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Wahl zur Neukonstruktion des Jahres

THEMA: Wie sind die MTX Weichen mit polarisiertem Herzstück?

THEMA: Wie sind die MTX Weichen mit polarisiertem Herzstück?
Startbeitrag
Con - 25.01.23 00:33
Hallo,
Wie gut sind die „neuen“ Minitrix Weichen mit polarisiertem Herzstück (14938 und 1493@).Die Schaltung ist nur mechanisch. Und wie ist der zugehörige Anrieb. Und machen die Weichenlaternen Spaß, auch wenn sie zu groß sind?
Grüße
Con

Hallo Sebastian,

bevor hier die Aktivisten freundlich und bestimmt auf alte Fäden verweisen und sich daran festkleben, hier meine Sicht zur Mtx- Weiche:

Ausgangslage:
Vor Beginn meines Anlagenbaus habe ich mich sehr genau mit den verschiedenen Weichen der Hersteller auseinandergesetzt. Alle Theorie ist grau, solange man keine praktischen Versuche unternommen hat, ....was ich getan habe!
Entscheidend ist bei jeder Weiche der Gedanke des Entwicklers. Das Hauptproblem der Weichen ist die Zunge. Ist die Auflagerung zu wacklig, kann das dazu führen, dass die Zunge nach außen kippt. Gelagert ist die Mtx-Zunge an zwei Stellen, und zwar an der Stellschwelle und im Mittelteil. Je mehr Betrieb, je höher die Belastung der Zunge durch umstellen oder befahren direkt aus einer Kurve - um so eher "leiert" sie aus. Die Schwelle kippt an, das Innenmaß verzieht und das Rad steht in der Luft, insoweit ein anderes Rad auf einer festen Schiene gerade steht.

Ältere Dampfloks oder Loks/Triebwagen mit kurzen Radständen wie die zB Kö, der LAG - oder der Wismarer Triebwagen, haben keine Pendelachsen mit Höhenspiel. Damit kippt das Fahrzeug in die Wiche hinein. Sogenannte "Störstellensucher" bleiben dann hängen und dabei ist es völlig egal, ob ein polarisiertes Herzstück verbaut ist oder nicht.....die Lok hängt in der wackeligen, schiefen Zunge.

Der damalige Konstrukteur hat demnach die Zunge so kurz wie möglich gehalten um Fertigungstoleranzen oder betrieblich bedingte Schäden als Fehlerquelle einer gestörten Stromabnahme weitgehend auszuschließen,
Das sieht nicht gut aus, aber für den Spielbetrieb schien es  bestens geeignet und wird so auch beim neuen C60-Gleis weiterhin angewendet.

Die Zungenspitze ist so beschaffen, dass sie in die Kehle des Profils eingreift, also unter dem Laufprofil liegt. Erst dann kommt die Stellspitze der Stellschiene.

Diese kleine Spitze, die praktisch da vorsteht, ist extrem empfindlich und kann demnach verbiegen.
Dann ist diese Stellung ein sicherer "Entgleiser" oder eine Quelle für Kurzschlüsse beim Einfahren.

Daher muss jede Weiche vor Fahrtbeginn/Inbetriebsetzung mehrfach "sauber" gestellt und kontrolliert werden, sonst können bei nicht gut anliegender Zunge, diese Spitzen durch einlaufende Drehgestell Loks aufgebogen werden.
Loks mit Vorläufer entgleisen.

Die komplette Mechanik und "Umstellautomatik" befindet sich unter der Weiche. Mtx ist damals nichts besseres eingefallen als eine seltsame Platte nachzugestalten um die Staubeinwirkung von oben auszuschließen. Unten war man gezwungen einen Blechdeckel aufzurasten....und genau dieser Blechdeckel hebt die Weiche über das Niveau der normalen Mtx - Gleise. Man hätte die Gleise ...also die Schwellenhöhe... anpassen können. Hat man aber nicht!
Insofern empfehle ich unter die Gleise durchgehend bis zur Weiche entweder Schottermatten zu legen oder die Pappschachteln von Antrieb und Weiche auf Schotterbreite zu schneiden und da anzukleben...ggf auch einzuschottern .

Übrigens hat man das bei Flm trotz! "Schotterbett" ebenso verschlafen!

Weichen mit polarisiertem (leitendem) Herzstück dürfen nicht "aufgeschnitten" werden! Das heißt, dass man die Weiche immer stellen muss, auch wenn man sie "von hinten" befährt.

