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THEMA: Schludereien Eisenbahnwissen in den Medien

THEMA: Schludereien Eisenbahnwissen in den Medien
Startbeitrag
Lio - 02.10.21 22:11
Hallo,

sicher eine Kleinigkeit und doch ärgert es mich. Wenn schon über Eisenbahn berichtet wird in TV und Zeitungen, dann schludert man herum. Seit Jahren ärgert mich z.B. der Tagesspiegel, der über die S-Bahn in Berlin nur von Wagen, bestenfalls Doppelwagen zu berichten weiß (Viertel-/Halb-/Dreiviertel-/Vollzüge bitte, erst seit kurzem könnte man über die mit Faltenbälgen zwecks Übergang fest gekoppelten Einheiten anders reden). Dass von Ampeln statt Signalen gesprochen wird, liest und hört man hin und wieder ebenfalls.

Eben bei "Kaum zu glauben XXL" war eine Frage der Kategorie Vorkriegs-Eisenbahnangebot für Reisende erster Klasse zwischen Berlin und Hamburg zu beantworten mit Zugtelefonie. Im Einspieler der Auflösung: Eine 01.2 der DR in Epoche IV und der Potsdamer Bf (als nicht der Lehrter Bahnhof. Außerdem wurde von Waschkabinen (statt Waschräumen) gesprochen. Es gibt historisches Bildmaterial, warum wird nicht das verwendet?

Mein Eindruck ist, niemand interessiert sich ernsthaft für Eisenbahn, und da wird über richtige Information einfach hinweggeschludert ...

"Bildungsfernsehen"?

Viele Grüße
Frank

Guten Abend

Haben viele Menschen eigentlich keine anderes Sorgen. Glaubst du alle Menschen haben nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag die Nase in Dampflokbücher zu stecken?
Wenn du irgendwas über die Luftfahrt, Schifffahrt oder was auch immer redest, schluderst du wahrscheinlich genauso und niemand aus diesem Bereich kommt an und belehrt dich so oberlehrerhaft.
Findest du es nicht ein bisschen naiv, von so einem Format wie Kaum zu glauben zu erwarten, dass es dort jemanden gibt, der sich mit jedem Mist auskennt?
Du bist wahrscheinlich auch jemand, der böse Leserbriefe schreibt, wenn in einer Zeitung von Zugführer und nicht von Lokführer die Rede ist und so das Klischee, vom verschrobenen Eisenbahnfreund mit dicker Hornbrille und ohne Leben weiter befeuerst.

Christian
Ich würde auch annehmen, dass da viel Wissen nicht (mehr) verfügbar ist. Gut, Journalisten sind Journalisten und müssen auch über Gebiete berichten, in denen sie nicht so zu Hause sind, so dass eine ordentliche Recherche eigentlich zum guten Handwerk gehören müsste.
Ja - müsste. Dazu kommen sicher Zeit- und Kostendruck und die Frage "Wer merkt's denn tatsächlich ?"

Aber aufregen oder darüber ärgern kann ich mich nicht - es ist halt ein Spezialgebiet.

Hallo zusammen,

anderes Beispiel- auch aus der Presse:
Der Lokführer heißt bei denen oftmals "Zugführer".
Den gab es auch, aber dessen Job war im Zuge selber....
Konfus wird es bei den Triebwagenführern, da geistern mitunter abenteuerliche Bezeichnungen herum.
Hoffe, wir wissenden Modellbahner tragen es gelassen.

Beste Grüße
Klaus
Hallo Adrian,

vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass der Redakteur des Tagesspiegels vom Verkehrsressort war und unter solcherart Artikeln entsprechend immer sein Name stand.

Ich stelle mir halt vor, was passiert, wenn ein Redakteur des Sportressorts von Schalke 05 spricht, soll wohl mal vorgekommen sein

Viele Grüße
Frank
Hallo,
ich bin auch ein Freund der gut recherchierten Dokumentation!
Bei Eisenbahnwissen lasse ich schon mal 5e gerade sein.
Wichtiger sind für mich richtige Recherchen in der Politik, deren Zusammenhänge und Interessen der Entscheidungen,
da wird es doch wichtig die richtigen Informationen und Fakten zu bekommen, um auch richtig wählen zu können.
In diesem Bereich können wir noch viel verbessern, sind meiner Meinung nach aber gut unterwegs.
Gehört eher in den OT-Bereich
meint
Günter
Hallo Frank!

Wenn ich Deinen Eröffnungsbeitrag und im Titel des Threads von "Schludereien" lese, fällt mir sofort der Spruch vom Glashaus und dem Steine werfen ein. Heute lief nämlich - ich habe es auch gesehen - "Wer weiß denn sowas?" und nicht "Kaum zu glauben"!

Im übrigen schließe ich mich meinen Vorschreibern an!

Mit besten Grüßen

Boris
Guten Abend in die Runde,

... das ist aber auch alles nicht so einfach.

Da gab es z. B. gleich zwei Luxuszüge, Reingold und Reinfall, und beide fuhren weder über die niederländische Hauptstadt Hannover noch die slowenische namens Bratislava.

Immerhin wurden die Personen- und Zollkontrollen an der deutsch-italienischen Grenze bereits damals im fahrenden Zug vorgenommen.

Denn ob nun Urlaub in Valencia oder Malaga - Hauptsache Italien!

Beste Grüße aus der stockholmer Hauptstadt Oslo,

Nordpilen (Bildung machts' eben)
Hallo,
derartige Schludereien gibt es aber nicht nur im Zusammenhang mit der Eisenbahn !
Ich hab mich mein ganzes Berufsleben  ( ex Feuerwehrmann ) darüber geärgert das Journalisten
nicht den Unterschied zwischen Retten, in Sicherheit bringen und Bergen begriffen haben.
Beispiel: - Drei Menschen wurden lebend geborgen -
Bergen kann man nur leblose Personen oder Sachgüter.
Entweder die drei Personen wurden aus höchster Lebensgefahr gerettet, oder aber in Sicherheit gebracht.
Journalisten haben angeblich studiert ! ???
LG Meickel
Hallo Frank,

das ist doch wie mi 2 Dampfloks in Doppeltraktion.

