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THEMA: Modulkästen

THEMA: Modulkästen
Startbeitrag
Sniff [Gast] - 13.06.05 09:58
Hi
meine ersten Modulkästen sind nun im Rohbau fertig ->verkabelt und mit Gleisen versehen.
Maße : 120 x 50  unsichtbare Zugrückführung
mein Frage : womit schließe ich nun diesen Kasten, damit ich mit der Bebauung beginnen kann ?
meine Ideen waren :
1. Drahtgewebe + Gibs
2: Gibsbinden
3. Bauschaum
4. Styropurplatten o.ä
5. Zeitung mit Leim / Kleister
wer hat Erfahrungen gesammelt welche Methode geeignet ist bzw.weiter Ideen
insbesonder die Befestigung am Holzrahmen

ich Danke schon einmal
Sniff  


Ausser Bauschaum wird eigentlich alles verwendet. Bauschaum ist deshalb nicht gut, weil er so schön schäumt... und plötzlich sind die Gleise zugeschäumt

Ich persönlich bevorzuge Drahtgewebe und Gips bei offener Rahmenbauweise, und Styrodur mit Gipsüberzug bei Plattenbauweise.

Felix
Bitte kein Gibs, Gibs fault - feuchtigkeit ist überall. Wir verwenden nur moltofil.
jojo
Moin Sniff,

ich mache es so ähnlich wie Felix. Die Geländehaut baue ich mit Gipsbinden, den Unterbau je nach Untergrund. Bei offenem Rahmen/Spanten Drahtgewebe, bei Plattenbauweise ggf geschichtete Styrodurplatten.

Gruß
Bernd
@2
Gips, genauer: Modellgips ist gem. Bernhard Stein das Material Nr. 1

Felix
@ 2

Moin jojo,
dann nimm doch Gips, der zeigt auf meinen Modulen, auch nach 30 Jahren, noch keine Spuren von Faulheit.  

Gruß HerbertK
Hi

Ich nehme feines Fliegengitter und beziehe das mit Pappmache bzw Holzmache. Ist viel leichter als Gips und bricht auch nicht so leicht, das Ganze bleibt etwas elastisch, was bei transportablen Modulen eine feine Sache ist. An manchen Stellen beziehe ich die Geländespanten aber auch mit dünner Pappe. Baubeschreibung:
http://www.kazmedia.de/bahn/pappmache-holzmache.html
Gruss, Stefan
Hallo,

ich habe beste Erfahrungen mit Styrodur-Bergen (härter als Styropur und Fliegengitter, das ich mit einer Mischung aus Sägemehl, Trockenfarbe (oder auch Abtönfarbe), wenig Wasser und Holzleim bestreiche. Die "Pampe" sollte nicht durchtropfen, deshalb nicht zu breiig machen. Das ganze wird nach einigen Tagen "steinhart". Vielfach kann man das "Begrasen" vermeiden, denn das Sägemehl - je nach Feinheit - gibt eine grasähnliche Struktur. Auch die Styrodurberge werden mit einer grauen Mischung überpinselt und dadurch "gehärtet.

Gruß Holger
Für den Geländebau ist eigendlich alles verwendbar : Fliegengitter/-draht,Styrodur,Pappmachee,Dämmplatten usw,auch in Kombination. Nur von der Verwendung normalen Gipses (und ähnlich sauer reagierender Baustoffe) würde ich absehen. Gips entwickelt beim Abbinden Säure,welche sich auch in der direkten Umluft anreichert. Das kann die Korrosion dafür empfänglicher Materialien ( Stahlschienen,Verbinder, Weichenantriebe,Relais,Elektronikplatinen) fördern. Die Schäden werden u.U. erst nach Wochen merk- und sichtbar. Ich habe mir auf diese Art und Weise einige Weichenantriebe (Korrosion der Leiterbahnen) und Schienenverbinder (durch den mangelhaften Kontakt bin ich erst auf die Ursache gestossen) ruiniert.

