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THEMA: Lasercut-Häuser von DM-Toys aufgestockt und verbessert

THEMA: Lasercut-Häuser von DM-Toys aufgestockt und verbessert
Startbeitrag
RF - 23.01.23 18:02
Hallo in die Runde,

für ein Projekt brauch(t)e ich große Stadthäuser. Von den MKB/Minitrix-Häusern hab ich noch ein ganzes Regalfach voll, aber ich wollte die gerne mit den Häusern von DM mischen.

Direkt erkennbar: Die MKB-Häuser haben 5 Etagen, die Häuser von DM nur 4. Weil ich gerne die Etagenzahl gleich hätte, muss ich also aufstocken. Das passiert bei dem breiten Haus durch das Einfügen der 1. Etage des schmalen Hauses. Weil das kurze Haus nur 5 Fenster in der Breite hat braucht man dafür 2 Spenderbausätze. (Aber keine Angst, hier kommt nix um, der Verschnitt wird noch weiterer Verwendung zugeführt...). Das sieht dann so aus:

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Und nach dem Fertigbauen sieht man bei der Stellprobe 2 Dinge:

1) Die unglaublich verbastelte Seitenwand die dennoch erstaunlich stabil ist...

2) DA FEHLEN DIE KELLERFENSTER VERDAMMICH!

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Die Bausätze bieten also reichlich Verbesserungspotential. Daher... Frisch ans Wer und selber Hand angelegt.

Also, Kellerfenster. Dem Bausatz für die Rückseite legt DM zwei Fassaden (normal und verwittert) bei und eine davon dient als Spender für die Kellerfenster. Das sieht dann so aus:

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Aufmerksame Betrachter werden die Gardinen erkennen, mal wieder so eine verflixte Fummelei


Also, so sieht das doch viel besser aus:

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Bei der Rückseite wurde analog zur Front ein weiterer Rückseitenbausatz gefleddert. Aus ökonomischen Gründen eine schmale Rückseite, deshalb hats da eine Trennkante. Mal gucken, ob ich die noch weggetarnt bekomme. Notfalls kommt da Gebüschel davor.

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Und weil ich da beim Fummeln keine Bilder gemacht hab gleich nochmal der nächste Bausatz, diesmal ein schmales Haus. Da sieht man im Rohbau die Trennkante, die ich diesmal ganz hoch gesetzt habe:

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Seitenansicht mit eingesetztem Zwischenstück. Produziert man mehr Verschnitt, lässt sich das auch mit zwei statt drei Teilen lösen:

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Aus einem Vorderseitenbausatz in Grau wird dann eine Etage transplantiert:

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Und die Schnittkanten mit Ziersimsen weggetarnt:

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Dann zur Rückseite und zu zwei kleinen Problemchen.

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1) Wenn das die Rückseite zu dem Haus sein soll dann müsste die Tür auch dort sein, wo vorne die Tür ist und nicht achsensymmetrisch gespiegelt, denn sonst ist der Gang im Haus schief.
2) Da sind zwar jetzt Kellerfenster, aber zwischen Kellerfenster und Erdgeschossfenstern ist zu wenig Platz. In der Wohnung über den Kellerfenstern sind entweder die Fenster auf Hüfthöhe oder man steht halb im Keller, da fehlen ca. 2,5mm.

Weil das also falschrum ist muss man hinten die Fassade mit der Rückseite nach außen montieren... auf der natürlich die Spuren vom Lasercut sind. Also hab ich den Kram erstmal lackieren müssen, Zwischenetage einfügen, Kellerfenster nach unten versetzen... die Trennkanten hab ich noch nicht weggetarnt, da hatte ich nach der Lackieraktion extreme Unlust.

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Für interessierte noch der Vergleich zwischen DM und MKB. Im Bild das DM-Haus noch ohne Kellerfenster, man stelle sich das also 2,5mm höher vor :D

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Und weil ja noch Bausätze übrig sind springt da noch ein Haus raus. Da hatte ich dann allerdings drei verschiedene Farben für die Etagen zur Verfügung, das war mir dann zu doof, da hab ich lieber die obersten 3 Etagen blassblau lackiert.