Sehr sinnvoll ist in dem Zusammenhang die "Denkfunktion", wobei ein "Unterbrechergleis" entsteht. Digitalfreunde werden jetzt wettern.".....jaaaaneee braucht man nicht.." Falsch!
Es ist eine redundante Sicherheitsvorkehrung, die eine Zerstörung von Lok und Weichenmechanismus verhindert. Dieses Unterbrechergleis sollte man sich immer(!) gönnen!

Fazit:
Schön ist die Weiche wirklich nicht, aber dafür recht betriebssicher.
Ich verwende sie in erster Linie Unterflur im Schattenbahnhof und nutze da auch diese Denkfunktion, weil mit Weichenstellung dann der Zug "automatisch" losfährt.
Auf dem Teppich oder Spieltisch sind andere Systeme als jenes von Mtx zu empfehlen. Auf der "Mobaplatte" für'n  Enkel aber durchaus noch zu empfehlen insoweit Brille zum Gleise anstecken und Lineal zu geraden Trassenführung vorhanden sind..

Viel geschrieben und um die Lampen herumgemogelt:
Nein ich verwende sie nicht, sie sind a) "Oldschool" und b) sowas von 70iger, das man sie einfach lieben muss, wenn der Fuhrpark und der Bediener ebenso so alt sind 🤓

Gruß Sven





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Hallo Con,
mit diesen Weichen habe ich leider äußerst schlechte Erfahrungen machen müssen. Und zwar ganz unabhängig von der vollkommen vorbildwidrigen Optik.

Der Strom für das leitende Herzstück wird über einen internen Blechstreifenschalter umgeschaltet und der fiel bei mir leider vielfach aus. Besonders kritisch ist, wenn man eine falsch gestellte Weiche auffährt und so einen Kurzschluss verursacht. Der Trafo oder die Digitalzentrale müssen dann schnellstens abschalten, weil sonst der Blechstreifenschalter heiß wird uns sich verformt.

Ich halte von den Minitrix Weichen in Sachen Zuverlässigkeit und Optik rein gar nichts.

Viele Grüße,
Mathias
@Sven,

sehr schön erklärt, dafür gibts von mir einen "Daumen hoch".

Freundlich grüßt
Mike
Hallo Con,

Sven hat da eine sehr guten Beitrag zu geschrieben, sie sind auf alle Fälle besser als ihr Ruf ist, was die Optik angeht, sie fallen halt doch durch ihren Unterbau ein wenig bis auch mehr auf.
Die Höhenproblematik durch die unteren Bleche kann ich aber nicht bestätigen, vermutlich weil ich die zum einen nicht angenagelt habe wie verrückt und auch eine Korkunterlage habe. Die Fleischmann (mit Bettung) haben eine deutlich dicker Platte drunter und sin deutlich anfälliger.

Ich fahre aber "nur" Analog", aufschneiden / auffahren kommt eigentlich nicht vor, da ich die Stoppfunktion aktiviert habe.
Die alten Antrieb sollen wohl besser sein als die neueren wo die Laterne mit dran kann, da habe ich aber noch nicht wirklich Unterschiede erlebt.
Geschalte wird mit 16V~ mit genügend Ampere über ein GBS mit alten beleuchteten Arnold Schaltern.

Ist eben auch mehr auf Spielbetrieb als Vorbildorientiert ausgelegt, und dazu stehe ich auch.

Gruß Detlef
Hallo zusammen,

auch ich hatte eine schlechte Erfahrung gemacht.

Aus irgendwelchen Gründen hatte das Gestell meines VT12.5 einen Kurzschluss im Zusammenhang mit der Weiche  im Analogbetrieb verursacht.

Am VT 12.5 verformten sich die Räder sowie die Drehgestellblende.

Die Weiche war ein Totalschaden. Eine eingeschobene Klammer, um Dauerstrom auf die Schienen zu geben, hat den Kunststoff zum Schmelzen gebracht. Die mechanischen Umschaltkontakte waren festgebacken. Ich konnte das zwar wieder gangbar machen, der Herzstück wird aber nicht mehr umgeschaltet.

Jetzt wurde eine normale MTX-Weiche eingebaut. Selbst zweiachsige Loks fahren problemlos darüber.

Was jetzt ursächlich war, kann ich nicht mehr sagen. So etwas hatte ich in meiner 50jährigen Moba-Karriere noch nicht.

