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THEMA: Kopfbahnhof auch für Güterzüge?

THEMA: Kopfbahnhof auch für Güterzüge?
Startbeitrag
andi_01 - 28.11.22 09:32
Hallo zusammen,

hier mal ein aktuelles Gedankenspiel für einen Gleisplan, Kopfbahnhof mit Hafenbahn, noch nicht ausdetailliert. An der unteren Seite wäre ein 70cm breiter Gang zu einem Fenster und Zugang zum sbf. Epoche 3-4, evtl auch mal einzelne 5-6. So ganz ohne Dauerfahrmöglichkeit frage ich mich aber wie lange das Spaß macht, Kuppeln ist in N ja nicht so die Freude. Auf der anderen Seite gibt es hier einfach Motivation etwas zu tun statt nur zuzuschauen (bei einem Rundkurs bin ich da immer etwas faul). Betreibt ihr selbst solch eine Anlage und würdet es wieder tun?

Viele Grüße
Andreas



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Hallo Andreas,

bei mir gibt es einen Kopfbahnhof mit Kehrschleife - also keine Dauerfahrmöglichkeit. Je nach Zug braucht eine „Runde“ gerade mal 30 bis 40 Sekunden, wobei ich im Betrieb nie durchfahre, sondern den Zug im Schattenbahnhof parke. Ja, manchmal fehlt mir das „einfach fahren lassen“, unterm Strich bin ich aber happy mit der Situation.

Das Entkuppeln ist jedoch in der Tat ein kleines Manko. Ich fahre ausschließlich mit der Fleischmann-Erbse - da ist manuelles Entkuppeln doch etwas „Tricky“ - jedoch mit etwas Übung geht es. Hierzu habe ich mir einen Entkupplungshaken gebastelt.

Schöne Grüße

Thomas

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Hallo Andi,

bei meiner alten Anlage konnte man endlos im Kreis fahren und dann zu einem Kopfbahnhof abzweigen. Dafür standen im Personenverkehr sechs und im Güterverkehr vier Kopfgleise (plus zwei Umsetzgleise mit Gleisabgängen) zur Verfügung. Mit dem Kuppeln/ Entkuppeln hatte ich nie Probleme. Zum Entkuppeln waren an den Bahnsteigen am Gleisende die Fleischmann Entkupplungsgleise verbaut (die würde ich heute nicht mehr verbauen). Im Bereich des Güterbahnhofes waren die Repa-Entkuppler verbaut. Damit war das Entkuppeln, nach der aufwendigen Justage, keine Problem mehr.
Der Vorteil eines Kopfbahnhofes ist das man immer was zu tun hat und eine Rechtfertigung für ein größeres Bw hat. Die Anlage war so von 1995 bis 2013 in Betrieb.

Für meine neue Anlage baue ich aber nur noch ein Duchgangsbahnhof mit regionalen Nahgüterverkehr. Der Rest fährt durch den Bahnhof oder hält zum Fahrgastwechsel bzw. für Zugkreuzungen /Überholungen.

Nachtrag: Habe die Bilder nachträglich noch hochgeladen. Sie zeigen den Aufbau des Kopfbahnhofes mit Personen- und Güterzuggleisen.

Grüße
Markus

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Hallo Andi,
bei meiner in Planung befindlichen Nachbildung von Blankenese nutzen die Güterzüge das S-Bahn-Gleis und müssen für die Weiterfahrt nach Wedel Ölweiche kopf machen. Alle Bewegungen des Güterverkehrs mussten sich dem 20-Minuten Takt der S-Bahn anpassen. Die Strecke nach Ölweiche war eingleisig.
Ein automatischer Betrieb ist nur mit der S-Bahn (Wendezug) und einer angepassten Steuerung möglich.
Grüße, Kurt