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Details (wie z.B. Schornsteine) liegen hier noch genug rum und die Dachpappe muss ich auch noch basteln, aber erstmal genug an dieser Stelle.

Viele Grüße,
Rico


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Moin,
tolle, ausdrucksvolle Bastelei ! Vermittelt so richtig das Großstadtflair eines älteren Stadtteils.
MfG IC 118/119
Hallo Rico
Und Du bist dir sicher, das Du nicht bei mir auch Häuser bauen willst .
Wirkliche tolle Arbeit die Du da lieferst!
Lg Peter
Hi Rico!

*hutlüpf*
Tolle Arbeit - auch wenn es die Vielfalt ähnlicher Halbreliefhäuser bei MU vergleichsweise einfach(er) macht, aber das zeigt wirklich großes bastlerisches Können. Sieht echt authentisch aus.

Herby
Hallo Rico

Prinzipiell eine tolle Arbeit.
Aber mich stört, dass das Erdgeschoss verputzt ist, die erste Etage eine Stein Fassade hat und der Rest wieder verputzt ist.
Es wirkt sehr unruhig.

Ich kenne solche Gebäude eigentlich so, dass das Erdgeschoss und Maximal die erste Etage eine Stein Fassade hat und dann der Rest verputzt ist.

Gruß Rudi
Hallo Rico,
berufsbedingt habe ich sehr viele Gründerzeitfassaden fotografiert, damit ich die Rettungswege nicht mit Bäumen zupflanze.  Außerdem bin ich auch gerade mit so einem Bausatz beschäftigt. Die Idee der Aufstockung ist gut, aber die Proportion der Fassade stimmt dann nicht mehr. Die Beletage ist die 1. Etage. Ich wüsste nicht, das es irgendwo ein Haus aus dieser Zeit gibt, wo die 1. Etage keinen Balkon hat, aber die Etagen darüber. Auch die innerstädtischen Neubauten halten sich daran. Irgendwie musst du dann die erste Etage noch aufpeppen, damit sie vermietbar ist. Die Idee mit den Kellerfenstern ist gut. Meistens ist der Sockel aber noch viel höher, so dass das Erdgeschoss zu einem Hochparterre wird. Die Brüstungshöhe der Fenster liegt dann bei über 2 m von außen. Deine Sockelverblendung ist perfekt. Oft ist der Sockel aber auch nur einfach glatt grau geputzt  Ganz stilgerecht wäre, auf die eingesetzte 1. Etage zu verzichten und dafür den Keller deutlich auszubauen. Wie die Fläche über der Haustür stilgerecht geschlossen wird, dafür gibt es herrliche Beispiele vor deiner Haustür. Ich kann dir da behilflich sein.
Typischerweise sind die Fassaden in einen schlichten Sockel, das Erdgeschoss und dann die  weiteren Etagen gegliedert. Die oberste Etage ist manchmal abgesetzt und weniger aufwendig gestaltet. Die Fassade zwischen Erdgeschoss und der obersten Etage sind meist in der gleichen Art ausgeführt. Ich habe kein Beispiel dafür gefunden, dass die erste und 2. Etage grundsätzlich verschieden ausgeführt sind. Du bekommst für so ein Haus oder den Umbau keine Baugenehmigung. (1 : 1 ist das wirklich so, oder es gibt stichhaltige Gründe, warum das nur so gebaut werden kann. Und Material, was grade da war, ist kein Argument!)
Auf jeden Fall hast du mich zum Nachdenken bei meinem Projekt angeregt. Allerdings hat mein Trix- Bausatz zwei Läden im Erdgeschoss. Lichtschächte im Gehweg wären eine gute Idee. Wie hast du das Pflaster und die Muldenrinne so gezaubert? An so einem Viadukt wie deiner sitze ich auch dran. Er soll allerdings ortstypisch aus gelben Klinkern sein. Mit dem Ehrgeiz, alles selber und passend zu machen, zeichne ich jetzt die Ziegel für den Ausdruck.
Viele Grüße
Christian
Rudi war schneller als ich mit meinem Roman.
Das läuft auf das Gleiche hinaus.
Christian
Hallo,

vielen Dank für eure Kommentare!

