-Bystrica (SK), die ROCO Werkzeugbau GmbH & Co. KG mit dem Standort Gloggnitz, und die ROCO Besitz- und Beteiligungs-GmbH in Hallein Rif.

Die anderen Gesellschaften der ROCO Gruppe, das sind die ROCO Holding GmbH als Konzernmutter, die ROCO Anlagen GmbH und die ROCO Modellspielwaren Vertriebsgesellschaft m.b.H. in Freilassing sind nicht von der Insolvenz betroffen.

Die Fertigung und Auslieferung der Produkte soll nach Einleitung des Konkursverfahrens sichergestellt werden. Der Eigentümer strebt einen Zwangsausgleich an. Das Unternehmen steht mit der finanzierenden Hausbank in intensiven Verhandlungen um den Betrieb fortführen zu können.

Informationen zu ROCO
ROCO ist ein Salzburger Privatunternehmen und beschäftigte zuletzt an den Standorten Salzburg, Gloggnitz und Banska Bystrica (SK) rund 800 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2004  konnte ein Umsatz  von 44,7 Mio. Euro erwirtschaftet werden. ROCO stellt im Jahr rund 300.000 Lok- und ca. 1 Mio. Waggonmodelle, dazu Zubehör, wie Schienen und Steuerungselemente, her. Über 80% der Fertigung gehen in den Export. Hauptmarkt für ROCO ist Deutschland mit einem Anteil von 65%, gefolgt vom Heimmarkt Österreich.

Weitere Informationen:
ROCO Modellspielwaren GmbH, Rifer Hauptstraße 21, 5400 Hallein
www.roco.cc

Mag. Christine Neurauter, Tel +43 (0)676 88212 6651, ch.neurauter@roco.cc
Anton Gebert, Tel +43 (0)676 88212 6600,  a.gebert@roco.cc


Moecht nur mitteilen - vorausgesetzt es interessiert - verfolge ein schwedisches und ein norwegisches Forum und die Stimmung ist gedrueckt. Man merkt dass alle sehr betroffen sind von den letzten Meldungen um ROCO.

Ich denke dass ROCO dennoch ein beliebter Hersteller ist/war. Auch wenn der Markt eingebrochen ist. Viele koennen sich auch nicht "alle halben Jahre" eine Lok kaufen. Ich meine einen N-Markt gab's ja kaum noch. Aber dann eben H0.

Mich selber kotzt es unendlich an da ROCO mein Lieblingshersteller unter den Grosserienproduzenten war. Und ich auch auf ROCO-Gleismaterial rolle. Mit dem ich zufrieden bin.

Hoffende Gruesse JENS



@55: Ja, so schön ist das "vereinte" Europa - rechtlich kocht jeder sein eigenes Süppchen. In D bedienen sich beim Konkurs erst mal die Hauptgläubiger (=üblicherweise die Banken) für den Rest gibt es, wenn überhaupt, Peanuts. Siehe Schneider-Pleite. Die Deutsche Bank hat den größten anteil am verwertbaren Vermögen bekommen, die restlichen Verluste konnte man wenigstens noch steuerlich abschreiben (=Steuerzahler haftet - wie üblich - für Managementfehler). Dafür gingen reihenweise Handwerksbetriebe in den Ruin, wo der Eigentümer voll haften musste. Dagegen ist das österreichische Modell geradezu human. Für den verbleibenden Teil der Belegschaft immerhin ein Hoffnungsschimmer. Leider hat man nicht den Eindruck, dass Maegdefrau, Gebert und Co. nun erkannt haben, was da schiefgelaufen ist, so wenig, wie einst Dr. Prandi (Pradi?). Insofern bleibt ein eher mäßig optimistischer Blick nach vorn, und ein ziemlich schaler Nachgescmack

Gruß, Volker
Es geht den Modellbaufirmen ja allgemein nicht (oder zumindest nicht mehr,ganz)
so gut .(Wer hat heute noch soviel Geld übrig??,Wirtschaftslage,Konkurenz durch andere Produkte wie Playstation,Geburtsschwache Jahrgänge)
-und es wird in den nächsten Jahren wohl kaum besser werden,da sich an den eigentlichen Problemen, die es für die Modellbaufirmen gibt,so schnell nichts ändern
wird.Im GEGENTEIL.Da immer mehr ältere Modelleisenbahner wegfallen(wegsterben
klingt weniger schön)und die Lebenshaltungskosten immer mehr steigen(Krakenkassen,Teuerrugsrate) bleibt weniger Geld zu verteilen.
Mehr billigere Modelle in etwas einfacherer Ausführung (siehe Taurus) wäre da wohl die bessere Wahl als superdetalierte Modelle für 300 Euro oder mehr.Ich als Familienvater und normalverdiener kann mir diese Modelle leider heute schon nicht leisten,aber gerade WIR Modelleisenbahner(und nicht die reinen Spieleisenbahner oder Kinder die auch Modelle kaufen)wollen ja immer noch detailietere Modelle bis zur letzten Niete die mann nur unter der Lupe sieht-und das kostet eben....

@ 61

Also ich bin auch nur Normalverdiener lebe zwar alleine, und ich Kaufe mir nicht sehr viel aber wenn schon dann bin ich gerne bereit 2 - 3 mal im Jahr mehr Auszugeben in ein Modell das wircklich stimmt !
Die Mehrzahl meiner Loks Stammt ohnehin aus dem Ausland von größtenteils Deutschen Händlern wo eben alles Billiger ist als bei uns In Österreich aber das wäre ja nichts neues!
Und zum fall Roco ich glaube nicht das es mangelndes Interresse von Käufern wäre auch glaube nicht das der Preis wircklich eine Rolle Spielt aber halt Uralte Formen mit neuer Verpackung auf den Markt zu werfen auch wenn es nur € 9,99 kostet dafür muss ich fast 2 Stunden Arbeiten sehen wir es mal so also für einen Kompletten Kesselwagen Zug  fast eine Woche nur um mal zu zeigen wieviel eigentlich bei uns  in Innsbruck die Wagen kosten.
Und daran liegt das Grund Problem es kommt auch nicht wircklich  so was aufregend Neues das ich es zb. aus dem Haus Roco haben muss !

Ausser Jahre zu Spät neue ÖBB Eurofima die nur andere Farbe haben !

Andy aus Tirol
HINWEIS BESONDERS AN ISMAEL:

Zum Beitrag Nr. 58:

Ich denke mit solchen Äußerungen und Gast-Einträgen sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Ich finde es bedenklich, wenn sowas von einem Gast mit dubiosen Namen eingetragen wird!!!!

Im Drehscheibe-Online-Modellbahn-Forum hat jemand so was über Fleischmann eingestellt und die Fa. Fleischmann hat sich sofort gemeldet und Ärger gemacht, sodaß die Webmaster/Foren Admistratoren zur sofortigen Löschung gezwungen wurde. Wenn Ismael da hier nicht aufpasst kann viel Ärger drohen!

Beitrag editiert am 15. 07. 2005 09:24.
@Andreas, wieso, wenn der Herr Copy-Paste von einer Nachrichten seite macht? Klüger wäre es vielleicht auch immer den Link mit anzugeben, wo man dies gefunden hat.
Aber es wurden ja nun schon eine ganze Reihe von Links gepostet und Teilweise das dort geschriebene auch hier ins Forum übertragen, also dürfte das doch nicht so wild sein, oder?
Und ich hoffe das Roco wieder auf die Beine kommt. Aber warten wir mal ab.
@63: das Ding ist echt. Bei GFN war der Fall doch etwas anders - aus einem (dementierten) Bericht des bayrischen Rundfunks über einen Personalabbau wurde hier eine "weitere beinahe-Pleite" gedreht.
Kaufzurückhaltung? Daß ich nicht lache! An mir kanns jedenfalls nicht liegen:

10 SBB-ICN-Wagen, seit April 2004 bestellt
12 ÖBB-IC-Wagen im neuen Lack, seit Montag bestellt
4 Railion-Planwagen, seit 3 Monaten bestellt

Und ich bin sicher, so mancher unter Euch hat ähnliche Bestellungen laufen.

Ich zahle natürlich erst, wenn ich die Ware bekomme. Warum dauert denn eine Lackvariante so lange? Warum kommen die nicht aus den Socken?
Mein halber Fahrzeugpark besteht aus Roco. 100m Gleis und 60 Weichen habe ich von denen installiert.

Ich habe immer gerne von Roco gekauft und würde bedauern wenn sie vom Markt verschwänden.

Gruss
Cox
Lieber Throge,
danke für Deinen Beitrag. Beim Beobachten des Marktes können wir aber feststellen, daß die Hersteller Deine Gedanken kennen. Der Mittelstand als stärkste Bevölkerungsgruppe der deutschen Nation wird künftig wegfallen. nachdem nun auch die CDU (nicht die CSU, aber die ist eben auf Bayern begrenzt) ihre althergebrachte Klientel zugunsten der Oberschicht aufgegeben hat, ist der Mittelstand bereits auf mittlere Sicht zum Untergang verurteilt. Die deutsche Gesellschaftstpyramiode wird damit der englischen oder auch den nach dem Honoratiorensystem gegliederten südeuropäischen  Gesellschaftsordnungen angepaßt. Eine etwa größere Unterschicht, ein dieser Unterschied angepaßter, kaufschwacher unterer Mittelstand und eine etwas vergrößerte, noch vermögendere Oberschicht.
Das würde übrigens auch mit einem erneuten Wahlsieg der nun auf drei Parteien angewachsenen Linken nicht anders, denn deren Zielgruppe ist die Unterschicht, was in der Folge hieße, daß die Mittelklasse noch schneller verschwinden würde.

Die Großunternehmen haben diese Entwicklung bereits zu Anfang der 90er Jahre erkannt und reagieren entsprechend. VW hat verzweifelt mit dem Phaeton versucht, in der Oberklasse Fuß zu fassen. Gescheitert. Audi dagegen ist das noch gelungen. So wie diese versuchen derzeit viele Unternehmen, die ihre Abnehmer in der Mittelklasse haben, Kunden in der Oberklasse Kunden zu gewinnen. Nichts anderes haben auch Roco und Märklin getan. Beide sind gescheitert. (Fulgurex bleibt Fulgurex, VW bleibt VW....). Zahlreiche andere mittelständische Betriebe mit Absatzgebiet Deutschland werden derzeit verkauft....Zufall?
Märklin-Minitrix-Roco hatten ihre Modellpolitik konsequent nach der strategischen Entwicklung der gesamten Käuferschicht angepaßt und nicht den Wünschen ihrer bisherigen Klientel. Die ist ihnen aber wegen der Rasanz der gesellschaftlichen Entwicklung weggebrochen. Das ist ihnen nicht so ohne weiters zum Vorwurf zu machen, auch die Politiker haben mit diesem Tempo nicht gerechnet. Ihre Schritte und Maßnahmen sind viel zu langsam und rühren Besitzstände nicht an (Beispiel: Beamte und Freiberufler zahlen nicht wie in der Schweiz in die gesetzliche Rentenversicherung, wofür brauchen wir eigentlich Bundesländer, Frankreich kanns ohne besser, oder wofür brauchen wir Listenabgeordnete?) Alles teure Luxusgüter, die unser politisches System nicht abschaffen kann.

Inzwischen haben die Hersteller das Fehlschlagen ihrer Strategie erkannt und reißen das Ruder herum, Beispiel Minitrix mit ICE, um nur eins von vielen beispielen zu nennen. Mit Verlaub: Auch in diesem anspruchsvollen Forum wird dieser Hersteller doppelt gescholten, erst für die Hochpreismodelle, dann für die Spielmodelle. Von uns wenigen Modellbahnern aber können die Großserienhersteller nicht existieren, das sollten wir endlich verinnerlichen.
Es gibt auch eine Welt außerhalb unserer Anlagen, Module und Vitrinen, und das ist die, wo unser Hobby produziert wird. Und die sieht gar nicht gut aus. Ich bin noch Angehöriger der Mittelklasse, und ich habe einige Sorge, wozu meine Kinder später gehören. Oder glaubt Ihr, daß es bei den Studiengebühren bleibt? Wer die Äußerungen von Herrn Hundt und andere Wirtschaftlern einmal genau verfolgt, kann sich schon mit einiger Berechtigung ein Schulgeld vorstellen...Und das sind dann die Euros, die sonst an Märklin, Minitrix, Roco oder Fleischmann gegangen wären....
@ alle Systemkritiker
Jetzt, wo ich diesen Beitrag schreibe, sind bei Ebay 363 (!) Seiten Modelleisenbahn verfügbar. Nicht alles wird weggehen, aber das was verkauft wird, ist doch beachtlich. Die Preise auch.

Es gibt kein Grundrecht auf Urlaub und Modellbahn und wenn die Zeiten hart sind, müssen wir eben andere Prioritäten setzen. Seht nicht zu schwarz und vermutet keine Götterdämmerung, wo keine ist.

Das Argument, oben angeführt, "Geiz-ist-geil" akzeptiere ich nicht. Wer hier länger liest weiß, welche Preise Forummitgliedern zu zahlen bereit sind.
Ich wills nicht billig, ich wills nur fair! Und wenn der Roco seine aufgemotzten Uraltschätzchen für 30,- Euro verscherbelt, dann ist das gar nicht mehr fair sondern schlicht Abzocke!

Gruss
Cox
Sehr geehrter Herr X.,

wenn sie sich die Mühe gemacht hätten, in # 58 den unteren Link zu nutzen, dort die Pressemitteilung gelesen hätten und diese mit dem Haupttext von # 58 verglichen hätten, dann wäre uns ein weiterer dubioser Beitrag von ihnen erspart geblieben.

"Ich denke mit solchen Äußerungen und Gast-Einträgen sollte sehr vorsichtig umgegangen werden. Ich finde es bedenklich, wenn sowas von einem Gast mit dubiosen Namen eingetragen wird!!!!"

Ich denke, daß sie langsam auch in eine hier manchmal anzutreffende Registriertenarroganz verfallen die mich normalerweise zu regem Widerspruch veranlaßt. Sie haben in diesem Fall aber gezeigt, daß sie nicht in der Lage sind, einen sachlichen und auch sachlich richtigen Text zu erfassen. Daß sie diesen dann noch unsachlich und mit vier"!"kommentieren, um ihre Gästeabneigung zum Ausdruck zu bringen, hat mich diesmal jedoch ziemlich amüsiert.
Naja, die Zeiten werden wohl noch härter, schließlich haben wir hier in Deutschland ab diesem Monat eine staatlich verordnete reale Lohnkürzung von 0,45%. Das ist beim Durchschnittsverdiener auch wieder ein kleiner Güterwaggon weniger pro Monat.

Stefan T.
@72: oder einen Handy-Klingelton oder eine Zigarettenschachtel...

Vorwarnung: für den kommenden Absatz werden mich sämtliche "Deutschland geht unter"-Propheten steinigen wollen.