Der Laie weiß was gemeint ist, aber dem Fachmann rollen sich die Fußnägel hoch.

Ich habe dann hier noch ein Beispiel, was auch hier immer wieder falsch verwendet wird, wie auch in der wohl gesamten Modellbahn Literatur.

Welchen Trafo soll im zum betrieb der Modellbahn verwenden? Welcher ist gut geeignet?
Da werden doch die meißten wissen was gemeint ist und manche werden erbost antworten das das Fahrregler und nicht Trafo heißen muß. Und jeder weiß wieder was gemeint ist.

Aber jetzt kommt da große ABER -  die dann so gerne angepriesen Teile sind gar keine Fahrregler sondern Fahrsteller.
Aber würde jemand korrekt schreibe: nimm den Fahrsteller von Marke xy oder yz würde das keiner mehr verstehen.
So ist das halt mit dem Sprachgebrauch.

Und selbst Digital dürfte es keine Fahrregler geben, sondern alles nur Fahrsteller.

Gruß Detlef
Hallo zusammen,
ja, mich ärgert es auch immer wieder, wenn Artikel in der Presse Ungenauigkeiten enthalten.
Ja, ihr habt Recht, wenn ihr sagt, dass es Dinge gibt, die viel wichtiger sind.

Ich habe immer wieder den Eindruck, dass viele Schreiber von solchen Artikeln die Vorschläger ihrer Textautomaten unkritisch übernehmen. Das würde in meinen Augen Einiges an Ungereimtheiten erklären.

Aber wir können es kaum ändern. Also lassen wir es dabei.
Gute Nacht
Reinhold
@10: Hallo Reinhold,

... und ich hatte immer gedacht Vorschläger gehörten zur Vorgruppe beim Boxen.

😉🙃😉

Nordpilen, der wahrlich nie auslernt
Hallo.

Das ist ein weit verbreitetes Phänomen, diese "Schludereien".

Morgenstern, Abendstern, Mumpitz - das ist die Venus, ein Planet. Und wenn die Sonne sehr stark scheint, dann "ballert der Planet". Mumpitz, die Sonne ist ein Stern. gerne wird auch Sonnensystem als Stern(e), die von Planeten umkreist werden mit Galaxie, also die Ansammlung von vielen Sternen verwechselt.

Es geht auch andersherum. In meinem Bekanntenkreis gibt es einen Tischler. Der redet immer von Blätter, Zargen und Bändern sowie Essen, wenn ich von Türen, Rahmen und Scharnieren sowie Abzugshauben spreche. Aber wehe, dem kommst du mit Fachtermini, die er nicht kennt. Dann heißt schnell: "Red' doch erst 'mal deutsch!".

Also: Immer schön locker durch die Hose atmen.

Grüße
Werner K.
Feuerwehr? - da war doch was...

Letztens hat sich laut einer Meldung ein Pizzabäcker unglücklich den Finger zwischen Knethaken und Bottich eingeklemmt. Um ihn aus der misslichen Lage zu befreien, musste die Feuerwehr nach eigener Darstellung den Ofen demontieren.
Der Schreiberling in den Medien hat das dann auch prompt so zitiert...

schmunzelt
Roger


p.s. nein, ich suche die Meldung jetzt nicht wieder raus, für die Stilblüte spielt ja keine Rolle wann und wo das war.

p.p.s. Auch hier im Forum kursieren immer wieder die Schraubenzieher und die Schieblehren...

Hallo,

man kann doch einfach die entsprechenden Redakteure über die Redaktion anschreiben wenn sie Bockmist schreiben. Z.B. hat eine K.F. das Ressort Verkehr von einem in Rente gegangenen Kollegen übernommen, und schrieb dann solch einen Quatsch über den ich nur noch lachen konnte. Ich hab sie dann angeschrieben und aufgeklärt, worüber sie sich sehr  gefreut hat. Sie wurde dann immer besser, und sogar meine Leserbrief wurden abgedruckt. Die schreib ich aber nur wenn mir wirklich der Kragen platzt.

Tschüß,

Bernd
Moinsens

Das sind Sorgen.....

Wenn wir so etwas vertiefen wollten, dann müssten wir ein extra Forum eröffnen.

Der Lokführer heisst heute nun mal Triebfahrzeugfuehrer. Steht so sogar in der Stellen Beschreibung.

Und der Zugführer hatte seinerzeit noch einen Zugbegleiter an seiner Seite. Kennt noch jemand den optischen Unterschied?

Und in manchen Regionen heisst der Schraubendreher eben Schraubenzieher.
Und in meiner Heimat ist ein Kugelschreiber halt ein Dauerschreiber.

Deutsche Sprache schwere Sprache....

Aber es gibt wichtigeres. Und wenn die Blase drückt ist es egal, wo man sich erleichtern kann.

Brummi
Hallo in die Runde,

ja, die unkorrekte Anwendung von eisenbahntechnischen Begriffen findet sich in vielen Nachrichtenartikeln (Triebfahrzeugführer vs. Zugführer als Klassiker, uvm.). Aber sich darüber, so wie hier geschrieben wurde, ärgern? Nö.

Dazu kommt dass in diesem Bereich viele offizielle Begriffe für einen Außenstehenden sperrig, wenig einprägsam und oft sogar unlogisch erscheinen - Beispiel: bei den ÖBB heißen seit einiger Zeit die Organisationsbereiche und Orte wo Loks und Züge bereitgestellt werden "Produktion" ... ( <- hier ugly- und rolleyes-Smily einfügen)

Zu retten vs. bergen aus #8:
Ich bin mir sicher dass auch viele Mitglieder von Blaulichtorganisationen diese Begriffe nicht immer 100% korrekt anwenden. (Wenn die Bergrettung ausrückt, kann sie dann auch zur Bergbergung werden?)

Oder zu Trafo vs. Fahr"regler" aus #9: ein solcher war üblicherweise Bestandteil eines Trafos für den Fahrbetrieb. (Wenn in einem Rezeptbuch steht man solle "4 Eiklar mit dem Handmixer zu Schnee schlagen", schreibt man dann an die Redaktion dass das gar nicht ginge da es "mit den Quirlen des Handmixers" heißen muss?)
Fahrregler gibt es allerdings tatsächlich: in Digitaldecodern.