Ich gebe es ja zu, ich hab von Häusern eigentlich keine Ahnung. Ich hab gebaut und fand es schick - aber nur durch Kritik wirds ja besser. Dann muss ich nochmal über die Fassaden nachdenken... ein scharfes Skalpell reicht ja, um da Dinge zügig zu korrigieren

@Peter:
Zitat

Und Du bist dir sicher, das Du nicht bei mir auch Häuser bauen willst .


Das kommt darauf an, ob ich dir dafür eine Rechnung schicken kann _und_ Du die auch bezahlst

@Christian: Wenn ich dran denke bring ich die Häuser mal zum nächsten Stammtisch mit. (Ich hätte da auch mal noch Gesprächsbedarf zum Thema "Bäume an Straßen" ) Mit den Läden kann dir geholfen werden!

Die Inneneinrichtung habe ich aus dem Internet, da habe ich Bilder der Googlesuche skaliert, gespiegelt und dann in der Drogerie auf Photopapier ausgedruckt. Auf einem 13x18-Photo passt da reichtlich Zeugs drauf in verschiedenen Größen.
Inneneinrichtung der Apotheke:
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Inneneinrichtung des Tabakladens:
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Beleuchtet:
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Mit Fassade:
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Und an der Straße:
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Das Pflaster ist von Redutex: https://www.dm-toys.de/de/produktdetails/Redutex_160CF311.html Darunter ist ein Unterbau aus Finnpappe in Form der zukünftigen Straße und dann wird da einfach die Folie drauf geklebt. Hier sieht man das vielleicht ein bisschen:
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Viele Grüße,
Rico

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Hallo Rico

Aber die Inneneinrichtung ist der Hammer. 👍

Gruß Rudi
@Rudi & @Christian

Ich habe ähnlich gedacht, aber mit einigem Nachdenken ist mir dann doch das eine oder andere Haus in Wien eingefallen, wo ähnliche Instandsetzungs-Fehler gemacht wurden. Daher halte ich das Ergebnis von @Rico sehr wohl für authentisch. Ok, so ganz stimmts natürlich nicht, vor allem von den Proportionen, aber will man päpstlicher sein als der Papst?

Siehe hier ein typisches Beispiel, das dem Haus von Rico schon ziemlich nahe kommt: https://www.meinbezirk.at/margareten/c-lokales...vitalisiert_a4580750

Und das Haus links davon sieht auch ähnlich aus. Und wie gesagt, in Wien gibt es viele ähnliche Bausünden, die in den letzten Jahren vollbracht wurden.

Herby
Hallo Rico,
"Erlaubt ist was gefaellt" - es muss (sollte) nur "stimmig" aussehen.... und darueber kann man endlos diskutieren. Letztlich ist es eine Frage der persoenlichen Einstellung: Modellbahn als kreatives Schaffen mit in etwa Wiedererkennungswert von Elementen des grossen Vorbildes oder Modellbahn als ebenso kreatives, exakt massstaebliches Abbild des Vorbildes mit allen Details.
Beide Sichtweisen sind m M nach gleichberechtigt.
Daher finde Ich Deinen Ansatz und die bastlerischen Veraenderungen Deiner Haeuser grosse Klasse, weil sie den typischen Flair von Gruende zeit Hausfronten sehr schoen wiedergeben. Etwaige Unstimmigkeiten fallen - wie die Kommentare zeigen - bestenfalls Experten auf.
Gruesse
FreddieW
Hallo Herby,
das Beispiel in Wien hängt eventuell mit der abschüssigen Straße links zusammen. Die haben in den benachbarten Häusern die Beletage auf ein gemeinsames Niveau gebracht, warum auch immer.
Fachleute braucht man da nicht. Das sind Dinge, die der Großstädter täglich sieht.
Rico: Die Inneneinrichtung setzt unerreichbare Maßstäbe. Warum muss ich auch immer die große Klappe haben. Mit den Fotos ist eine gute Idee.