Imho ist das ganze sowieso jammern auf hohem Niveau. Es wird zwar neuerdings ständig "Hartz IV" als Inbegriff für alles mögliche, insbesondere die allgemeine Einkommenssituation genannt, dabei vergisst man nur eines: erstmal ist die hiervon betroffene Gruppe verhältnismäßig klein und war wohl auch bisher nie eine Zielgruppe für Modellbahnen. Und dann geht es denen ja nun sooooooo schlecht auch nicht, dafür, dass deren einzige "Leistung" für den Staat darin besteht, seit Jahren nicht gearbeitet zu haben. Ich kenne jedenfalls Leute, die Arbeiten und nach Abzug "vermeidbarer Ausgaben" (=alles, was man sich nur leistet, weil man es kann, nicht weil man es zum Leben auch nur ansatzweise braucht) mit weit weniger auskommen.
@56: bitte, gerne geschehen! Freut mich, Dich belustigt zu haben!

Als ich damals vor vielen vielen Jahren, das erste mal von Roco gehört habe und festgestellt habe, dass es da sehr schöne Modelle gibt, die sonst keiner im Progamm hat (Ne 103 haben alle im Programm!), die man sogar bezahlen kann, hat mich das sehr gefreut und ich zähle mich durchaus zu den Roco-Fans! Ich finde es extrem schade und es macht mich traurig, dass es ROCO schlecht geht und ich hoffe, dass es da irgendwie weitergeht. Von meinen ROCO-Loks bin ich richtig begeistert. Bin zwar Fan der alten Eppochen, aber wenn eine V320 mit einem 2m langen Zug angedonnert kommt, dann ist das schon geil, oder?
Schade, dass es die Dampfer nicht mehr gibt (

Was mich zugegebenermaßen auch sehr reizen würde, wäre zu versuchen, die Modellpolitik einer Firma wie ROCO oder auch Arnold (und mit Sicherheit gäbe es da bei MTX auch eine Menge zu tun!) so zu beeinflussen (trau mich nicht "managen" zu schreiben!), dass a) die Kunden zufrieden sind und b) die Firma auch Profit abwirft. Früher haben wir das doch auch geschafft, als "Made in Germany" noch was wert war!

Über die allgemein bescheidene Lage in Großdeutschland wurde schon öfters hier diskutiert und mir reicht das, was ich beruflich diesbezüglich verkraften muss völlig aus, da muss ich mich nicht auch nuch mit Euch drüber ärgern. Andernfalls geht auch mir noch der Humor verloren; iund wie soll ich dieses s... D... dann noch verkraften?
@Kai

Was ist das denn für ein Vergleich?

Der Grossteil der Bevölkerung besteht aus normal arbeitenden Menschen, viele davon kommen über den Monat mit Kontostand +/- 0. Die haben täglich mit neuen Preissteigerungen zu kämpfen und das sind unverzichtbare Sachen wie Sprit, ÖPNV, GEZ, KFZ-Steuer, Mietnebenkosten, Strom, Wasser/Abwasser ...
Da kommt einem eine Lohnkürzung doch gerade recht.
@73: das versteh ich jetzt aber nicht!
geschönte 4500000 (oder 1Mio mehr oder weiniger?) AL sind doch nicht wenig! Die Betroffenen, die ich kenne, würden schon gerne was arbeiten, auch wenn sie dann nicht viel mehr in der Tasche hätten, weil es Ihnen peinlich ist, vom Staat "durchgefüttert" zu werden.

Außerdem möchte ich doch gerne mal wissen, wie man mit einem Harz IV "Einkommen" überhaupt eine Familie durchbringen kann! Ist mir ein Rätzel, wie das viele hinbekommen!

Diejenigen, die das System ausnutzen und dann auch noch diejenigen auslachen, die dieses System mit Ihren Steuerzahlungen füttern, sollte man mit Watte bewerfen oder mit hölzernen Kochlöffeln tracktieren, bis sie sich das anderst überlegen. Da gehören aber nicht nur die Arbeitsdrückeberger dazu, sondern auch ALLE Abzocker.
@75: GENAU!
@75: Das wird noch besser: In D müssen wir wohl bald ca. 1,70 EUR für 1l Sprit anlegen! Kann mich noch gut an 1,70 DM erinnern!
Da muss ich nun aber doch meinen Senf abgeben:
Der Grossteil der Bevölkerung steht bei uns an Samstagen am Flughafen!
Was die da wohl machen?!
Der Grossteil der Armen Kinder hat eigenen TC Nintendinxda handy etc etc.
Alles ultralebenswichtige Dinge.
Wenn man dann auch noch zu faul ist zu Kochen geht man zu X oder Y und jammert dass alles so teuer ist.
Kai hat da nicht ganz unrecht!
Und wegen dem schlimmen schlimmen Pwenigen Platz braucht man an neuen Sharan Galaxy etc etc weil oh jeh an Golf oder Polo dann auch noch gebraucht nein das geht nicht.
"Mein Haus meine jacht mein Pferd mein blablabla" geht eben nicht alles umsonst her.
Sufen Skifahren Sommerurlaub tauchen uvm.
Wer alles will macht den geldbeutel eben auf. Kostet halt.
WE
#79: Einspruch!
Ich zähle mich doch schon (oder noch; mal sehen, wie lange noch) zu den etwas Besserverdienenden, aber ich war schon Jahre nicht mehr am Flughafen, Fahre einen VW-Polo mit 260TKM aufm tacho und meine Kinder spielen mit meinem ausrangierten PC. Mein Haus gehöhrt der Bank. Ne Jacht hab ich nicht und unsere Pferde sind alle von Playmobil.

Kann mir mal bitte einer erklären, was ich falsch mach?
Vielleicht wird ja doch ein Schuh aus der These dass was in der Mitte wegbricht:
(Wenn= ich einen Eigenheimbesitzer nicht zu den "Armen zähle)
In Neuperlach (alle die sich zu unrecht genannt fühlen .....sorry) und Hasenbergl leben viele mit zu wenig Kohle; die stützt der Staat mit Geld (ich sag nun nicht von wem) und in Grünwald und Solln sitzen die anderen...
Aber wer sorgt dann für die Steigerungsraten des Flugh FFm oder MUC ?! Wer sind denn die dann?
Woher kommen all die neuen Autos die ich sehe?!
Planlos
WE
PS Kinder aus armen Fam sind FEHLernährt, nein nicht unter weil die besonders gerne zu MD* und BK* gehen..... weil es da billiger ist ?!
Achtung: Hier ist noch was für die "Humorlosen" unter uns. Wer hier weiterliest, läuft Gefahr, dass er evtl. lachen muss. Wer das nicht will soll bitte diesen Eintrag in eigenem Interesse überspringen. :-P


Funktionsweise verschiedener sozialer Systeme anhand eines einfachen Beispieles:

Christdemokrat
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken
ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.

Sozialist
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine
ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu grunden,
um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Sozialdemokrat
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fuhlen sich schuldig,
weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wahlen Leute in die Regierung, die Ihre Kuhe besteuern.
Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu konnen. Die Leute,
die Sie gewahlt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn.
Sie fuhlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt fur Sie.

Freidemokrat
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und ?

Kommunist
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide
Kuhe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang fur die Milch an. Sie ist sauer.

Nationalsozialismus
Du besitzt zwei Kuhe. Die Regierung nimmt dir beide weg und erschie?t dich.

Kapitalismus pur
Sie besitzen zwei Kuhe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde
zu zuchten.

EU Burokratie
Sie besitzen zwei Kuhe. Die EU nimmt ihnen beide ab, totet eine, melkt die andere,
bezahlt Ihnen eine Entschadigung aus dem Verkaufserlos der Milch und schuttet diese
dann in die Nordsee.

Amerikanisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Sie verkaufen eine und leasen sie zuruck. Sie grunden eine
Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kuhe, das Vierfache an Milch zu geben.
Sie wundern sich, als eine tot umfallt. Sie geben eine Presseerklarung heraus, in der
Sie erklaren, Sie hatten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.

Franzosisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Sie streiken, weil Sie drei Kuhe haben wollen. Sie gehen
Mittagessen. Das Leben ist schon.

Japanisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere auf ein Zehntel
ihrer ursprunglichen Gro?e gezuchtet und das Zwanzigfache der Milch geben. Jetzt kreieren
Sie einen cleveren Kuh-Cartoon, nennen ihn "Kuhkimon" und vermarkten ihn weltweit.

Deutsches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere "redesigned",
so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von hochster Qualitat
geben und 160 km/h laufen konnen. Leider fordern die Kuhe 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Britisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Beide sind wahnsinnig.

Italienisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe, aber Sie wissen nicht, wo sie sind. Wahrend Sie sie suchen,
sehen Sie eine schone Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist schon.

Russisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Sie zahlen jedoch funf. Sie trinken noch mehr Wodka. Sie
zahlen erneut und kommen nunmehr auf 42 Kuhe. Hoch erfreut zahlen Sie gleich noch mal
und jetzt sind es zwolf Kuhe. Enttauscht lassen Sie das Zahlen sein und offnen die
nachste Flasche Wodka. Die Mafia kommt vorbei und nimmt Ihnen wie viele Kuhe es auch
immer sein mogen ab.

Schweizer Unternehmen
Sie verfugen uber 5.000 Kuhe, von denen Ihnen aber keine einzige gehort. Sie betreuen
die Tiere nur fur andere. Wenn die Kuhe Milch geben, erzahlen Sie es niemandem. Aber
Oberburgermeister ist mit Sicherheit auch keine schlechte Sache.
@75: ob nun ein Auto unverzichtbar ist, wenn man eh keinen Job hat (also eigentlich auch auf noch so abartige Bus-Fahrzeiten warten kann) oder gar in der Stadt lebt, kann man wohl wirklich streiten. Das Problem sind aber eher andere Sachen, allen vorran Handy, Rauchen und die allwöchentlichen Sauforgien... Sicher gibt es Ausnahmen, aber es gibt immer noch viel zu viele, die gar nicht daran denken, bei sich zu sparen.
Beim PC kommt dann nochwas hinzu, was zu denken geben sollte: ich kenne diverse Informatiker, deren PC wohl heute jeder als "total veraltet" bezeichnen würde, also irgendwas mit AMD K6-2, AMD Athlon (ohne XP) oder intel Pentium 3 (derzeit allerdings mit stark abnehmender Tendenz, da AMDs Athlon 64 einige sehr große Vorteile [Stromverbrauch, Performance] haben). Guckt man dann zu den gar so armen, werden hier schon die Systeme mit Pentium 4 oder Athlon XP ausgemustert, weil "veraltet"...
@81.1: "Eigenheimbesitzer <> arm": was nicht ist, kann ja noch werden!
@81.2: FEHLernährung von Kindern hat m.E. weniger mit arm oder reich zu tun sondern eher mit Grips und Verantwortungsgefühl seinen eigenen Kindern gegenüber. Kenne da auch so eine Mama, die telefoniert halt lieber, anstatt sie ihren Kindern was "gescheites" zum Mampfen macht (blöde Kuh!). Und dann noch sowas: "Zähneputzen? Ja muss man denn auch Milchzähne putzen???". Ich mach bestimmt auch nicht alles richtig mit meinen Bälgern aber trotzdem bin ich der Ansicht: Vorm Kinderkriegen sollte man seine Befähigung zum "Kindergroßkriegen" nachweisen müssen!
"Britisches Unternehmen
Sie besitzen zwei Kuhe. Beide sind wahnsinnig."

*gröhl*
Hallo RainerP (#71)

Ich habe absolut nichts gegen Gasteinträge, nur was gegen Einträge, die bewußt(!) unter dubiosen Gastnamen verfasst werden. Bei manchen Beiträgen, die eventuell geschäftschädigend sein können, sollte man jedenfalls vorsichtig sein, wenn man nicht weiß von wem der Eintrag stammt.

Ehrliche Gäste haben auch einen immer gleichen Nick-Name oder geben den vollständigen Namen an. Cox z.B. schreibt auch immer als Gast, was mich aber in keinsterweise stört, man weiß ja wer dahinter steckt und außerdem sind die Beiträge von Cox immer sachlich und korrekt.
@83.1: ob nun ein Auto unverzichtbar ist, hängt m.E. von einer Menge Parameter ab. Wenn ich in der Stadt wohne und in der Nachbarschaft putzen gehen kann oder zuhause sitze und ibäh-Kunden ärgere, dann kann ich vielleicht drauf verzichten. Ich könnte auch drauf verzichten, wenn ich Altenpfleger wäre und die Sozialstation mir auch eine private Nutzung des Dienst-Autos gestatten würde. Aber das geht halt nicht. Diese Dienstautos müssen nach Dienstschluss vor der Sozialstation geparkt werden, sonst gäbe es da ja freie Parkplätze mitten in der Stadt!

@83.2: Rauchen stinkt, Bier bekomme ich höchsten 1,5 rein, dann schmeckts nicht mehr! Und den Konsum von kostenpflichtigen Telekommunikationsdienstleistungen habe ich in meinem Haushalt auf das notwendige Minimum eingeschränkt.

@83.3: bin Informatiker und der ausgemusterte "Kinder-PC" ist ein
P-wasweisichwas und hat 400 MHz. Genehmigt?
@Kai: Hey, macht Spaß mit Dir zu "streiten", oder?
@Andreas: scheibe auch manchmal anonym, wenn mein "Senf" besonderst überflüssig ist. Lese auch immer sehr interessiert, wenn's von Cox kommt, aber allzu verbissen darf man das alles nicht sehen, sonst kann man sich ja gleich mit nem Strick erschießen oder so!
@87: Ausnahmen gibt's immer. Und vielleicht sind meine Beobachtungen auch nicht repräsentativ...
84 STimmt!
86 Wenn ich nicht an meiner Kiste hocke ich mich auch sicher nicht einlocke
Kann doch auch mal sein oder ?!
87 Nur 1,5 Bier: Komm mal zum Training zu uns
88 Genau!
Und dann kommmt noch alles auf die Tagesmoral an; die ist ebi jedem mal mehr mal weniger hoch/gut/schlecht etc. Wenn man mich "am linken Fuss erwischt" ist auch = alles Schei....
Am nächsten tag lach ich dann über die Probleme die ich gehabt zu haben schien
Always look on the.........
didum didum didumdi...
CU
WE

...ui mist wir driften.........