In Gebieten wo man selber nicht so "drin" ist verwenden sicherlich auch Eisenbahnexperten (und andere) unkorrekte Begriffe. Zum Beispiel, ebenfalls ein Klassiker: "Sauerstoffflasche" wenn die Luftversorgung eines Tauchers gemeint ist, was nicht nur ein schludriger Begriff sondern eindeutig falsch ist.

Also nicht ärgern, allenfalls schmunzeln. - so wie auch ich beim Schreiben dieses Postings. :)

In diesem Sinne
Didi
Hallo Brummi,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Und wenn die Blase drückt ist es egal, wo man sich erleichtern kann.


nicht unbedingt, an falscher Stelle in Mutter Natur kann das schon mal ein paar Euro für eine Ordnungswiedrigkeit kosten.

Hallo Didi,

Mist, ich habe mich da blöd, nein ungenau ausgedrückt.
Das es in den Decodern ist, ist klar, zumindest in den heutigen mit Lastausgleich.
Aber eben nicht in den Handregelern und Zentralen. War schon zu fortgeschrittener Stunde - wo ist die eigentlich hingegangen? - und da habe ich bei der Wortwahl nicht mehr aufgepaßt.
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Oder zu Trafo vs. Fahr"regler" aus #9: ein solcher war üblicherweise Bestandteil eines Trafos für den Fahrbetrieb.


Auch da war es schon immer ein "Steller" und kein "Regler"

Steller - gibt einen Sollwert vor
Regler - benötigt die Rückmeldung eines Istwertes zum Vergleich eines Sollwertes. Um dann bei bedarf "nachjustieren"

Der Tempomat im Auto ist eigentlich ein gut Beispiel für einen Regler
Oder auch die Temperaturüberwachung in Kühl- und Gefrierschränken oder im Backofen. Wobei die Herdplatten Steller und kein Regler haben.

Gruß Detlef
... und wenn der Berg nicht mehr gerettet werden kann, dann musst Du ihn bergen (es sei denn, er tut das selbst; das nennt sich dann Vulkan).

Für die Bergung brauchst Du viele Fans.

(Ok, geht sicher auch mit Falns).

Und schon sind wir beim Problem von Schweine- und Jägerschnitzel (dessen Unlösbarkeit mich zum 95%-Vegetarier gemacht hat).

Und in der Schweiz fährt das Tram in das Tunnel, in Frankreich sogar der Zug in die Bahnhöfin ...

Sprache ist so logisch wie nur was:
DIE Stadt. DAS Teil. Aber DER Stadtteil.

Wo also fangen wir an, wo hören wir auf?

Da hilft wirklich nur: Entspannen und lächeln.

Und dass Pressefritzen/-fritzinnen häufig nur noch copy&paste "beherrschen", beweisen sie alltäglich.

Bin froh, dass wir zumindest im deutschen Sprachraum noch einige Medien haben (wie z. B. Süddeutsche, FAZ, Welt, Spiegel), die sich davon (meist) abheben. Andere haben nicht einmal das ...

Beste Grüße, Nordpilen
... oder weitergesponnen:

Fragen wir mal der Lokführer eines ICE, wo er denn seine Lok versteckt habe.

Oder den Lokführer eines IC oder Güterzuges, ob er denn wirklich nur die Lok führe oder nicht etwa doch die Verantwortung für den ganzen Zug trage (insbesondere beim komplexen Bremsen eines langen bzw. schweren Güterzuges).

Will sagen: Manchmal schreiben die Fachthemen-Externen auch intuitiv das Richtige.

Denn eigentlich gibt es den Lokführer nur bei einer einzeln fahrenden Lok.
Oder gemeint ist jener, der die Bremsprobe vergisst und dann - wie vor gar nicht langer Zeit geschehen - mit ungebremstem Wagenzug durch die ganze Oberpfalz brettert (das hat - genial zusammenwirkenden Eisenbahnern zum Dank - gar nicht jeder mitbekommen).

Und "Zugführer" kann man auch kaum mit jenem der Feuerwehr verwechseln, denn einen 13-teiligen ICE auf Betonplatten rückwärts durchs Hallentor zu bugsieren ..., emm, ist nicht jedermanns Sache.

Beste Grüße, Nordpilen

P S : Gesagtes gilt selbstverständlich genau so für Lok- / Zugführerin.
Hallo Nordpillen,

ein langer Zug muss nicht unbedingt schwer sein, und ein schwerer Zug nicht unbedingt lang sein. Was ist eigentlich so komplex am Bremsen eines Zuges?

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150
Es ist doch immer so, dass man hochnotpeinliche Fehler in den Nachrichten bemerkt, wenn man sich in einem Fachgebiet gut auskennt. Egal, welches Gebiet. Vielleicht auch nur ein Zeichen, dass man ein Fachidiot ist. Weil 99% der Menscheit geht das nämlich tatsächlich am A vorbei. Kritisch wirds aber, wenn auch bei eher seriösen Medien wissenschaftliche Studien verkürzt und falsch zitiert werden und dadurch unfreiwillig(?) fake-news verbreitet werden, zB vor einiger Zeit zum Thema Schadstoffemissionen beim Schiffsverkehr.

Leserbriefschreiber nerven. Echt. Uns hat mal so einer blöd angeblöckt, weil wir das Wort "Schraubenzieher" verwendet haben. Aber kein Mensch in unserem Land verwendet im Alltag das Wort"Schraubendreher". Probleme haben die Leute... bekommen zuhause wahrscheinlich zu wenig Anerkennung für ihr phänomenales Wissen.

nichts für ungut,
Gerhard
@20: Hallo Tf150150,

ich hatte dezidiert geschrieben "langen bzw. (!) schweren Güterzuges" und nicht, dass alle langen oder nur lange Güterzüge schwer sind.

Warum das Bremsen von (insbesondere Güter-)Zügen kein Kinderspiel ist?