Die Redutexfolien sind sehr gut. Ich hoffe aber, dass ich das mit eigenem Druck hinkriege.
Die Straßen muss ich ähnlich aufbauen, ich hab da ja auch die Gleise für die Tatrabahn. Leider sehen die Tomytec- Gleise nicht so gut aus. Man macht halt Fehler.
Viele Grüße
Christian
@Christian

Ich denke nicht, dass es etwas damit zu tun hat. Zumindest in Wien sind solche Häuser in der Regel im Privatbesitz und so lange der Denkmalschutz keine Bedenken hat (was in den allermeisten Fällen auch zutrifft), kann der tun und machen, was er will. Lediglich die Statik des Hauses muss intakt bleiben.

Hier übrigens ein Beispiel aus Berlin: https://peter-puetz.de/gruenderzeithaus-berlin/

Herby
Guten Abend Herby,
das Berliner Beispiel entspricht genau dem, was ich meine.
Die unterste Etage ist kein Erdgeschoss. Das ist ein Souterrain, so ein Mittelding zwischen Keller und Erdgeschoss. Darüber kommt ein Hochparterre und darüber dann die 1. Etage mit den Erkern. Ganz oben wird das Dach des Erkers als Balkon genutzt. Diese Etage hat schon eine etwas schlichtere Fassade und dann kommt das eventuell später ausgebaute Dachgeschoss mit dem schnörkellosen Drempel. Heute teure Wohnungen, früher sicher nur einfache Kammern für Dienstpersonal oder Studenten.
Das Berliner Gebäude ist ganz typisch für diese Zeit.
Christian
Das Thema hat mich jetzt doch etwas beschäftigt und ich habe mir meinen Trix- Bausatz Stadthaus aus der Gründerzeit 66144 näher angesehen. Die Haustüren und hinten gelegene Treppenhäuser stimmen hier überein. Aber auf allen 4 Etagen haben die Fenster andere Bekrönungen. Ich dachte erst, dass das nicht sein kann. Aber dann habe ich mir meine Fassadenfotos angesehen und es ist tatsächlich ziemlich häufig, dass die Fensterbekrönungen in den Etagen stark voneinander abweichen. Ich habe in der Leipziger Südvorstadt ein ganz ähnliches Haus gefunden.  Der Trix- Bausatz hat also Recht. Wieder was gelernt.
Christian
Hallo,

@Christian: Ich habe bei meinen (virtuellen) Spaziergängen durch die Gründerzeitviertel festgestellt, dass es (fast) nichts gibt, was es nicht gibt.

In Dresden finden sich z.B. Beispiele für Häuser ohne Balkon in der 1. Etage. Siehe https://www.google.de/maps/@51.0729123,13.7466...A!2e0!7i13312!8i6656 oder https://www.google.de/maps/@51.0740559,13.7490...A!2e0!7i13312!8i6656 Nebenan findet sich natürlich gleich das Gegenbeispiel und ich kann nichts dazu sagen, wann diese Häuser tatsächlich gebaut wurden.

Viele Grüße,
Rico
Hallo Rico,
ok, allerdings möchte ich behaupten, dass diese pupschen Balkone später angebaut wurden.
Die Residenzstadt hat auch besseres zu bieten.
Ich bin heute durchs Leipziger Gohlis gelaufen. Es ist der blanke Wahnsinn, was es für schöne Fassaden gibt. Nur leider ist der Nachbau mit den vielen Details sehr schwer. Und wenn man sich dann daran erinnert, wie verkommen diese Häuser zu DDR- Zeiten waren. Allerdings: Nur wenige Häuser werden Einheimischen gehören...
Viele Grüße
Christian
Hallo Rico,

die Häuser in #15 sind halt "Stand aktuell" und wirken auf mich irgendwie "zu Tode renoviert". Je nach der Modellbahn-Epoche kann das passen oder auch nicht... Vor allem die Fenster hatten früher andere (kleinere) Scheiben, manche Balkone kommen mir "nachträglich angeflanscht" vor. Um 1970 waren die bestimmt noch in ursprünglicherem Zustand