Beitrag editiert am 15. 07. 2005 12:17.
Kennt sich jemand mit dem österreichischen Insolvenzrecht aus? Vielleicht könnte ROCO, falls es tatsächlich zum Anschlußkonkurs kommt, ja in eine Genossenschaft oder Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Alle MOBA-Fans, die ROCO gut finden, beteiligen sich mit einer Kapitaleinlage daran. Selbst bei minimum 100,00 €uro und aufwärts käme weltweit bestimmt was auf den Haufen. Und die Kunden hätten sicher dann auch ein Mitgestaltungsrecht, was die Geschäfts- bzw. Produktpolitik angeht.
Ach, was ist das alles schade, in Raten geht alles den Bach runter und man kann´s nicht abbremsen. Mein 2. Modell, eine DRG-44er kam von Roco ... wünschenswert, wenn es dort weitergehen könnte. Aber ich sah in den letzten 2 Jahren auf der Roco-Homepage auch laufend Stellenangebote im technischen und kaufmännischen Bereich, meistens wiederholten sich verschiedene Stellenangebote sogar alle 3 oder 6 Monate. Das ist dann auch schon oft ein schlimmes Zeichen: Personalfluktation und Stellen für die sich kein (geeigneter?) Bewerber findet.
Alles schade, bin gespannt wer als nächstes kommt. Hoffentlich gehen wir N´ler nicht als erstes baden - also, ich meine, dass wir auf einmal keinen Serienhersteller mehr haben. Über Flm wird ja auch schon gemunkelt, dass dort personell und von der Produktvielfalt her rationalisiert werden soll.  Die Markt und die Wirtschaftssituation kann man ja nicht schön redene - man kann nur ausgeben, was man "über" hat, und Moba kostet ja heute oft in Euro das oder mehr, was es vor wenigen Jahren noch in DM kam.
Wollen wir den Dingsda nicht an die Wand pinseln aber:
Wenn es dann nur noch GFN als Konkurenten zu M* geben sollte ist für mich mit dem Hobby aber sense.
Klingt doof ist aber so; dann ist zu erwarten, dass aus gewissen Kreisen alles zu jedem Preis möglich ist.
Und dann gnade uns....
CU
WE
@90: GENAU!
@90-87: Kann passieren! Hab Bekannte in Gilching und im Dorf dahinter (von MUC aus gesehen) Wenn ich da das nächste Mal hinkomme, melde ich mich bei Dir!
Macht mich zum Chef von ROCO! Dann gibts schöne, qualitätsgesicherte  Modelle zum vernünftigen Preis.
Ruf einfach vorher an
01733854627
CU
WE
PS Gilching ist mitm Radl keine 20 Min von mir weg
@95: ACK
@37

Zitat:

Roco wie auch Märklin leiden darunter, daß sie Produkte für einen Binnenmarkt herstellen, dessen Kaufkraft für ihre Produkte sinkt. Das war bisher immer die mittlere Einkommensgruppe. Die wird derzeit aber total überlastet und blutet aus bis zum Verschwinden, weil sie die Ansprüche der untersten Einkommensgruppen finanzieren muss, wwovor sich die Oberschicht drückt, und weil zweitens die Arbeitsplätze des mittleren Führungsmanagements abgebaut werden (Ressortleiter im öffentlich rechtlichen Fernsehen zum Beispiel).
So wandlet sich also auch das Bild der deutschen Gesellschaft zum englischen System. Mit den mittleren Einkommensgruppen verschwindet der Absatzmartk für deren bisherige Belieferer. Das wird ganze Branchen verschwinden lassen, wie die Modellbahnindustrie deutschen Typs, abert   auch andere Branchen mit dieser Zielgruppe leiden, siehe Volkswagen oder Opel. Den Sprung in die Oberklasse haben beide nicht geschafft (wieder die Parallele zu Märklin und Roco), und die Unterschicht kauft in Korea....
Also, Leute, bevor ihr sagt, der spinnt, lest die Zeitungen zwischen den Zeilen....
Kopf hoch, es wird alles noch viel schlimmer kommen!

Der Mensch hat wohl leider recht! Einzig das mit der Finanzierung der Ansprüche der unteren Einkommensschichten kann ich nicht so ganz stehen lassen. Ich würde eher sagen, dass hausgemachte gesellschaftliche Auswüchse von einem Großteil der Bevölkerung finanziert werden müssen.

Und wenn wir bald die Partei gewählt haben (in Deutschland) die alle über die Mehrwertsteuererhöhung zur Kasse bittet, um die Senkung des Spitzensteuersatzes für die Reichen zu finanzieren, dreht sich die Spirale nach unten noch ein kleines bißchen schneller.

Ähnliches hat es ja schon häufiger in der Geschichte gegeben. Zum Beispiel ist im 5. Jahrhundert nach Christus das römische Reich u. a. daran zerbrochen, dass es nicht weiter expandieren (und die unterjochten Länder ausbeuten) konnte und der Steueraufwand für die Finanzierung dieser Wachstumsgesellschaft ins Unermeßliche gestiegen war.

Was regen wir uns denn eigentlich auf? Der ganz normale Wahnsinn!

Irgendwie sind doch wohl alle ein bißchen Bluna, oder?

Gruß Volker
..die Römer sind alle an Bleivergiftung Gaga geworden
Und was ist schlimm daran, dass ein "Besserverdiener" für SEINE 60 Stundenwoche ein wenig weniger abdrückt und der der noch nie in den Topf was reingelegt hat eben nicht wie bislang aus dem vollen weiterschöpfen kann.
Man verstehe mich nicht falsch bitte ich bin nicht ohne weiteres für das prog aber ein bisschen differenzieren müssen wir wohl schon...
CU
WE



Beitrag editiert am 15. 07. 2005 15:20.
jaja, 'n alter Klassenkamerad von mir hat's richtig gemacht, der hat (ohne Frau und Kinder) in CUBA ne kleine Firma, die die Touristenhotels mit EDV versorgt und er versorgt all die 20 jährigen Kaffeemäuschen. Deutsche Mistwirtschaft ade!
@98 Wutz

Verstehe ich nicht so ganz! Wer soll denn das sein, der noch nie in den Topf was reingelegt hat. Menschen die nach jahrzehntelanger Berufstätigkeit nach einem Jahr Arbeitslosigkeit "Sozialschmarotzer" werden oder Rentner die nach jahrzentelanger Maloche eine vernünftige Rente haben möchten? Und was meinst Du mit "deine" 60 Stundenwoche?

Gruß Volker
Was regt Ihr Euch eigentlich auf? Roco N ist ja schon einige Zeit tot! Und die paar Uralt-Modellchen der letzten Zeit waren ja nicht eigentlich ein Lebenszeichen, oder?
Und Eure Untergangsszenarien ganzer Völker (und ganzer Bahnszenen!) müsste man schon noch etwas differenzierter sehen, meint wenigstens
historicus
Er meinte wohl eher: "seine"...

Ansonsten: auch noch nie in den Topf gezahlt haben bspw. Studenten, die nach Abschluß des Studiums nicht sofort in ein Arbeitsverhältnis übergehen und somit zum Sozialamt gehen dürfen. (Ich spreche hier nicht von "Langzeitstudenten, die sind ein anderes Thema!) Es hat nicht jeder den familiären Rückhalt, der einen auffängt (Essen, Dach, ne Ecke zum pennen). Da wird man schön im Regen stehen gelassen (evtl. noch Bafög-Schulden am Hals...).

Da aber zukünftig eh nur noch die zahlungskräftige "Elite" sich das studieren leisten kann (Studiengebühren), wird sich das Thema dann jedoch erledigen. Ach Halt!...Stipendien...

Ok schon bessere Witze gehört...oder kennt jemand wen der eins erhält?

grrmbl aNdreas
Hi.
Just genau die von Dir genannten sind die leidtragenden dieses neuen Systems.
Die die ich meine haben eben noch nich etwas geleistet und verdienten die Titulierung die Du oben schreibst tatsächlich.
Ich finde es auch unerträglich, das die Leutchen die mit wenig zufrieden waren; 45 Jahre gebuckelt und geblecht haben nun verarscht werden
Aber es konnten ja viele (denen pers kreide ich das nicht an; die wären ja blöde geswesen wenn sie s nicht gemacht hätten) bei S* mit 55 gehen auf kosten des Dachdeckers der nun bis 67 rumturnen soll. Oder Leute die eben den NamenSozsch.. wirklich verdienen.
WE
PS: ich nenne explizit die Gruppen Personen oder dgl nicht beim namen (ich könnte Dir pers Daten nennen; kenne welche) weil wir hier in der BRD leben und nicht in einem freien Land wo man alles sagen darf
(Keine Bange kein brauner Mist).
@102 Andreas
das gehört nun wirklich nicht mehr zu Roco: Wir haben in Zürich auch die Diskussion um Erhöhung der Studiengebühren (jaja, wir haben sie schon lange!), sogar linke Kreise gestehen zu, dass eines der Ziele, den Zugang von bildungsfernen Schichten zu erleichtern, über die billige Studiengebühr (oder gar keine Studiengebühr), gescheitert ist. Dazu braucht es andere Kanäle.
Auch hier ist die Wirklichkeit eben komplizierter...
meint
historicus
@100: ne 60 Stundenwoche ist für einen Selbständigen ganz normal bzw. UNTERGRENZE. Das wollen normale Angestellte aber meistens nicht verstehen. Die neiden einem dann nur den BMW (ich hab keinen!), den man ja leasen muss, weil das FA einem sonst komplett alles wieder abnimmt (Heul!). Wer auch selbständig ist, wird mir das bestätigen und wer nicht selbständig ist, kann hier nicht mitreden. PUNKT!

Zum Thema Sozialschmarotzer verstehst Du da sicher was falsch! Ich glaube nicht, dass Wutz einem nach 40 Jahren Malloche seine Rente oder sein Arbeitslosengeld nicht gönnt. Kenne einen, der wurde nach 35 Jahren an die Luft gesetzt, bekommt jetzt 800 Eier im Monat und muss schon 550 Miete zahlen. Na klar kann er sich auch n billigeres Dreckloch suchen aber das kost auch Geld! Nach Adam Riese bleiben dann noch 250 für Zigaretten, Telefon, Bildzeitung, Puff und ..... achja, essen muss man auch manchmal was! Find ich schon Scheisse!

Aber es gibt nun mal eine ganze Menge Leute, die das System ausnutzen. Die gehören ---- zensiert ----!

Schönes Wochenende, ihr Superpolitiker
Am Montag balg ich wieder mit!
@101

jetzt kann ich auch mal zustimmen!

Ich denke, die Marktwirtschaft wird's richten. Wo man Geld verdienen kann, ist auch immer jemand da, der das will (Hornby? Kato? Lemke/Aijn/Conrad? ...)
Auch wenn's mir für die Roco-MA und einige schöne Modelle leid tut.

Ansonsten: Warten wir's ab. Oder hat hier einer genug in der Portokasse, um den Laden zu sanieren?

Gruß
Lavamat
@101

Ich für meinen Teil rege mich eigentlich schon lange nicht mehr auf. Natürlich muß man das alles ein bischen differenzierter sehen. Der Vergleich war eigentlich auch mehr ironisch gemeint. Außerdem wollte ich keinen Roman schreiben.

Du hast recht Roco ist schon seit längeren, zumindest in Spur fast tod.
Die vielen "handwerklichen" Fehler die in den letzten Jahrzehnten in der Modellbahnindustrie begangen worden sind und das "Können" unserer Politiker haben halt diese Situation herbeigeführt. Wenn man denn glaubt oder glauben will, weil es bequemer ist als sich vorausschauend mit Problemen oder mit Kundewünschen zu beschäftigen, Wachstum hört nie auf brauchen wir uns halt auch nicht zu wundern.

Gruß Volker
S + D sind zu nahe beisammen
Seine logo: Sorry
CU
WE
@105

Habe ich von Dir aus Nr.82 (hat mir gut gefallen) geklaut:

Freidemokrat
Sie besitzen zwei Kuhe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und ?

Das ist doch die Tendenz!

Gruß   Volker
So diesmal als Gast, aber trotzdem der echte "Andreas X.":(

Also jetzt ist es amtlich auf der Roco-Homepage:

http://www.roco.co.at/content.php?id=1695&m_id=1179&admin=1
Guten Morgen

Siehe oben Andreas #68

aufgestanden ???
Trotz allem Kollegen...ich liebe mein Hobby ! Es wäre schade um Roco aber ich gebe diese Hobby trotzdem nicht auf....lol
@104
ich auch sorry, nix verstehen: S + D = was, bitte? Bezugspunkt?
Gruss aus Helvetien
Heinzpeter
hatte in 98 S und D auf der Tastatur verwechselt wodurch satt seine, deine stand

CU
WE
@112

Da hast Du recht!

Solange ich mir das noch leisten kann, ich auch nicht!

Bin aber leider kein Beamter und kam die Zukunft nicht so unbeschwert sehen.
Ein sicherer Arbeitsplatz ist da schon etwas anderes.

War nicht persönlich gemeint. Es sei jedem Beamten gegönnt. Eigentlich sollte sich niemand Sorgen um seine Zukunft machen müssen.

An alle Beamten: Bitte jetzt nicht anfangen zu Jammern wg. Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld und längerer Arbeitszeit. Ein sicherer Arbeitsplatzes ist doch was Elemetares auf dem man aufbauen kann. Die anderen Schweinereien haben "normale" Arbeitnehmer doch zusätzlich noch.

Ich möchte damit nur Vermeiden, dass jetzt eine Disskusion ausbricht wer am ärmsten dran ist!

Nun wieder zur Sache. Es wäre sehr schade um Roco. Schließlich hat uns N-Bahnern diese Firma ein paar tolle Fahrzeuge bescherrt. Auch wichtige Innovatonen sind von Roco ausgegangen. Loks mit Schwungmasse zu anfangs noch recht vernünftigen Preisen.

Warum die Situation so ist wie sie ist, hat sicherlich eine Menge auch hasugemachte Gründe.

Gruß Volker
@114
aha! Aber dafür gibts ja die Editierfunktion...
Gruss
Heinzpeter
So, ich geb jetzt auch noch meinen Senf zu Stammtischgelaber

Wenn ein Hersteller weniger auf dem Markt ist, erhalten die verbleibenden die Chance, ihre Produktionsmittel besser auszulasten. Das ist gut für MTX und GFN.

Ansonsten... vor 10, 20 Jahren war Roco "gut und günstig". Bevor ich Peco Gleise verwendete, verwendete ich Roco. Heute, d.h. seit geraumer Zeit, ist Roco nur noch "und"... Irgendwas ist da schief gegangen. Firmen kommen, Firmen gehen, die Erde dreht sich weiter.

Lasst die Züge fahren!

Felix
@90: Hey Wutz! hab grad 'nen Lehrgang gefunden:

Schützenfest

Einmal im Jahr is in jedem Dorf der Ausnahmezustand. Diese Orgie heißt
dann Feuerwehr-, Schützen-, oder Sängerfest oder meinetwegen auch Hühnerwämserball, is vollkommen egal, weil is alles dasselbe.
Dann wird nen Zelt aufgebaut irgendwo und mindestens drei Tage getestet,
wie viel Ballerbrühe die alte Karkasse noch aufsaugen kann. Fängt meist schon Tage vorher an, mit Kränzeflechten, Birkenbraken anne Verkehrsschilder nageln oder weiß der Henker: Hauptsache mitn Trecker rumnageln und Kiste Bier dabei. Während die Männer in der Wildnis das gefährliche Tannengrün erlegen, sitzen die Weibchen im Kreis und basteln daraus meterlange Kränze.

So wird die traditionelle Rollenteilung gefestigt und keiner kommt auf dumme Gedanken. Die Sitte des Kränzens is uralt.