Gruß
Jürgen  
Hallo Jürgen,

es ist egal ob Analog oder Digital: Diese Polarisierten Weichen dürfen nicht aufgeschnitten werden! Hat man eine Weiche verpasst zu stellen, gibts einen satten Kurzschluss und insoweit der Trafo keine funktionierende Auslösung hat, werden Drehgestell, Rad und Weiche bei 2 Ampere gut riechend und sicher verschmolzen. Die Klammern müssen also eher immer als ausnahmsweise ausgebaut werden.  Die Weiche, welche auf meinem Foto zu sehen ist, ist eine reine Einfahrtsweiche im SBF vor meiner Nase, die grundsätzlich nie verkehrt herum befahren wird.....weil ich im Knochenprinzip "herumkurve"
Selbst wenn man die Weiche richtig gestellt hat kann es aber sein, dass diese kleine Blechspitze mal verbogen war. Wenn dann das Tfz gegen diese vorgeschobene Zunge/Blechlippe/Spitze (wie auch immer man das nennen mag) fährt, wird ein satter Kurzschluss ausgelöst.
Das würde auch bei einer klassischen Mtx-Spielzeugweiche mit isoliertem Herzstück nur passieren, wenn die Zunge nicht durch "anliegen" sondern durch individuellen Umbau polarisiert wäre.

Daher muss das genau kontrolliert werden.
Ist mal das Bierglas umgekippt oder der große Hammer gefallen, dann Lupe nehmen und prüfen...denn das ist die wichtigste, aber auch empfindlichste Stelle der Mtx-Weiche!

Gruß Sven
Hallo Sven,

super, weiter so. Dann kann die Suchfunktion im Forum so langsam deaktiviert werden, weil du ohnehin bei Bedarf eine aktuelle Doktorarbeit lieferst.

VG
Andreas
Weichen können nicht aufgeschitten werden, denn bevor die anliegende Zunge vom Spurkranz von der Backenschiene „abgeschitten“ wird, hat der Spurkranz des anderen Rades die abliegende Zunge längst weggedrückt, und damit natürlich auch die verbundene anliegede Zunge vom der Backenschiene abgezogen. Deshalb spricht man beim Vorbild vom „Auffahren“ der Weiche, nicht vom „Aufschneiden“.

Volker
Volker hat Recht.
Dazu noch......:
https://www.suedbahnforum.de/read.php?1,65914,65928

Gruß Sven
Hallo Sven #6,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

es ist egal ob Analog oder Digital:

das kann ich leider nicht bestätigen. Fahre ich sie im Digitalbetrieb auf, schaltet die z21 sofort ab. Das passierte auch hin und wieder. Da passierte nichts. Gleiches geschieht, wenn ich die Weiche unter den stehenden Rädern umlege.

Im Analogbetrieb dauert es, bis die Thermosicherung im Trafo reagiert. Und da wird schon mal etwas warm.

Glaube mir, mit 50 Jahren Moba sammelt man schon die ein oder andere Erfahrung ist nicht ganz ahnungslos. Man muss mir einfach mal erklären, wie das digital passieren kann, wenn die Zentrale eine Kurzschlusserkennung hat.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,

....dir ist es ja im Analogbetrieb passiert, wir sind uns da völlig einig!


Hat der Triebwagen einen Decoder und fährt Analog?
https://www.1zu160.net/neues/news.php?id=1683 ......Könnte da der im Text erwähnte hohe Strom im Bereich der Weiche geflossen sein? https://www.1zu160.net/neues/news.php?id=1817

Gruß Sven
Hallo Sven,

der VT war zu diesem Zeitpunkt noch analog. Den Vorfall an sich kann ich noch nicht einmal direkt nachvollziehen. Ich hatte irgendwann gemerkt, dass sich die Weiche nicht mehr bewegte und auch der Steuerwagen des Triebwagens entgleiste. Ich weiß nur noch, dass das Drehgestell auf der Weiche stand.

Jetzt wurden die Weiche, die Achsen und die Drehgestellblende ausgetauscht. Und der VT hat jetzt auch Decoder.

Das war nur die analoge Testfahrt und dann das .