Viele Grüße
Michael
Hallo,

ja, die Aufnahmen sind halt der Ist-Zustand. Und im 1931er-Streetview ( https://www.youtube.com/watch?v=CETIdLkJM4k ) konnte ich auf die Schnelle kein Gegenbeispiel finden

Viele Grüße,
Rico
@Christian

Klar sind die Beispiele allesamt "zu Tode renoviert", deswegen sprach ich ja von Bausünden im Zuge der Renovierung. Und genau das passiert häufiger, als man denkt.

Ich habe vis-a-vis ein Haus, welches ebenfalls vor vielleicht 3 Jahren renoviert wurde. Das Haus sah dem Modell von MU ziemlich ähnlich - naja, viele Häuser sehen dem ähnlich, das war halt damals "state of the art". Und genau deswegen gibt es - zumindest in Wien - kaum irgendwelche Vorgaben seitens des Denkmal-Amts, weil gefühlt jedes zweite Haus so aussieht und es sich daher kein öffentliches Interesse geben kann, sowas zu erhalten. Und damit hat der Hausbesitzer sozusagen einen Freibrief, um das zu tun, was er möchte. Er muss lediglich die Statik des Gebäudes erhalten und alle gesetzlichen Bedingungen wie beispielsweise den Wärmeschutz erfüllen. Beim Haus vis-a-vis unserer Wohnung wurde sozusagen der gesamte Putz bis auf die Ziegel abgetragen, die Wärmedämmung aufgebracht und glatt verputzt. Und die ehemaligen Einfriedungen der Fenster wurden mit dem Pinsel aufgemalt - mit dunkelbrauner Farbe auf sandfarbenen Untergrund. Schaut auf den ersten Blick fürchterlich aus, aber man gewöhnt sich daran. Und solche Sünden passieren vielerorts in Wien, je nachdem, wie kreativ die Hausbesitzer oder deren beauftragten Architekten sind.

Und ich finde, dass auch für sowas Platz auf einer Modellbahn sein sollte. Aufgrund des Bauberichts von Rico überlege ich, auch mal so einem Umbau zu wagen. Mit den unterschiedlichen Modellen von MU scheint das ja gut möglich zu sein.
Hallo,
klasse Beitrag, gibt volle ✨✨✨✨✨!!! Macht Lust auf mehr!!!
VG
Ralf
Hallo Rico,

habe mir den Film aus #18 angeschaut und war ziemlich erstaunt, wieviele großflächige Fensterscheiben da zu sehen sind! Ok, es sind auch noch viele kleine Scheiben zu sehen (ab Wintergarten ? sind die mir aufgefallen), jedoch sind sehr oft auch die "Dreierscheiben" (zwei unten bei den Flügeln, oben eine quer) zu erkennen.Ich kenne das "von früher" eher mit deutlich kleinteiligeren Fenstern (zB. je Fensterflügel mit 3 quadratischen Scheiben bei ein bis vier Flügeln je Fenster, kein hoher Altbau, da ist oft oben drüber noch "mehr Glas").

Viele Grüße
Michael

Hallo Michael,

meinst Du mit "großen Fensterscheiben" solche, wie im Film am Eckhaus (ab Minute 3:30) zu sehen sind? In solchen Häusern waren im Erdgeschoss und im 1.Stock häufig die ersten Kaufhäuser untergebracht. Daher haben diese Häuser im ersten Stock große Fenster. Das kann man in einigen Städten sehen. Diese "Kaufhausvorläufer" wurden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik häufig schnell durch die Großbauten abgelöst.
Ein Beispiel aus Breslau: https://www.google.com/search?q=breslau+Kaufha...imgrc=FzgkQWYKxUuROM
Viele Grüße
Fred
@S.Bahn
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland/Österreich. Hier wurde über 40 Jahre an den Häusern nur das notwendigste getan. Nach der Wende war zum Glück noch viel Substanz vorhanden, die dann denkmalgerecht saniert wurde. Im Westen/Österreich wurden die Häuser nach dem Krieg laufend saniert, was oft eine Verschlimmbesserung war. Vor allem dort, wo die Leute genügend Geld hatten wie im Südwesten. Man findet deshalb hier an den Gründerzeithäusern weniger Bausünden (Ausnahmen bestätigen sicher die Regel).
Christian
Sorry, dieser Link geht - hoffentlich - besser: https://www.google.com/search?q=Kaufhaus+Marti...imgrc=xEjbRj4r8e_RyM
Hallo Fred / 9mmBerlin #22,