Früher beim Schützenfest kamen immer mehrere Leute zu Tode:
Kaputtgesoffen, anner Theke totgetrampelt oder anner achten Bratwurst erstickt. Ja und weil das ganze Dorf nachn Zeltfest zu tattrig war, um nen Kranz für die Beerdigungen zu flechten wurden die vorher auf Vorrat fertiggemacht.
Musste man Montag dann bloß noch auf Ende schneiden das Gestrüpp, Papierblume dran und ab nachn Friedhof.

Heute gibs ja kaum noch Tote bei Zeltfesten, nich
mal mehr Schlägereien die warn ja früher der Höhepunkt. Die Schlägerei ist die Form, in der der Mann vom Lande einem andern sagt, dass er ihn lieb hat.
Und nach der Massenschlägerei in der Sektbar waren alle Männer Blutsbrüder.
Doch die soziale Kälte is auch aufm Dorf zu spüren: keiner haut mehr dem anderen einfach so einen in die Fresse.

Ein heimlicher Höhepunkt beim Zeltfest ist der spontane Geschlechtsverkehr an der Rückwand vom Festzelt. Wenn die Kerle zum Pissen irgendwo ins Gebüsch verschwinden, erinnern sie sich plötzlich, dass sie nicht bloß ein Loch im
Kopp haben, wo man Bier reinschütten kann, sondern dass es zwischen den Beinen auch wieder rauskann. Und mit dieser verkümmerten Restexistenz hatten sie früher doch auch immer viel Spaß.
Und jetzt schlägt die erotische Phantasie gnadenlos zu: Sex ohne sich groß ausziehen zu müssen, is das allergrößte. Hose is eh noch auf vom Pissen, quasi die halbe Miete. Jetzt fehlt bloß noch die Gelegenheit. Doch da siehts dann finster aus: die Anzahl der willigen Tanten, die teilentblößt an der Zeltwand lehnen, hält sich
doch in Grenzen. Und so laufen Dutzende von halbbesoffenen Typen mit offener Buchse hinterm Zelt rum und verstehen die Welt nich mehr.

Müsst Ihr mal drauf achten, so ab 23 Uhr etwa gehts los: dann schleichen hier überall die Männer durchs Unterholz. Offiziell wollen sie natürlich
nur zehn Liter Gerstenaufguß nach draußen bringen, in Wahrheit sind sie auf Suche nach erotischen Abenteuern. Es gibt auch Männer, die gehen zum
Pinkeln in den Toilettenwagen, die haben die Hoffnung schon aufgegeben, dass da draußen in der Wildnis noch irgendwas zu löten wäre. Aber auch bei den andern sieht die Realität nich besser aus: nach dem Strullen kommen sie total gefrustet wieder zurück ins Zelt. Früher entlud sich dann der Frust
in einer homoerotischen Ersatzbefriedigung: der Massenschlägerei. Haben wir schon gesehen: gibs heute kaum noch.

Was bleibt also: Das EINE: Körper stillegen durch Alkoholzufuhr.
Das hört sich einfach an, isses aber nich, weil beim Zeltsaufen gibt es festgelegte Rituale, die man unbedingt beachtet muss:
1. Ein Bier bestellen geht gar nich. Damit sagt man, dass man ne knickrige Sau is, keine Freunde hat oder Antialkoholiker, quasi das allerletzte.
2. Also immer mindestens zehn Stück, einen Meter oder ein ganzes Tablett. Nie vorher abzählen, wie viel Leute um einen herumstehen und dann genau
die Anzahl bestellen. Am besten irgendeine Zahl über die Theke grölen und ab dafür.
3. Ganz falsch: Die Umstehenden fragen, ob sie überhaupt noch ein Bier
haben wollen. Wichtige Regel: gefragt wird nich. Saufen ist schließlich kein Spaß.

4. Wenn der Stoff da is, nich blöd rumgucken und überlegen, wem man denn eins in die Hand drücken soll. Am besten die Gläser wild in der Umgebung verteilen, denn nur so zeigt man seine Großzügigkeit. Nur der
kleinkarierte Pisser stellt sich da an
5. Wer zahlt wann welche Runde? In der Regel kommt jeder der Reihe nach dran. Ganz miese Wichser saufen die ersten neun Runden an der Theke mit
und wenn sie an der Reihe wären, müssen sie plötzlich pissen. Der erste Besteller bestimmt meist die Dauer des Projekts: Wenn er zwölf Bier bestellt, müssen alle solange warten, bis zwölf Runden durch sind.
Wichtig ist, dass der Strom nie abreißt. Also wenn alle noch die Hälfte im Glas haben, sofort die nächste Runde ordern und das neue Glas in die Hand drücken. Was voll peinlich ist: Mit zwei Gläsern in der Hand an der Theke
stehen, deshalb is Tempo angesagt beim reinschütten, is schließlich kein Kindergeburtstag.
6. Richtig fiese Schweine bestellen zwischendurch noch ne Runde Korn oder die absolute Hölle " Meyers Bitter" , eine Art grünes Schlangengift, dass
mit dem Eiter von toten Fröschen verfeinert wurde. Hier wirds ernst. Sollte sich sowas andeuten, kann man bloß noch die Flucht ergreifen.

Merke: Biersaufen kann man überleben aufm Zeltfest mit etwas Planung und Glück; nach Meyers Bitter weigert sich sogar der Notarzt, diese
Schweinerei wiederzubeleben.
7. Konsequent durchgezogen, bist Du normalerweise aufm Zelt um halb Neun stramm wie die Kesselflicker. Geht natürlich nich, weil Du kannst ja noch nich Hause, wegen Verdacht auf Weichei. Was also dann?
Pausen machen!

Dafür sind in der Regel zwei Sachen vorgesehen - Bratwurstfressen und Tanzen.
a) Bratwurstfressen:
Vorteil: an der Bude gibs kein Meyers Bitter, da bist Du also ne zeitlang sicher vor der Alkoholvergiftung durch andere. Nu sind die Bratwurststände auf Zeltfesten immer so konzipiert, dass die Nachfrage immer größer ist
als das Angebot. In der Bude arbeiten auch meistens Fachkräfte, denen man beim Grillen die Schuhe besohlen kann. Einzige Qualifikation: sie können mit einem Sauerstoffanteil in der Luft von unter 1% überleben, deswegen wirken sie auch so scheintot. Nu sagt der Laie: watn Scheiß, das könnte man doch viel besser organisieren: zackzack kämen die Riemen übern Tresen. Falsch: die mickrigen Bratwurstbuden mit den Untoten am Grill stehen da nich aus Versehen, sondern absichtlich. Hier kann man Asyl beantragen von der Sauferei und je länger man auf den verkohlten Prengel warten muss, desto größer die überlebenschance.
b) Tanzen:
Im Vergleich zu Bratwurstfressen natürlich die schlechtere Wahl, weil anstrengend und mit Frauen. Aber irgendwann geht halt kein Riemen mehr
rein in den Pansen und Du musst in den sauren Apfel beißen. Also zack, einen Rochen von den Bänken gerissen und irgendwie bescheuerte Bewegungen
machen. Wenn Du Glück hast, spielt die Kapelle mehr als zwei Stücke und Du kannst Dir ein paar Bier ausse Rippen schwitzen. Hast Du Pech, kommt sofort nachm ersten Stück der Thekenmarsch und Du stehst wieder da, von wo Du gerade geflohen bist.
c) Sektbar:
Eine richtig gruselige Bude, quasi die Abferkelbox im Festzelt. Hier isses so voll und eng, hier bleibst Du auch noch stehen, wenn's eigentlich nich mehr geht. Es soll schon Kriegsverletzte gegeben haben, denen hat man in
der Sektbar beide Beinprothesen geklaut und sie habens nich gemerkt.
Doch der Preis, den Du für die Stehhilfe zahlst is hoch: Du musst Sekt saufen aus so mickrigen Blumenvasen, die man von der Spermaprobe beim Urologen kennt. Ziemlich eklig alles. Wenns keine Sektbar gibt, gibst
meist ne Cocktailbar: Cocktail heißt im Zelt aber nich Caipirinha oder Margerita sondern Fanta/Korn oder Korn mit Fanta.
Also vorsichtig. Hier kanns ganz schnell zuende gehen. Eine Alternative
für den ganzen schnellen Weg ins Nirwana is noch der hannoversche Zaubertrank: Lüttje Lage. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her immer noch ne reelle
Sache:
So besäuft sich der kritische Verbraucher und hat es ruckzuck geschafft. Doch bevor Du nach Hause darfst, kommt noch ein ganz wichtiger Punkt,
nämlich....
d) Kotzen:
Klingt scheiße, Du wirst aber dankbar sein, wenn Dein Körper, Dir Dieses Geschenk bereitet. Du hast Platz für neue Bratwürste und vielleicht sogar Glück, dass Du die letzten zwanzig Bier noch erwischt, bevor sie Dein
Gehirn erreicht haben. Der Profi jedenfalls kotzt oft und gern. - So jetzt wären wir auch schon bald beim Nachhause gehen. Haha. Wenn Du abers den
Zeitpunkt verpasst hast, und Du kommst vom Pissen oder Bratwurstkotzen wieder ins
Zelt und es sind bloß noch zwanzig Mann übrig.
Ätsch: Arschkarte gezogen. Denn jetzt heißt es:
e) Die Letzten:
Ab jetzt geht es um so spannende Sachen wie Faßaussaufen - es is immer mehr drin, als Du denkst, oder Absacker trinken, wenns ein Meyers Bitter ist, kannst Du Dir gleich den Umweg über den Notarzt sparen und den Bestatter anrufen. Jeder passt jetzt auf, dass keiner heimlich abhaut.
Die ersten sacken einfach so vor der Theke zusammen, damit sie jedenfalls nich noch mehr saufen müssen. Vorteil dieser Phase des Zeltfestes: Du
musst nich mehr extra mehr nach draußen latschen für Pissen und Kotzen: geht
jetzt alles vor Ort.
f) Nach Hause
Fällt aus. Mach Dir keine Illusionen: alleine schaffst Dus nich mehr,
Taxis gibst nich aufm Land, und wenn, würden sie Dich nich mitnehmen. Deine Frau kommt nich, um Dich zu holen, die is froh, dass dieses Wrack
nich inner Wohnung liegt und der Gestank in die Möbel zieht.
Was bleibt ist.
g) Der Morgen danach:
> Die ersten Sonnenstrahlen brechen durch die Ritzen in der Zeltfestplane.
Du wirst wach von einem Zungenkuß, wie Du ihn noch nie in Deinem Leben
gekriegt hast. Leidenschaftlich küsst Du zurück. Dann machst Du Deine verklebten Augen auf und blickst in das fröhliche Gesicht des zottigen Köters von
dem Karusselfritzen. Und mit einem eigenen Beitrag zum Thema Würfelhusten
fängt der Tag wieder an. Dein Kopf fühlt sich an wie nach einem Steckschuß.
Jetzt hilft nur noch: Stützbier bis die Maschine wieder halbwegs normal läuft.
@117: Zeigt doch die Teledoof, wie das geht: keine Konkurenz, dann kann man ja hinlangen!
Ich sags nochmal: Ich finds saumäßig schade, wenn ROCO den Bach runtergeht!
@118: Sorry an alle Humorlosen! Die 118 ist mir nur so rausgerutscht. Ich hoffe, es muss keiner lachen!
@118/xwilli: na dann bin ich mal froh, daß ich nicht der einzige Vielschreiber bin Gruß RW
@118
sitzen gerade hier in Andechs im Biergarten und....
haben uns gerade kaputtgelacht!!

Wenn auch das Thema nicht ganz stimmt - echt cool der Beitrag.

Gruß

Schorsch & Friends
ROCO ?
Gut, dass ihr mich dran erinnert habt. Da war doch mal was ....

Wenn ich mich nicht bereits über die Jahre mit den für mich wichtigsten ROCO-Artikeln eingedeckt hätte, dann würde ich sagen, folgende ROCO-Güterwagen werden mir in Zukunft fehlen:

Natürlich die Taschenwagen, in ihren diversen Varianten (gibt's auch bei MINITRIX, aber oft nur in unattraktiven Sets. Sollte ROCO nicht mehr weiter produzieren, dann bin ich neugierig, ob TRIX seine Modelle noch liefern kann, weil ich immer noch glaube, dass sie von ROCO stammen).

Der Kbs 442 (wurde aber so oft produziert, dass es ihn sicher noch auf Jahre hinaus gebraucht geben wird.)

Die Eaos und Fcs-Wagen, die es aber auch bei GFN gibt, wenn auch nicht für 9,50 € wie bei ROCOs Sonderserien.

Der Gbs-uv 254 könnte fehlen, zumal auch ARNOLDs Gbs 252 nicht mehr produziert wird.

Der Schiebeplanenwagen (Shimm-tu ? bin mir nicht ganz sicher ...)

Und zuletzt der Tadgs-y - natürlich, wie auch in den anderen Fällen, mit der Einschränkung der fehlenden Kinematik, die mich aber bei Güterwagen nicht so kratzt.

Die Reisezugwagen - tja, ROCO hat sie sicherlich korrekt "tiefergelegt".
Dadurch passen sie aber nicht zu GFN und Trix-Wagen ...
Also muss man hier eine Entscheidung treffen: Entweder nur ROCO - oder kein ROCO. Ich habe mich gegen ROCO entschieden.

Triebfahrzeuge:

Da ich keine Fahrleitung aufstellen will, kommt für mich ohnehin nur die BR 290 zum Zuge und mit der bin ich sehr zufrieden. Und hier hatte ROCO schon alle Farbvarianten durch.

P.S.  ROCO's Bastelsäge hätte ich fast vergessen ...    

Schönen Gruß,
Ulrich





Mir auf jeden Fall der sechsachsige Schwerlast-Flachwagen.


  Gruß Lothar
Muss wohl noch einen neuen Roco Rubber kaufen.

Felix
So wie es aussieht, wird Roco doch auch weiterhin produzieren. Wenn auch wohl nicht mehr (alles) in Europa und mit neuem Management. Mit glüch dann sogar wieder mehr in N. Im Moment scheint es doch nur noch daran zu hängen, dass sich Maegdefrau die Markenrechte möglichst teuer vergolden lassen will
Zumindest aber wird es wohl kein ewiges "in liquidazione" geben, bis der Ruf völlig im Eimer ist, und sich auch der letzte Händler mit Grausen abgewandt hat.

Gruß, Volker
die Muldenkipper Omm1 51 trotz fehlender KKK, die Flachwagen Samms 710 6-achsiger Schwerlastwaen mit KKK sowie einige Eilzugweagen mit KKK feheln uns N-Bahneren doch. Bei den Loks fehlt die V 188 und V 320. Bei den Dampfloks hätte eine Überarbeitung auch was gebracht.
H-W
Hm, also mir würden die Haubenschiebewagen fehlen, nagut, den einen gibt es auch von Fleischmann. Und die Schwerlastwagen.
So schlecht ist die Roco V200 nicht, ebenso die 143/114 etc. Die 215 war meine erste Lok mit Schwungmasse, für 65 Eus damals.