Gruß
Jürgen  
Hallo,

herzlichen Dank für die vielen Antworten, insbesondere für die kleine Doktorarbeit. Ich saniere gerade meine kleine Anlage, die bei zwei Umzügen gelitten hat. Dabei baue ich den Bahnhof im Vordergrund neu auf. Da hatte ich bisher sechs Weichen von Rocco und MTX von der alten Art, mit Kunststoff Herz. Mit ganz viel Zuwendung fuhren da auch kurze Loks drüber. Aber am nächsten Tag manchmal auch nicht mehr. Darum würde ich hier gerne etwas verbessern.
Kato geht hier leider nicht. Unterflurantrieb mag ich nicht, weil ich nicht gerne unter der Platte arbeite.
Ich habe schon eine Piccolo Weiche (FLM mit Bettung). Das polarisierte Herzstück funktioniert gut mit Stopfunktion und Trennstelle.
Die neuen MTX Weichen kenne ich noch gar nicht. Mein Händler hatte nur FLM oder Rocco. Daher meine Frage hier.
Nehme ich FLM oder MTX-neu? Für letzteres hätte ich schon die passenden Schienen für außen rum.
Grüße
Con
Hallo Con,

ich denke, Du kannst die Weichen beider Hersteller nehmen. Die Funktionsweisen sind die gleichen. Das bei mir war halt eine Verkettung unglücklicher Umstände (welcher auf einer normalen Weiche nicht passiert wäre). In meinem Schattenbahnhof habe ich seit Jahren Weichen mit leitenden Herzstücken. Null Probleme. Beim Auffahren bei falscher Stellung schaltet die Zentrale sofort ab.

Aber, viel macht es nicht gegenüber normalen Weichen nicht aus.

Gruß
Jürgen  
Hallo Zusammen,
...wenn wir so beim Plaudern sind, so  ist natürlich der Vergleich/Blick zur Piccoloweiche (Flm mit Bettung) sehr sinnvoll.

Diese Weiche hat - im Rahmen ihrer Möglichkeiten -  optisch natürlich klare Vorteile gegenüber der Mtx, Denn sie hat eine längere Zunge und sieht an sich dann doch schon etwas mehr nach "Weiche" aus. Sie ist überdies preiswerter als eine Mtx und hat auch nicht diese sensible Zungenspitze. Nachteilig ist das scheinbar ausdampfende Schotterbett, denn die Piccolo-Weiche wird recht schnell zusätzlich auch noch am Schienenprofil grau, insoweit man es nicht gealtert hat und regelmäßig reinigt. Ob damit die Störanfälligkeit bei der Stromabnahme steigt, kann nicht sicher festgestllt werden!

Wer Gleise mühsam einschottert und darin auch nicht geübt ist, wird den Vorteil der bereits "geschotterten" Weiche schätzen. Sie muss dann nur noch farblich mit Acrylfarben angepasst werden

Allerdings gilt hier, dass der Höhenunterschied durch die untere Abdeckplatte bedingt, sowohl zum hauseigenen Schottergleis und  noch mehr zum ungeschotterten Gleis gut ausgeglichen werden muss. Ansonsten ergibt das eine Berg-und Talbahn.

Die Weiche ist, wie auch die Mtx, wegen der eingebauten Mechanik unbedingt immer! "schwimmend" zu verlegen!

Werden niedrigere Gleise ohne Höhenausgleich davor oder danach angenagelt, so kann es passieren, dass die Weiche nicht richtig betätigt werden kann, oder wegen des entstehenden runden Rückens, praktisch kaum eine Lok die Weichenzunge sicher überfährt. Daher auch die gelegentlichen Beschwerden diese Weiche betreffend.

Ansonsten gelten alle technischen Aussagen zum "Auffahren" und zur "Denkfunktion" die ebenso mit Klemmen realisiert wird, wie bei der Mtx-Weiche. Allerdings sollte man die Metallklemmen, so sie eingebaut bleiben sollen, mit Kleber fixieren, sonst kann es passieren, dass die Permanentmagneten von Loks (Motoren) oder Wagen (Schaltmagnete) diese ausheben und im Trassenverlauf zumeist im Tunnel oder unter einer Brücke wieder verlieren! Diese Lösung ist gegenüber Mtx also nur 2. Wahl.

