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THEMA: Dünne Güterwagenböden zum Austausch, selbstgemacht

THEMA: Dünne Güterwagenböden zum Austausch, selbstgemacht
Startbeitrag
MHAG - 08.08.22 16:37
Hallo Leute,

Eigentlich dachte ich ja, dass dieses Thema schon recht oft behandelt worden wäre -- aber ich habe zu meinem Erstaunen hier im Forum nichts gefunden!
Deshalb gibt es einen neuen Thread

Gestern ist mir beim Basteln draußen das vertrocknete Laub vom Bambus aufgefallen -- hauchdünn, holzfarben, passend "gemustert" und stabil. Ziemlich optimale Eigenschaften für unseren Maßstab!
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Also schnappte ich mir einige Blätter und begann, sie zu untersuchen. Wenn man die mittlere Rippe herausschneidet, erhält man zwei dünne "Blättchen" mit einer Maserung, Astlöchern, Verfärbungen, es sieht einfach nach "Holzbrett im Miniformat" aus. Wie ich bei den Ladegütern schon beschrieben habe ( https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1071949#aw34 ), schnitt ich mir entsprechend große "Holzplatten" zurecht und klebte sie als Deckplatte oben auf die vorhandenen Stapel. Der Eindruck passte

Dann begann ich, diese Blätter in 1mm-Bretter zu zerschneiden, da kam mir nämlich eine ältere Idee wieder in den Sinn.
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Für meine Ladegüter wollte ich schon öfter auch die korrekten Festlegungen auf den Ladeflächen darstellen, aber irgendwie mag ich keine Löcher in die Waggons bohren oder etwas dran festkleben; vielleicht will ich sie ja mal anders beladen, bemalen, altern,... Deshalb habe ich schon länger überlegt, wie man dünne und einigermaßen gut aussehende Ladeflächen zum Herausnehmen bauen kann. Die, die man käuflich erhält, sind mir zu dick (und sie sind gekauft ).
Eine Lösung wären Ausdrucke, die man von der Rückseite her mit Sekundenkleber härtet. Allerdings greifen die meisten Kleber auch die Farben an -- sieht dann eher nicht gut aus. Und die Kleber, die die Farben nicht angreifen, verhärten das Papier nicht.
Ätzteile wären entsprechend dünn, erhöhen aber das Wagengewicht (und sind auch nicht preiswert) und müssen sinnvoll eingefärbt werden.
Ein weiterer Versuch von mir war der Abfall vom Bleistiftspitzen, das Holz ist hauchdünn, sieht gut aus -- und lässt sich praktisch nicht passend zurechtschneiden (aber diese Reste ließen sich als "Späne" verladen ).
Erfolg schien die Methode zu versprechen, auf mit Wasserfarbe braun gefärbtes Seidenpapier feines Holzimitat zu kleben. Zumindest war das stabil und dünn, doch das Imitat (Rindenmaterial) sah nicht ganz so aus wie erhofft und war sehr mühsam bei der Verarbeitung; deshalb habe ich da nicht weitergemacht.
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Doch jetzt, mit diesen Brettern -- da klappt es!
Ich habe die Bretter mit Weißleim auf das Seidenpapier geklebt und unter einem Gewicht trocknen lassen. Danach schnitt ich sowohl den letzten Versuch mit dem Rindenmaterial als auch die aktuelle Version mit den Bambusbrettern in passender Bodengröße zurecht und legte sie in die (beispielhaften) Wagen: Ja, so stelle ich mir die Wechselböden vor, wenn sie mit Farbe noch etwas gealtert werden!
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Ein weiterer Vorteil ist die "Dicke" von 0,2-0,3mm, durch das Seidenpapier als Trägermedium ist das ganze erstaunlich stabil. Ich werde da bestimmt noch Versuche machen, ob man das noch härter machen kann (Sekundenkleber auf der Rückseite), aber auch im aktuellen Zustand ist das schon recht steif; wahrscheinlich durch den Weißleim bedingt. Und mit Farbe wird das vielleicht nochmal härter.
Jedenfalls habe ich jetzt meine Lösung, wenn ich Ladegüter zwar ordnungsgemäß verladen will, sie aber austauschbar bleiben sollen.

Viele Grüße
Michael

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Hallo Michael,

ja, das sieht gut aus. In einem Hochbordwagen würde das sicher noch besser aussehen, da ist die Seitenwand höher. Zumindest hast du bei dieser Methode die Möglichkeit, einzelne Bretter farblich zu behandeln. Dieser Farbenmix würde dann sicher noch besser aussehen!

Grüße
wilfried
Servus Michael,
tolle Methode, sieht super aus, Respekt!
Ich sehe diese Böden aber nicht nur als Grundlage für herausnehmbare Ladungen sondern als sehr interessante Alternative zu den käuflich zu erwerbenden Böden die mit ihrer Materialstärke die ohnehin bei vielen Modellen schon zu hoch liegenden Böden noch erhöhen.

Viele Grüße Reinhard
Hallo Reinhard,

genau die Dicke der käuflichen Böden hat mich dazu gebracht, über dünnere Alternativen nachzudenken. Mit den 0,3mm kann ich jedenfalls leben
Übrigens eignet sich das nicht nur für Eisenbahnfahrzeuge, auch bei LKW-Ladeflächen dürfte es passen.

Hallo Wilfried,

die "Farbspiele" kommen schon noch, das sind die komplett naturbelassenen Bretter -- ich finde, auch die sehen schon gut aus, aber eben sehr neu. Ich habe für die Fotos extra flache Beispiel-Wagen genommen, weil ich so die Dicke (besser: "Dünne" ) deutlicher sichtbar machen kann. Diese Böden kann man natürlich in Rungenwagen, Hochbordwagen, Holztransporter,... einpassen. Wahrscheinlich könnte man auch Flachwagen mit einem neuen Boden versehen, der wird dann aber vermutlich etwas überstehen (auch wenn es nur 0,3mm sind); oder man macht sich da die Mühe und fräst den Plastik-Holzboden raus.

Viele Grüße
Michael
Hallo,
wenn 0,4mm noch OK sind, kann man auch Sperrholz 0,4mm (3 Schichten) verwenden. Das gibt es auch als Biegesperrholz. Man kann dieses Holz mit ca- 5.10mm Durchmesser in Maserungsrichtung "aufrollen".

Grüße, Kurt
Hallo Michael,
da kreuzen sich wieder mal zwei interessant Stränge. Gegenseitige "Befruchtung" bringts!!!!

https://www.1zu160.net/scripte/forum/forum_show.php?id=1305783
Gruß Otto
Hallo Michael,
starke Idee! Klasse Umsetzung.
Grüße
Andreas
Hallo,

ein paar Versuchsbilder mit den neuen Böden bzw. ohne

Viele Grüße
Michael

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Moin Michael,

sieht gut aus. Wenn du jetzt noch die Böden vorher bügeln würdest...

Gruß
Kai

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Hallo Kai,

soweit bin ich noch nicht...
Das war reine Neugier, wie das wirkt!
Die Böden sind auch noch nicht gealtert; erst wenn das erledigt ist, versuche ich, die zu härten und zu "bügeln" Und die Mattlackdusche fehlt auch noch.

Viele Grüße
Michael


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