So eine kleine Ankedote zum Thema Modell und Nachfrage, so aus erster Hand erfahren. Allerdings geht es hierbei um einen anderen Sektor.
Und zwar um Telefone:
Ein Hersteller von Telefonen hatte wohl so teilweise leichte Umsatzprobleme.
Einer seiner Mitarbeiter (einer von 3000) kam nun auf die Idee, das man die einzelnen Modelle der Telefone doch in der Kantine austellen könnte und die Belegschaft könnte dann gleich Beurteilungen darüber abgeben, ob die Modelle gefallen oder eben nicht. Im Prinzip eine Marktforschung
Der Kommentar der Geschäftsleitung: Vielen Dank für ihren Vorschlag, aber wir sehen dies nicht als vernünftiges Mittel an. Wir haben 20 Ingenieure und die wissen was am Markt ankommt und sich verkauft.
Den Telefonhersteller gibt es als solches nicht mehr.

Der Gutschein hat für nen Wagen der RoLa gereicht ;)
Jo, die 112/143 von Roco sind für mich die besten am Markt, die V200.0 auch, alleine schon, weil ihr die Trix im Puncto Zugkraft nicht annähernd das Wasser reichen kann.

Gruß Lothar
"Hallo RainerP (#71)

Ich habe absolut nichts gegen Gasteinträge, nur was gegen Einträge, die bewußt(!) unter dubiosen Gastnamen verfasst werden. Bei manchen Beiträgen, die eventuell geschäftschädigend sein können, sollte man jedenfalls vorsichtig sein, wenn man nicht weiß von wem der Eintrag stammt.

Ehrliche Gäste haben auch einen immer gleichen Nick-Name oder geben den vollständigen Namen an. Cox z.B. schreibt auch immer als Gast, was mich aber in keinsterweise stört, man weiß ja wer dahinter steckt und außerdem sind die Beiträge von Cox immer sachlich und korrekt."


Ich habe nochmal ihren gesamten Beitrag als Zitat eingestellt, da ich mir jetzt sicher bin, daß sie immer noch nicht erkannt haben, daß sie in # 63 (vorsichtig gesagt) vollkommen daneben lagen. Andere Deutungen meinerseits könnten evtl. mißverstanden werden, das will ich natürlich nicht.

nochmal im einzelnen:

- "Ich habe absolut nichts gegen Gasteinträge, nur was gegen Einträge, die bewußt(!) unter dubiosen Gastnamen verfasst werden."

Dies ist z.Z. im hiesigen Forum nicht verboten, wem es nicht paßt, der kann sich ja in einem anderem Forum tummeln. Ich habe dazu auch eine passende Empfehlung, aber erst nach meinem Urlaub. Außerdem siehe nachfolgenden Anstrich.

- "Bei manchen Beiträgen, die eventuell geschäftschädigend sein können, sollte man jedenfalls vorsichtig sein, wenn man nicht weiß von wem der Eintrag stammt."

Haben sie denn immer noch nicht geschnallt, daß in # 58 eine Pressemitteilung der Fa. Roco zitiert wurde? Mann, mit wem diskutiert man denn hier?

- "Ehrliche Gäste haben auch einen immer gleichen Nick-Name oder geben den vollständigen Namen an."

Ich weiß nicht wofür sie sich halten,  aber dieser "Ehrliche Gäste ..."-Erguß fällt für mich unter das Stichwort "Registriertenarroganz ". Siehe dazu außerdem den ersten Anstrich.

- "Cox z.B. schreibt auch immer als Gast, was mich aber in keinsterweise stört, man weiß ja wer dahinter steckt und außerdem sind die Beiträge von Cox immer sachlich und korrekt"

Ist ja für Cox evtl. schmeichelhaft, aber warum in aller Welt maßen sie sich an, seine Beiträge über andere zu stellen, nachdem sie gleichzeitig andere Forumsteilnehmer abwerten?
@ 118 bruhaha, ich lach mich schlapp, auch wenn ich das schonmal gelesen hab. Ich versuch mich nur gerade zu erinnern wo, naja is schon spät.


@ topic  Schade um die Modelle eher weniger, das was man brauchen konnte hat man ja schon und was man eventuell noch brauchen wird, für was gibts iiihbähhhh.


OT:
Nun geht der Quatsch mit registriert / nicht registriert (Gast) wieder los...als wenn das Palaver wegen dem einen Troll,der seine Tastatur testen wollte, nicht genug gewesen wäre.

Fakt ist :
1) Trolle lassen sich auch durch Registierung nicht abhalten, ihren (Un)Sinn zu posten.Aber nicht nur Trolle tuen dies.
2) Papier und EDV sind geduldig. Es gibt keine Garantie dafür, daß die bei der Registrierung abgefragten Daten auch wahrheitsgemäß beantwortet werden. So kann Herr XYZ bei der Registrierung angeben,er hätte eine 10qm Anlage, auch wenn es real nur 2qm sind. Nachprüfbar ist es nicht,es sei denn man besucht XYZ.
3) Daher ist der Forums-Nick absolut nebensächlich - wenn er nicht nicht mehr gefällt, kann er geändert werden.  
4) Ein Gast, der durch Kreativität bei Nick-Auswahl wie auch durch einen guten Beitrag im Forum auffällt, bereichert das Forum allemal mehr als ein Registrierter, der einen schlechten Beitrag abgibt.
5) Ein Forum wie dieses lebt auch von den Gästen, sie bringen neue Gedankenansätze ein, erinnern aber bisweilen auch daran,wie man selber einst begonnen hat. Daher sind Antworten a'la :"benutz doch die Suchfunktion" fehl am Platze.
6) In diesem Forum kommen Menschen mit einem gemeinsamen Hobby zu einem Gedanken und Erfahrungsaustausch zusammen. Durch eine Aufteilung in Registrierte und Gäste wird das Gemeinsame jedoch nicht gerade befördert,erweckt es doch den Anschein, der Registrierte wäre dem Gast überlegen.
ENDE OT

Die drohende Insolvenz von Roco ist äusserst bedauerlich.Welche Ursachen sie tatsächlich hat (Managementfehler,Konjunktureinflüsse, ect), ist uns Kunden noch weniger bekannt als den Roco Mitarbeitern.Man kann nur hoffen, daß die Insolvenz abgewendet wird oder Roco in anderer Form weiter existiert.
Alles Andere ist Kaffeesatzleserei und ich wundere mich denn doch etwas, daß hier innerhalb 3 Tagen 131 Beiträge dazu erscheinen.Über diese Resonanz würde sich mancher Fragesteller freuen

LG Willi



Beitrag editiert am 16. 07. 2005 08:01.
Jetzt fangt aber nicht an zu spinnen! Es ist doch völlig wurscht, unter welchem Nick jemand schreibt. Mit der Zeit erkennt man doch so wie so die meisten am Stil und an der Wortwahl. Wer stören will, der stört ohnehin. Ich finde das eigentlich ganz nett, wenn jemand auf einen bestimmten Beitrag mit dem passenden Nick antwortet. Oben war so einer: "Insolvenzberater". Macht nix, er hat doch keinen Stuss geschrieben :)

Was mir an dieser Serie völlig unverständlich ist: Hier wird gesagt, ROCO hat ohnehin nichts, alles altes Zeug etc. Kann ich nicht nachvollziehen.
In der Tat bringt ROCO viele Lackvarianten, allerdings sehr attraktive, und hat dadurch bis dato die Preise zahm gehalten. Jetzt allerdings werde ich langsam sauer, weil sie für die alten Schätzchen im neuen Gewand Fleischmann-Preise verlangen.

Wenn sie für (überarbeitete) orange Eurofimas 16 Euro, für (überarbeitete) ICN fast 30 und für (überarbeitete) ÖBB 25 Euro wollen, dann ist das nicht mehr verständlich. Da fühle ich mich verscheißert.

@Hans-Werner
Über 2 Monate wurden bei Ebay 4 Samms mit Stahlladung "Lebensadern der Wirtschaft" für 49 Euro angeboten. Ich habe zugeschlagen und 20 Stück gekauft. Meine Freunde auch. Und jetzt brauchen wir keine mehr und uns ist egal, ob sie noch weiter verfügbar sind. Wozu sollen sie die Wagen jahrelang anbieten? Der Markt dafür ist gesättigt. Liefergarantie gibts nur bei Rosenthal-Porzellan :))

Gruss
Cox

"...Die drohende Insolvenz von Roco ist äusserst bedauerlich.Welche Ursachen sie tatsächlich hat (Managementfehler,Konjunktureinflüsse, ect), ist uns Kunden noch weniger bekannt als den Roco Mitarbeitern.Man kann nur hoffen, daß die Insolvenz abgewendet wird oder Roco in anderer Form weiter existiert.

Alles Andere ist Kaffeesatzleserei und ich wundere mich denn doch etwas, daß hier innerhalb 3 Tagen 131 Beiträge dazu erscheinen.Über diese Resonanz würde sich mancher Fragesteller freuen ..."

Ganz meine Meinung! Das Ding hier wird immer mehr zum Biertisch!

Stefan


zu #63 et alii:

Ein Beitrag, der sich sich auf einen Link bezieht, und das blose Verweisen auf einen Artikel im Internet kann m. M. n. nicht als üble Nachrede oder geschäftsschädigend eingestuft werden, sondern lediglich das Verfassen eines solchen Artikels. In #58 wird die Quelle ganz unten angegeben, es handelt sich ja offensichtlich um eine offizielle Presseinformation, die schon in den Medien im Umlauf ist.

Und was den Nick betrifft bzw. die Registrierungsdiskussion: Ich kann nur den eindringlichen Rat geben, das lockerer zu sehen und nicht immer so dünnhäutig zu reagieren, wenn jemand mal wieder die oberdeutsche biedere Korrektheit verletzt. Genau diese Aufregungen sind es, die div. Störer (nicht: Unregistrierte) anlockt. Die finden ihre Bestätigung in diesen Reaktionen auf ihre Provokationen. Also am besten ist: ignorieren bzw. locker bleiben.

Gruß RW
Hi
Uff soooo viel und soooooo verschieden mit Humor
Ich denke wir warten mal was die IsoVerwalter oder wie das zeug heisst machen und die banken etc. Denke dass das ggf garnicht so heiss gegessen werden wird wie es hier gekocht wird (Bin kein Berufsoptimist aber habe gestern was über Insolvenz / Konkurs gehört) Es gibt auch ein Leben nach so einer Sache (Wenn nicht Pfeifen das Ruder übernehmen)
Wartmasab
Schönes WE
WE
@133

Ein ganz erheblicher teil der Modellbahner hat kein Internet zur Modellbeschaffung zur Verfügung, da können die Dinger bei ebay 2€ kosten, die haben nix davon, weil sie nicht rankommen. In Kiel gingen die Dinger aus der Stahlserie jedenfalls noch gut weg. Was fehlt ist die Präsentation vor Ort.


      Gruß Lothar
@134 Nur eine kurze Entgegnung zu Stefan. Sorry, genau dies ist m.E. falsch. Die (abhängigen) Mitarbeiter dort sind die letzten, die einen Ahnung haben. Unterstellen wir der Geschäftsführung mal keine bösen Absichten: Noch nicht mal die haben ja einen Ahnung, sondern nur Zahlen, die erklären was sie angerichtet haben. Die einzigen, die wirklich wissen, ob Roco vernünftig produziert sind wir Kunden - denn wir kaufen Roco oder eben nicht. Und wenn dort der deutsche Umsatz eingebrochen ist - wissen wir warum. Und wenn wir die originellen, aber völlig deplatzierten Biertisch-Beiträge weg lassen steht hier schon einiges dazu. Auch wenn es dort niemand hören oder wissen will. Weil ja dort zur Ablenkung erst mal Schuldige her müssen. Schuldige sind (in dieser Reihenfolge): 1. Die Kunden 2. Göttliche, überirdische Einflüsse 3. Irgend welche abtrakten Dinge (z.B. Ölpreis, das Wetter) 4. Die Mitarbeiter. In keinem Fall jedoch: Management, Geschäftsführung etc.. Wenn Du langer bei unserem Hobby bist bekommst Du ein Gefühl dafür (so 3 - 5 Jahre vorher), wenn eine Firma abtrifftet. Ismael kann hier ruhig eine Umfrage starten. Dann können wir so eine Art Wette betreiben, bei welcher Firma wir als nächstes Schuld sind. Mein Gefühl sagt mir seit zwei Jahren was eindeutiges .....  Gruß Bernd
Mir würde da ein Hersteller im Zubehör- und Automodell-Bereich einfallen, die so einiges Verkehrt gemacht haben, aber warten wir es ab was die Zukunft bringt.
zu # 133,
da hat Lothar vollkommen recht, wieviel Prozent der N-Bahner sind im Internet und dann bei ebay? Vielleicht 20 %, dies ist so eine Schätzung.
Weiterhin habe ich z.Bsp. die Schnauze voll mit ebay. Da wird Beschissen, Gelogen, usw. daß sich die Balken biegen. Neuware, nie eingebaut usw. alles gelogen. Elektronikteile defekt obwohl nie in Betrieb. Rücknahme abgelehnt. Bei selbstverständlich negativer Wertung, erhältst du als Käufer auch negativ. Ebay juckt das doch gar nicht, denen geht es nur um den Umsatz, Gewinne,Gewinne. Und genauso hält es das heutige moderne praxisferne Theoretikermanagement. Da muß ja so etwas wie bei Limarnold, Roco und Murkslin herauskommen. Nur Schuld sind die deutschen Käufer, die sich keinen überteuerten Murks andrehen lassen.
H-W
Mursklin ist ein gutes Stichwort: Wenn Märklin hustet, hat die ganze Branche Lungenentzündung. (kein Witz)

Felix
Übrigens, laut heutiger "Kronen Zeitung" betragen die gemeldeten Verbindlichkeiten 47 (in Worten : SIEBENUNDVIERZIG) Millionen € !
@133

Zitat:

"Über 2 Monate wurden bei Ebay 4 Samms mit Stahlladung "Lebensadern der Wirtschaft" für 49 Euro angeboten. Ich habe zugeschlagen und 20 Stück gekauft. Meine Freunde auch. Und jetzt brauchen wir keine mehr und uns ist egal, ob sie noch weiter verfügbar sind. Wozu sollen sie die Wagen jahrelang anbieten? Der Markt dafür ist gesättigt. Liefergarantie gibts nur bei Rosenthal-Porzellan :))"

Ach? Du hast zugeschlagen. 20 Stück. Deine Freunde auch (zugeschlagen). Ihr braucht keine mehr. Deswegen ist's egal, ob's die Dinger noch gibt oder nicht. Wozu denn noch jehrelang anbieten.

Danke! Ich gehöre zu dem sog. "gesättigten Markt", beschäftige mich erst seit kurzer Zeit wieder intensiv mit dem Thema Modellbahn und würde mir schon noch das eine oder andere interessante Modell kaufen. Sogar 20 Stück von irgend einenem tollen Wagen. Aber die gibt's ja nicht mehr. Ist ja egal, ob die noch verfügbar sind. Ihr habt ja zugeschlagen. Wozu also noch jahrelang anbieten. Der Markt ist gesättigt!