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Hallo Thomas
Zwar eine andere Situation bei mir, aber auch ich nutze in Zukunft einen Kopfbahnhof als Übergabebahnhof zwischen D und CH.
Hat den Vorteil, das die einfahrenden Züge vor meine Nase halten und ich sie händisch abkuppeln kann, weiter gehts dann mit der jeweiligen Lok entweder am schweizer Teil oder zurück nach D.
Gibts übrigens auch im Original in Buchs.
Lg Peter
es gibt doch genügend Beispiele für Spitzkehrenbahnhöfe

helko
Hallo Andreas,

sind wir mal ehrlich, den Platz der Otto Normalverbraucher zur Verfügung hat, ist nur für einen sehr kleinen Ausschnitt des Vorbildes geeignet ... wir hatten ca. 5m Länge und wie ein krummes "L" zur Verfügung und haben uns für einen Ausschnitt einer Stadt entschieden ... im Nachhinein etwas optimistisch was die Bauzeit betrifft. Die Fahrmöglichkeit um Zügen zuzusehen war durch eine Paradestrecke gegeben ... für den Personenverkehr war ein Inselbahnhof vorhanden, an dem auf der eine Seite die Züge mit Oberleitung durchfahren konnten, während auf der anderen Seite die Oberleitung endete und die E-Loks getauscht werden mussten ... auch der Grund für ein größeres BW. Für den Güterverkehr war eine nur kleine Ortsgüteranlage mit drei kurzen Gleisen vorhanden, dazu noch 5 Gleise um bei den durchgehenden Güterzügen die Loks zu wechseln.
Ja, es gab Tage, da sind die Züge nur im Automatikbetrieb gefahren ... Kino-Feeling sozusagen, einfach ein einem Neuerwerb und den vorhandenen Schätzen sich erfreuen. Andere Tage haben wir dann die Automatik soweit abgeschaltet, dass die Züge nur auf den unsichtbaren Abstellgleise und Zu-/Abfahrten von selber sich den Weg gesucht haben. Auf dem Sichtbaren Teil sind dann die Loks mit Handreglern gesteuert worden und die Weichen und Signale auf dem Stelltisch im Computer bedient worden.
Jeder hat so seine eigenen Vorlieben und daher gibt es nicht das "beste" Anlagenkonzept - es muss für dich passen. Aber deine Bedenken das bei einem Kopfbahnhof der Betrieb "einbremst" kann ich nachvollziehen. Es gibt viele Möglichkeiten den Betrieb eines Kopfbahnhofes mit Anschlussgleisen für den Güterverkehr zu bauen, aber trotzdem eine Fernbahn durch die Anlage zu gestalten ... am besten sucht man sich etwas aus der Erinnerung vom Vorbild, nimmt daraus die Höhepunkte und komprimiert die Szene auf der Anlage ... wie Eingangs geschrieben, der Platz reicht nicht für einen Nachbau vom Vorbild in 1:160  

Schöne Grüße

Peter

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Moin Andreas,

ein Kopfbahnhof macht für den Güterverkehr wenig Sinn.
Da müsste ja immer eine Rangierlok zum Abziehen der eingeklemmten Lok vorgehalten werden, oder örtliches Rangierpersonal, mit dem man den Zug dann wieder aufwendig in ein Umfahrgleis hineinrangiert. Solche Bahnhöfe würden etwas anders aussehen, wie z.B. Lauscha.
Endbahnhof mit Umfahrmöglichkeit macht wiederum schon sind. Gibt es ja z.B. auch heute noch solche beim Vorbild in 1:1 öfter mal, z.B. https://www.google.com/maps/@52.7191563,12.0065282,1299m/data=!3m1!1e3 .