Seit ich Moltofil verwende, treten diese Probleme nicht mehr auf,zudem neigt Moltofil  nicht zur Rißbildung beim Trocknen.

Gruss Willi
Lieber Brummel: Schienenverbinder betrachte ich *grundsätzlich* nicht als dauerhafte elektrische Verbindung. Als dauerhaft sehe ich nur einen Lötpunkt an - sei es ein verlöteter Schienenverbinder oder ein Draht an jedes Gleis.
Weichenantriebe von GFN, MTX & Co. fällt unter das traurige Kapitel "Elektromechanik der Modellbahnhersteller" - Kommentar eigentlich überflüssig. Ich versuche wo immer möglich Elektromechanik in Industriequalität (Conrad & Co) einzusetzen.

Felix
Module müssen leicht sein!!
Styrodur* verwenden: Satt Gips Fliesenkleber, der härtet elastisch und verbindet sich eher mit Kunststoffen.
Das Styrod. sauber schon bearbeiten, dass Schichtauftrag (Pinseln) möglichst dünn und somit leicht!

CU
WE
@ 9

Hallo Felix, ich stimme dir in beiden Punkten uneingeschränkt zu, nur geht es um die beim Abbinden normalen Gipses entstehende saure Luftfeuchte, die auch nicht vor Industrieprodukten und Lötstellen haltmachen wird, insbesonders nicht in Hohlräumen wie zB Tunnelstrecken. Selbst eine gute Durchlüftung ist keine Garantie.

Willi
Hallo,

bei Gips sollte man berücksichtigen, das es zwei Sorten gibt, den "echten Naturgips" und den schadstoffbelasteten "Gips" aus der Rauchgasentschwefelung, der aus Kalkmilch entsteht. Der Industriegips fällt in vielen Millionen Tonnen an und muß ja irgendwo untergebracht werden (Gipskarton, Gipsputz und neuerdings sogar den wenig haltbaren Gipsestrich für Fußböden).. Dagegen ist "Modellgips" meist der reine Naturgips.

Natürlich ist völlig richtig, daß Gips auf Modulen eigentlich viel zu schwer ist.

Gruß Holger

Beitrag editiert am 12. 07. 2005 02:42.
@12
Gipsbinden verwenden! Das ist nicht zu schwer.

@11
In Gipsbinden (die werden auch medizinisch verwendet) ist kein (freier) Schwefel enthalten, daher entsteht beim Abbinden weder schwefelige Säure noch Schwefelsäure.

Enrico
@10
Warum müssen Module leicht sein bzw. was ist "leicht"?

Ein durchschnittliches 0.50x1.20m Modul kann auch bei offener Rahmenbauweise nicht so schwer zugegipst werden, dass es "untragbar" wird für jemanden allein... Ich habe es ausprobiert: Alu-Fliegengitter, oben 5-10mm Gips, unten 1-5mm Gips. Nur mit dem beidseitigen Gips aufbringen ist das Alugitter (die Armierung) wirklich eingebettet.

Natürlich, Styrodur erlaubt hauchdünne Gipsschichten. Und natürlich, Gipspinden sind schon ab Werk hauchdünn. Aber es geht gerade so gut ganz konventionell mit Fliegengitter. Und dieses scheint mir bei komplexen Landschaftsformen mit Abstand am leichtesten verarbeitbar. - Der Gipshaufen wurde (subjektiv empfunden) zum Schluss etwa gleich schwer wie meine Holzkonstruktion aus 18mm Fichte massiv.

Von da her denke ich, erheblich Gewicht sparen lässt sich (auch bei Plattenbauweise) durch dünnere, aber durchdachte Dimensionierung des Unterbaus. So habe ich für die tragendne Elemente des Rahmens konsequent 18mm Fichte massiv verwendet (statt 25mm Sperrholz), so dass ich die Faserrichtung des Holzes ausnutzen kann. Massivholz trägt etwa doppelt so viel wie Sperrholz. Aber Vorsicht, während Sperrholz gegen Verzug "versperrt" ist, kann sich Massivholz bei Feuchte mehr verziehen. Deshalb bei Massivholz noch dringender als bei Sperrholz: Mit Nitrozellulose imprägnieren!!