Vielleicht sollte ich tatsächlich auf Rosenthal-Porzellan umsteigen. OK, dass ist zwar nicht mal gerade halb so spannend. Aber es gibt Liefergarantie.

Und wenn ich nur lang genug warte, treffe ich alle von hier im dann neuen Rosenthal-Forum wieder, weil wie Arnold oder eventuell jetzt Roco und dann auch noch die anderen Modellbahn-Buden verschwunden sind...

Grüße
Werner
Beitrag gelöscht. Ich habe mich geirrt.

Felix

Beitrag editiert am 16. 07. 2005 14:13.
Dideldum...
Hab ich sicher schon öfters gepostet:
Vielleicht ist es auch ein Problem, dass alles so kurzlebig wird:
Eine Lok/Wagen soll heute möglichst = nach der Messe 2500 - 5000 x weggehen (schätzwerte). Die Kostet X, das ist der kalkulierte Wert des herstellers.
Pech, sie gehen nicht = alle weg und werden weinig oder mehr später für X x 2/3 oder weniger angeboten. Kunden kaufen und lernen :
Warten = Kohle sparen.
Das nächste Modell für X wird kaum noch = nach der Messe genommen; alles wartet bis es "verramscht" wird: Ergo. Kosten können nicht hereingefahren werden.
Ein paar mal zu oft das Spiel und Tschüss..............

CU
WE

PS Da lieb ich mir die Stetigkeit von GFN: Da kann ich mich darauf verlassen, dass (Abgesehen von expli. angebotenen SoSe) ich das Modell auch noch nach einem Jahr und mehr bekomme und aber auch keine Angst haben muss dass ich heute oder morgen draufgezahlt habe.
Wenn ein neuheitenprosp. in den sog heutigen "schlechten Zeiten" vor SoSe und Limit etc geradezu strotzt vergeht es dem ein oder anderen = Ich kann und will nicht alles sofort kaufen/haben. Also nehme ich weniger. SoSe hin oder her.....
Jemand wie Cox ist der gewünschte Kunde für die Ein-Jahres-Sonderserien-Produktion, wie es scheint ...

***

Ich sammle Waggons, von denen ich meine, ich brauche 20-30 St. davon, immer über mehrere Jahre. Die Chance, alle auf einmal zu bekommen, ist gering, es sei denn, man kauft sie neu. Aber dann würde ich die Hersteller zu eben dieser kurzweiligen Hochpreisproduktpolitik anregen, und genau das Spiel mache ich nicht mit (weil dabei meist welche auf der Strecke bleiben, siehhe Roco) und warte, bis das Zeug 2-3 Jahre später bei ebay oder sonstwo zu haben ist.

Ich halte davon nicht viel, weil in unserer Gesellschaft schon zuviele Güter auf kurzfristige One-Time-Events, die sich auf ein schlagwortartiges "Motto" beziehen und trotzdem sich irgendwie regelmäßig wiederholen, reduziert werden. Wie im Privatfernsehen, heute Talkshow, morgen Gersichsshow, alles aus derselben Küche der Sozialpornoproduzenten. Die Güter-Kunden-Beziehungen werden immer kurzfristiger und wechselhafter (wie die Partnerschaften), und das spiegelt sich auch in den Lieferantenbeziehungen wieder.

Eine gewisse Zeitlang hat man geglaubt, das in den Griff zu kriegen, indem man den immer gleicher werdenden und austauschbareren Produkten eine individuelle und kontinuierliche "Marke" (was das auch immer sein soll), also was rein symbolisches, überstülpte. Aber auch diese Marken werden immer austauschbarer und kurzlebiger. Seitdem in manchen Güterbereichen eigentlich nur noch eine Marke und nicht mehr die Güter selbst gekauft und konsumiert werden, also für die Kaufentscheidung irgendeine damit verbundene "Aura" oder irgendein "Lyfestyle" wichtiger sind als das tatsächliche Produkt, (allg. ausgedrückt: es wird immer mehr symbolisch als tatsächlich/physisch konsumiert), wird das immer mehr zur künstlichen Veranstaltung. Umgekehrt entscheidet nicht der tatsächliche Abnutzungsgrad eines Gutes darüber, ob es abgelegt wird, sondern ob es noch "in" ist bzw. ob es noch eine Funktion der sozialen Integration/Abgrenzung besitzt. Eben dadurch werden Güter nicht allein physisch genutzt, sondern auch auf einer nicht-materiellen Ebene: gewisse Kleidungsstücke werden getragen und auch "vor sich hergetragen", um einen Rang zu symbolisieren oder um dazuzugehören. Das kann manchmal soweit ausarten, daß gewisse Marken der sozial-territorialen Abgrenzung dienen und Anlaß für aggressives, tribalistisches Verhalten sind, weil sie als Herrschaftszeichen interpretiert werden. In der US-Jugendkultur ist das extrem. Das ganze hat sich auf Automarken ausgedehnt und nun auch auf alle anderen Konsumgüterbereiche. In der Schule ist es wichtig, was für Comic-Ikonen auf den Schulmäppchen sind, wenn es die falschen sind, wird man gemobbt. Das erinnert mich an die Anfänge unserer sog. hochzivilisierten, westlichen Gesellschaft, als man sich die Köppe deswegen einschlug, weil man unterschieldiche Götter anbetete - sarkastisch gesagt. Manche Schulpädagogen fordern daher die Schuluniform und den zentralen Schulmaterialeinkauf über die Schule, damit jeder dasselbe Heft ohne diesen Disney-Quatsch hat. Wäre auch nicht schlecht, denn die ganze postmaterialistische Ikonographisierung - auch! - unserer Erwachsenengesellschaft erinnert mich irgendwie an den Marien-Jesukindlein-Kitsch, der im 19. Jahrhundert die Bürgerstuben erobert hat. Religiosität kommt manchmal auch in "Pantöffelchen" daher.

Eine Wirtschaft, in der man immer nur für ein Projekt/Produkt zusammenarbeitet und danach auseinandergeht, kann auf Dauer nicht funktionieren. Wirtschaft braucht wie Politik mittel- und langfristige Beziehungen, da Wirtschaft aus Menschen bestehen, und Menschen brauchen gewisse Kontinuitäten. Der derzeitige "Produktlebenszyklus-/Change-Management-/Alles-ist-Im-Wandel-Wahn" läßt die Gesellschaft doch immer mehr nach einem starren System, das Kontinuitäten (z.B. in Form von "endgültigen Wahrheiten") verspricht, lechzen. Das wird politisch mal noch sehr interessant! Unsere offene freie Gesellschaft hat nämlich ein paar scheunentorgroße offene Flanken zur Unfreiheit ...

Der einzelne Betrieb kann in einer solch wechselhaften Wirtschaft nicht mehr richtig planen (und wenn, dann nur monatsweise), muß immer hektischer auf Aufträge reagieren und geht auch kein Risiko mehr ein. Das Risiko wird dann von Kunden übernommen (in Form von Qualitätsverlusten oder Vorfinanzierungen) oder durch immer mehr flexiblere MA auf Zeit (und der wird diesen Mangel an Sicherheit durch Familiengründungsunwilligkeit beantworten). Alles geht auf Tauchstation und wartet, bis der große Sturm vorbei ist, so ungefähr läuft es auch hier seit ein paar Jahren ab. Damit aber bietet man dem US-Makrt kein Paroli. Eine Wirtschaft ohne Risikobereitschaft wirft auf Dauer aber auch keine Gewinne ab und kann prinzipiell gleich verstaatlicht werden, die Verluste werden ja sowieso schon durch Aufbürden an die Gemeinschaft "sozialisiert". Dann kann man das mit dem Rest auch machen, provokativ und polemisch gefragt.

mit altmodischem Gruß RW
Ja sicher habe ich zugeschlagen: 49,- Euro für 4 Stück im Sofortkauf ist preiswert für die sehr schönen Wagen mit erstklassigen Laufeigenschaften. Natürlich interessiert mich jetzt die Verfügbarkeit nicht mehr. Wozu denn auch? Ein Hersteller sollte grundsätzlich sein Gleisprogramm ständig verfügbar halten. Aber Fahrzeuge? Das wird technisch nicht durchführbar sein.

Beobachtet mal "berta66" oder mailt sie an. Sie hat mit Sicherheit noch Sätze vorrätig. Eine sehr empfehlenswerte Verkäuferin. Sie hatte auch die 1044 Rail Cargo Austria für 65,- im Angebot. Alles neue Ware.

Gruss
Cox


Natürlich brauchst Du persönlich sie nicht mehr, und 12,50 pro Waggon ist ein wirklich guter Preis (normal ist bei ebay 15-16 EUR). Würde ich auch kaufen, der Waggon läuft wirklich sehr gut. Andererseits sind 49 EUR für manche schon das ganze Monatsbudget für's Hobby.

Die Verfügbarkeit interessiert jedoch die, die sowas auf die Wunschliste setzen, weil man bei diesem Hobby eben nicht alles auf einmal kaufen kann. Es sei denn, man hat auf einer Anlage 10 Personen- und 2-3 Güterzüge fahren. 5-10 lange Güterzüge pro Epoche sind langwieriger zusammenzustellen, da braucht man schon allein viele viele Gedeckte in allen möglichen Bauvariationen. In der Realität kommen laut Bernie 10 GW auf ein PW. Rein längentechnisch betrachtet: 1 PW ist so lang wie 2,5 GW. Ein Güterzug ist aber gerne doppelt so lange wie ein Personenzug. Wenn ein PW 25 kostet, 2,5 GW jedoch 50 EUR, kommt ein Güterzug etwa 4 mal so teuer

Es geht eigentlich nicht so sehr um ständige => Verfügbarkeit, das können M*/Trix ohnehin nicht aufrechterhalten und das tun sie auch nicht. Nur sollten gewisse Modelle auf längere Zeit immer wieder produzierbar sein, von mir aus auch als Varianten. Ob die dann in 3, 6 oder 9 Monaten wieder im Handel zu haben sind, ist mir egal, ich kann warten. Mir geht es um die einmalige Produktion im großen Stil, und das jahrelange Warten, bis man sowas wieder bekommt.
146 RW
Messerscharf! Gott gnade uns.

Felix
Dann setzt doch die Fleischmänner auf die Wunschliste, sie sind ja angeblich ständig verfügbar und kauft die Rocos, wenn sie günstig angeboten werden :) Wenn Roco diese Vetriebsmethode bevorzugt, dann ist das deren Entscheidung. Ich entscheide allerdings, ob ich kaufe oder nicht.

Ernsthaft: Einen IC oder Ganzzug schüttele ich mir auch nicht aus dem Ärmel aber ich weiß auch um das begrenzte Angebot und wenn es käuflich ist, dann werde ich auch aktiv. Dafür stelle ich dann anderes zurück. Habe ich dann die Fahrzeuge, mache ich mir auch keinen Kopf mehr darum. Ich habe wenn ich hier die Beiträge und das Neuheitengeschrei verfolge auch nicht den Eindruck, daß die Mittel so furchtbar begrenzt sind.

Erinnert Euch mal an den Trix-Panoramazug der SBB: Unschlagbar günstig für etwa 16 Euro pro Wagen. Damit war auch schnell Schluß. Ich habe für einen überflüssigen Wagen über 30 Euro bekommen. Das Forum hier informiert doch prima. Wenn man den Ratschlägen folgt und schnell handelt, kann man gute Fahrzeuge kaufen ohne sein Budget zu sprengen. Außerdem sind beispielsweise die ICN seit über einem Jahr angekündigt. Zeit zum Sparen darauf war ja wohl vorhanden.

Wer zu spät kommt, den bestraft ......

Gruss
Cox
Ich finde es sehr schade. Schon als Teen hatte ich Roco Modelle gekauft. Damals noch in dem komischen Maßstab HO. Aber bis in jüngerer Zeit finde ich die Modelle ausgewogen und gelungen. Wenn ich den Et 423 anschaue werde ich echt schwach...wirklich gelungen.... Es wäre jammerschade. Wir gründen eine Unterschriftenaktion für die Banken....nur um zu zeigen ....es gibt Kunden!....(Spaß-aber warum net?)
PS: Auch HOer sind Menschen.....
@ 145

Die Stetigkeit bei GFN beweist zwar ein solides unternehmerisches Konzept, wie es für einen Familienbetrieb wohl auch sinnvoll ist, ich find's aber auch immer etwas langweilig ...  
Warum läßt uns GFN ewig auf die BR 221 Ep. IV warten ? War das sinnvoll, gleichzeitig mit Minitrix die V 270 von EBW und PEG als Sondermodelle anzubieten ? Der Markt für diese Exoten ist wohl ohnehin nicht sehr groß.
Wahrscheinlich kommt Minitrix GFN auch bei der BR 221 in o/b irgendwann zuvor und GFN-Kunden müssen zwei weitere Jahre auf "ihr" Modell warten.
Weshalb kommen die Mitteleinstiegswagen nicht als Ep.IV in o/b ?

Bei der BR 145/185 läßt sich GFN ja auch nicht das Prinzip mit den Sonderserien entgehen ...

Wer plant in diesen turbulenten Zeiten noch für 5-10 Jahre voraus ? Wer hat heute noch die Geduld, ewig auf Wunschmodelle zu warten ? Heute ist das Geld da, wer weiß, was in ein oder zwei Jahren unser Denken und Geldausgeben beeinflusst ....

Und zudem: Wer kann schon sicher sein, wirklich 100 Jahre alt zu werden ?  

Gruß Ulrich
Salü zusammen

das Beste wird wohl sein, mit allfälligen Käufen zuzuwarten, wie es nun mit Roco (und auch Arnold) weiter geht. Auch können wir zuwarten bis die (noch) produzierenden Hersteller genau das Modell mit der richtigen Nummer, Farbe und Scheibenwischerstellung herausbringen. Nur hilft das gar nieandem, weder den Herstellern, den Händlern noch der gesammten Spur N.
Besser wäre es sicher, sich halt ab und zu, je nach Budget, ein Modell zu kaufen und sich daran zu erfreuen, oder es halt nach seinen Wünschen zu supern, besste Gratis-Typ's gibt es hier ja genug.

Mit Gruss

Walo
Wollt Ihr mal gucken?

http://img339.imageshack.us/my.php?image=stahlzug012mr.jpg
http://img339.imageshack.us/my.php?image=stahlzug022vk.jpg
http://img339.imageshack.us/my.php?image=stahlzug034rw.jpg
http://img339.imageshack.us/my.php?image=stahlzug042cc.jpg

Die Wagen laufen sehr gut, sind aber schlampig konstruiert. Der kleinste Crash, die Kupplungstraverse springt raus und die fummeligen Drehgestellzäpfchen brechen ab. Ich habe schon 3 Wagen defekt und weiß noch nicht, wie ich das reparieren soll.

Es ist übrigens nicht die Trix-Doppeldraktion mit einem Dummy. Eine Lok würde den Zug nicht schaffen. Beide sind angetrieben.

Gruss
Cox
GEIL Cox GEIL!!!