Davon ausgehend, dass Du die Frage ernst meinst, einige Beispiele (die ggf. Reptil-Dompteurin Barbara noch ergänzen kann):

1) Da Güterzüge grundsätzlich über keine elektropneumatischen Bremsen verfügen, setzt die Bremsung der einzelnen Wagen zeitversetzt ein.

2) Die Güterwagen an sich bremsen unterschiedlich - auch abhängig vom Gewicht der Ladung.

3) Flüssigkeiten in Tankkesselwagen schwappen hin und her.

4) Bergab (z. B. Frankenwald-Rampe oder Maurienne-Strecke in Frankreich) dürfen die Bremsen nicht zu heiß werden.

5) Dazu ggf. feuchte und laubglitschige Schienenköpfe.

Und, und, und. - 1:1 ist nicht 1:160.

Beste Grüße, Nordpilen
Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

bekommen zuhause wahrscheinlich zu wenig Anerkennung für ihr phänomenales Wissen.



Das scheint das Problem der meisten zu sein, die hier oder anderswo direkt lospoltern müssen. Oft merkt man dann aber, dass es sich wirklich nur um kleinste Bereiche handelt, in denen sie sich auskennen oder auszukennen glauben.  
Bei diesen "Fachleuten" merkt man dann schnell, dass es in anderen -bedeutend lebenswichtigeren Bereichen- oft schon an den Grundlagen hapert.

Aber Hauptsache man ist so gebildet, dass man sich über die Recherchen einer heliumleichten Unterhaltungssendung, die ein normaler Mensch nur zur Berieselung während des Surfens auf dem Smartphone einschaltet, echauffieren kann.

Christian
Hallo Nordpillen,

das Bremsen ist eine Spielerei, man kann es oder kann es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150
@24: Tf150150,

... klaro, manchem ist es in die Wiege gelegt - Mann, Mann, mannomann.

Ich bin kein Lokführer oder ähnliches, besitze jedoch den adäquaten Respekt vor dieser verantwortungsvollen Tätigkeit.

Während bei uns Modellbahner(inne)n bei zu heftiger Bremsung maximal ein paar Wagen zur Seite kullern.

Nordpilen
Hallo,

ja, Boris, da hast du mich gleich erwischt . Ich bin gerade bei Scherbenaufkehren.

Dann nehme ich mir mal aus euren Rückmeldungen (bis auf zwei des gleichen Schreibers) zu Herzen, künftig gelassener zu sein. Danke + schönen Sonntag!

Viele Grüße
Frank
Hallo Frank!

Andrerseits sollen Scherben ja Glück bringen ... Würde es Dir wünschen.

Aber im Ernst: ja, die Meister der deutschen Sprache in den Medien, egal ob TV, Print oder Internet, sind rar geworden und Fachwissen fehlt auch oft. Da bleibt nur, gelassen den Kopf zu schütteln und sich selbst um den Gebrauch korrekter Sprache und Begriffe zu bemühen.

Eine österreichische Tageszeitung, die auf ihrer Homepage immer wieder Geld zur "Unterstützung von Qualitätsjournalismus" möchte (Kunden sollen Abos bezahlen, sonst können sie gewisse Artikel nicht lesen), schrieb neulich von einer neuen Strecke zwischen Wien und Paris. Dabei gibt es diese Strecke schon sehr lange, auf dieser fuhr bereits der Orient-Express, nur die Nightjet-Verbindung ist neu. Ist aber kein Grund zur Aufregung, gelassen den Kopf schütteln und feststellen: jetzt weiß ich wenigstens, was Qualitätsjournalismus ist.

Aber es hapert ja nicht nur an der Sprache, auch Rechenfehler, bei denen Adam Riese im Grab rotiert und ich meine garnicht schwere Rechen-Operationen, es beginnt beim kleinen 1x1, sind mittlerweile häufiger als korrekte Ergebnisse. Auch hier kann man nur noch gelassen den Kopf schütteln.

Beste Grüße und bleib gesund!

Boris

P.S. Nachdem ich obiges geschrieben hatte, kurz mal in ORF Teletext geguckt, seht selbst:

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Wer die Pressestunde sah, weiß, dass der Gesprächspartner 35 Euro / Tonne und nicht 35 Prozent / Tonne CO2-Preis gefordert hatte, abgesehen davon, dass 35% von 1 Tonne 350 kg wären.

Die von B160 zu diesem Beitrag angefügten Bilder können nur von registrierten Usern gesehen werden - Login



Hallo
Zitat - Antwort-Nr.: 21 | Name: GerhardT

...hochnotpeinliche Fehler in den Nachrichten...


Ich tue mich da schwer, dies generell "hochnotpeinlich" zu finden. Wie schon zuvor ausgeführt, bildet sich da oftmals der Unterschied zwischen Experten und Laien ab. Nachrichten sind zwar in der Regel von Experten gemacht. Aber nicht von Fachexperten zu dem Thema, über das berichtet wird, sondern von Journalisten. Und sind adressiert an die breite Bevölkerung. Also gemacht von thematischen Laien für thematische Laien. Und wenn man als jemand, der dem Thema nahe steht, die Ungenauigkeit bei den Fachbegriffen bemerkt, so ist das, zumindest meiner Meinung nach, dem obigen Umstand geschuldet.

Ein weiterer Aspekt stellt meiner Meinung nach die Tiefe dar, mit der das Thema beleuchtet wird. Bei vielen Themen kann man nahezu unendlich tief in dieses eintauchen. Spannend und unterhaltsam geht dann aber in der Regel anders. Ich bemerke dies oftmals, wenn ich mir zu irgendeinem Thema ein paar Infos aus der Wikipedia hole. Nach der eher allgemeinen und oberflächlichen Beschreibung geht es da oftmals gespickt mit einer Unmenge an mathematischen Formeln zur Sache. Thematisch sicherlich richtig. Aber da bin steige ich dann in der Regel aus und nicht durch, selbst wenn man aufgrund der Bildung mit (manchmal dann doch eher erheblichen Mühen) da durchsteigen könnte. Soweit geht die Liebe dann nun auch nicht.