Überdies sind die Gleisverbinder zwischen Roco bzw Mtx und Piccolo wegen des breiteren Fußes beim Piccolo Gleis nicht kompatibel. Das heißt, dass zwar der Gleisverbinder der Weiche, aber nicht der anderen Gleise passt. Bei konfektionierten Gleisstücken gibt das ärgerliche Montageprobleme, zu deutsch es klemmet und passt nicht! Entweder man löst das universell mit der Verlegung von Flexgleis und Tillig - Gleisverbindern, die immer passen oder man demontiert die Originalgleisverbinder speziell bei diesen Übergängen und verwendet die  Flm "Piccolo"-Gleisverbinder, ...so sie lieferbar sind. Bei konfektionierten Gleisen sind die Gleisverbinder jedoch angeheftet, was beim Lösen zur Beschädigung des Gleisjochs mit ausbrechen der Schwellen,... führen kann.
Kurz gesagt:
Verbinden von  "Mtx" -oder "Rocogleis auf Piccolo Weichen... sollte man nur mit Flexgleisübergängen realisieren.

Fazit:
Die Piccoloweiche ist für meine Begriffe die bessere und schönere Spielbahnerweiche und kann bei Beachtung ihrer Eigenarten auch lange Freude bereiten.

Gruß Sven


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Hallo
Habe immer mal wieder bei diesen Weichen das Problem, dass die Weichenzunge an der Schiene beim Umschalten verschweißt, obwohl ich digital fahre und meine RMX Zentrale superschnell abschaltet.
Als Ursache dafür habe ich die Feder in der Weichenzunge ausgemacht.
Der Antrieb schaltet schneller um als die schwache Feder die Zunge bewegt bekommt.
Zwei von meinen ca. 40 Weichen sind vermutlich durch einen Kurzschluss beim Überfahren innerlich verschweißt und irreparabel verschmort.
Bei meiner ersten Anlage hatte ich Fleischmann Weichen mit Bettung, da sind mir keine Probleme aufgefallen.
Allerdings hatten die auch kein leitendes Herzstück. Nur blieben auf denen die kurzen Loks immer stehen.
Ich habe auch einige Peco Weichen Code 80 und Code 55 verbaut, da gibt es schon mal Kontaktprobleme.
Die "perfekte" Weiche habe ich noch nicht gefunden ...
Grüße Dieter
#15... Ein Lob auf die Piccolo Weiche?

Geometrisch ist sie aber ein Kuriosum...
Fleischmann Piccolo hat ja das schöne Raster-System: 33,6 mm auf 111 mm Länge. Das gibt einen Diagonalwinkel von 16,8°. Kreuzungen und DKW folgen diesen Winkel, auch die "30°" Kreuzung hat demzufolge einen Winkel von 33,6°.
Auch die Weiche passt in das Raster... zwei gleiche Weichen mit den Abzweigen zusammengesteckt gibt 33,6 mm Gleisabstand auf 2x111 mm Länge.
Hat sie dann auch den Winkel von 16,8° am Ende des Abzweigs? Nein! Der Abzweig ist auf 15° abgeschnitten.
Man merkt das wenn man eine Weiche und eine Kreuzung bündig zusammensteckt... die anschliessende Gleise laufen nicht parallel. Warum?

Fleischmann wollte wohl die 15° Illusion aufrecht erhalten... ein einfaches Ausweichgleis mit Weichen und Gegenbögen kann man schön bündig ohne Knicke zusammenstecken und das sieht dann gut aus. Der Parallelabstand von 33,6 mm erreicht man so aber nicht.
Ebenso wenig ist die Weiche Teil eines R 430 mm Kreises... der Abzweig ist am Ende zwar 15°, aber seitlich versetzt.

Gruß, Victor

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Hallo Victor,

ich habe schon viele Fleischmann-Weichen, insbesondere DKWs zu Weichenstraßen testhalber zusammengesteckt. Dabei wäre mir nie aufgefallen, dass man Schwindeln müsste, um parallele Gleise zu erhalten. Vielleicht habe ich auch nicht genau geschaut, war ja nur provisorisch aufgebaut.

Manchmal sind Schienenstücke von gebrauchten Weichen ein wenig verschoben, das müsste man auch ausschließen.

So kommt mir vor, dass beim Geradeaus-Abzweig deiner Rechts-Weiche eine Lücke zwischen den inneren Schienen besteht. Das kann aber auch wegen einer unvollkommenen Gleisgeometrie nötig gewesen sein.

Deine Theorie, dass Fleischmann statt 16,8 Grad 15 Grad verbaut, nur um dem Kunden eine 15-Grad-Illusion zu verkaufen, klingt aus deinem Post heraus zwar plausibel....