Wie gross ist deine Anlage sieht riiiiiiiiiesig aus!

mvh JENS
rechnet mal:

hier sind etwa 960 User registriert - es fehlen 19'040 N. Bahner

20'000 N-Bahner geben zur Ehre von Roco diesen Monat 50.00 € aus. Ergibt eine Summe von 1'000'000.00 €
Gibt jeder jeden Monat 50.00 € aus, ergibt das erst 12 Mille. im Jahr.
Was meint ihr wie da der Hochstudi Firmenhammel aus der Wäsche guckt, wie er die Schulden und die laufenden Kosten zahlen soll!

Die Wolle wird knapp

Gruss Ricola


Beitrag editiert am 16. 07. 2005 20:27.
Jaah, suuuper! Das ist die Art von Modellbahn, von der ich immer träume, aber realistisch weiß, dass ich nie das Durchhaltevermögen hätte, so etwas zu realisieren. Deshalb umso mehr Respekt. Was man sehen kann, ist auch, dass hier die Quantität nicht zu Lasten der Qualität geht. Nur die Statik der Fußgängerbrücke erscheint etwas zweifelhaft
Nee, wirklich - eine Superanlage, Cox!

Gruß, Volker
@Ricola,

wenn du 50€ beim Händler für Roco Produkte abdrückst, wieviel kommt denn dann bei "ROCO Modellspielwaren GmbH" an?

- MWSt
- Händlergewinn
- Vertriebsprovision für ROCO Modellspielwaren Vertriebsgesellschaft m.b.H.

und da geht bestimmt noch mehr vorher von ab.
@155 Cox
> Eine Lok würde den Zug nicht schaffen. Beide sind angetrieben.

Das will ich meinen! Du hast mindestens 2720 Tonnen angehängt. Das ist auch bei einer Flachbahn kein Pappenstiel!

@157 Ricola
50 Ören pro Monat an Roco senden - bist du wahnsinnig?!? Das ist mein ganzes offizielles Moba-Budget! Als Familienvater geht "ModellKAUF" bei mir nicht mehr. Dafür ModellBAU schon.

Klar, es gibt einige Modelle in N von Roco, die für mich als Schweizer unverzichtbar sind: Eaos, Hbis, EW IV, auch die Be 4/6. Die Aufzählung ist so ziemlich abschliessend. Diese Modelle sind alle 10 bis 20 Jahre alt. Ich kann mir nicht helfen - Dazu braucht es keine Firma Roco, da reicht Ebay. Man nennt das auch "Markt".

Felix


Beitrag editiert am 16. 07. 2005 20:55.
@StefanT
Bingo, genau das ist der Hacken!

@Felix
ich bin immer wahnsinnig. Ist mein anderes Hobby )
also 50 ausländische Kneten sind bei uns 80 Schweizerische Taler im Monat oder eben fast ein Tausender im Jahr. Wollen alle Familienmitglieder ein Hobby, wirds dann schon bald ein Haushaltsetat von 7-10 %

Gibt es von der grossen Moba-Umfrage eigentlich Zahlen, wieviel die Mobahner pro Monat und Jahr ausgeben?

hier ist folgendes Ergebnis bei der Umfrage von ismael by 1to160

Wie viel geben sie durchschnittlich für die Modelleisenbahn im Monat aus?
50 - 100        EUR  31.0%
0 - 50            EUR  27.3%
mehr als 200 EUR  23.6%
100 - 200      EUR  18.0%
Stimmen insgesamt: 4192

also können wir weiter auf 20'000 N-Mobahner hochrechnen.

Gruss Ricola
So ich habe die Umfrage von Ismael mal hochgerechnet. Ich nahm die obere Limite also 50, 100, 200, 300 € Ausgaben pro Monat bei 4192 Umfrageteilnehmern mit den Prozentangaben an.
Ergibt eine Monatliche Summe von 634'878.40 oder im Jahr 7'618'540.80
ein Durchschnitt bei 4192 Umfrageteilnehmern von 1'817.40 € im Jahr pro Teilnehmer.
Auf 20'000 N-Bahnern hochgerechnet bringt dies ein Händlerumsatz von 36'348'000.00

Wohlverstanden, dieser Kuchen muss verteilt werden und wie StefanT schon sagte, wo überall versickert das Geld bis zum Produzenten?

Ich nehme aber an, dass die Durchschnittsausgaben einiges höher liegen.
Was meint Peter Baining dazu?

Gruss Ricola
der keine Gewähr der korrekten Rechnerei abgibt.
Hmm.. wenn man sich bei Roco in solchen Umsatzregionen bewegt - warum mußte man dann unbedingt einen Neubau für 14 Millionen Euronen hinstellen?
Und: Die Übernahme der Firma Roco hat Herr Maegdefrau (ohne diesem persönlich zu nahe treten zu wollen) sicher auch nicht von seinen Ersparnissen als Ex-Betriebsleiter finanziert. Ich schätze, daß der Großteil der laufenden Verbindlichkeiten bei Roco nicht die Zahlungen an die Gehaltsempfänger und Zulieferer ausmachen - sondern Zinsen und Tilgung an die kreditgebenden Banken.

Gruß, Bernie - hoffend, daß die Fa. Roco doch noch irgendwie überlebt
@138

Hallo Bernd,
deine Entgegnung hat leider den falschen Adressaten zum Ziel (Flüchtigkeitsfehler ? ).
Stefan hat den Text, der deinen Widerspruch erregt,mit Hochkommata in meinen Augen eindeutig als Zitat gekennzeichnet. Und zitiert hat Stefan aus meinem Beitrag #132.

Und ich bleibe dabei : Hier im Forum über die Gründe für die drohende Insolvenz von Roco und deren möglichen Folgen zu diskutieren,ist Spekulation und Kaffeesatzleserei.

Ich maße es mir jedenfalls nicht an,mich mit Sätzen wie (Zitat aus #138)
"Die einzigen, die wirklich wissen, ob Roco vernünftig produziert sind wir Kunden - denn wir kaufen Roco oder eben nicht. Und wenn dort der deutsche Umsatz eingebrochen ist - wissen wir warum." (Zitat Ende) an dieser Kaffeesatzleserei zu beteiligen.
Denn dies ist genau das Biertischpalaver - Niveau,welches du eine Zeile weiter (O-Ton: " völlig deplatzierte Biertisch-Beiträge ") bemängelst.
Jeder Roco-Mitarbeiter wird sich in Firmeninterna besser auskennen als der deutsche Kunde X.Y. oder B.E.

<< "Wenn Du länger bei unserem Hobby bist bekommst Du ein Gefühl dafür (so 3 - 5 Jahre vorher), wenn eine Firma abtrifftet.">>
Wenn ich als Gast eine solche "Belehrung" lesen würde (nach dem Motto - komm erstmal in mein Alter,dann kannst du mitreden), wäre es sicher nicht gerade motivierend,dieses Forum zu nutzen.Und mir die Frage stellen, warum der Verfasser dieser Zeilen noch nicht ins Management von Roco o.a. gegangen ist, um mit seinem "profunden" Wissen die Firma beizeiten zu retten.

LG Willi
der sich bisweilen fragt,welches Stockmaß die Rösser haben,auf denen hier manchmal geritten wird.
Hallo!

"Und wenn wir die originellen, aber völlig deplatzierten Biertisch-Beiträge weg lassen steht hier schon einiges dazu."

Ich halte diese Beiträge nicht für originell sondern für geschmacklos und peinlich!

Schönen Sonntag!

Jürgen
[function beer table talk on]

Nana, wir wollen doch kritische Meinungen nicht als Biertischpalaver abtun (auch wenn sie spekulativer Natur sind). Das ist m. M. nach deplaziert - genauso, wie wenn die Politik unbequeme Kritik als "ideologisch" abtut und meint, die Hoheit über die Biertische zu haben bedeutet: "oben" wird bestimmt, "was" "unten" am Biertisch gesprochen wird. Der Biertisch bestimmt selbst, was er bespricht, und ist daher eine demoktarische Instanz ,da er von der Kommunikationsstruktur her bidirektional und ist und den Dialog fördert. Die "Kommunikation" der Politik über Medien hingegen verhindern den Dialog, da die kommunikationsstruktur vertikal-monodirektional ist. Denn die andere Seite, die Empfängerseite, schweigt immerzu, und das Schweigen kann von der Seite, die die "Botschaften sendet", als stillschweigende Zustimmung interpretiert werden, und das ist immer dann der Fall, wenn die öffentliche Zustimmung NICHT gegeben ist. Genau deswegen wissen eine Frau Merkel oder ein Münte seltsamerweise immer haargenau, was die Bürger (Merkel: "Menschen") in diesem Land denken, satt haben, meinen ... Man spricht nicht mit dem Bürger, man hat nicht das Ohr am Puls der Bevölkerung, glaubt man aber immer ganz genau zu wissen, was die Bürger tun und denken, weiß aber tatsächlich nichts. Wie auch sollen sie: mit dem Kopf voran im A**** der Demoskopie hört man nicht, was "draußen" passiert

Wer was weiß etc.: in aller Regel "wissen" höhere Angestellte, Vorstand und Rechnungswesen genau Bescheid, wie es um eine Firma steht, denn sie kennen die Finanzen. Die Entwickler/Ingeniuere und der Vertrieb kommen irgendwann auch auf den Trichter, man sieht ja, ob die Produktpolitik und die Technik sich behauptet oder wo restriktive Vorgaben gemacht werden. Die anderen werden meist dumm gehalten, von daher gesehen wissen die meist nichts oder wenn, dann nur sehr spät, weil was durchsickert. Aber die haben in aller Regel ein recht gutes Gespür, denn dumm gehalten werden und dumm sein ist nicht dasselbe. Das Gespür haben jedoch Kunden und Abnehmer auch, die merken irgendwann auch, das bestimmte Dinge nicht mehr wie fürher laufen.

Eiche-Bernd hat nämlich durchaus recht: nur weil man selbst jahrelang ignorant oder blind gegenüber gewissen Dingen war, heißt das nicht, daß alle anderen das auch sind. Das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern was mit Sensibilität und schlechten Erfahrungen. Ich habe bei ebay seit 3 Jahren waggonmäßig sehr viel ersteigert, weil ich auch das "Gefühl" hatte, daß da was passiert. Ich bin nur überrascht, daß so früh kam und dann gleich richtig auf einmal. Ich rechnete mit einer Einstellung des N-Programms, um mit H0 am Markt weiterzumachen.

Die besten Kritiker eines Produktes sind die Kunden, nicht die Fachmagazine. Deutsche Unternehmen sind in aller Regel zu arrogant, um diese Kritik anzunehmen. Die wollen gebauchpinselt werden und zahlen ihre Multiplikatoren in den Medien dafür, direkt oder indirekt. Herstellen tun sie das, was sie für gut für den Kunden befinden, nicht das, was Kunden nachfragen. Entsprechend werden auch Preise angeboten. Und wenn die Kunden es nicht annehmen, sind die Hersteller beleidigt. In oligopol-strukturierten Märkten ist das generell der Fall, und: Deutschland ist eine eitle Nation (Bismarck), und der Aristokratismus sitzt ihnen noch sehr tief in den Knochen ...

[function beer table talk off]

Gruß RW - Biertrinker und Bauchmensch
Mein Senf dazu:

Der Fachhändler meines Vertrauens hat mir schon vor 2 Monaten gesagt, dass Roco in Zahlungsschwierigkeiten sei und auf eine Insolvenz zusteuert, insofern wundert mich gar nix!  

Wer allerdings nur im Versandhandel und/oder bei Ebay kauft und den guten Fachhändler um die Ecke(wenn er denn überlebt hat) nicht unterstützt, wird natürlich erst durch offizielle Insolvenzmeldungen aus der
Unwissenheit gerissen! )

Gruß und schönen Sonntag

Markus H.



"Der Fachhändler meines Vertrauens hat mir schon vor 2 Monaten gesagt, dass Roco in Zahlungsschwierigkeiten sei und auf eine Insolvenz zusteuert, insofern wundert mich gar nix!"

Na also, wenn es die Spatzen von den Dächern pfeiffen.
Jetzt ist aber Dein Fachhändler dran, wegen geschäftsschädigenden Äußerungen über Roco ...
@ Markus,
letztendlich geht es doch hier um Roco. Und der, der nur im Versandhandel und/oder bei Ebay kauft, tut doch was für Roco. Und die eBay-Artikel sind vielleicht vom guten Fachhändler um die Ecke, der dann auch mal was davon hatte.
haNs
@RW
Da ich mein Insiderwissen erst nach der offiziellen Insolvenzmeldung preisgegeben, das Insiderwissen offenbar der Wahrheit entspricht und ich besonders Ersatzteile und seltene Waren deshalb bei Roco gekauft habe(und ich somit ganz alleine die Insolvenz hinausgezögert habe) ist es keine geschäftsschädigende Äußerung, sondern eine umsatzfördernte Äusserung. Ich werde meinem Fachhändler empfehlen diesbezüglich bei Roco Ansprüche geltend zu machen! ))

Gruß
Markus H.


Edit )), damit auch keiner etwas falsches denkt

Beitrag editiert am 17. 07. 2005 12:10.
@N-Gast
Du hast natürlich recht, es geht um Roco!

Es geht aber auch um Informationsflüsse, daher mein kleiner Einwurf.

Mir ist es letztendlich egal wer wo einkauft, es ist auch völlig egal ob ich beim Fachhändler direkt im Laden oder der eine oder andere per Ebay und/oder im Versand kauft.
Tatsache ist, dass nur der persönliche Kontakt zu einem Informationsfluß führt. Von mir aus auch zur Gerüchteküche! Da ich aber meine Information(das Gerücht) nicht weitergegeben habe, ist es kein Gerücht, sondern eine Information! Oder?

Gruß
Markus H.
Ich kann bei Roco nur über N-Spur mitreden aber da haben sie doch etliche Entwicklungen verschlafen. Zwischendurch mal einen deutschen Speisewagen entwickeln und den an die verschiedenen Lackvarianten anpassen hätte sicher dem Umsatz ihrer guten IC-Wagen geholfen. Wer kauft schon Zug-Fragmente? Man muß es ja nicht wie Fleischmann gleich übertreiben. Die verzetteln sich bei den IC-Wagen in unzählige Varianten, die ohnehin nur ein Kenner unterscheidet.

Die Speisewagen-Thematik gilt auch für Schweizer Züge. Da ist doch seit dem rot-weissen Wagen nichts mehr gekommen. Stattdessen produzieren sie einen Exoten, der im 80-Euro-Bereich über den Tisch geht. Das sind halbe Sachen.

Den Taurus und den Hercules hätte ich nicht von Hobbytrain oder Fleischmann, sondern von Roco erwartet. Ein bißchen Modellpflege für die beschissen laufende 150 hätte ich auch begrüßt.

Das gilt auch für das gute Code80-Gleis. Ein wenig das Sortiment erweitern hätte sicher jedem von uns gefallen.