Was betrieblich bei einem reinen Güterbahnhof in Epoche III/IV kaum Sinn macht ist eine Drehscheibe. Zur Dampfzeit war meinst bei 65 km/h Vmax. für Güterzüge auf Hauptbahnen Schluss und die Vmax. musste auch erstmal erreicht werden und Tender voraus, waren immer noch 50km/h drin, was zugleich auch auf Nebenbahnen widerum schon die Vmax war, wo auf solchen also betrieblich keine Notwendigkeit zum drehen bestand.
Obendrein machen so riesige Drehscheibe, wenn Drehscheibe keine Sinn, da langt eine 20-Meter Drehscheibe mit der man noch eine 44 oder 52 gedreht bekommt und brauch keine Scheibe für längere Schnellzugdampfer, so dass die Fleischmann-, Arnolddrehscheibe schon viel zu lang wären.
Das übergroße Bw bzw. Abstellanlage würde ich mir auch schenken bei der Bahnhofsgröße. Bestenfalls eine 20- Scheibe zu Wenden und wenn man großzügig ist noch einen zwei ständigen Rechtlokschuppen und ein seperates Abstellgleis. Dazu eine ganz kleine Bekohlhung und gut. In der Realität wären bei den Ausmaßen bestenfalls zwei Abstellgleise da und wenn man großzügig ist. davon noch eines als Rechteckschuppen.

Selbst an bedeutenden vergleichbar großen Abzweigknoten beim Vorbild hat man, als man Bw-Anlagen großzügig überdimensioniert erreichtet hat, die Anlagen im Grund bescheidener gestaltet, als auf deinem Entwurf.
Siehe z.B. das Bw Neuoffingen mit dreigleisigen Rechteckschuppen, bei dem man bereits einen Schuppenstand in der Epoche II abgetrennt hatte für eine separate Fahrleitungsmeisterei, weil man erkannte dass die Anlagen viel zu groß geplant und gebaut waren ursprünglich. Und der Rechteckschuppen war nur über Gleisverbindungen angeschlossen, an dessen Ausziehgleis, dann die Drehscheibe zum wenden lag.


Gruß, Matthias
Hallo Matthias
Wien Nordwest war aber ein Kopfbahnhof und reiner Güterbahnhof.
Lg Peter
Hallo,

Saßnitz auf Rügen ist ein Kopfbahnhof / Endbahnhof, bei dem die Züge zum Hafen ebenfalls Kopf machen mussten. Wer aufs Schiff wollte, musste sogar zweimal wenden. Wenn ich mich recht entsinne, dann blieben die Streckenloks im Kopfbahnhof stehen und die Waggons (Personen und Güter) zum Hafen wurden von einer Rangierlok abgeholt.

Inzwischen ist der Fährbetrieb nach Mukran verlegt, erreichbar ohne Wenden.

Viele Grüße, Joni
Moin zusammen!

Ich habe auf meiner Anlage auch einen Kopfbahnhof als zentrales Element.
Für die langen Güterzüge gibt es bei mir eine Umfahrung.
Die Züge machen eine Kehre unter dem Empfangsgebäude.
"Gedacht" sind es zwei Zufahrten zu einem nicht dargestellten Güterbahnhof.
Im beigefügten Bild ist die Umfahrung zu erkennen (vorderes Gleis, das im Vordergrund in die Tiefe geht, Rückführung auf der anderen Seite, wo der Güterzug steht).

Kürzere Güterzüge können in den Gleisen 7 und 8 im Bahnhof ein- und ausfahren und dort behandelt werden.
Bei längeren Güterzügen habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man sie möglichst von den Fahrzeugen so reihen sollte, dass schwere Wagen vorne und leichtere hinten sind. Der im Bild sichtbare Güterzug wäre in umgekehrter Reihung (nach kopfmachen) bei mir nicht fahrbar. Durch die Schleife fährt er immer nur in einer Richtung.

Funktioniert betrieblich bei mir bestens und ich habe für den Güterverkehr beides:
- Lange Güterzüge durch die Umfahrung
- Kürzere Güterzüge mit Rangieren und Zugbildung

Gruß
Jörg D



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Hallo zusammen,

danke für die vielen Rückmeldungen!
Vielleicht noch ein paar Gedanken:

-Es soll kein reiner Güterbahnhof sein, Züge mit Br 01/03 sollen wie der Eierkopf oder Züge mit Steuerwagen ebenfalls verkehren -> 01 bestimmt die Länge der Drehscheibe

-von den Gütergleisen im bhf soll eine Ebene herunter rangiert werden zu den Gleisen im Hafenbahnhof. Würde m.E. den Betrieb mit mehreren Loks gleichzeitig sinnvoller erscheinen lassen. Ein Nachteil wäre aus meiner Sicht dass der komplette Güterzug immer für diese Station / Hafen bestellt sein muss sonst würde er nicht dort hin fahren…