... allein fehlt mir die Vorstellungskraft, dass ausgerechnet ein Hersteller, der offensichtlich eine möglichst simple Gleisgeometrie ausarbeiten wollte, nur wegen so einer Illusions-Bewahrung von der Geometrie abweichende Weichen baut.

Ich stelle mal die These auf, dass es 98 Prozent der Fleischmann-Piccolo-Kunden egal ist, wieviel Grad die Kreuzungen defacto haben.

Eher weisen die Fleischmann Weichen deshalb 15 Grad auf, weil z. B. 6 gleiche Weichen in Serie verbunden dann keinen Winkel von 90 Grad, sondern von 100,8 Grad ergeben würden. Das würde nun aber auch jenen 98 % der Fleischmann-Kunden äußerst unangenehm auffallen, denen die 16,8 Grad an sich egal wären.

Mir stellt sich vielmehr die Frage, warum Fleischmann nicht 15 Grad Weichen konstruiert haben sollte, die einen einheitlichen Gleisabstand ermöglicht haben.  Dafür hätten sie vielleicht die Länge des gebogenen Teils anpassen  müssen, und wenn nötig, die Schienen-Standard-Länge von 111 mm oder eben den Gleisabstand etwas korrigieren. Das System ist ja am grünen Tisch entworfen worden und war frei kalibrierbar.


VG
Andreas
Wenn man die 15° beihalten will: entweder 30 mm Gleisabstand bei 111 mm Länge (Arnold) oder 33,6 mm bei 129,8 mm Diagonallänge (Minitrix). Beides (Fleischmann Piccolo) geht nicht. Das kann jeder sich rechnen mit Sinus/Cosinus/Tangens

125 mm Systemlänge wäre passend für ein Rastersystem wie Piccolo. Aber ja, dass passt der Bogen nicht mehr im R 430 mm Radius... (passt jetzt auch nicht).

Klingt übersichtlich.

Warum ziehst du für Fleischmann und Arnold die einfache Länge heran, aber bei Minitrix die diagonale Länge?

Minitrix hat 104,2 mm einfache Länge.

Noch ein Grund also, warum mir das Arnold Gleis am besten von allen gefällt

VG Andreas
Weil Minitrix das Rastersystem mit Links- und Rechtskreuzungen nicht hat. Die gerade Länge bei einem Rastersystem wäre etwa 125,4 mm.

Fun fact, nirgendwo erwähnt im Minitrix Ratgeber: ein 14918 Bogen (R5 15°) passt genau auf ein DKW

Also Victor, du könntest so langsam einen Lehrstuhl für Gleisgeometrie besetzen.
Schade, dass es keine solche Studienrichtung gibt.
....Für all jene die jetzt nicht gleich wissen wie eine Arnoldweiche aussieht, hier das Foto. Zur "Abschreckung" gleich noch VEBPiko und Roco.
Gruß Sven

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gelöscht, Beitrag nicht mehr aktuell


Hallo;
Ich habe im Schattenbahnhof auf der Ausfahrseite diese Weichen verbaut, auf der Einfahrseite die bauartgleichen von Fleischmann/Roco, hier kommt ja der Zug mit Schwung an. Betrieblich kein Unterschied, aber von den Minitrix sind mir inzwischen eine beträchtliche Anzahl der Antriebe durchgebrannt, wobei ich mir die Ursache nicht eindeutig erklären kann ( ich bin noch Analogbahner). Leider kann ich keine Unterfluhrantriebe verwenden, also Trix nie wieder.
Gruß Jürgen
Moin Jürgen,

Zitat

... von den Minitrix sind mir inzwischen eine beträchtliche Anzahl der Antriebe durchgebrannt, wobei ich mir die Ursache nicht eindeutig erklären kann ( ich bin noch Analogbahner).



eine Möglichkeit: Taster zu lange gedrückt bzw. Schalter statt Taster verwendet (und damit Dauerstrom, statt Stromimpuls) bei gleichzeitigem nicht richtigem Schalten des Antriebs. Wenn der seine Endstllung nicht erreicht, funktioniert die Endabschltung der Spule im Antrieb nicht und sie wird erst heiß und dann defekt...

Gruß
Kai
Zu #15

Hallo Victor,

kann es sein dass du die falsche DKW verwendest hast, es gibt nämlich 2 verschiedene, 9184 linkskreuzend und 9185 rechtskreuzend?  Bei mir sind alle Gleise parallel.