Felix,
mit Massivholz-Möbeln


Beitrag editiert am 12. 07. 2005 19:59.
Moin Felix,

18 mm Massivholz? Willst du auf den Modulen tanzen ?-)
Meine bestehen aus 12, manche sogar nur aus 9 mm Sperrholz und sich auch ausreichend stabil. Dank Styrodur und konsequenter Gipsvermeidung (gut, daß es in Norddeutschland keine Felsengebirge gibt!) lassen sich auch zwei miteinander verschraubte Module leicht alleine tragen...

Gruß
Kai
@ 13

Hallo Enrico, Gipsbinden gehen auch, aber ich sprach von normalem Gips.

@ 14
Hallo Felix,
Module/Segmente sollten aus Handhabungsgründen (zb. bei Ausstellungen) möglichst leicht ausfallen, wenn möglich von nur einer Person tragbar.

Die Vorteile der Fliegengitter-Methode ist in meinen Augen ein schnelles Gestalten grösserer Geländepartien bei gleichzeitigem 3D Eindruck vom möglichen Endergebnis und Korrekturmöglichkeit vor dem "Bekleistern" mit Moltofil,Fliesenkleber,Pappmachee oder Gips usw. Dabei reicht ein einseitiger von  Auftrag ca. 5mm,da sich die Masse durch die Maschen drückt und dadurch eine Verzahnung stattfindet.
Styrodur bietet sich dagegen bei abnehmbaren Geländeteilen an, benötigt aber mehr Zeit bei der Grundgestaltung.

18mm Massivfichte erscheint mir auch etwas dick. Für Module 120x60 verwende ich als Rahmen gehobelte Dachlatten 4,5x2cm und als Auflage 9mm Sperrholz-  bzw seit neustem Multiplex oder MDF- Platten. Im Verein haben wir bei neueren Modulen auch die Rahmen aus 16mm Multiplex gemacht.Rück-und Seitenwände aus 5-9mm Sperrholz.

Gruss
Willi


Beitrag editiert am 13. 07. 2005 02:13.
@15+16
"Modul von 1 Person alleine tragen" - absolut einverstanden; das kriege ich auch mit meiner "Massiv"Bauweise ebenfalls hin.

Brummel: Einverstanden, habe nichts hinzuzufügen.

Die Dicke des Holzes (25mm) ist in der NTRAK Norm spezifiziert und hat schon ihren Grund: Bei NTRAK wird i.d.R. mit den Modulen ein "Kreis" gebildet. Da kann es schon mal vorkommen, dass aufgrund Fertigungsungenauigkeiten am Schluss ein "Spalt" von 20cm übrigbleibt auf 20 Module. Da wird gemeinsam angepackt und "hauruck" die Lücke geschlossen. Dabei können (besonders an den Stirnseiten) enorme Kräfte auftreten (Verzug), die der Modulrahmen natürlich aufnehmen muss. Bei Modulen, die nie im "Kreis" aufgestellt werden (Punkt-zu-Punkt oder Hundeknochen) sieht das natürlich viel weniger dramatisch aus. Jedenfalls hat dann jemand gesagt: Schau, die Module können ja von 1 Mann getragen werden. Und es wäre schade, wenn wegen zu dünnem Holz ein Modul dereinst in Brüche geht.

Felix
Hi

Einige meiner Segmente sind geometrisch ein wenig seltsam geraten; teilweise auch nicht besonders klein; Ging nicht anders. Die muss ich notgedrungen alleine "wuchten" um zB an die Eingeweide zu gelangen. Da bist Du für jedes Kilo weniger dankbar!
CU
WE


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