-Wien West und den Vorschlag in der gleisplandatenbank habe ich mir auch schon überlegt, die vielen Abstellgruppen die bei Kopfbahnhöfen eigentlich nötig sind empfinde ich aber optisch eher als störend -> hier wäre ich eher spielbahner

Viele Grüße
Andreas
Moin,

#9 Peter Wien Nordwest war nie als reiner Güterbahnhof geplant und erbaut worden, sondern entstammt noch aus der Eisenbahnfrühzeit, mit Wien als Hauptstadt der Donaumonarchie und dem alten Kopfbahnhofkonzepten wie in allen europäischen Metropolen folgte, wie einst z.B. auch in Berlin und Paris, wo die einst privaten Bahnen, alle in eigenen Stationen endeten.
Man beachte auch bitte die Gleisanlagen mit reichlich Umfahrmöglichkeiten, die sich doch deutlich von dem Ursprungsbeitrag gezeigten Anlagen unterscheiden.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/...tung_Blatt1_1873.png
Erst in Folge des Zusammenbruchs der Donaumonarchie geschah die Entwicklung endgültig zum reinen Frachtenbahnhof, der auch zuletzt noch genug Umfahrmöglichkeiten bot.
https://image.kurier.at/images/cfs_landscape_18...133/46-167228329.jpg

#10 Saßnitz war nie Kopfbahnhof, sowohl oben im Bahnhof, sowohl als im Hafen, gab es die Möglichkeit den Zug zu umfahren. Nochmal in Erinnerung gerufen sei, ein Kopfbahnhof oder Sackbahnhof ist ein Bahnhof, bei dem alle Hauptgleise im Bahnhof enden und somit alle Züge nur an einer Seite herein- und nach Fahrtrichtungswechsel wieder hinausfahren können.


Gruß, Matthias
Hallo Andreas,

Weil ein Modellbahn nur ein auschnitt aus der Welt ist, braucht mann nicht alles auf der Anlage zu haben. Ich habe mich entscheiden um nur etwa 2/3 von ein Durchgangsbahnhof zugestalten, und deswegen sieht es sich an wie ein Kopfbahnhof. Anbei ein Bild von oben.

Deswegen wenn du nicht alle Abstellgruppen von ein Kopfbahnhof gestalten möchtest, kannst du einfach gestalten was du möchtest/betrieblich brauche. Kann dann sein wie bei mir, das es eigentlich ein Durchgangsbahnhof ist, aber nür ein Teil auf der Anlage ist. Dann ist die Strecke vielleicht weiter gesperrt wegen arbeiten oder ein Unfall. Oder es ist ein Kopfbahnhof und die Abstellgruppen sind außerhalb der Anlage.

Grüße aus NL,
Wim



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Hallo Andi,

ich habe mein Beitrag editiert und noch ein paar Bilder dazu hochgeladen. Die Bilder sind in der Reihenfolge der Einfahrt sortiert. Die Anzahl der Nebengleise war im Nachhinein nicht groß genug. Daher mussten ich ein Teil der Abstellgruppe für Personenwagen noch hinter das Elok-Bw verlagern. Von der Einfahrt in den Kopfbahnhof bis zum letzten Prellbock waren das ca. 8m.

Grüße
Markus
Hi Markus,

das sind beachtliche Ausmaße, schöne lange Züge und noch massig Platz bis zum Grenzzeichen.
Hallo Matthias,

ist dann für Saßnitz die richtige Bezeichnung:

Endbahnhof aber kein Kopfbahnhof ?

Viele Grüße, Joni
Moin Joni,

ganz einfach nur Bahnhof. Endbahnhof heißt ja, dass es nicht weiter geht, aber von Sassnitz ging es ja weiter, wenn auch mit Kopfmachen auf die Hafenbahn dann über den Fährbahnhof nach Schweden.


Gruß, Matthias


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