Viele Grüße
Enrico
Hallo,
in #15 ist tatsächlich irrtümlich eine links-DKW eingesetzt.
Viele Grüße
Nimmersatt
In Ergänzung zu 26 (mein Text war da schon im Entwurf):
Durchgebrannte Weichenantriebe können unterschiedliche Ursachen haben.
Vermutlich werden die Betroffenen hier alle von mir genannten Möglichkeiten ausschließen.
Trotzdem hier mal eine Zusammenfassung aus Fällen die im Forum ausgiebig diskutiert, beschrieben, verleugnet und idR dann nie gelöst oder zugegeben wurden! Ich benutze nachfolgend einfache Formulierungen. Korrekte Formeln und Einheiten bitte dem Wikipedia oder den eigenen Unterlagen entnehmen.

Fehler 1
Straßenschaltung über Dauerimpuls oder Bedienung mit Schalter:
Die angesteuerten Relais verharren in der Stellung und es wird die "Endabschaltung" der Weiche in Anspruch genommen. Gleiches gilt für den "Dauerstrom" über Schalter.
Hinweis: Spulenantriebe sind grundsätzlich nicht für Dauerstrom geeignet, auch wenn von einer "Endabschaltung" die Rede ist. Ab Werk ja, nach Staubeinfluss nein! Lösung: Impulsrelais oder zusätzlichen Taster für Freigabe der Fahrstraße verbauen und/oder Rechner-Programm entsprechend anpassen

Fehler 2
Reinigung mittels Kontaktspray, Bremsenreiniger oder andere Reinigungsmittel
Die "Reinigungsmittel" verharzen oder beschädigen die hauchdünne Isolation der Spulenwicklungen.
Hinweis: Das eigentliche Problem, nämlich das sich der Kern in der Spule schwer bewegt wird durch diese Mittel noch verschärft. Durch beschädigten Isolierlack fallen diese Windungen aus und der Strom steigt. Mit der folgerichtigen Erwärmung verflüssigen sich örtlich harzende Mittel, die auch im normalen Hausstaub (Wrasen) enthalten sind. Der entsteht zB auch durch kalt ausdampfende Haushaltsreiniger, Loks und dem Bediener selbst-wenn die Anlage nicht gleich hinter dem Küchenherd steht. Man müsste die Antriebe bei Betriebsruhe also mit einer Kappe abdecken.

Fehler 3
Korrosion:
Die Antriebskerne oxidieren und klemmen fest. Durch erhöht Wärmeentwicklung wie vor, schmelzen Isolierlacke sodass die Windungen überbrückt werden. Bei sinkendem Magnetfeld steigt der Strom. Wichtig dabei sollte auch das weitgehend gleichbleibende trockene Raumklima sein.

Fehler 4
Verschmutzung durch Insekten/Spinnen/Larven, Staub, Sägespäne usw.
Wie auf der Anlage, so auch im SBf muss regelmäßig der Staubsauger zum Einsatz kommen. In anderen Fäden war mindestens eine Höhe zwischen den Ebenen von 25cm  angegeben. Genau genommen muss ein passendes Winkelrohr verwendet werden, wenn man keine „Staubhexenfee“ hat.

Fazit:
Wie oft, frage ich mich in Angesicht mancher gigantischer Anlagen hier im Forum….wie oft werden Weichen und klassische Spulenantriebe gereinigt, geschaltet und nochmals danach gereinigt?
Geschlossene Schrittmotorenantriebe sind zeitgemäß und weniger störanfällig.  Auch die untergeschobenen Antriebe aus Asien scheinen dauerhaft recht betriebssicher zu sein.
Als wichtige Aufgabe sollte bei Mtx im Rahmen der neuen Gleisaktion in Betracht gezogen werden, dass die Weichenantriebe absolut staubfrei in ein separates Gleisbett mit integriert werden.

Gruß Sven

PS: Woher wollt ihr wissen, dass in#15 eine DKW folgt? Da muss ich doch glatt selber mal schauen, ob ich das falsch gebaut habe, denn die beiden DKW-Typen habe ich ja wirklich jeweils in Anwendung 👉😉
Hallo zusammen,

vielleicht habe ich das hier falsch verstanden. Fleischmann und Minitrix Weichen haben die gleichen Abmessungen. Lediglich die Arnold Weichen haben ansere Maße.