Ich stelle mir gerade vor, wie viele Folgen der Sendung alpha-Centauri mit dem Professor Lesch gelaufen wären, wenn der auf seiner Tafel Hardcore-Mathematik zum Thema zelebriert hätte statt das Thema umgangssprachlich mit wissenschaftlichem Hintergrund zu präsentieren. Sicherlich nicht 217 Folgen. Ich fürchte, dass sich die Anzahl der Folgen eher im einstelligen Bereich bewegt hätten. Im niedrigen einstelligen Bereich...

Spannend wird es in der Tat, wenn durch laienhafte Betrachtung und Verkürzung nicht nur eine eventuell knackigere und eine allgemein verständliche, wenn auch oberflächliche Beschreibung passiert sondern das Thema falsch dargestellt wird. Und da muss man dann noch unterscheiden, ob dies aufgrund weit greifender Ahnungslosigkeit passiert oder eine wissentliche Verdrehung von Tatsachen für die Meinungsbildung in eine bestimmte Richtung missbraucht wird. Letzteres ist dann nicht "hochnotpeinlich" sondern von der übelsten Art.

Grüße
Werner K.
Hallo Zusammen,

ich habe mir jetzt alles mal in Ruhe durchgelesen und muss sagen, ich kann den meisten nur Recht geben. In Bereichen wie Hobby, Beruf, usw. sind die die davon direkt betroffen sind oder damit zu tun haben am ehesten geeignet zu erkennen was falsch und was richtig ist. Hier spielt es auch nicht so die Rolle, da es dem überwiegenden Teil der Bevölkerung eh nicht auffällt oder egal ist.
Siehe das Bsp. von der Feuerwehr, da ist die Information an sich wichtig, die Leute gieren nach Sensationen und spektakulärem, denen ist die Begrifflichkeit egal.

Aber es gibt auch Bereiche, da ist das einfach gefährlich, wenn hier mit Unwissen und Halbwahrheiten um sich geworfen wird. Vor allem dann, wenn es von denen gemacht wird, die dafür bezahlt werden, dass sie sauber recherchierte Artikel verfassen. Die eigentlich dazu da sein sollen, den Bürger zu informieren.

Ich bin einem Bereich des Sports selbst betroffen, der von den Medien durch so unglaublich schlecht recherchierte Artikel in so ein schlechtes Licht gerückt wird und wurde, dass ich mich kaum noch traue zu sagen welchen Sport ich betreibe.

Als aktiver Sportschütze und Legalwaffenbesitzer ist mir eine gut recherchierte Story sehr wichtig, aber diejenigen die diese Artikel verfassen, haben selten eine Ahnung davon was Sie schreiben, geschweige denn wovon.

Und in diesem Zusammenhang muss ich dem Lio recht geben, es ist die zunehmende Massenberichterstattung unter der die Qualität leidet. Die Schreiberlinge müssen eine Quote an Artikeln erfüllen, was natürlich nur zu lasten der Qualität gehen. Und zu glauben, dass ein Redakteur sich mit allen Themen auskennt die er vorgelegt bekommt, bzw. versteht was da steht, ist vermessen.

Sich über solche Dinge nicht zu ärgern und nicht zu reagieren (Leserbriefe, Beschwerden an Redaktion...) bestärkt die Macher der Medien in ihrem Tun. Dann haben Sie das Instrument in der Hand uns alle zu manipulieren, ohne dass es einer merkt.

In den meisten Fällen ist es wirklich irrelevant, da einem den Modellbahn nicht interessiert, die Begrifflichkeiten auch egal sind. Gefährlich wird es aber wenn dadurch Bürger auch unwissentlich mit falschen Informationen versorgt werden. Viele sind nicht in der Lage das zu erkennen, da sie nicht in der Materie sind und das ist gefährlich.

Daher wüdre ich das ganze nicht einfach mit einem "Haben manche keine anderen Sorgen" abtun, das ist gefährlich.

Schönen tag noch

Ralph
Moin,

hat die Welt sonst keine Probleme? Wer schreibt denn heute noch groß bei Druckerzeugnissen bzw. Medien und vorallem unter welchen Rahmenbedingungen? Fachredakteure gibt es nur noch für wenige Bereiche wie Politik und Sport, selbst bei der Kultur wird schon gespart. Entsprechend fallen die Artikel aus und dann stammt auch ein und derselbern Feder mit heißer Nadel gestricht halt die tagesaktuellen Artikel über die große Rammlerschau der Kleintierzüchter, dem bunten Bastelnachmittag aus dem Kindergarten zum lustigen Marienkäfer, die Einbruchserie aus der Gartenanalage Glückauf, dem Opel der dem Fiat bei der Ausfahrt vom örtlichen Sparmarkt die Vorfahrt genommen hat, übern Bürgermeister der am Vormittag noch schnell die neue Kläranlage eingeweiht hat und zufällig dem Zugunglück das sich ereignet hatte, bevor der Schreiberling noch Geschwind beim Kreisliegerspiel der alten Herren Rasenball 08 Y-Satdt gegen Lokomotive X-Dorf vorbeischauen und sich die Eckdaten notieren musste . Und dass muss alles notiert, in Form gebracht und ein paar nette Bilder gemacht und ausgewählt werden. Dazu die Abgabefrist und los gehts Redaktionskonferenz und ab zur Seitengestaltung und dann in der Nacht wieder gedruckt, bzw. veröffentlicht weil man will ja stehts vor allen anderen mit der Nachricht raus sein.

Was man in Frage stellen könnte ist das 1:1 Übernehmen von Pressemeldungen von Unternehmen. Auch dpa übernimmt sehr viele Meldungen der DB AG eher drürftig aufgearbeitet und verscheuert es dann als eigene Meldung weiter. Dies wäre zu hinterfragen. Auch gibt es Redakteure die mehr Meinung als Fakten schreiben, auch dies ist zu hinterfragen. Genauso wenn es z.B. Redakteurinnen gibt die z.B. immer nur planlos auf die ÖBB eindreschen und die Westbahn immer bejubeln.


Gruß, Matthias

Guten Morgen zusammen,
bei Filmen gibt es dieser Fehler auch immer wieder. Da reisen die Schauspieler im Nachtzug und von innen wird ein Schlafwagen gezeigt; in den Außenaufnahmen dieses Zuges fährt aber ein InterCity durch die Dunkelheit.