Stattdessen entwickeln sie diese schwedische Erzbahn in H0. Wer kauft denn sowas? Oder verzetteln sich in elektronische Sperenzchen als ob es da nicht schon genug im Angebot gäbe. Bevormundend fand ich auch das Sponsern von irgendwelchen alten Loks. Das sind Mätzchen, die wir alle über die Käufe mitbezahlen!

Roco war fü mich immer ein hochgeschätzter Brot-und-Butter-Lieferant mit moderaten Preisen. Wenn die zuletzt die Gipfel stürmen und Fleischmann/Trix vom Sockel holen wollten, dann haben sie jetzt die Quittung dafür.

Schade

Gruss
Cox

Wenn wir schon bei den Klasse-IC-Wagen von Roco sind, ich hätte da noch gerne 2 Klasse Abteil und 1 Klasse Großraum von Roco.
Und Cox, es freut mich dass Du noch soviele Stahlwagen abgegriffen hast, nur was ist mit denen die diese Wagen nicht mehr bekommen haben, die ärgern sich jetzt, vorausgesetzt sie wolten die Wagen noch haben.
Hej Cox!

Modelleisenbahn sind nicht nur "DB"-Modelle und etwas OeBB SBB was zu dir passt. Modellbahnhobby gibts auch in anderen Laendern und die Modellbahner dort wollen vielleicht nicht NUR DB-Keks und beige/ozeanblaue Waggons auf der "Platte" sehen.
So musst du auch einem Grosserienhersteller zugestehen dass er auch mal so ein Modell entwickelt bzw diesen Markt testet/bedienen will.

Ausserdem koennen alle H0-ler in DE diese Lok kaufen. Sie wird in DE hergestellt und dann nach SE mit extra Wagen fuer die Drehgestell (sonst zu schwer) ueberfuehrt. Gesehen in BahnTV
Diesen Ueberfuehrungzug kann man nachstellen - sicher interessant.

Jetzt hoffe ich das du meine Meinung tolerierst )))

mvh JENS
Über die, sagen wir einmal, etwas suboptimale Modellpolitik von Roco in den letzten Jahren wurde hier viel Treffendes gesagt.
Mir stellt sich die Frage, wieso bankseitig vor ca. 2 Jahren eine zweistellige Millioneninvestition, und zwar langfristiger Natur, kreditmäßig begleitet wurde und nun offensichtlich panisch der Geldhahn zugedreht wird.
Wenn ich als Bank Forderungszessionen gegenüber Fachhändlern, wie geschehen, offenlege, dann bedeutet dies doch in der Regel, daß ich den kurzfristigen Exitus dieser Firma vor Augen sehe - und daß ich als Kreditgeber schon sehr verzweifelt sein muß, wenn ich derartige Sicherheiten verwerten will. Die Finanzmisere eines Kreditkunden auf diese Weise publik zu machen, bedeutet in der Regel das Aus für den Kreditnehmer.
Basel II läßt grüßen?
Die Relation Verbindlichkeiten/Umsatz ist, wenn man den veröffentlichten Zahlen glauben darf, haarsträubend und ähnelt sehr denen von Arnold selig in 1995 ...
Wie sehr waren die Roco-Gesellschafter bereit, bzw. in der Lage, für die Firma liquiditäts- und bürgschaftmäßig einzustehen? Wäre ja nicht das erste Mal, daß eine Firma durch die Entnahmepolitik ihrer Teilhaber ins Trudeln gerät.
Fragen über Fragen;
der Firma Roco drückt, vor allem im Hinblick auf die Angestellten und deren Familien, aber auch im Interesse der Modellbahner
malleto
die Daumen!

Beitrag editiert am 17. 07. 2005 22:17.
War Roco ein "Management Buy-out"? Ein Banker hat mir mal verraten, dass diese, wie auch der Verkauf einer Firma an die eigenen Kinder, Aktionen sind, die für die Bank hochriskant sind - weil der Käufer das Geld für den Kaufpreis nicht hat. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als das Eigenkapital auszuhöhlen. Für die Bank ist dann bald "Ende der Fahnenstange".

Felix
Bendekt, der Geldgeber ist die Hausbank, das ist die Raiffeisenkasse Salzburg, das ist IMHO ein eher konservatives Kreditinstitut.

Ich denke dass Roco in der Situation einen mächtigeren Financier gebraucht hätte. Wie wir ja am Beispiel Arnold und Lima SpA wissen, ist es in der heutig Zeit offenbar sehr schwierig geworden einen Investor zu finden, der sein "Taschengeld" als Hobby spendiert.

Grüße, Peter W.
@177
Limarnold hatte ja einen Hobbyinvestor. Aber irgendwann war auch dessen Taschengeld aufgebraucht. Es hilft nix - verkrustete Strukturen müssen bereinigt werden. Das braucht ein mutiges und weitsichtiges Management. Eine Firma muss Gewinn erwirtschaften, sonst geht sie pleite. Notfalls auch mehrmals hintereinander...

Was das für Roco (eigentlich für jedes Moba-Unternehmen) bedeutet: Es braucht in der Firmenleitung einen Visionär, der noch Träume hat und ja, eigentlich Kind geblieben ist. Der bestimmt das Sortiment. Ihm zur Seite gibt man einen Buchhalter, der sich durchsetzen kann. Der sagt, wann und in welcher Reihenfolge das Sortiment produziert wird...

Felix

Beitrag editiert am 17. 07. 2005 16:15.
Hallo Cox,

nachdem Du Dich in diesem Thread schon ein ppar Mal ueber die Schwedische Erzbahn-Loks geärgert hast kann ich Dir verraten wer diese kauft: die schwedischen Mobahner. Alle H0er die ich kenne haben mindestens eine davon gekauft, dazu auch eine ganze Menge der Malmbanan-Erzwagen.

Der schwedische Markt ist bei den Grosserienherstellern nicht sonderlich im Fokus und deshalb hat Roco hier ein sehr gutes Ansehen - die genannten Loks und Wagen sind ja nicht die einzigen von Roco mit SJ-Vorbild. Ich hoffe, fuer die schwedischen H0er, dass Roco weiterleben darf! Fuer mich als N-bahner mit DB als Vorbild kann es egal sein ob Roco ueberlebt oder nicht - ich habe alles an rollendem Material was ich brauche - aber fuer den Markt allgemein hoffe ich dass sie ueberleben: mehr Hersteller -> mehr Konkurrenz -> bessere Produkte ->(?) niedrigere Preise.

Schöne Gruesse aus SchwedeN
Gregor
Tack Gregor!!

Genau das meinte ich auch in #174!

mvh JENS
Hallo !

zu 176: War ein Manager Buy out...............

P.D.
Nee, ich habe nichts gegen schwedische Erzwagen :) In N waeren sie allerdings besser gewesen, da kann man diese Zuege wirklich fahren......

Aber wenn gesagt wird, dass Deutschland 65% des Roco-Marktes ist, dann kann ich solche Entscheidungen um einen Minimalbedarf bei kleinsten Stueckzahlen zu befriedigen, nicht nachvollziehen.

Ich schicke Euch herzliche Gruesse aus dem Hotel in Taiwan
Cox
Einspruch Euer Ehren!

....wenn ich mir die (sorry) MiniSchweiz ansehe und ich mich nur nach dem dort nominal (Einwohner ) vorh. Mark orientiere, dann würde das die Prod von Modellen nach CH Vorbild auch nicht rechtfertigen....
aber da es ja zu viele Leute gibt die denken Bahn gibt es nur noch bei der SBB etc......
Wer weiss wer noch alles SJ&Co Modelle konsumiert.
(Hatte in Fla°m) Lima Wagen en mass gesehen, die sicher von Touries en mass gekauft werden!!)

CU
WE
hehe Wutz
hast du nicht gewusst, dass die Schweiz international vertreten ist?
Die Verteilung sieht folgenedermassen aus:

DB, DB-AG, DRG  40.5%
OeBB, BBOe  21.3%
SBB  12.3%
DR (Ost)  11.3%
US-Gesellschaften  9.8%
Sonstige  4.9%

Gruss Ricola
Selbiges gilt für ÖBB Modelle, die werden von Italien bis Polen gekauft.
Geht doch mal zu einem großen Hauptbahnhof oder einem Güterbahnhof und zählt mal das ausländische Rollmaterial! Wer das aktuelle Vorbild nachahmen möchte, kommt noch weniger um internationales Rollmaterial herum als die Modellbahner früherer Epochen!

Gruß, Claus - der allerdings weiß, dass in D relativ selten schwedische Erzbahnen auftauchen

Beitrag editiert am 18. 07. 2005 17:06.
seit dem die SBB und SBB Cargo im Ausland expandieren, wird anteilmässig das Schweizer Spur - N Rollmaterial aufholen.
Mähdorn wird sich hüten müssen, dass er nicht nach einer Schweizer Übernahme vom SBB - Chef abgelöst wird.

Gruss Ricola
@ Ricola: Hoffen wir das Beste für die sympathische SBB, nicht dass sie so endet wie die einst stolze Swiss Air. Die ja jetzt eine Tochter der deutschen LH ist.

Generell ist mir aber schon ein Rätsel, wie die Modellstrategen ihre Modelle und Neuerscheinungen auswählen? Egal ob bei Roco oder anderswo.

Grüße

Wolfi
@Wolfi

Angesichts der aktuellen Modellpolitik der Hersteller (spurübergreifend) gibt es nur 3 plausible Erklärungen:

1. = sie würfeln
2. = sie beschreiben Zettel, werfen die dann in einen Zylinder und eine holde Jungfrau zieht dann eine bestimmte Anzahl
3. = sie beschriften Kugeln und ziehen diese dann wie beim Lotto

Sorry, aber ich kann mich dieses Eindrucks wirklich nicht erwehren!

Gruß, Claus
@ClausF
anscheinend hast du einen Eindruck.......
..........wie sollte es denn sein?

Gruss Ricola
So hier und in folgender Reihenfolge:


1. Sie fragen hier im Forum.
2. Sie haben soviele Antworten, dass würfeln nicht mehr geht.
3. Sie schreiben die Möglichkeiten auf Zettel und lassen die ziehen.
4. Sie bauen Exoten, die nur 5 oder 6 Leute haben wollen.

Grüße,

Heiko
Wenn sie hier im Forum fragen, kommt spätestens nach 10 Antworten einer mit der Hitliste der 20 unbekanntesten Länderbahnloks und der Begründung warum gerade die gebaut werden müssten... SCNR.

Aber mal Spaß beiseite, so schlecht finde ich die Modellwahl in den letzten Jahren eigentlich nicht. Sicherlich, Doubletten wie die Privatbahn-221 müßen nicht sein, aber wichtige Lücken wie 24, 45, E94, V80 oder bei der Ep. V Hercules, Desiro und 189 wurden oder werden geschlossen, auch wenn manche Ausführung Anlass zur Kritik bot. Dass es immer noch genügend Modelle gibt, die dringend auf eine Realisierung warten (Schlagwort VT137), ist doch normal und bei den 1:87ern nicht anders.

Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass alle Hersteller in den Foren fleissig lesen und wir in den nächsten Jahren noch einige Wunschmodelle bekommen werden.

Beitrag editiert am 18. 07. 2005 20:39.
in N funktioniert das mit den Lücken noch ganz gut. Was man dagegen in H0 manchmal so in den Neuheitenprospekten findet, läßt einen doch zweifeln (E80!)
@Ricola

Da ich ja neben N auch Halbnuller bin (Vitrinensammler), spreche ich bezüglich der Lücken davon, dass es jede Menge "halbfertiger" Züge gibt, m.a.W. es werden Loks ohne passende Wagen produziert (verkürzte Personenwagen in 1:100 sind für mich keine Modelle) und Wagen, zu denen es keine passenden Loks gibt! Oder es werden Wagen für einen Zug produziert, bei dem es aus "formtechnischen Gründen" gerade die interessanten aus der Gattung nicht gibt! Also warum fangen sie dann überhaupt mit diesen Wagen an, wenn dann jahrelang nix nachkommt? Beispiele dafür gibt's ja wohl auch in N reichlich, wenn man sich mal die entsprechenden Threads anschaut.

Kai nannte als Beispiel die E80: Klasse, wer kennt die denn? Ich musste auch erst einmal in meinen Unterlagen bzw. im Web danach suchen, damit ich mir überhaupt ein Bild davon machen kann.
Dagegen gibt es bis heute keine einzige vernünftige BR24 (in H0)! Klar, irgendwann gab es mal ein sehr gutes Modell von Dingler, aber das ist extrem selten und dementsprechend sauteuer. Die jetzt auf dem Markt befindlichen Modelle von GFN bzw. Märklin sind Uraltkonstruktionen und völlig uninteressant. Und einen aktuellen Hersteller von Rheingold, Rheinpfeil und Blauer Enzian (rot-beige) gibt es weder in N, noch in H0, wohl aber (bei H0) die Loks...

PS: Thema Rheingold: Schön, dass es von Roco nun die echte Rheingold-E10.12 ohne Griffstangen gibt. Aber schon mal nachgeschaut, wie die angeblich passenden Wagen aussehen? Abgesehen davon, dass die in 1:100 sind (alte Röwa-Formen), werden Phantasiemodelle kreiert, so z.B. ein Av4üm62 (Speisewagen) oder ein Av4üm-64 (Barwagen) in blau-beige! Das Ganze läuft dann auch noch unter "Professional" *lol*

Gruß, Claus
Also mir wär die E80 auf jeden Fall lieber als die x-te Lackversion von Taurus und Konsorten, liegt aber daran, das ich an Altbau-E-loks nen Narren gefressen hab (schmunzel).
Sie hatten bis einschliesslich der 103 wenigsten nen eigenständigen Charakter.

Gruss Willi
der die windkanaloptimierten Teile der Epoche 5 zwar zu Kenntnis nimmt...aber nie kauft.


PS Edit : Exoten sind das Salz in der Suppe - zumindest gab es von der E80
5 Exemplare, was man nicht von jedem Schnellzugdampfer sagen kann....

Beitrag editiert am 19. 07. 2005 01:23.
Zur Information über Roco´s Insolvenz

http://www.edikte.justiz.gv.at/edikte/id/idedi8.nsf/pge

Gruß
CSS
Bei aller derzeitigen Tragik ist dies doch köstlich zu lesen und beinhaltet mehr als nur ein Körnchen Wahrheit:

http://www.puerner.de/aktuell/2005/09.html

Bestimmte Bemerkungen lassen sich 1:1 auch auf andere Geschäftsbereiche übertragen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden. Praktisch jeder Betrieb, der "was auf sich hält", macht es so und bringt fast täglich neue "Verschlimmbesserungen". Ich sage nur DB, DHL & Konsorten...

PS: Wenn hier die 200 voll sind, sollten wir in dem anderen, bereits existierenden Thread weitermachen.

Gruß, Claus
Ich habe mir erlaubt, doch einen neuen Thread aufzumachen, denn eine Überschrift, dass Roco "heute" Konkurs angemeldet hätte, erschien mir wenig aktuell:

http://www.1zu160.net/scripte/slimboard1/forum_show.php?id=134474

Gruß, Claus


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