nein, ich meinte schon die Fenster der Wohnhäuser, ab 1.Stock aufwärts. Entlang der Straßenschluchten rechts und links. Man kann die Fensterarten nicht bei jedem Haus erkennen, aber häufig sind eben große, nicht klein unterteilte Fensterscheiben zu erkennen. Mir kam es so vor, dass in manchen Straßen deutlich hochwertigere Häuser standen (mit großen Scheiben), während in anderen Straßen häufiger kleinteilige Fenster zu sehen sind, wobei man nicht überall die Fensterart deutlich sehen kann. Es kann also durchaus sein, dass dünne Fenstersprossen nicht erkennbar sind und die Scheiben dann "einteilig" wirken.
Was mir bei modernisierten Bauten halt vielfach auffällt sind die wie "tote Augen" wirkenden einteiligen Fenster ohne irgendwelche Unterteilungen oder auch die mit einer großen Scheibe je Fensterflügel (und nur die Mittelsprosse). Sowas passt irgendwie nicht zu den Hausformen, wobei solche Häuser dann auch ihre Verzierungen um die Fenster eingebüßt haben, ebenso wie Steinverblendungen etc. Halt "zu Tode renoviert".
Ich werde versuchen, sowas auf meiner Anlage zu vermeiden...

Viele Grüße
Michael
@Christian #23

Deswegen schrieb ich ja in #9 ausschließlich von Wien. Wir hier hatten ja das Glück, dass im Krieg nicht ganz so viel kaputt gemacht wurde, und das ist wohl der Grund dafür, warum unser Denkmalschutz auf diese Häuser pfeift, da von dieser Art noch sehr viele Gebäude stehen.

Aber einige geposteten Bilder zeigen wohl auch ähnliche Verschlimmbesserungen in Deutschland.
Bei solchen Häusern sieht die Sache bei uns auch ganz anders aus, aber sowas hat mit dem MU-Model nicht wirklich viel Gemeinsamkeiten: https://www.meinbezirk.at/mariahilf/c-freizeit...eidemarkt-1_a1721013

Aber ist eh müßig, darüber zu diskutieren. Auf meiner Anlage würde so ein Umbau ohne nachzudenken sofort einen gut einsehbaren Platz finden, weil wie gesagt: Ähnliches und noch viel Schlimmeres gibt es in Wien mittlerweile in größeren Mengen.


Herby
Hallo , ihr Fassadenbauer,

Hier fällt immer wieder das Stichwort "Wien".
Deshalb darf ich Euch mal mein jetziges Fassadenprojekt zeigen, wird bald eingesetzt in meinem Anhalter.
Die Fassaden sind überwiegend Gipsplatten, gegossen aus  den Formen der einstigen Firma BST Modellbau, genannt" Serie Wien"..
Auffällig die hohen "Erdgeschosse".
Die Häuser sind noch nicht fertig, Dächer fehlen noch.
Beiwerk ist von Effekt Kartonmodellbau und  modellkreationen.de..
Es mag nicht jedem gefallen, aber mir macht der Materialmix am meisten Spaß. So wird alles zum Unikat
Viele Grüße Thomas

Die von GyNi zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login

@Thomas
Also mir gefallen Deine Arbeiten wirklich gut. Und tatsächlich würden diese Häuse gut ins wiener Stadtbild passen ...
Herby


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