Trifft auch für andere Konstellationen zu, bei denen die Außenaufnahmen des Zuges nicht zu den Innenaufnahmen passen.

Oder die berühmten Szenen, wo es um Actionaufnahmen mit einem Zug geht. Hier werden oftmals Aufnahmen auf Museumsbahnen oder irgendwelchen nur noch im Güterverkehr bedienten Nebenbahnen gemacht, wo die Züge kaum über 50 km/h fahren und ganz sicher vor dem auf dem Bahnübergang platzierten Auto anhalten würden.

Mir fällt es auf; meiner Frau und meiner Tochter schon nicht mehr. Von daher sehe ich darin auch kein größeres Problem.

Viele Grüße,
Mathias

Ihr Guten,

habe heute noch ein neues Wort gelernt: Zugtriebführer. Und das immerhin auf tagesschau.de. Ich will gar nicht weiter darüber nachdenken, wer da wessen Trieb führt und wohin das führt ...
Ja, ich sehe es meist entspannt und belustigt, frage mich allerdings schon mitunter, was an dem Wort Lokführer eigentlich so schwierig ist ...
Gute Grüße
Rainer
Hallo Rainer,

nicht zu fassen: Ihr armen Hamburger seit bald "Zugtriebführerlos" unterwegs. Die schreiben das tatsächlich online:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/selbstfahrende-s-bahn-hamburg-101.html

Was ist schlimmer, diese Sprach-Panscherei inkl. Erschaffung eines Wortes/ Berufes wo es eigentlich überhaupt nicht gibt oder der Gedanke ohne ein Triebfahrzeugführer durch die Hamburger City zu fahren?

Grüße
Markus
Es heißt immer noch "Triebfahrzeugführer".

Gruß Kai
@33: Hallo Rainer,

na ja, mit der Einfachheit würde ich zurückhaltend sein, denn der Volksmund erkennt manchmal schneller als die "Fachleute", was wirklich Sache ist:

Nicht nur im deutschen Personenverkehr finde ich immer weniger Lokomotiven und stattdessen immer mehr Triebwagen bzw. Triebkopf-bespannte Triebzüge, sodass der Begriff "Lokführer" zunehmend überholt ist (vgl. hierzu auch meinen Beitrag Nr. 19).

Wir brauchen mithin jetzt endlich ein neues, Duden-festes Gesetz mit ergänzenden, ausführlichen Ausführungsbestimmungen etwa folgenden, spezifizierenden Inhaltes (Entwurf in eklatanter Kurzfassung):

Sogenannte "Lokführer:innen", die tatsächlich keine solchen darstellen, sind fürdahin als "Triebwagenführer:innen" zu bezeichnen - es sei den, bei dem äußerlich scheinbaren Triebwagen handelt es sich um einen Triebkopf-getriebenen Zugverband, in welchem Falle stattdessen ausdrücklich von "Triebkopfführer:innen" zu sprechen ist.

Hmh, ob es da nicht einfacher ist (um das komplizierte Wort "Tfz-Führer:in" zu vermeiden), von "Zugführer:in" zu sprechen (zumal ja sogar eine Lok ohne Zug als "Lokzug" bezeichnet wird und somit auch jede Lok bereits einen Zug darstellt)?

Es gilt durch Noch-Verkehrsminister Scheuer dringend eine hochdotierte vielköpfige Fachkommission einsetzen zu lassen, die sich dieses drängenden Problems zeitnah annimmt.

Befürwortet eindeutig Nordpilen

P. S.: Es gab da mal so einen lustigen Text zur verbeutelten Sackpost ..

Moin zusammen,

gibt es keine wichtigeren Probleme? Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir Modellbahner als Spinner abgetan werden.
Ich zumindest weiß, dass es ein Tfz-Führer ist, wenn in Berichten von Zugfüherern die Rede ist.

Gruß
Jürgen
Hallo,

wenn es denn einen Zugtriebführer geben sollte, müsste es doch, wenn die Lok  am Ende des Zuges schiebt, vorne einen Schubtriebführer geben? Oder...???

Gruß
Wolfgang
@37: Hallo Wolfgang,

... also bitte: wenn schon, dann bitte richtig ...

"SchubzugTriebführer" (SzTf)

oder

"SchubtriebZugführer" (StZf).

Wobei stets auf die korrekte Groß- und Kleinschreibung zu achten sowie dieselbe auch stets zu beachten ist.

Die bezeichneten Vorschläge werden unverzüglich bis zeitnah der verantwortlichen BMVI-Wortfindungskommission zugeführt werden.
Die hierfür erforderlichen zusätzlichen vierzehn Vollzeitstellen wurden beantragt und kurzfristig genehmigt.

Hochachtungsvoll: NP
Zitat - Antwort-Nr.: 36 | Name: jvs1402

Ich zumindest weiß, dass es ein Tfz-Führer ist, wenn in Berichten von Zugfüherern die Rede ist.



Hallo Jürgen,

im Güterzugdienst oder bei schaffnerlosen Nahverkehrszügen ist der Triebfahrzeugführer gleichzeitig auch der Zugführer. Im Personenfernverkehr befindet sich der Zugführer im Zug und er ist der Zugchef, da noch weitere Zugbegleiter im Zug unterwegs sind. Der Triebfahrzeugfüher ist dann vorne auf dem Führerstand und er ist in diesem Falle nicht der Zugführer.

Grüße
Markus
Hallo Markus,

er bleibt aber der Tfz. Aber auch viele Bahner sind überfordert. Ich fragte einmal einen Zugführer, ob er gegenüber einem Tfz weisungsbefugt ist. Das konnte er nicht beantworten. Immerhin gibt er ZP9, wenn der Tfz abfahren soll. Ohne geht es nicht.

Gruß
Jürgen
Hallo Jürgen,

der Triebfahrzeugführer wird aber nicht mit Tfz abgekürzt:

Tfz = Triebfahrzeug

Tf = Triebfahrzeugführer


http://www.bahnseite.de/purespace/Abkuerzungen.html

MfG
Markus
Hallo,

Grundsätzlich finde ich es schon richtig, daß sachlich falsche Aussagen kritisiert werden. Wenn zB. bei einer Fußballübertragung was falschen gesagt wird, ist danach auch wochenlang Alarm.
das Hauptproblem liegt in meinen Augen darin, daß die Arbeit der Presse immer oberflächlicher wird und immer weiniger Aufwand getrieben wird, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, über das man berichten soll. Schade eigentlich.