Gruß
Jürgen
Hallo,

jetzt muss ich die Fleischmänner mal in Schutz nehmen:

Die Sekante bei Radius 43 cm und einem Winkel 15° ist

Sekante = 2 * 43 cm *sin (7,5°) = 11,225 cm

Das ist dann der Abstand der Gleismitten bei einem 15° Gleisstück R4 oder einer Weiche beim Bogengleis, nachgemessen, stimmt. Dann ergibt sich die Geometrie von Weiche mit Gegenbogen wie im Bild.

(Die spitzen Winkel in der Schemazeichnung sind übrigens kleiner als 15°)

Nach Pythagoras errechnet sich dann

Gleisabstand = 2 x =2 * Wurzel( 11,225² - 11,1²) = 3,344 cm

Weicht also um 0,016 cm ab von 3,36 cm ab, völlig egal.

Viele Grüße
Nimmersatt


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@15 Sven
Dass die Fleischmannweiche schon geschottert ist, hilft sicherlich Unglücke beim Einschottern zu vermeiden. Allerdings hat die Minitrixweiche auch im kritischen Bereich eine Bettung. Ich muss mir vermutlich ein paar davon besorgen und es selbst ausprobieren.
https://www.modellbahnshop-lippe.com/article_data/images/276/24668_c.jpg

Grüße
Con

Zitat - Antwort-Nr.: 30 | Name: jvs402

vielleicht habe ich das hier falsch verstanden. Fleischmann und Minitrix Weichen haben die gleichen Abmessungen.


Hallo Jürgen,

Fleischmann ohne Bettung (ex Roco) und Minitrix haben die gleiche Abmessungen.
Fleischmann mit Bettung (Piccolo) ist defintiv anders.
Die etwa gleiche Länge (112,6 mm vs. 111 mm) täuscht... Minitrix Weichen sind um das Gleis 14903 (17,2 mm) gekürzt gegenüber den Kreuzungen.
Piccolo Weichen sind gleich lang wie die Kreuzungen.

Gruß, Victor

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Hallo zusammen,

ich hatte eine der polarisierten Trix-Weichen auf eine Noch Kofferanlage montiert, der austretende Weichmacher des Schaums hat die Weiche nach einem halbem Jahr so aufgeweicht, dass eine der beiden Zungen sich von der beweglichen Schwelle gelöst hat.

Seitdem hab ich ne Roco mit Kunststoff-Herzstück verwendet, die hat den Weichmacher problemlos verkraftet. Ist zwar mit dem Antrieb häßlich, aber ist ja nur für die kleine Notfallanlage....

Gruß Tom

Zitat - Antwort-Nr.: 31 | Name: Nimmersatt

Sekante = 2 * 43 cm *sin (7,5°) = 11,225 cm

Das ist dann der Abstand der Gleismitten bei einem 15° Gleisstück R4 oder einer Weiche beim Bogengleis, nachgemessen, stimmt.


Die Sekante stimmt, klar. Aber damit kommt man noch nicht ohne Weiteres zum Piccolo Raster
Ich habe mal digital etwas gezeichnet...
Zum Vergleich, in Bild 1 liegt der Bogen tangentiell - gerade Länge und Gleisabstand stimmen noch keineswegs.
In Bild 2 liegt der Bogen im Raster, 33,6 mm Gleisabstand auf 111 mm Länge.
Man muss den ganzen Bogen um 1,11° drehen.

Gruß, Victor


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Zitat - Antwort-Nr.: 27 | Name: Ric

Zu #15

Hallo Victor,

kann es sein dass du die falsche DKW verwendest hast, es gibt nämlich 2 verschiedene, 9184 linkskreuzend und 9185 rechtskreuzend?  Bei mir sind alle Gleise parallel.


Hallo Ric,

Du meinst wohl #17, mein fotografisches Bild? Ich habe dort 9185 verwendet, rechtskreuzend. Ist aber wegen den Winkeln egal
Mit ging es um den Unterschied zwischen Kreuzung und Weiche.
Klar kann man die Gleise ohne Probleme parallel verlegen... aber wenn man Weiche und Kreuzung wirklich straff bündig aneinander verlegt, sind die Gleise nicht parallel.
Ich habe eine Ausschnittsvergrößerung gemacht - leider habe ich die Originalauflösing nicht mehr, daher unscharf.

Gruß, Victor

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