Gruß Lothar
Hallo jvs1402,

und das soll man jetzt für ernst nehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Tf150150

Hallo,

"Es gilt durch Noch-Verkehrsminister Scheuer" (#35) finde ich gut. Ist er also durch die Firma in Wangen auf seine wahre Größe geschrumpft worden ...

Viele Grüße
Frank
Hallo Nordpilen,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

zumal ja sogar eine Lok ohne Zug als "Lokzug" bezeichnet wird und somit auch jede Lok bereits einen Zug darstellt)?



Hmm, fast richtig - wenn - ja wenn die Lok überhaupt als "Lz" verkehrt!
Das ist schließlich nur eine rein betriebliche Definition, denn nicht jede Fahrt ist eine Zugfahrt - und damit ist nicht jede alleinfahrende Lok eine "Lz".
So und nun haben wir den Salat:
Eine Lok die alleine fährt, aber keine Zugfahrt ist, somit auch keine "Lz" ist, stellt nämlich eine Rangierfahrt dar.
Jetzt brauchen wir dringend eine neue Wortfindung - zumal der Begriff "Lz" längst überholt ist und aktuell "Triebfahrzeugfahrt" heißt - aber eben nur genauso lange, wie es eine betrieblich betrachte "Zugfahrt" darstellt.

So, nun bin ich gespannt auf neue, pfiffige Worte - ich habe mich gestern bereits schon über den "SchubzugTriebführer" (SzTf) so sehr amüsiert

Bis dahin...
Barbara
@44: Hallo Frank,

ja, schon als ich es schrieb, dachte ich, war der nicht von Brawa oder Preiser?

Aber man kann sich ja nicht alles merken.

Doch zweifelsfrei 1:220 und nicht 2:1,

@ the way:

https://www.janko.at/Humor/Sonstiges/Wertbeutel-Verordnung.htm

@45: Hallo Barbara,

wir schaffen das bestimmt! 😉

Meint Nordpilen (seines Zeichens heute
mal RangierSchublokBergführer; RSlBf)

Hi Barbara,

hier offenbart sich ein bisschen das Dilemma welches offiziellen Begriffen innewohnt: sie stehen oft im Gegensatz zu den umgangssprachlich gebrauchten, sind manchmal sperrig und sogar unlogisch - und sind eigentlich nur sprachliche Konventionen (welche auch jederzeit geändert werden können).

In der Sache falsch sind auch die nicht-offiziellen Begriffe eigentlich nicht - im Gegensatz zum Beispiel zu der oft zu lesenden und zu hörenden "Sauerstoffflasche" aus #16 wenn von dem Ding die Rede ist welches ein Taucher auf dem Rücken trägt. Das wäre etwa so wie wenn irgendwo geschrieben würde bei der Bahn wären die Oberleitungen aus Gummi, und die Schienen aus Alu... :)

LG Didi
Hallo Didi,

...und "Gasgeben" beim E-Auto ... (von Lokomotiven will ich gar nicht erst reden )

Liebe Grüße
Barbara
Guten Morgen,
noch was vielleicht zum schmunzeln zum Thema.
In einer pädagogisch wertvollen (belehrenden) Kinderfunksendung des Bayerischen Rundfunks wurde vor ca.
18 Jahren den Kindern erklärt, dass am Brenner Grenzbahnhof wegen der verschiedenen Stromsysteme in Österreich und Italien die Güter eines ankommenden Güterzuges von einer Lok auf die andere umgeladen werden müssen...
Die Vorstellung ist grandios. Z.B. mal eben 30 20er Container auf den Füherstand z.B. einer 151 packen. Zur etwa gleichen Zeit wurde den Kindern Rio de Janeiro als Hauptstadt Brasiliens präesentiert.
Die Kinder werdens überlebt haben.
Auch damals gab es schon ganz ohne sozial media fake news und das sogar im öffentlich rechtlichen Rundfunk.
keep groovin´
Arno
Zitat - Antwort-Nr.: 48 | Name: Barbara

...und "Gasgeben" beim E-Auto ... (von Lokomotiven will ich gar nicht erst reden


Warum sollte "Gasgeben" bei einer Lok falsch sein?
Dampf ist ja nichts anderes als Wasser in gasförmigem Aggregatzustand...

LG Didi
... und dann erstmal die unzähligen LEIH-Loks und -Fahrräder:

"Leihlok-Anbieter" und "Radverleiher" also sind alle derart selbstlos, dass sie die Geräte stets kostenlos anderen zur Nutzung überlassen - die Bilanzen ergeben final einen echten Wowh-Effekt!

Dumm gelaufen: Leider wohne ausgerechnet ich in einer MIETwohnung.

Beste Grüße Nordpilen

P. S. @49: Hallo Arno, erkennbar sind diese modernen Güterladeloks an den beiden großen, federnden, metallenen Greifwerkzeugen auf dem Dach - habe ich schon gesehen, muss ergo stimmen.
Moin,

#45, nicht zu vergessen dass ja bei der Lz auch max. noch ein Fahrzeug dran sein darf. So geht ja der Turmtriebwagen mit Trommelwagen dran, oder eine Lok mit einem Bauzugwagen dran ja auch als Lz durch. Letztendlich liegt es am EVU welche Trasse es bucht (und ggf. auch bekommt) und dann tatsächlich fahren lässt.

Aber ich glaub man sollte sich nicht zu sehr über Begriffe aufregen, solange diese nicht anderweitig missbraucht werden, grad allein schon der ersteinmal vermeintliche rein technische Begriff "Gas geben" wurde als solcher z.B. beim Wahlkampf in Berlin auf Plakaten schon anderweitig öffentlich missbraucht und musste erst durch eine Gegenkampange richtig eingeordnet werden.

Was ich wirklich lächerlich fand, war bei der Lokausbildung die Ausbildungsmappe der ÖBB zur Siemensentwicklung Taurus die noch eine Seite mit Übersetzungen "Deutsch a´la Österreich/ÖBB - Deutsch a'la Deutschland/DB" enthielt, wo nur betriebliche und technische Fachbegriffe drauf waren. Und wenn man zwischen den Bahnen schon nicht weiss, wie man sich am besten ausdrückt, woher sollens dann andere wissen? Ich sag nur Nahgüterzug, Cargo-Bedienfahrt, Fahrverschubzug, Übergabe usw...

Bezüglich der Begrifflichkeiten müsste man erstmal die Grundlagen dafür klären. Allein das Wort Fahrzeugführer. Fährt ihn das Fahrzeug oder er es?
Ich bin generell für die klassische Abkürzung jedes aktiven Betriebseisenbahners klassisch mit der Dienstbezeichnung DvD (Depp vom Dienst). Dies beschreibt auch das Selbstbildnis vieler lang gedienter bzw. aufopferungsbereiter und zumeist resignierter Mitarbeiter im Bahnwesen über ihre Stelle am besten.


Gruß, Matthias

PS: Zum Thema ordentliche Recherche, heute zufälligerweise eine Meldung im Postillion: https://www.der-postillon.com/2013/10/eklat-ko...ierte-nachricht.html

Edit: PS/Link ergänzt

Ja, gasgeben beim E-Auto, ebenso "Die Zündung einschalten" sind lt meinem E-Auto-Verkäufer der Intelligenz mancher Kunden geschuldet (er ist gelernter Elektriker!)

Ach ja, bezüglich den Tf, Lokführern usw, in der Schweiz heidden die auch Lokifahrer   siehe http://lokifahrer.ch/

So lange wir uns noch drüber amüsiren können, ist die Welt im Grossen und Ganzen in Ordnung.

@31: wenn die Tochter das nicht mehr erkennt, muss man es ihr erklären ...

gruss aus gSi-Berg
Achim

Ich bin dafür, den Schraubenzierer unter dem Wasserkran zu säubern...

Gruß
Eglod
Hallo,
Fachbegriffe sind oftmals auch nur dazu da ,um sich von vermeintlichen Nichtfachleuten abzuheben oder einfach um zu vertuschen, das man eigentlich selber keine große Ahnung von der Materie hat
Schon oft genauso im Berufs .-und Privatleben erleben dürfen
Einfach ein paar Fachbegriffe und Fremdwörter eingestreut und schon ist das Gegenüber ausgeschaltet und versteht nur Bahnhof. Obwohl der "Fachmann " eigentlich nur erklärt hat... das er eigentlich NICHTS erklärt hat . Das aber sehr eindrucksvoll

Gruß
Thomas
Hallo Thomas,

Fachbegriffe sind enorm wichtig, damit sich Fachleute untereinander eindeutig und unmissverständlich über Sachverhalte exakt austauschen können.

Fachbegriffe sind allerdings für Leute ohne den fachlichen Background nur bedingt geeignet, da möglicherweise der richtige Kontext fehlt. Deshalb gibt es schließlich ausgewiesene Fachleute für jeden erdenklichen Fachbereich.

Falsch angewendete Fachbegriffe - oder gar Pseudo-Fachbegriffe sind allerdings wenig hilfreich - da gebe ich Dir völlig Recht.

Viele Grüße
Barbara

Edit:
Hier sind wir übrigens nochmal beim "Gasgeben" auf Lokomotiven - mein Beispiel wurde bereits "fleißig" zurechtgebogen...
Bei Diesel- und E-Lokomotiven nennt man diesen Vorgang "Aufschalten" bzw. "Abschalten". Speziell bei der Diesellok nennt man das "Gas"(geben) auch "Füllung". Es bezeichnet die Füllmenge des eingebrachten Kraftstoffs in die Zylinder. Das ist nicht zu verwechseln mit dem "Füllen" hydraulischer Lokomotivgetriebe. Auch bei Dampflokomotiven nennt sich der Vorgang des Dampfeinleitens in die Zylinder "Füllung".


Warum hab ich hier nur reingeschaut ?!

Haben wir keien anderen Probleme?
Zitat - Antwort-Nr.: 57 | Name: Raymond

Warum hab ich hier nur reingeschaut ?!

Haben wir keine anderen Probleme?


Habe ich mich auch gerade gefragt...

Gruß Andreas
Ah, Statler und Waldorf schauen auch mal rein... :)

LG Didi
#57

Hallo Grußloser,

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Warum hab ich hier nur reingeschaut ?!


Diese Frage kannst Du nur Dir selbst beantworten.

Zitat - Antwort-Nr.: | Name:

Haben wir keien anderen Probleme?


Welche Probleme Du hast, wissen wir nicht.
Hier bist Du jedenfalls in einem Forum Modellbahninteressierter, was den Begriff Bahn beinhaltet - und erstaunlicherweise werden bahnbezogene Themen diskutiert.
Du fühlst Dich nun überrascht und weißt nicht damit umzugehen?
Nun - für andere Sorgen und Probleme gibt es andere Foren und es steht Dir völlig frei, Dich dort zu engagieren.

Gruß an den Grußlosen
Ich kann mich dem nur anschließen. Barbara hat ja hier Beispiele für Fachbegriffe genannt. Glaubt hier wirklich jemand, dass Laien das verstehen? Weder diejenigen, die das in den Medien platzieren, noch die, die das lesen oder sich ansehen. Da ist eine für Laien verständliche Sprache, die den Inhalt etwas umgangssprachlicher rüberbringt sinnvoller. Und dann ist der Tf eben der Zugführer. Jeder Laie wird wohl wissen, um wen es sich handelt. Selbst, wenn man die Kommunikation moderner Eisenbahner mitbekommt merkt man manchmal nicht, dass sie Eisenbahner sind.

Meine Frau amüsiert sich immer über Kommentatoren von Videos, wie Peter Wachsmann, Sie versteht nur Bahnhof und winkt ab. Der genaue Leser könnte sich fragen, ob es wirklich ein Bahnhof ist, oder vielleicht nur ein Haltepunkt .

Also konzentrieren wir uns auf die wichtigen Dinge des Lebens!

Gruß
Jürgen



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